Die Wolfsangel – Vom Jagdgerät zum NS-Symbol

von Shinzon

Mit Wolfsangeln angelt man Wölfe. Klingt erst mal komisch, ist aber so. In früheren Zeiten wurden die eisernen Jagdgeräte mit Ködern versehen und mittels eines Ankers in Bäume gehängt. Wölfe, die danach sprangen, blieben mit der Schnauze an den Widerhaken hängen und verendeten elendig. Das Prinzip ähnelt also tatsächlich Fischangeln und wurde über Jahrhunderte zur Bekämpfung von Wölfen angewendet. Die ältesten Nachweise für den Gebrauch von Wolfsangeln reichen bis ins 9. Jahrhundert zurück, während die letztmalige Verwendung auf Ende des 19. Jahrhunderts datiert werden kann. Heute gilt die Wolfsangel als Tierquälerei.

Wolfangel als Jagdwaffe

Es ist nahe liegend, dass die Wolfsangel in Norddeutschland schon sehr früh als Forstzeichen in Gebrauch war und zahlreiche Grenzmarkierungen ziert. Außerdem fand sie Einzug in die mittelalterliche Heraldik und ist auf zahlreichen Städte- und Gemeindewappen zu finden. Ein rechtsextremer Hintergrund kann aufgrund des Alters dieser Beispiele ausgeschlossen werden. Außerdem ist die Wolfsangel von ihrem Ursprung her kein okkultes Symbol.

Wappen mit einfacher Wolfsangel.

Wappen mit einfacher Wolfsangel.

Wolfsangeln mit Querbalken.

Wolfsangeln mit Querbalken.

Erst die Nazis haben der Wolfsangel einen mystischen Bezug gegeben, indem sie das Symbol zu einer germanischen Rune erklärten. Dafür gibt es jedoch keinerlei wissenschaftlichen Beleg. Die Wolfsangel ist gänzlich der Form des gleichnamigen Jagdwerkzeugs nachempfunden und stammt aus einer Zeit, in der das germanische Runenalphabet längst durch die lateinischen Buchstaben ersetzt worden war. Das hielt die Nazis jedoch nicht davon ab, fleißigen Gebrauch von der Wolfsangel zu machen.

Bereits in den 1930er Jahren verwendete die vom späteren Nazikollaborateur Hermann Bickler (1904-1984) gegründete elsässisch-autonomistische Jungmannschaft Armbinden mit Wolfsangel auf brauner Uniform. Später fand sich die Wolfsangel bei der 2. Panzerdivision der SS wieder.

Wolfsangel SS

Die Organisation Werwolf, welche Heinrich Himmler gegen Kriegsende ins Leben rief, verwendete ebenfalls die Wolfsangel. Ebenso wie die SS machten sie jedoch nicht Jagd auf „Onkel Wolf“ (Hitlers Spitzname), sondern auf Deserteure und kriegsmüde Deutsche. Auffällig bei der Verwendung durch die Nazis sind die Drehung in eine waagerechte Position sowie der zusätzliche senkrechte Balken durch die Wolfsangel. Die Wolfsangeln in der mittelalterlichen Heraldik standen nahezu immer aufrecht und hatten nicht in jedem Fall einen zusätzlichen Querbalken. Sie sind daher gut von der NS-Wolfsangel unterscheidbar.

Werwolfsangel

Von den alten Nazis fand die Wolfsangel ihren Weg direkt zu den Neonazis. Unter anderem bei der 1982 verbotenen Jungen Front, der Jugendorganisation der ebenfalls seit 1982 verbotenen Volkssozialistischen Bewegung Deutschlands/Partei der Arbeit. Aufgrund der Verwendung durch solch verfassungsfeindliche Organisationen steht die Wolfsangel auf der Liste der in Deutschland verbotenen NS-Symbole und darf laut § 86a des Strafgesetzbuches nicht als Kennzeichen betreffender Organisationen gezeigt werden. (Mit Ausnahme von historischen Dokumenten und Material zur Aufklärung über NS-Symbolik.) Vom Verbot ausgenommen sind alle Wolfsangeln ohne NS-Bezug, wie z.B. auf Städte- und Gemeindewappen.

Bei der rechtsextremen Modemarke Thor Steinar war der NS-Bezug selbstverständlich gegeben, was zum ersten Prozess gegen die Marke führte. Deren Logo zeigte ursprünglich eine Kombination aus Wolfsangel und Tiwaz-Rune. Sämtliche Kleidung mit dem verfassungsfeindlichen Kennzeichen wurde beschlagnahmt, woraufhin Thor Steinar ein neues Logo entwarf. Dieses zeigt nun eine Gebo-Rune bzw. ein X mit zwei Punkten. Über die okkulte Bedeutung kann spekuliert werden, zumal sowohl das alte als auch das neue Logo in den Farben der Venus gehalten sind.

Thorten Schneidar

Nebenbei sollte erwähnt werden, dass die Kleidung der Nr. 1 Modemarke aller stolzen deutschen Nazis in der Türkei und China produziert wird. Von wegen „gute deutsche Wertarbeit“. Die Geschäftsleitung hat seit 2009 zudem Faisal al Zarooni von der International Brands General Trading (IBGT) mit Sitz in Dubai. Die deutschen Nazis verkommen mit dieser Klamotte endgültig zur Lachnummer.

Doch kommen wir zurück zur Wolfsangel. Im Ausland scheren sich die Nazis selbstverständlich nicht um das deutsche Verbot von NS-Symbolen. Insbesondere in der Ukraine hat sich die NS-typische Wolfsangel bei Neofaschisten durchgesetzt. Von 1991 bis 2004 war sie z.B. das Logo der rechtsextremen Swoboda-Partei. Inzwischen hat diese sich jedoch ein neues, unauffälligeres Logo gegeben, um breitere Wählerschichten anzusprechen.

Altes Swoboda-Logo

Diese Mühe gibt sich der militärische Arm der ukrainischen Faschisten nicht. Sowohl das alte als auch das neue Logo des verbrecherischen Asow-Bataillons enthält eine Wolfsangel.

Asow-Bataillon

Asow-Logo neu

Wie irre ist Merkel?

Im Ukraine-Konflikt steht Bundeskanzlerin Merkel auf der Seite von rassistischen Oligarchen wie Julia Timoschenko, die unlängst bekannt gab, alle Russen mit Atomwaffen auslöschen zu wollen. Nicht zu vergessen, dass in der Ukraine auch amoklaufende Neonazis unterstützt werden, denen schwere Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen anzulasten sind. Und wofür das alles? Für US-imperialistische Interessen. Uli Gellermann warnt im Interview mit Weltnetz TV vor der drohenden Gefahr eines Atomkrieges der USA gegen Russland sowie Deutschlands Rolle als Streichholz am Pulverfass.

Wolfgang Gehrcke und Gregor Gysi über Krieg und Flüchtlinge

Gysi geht in seiner Rede nicht nur auf den Zusammenhang zwischen Krieg, Rüstungsexporten und der aktuellen Flüchtlingswelle ein, wobei er insbesondere das Verhalten der Türkei anprangert. Er thematisiert außerdem das Freihandelsabkommen TTIP und die soziale Schieflage in Deutschland.

Die Behauptung, dass DIE LINKE nur das Wohl der Flüchtlinge im Kopf hätte und sich nicht für die heimischen Arbeiter und Arbeitslosen einsetzen würde, wäre damit ein für allemal widerlegt! Nicht die Asylsuchenden sind an Deutschlands Verelendung schuld, sondern die neoliberale Politik der Bundesregierung! Gysi bringt diese Tatsache sehr gut auf den Punkt, als er die Frage stellt, ob es den deutschen Arbeitslosen, Leiharbeitern und Billigjobbern denn besser ging, bevor die Flüchtlinge in Land gekommen sind? Nein, es ging ihnen genauso schlecht! Eine sehr wichtige Erkenntnis.

Naziwerwölfe ohne Schafspelz

von Shinzon

Die häufige Bezugnahme auf Werwölfe im 3. Reich kann auf Adolf Hitlers Vornamen zurückgeführt werden, welcher übersetzt „edler Wolf“ bedeutet. Edel war Hitler zwar nicht, aber von den Kindern aus dem engsten Kreise der Naziführung wurde er stets „Onkel Wolf“ genannt.

Von Hitlers Vornamen leiten sich nachweislich die Namen der drei Führerhauptquartiere Wolfsschanze (bei Görlitz, ehem. Ostpreußen, heute Polen), Wolfsschlucht (nahe Couvin, Belgien) und Werwolf (Stryschawka, Ukraine) ab. Werwolf war das am weitesten von Berlin entfernte Führerhauptquartier und von Juli 1942 bis Februar 1943 in Betrieb. Hitler war nur dreimal vor Ort und hielt sich meist in der Wolfsschanze auf.

Lage des FHQ Werwolf in der Ukraine

Lage des FHQ Werwolf in der Ukraine

Im September 1944 gründete der Reichsführer-SS Heinrich Himmler (1900-1945) eine Freischärlerbewegung namens „Werwolf“, die in feindlich besetzten Gebieten des Reiches Sabotageakte, Attentate und Terroranschläge durchführen sollte. Das erinnert stark an die später von der NATO und CIA gegründeten Stay-behind-Organisationen wie Gladio, für welche ebenfalls Nazis rekrutiert wurden.

Die Aufrufe zur Bildung von We(h)rwolf-Gruppen verliefen allerdings größtenteils im Sande. Die Mehrheit der Deutschen hatte den „Totalen Krieg“ inzwischen einfach satt. Nach Hitlers Tod untersagte schließlich dessen Rechtsnachfolger Großadmiral Karl Dönitz (1891-1980) am 5. Mai 1945 weitere Kampfaktionen der Werwölfe. Obwohl ihre militärische Bedeutung von Historikern eher gering eingeschätzt wird, waren die Nazilykaner dennoch nicht untätig. Im April 2015 veröffentlichte der Journalist Cordt Schnibben einen Artikel über seinen Vater, der Mitglied einer Werwolfeinheit und gegen Ende des Krieges an einem Mord an einem Zivilisten beteiligt war.

Das Symbol der Untergrundgruppe war passender Weise ein Winkel mit Wolfsangel.

Werwolfsangel

Die Wolfsangel wird heute abermals von der ukrainischen Freischärlergruppe Asow-Bataillon verwendet.

Asow-Bataillon

Der Bezeichnung Werwolf wurde indes in der deutschen Neonaziszene erneut aufgegriffen. Bereits 1979 wurde eine Wehrsportgruppe Werwolf vom NPD-Kader Michael Kühnen (1955-1991) gegründet. Noch im selben Jahr kam es zum Bückeburger Werwolfprozess, bei dem es selbstverständlich nicht wie zu Zeiten der Hexenverfolgung um angebliche Werwolfsverwandlungen ging. Es war der erste Prozess in Deutschland, bei dem Rechtsextremisten als Terroristen verurteilt wurden. Neben Michael Kühnen saßen damals Manfred Börm (heute NPD-Bundesvorstand), Lothar Schulte, Lutz Wegener, Uwe Röhwer und Klaus-Dieter Puls auf der Anklagebank. Alle erhielten mehrjährige Haftstrafen.

Michael Kühnen (2. v.l.) mit der Aktionsfront Nationaler Sozialisten

Michael Kühnen (2. v.l.) mit der Aktionsfront Nationaler Sozialisten

Eine Affinität zu Werwölfen hat auch der bekennende Satanist Hendrik Möbus von der NSBM-Band Absurd. Auf der EP „Thuringian Pagan Madness“ von 1995 veröffentlichte die Naziband den Titel „Werwolf“, in welchem Möbus seiner kranken Phantasie freien Lauf lässt und darüber singt, wie gern er Menschen in Stücke reißen würde. Wie ernst es ihm und seinen Bandkollegen damit ist, bewiesen sie, indem sie das Grab des 1993 von ihnen ermordeten Sandro Beyer auf dem Plattencover der Erstauflage abbildeten.

Absurd - Werwolf

Neben Werwölfen hat die Rechtsrockszene auch noch die Weissen Wölfe aus dem Sauerland zu bieten. Die Band verbreitet rassistischen Hatecore und gehört zum Blood & Honor-Netzwerk. 2011 gründete sich in Anlehnung an die rechtsextreme Sauerlandzelle ein gewaltbereiter Fanclub in Hamburg, der sich Weisse Wölfe Terrorcrew nennt.

Eine eng verwandte Art sind die Grauen Wölfe. Dabei handelt es sich um die Mitglieder der 1961 gegründeten türkischen Partei der Nationalistischen Bewegung („Milliyetçi Hareket Partisi“, MHP). Auf das Konto der türkischen Nazipartei gehen zahlreiche Gewalttaten bis hin zu Mordanschlägen und Terrorismus. In Deutschland sind die Grauen Wölfe in der Organisation „Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland“ aktiv, obgleich sie weder demokratisch noch sonderlich idealistisch sind. Es handelt sich viel mehr um kriminelle Ausländer vom Schlage Safet Babic, deren Abschiebung nicht von der NPD gefordert wird.

Graue Wölfe

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Weissen und Grauen Wölfe allenfalls in den Zoo hinter Gitter gehören. In der freien Wildbahn sind sie viel zu gefährlich, da sie vermehrt Menschen angreifen. Als sich Naturschützer für die Wiederansiedelung der Wölfe in deutschen Wäldern einsetzten, hatten sie zudem wohl eher die Tiere im Sinn und keine Mannwölfe mit brauner Gesinnung.

Es gibt allerdings auch zugezogene Wölfe, die sich als harmlos herausgestellt haben. Es handelt sich dabei um die russischen Nachtwölfe, welche sich inzwischen wieder auf dem Heimweg befinden. Diese kamen für den 8. Mai 2015 nach Berlin, um den 70. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus zu feiern. Den mitgeführten Fahnen nach handelte es sich wohl um eine Gattung des motorisierten Rotwolfes.

Der in Russland heimische  gute Nachtwolf.

Der in Russland heimische gute Nachtwolf.

Ein Jahr nach dem Massaker von Odessa

Am 2. Mai vor einem Jahr kam es zum Massaker von Odessa, bei dem mindestens 56 Menschen von Neofaschisten in einem Gewerkschaftsgebäude hingerichtet wurden. Alle Täter befinden sich immer noch in Freiheit, es gab keinerlei Strafverfolgung, außer gegen überlebende Opfer. Und es kommt noch schlimmer, denn inzwischen rufen Plakate zur Denunziation russlandfreundlicher Mitbürger auf.

Alois Irlmaier – Der deutsche Nostradamus

Vom Orakel von Delphi über Nostradamus bis hin zu Rasputin gab es über alle Jahrhunderte mehr oder weniger bekannte Medien, welche die Zukunft vorhersagten. Einige von ihnen hatten eine natürliche Gabe, andere bedienten sich okkulter Praktiken wie Astrologie und Kabbalistik. Zuweilen arbeiteten sogar naturwissenschaftlich orientierte Astronomen wie Johannes Kepler nebenbei als Hofastrologen.

Zu den Kunden gehörten Kaiser, Könige und Zaren, aber auch Nazis wie Adolf Hitler, Heinrich Himmler und Rudolf Heß waren von den Prophezeiungen des Nostradamus und anderer Seher fasziniert. So weit, so bekannt. Etwas überraschender ist dagegen, dass auch in unserer modernen Zeit Staatsoberhäupter den Rat von Astrologen suchten und immer noch suchen. Darunter Konrad Adenauer, Helmut Kohl, François Mitterrand und Ronald Reagan.

Der bayrische Brunnenbauer und Wünschelrutengänger Alois Irlmaier (1894-1959) ist der bekannteste deutsche Seher, der im Gegensatz zu den eher schwammigen Versen von Nostradamus sehr präzise Angaben machte. Seine Fähigkeiten entwickelten sich ab 1928 und während des 2. Weltkrieges sagte Irlmaier die Einschlagsorte von Bomben voraus, was vielen Menschen das Leben rettete. Jene, die ihm nicht glaubten und die besagten Stellen nicht mieden, fanden hingegen den Tod.

Nach dem Krieg wurde Alois Irlmaier 1947 vor dem Amtsgericht in Laufen (Bayern) wegen Betrug und Gaukelei angeklagt. Der entsprechende Paragraph stammte noch aus der Nazizeit. Während des Prozesses soll Irlmaier dem Richter offenbart haben, dass dessen Frau ihn betrüge, was sich als wahr herausstellte. Der Prozess endete mit einem Freispruch. Das Gericht einigte sich darauf, dass nicht festzustellen sei, ob der Angeklagte tatsächlich keine seherischen Fähigkeiten habe.

Alois Irlmaier starb am 26. Juli 1959 im Alter von 65 Jahren an Lungenkrebs. Er hinterließ eine Vielzahl von erstaunlichen Prophezeiungen, von denen sich die meisten bereits erfüllt haben oder gerade im Moment erfüllen. Im Gegensatz zu vielen anderen Propheten bediente sich Irlmaier jedoch nie okkulter Praktiken, um Aussagen über die Zukunft zu treffen. Im Gegenteil äußerte er sogar zuweilen, dass er diese Gabe der Präkognition lieber nicht hätte, denn er sah auch höchst unerfreuliche Dinge voraus.

Die bedrückendste Prophezeiung betrifft den 3. Weltkrieg. Im Hochsommer eines nicht näher benannten Jahres soll Russland Europa angreifen und innerhalb weniger Tage bis zum Rhein vorstoßen. Der Vormarsch soll ebenso plötzlich durch eine Armada von weißen Vögeln (Flugzeugen oder Drohnen) aus dem Süden gestoppt werden, die Eier (Bomben) mit einer giftigen Substanz über Osteuropa abwerfen, um den russischen Nachschub abzuschneiden.

Während sich Russland langsam wieder zurückzieht, soll Paris brennen und London im Meer versinken. Nach weniger als drei Monaten soll der Krieg bereits zu Ende sein, noch bevor es zu einer nuklearen Auseinandersetzung kommt. Nach einer dreitägigen Finsternis, während der alle sterben sollen, die das Haus verlassen oder auch nur ein Fenster öffnen, soll wieder Frieden in Europa einkehren. Von einem goldenen Zeitalter ist die Rede.

Analysieren wir die Situation einmal etwas genauer. Viele dachten bis 1989, dass der Krieg von der Sowjetunion ausgehen werde. Das hatte Irlmaier jedoch nie behauptet und die Wende in Osteuropa strafte die Fehlinterpretationen Lügen. Nun herrscht jedoch eine neue Eiszeit zwischen Europa und Russland. Die jahrelange Osterweiterung der NATO sowie der CIA-gesteuerte Umsturz in der Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen drängen Russland immer weiter in die Defensive. Gleichzeitig wird Putin zum neuen Feindbild aufgebaut, sodass der Eindruck einer russischen Aggression entsteht. In Wirklichkeit sind es jedoch die USA und ihre NATO-Vasallen, die Russland in einen Krieg drängen.

Mit Alois Irlmaier müssen wir natürlich nachsichtig sein, denn er sah nur die offensichtlichen Konsequenzen und kannte die politischen Hintergründe nicht. Da wir jedoch einen Wissensvorsprung haben, sind die Vorhersage der russischen Niederlage sowie die Installierung einer prowestlichen Regierung in Moskau äußerst besorgniserregend. Das goldene Zeitalter des Friedens könnte sich daher schnell als esoterisches Wassermannzeitalter herausstellen, welches äußerlich positiv erscheint, aber im Kern luziferisch ist. Zumal Irlmaier eine Rückkehr der Monarchie in Teilen Europas vorhergesagt hat und wir wissen, was für ein parasitäres Satanistengeschmeiß der europäische Hochadel ist!

Doch wie genau die Zukunft aussehen wird, lehrt uns ohnehin die Zeit. Weitaus klarer erscheinen dagegen Irlmaiers Prophezeiungen für die Zeit vor Ausbruch des Krieges. Er sah einen großen Wohlstand voraus, der sich jedoch schnell ins Gegenteil verkehren werde. Tatsächlich gab es bis in die 1990er Jahre hinein eine wirtschaftliche Blütezeit. Doch nach dem Wegfall des sozialistischen Ostblocks gab es keinen Grund mehr, den Menschen den Kapitalismus schmackhaft zu machen. Es folgte ein nie da gewesener Sozialabbau, Hartz IV, Lohndumping und Leiharbeit.

Laut Irlmaier sollte der soziale Niedergang mit einem Sittenverfall einhergehen und um diesen bestätigt zu finden, braucht man sich nur einmal das Unterschichtenfernsehen ansehen oder die Musik von Lady Gaga, Kesha, Haftbefehl und den ganzen Aggro Berlin-Rappern anzuhören. Die große Zahl von Fremden, die nach Europa kommen werden, hat sich ebenfalls bestätigt, auch wenn Irlmaier nicht die Hintergründe im Detail nannte. Die Aufstände, die Paris verwüsten werden, haben übrigens ihre Wurzel sowohl in der sozialen Verelendung als auch in der verfehlten Integrationspolitik. In der Tat kam es sogar schon zu einigen größeren Ausschreitungen in der französischen Hauptstadt.

Weitere Anzeichen des nahenden Krieges sind ein extrem warmer Winter und eine hohe Inflation, die revolutionäre Aufstände in Europa zur Folge haben wird. Beunruhigender kann es eigentlich schon nicht mehr werden, denn der letzte Winter 2014/2015 war ungewöhnlich warm. Die Schneetage in weiten Teilen Europas konnte man an einer Hand abzählen. Es ist dabei unerheblich, dass der Winter in Nordamerika erheblich kälter ausfiel und New York nach einem Blizzard lahm gelegt war. Irlmaier bezog sich mit seinen Vorhersagen fast ausschließlich auf Europa.

Für die Inflation gibt es ebenfalls erste Hinweise. So begann die EZB schon vor einigen Wochen mit dem Druck von 2 Billionen Euro. Eine Inflation scheint da vorprogrammiert und einen ersten Protest gegen die Europäische Zentralbank gab es bereits am 18. März in Frankfurt. Offenbar waren die Ausschreitungen bei der Eröffnung des babylonischen Bankenturms nur der Auftakt für etwas weitaus Größeres. Die revolutionären Unruhen sollen sich dabei auf Deutschland, Frankreich und Italien konzentrieren. In Italien soll darüber hinaus der Papst vertrieben werden, was interessant ist, denn auch laut Prophezeiungen des Malachias soll Franziskus der letzte Papst sein.

Neben den Aufständen soll es auch zu drei politischen Morden in Europa kommen. Boris Nemzow wäre der Erste. Sind die beiden ukrainischen Politiker der nunmehr oppositionellen Janukowitsch-Partei, zu denen sich inzwischen Nationalisten bekannt haben, Nummer 2 und 3? Leider gab es in den beiden Fällen keinen großen Pressewirbel und politischer Mord steht in der Ukraine auf der Tagesordnung. Werden also noch zwei weitere, bekanntere Politiker ermordet werden? Vielleicht sogar in Deutschland? Man denke nur an die jüngsten Morddrohungen gegen den ersten LINKE-Ministerpräsidenten Bodo Ramelow.

Das letzte Vorzeichen des 3. Weltkrieges soll schlussendlich ein neuer Krieg im Nahen Osten sein. Nun sind Auseinandersetzungen zwischen Israel und Palästina nichts Neues, die flammen immer wieder auf. Eine neue Dimension eröffnet sich jedoch durch den IS im Norden von Syrien und dem Irak. Damit wäre also auch dieser Punkt abgehakt und wir alle dürfen auf den Sommer 2015 gespannt sein. Für den Fall der Fälle sollten wir uns schon mal mit Vorräten eindecken und unsere Kellerräume gemütlich einrichten. Wenn dieses Jahr nichts Schlimmes passiert, können wir immer noch aufatmen und ohnehin sollten wir jetzt nicht in Panik ausbrechen, sondern lieber die Zeit des relativen Friedens genießen.

Der Tod von Boris Nemzow und antirussische Propaganda

In gewohnt objektiver Art und Weise macht sich Jasinna Gedanken zum Tod von Boris Nemzow und hinterfragt die antirussische Propaganda der westlichen Medien. Geradezu lächerlich ist dabei die Behauptung von Claus Kleber (Atlantik-Brücke), in der Ukraine gäbe es keine Faschisten in Schlüsselpositionen. Da kann er auch gleich behaupten, im 3. Reich hätte es keine Nazis gegeben.

Bundeswehr behandelte Nazisöldner

Es ist nun wahrlich nichts Neues, dass die Bundesregierung das Regime in Kiew unterstützt. Zum Hilfsangebot gehörte u.a. auch die Behandlung von 20 verwundeten Soldaten, was gemessen am hippokratischen Eid nicht vollkommen verwerflich ist.

Ungeheuerlich ist jedoch, dass sich unter den auserwählten Kandidaten auch ein rechtsextremer Söldner befand. Roman Sokorenko (†) gehörte nicht einmal zur ukrainischen Armee, sondern kämpfte auf Seiten des faschistischen Asow-Bataillons, welches sich für schwere Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen verantwortlich zeichnet. Da die ganze Aktion ohnehin nur einen Symbolwert hatte, ist dies nun ein sehr zweifelhaftes Symbol. Immerhin wurde nicht einem einzigen verletzten Zivilisten geholfen, aber dafür gezielt ein Neonazi ausgewählt. Ein derartiges Auswahlverfahren ist selbst mit dem hippokratischen Eid unvereinbar.