Star Trek: Beyond – Nix Neues hinter der letzten Grenze

von Shinzon

Nachdem J.J. Abrams Star Trek gleich zweimal ermordet hat, geht der dritte Teil des Reboots nun auf das Konto von Justin Lin. Über das Ergebnis lässt sich streiten. Der Regisseur der letzten „Fast & Furious“-Filme liefert in jedem Falle einen rasanten Trip ab, der aber mehr mit einem Autorennen als mit Star Trek gemein hat.

Achtung: Spoiler!

Um den Film nicht vorschnell abzuwerten, muss gleich zu Beginn gesagt werden, dass er rein optisch absolut beeindruckend ist. Insbesondere mit der Yorktown-Station bietet „Beyond“ etwas wirklich Neues und damit ist er schon mal um Längen besser als seine beiden Vorgänger. Allerdings gibt es in dieser Szene auch das erste okkulte Symbol. Die Schleuse der Station ist ein Hexagon.

Beyond Hexagramm

Innen ist die Stadt im Weltraum sowohl faszinierend als auch verwirrend. Der Einflug der Enterprise raubt einem zunächst den Atem und ist das größte Highlight des Films. Die Architektur ist jedoch ziemlich überladen und geht kreuz und quer durcheinander. Alles steht sprichwörtlich Kopf und die Bevölkerung wird mit Schwerkraftfeldern auf den Füßen gehalten. Statt das Auge mit einem komplizierten Netzwerk aus Brücken zu überlasten, wäre es wesentlich einfacher gewesen, die Innenseite der Kugelstation zu bebauen und dabei die Zentrifugalkraft zu nutzen. Babylon 5 ist in diesem Punkt weitaus realistischer.

Die Bevölkerung der Station ist ebenfalls etwas enttäuschend. Es gibt kaum bekannte Spezies zu sehen. Die einzige Ausnahme bilden die Vulkanier und Orioner, wobei letztere aber eigentlich gar nicht zur Föderation gehören. Andorianer, Tellariten, Saurianer, Trill oder Bolianer sind in dem Getümmel nicht zu erkennen und gehören auch nicht zur Besatzung der Enterprise. Dafür gibt es Dutzende neue Spezies, bei denen man sich fragt, wann die eigentlich alle entdeckt wurden? Die Föderation hatte im 24. Jahrhundert etwas über 150 Mitgliedswelten, im Reboot sind es hundert Jahre zuvor schon gefühlte 1.000.

Immerhin bekommen die Vulkanier etwas mehr Raum und zollen dem 2015 verstorbenen Leonard Nimoy ihren Respekt. Sein Alter Ego durfte ein Jahrhundert älter werden, doch letztendlich sind auch Vulkanier sterblich. Der junge Spock bleibt durch die Konfrontation mit seinem eigenen Tod keineswegs unbeeindruckt und überlegt, in die Fußstapfen Botschafter Spocks zu treten. Er ist aber nicht der Einzige, der seinen Posten auf der Enterprise aufgeben will. Kirk spielt ebenfalls mit dem Gedanken, den Captainsstuhl aufzugeben und sich in Yorktown niederzulassen.

Alles in allem sind die Hauptcharaktere etwas nachdenklicher, was ihnen mehr Tiefe verleiht. Das führt dazu, dass man Chris Pine die Rolle des Kirk erstmals wirklich abnimmt. Karl Urban und Zachary Quinto waren bereits in den ersten Filmen überzeugend und bauen nun endlich den Zwist zwischen ihren Charakteren aus. Die typischen Sticheleien zwischen dem Arzt und dem Vulkanier stehen dem Original in nichts mehr nach.

Etwas überraschend ist die Entwicklung von Sulu zu einem schwulen Charakter. Es ist schwer zu glauben, dass eine Veränderung der Zeitlinie auch die sexuelle Orientierung eines Menschen verändern kann. Hier wird wohl eher auf die Homosexualität des Originalschauspielers George Takei angespielt. Im neuen Cast ist allerdings nicht John Cho schwul, sondern Zachary Quinto. Da Spock im Reboot ohnehin ungewöhnliche Beziehungen eingeht, hätte man ihn auch gleich schwul machen können. Das wäre nicht mal gegen den Kanon gewesen, da Spock in der alten Zeitlinie keinerlei längerfristige Beziehungen zu Frauen hatte.

Sulu hingegen hat eine Tochter, die in der Yorktown-Szene auch kurz zu sehen ist. Da Demora nicht adoptiert, sondern seine leibliche Tochter ist, fragt man sich, wie sie nun zustande gekommen sein soll? Die Andeutung einer schwulen Beziehung funktioniert einfach nicht, zumal sie ohne jeden Tiefgang bleibt. Der Zuschauer lernt Sulus Partner nicht einmal kennen, es wird nicht gezeigt, wie sich dieser beispielsweise Sorgen macht, als der Kontakt zur Enterprise abbricht. Wenn man für Toleranz hätte werben wollen, wäre mehr Tiefgang von Nöten gewesen. Ein schwules Pärchen an Bord der Enterprise hätte mehr bewirkt, eine Romanze zwischen Spock und McCoy wäre sogar ein echter Brüller gewesen. So bleibt es aber nur eine absolut oberflächliche Andeutung, welche die Fans maximal verwirrt.

Dafür gibt es tiefere Einblicke in die Romanze zwischen Spock und Uhura (Zoe Saldana), zwischen denen es zu kriseln beginnt. Irgendwie war das nur eine Frage der Zeit. Durch die kommenden Ereignisse werden sie dann aber doch wieder zusammengeschweißt, was für eine Überraschung.

Überhaupt ist der ganze Film ziemlich vorhersehbar. Als eine mysteriöse Alienfrau in Yorktown ankommt und um Hilfe für ihre abgestürzte Mannschaft bittet, riecht das schon nach einer Falle. Da die Föderation aber aus netten Leuten besteht, sei es ihnen verziehen, dass sie den Braten nicht riechen. Nachdem die Enterprise von einem Schwarm feindlicher Raumschiffe zerfetzt wurde, sollte jedoch allen klar sein, dass dieser Fremden nicht zu trauen ist. Kirk fällt jedoch abermals auf sie rein und lässt sich auf der abgestürzten Untertassensektion seines Schiffes erneut in eine Falle locken. Das ist einfach nur dämlich.

Er hätte die Alienfrau gleich nach dem Absturz auf den fremden Planeten erschießen sollen. Stattdessen startet er die Untertassensektion und lässt sie erneut abstürzen, um die hinterhältige Betrügerin damit zu erschlagen. Ein Phaserschuss wäre weniger aufwendig gewesen. Und nur so nebenbei ist der Crash der Untertassensektion auf einen Planeten voll aus „Treffen der Generationen“ geklaut.

Sowohl beim Kampf im Orbit als auch im Wrack auf dem Planeten kommt es zu Begegnungen mit dem Superschurken Krall (Idris Elba), der auf der Suche nach einem Artefakt ist. Dieses ist Teil einer biologischen Massenvernichtungswaffe, mit welcher er die Föderation angreifen will. Versteckt hat es Kirk jedoch nicht an Bord seines Schiffes, sondern im Kopf eines Besatzungsmitgliedes.

Diese kuriose Aliendame wurde mit dem Rest der Besatzung von Kralls Schergen gefangen genommen und rückt das Artefakt schließlich raus, als Krall damit droht, ein anderes Besatzungsmitglied zu töten. Um ein Leben zu retten ist die Betreffende bereit, Milliarden zu opfern. Solch labile Charaktere sollte die Sternenflottenakademie in Zukunft lieber aussieben. Zumal die Alienfrau damit nicht mal etwas erreicht. Im Gegenteil darf sie die Erste sein, an der Krall die Waffe austestet. Damit hat sie sich einen Darwin-Award verdient.

Krall ist indes ein merkwürdiger Zeitgenosse. Anfangs ist er ein Reptiloid, der sich von menschlicher Lebensenergie ernährt. Während er dies tut, beginnt er sich langsam zu verwandeln. Nachdem in „Star Trek: Into Darkness“ bereits der Nibiru-Schwachsinn von Zecharia Sitchin (*1920, †2010) aufgegriffen wurde, scheinen die Macher des Reboots nun auch noch David Ickes Reptiloiden-Verschwörungstheorien zu übernehmen. Obendrein ist das Absaugen der Lebensenergie von den Wraith aus „Stargate Atlantis“ geklaut.

Beyond Repto

Als sich dann auch noch herausstellt, dass Krall eigentlich ein Mensch namens Edison ist, der zu Zeiten Captain Archers als MACO die Erde vor den Xindi beschützte, schlägt das dem Fass endgültig den Boden aus. Zum einen fragt man sich, warum Captain Balthazar Edison eine reptiloide Gestalt angenommen hat. Nur damit die Auflösung eine Überraschung ist? Das ist wirklich schwach und wenn man eine ernsthafte reptiloide Bedrohung hätte schaffen wollen, hätte man auf die Gorn zurückgreifen können. Die Fans der Classic-Serie hätte es gefreut.

Noch weniger nachvollziehbar ist jedoch, warum Edison Milliarden Unschuldiger töten will. Nur weil die Menschheit nach dem Xindi-Krieg mit selbigen Frieden geschlossen hat? Wenn Edison gegenüber den Xindi nachtragend ist, weil er vielleicht Familienangehörige durch ihren Angriff auf die Erde verloren hat, dann sollten doch eher diese sein Ziel sein. Oder geht es ihm darum, dass die Sternenflotte nach 100 Jahren die Suche nach seiner verschollenen Mannschaft aufgegeben hat? Es ist ja nicht so, dass man gar nicht nach ihnen gesucht hätte und dass man ihn nach 100 Jahren für tot hält, sollte er sich denken können.

Die zahlreichen Aliens, an denen er sich genährt hat, um unsterblich zu werden, hätten viel mehr Grund, ihm etwas übel zu nehmen. Zu den Betroffenen gehört die Überlebende Jaylah, deren Familie von Krall alias Edison abgeschlachtet wurde. Sie nimmt das aber viel relaxter und sucht die Schuld beim Schuldigen. Als sie auf Scotty trifft, rettet sie ihn vor ein paar Vagabunden und verbündet sich mit ihm. Überhaupt ist sie einer der coolsten Charaktere des gesamten Films.

Ihr Versteck ist das Wrack der abgestürzten U.S.S. Franklin, welches sie mit Hologrammprojektoren getarnt hat. Doch Moment mal, wenn Krall der Captain der Franklin war, müsste er doch trotzdem wissen, wo das Wrack vergraben liegt. Was für ein haarsträubender Filmfehler! Es wäre wirklich besser gewesen, einen Außerirdischen als Gegner zu nehmen, um der Fluchtmöglichkeit von Kirks Crew Glaubwürdigkeit zu verleihen.

Ebenso unglaubwürdig ist es, dass die winzige Franklin die einzige Rettung für die Yorktown-Station ist. Dem gewaltigen Schwarm aus Schiffen, die Krall auf dem fremden Planeten entdeckt hat, ist dennoch nicht mit konventionellen Waffen beizukommen. Es gibt jedoch einen Schwachpunkt, denn wenn die Verbindung zwischen den Schwarmschiffen unterbrochen wird, bricht die Formation auseinander. Das klingt plausibel. Weit weniger plausibel ist jedoch, dass „Sabotage“ von den Beasty Boys exakt die benötigte Frequenz hat. Ein einfaches Störsignal hätte hier genügt, doch man wollte einfach noch mal das Radio aufdrehen.

Der Soundtrack ist ohnehin total unpassend. Beasty Boys in den Actionszenen und Rihanna im Abspann. Der übliche Pop-Schrott nervt schon all den Animationsfilmen, wo er zum Ende die Stimmung ruiniert. Dass jetzt auch Star Trek mit diesem Mist verseucht wird, ist der Gipfel. Aber es ist ja ohnehin nur das Reboot und solange die Titelmelodie zur neuen Serie „Star Trek – Discovery“ nicht von Lady Gaga gesungen wird, kann es den Fans der alten Serien egal sein.

Mit den Minuspunkten für „Star Trek: Beyond“ sind wir indes noch nicht durch. Auch der finale Kampf zwischen Kirk und Edison ist absolut überzogen und unrealistisch. Es gelingt Edison dabei sogar, die Biowaffe zu aktivieren, doch diesmal verbreitet sich das Virus so langsam, dass Kirk sich noch bequem mit Krall darum kloppen kann. Letztendlich saugt Kirk es mit dem Abluftschacht in den Weltraum.

Ähm, warum hat die Yorktown-Station einen Luftschacht, der direkt in den Weltraum führt? Und das noch direkt in der Mitte der Belüftungsturbine für die Station? Das ist ein noch weitaus schlimmerer Konstruktionsfehler als der Energiekernschacht des ersten Todessterns in Star Wars. Immerhin könnte durch diesen Schacht die gesamte Stationsbevölkerung in den Weltraum gesogen werden. Aus unerklärlichen Gründen wird aber nur Krall vom Unterdruck hinaus gesaugt, wie praktisch! Das grenzt schon fast an Magie.

Zumindest das Ende stimmt wieder etwas gnädig. Kirk bekommt doch noch eine Geburtstagsfeier und als Geschenk eine neue Enterprise, die in Rekordzeit konstruiert wird. Jaylah tritt derweil in die Sternenflotte ein, womit sie endlich eine neue Familie gefunden hat.

Fazit: Die Logiklöcher sind nach wie vor himmelschreiend, dennoch ist „Star Trek: Beyond“ der beste der Reboot-Filme. Immerhin schafft er es, zumindest zeitweise Spannung zu erzeugen. Die Effekte sind spitzenklasse und es mangelt auch nicht an Witz. Zudem nimmt das alte Triumvirat von Kirk, Spock und McCoy langsam Gestalt an. Auch Simon Pegg und Zoe Saldana finden allmählich in ihre Rollen. Lediglich Deep Roy als Keenser ist nach wie vor eher ein Maskottchen als ein ernsthafter Charakter.

John Cho ist als Sulu noch etwas unterfordert und seine neue sexuelle Orientierung bleibt nur eine oberflächliche Anspielung auf George Takei. Anton Yelchin bleibt indes als Chekov total unglaubwürdig und sein Text beschränkt sich fast ausschließlich auf seine Arbeit. Diese Rolle ist nicht mal ein Lückenfüller und da der Darsteller am 19. Juni 2016 viel zu früh durch einen Unfall verstorben ist, wird er sie auch nicht mehr vertiefen können. Was nun aus Chekov wird oder ob es überhaupt noch einen weiteren Reboot-Film geben wird, steht ebenso noch in den Sternen.

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Jupiter Ascending – Genetische Ausbeutung

von Shinzon

Im Bereich Science Fiction gehören die Filme der Wachowski-Geschwister zu den ungewöhnlichsten. So ist „Matrix“, trotz Freimaurersymbolik, geradezu legendär. „Cloud Atlas“ beschäftigte sich indes mit dem Thema der Reinkarnation auf mehreren Erzählebenen. Mit „Jupiter Ascending“ wagen sich Andy und Lana nun in den Weltraum und präsentieren eine Alienwelt, welche sich direkt am Entführungsphänomen orientiert.

Die Handlung dreht sich um Jupiter Jones (Mila Kunis), Tochter eines britischen Astrophysikers und einer russischen Mathematikerin aus St. Petersburg. Mit römischer Mythologie scheinen sich ihre Eltern allerdings nicht auszukennen, denn Jupiter ist eigentlich ein männlicher Name. Es handelt sich genau genommen um den römischen Hauptgott, welcher dem griechischen Zeus entspricht.

Ihren Vater Maximilian (James D’Arcy) lernt Jupiter nicht kennen, denn er wird vor ihrer Geburt bei einem Raubüberfall ermordet. An der Wand hängt in dieser Szene ein Plakat mit einem allsehenden Auge sowie den Zahlen 3 und 6. Die „3“ ist zwar eigentlich ein russisches „Z“, aber da es sich um einen amerikanischen Film handelt, könnte die Zahlensymbolik durchaus beabsichtigt sein. In jedem Falle wären da aber noch das Auge und die 6.

01 Kinoplakat

Die schwangere Mutter Aleksa (Maria Doyle Kennedy) flieht in die USA, wo sie sich ein besseres Leben erhofft. Ganz so, als gäbe es dort kein Verbrechen. Die Überfahrt sowie Jupiters Geburt finden im Licht des Vollmondes statt. Geboren wird die Kleine im Tierkreiszeichen des Löwen, einem königlichen Tier, welches ihren späteren Herrschaftsanspruch unterstreicht. Um die Astrologie mit etwas Zahlenmystik abzurunden, steigt der Jupiter zudem bei 23° im Aszendenten auf.

02 Vollmondfahrt

Laut ihrer Tante ist Jupiter zu Großem bestimmt, aber Jahre später putzt sie zusammen mit ihr die Klos reicher Säcke. Wer Erfolg haben will, muss halt zum Club gehören. Dann kann man sich auch Schachbrettmuster auf dem Scheißhaus leisten.

03 Schachbrettscheißhaus

Ortwechsel. Auf einer hübschen Welt namens Salinta irgendwo in der Milchstraße wurde gerade eine komplette Spezies ausgelöscht. Einige Humanoide vom Herrschergeschlecht der Abrasax schreiten durch die leeren Straßen und bezeichnen den Vorgang als „Ernte“. Damit ist der blaue Sand gemeint, welcher die Überreste der Einwohner dieser Welt darstellt. Das Gespräch der dekadenten Invasoren nimmt einen unangenehmen Verlauf, denn der Erde, die sich im Besitz von Lord Balem (Eddie Redmayne) befindet, könnte bald ein ähnliches Schicksal blühen.

05 Salinta_3

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Zurück auf dem blauen Planeten beginnt für Jupiter ein neuer Arbeitstag. Sie erwacht unter dem Regenbogen eines Pink Floyd-Posters. Pink Floyd bieten sich immer an, wenn Regisseure eine Pyramide mit Regenbogen in eine Szene einbauen wollen.

07 Pink Floyd

Jupiter putzt weiter die Häuser von Millionären und betont jeden Tag aufs Neue, wie sehr sie ihr eintöniges Leben hasst. Doch das soll sich schon bald ändern. Die Aliens sind bereits in der Stadt und verfolgen einen der ihren. Die Truppe könnte direkt von einem Gothic-Festival kommen, wobei Cyberpunks und Cyborgs ohnehin zu cool sind, um von dieser Welt zu sein. Aber mal im Ernst, die Wachowskis bedienen sich schon stark bei der schwarzen Szene und bei Star Trek.

08 Cybergothgirl

09 Cyborg

Um die Erde entbrennt indes ein Interessenkonflikt zwischen den drei Geschwistern des Hauses Abrasax. Lord Balem reist daher unverzüglich zu seinem vorgelagerten Außenposten, welcher sich im roten Fleck des Jupiters verbirgt. Ein Sturm scheint zwar nicht der geeignete Ort für eine Basis zu sein, aber zumindest sind die Bilder beeindruckend.

10 Jupiterstation

Balems Adjutant Chicanery Night (Edward Hogg) ist eine Kreuzung zwischen Mensch und Ratte, was durchaus seinem Charakter gerecht wird. Die humanoiden Außerirdischen sind ausgezeichnete Genetiker, die so ziemlich alles mit allem kreuzen. Die meisten Aliens sind daher keine eigenständigen Spezies mit einer Heimatwelt, sondern künstlich gezüchteter Gensalat.

11 Rattenmann

12 Genexperiment

13 Schildkrötenmann

14 Elefantenmann

Dennoch ist die Galaxie auch mit anderen Spezies als den Humanoiden und ihren Schöpfungen bevölkert. Eine wichtige Rolle spielen u.a. die Reptiloiden, deren geflügelte Darstellung durchaus realistisch ist. Tatsächlich soll die Herrscherkaste der Draco Flügel besitzen und damit für die antiken Legenden über Drachen verantwortlich sein. Allerdings dürfte es den Tatsachen widersprechen, dass die Draco hier als Dienerrasse der Humanoiden auftreten.

15 Drei Alienrassen

17 Reptiloide_2

Eine weitere Spezies von zentraler Bedeutung sind die Grey. Bei einer Freundin wird Jupiter Zeugin, wie diese von kleinen Grauen paralysiert und untersucht wird. Die Wesen besitzen die Gabe, sich unsichtbar zu machen, was im Film als Tarntechnologie dargestellt wird. In der Realität wird dagegen oft ein mentaler Mimikry-Effekt beschrieben.

18 Grey Abduction_1

19 Grey Abduction_2

Das ist jedoch keinesfalls die einzige Abweichung. Zum einen bemerken die Aliens Jupiters Anwesenheit erst, nachdem ihr Handy klingelt. Da diese Spezies in der Realität telepathisch ist, hätten sie jede andere Person sofort bemerkt und gleich mit paralysiert. Zum anderen weicht ihre Physiologie erheblich von den realen Vorbildern ab. Die schwarzen Augen sind zu klein, die Münder haben Hasenscharten und sind mit spitzen Zähnen gespickt und die doppelten Ohren sind ebenso Mumpitz wie die nach hinten geknickten Kniegelenke.

20 Grey Fiesling

21 Grey Fieslinge

Die Wachowski-Geschwister und ihre Designabteilung haben sich offensichtlich von realen Entführungsberichten inspirieren lassen und diese dann mit ihrer eigenen Phantasie ausgeschmückt. Die Glaubwürdigkeit scheint dabei keine Rolle zu spielen, denn während die Grey einerseits Jupiters Erinnerungen an das Ereignis löschen, vergessen sie andererseits das Handyfoto, welches sie gemacht hat. Wie können Wesen mit solch großen Köpfen nur so unverschämt blöde sein?

22 Handyfoto

In einer Klinik für Eispenden begegnet Jupiter den Grey unverhofft wieder, die ihr eine DNA-Probe entnehmen und sie daraufhin töten wollen. Welch ungeheurer Zufall, dass sie den Aliens gleich am nächsten Tag nichts ahnend ins Netz geht. Und warum zum Henker betreiben die Grey, welche sich hier eines weiteren Mimikry-Effekts bedienen, eigentlich eine gynäkologische Praxis? Etwa in der Hoffnung, dass von Milliarden Menschen auf diesem Planeten irgendwann einmal ausgerechnet Jupiter hineinspaziert?

23 Doctor Grey

Im letzten Moment wird selbige von einem anderen Außerirdischen gerettet, der sich zuvor schon eine Schlacht mit den Cyberpunks geliefert hat. Caine (Channing Tatum) ist nicht etwa ein Vulkanier, wie die spitzen Ohren vermuten lassen, sondern eine Lykantant. Seine Gene wurden mit denen eines Wolfs gespliced, was ihn zu einer Art Werwolf aus dem Reagenzglas macht.

24 Werwolfspock

Caine erklärt Jupiter, dass die Menschen nicht allein im Universum sind und sie mit ihm mitgehen muss, da die anderen Aliens sie töten wollen. Als die beiden gerade in sein Raumschiff schweben, wird dieses auch schon angegriffen und zerstört. Solche UFO-Sichtungen sind nebenbei bemerkt bereits seit dem Mittelalter bekannt.

25 Gar nicht auffällig

Bei der anschließenden Verfolgungsjagd gibt es erst einmal etwas Schleichwerbung.

26 Schleichwerbung

Außerdem wird bei der Schießerei halb Chicago in Schutt und Asche gelegt. Interessanterweise war Chicago bereits in den „Transformers“-Filmen Angriffsziel von Außerirdischen. Wird hier wieder einmal Predictive Programming betrieben?

27 Chicago Ritual

Alien Hotline

Im Gegensatz zu „Transformers 4“ wird sich in „Jupiter Ascending“ allerdings niemand mehr an das Ereignis erinnern. Die Stadt wird innerhalb nur weniger Stunden wieder aufgebaut und das Gedächtnis der Bewohner gelöscht. Typische „Men in Black“-Methode, aber in diesem Fall ist das wenig glaubwürdig. Zum einen muss es hunderte Tote und tausende Zeugen gegeben haben. So etwas lässt sich schlecht wegdiskutieren. Selbst mit gelöschtem Gedächtnis würde jemand die Opfer vermissen und selbst wenn alle Überwachungsvideos und Satellitenaufzeichnungen gelöscht wären, so würde doch genau dieser Blackout auffallen.

Überhaupt wird hier so getan, als ließen die Außerirdischen die Menschheit in absoluter Unwissenheit. Das stimmt so nicht. Einerseits gab es in der Realität schon genügend Massensichtungen von UFOs und andererseits werden hier die Kontakte der Grey und Co. zum militärisch-industriellen Komplex der USA völlig außer Acht gelassen.

Doch zurück zur Handlung. Caine flieht per Auto mit Jupiter raus aufs Land. Unterwegs eröffnet er ihr, dass er von Titus Abrasax (Douglas Booth) geschickt wurde, doch er gedenkt nicht, Jupiter an ihn auszuliefern. Stattdessen fährt er zu seinem alten Weggefährten Stinger (Sean Bean), dessen Haus ein verdammter freimaurerischer Bienenstock ist.

28 Bienenbude

Jupiter erkennt, dass sie die Bienen kontrollieren kann, woraufhin sie alle nur noch mit „Eure Majestät“ anreden. Und plötzlich ist sie Beeouncy.

29 Bienenkönigin

Über Caine und Stinger gibt es ebenfalls noch einige Details zu erfahren. Beide waren Skyjacker beim Militär und hatten einst Flügel, die man ihnen gestutzt hat. Offensichtlicher hätte man nun wirklich nicht darstellen können, dass es sich bei diesen Außerirdischen um gefallene Engel handelt. Nun ergibt plötzlich auch der Name Caine einen Sinn, handelt es sich doch um eine Abwandlung des biblischen Kain. Dieser war zwar kein Engel, sondern Adams Sohn, aber zweifellos handelte es sich um einen Sünder. Und wie Kain hat auch Caine jemanden umgebracht. Die Narben auf seinem Rücken stellen damit eine Art Kainsmal dar.

30 Gestutzte Flügel

Die beiden Gefallenen stehen selbstverständlich im Dienste der Pyramide.

31 Orange Pyramide

Während sie über Jupiters königliches Blut philosophieren, bekommt diese einen Anruf von ihrem stumpfsinnigen Cousin Vladie (Kick Gurry). Der hat ihren Verdienst für einen HD-TV ausgegeben und wollte nur ein wenig prahlen. Obwohl sie allein königliches Blut hat, trägt im Hause Jones Vladie die Krone. Allerdings nicht auf dem Kopf, sondern an den Fußsohlen. Möglicherweise ist diese Ironie absichtlich, denn immerhin trampelt er auf ihrer Hoheit herum.

32 Fußkrone

Nach dieser Unterbrechung klärt Stinger Jupiter über die wahre Geschichte der Menschheit auf. Diese stammt nicht etwa von der Erde, sondern von einem weit entfernten System. Die Urmenschheit entdeckte die Erde vor etwa einer Milliarde Jahre während der großen Expansion. Das wäre also noch vor dem Kambrium, in dem sich die ersten komplexeren Lebensformen entwickelten. Im Ediacarium fand gerade einmal der Sprung von den Einzellern zu den ersten Mehrzellern statt, womit der Film impliziert, dass das gesamte irdische Leben gentechnisch erschaffen wurde. Das treibt die Panspermie-Theorie etwas zu arg auf die Spitze.

Es wird aber noch abstruser, denn die Erde, die vor einer Milliarde Jahre noch keine für Menschen atembare Atmosphäre hatte, soll damals von einer Spezies namens Saurosapiens bewohnt worden sein. Intelligente Saurier hin oder her, deren Ära begann erst rund 750 Millionen Jahre später. „Jupiter Ascending“ schießt hier weit übers Ziel hinaus und gleitet ins Absurde ab.

Stinger erklärt weiter, dass die Erde seit 100.000 Jahren von Abrasax Industries zur Aussaat benutzt wird. Hier wird der Versuch unternommen, den genetischen Flaschenhals zu erklären, der jedoch in die Zeit vor rund 200.000 Jahren fällt. Im Vergleich liegt „Battlestar Galactica“ hier weitaus näher an der Wahrheit und nur um knapp 50.000 Jahre daneben.

Das Ziel hinter der Aussaat ist gruselig, denn es soll eine möglichst große Population herangezüchtet werden. Sobald diese die Tragfähigkeiten des Planeten übersteigt, wird die Menschheit abgeerntet wie Getreide. Wenn es aber darum geht, möglichst viel genetisches Material zu sammeln, machen all die Kriege und Umweltgifte überhaupt keinen Sinn. Oder soll hier unterstellt werden, dass uns die Elite mit ihrer Menschenschlächterei vor der Ausrottung bewahren will? Dient unsere Vergiftung unserem Schutz? Da könnten die Wachowskis der Menschheit auch gleich Zyanid als Krebsheilmittel anpreisen!

Bevor Stinger mit seinen Ausführungen fortfahren kann, wird der Bienenstock attackiert. Die Angreifer kommen aus dem Maisfeld und Locutus von Borg demonstriert sogleich, wie man einen Kornkreis ins Feld ballert.

33 Kornkreiskanone

Auch das startende Raumschiff der Cyberpunkerin hinterlässt einen Abdruck im Feld. Ein echter Klassiker!

34 Kornkreise

Während Jupiter entführt wird, plant Balem auf dem Planeten Jupiter eine frühzeitige Ernte, um etwaigen Ansprüchen seiner Verwandtschaft zuvor zu kommen. Dafür lässt er schon mal ein paar Stichproben nehmen, womit hier wieder mal das Entführungsthema aufgegriffen wird.

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Jupiter wird indes nach Naboo gebracht. Zumindest sieht die Architektur ganz nach „Star Wars“ aus. Wie Caine die Reise durch den Weltraum an der Außenseite des Schiffes überlebt hat, bleibt indes erklärungsbedürftig.

39 Naboo_1

40 Naboo_2

Die Kidnapper werden indes von Kalique Abrasax’ Adjutanten Malidictes begrüßt, der eine Kreuzung aus Eule und Mensch darstellt. Irrwitzigerweise gibt es in Großbritannien den Mythos des Eulenmannes, welcher dem amerikanischen Mottenmann entspricht. Ob die Wachowskis sich diesen Mythos zum Vorbild genommen haben oder einfach nur den Illuminaten ihre Aufwartung machen wollten, ist unbekannt.

41 Eulenmann

Jupiter wird überraschenderweise als Gast behandelt. Am Abend holt Kalique (Tuppence Middleton) sie ab und offenbart ihr, dass Jupiter die Reinkarnation ihrer Mutter ist. Warum die Reinkarnation nur in einen Körper mit identischen Genen erfolgen kann, bleibt ebenso erklärungsbedürftig, wie die Frage, warum Jupiter gerade diese Gene aufweist? Auf jeden Fall bringt sie das Mächteverhältnis durch ihr Auftauchen ins Wanken und das wissen die drei Geschwister für sich zu nutzen.

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Denen geht es nämlich nicht zufällig um die Ressource Mensch. Sie konsumieren menschliche Gene, womit sie annähernde Unsterblichkeit erreichen. Alle Familienmitglieder sind zehntausende von Jahren alt. Jupiter fragt völlig zu recht, ob sie eine Art Vampirrasse sind. Ja, es geht hier um Vampirismus im großen Stil. Kalique gibt sogar zu, dass ihr Geschlecht der Ursprung solcher Mythen ist. Um dies zu verdeutlichen, steigt Kalique in ein Becken, aus dem sie erheblich verjüngt wieder heraus kommt. Wenn man weiß, dass für dieses Bad Menschen gestorben sind, entpuppt sich dies als direkte Anspielung auf die Blutbäder der Gräfin Bathory.

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Spätestens an dieser Stelle dürfte Jupiter dämmern, wozu die Menschheit auf der Erde bestimmt ist. Zumal Kalique ihr sagt, dass die Erde nur ein sehr kleiner Teil einer sehr großen Industrie ist. Damit wären also alle selbstherrlichen Phantastereien der Erdlinge vom Tisch, von wegen Krone der Schöpfung und Mittelpunkt des Universums. Aber wer das im 21. Jahrhundert noch glaubt, dem ist ohnehin nicht mehr zu helfen.

Nachdem Kalique die Reinkarnation ihrer Mutter mit diesen Fakten vertraut gemacht hat, kommt sie gleich zum Geschäft. Ihre Mutter hat nämlich, neben ihrem ältesten Sohn Balem, sich selbst ins Testament gesetzt. Im Klartext heißt das, dass Jupiter Anspruch auf die Erde erheben kann, was erklärt, warum Balem sie tot sehen will, während Kalique sie entführen lassen hat, um sie auf ihre Seite zu ziehen.

Bevor das Geschäft in Sack und Tüten ist, taucht die Aegis auf, eine Art intergalaktische Polizei, welche Caine alarmiert hat. Mit dem Aegis-Schiff geht es zur Halle der Titel, was Kalique nur Recht sein kann. Dort bekommt Jupiter nämlich ihren Erbtitel und damit den Anspruch auf die Erde. Die Flugzeit vertreibt sich die Neureiche mit einem kleinen Flirt, doch Caine erachtet sich selbst als ihrer unwürdig. Dabei liebt sie doch Hunde…

Die Halle der Titel liegt auf einer Raumstation, welche einen gesamten Planeten umspannt. Selbst Kuat hat nur eine solche Ringstation, womit hier mal wieder absolut übertrieben wird.

47 Kuat x 2

Übrigens gibt es in dieser Szene einen kleinen Insider-Gag. Hinter dem Kern der Halle der Titel ist auf der rechten Seite die Ringstation aus „2001: Odyssey im Weltraum“ zu sehen. Das passt insofern, da die Verfilmung von „2001“ ebenfalls im Umfeld des Planeten Jupiter spielt.

48 2001 Elysium

Innen sieht die Station weit weniger beeindruckend aus, sondern wie ein überfülltes Amt auf der Erde. Es gibt in dieser modernen Welt sogar noch stapelweise Papierakten. Obendrein sind die Antragsverfahren hoch kompliziert und so wird Jupiter von einer Stelle zur anderen geschickt. Genau wie auf der Erde. Sogar Bestechungen sind normal.

49 Amt

Modern sind hier nur die Beamten, die eine Art cybernetischen Android darstellen sollen.

50 Android

Da Jupiter bald zu den mächtigsten Personen in der Galaxie gehört, ist hier schon mal die 33 zu sehen.
51 Sub 33

Ihre ID bekommt Jupiter schließlich in einem heruntergekommen Büro direkt in die Haut geprägt. Das ist fast noch moderner als ein RFID-Chip. Ihr Fazit nach dem ganzen Theater: Sie beschwert sich nie wieder über die Zulassungsstelle.

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Nachdem Caine Jupiter offenbart hat, dass er und Stinger ihr helfen, um wieder zurück in die Legion zu kommen, offenbart ihm sein Partner, dass er immer noch für Titus arbeitet. Titus ist der dritte Abrasax, der Interesse an der Erde hat und er lässt Jupiter entführen, um sich die Erde per Ehevertrag anzueignen. Das klingt zunächst nach einem Leben voller Prunk, denn sein Raumschiff stellt mit all den überlebensgroßen Statuen und Kronleuchtern den Gipfel der Dekadenz dar.

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Während Caine ins Verließ gesteckt wird, klärt Titus Jupiter noch einmal über die Ernte auf. Er redet dabei Klartext und gibt an, dass jede Einheit des Jungbrunnenmittels aus 100 Menschen gewonnen wird. In der Frachtkammer lagern demnach Millionen ermordeter Menschen. Die Erde bezeichnet er als eine Farm von tausenden. Erst jetzt kapiert Jupiter das gesamte Ausmaß der intergalaktischen Beauty-Industrie und ihr wird klar, in welcher Gefahr sich die Erde befindet.

57 Leichenlager

Titus eröffnet ihr, dass seine Mutter zum Ende ihres Lebens dieselben ethischen Einwände entwickelte und selbstverständlich war das der Grund für ihre Ermordung. Er heuchelt Jupiter vor, dass er das Lebenswerk seiner Mutter fortsetzen will. Es dürfte wohl klar sein, dass dies nicht der wahre Grund ist, warum er Jupiter einen Heiratsantrag macht, was streng genommen auf Inzest hinausläuft.

Welch ein Lügner er ist, erzählt er lediglich Caine, bevor er diesen aus der nächsten Luftschleuse schmeißt. Wieder einmal ist es erstaunlich, wie lange der Lykaner das Vakuum, die Kälte und die Strahlung des Weltraums überlebt, bevor er sich in einen Schutzanzug retten kann. Der Raumanzug ist im Übrigen mit zahlreichen Hexagonen geschmückt.

58 Ausgesetzt

Auf der Erde bekommt Jupiters Familie unterdessen unverhofften Reptiloidenbesuch. Das ist wohl der Alptraum schlechthin, hat in dem Fall aber einen gezielten Hintergrund. Die Familie wird als Druckmittel in Geiselhaft genommen.

59 Repto Attack

Caine wird inzwischen von der Aegis gerettet und zusammen mit Stinger verhindert er die Inzesthochzeit des Motherfuckers Titus. Diese findet in einer kolossalen Kapelle in den Farben der Venus statt. Fast alles erstrahlt in hellem weiß, nur Titus selbst trägt die Farbe des Teufels. Statt der Lady in Rot gibt es hier mal einen „Homme Fatale“. Schade, dass Jupiter Caines Angebot ablehnt, den Bastard zu erschießen.

60 Kathedrale_1

61 Kathedrale_2

62 Inzesthochzeit

Wieder zurück trifft ihre königliche Hoheit nicht etwa auf ihre Familie, sondern auf Mr. Night und Mr. Repto. Night bietet ihr ihre Familie im Austausch gegen die Erde an, was ein ziemlich mieser Deal ist. Dennoch willigt sie ein, sich mit Balem persönlich auf Jupiter zu treffen. Wie zu erwarten schnappt dort die Falle zu und Balem lässt den Energiefeldtunnel schließen, bevor der Aegis-Kreuzer die sichere Basis erreicht. Nur mit Not gelingt es der Besatzung, das Schiff aus dem Sturm des Jupiter zu retten.

Der Vortexgenerator erinnert übrigens an das Himmelstor in „R.I.P.D.“. Es handelt sich in beiden Fällen um ein Hexagramm.

63 Hexagrammvortex

Hexagontunnel

Balem hat Jupiter nichts wirklich Neues zu erzählen. Er bringt ihr und den Menschen auf der Erde nichts als Verachtung entgegen. Er bezeichnet die Menschheit als Rohstoff, der nur darauf wartet, in Gewinn verwandelt zu werden. Letztendlich geht es ausschließlich um Profit. Die Gesellschaft sieht er als Pyramide, in der manche Leben bedeutender sind als andere. Er ist also nicht nur ein Kapitalist, sondern auch ein Freimaurer.

Balem ist der skrupelloseste und widerwärtigste der drei Abrasax-Geschwister. Er versteckt sich nicht erst hinter schönen Worten, sondern kommt gleich zur Sache. Entweder tritt Jupiter ihren Anspruch auf die Erde an ihn ab, oder er schlachtet ihre Familie vor ihren Augen. Die Erbin steht kurz davor, vor ihm einzuknicken, bricht die Transaktion jedoch im letzten Moment ab.

Caine stürzt sich indes mit einem wagemutigen Manöver auf den Jupiter zurück und durchbricht die Kuppel der Basis. Das hat zur Folge, dass der ganze Laden zum Teufel geht. Mitten im Inferno muss sich Jupiter allerdings noch mit Balem herumschlagen und kann erst mal nicht mit Caines Hilfe rechnen. Der hat nämlich eine Prügelei mit dem Reptoboss am laufen.

65 Draco_1

66 Draco_2

Nachdem die Echse erledigt ist, bringt Caine erst mal Jupiters Familie in Sicherheit, bis er schließlich sie in letzter Sekunde rettet. Jupiter hat zwischenzeitlich mit Balem zu tun gehabt, bis dieser in die Tiefe gestürzt ist. Wäre der Muttermörder auch nur halbwegs vernünftig gewesen, hätte er seine Haut gerettet, statt sein Leben für einen missglückten Mord zu riskieren. Aber so funktioniert Dramatik.

Diese wird bis zum bitteren Ende ausgereizt, denn Caine und Jupiter erreichen das Aegis-Schiff in allerletzter Mikrosekunde und werden vom Hyperraumsprung mitgerissen. Im Erdorbit dürfen sie dann noch ein wenig Händchen halten, bevor sie an Bord geholt werden.

67 Romantischer Ausblick

Das Ende ist schließlich vollends beknackt. Von allen Optionen, die Jupiter nun offen stehen, entscheidet sie sich dafür, weiterhin zusammen mit ihrer Familie in ärmlichen Verhältnissen zu leben. Ihr gehört der ganze verdammte Planet und sie putzt weiter Klos von reichen Säcken! Das ist mit gesundem Menschenverstand nicht mehr nachvollziehbar.

68 Echt jetzt

Okay, sie ist nicht der egozentrische Typ, der über alles herrschen will. Es ist durchaus zu begrüßen, dass sie Rücksicht auf die Menschheit nimmt und sich nicht zur Königin der Welt erklärt. Sie hat halt einen guten Charakter. Aber wieso erlaubt sie es anderen egozentrischen Unmenschen, über ihren Planeten zu herrschen und die Erde weiterhin mit Krieg, Terror, Ausbeutung und Umweltgiften zu überziehen? Es wäre doch das Mindeste gewesen, der Menschheit über die Wahrheit des Universums aufzuklären und ihr eine Alternative zum Kapitalismus anzubieten, dem die Menschheit sonst zwangsläufig auf die eine oder andere Weise zum Opfer fallen wird. Entweder indem sie von Aliens abgeerntet wird oder sich selbst für den größtmöglichen Profit vernichtet.

Das Einzige, was sie jedoch von ihrem Ausflug mitnimmt, ist eine Liebesbeziehung zu einem Werwolf und ein paar Antigravitationsstiefel. Caine hat indes seine Flügel zurückbekommen. Jedoch handelt es sich nicht um weiße Engelsschwingen, sondern um die schwarzen Federn eines gefallenen Engels.

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Fazit: „Jupiter Ascending“ ist in erster Linie optisch eindrucksvoll. Der Film hat einige wirklich herausragende Bilder. Die Handlung ist jedoch sehr konstruiert und voller Logiklücken. Die übertriebene Action mit all den physikalischen Unmöglichkeiten setzt dem ganzen die Krone auf.

Zumindest einige Aspekte der außerirdischen Agenda sind allerdings durchaus interessant. Die Beziehung der Grey, Reptos und Humanoiden untereinander mag zwar nicht ganz der Realität entsprechen, aber immerhin werden sie überhaupt thematisiert. Die Verstrickung der Grey in die Manipulation der menschlichen Genetik kommt der Wahrheit dabei durchaus nahe, obgleich die Motive in der realen Welt andere sein dürften. Eingeweihte sowie Betroffene des Entführungsphänomens können mit den Andeutungen sicherlich etwas anfangen, aber für die breite Masse kommt „Jupiter Ascending“ eher Desinformation gleich. Wie heißt es so schön: „Die schlimmste Lüge ist die Wahrheit – mäßig entstellt.“

Dark Shadows – Mind Control für Vampire

von Shinzon

Ursprünglich war “Dark Shadows” eine Vampirserie, die von 1966 bis 1971 lief. 1991 folgte eine Neuauflage und 2012 schließlich der Kinofilm von Tim Burton. Den ersten Barnabas Collins spielte Jonathan Frid (1924-2012), welcher noch kurz vor seinem dahinscheiden einen kleinen Cameo-Auftritt in Burtons Remake hatte. Seine einstige Rolle wurde indes von Johnny Depp verkörpert, was nicht passender hätte sein können, da es in diesem Film doch weniger um Vampire als vielmehr um Mind Control geht.

Zudem strotzt der Film nur so vor Freimaurersymbolik. Noch bevor es richtig losgeht, sieht man bereits eine Galionsfigur an einem Schiff, welche einen Sonnenkranz über dem Kopf trägt und die typische M-Handgeste macht.

01 Galionsfigur

Diese Szene spielt im Jahr 1760 und handelt von Barnabas’ Reise nach Amerika, wo seine Eltern ein Fischereiunternehmen aufbauen. Sogar das Fischerdorf, in dem er aufwächst, ist nach seiner Familiendynastie benannt. Unweit von Collinsport liegt das private Anwesen namens Collinwood, welches ziemlich düster erscheint.

Gruselbude

Die wahre Finsternis tritt jedoch 15 Jahre später in Form der Hexe Angelique Bouchard (Eva Green) in Barnabas’ Leben. Sie liebt ihn, doch als er sie zurückweist, tötet sie seine Eltern durch einen Fluch. Es kommt also schon früh schwarze Magie ins Spiel, die stark an Voodoo erinnert.

03 Voodoo

Barnabas studiert daraufhin selbst okkulte Bücher. Darin findet er den wahren Namen Satans: Mephistopheles. Das goldene „M“ auf rotem Grund erinnert dabei stark an das McDonalds-Logo. Eine groteske Schleichwerbung für teuflisch schlechten Fraß.

04 McPhisto

Nach Barnabas’ Eltern muss auch seine Geliebte Josette (Bella Heathcote) dran glauben. Diese wandelt unter dem Einfluss der Hexe zum Widow’s Hill und stürzt sich in den Tod. Josette ist dabei nicht sie selbst sondern steht unter einer Art okkulter Gedankenkontrolle. Sie reagiert wie ferngesteuert, was im späteren Verlauf des Films noch interessant wird.

05 Manchurian Josette

Als Barnabas seiner Geliebten in den Tod folgen will, überlebt er den Sturz in die Tiefe. Angelique hat ihn dazu verdammt, ein Vampir zu sein.

06 Vampirisiert

Anschließend hetzt die Hexe den Pöbel gegen ihn auf und lässt ihn lebendig begraben. Wenn sie ihn nicht haben kann, soll ihn keine haben und sein Leiden soll bis in alle Ewigkeit andauern. Die Szene könnte natürlich auch im Bohemian Grove spielen.

07 Lebendig begraben

Weiter geht es im Jahr 1972, also in der Zeit, in der die Originalserie gerade abgesetzt worden war. Zu den Klängen der wundervollen Ballade „Nights in White Satin“ von The Moody Blues sitzt Victoria Winters (ebenfalls Bella Heathcote) im Zug und starrt Löcher in die Luft. Man merkt auf den ersten Blick, dass die Reinkarnation von Josette ebenfalls unter Mind Control steht. Als sie für ihr Vorstellungsgespräch als Gouvernante probt, gibt sie sich zudem zwei verschiedene Namen, was ein deutlicher Hinweis auf eine multiple Persönlichkeitsspaltung ist.

08 Mind Control Vicky

Weiterhin trägt sie, ebenso wie Josette, blaue Kleidung, diesmal mit roten Knöpfen und weißer Bluse darunter. Kurzum die Farben der Freimaurer.

09 Blau-Weiß-Rot

In Collinsport angekommen, gibt es erst einmal Schleichwerbung für Shell.

10 Shell Schleichwerbung

Nachdem Victoria von ein paar Hippies mitgenommen und am Anwesen abgesetzt wurde, wird sie vom verzottelten Hausmeister Willie (Jackie Earle Haley) in der heruntergekommenen Collinsbude begrüßt. Immerhin gibt es hier noch keine Schachbrettböden und dergleichen. Die gesamte Deko hat mit maritimen Dingen wie Wasser, Fischen und Seepferdchen zu tun. Das sollte nicht weiter verwundern, da die Collins bekanntlich im Fischereigewerbe tätig waren.

Das Vorstellungsgespräch führt die Tante des kleinen David, für den Victoria die Nanny spielen soll. Elizabeth Collins Stoddard (Michelle Pfeiffer) stellt die Bewerberin sofort ein, nachdem diese sich gegen Frauenrechte ausgesprochen hat. Als erstes suchen die beiden Elizabeths Tochter Carolyn (Chloë Grace Moretz) auf. Für eine Fünfzehnjährige ist deren Auftreten stark übersexualisiert und später werden bei Tisch noch einige anrüchige Masturbationsanspielungen über sie gemacht.

11 Carolsin

Beim Essen lernt Victoria Elizabeths Bruder Roger Collins (Jonny Lee Miller) und Dr. Julia Hoffman (Helena Bonham Carter) kennen. Der gestörte Sohn David (Gulliver McGrath) taucht zunächst als Gespenst zum Essen auf. Darunter trägt er einen gestreiften Pyjama, der an Häftlingskleidung erinnert. Doch wer hält ihn gefangen? Die CIA im Rahmen von MK Ultra?

12 David Pyjama

Gleich in der ersten Nacht begegnet Victoria dem Geist von Josette, die ihr die Ankunft von Barnabas ankündigt. Aber Moment mal, sollte sie nicht eigentlich deren Reinkarnation sein? Immerhin handelt es sich ja um dieselbe Schauspielerin.

13 Josettes Geist

Josettes Geist behält jedenfalls Recht, denn in derselben Nacht stoßen Bauarbeiter auf den Sarg des Vampirs. Dieser erweist sich für seine Befreiung als ziemlich undankbar und saugt erst einmal alle Anwesenden aus. Wie später zu hören ist, handelt es sich um insgesamt 11 Opfer, was auf die freimaurerische Dualität anspielt. 11 müssen sterben, damit einer leben kann.

Kurz nach der Mahlszeit wird Barnabas von einem hellen Schein erfasst. Es handelt sich um eine Leuchtreklame von McDonalds, die er sofort mit Mephistopheles in Verbindung bringt. Dann war die Initiale in dem alten Schmöker also tatsächlich Schleichwerbung und obendrein steht die Burgerbude mit dem Teufel im Bunde.

14 Blutsauger

15 McDonalds

Kurz darauf wird Barnabas fast von einem Auto angefahren. Selbstverständlich kennt er weder Autos noch Asphaltstraßen und auch Collinsport kommt ihm seltsam fremd vor. So ist das wohl, wenn man fast 200 Jahre verpennt hat. Als er endlich auf seinem alten Anwesen ankommt, trifft er ausgerechnet auf Willie, den er sogleich hypnotisiert, um Antworten zu erhalten. Die hätte er aber wohl auch ohne den Jedi-Trick bekommen.

16 Hypnose

Immerhin hat Willie gute Nachrichten für ihn. 4 Mitglieder seiner Familie leben noch. Doch halt! Barnabas hatte keine Kinder und auch keine Geschwister, wie kann er also Nachkommen haben? Der erste große Filmfehler. Kein Fehler ist es dagegen wohl, dass der Vampir bei Betreten seines Hauses zuerst die Statue von Poseidon befummelt – ausgerechnet der Gott mit dem Dreizack, welcher auch in Mephistos Händen zu finden ist.

17 Dreizack

Der jüngste Spross der Collins spielt derweil mit Dinosaurierfiguren. Nach einer Schallplatte von T.Rex schon die zweite Anspielung auf Reptiloide.

18 Dinos

Barnabas schreitet zunächst an David und Carolyn vorbei und befummelt die Marmorfiguren am Kamin. Das Auge des Seepferdchens stellt bei genauerer Betrachtung einen Stern der Ištar dar.

19 Ischtar-Auge

Als Barnabas endlich seinen jüngsten Erben entdeckt, bleibt ihm nicht viel Zeit, sich mit ihm bekannt zu machen. Elizabeth unterbricht die Szene und glaubt zunächst an einen üblen Scherz. Während des folgenden Wortgefechts gibt es nebenher wieder etwas Blau/Rot-Symbolik.

20 Blau-Rot-Roboter

Als Beweis für seine Identität offenbart Barnabas der Dame des Hauses einige Geheimtüren und -mechanismen des Anwesens. Dabei stellt sich heraus, wo Vampire wandeln, sind Wölfe nicht weit.

26 Wölfe

Am überzeugendsten ist für sie jedoch, dass Barnabas kein Spiegelbild hat, was sie bei einem Abstecher in einen Geheimgang bemerkt.

22 Kein Spiegelbild

Nachdem sie von dem Vermögen weiß, welches unter dem Haus schlummert, geht Elizabeth einen Pakt mit ihrem Ahnen ein. Dieser soll seine Identität gegenüber den anderen geheim halten, was sich aufgrund seiner ständigen altertümlichen Äußerungen als schwierig erweist. Geheimnisse sind wohl eher Elizabeths Ding, was sich u.a. in ihren Eulen-Ohrringen äußert, die als Anspielung auf die Illuminaten gewertet werden können.

23 Eulenohrringe

In Konkurrenz zum Fischereibetrieb der Collins steht die Firma Angelbay, welche der erblondeten Angelique gehört. Deren Auto ist natürlich rot, während ihre Mitarbeiter die Farben der Freimaurer tragen. Mit anderen Worten steht sie an der Spitze der Machtpyramide.

24 Rotes Auto

Als Angelique von den 11 Toten erfährt, ahnt sie von Barnabas’ Rückkehr und sucht ihn in seinem Haus auf. Dieser ist wenig angetan von dieser Begegnung, denn die Hexe hat ihm alles genommen. Sogar seiner Familie hat sie mit ihrem Konkurrenzkonzern das Geschäft ruiniert und sie ist mit ihren Demütigungen noch nicht am Ende. Allerdings schmeißt sie sich ihm andererseits auch gleich wieder an den Hals, denn sie begehrt ihn nach wie vor.

Durch geschickte Manipulation gelingt es Elizabeth schließlich, Barnabas zu ermutigen, den Kampf gegen die Hexe aufzunehmen. Er lässt daraufhin das Anwesen renovieren und baut das Familienunternehmen wieder auf. Er schafft, was Elizabeth jahrzehntelang vergeblich versucht hat.

25 Schwarzer Schirm

Um Fische zu verarbeiten, brauchen die Collins natürlich noch einen Kapitän mit einem Fangschiff. Diesen finden sie in Silas Clarney. Gespielt wird dieser von keinem geringeren als Christopher Lee, was ein kleiner Insider-Gag ist, denn Barnabas erhält hier Hilfe von dem Dracula-Darsteller schlechthin. Kapitän Clarney muss allerdings erst noch überzeugt werden, was Barnabas abermals mit dem Jedi-Trick gelingt. Auch das ist ein Insider, denn Christopher Lee spielte ebenfalls den abtrünnigen Jedi Count Dooku, der zu dunklen Seite überlief.

26 Christopher Lee

Im Hause Collins offenbaren sich derweil einige Geheimnisse. Elizabeths Bruder Roger beobachtet, wie Barnabas aus dem Geheimversteck unter dem Kamin steigt und die Familienpsychologin Dr. Hoffman findet während einer Hypnosesitzung heraus, dass Barnabas ein Vampir ist. Der alte Blutsauger selbst interessiert sich indes für Flirttipps, mit denen er das Herz von Victoria erobern kann. Dafür konsultiert er ausgerechnet Carolyn, der er zu einer baldigen Nutzung ihres gebärfähigen Beckens rät. Direkt neben der damals noch minderjährigen Schauspielerin findet sich in dieser Szene ein Schmetterling, der zusammen mit den sexuellen Anspielungen kein gutes Zeichen ist. Aber zum Projekt Monarch kommen wir später noch.

27 Schmetterling

Neben Barnabas findet sich in derselben Szene ein geflügeltes allsehendes Auge. Das Plakat ist zudem in Blau/Rot gehalten und direkt daneben findet sich noch ein kleines blaues Bild von einem Gesicht, dessen linkes Auge ebenfalls hervorgehoben ist.

28 Geflügeltes Auge

In der darauf folgenden Nacht metzelt der alte Collins eine Gruppe unschuldiger Hippies dahin. Zwar bedauert er seinen Durst, dennoch zeigt sich einmal mehr, welch abartige Kreatur er ist. Er hätte zumindest Jagd auf Verbrecher machen können, statt auf friedliche Blumenkinder. Obendrein wird hier die Chance auf einen Gag verpasst, denn er wird von dem Hippieblut nicht mal high. Im Kern ist diese Szene daher eher als Ablehnung des Pazifismus zu verstehen, denn Satanisten lieben den Krieg.

Wo es Barnabas nun nach Blut und Liebe dürstet, verlangt es Angelique einzig nach Kontrolle. Es stinkt sie an, dass die Geschäfte der Collins wieder laufen und ihren eigenen Profiten tatsächlich abträglich werden. In ihrem Konferenzzimmer findet sich übrigens die freimaurerische Galionsfigur vom Beginn des Films.

29 Angeliques Mettingroom

Zunächst bietet sie ihrem einstigen Angebeteten einen Deal an. Sie wünscht sein Familienunternehmen aufzukaufen und auch privat mit ihm zu fusionieren. Ihre Flirttechniken lassen natürlich sehr zu wünschen übrig, denn während sie ihn verbal verführt, legt sie ihm die Hand an den Hals. Normalerweise macht ein Freimaurer diese Geste nur bei sich selbst und nicht als Drohung gegen andere.

30 Angeliques Hand am Hals

Beim folgenden Liebesakt entpuppt sich Angelique als nicht ganz menschlich. Zunächst wächst ihr spontan ein zweites Paar Arme. Außerdem zerkratzt sie mit ihren langen Fingernägeln die gesamte Einrichtung.

31 Vier Arme

Ihrer gespaltenen Zunge nach zu urteilen ist sie ein getarnter Reptiloid, was dann auch gleich ihr hohes Alter von über 200 Jahren erklären würde.

32 Reptozunge

Barnabas hat allen Grund dazu, die letzte Stunde zu bereuen. Ebenso seine offenen Worte, denn nach diesen entlässt Angelique ihn mit der Drohung, ihn zu zerstören, wenn er sich ihr nicht hingibt. Das hat er jedoch keineswegs vor. Im Gegenteil will er einen Ballabend veranstalten, um die Beliebtheit seiner Familie im Kaff wiederherzustellen. Tipps erhält der antike Vampir dabei von Carolyn, die Alice Cooper auf der Party sehen will. Der ist natürlich als Schlangenträger auf einem Magazin abgebildet.

33 Alice Schlangenträger

Die Party erfüllt tatsächlich Carolyns Erwartungen. Barnabas hat die Bude wahrlich wieder zum Glänzen gebracht und alles, inklusive der Diskokugel, besorgt. Am Eingang begrüßen die Lavalampen Jachin und Boas die Besucher.

34 Jachin und Lava

Sogar an zwei Tänzerinnen in Käfigen hat der alte Lustknabe gedacht.

35 Frauen in Käfigen

Alice Cooper spielt sich in dieser Szene übrigens selbst. Da er schon immer so abgehalftert aussah, fällt es kaum auf, dass er 40 Jahre jünger sein müsste. Barnabas fällt zu diesem Anblick nur ein, dass Alice das „hässlichste Frauenzimmer“ ist, welches er je gesehen hat.

36 Hässliches Frauenzimmer

Übrigens ist der Auftritt Coopers in einer Zwangsjacke wieder einmal eine Anspielung auf den Missbrauch von Psychiatriepatienten für Gedankenkontrollexperimente. Direkt im Anschluss offenbart Victoria dem Hausherren nämlich ihre Kindheitsgeschichte. Da sie schon früh Geister sehen und mit ihnen kommunizieren konnte, wurde die Kleine von ihren Eltern in eine Nervenklinik eingewiesen.

37 MK-Ultra-Opfer_1

38 MK-Ultra-Opfer_2

Victoria, die eigentlich Maggie Evans heißt, wurde einer Elektroschocktherapie unterzogen. Das ist eine direkte Bezugnahme auf das Projekt Monarch der CIA, bei welchem ebenfalls Elektroschocks angewandt wurden, um Patienten zu traumatisieren und ihr Bewusstsein zu manipulieren.

39 Monarch-Programm

Das erklärt nicht nur die ganzen Schmetterlinge, sondern auch Victorias starren Blick in der ersten Szene. Ihr Ausbruch aus der Klinik, in der sie fast ihr gesamtes Leben verbracht hat, liegt nämlich erst wenige Tage zurück. Der Geist von Josette hat sie schließlich auf die Stelle im Haus der Collins aufmerksam gemacht.

40 Stellenanzeige

Während Barnabas ihrer Lebensgeschichte lauscht, trifft vor dem Haus bereits die Konkurrenz ein. Es war ja klar, dass Angelique als Lady in Rot zur Party kommt, immerhin müsste inzwischen jeder kapiert haben, dass sie ein Teufel ist.

41 Angelique in Rot

Fatal ist hier jedoch nicht nur die Femme, sondern vor allem, dass sie ihren Angebeteten mit Victoria herumknutschen sieht. Da bekommt sie gleich Risse im Gesicht, die ihr linkes Auge betonen. Fast so wie der Blitz in den Gesichtern von David Bowie und Lady Gaga.

42 Augennarbe

Auch der Vampirfürst muss am Tag darauf eine für ihn abscheuliche Entdeckung machen. Dr. Hoffman hat ihm nicht etwa Blut abgezapft, um eine Heilung für ihn zu finden. Im Gegenteil benutzt sie sein Blut, um selbst wie er zu werden. Das hat etwas von Gräfin Bathory, die in Jungfrauenblut badete, um nicht zu altern. Mit dem einzigen Unterschied, dass Julia nicht in Barnabas’ Blut badet, sondern es sich als Transfusion injiziert. Die Strafe darauf lautet Tod und ihre Leiche verklappt der Hausherr zusammen mit Willie des Nachts im Meer.

43 Doctor Bathory

Am nächsten Tag erwischt Barnabas seinen Nachfahren Roger beim Versuch, das Familienerbe zu plündern. Er stellt ihn vor die Wahl, ein vorbildlicher Vater für David zu werden oder das Anwesen zu verlassen. Tatsächlich entschließt sich der Arsch, abzureisen und seinen Sohn im Stich zu lassen. David, der im Film eine absolute Nebenrolle spielt, wird kurz darauf fast von der herabstürzenden Diskokugel erschlagen. Bei seiner Rettung outet sich das Familienoberhaupt als Vampir und fängt kurz darauf im Tageslicht Feuer. Keine gute Wendung, denn nun haben David und Victoria Angst vor ihm.

44 Sonnenlicht

Für den alten Collins ist das Maß damit voll. Wutentbrannt stapft er in Angeliques Büro und fordert sie auf, den Fluch von ihm zu nehmen. Die lässt sich jedoch keineswegs einschüchtern, droht ihm stattdessen, Victoria wie einst Josette von der Klippe springen zu lassen. Sie stellt ihn ein letztes Mal vor die Wahl, an ihrer Seite zu herrschen oder abermals für einige Jahrhunderte in einem Sarg zu schmoren. Er trifft die moralisch richtige Entscheidung, welche ihn allerdings ratzfatz in einen Sarg befördert.

Bevor sie seinen Sarg in die Familiengruft bringt, fackelt Angelique noch die Fischfabrik der Collins ab. Es bleibt kein Zweifel am Zorn dieser garstigen Hexe. In der Familiengruft der Collins wird übrigens ein Steinaltar von einem Freimaurerhandschlag geziert.

45 Freimaurerhandschlag

Als nächstes führt die Hexe die Polizei samt einem wütenden Mob zum Anwesen der Collins. Dort stellt sich Barnabas, den der kleine David inzwischen wieder befreit hat, freiwillig unter der Bedingung, dass auch Angelique verhaftet wird. In dieser Szene gibt es wieder ein interessantes Detail über die Collins. Nachdem sie nun schon als Freimaurer geoutet sind, offenbaren die Türgriffe des Eingangsportals ihre religiöse Gesinnung. Sie bilden ein umgedrehtes Satanskreuz.

46 Satanskreuz

Vor den Augen des Mobs entlarvt Barnabas Angelique als Hexe, indem er sie beißt und sie daraufhin Risse bekommt. Sie hat allerdings auch ein paar coole Tricks drauf und kotzt ihn mit Reptiloidengift voll. Woher kommt einem das nur bekannt vor? Ach ja: „Mortal Combat“!

47 Reptokotze

Um dem Fass die Krone aufzuschlagen, entpuppt sich Carolyn kurz darauf als Werwölfin. Was das jetzt zur Handlung beitragen soll, bleibt fraglich.

48 Wolfgirl

Bei dem folgenden Show Down wird das Anwesen der Collins so ziemlich komplett zerstört. Die Polizei und der wütende Mob sind indes ohne ersichtlichen Grund verschwunden. Dafür taucht der Geist von Davids ermordeter Mutter auf und hängt die Hexe in den Kronleuchter. Und wozu die ganze Effektschlacht? Am Ende schenkt Angelique Barnabas ihr Herz und stirbt! Wenn das so ist, das hätte sie auch gleich tun können.

49 Herzilein

Zum Schluss muss Barnabas nur noch seine geliebte Victoria vor dem Sturz vom Widow’s Hill retten. Da er sie nicht aufhalten kann, beißt er sie im Fall und verwandelt sie damit in einen Vampir. Ein Happy End sieht anders aus, denn statt den Fluch zu beenden, hat er ihn ausgeweitet und nun gibt es schon zwei Blutsauger. Nein halt, sogar drei, denn Julia Hoffman ist am Meeresgrund zu neuem Leben erwacht.

51 Vicky Vampire

Fazit: „Dark Shadows“ ist mehr als nur ein Vampirfilm und Remake der alten Serie. Zwar gibt es hier und da einige witzige Szenen, z.B. wenn Barnabas eine Lavalampe erforscht oder nach der Frau im Fernseher sucht. Aber auch das Label Komödie wäre hier deplaziert. Im Kern handelt es sich um ein Drama über Gehirnwäsche und Manipulation. Ob nun die Hexenflüche, denen Josette zum Opfer fällt, die Folter durch Elektroschocks, die Victoria erleiden musste, oder die ständigen Hypnoseangriffe, mit denen Barnabas seine Mitmenschen unter Kontrolle bringt.

Das Thema Gedankenkontrolle ist allgegenwärtig und spiegelt sich sogar in Johnny Depps Sonnenbrille wieder, die bei genaurer Betrachtung blaue Gläser hat. Der Schauspieler ist fast immer mit blauen Sonnenbrillen oder anderen blauen Farbtriggern zu sehen. Angeblich trägt er die blauen Brillen, weil er fast blind ist. Doch wie sollen blaue Brillengläser dagegen helfen? Und warum trägt er meist irgendeinen anderen blauen Gegenstand, wenn er mal keine Brille auf hat?

Johnny Depp Farbtrigger

Stichwort „Project Bluebird“. Dieses Mind Control Programm der CIA lief von 1949 bis 1950 und war ein Vorläufer von MK Ultra. Zu den Methoden des Project Bluebird gehörte u.a. Hypnose, wovon es in „Dar Shadows“ mehr als reichlich gibt. Schlussendlich finden wir den blauen Vogel sogar als Tattoo auf Johnny Depps rechtem Unterarm.

Johnny Depp Bluebird

Kein Appetit auf grünes Blut – Vampire in Star Trek

von Shinzon

In der Science Fiction wird das Thema Vampirismus in der Regel eher abstrakt dargestellt. Nachtschwärmer mit spitzen Zähnen, die sich in Fledermäuse verwandeln und allergisch auf Knoblauch sowie Sonnenlicht reagieren, sind eine Seltenheit. Dies gilt auch für „Raumschiff Enterprise“, wo sich bereits die erste ausgestrahlte Episode um einen Vampir dreht. Allerdings ist „Das Letzte seiner Art“ (OT: „The Man Trap“) nicht der Pilotfilm, denn die Reihenfolge der Produktion war nicht mit der Erstausstrahlung identisch.

Der Salzvampir von M-113 interessiert sich weniger für das Blut seiner Opfer, als viel mehr für den Salzgehalt im Blut. Seine Opfer tötet der Salzvampir auch nicht mit einem Biss, sondern extrahiert das Salz mittels Saugnäpfen an den Fingern. Zu seiner bevorzugten Beute gehören selbstverständlich Menschen. Die Blutsalze von Vulkanier sind für die M-113-Kreatur dagegen ungenießbar.

Salzvampir Saugnapfhände

Um sich besser an seine Opfer heranschleichen zu können, kann der Salzvampir das Aussehen vertrauter Menschen annehmen, z.B. von Dr. McCoys verflossener Liebe Nancy Crater (Jeanne Bal). Bei dieser Gestaltwandlung handelt es sich offensichtlich um einen telepathischen Trick, denn für jedes Mitglied des Außenteams der Enterprise erscheint der Salzvampir in anderer Gestalt.

Salzvampirattacke

Salzvampir Morphose

In der Episode „Tödliche Wolken“ (OT: „Obsession“) aus der zweiten Staffel bekommen es Kirk und Co. mit einer Vampirwolke zu tun, die eine Spur von blutleeren Leichen hinterlässt. Da möchte man kein rotes Hemd anhaben.

Tödliche Wolke_1

Tödliche Wolke_2

Spock hat indes abermals Glück, da die Wolke sein grünes Blut nicht verdauen kann. Ob das auch auf klassische Vampire zuträfe? Diesen kommt die Wolke zumindest sehr nahe, auch wenn sie keine Zähne hat und Sonnenlicht ihr nichts anhaben kann. Zerstört wird sie letztendlich durch eine Antimaterieexplosion.

Tödliche Wolke_5

Zu guter Letzt hat die Classic-Serie in „Das Gleichgewicht der Kräfte“ (OT: „Day of the Dove“) aus der dritten Staffel noch einen Energievampir zu bieten. Das dämonische Wesen, welches in den Romanen der Q-Continuum-Trilogie nur als (*) bezeichnet wird, hetzt die Crew der Enterprise und eine Klingonenmannschaft gegeneinander auf, um sich von ihrem Hass zu ernähren. Man könnte meinen, die Erde der Gegenwart würde von einer ähnlichen Kreatur heimgesucht.

Böser Dämon

Bei „Star Trek – Das nächste Jahrhundert“ taucht der erste Energievampir erst in der sechsten Staffel auf. „Der unmoralische Friedensvermittler“ Ves Alkar (Chip Lucia) schafft eine mentale Verbindung zu Deanna Troi (Marina Sirtis), die daraufhin rapide altert.

Ves Alkar Verbindung_1

Es stellt sich heraus, dass Alkars vermeintliche Mutter, die kurz nach seiner Ankunft auf der Enterprise verstirbt, ebenfalls eines seiner Opfer war.

Ves Alkar Vampirsimus

Der Friedensvermittler saugt den jungen Frauen förmlich die Lebensenergie aus. Als die Verbindung zwischen ihm und Deanna unterbrochen wird, stirbt er schließlich an Altersschwäche.

Ves Alkars Tod

Etwas Ähnliches widerfährt Dr. Crusher (Gates McFadden) in der Folge „Ronin“ (OT: „Sub Rosa“). In dieser begegnet die Schiffsärztin einer anaphasischen Lebensform, welche die Gestalt des fürsorglichen Ronin (Duncan Regehr) annimmt. Wie sich herausstellt, ernährt sich diese Kreatur schon seit Generationen von der Energie der weiblichen Familienmitglieder, inklusive der kürzlich verstorbenen Großmutter von Dr. Crusher. Allerdings altern diese normal und führen im Gegensatz zu Ves Alkars Opfern ein verhältnismäßig langes und glückliches Leben. Dennoch vernichtet Beverly den anaphasischen Vampir, indem sie sein Gefäß – einen Kerzenbecher – zerstört.

Ronin

In der vierten Staffel von „Star Trek – Deep Space Nine“ bekommt es der junge Autor Jake Sisko (Cirroc Lofton) mit der geheimnisvollen Onaya (Meg Foster) zu tun. Seine Muse hilft ihm zwar beim Schreiben, zapft ihm dafür aber seine Lebensenergie ab. Sie hat nach eigenen Angaben schon mehreren Talenten geholfen, die dafür aber alle sehr jung starben.

Muse

In der „Star Trek – Voyager“-Episode „Der Wille“ (OT: „Coda“) aus der dritten Staffel begegnet Captain Janeway (Kate Mulgrew) während einer Nahtoderfahrung einer Entität, die sich von der Seelenenergie Sterbender ernährt. Um Janeway in seine Matrix zu locken, erscheint das Wesen ihr in der Gestalt ihres Vaters (Len Cariou).

Seelenfresser

Vampirserien – Komasaufen für Blutsauger

Die Liste der Vampirserien ist fast genauso lang wie jene der Vampirfilme. Das Blut scheint den Hollywoodstudios zwar noch nicht ausgegangen zu sein, die Ideen hingegen schon.

Bei den „Munsters“ waren lediglich die beiden Hauptcharaktere Lily Dracula-Munster (Yvonne De Carlo, 1922-2007) und ihr Vater Sam Dracula (Al Lewis, 1923-2006) Vampire. Trotz der Horrorelemente war die Serie an und für sich ein Abklatsch der „Adams Family“ und startete ebenfalls 1964. Wie schon bei der „Adams Family“ wurde auch von den „Munsters“ ein Remake aufgelegt, welches von 1988 bis 1991 lief.

The Munsters Vampire

Die erste reine Vampirserie war „Dark Shadows“ und lief von 1966 bis 1971. Der Titel dürfte einigen Fans des Regisseurs Tim Burton bekannt vorkommen, denn es handelt sich bei der Serie um die Vorlage für dessen Film von 2012. Den Barnabas Collins von damals spielte Jonathan Frid (1924-2012), welcher in Tim Burtons Neuauflage noch kurz vor seinem Tod als einer von vier Stars der Originalserie einen kurzen Cameo-Auftritt hatte. Burton war übrigens nicht der Erste, der den Stoff neu verfilmte. Bereits 1991 gab es ein Remake in Serienform.

Dark Shadows Serie

1978 lieferte Dänemark die Miniserie „Draculas Ring“ ab und im Jahr darauf waren wieder die Amerikaner an der Reihe. Nach der erfolgreichen Kinoadaption von Stephen Kings „Brennen muss Salem“ wurde noch im selben Jahr eine gleichnamige Miniserie fürs Fernsehen nachproduziert. 2004 kam nach der Neuauflage des Kinofilms auch eine Neuauflage der Serie, diesmal unter dem Titel „Salem’s Lot: Brennen muss Salem“.

Salems Lot 2004

1980 kam mit „Mr. & Mrs. Dracula“ die erste Vampir-Comedy-Show ins US-Fernsehen. Dracula war zudem eine wichtige Rolle in der Familienserie „Frankensteins Tante“, welche 1987 in Europa, darunter in Deutschland und Frankreich, produziert wurde.

Frankensteins Tante 1987

1990 bis 1991 hieß es dann „Dracula ist wieder da“ und gleich im Anschluss folgte bis 1992 die Seifenoper „Vamp“.

Vamp 1991

Im selben Jahr, in dem „Vamp“ endete, wurde mit „The Vampyr: A Soap Opera“ Heinrich Marschners (1795-1861) Oper „Der Vampyr“ von 1828 fürs Fernsehen adaptiert.

Tha Vampyr A Soap Opera 1992

1992 startete zudem „Nick Knight – Der Vampircop“ und lief bis 1996.

Nick Knight - Der Vampircop

Kaum war diese Serie Geschichte, kam 1996 „Embraced – Clan der Vampire“. In diesem Drama haben diverse Vampirclans eine Stadt unter sich aufgeteilt und natürlich verlieben sich zwei Blutsauger, die verfeindeten Clans angehören. „Romeo und Julia“ als moderner Vampirmythos.

Clan der Vampire Serie

Von 1997 bis 2003 lief dann der Serienhit schlechthin: „Buffy – Im Bann der Dämonen“. Die einstige Vampirjägerin des Erfolgsfilms von 1992 bekam es in der Serie allerdings nicht nur mit Vampiren zu tun, sondern auch mit allerhand anderem Höllengetier. Der okkulte Schwachsinn war bei den Zuschauern dermaßen beliebt, dass von 1999 bis 2004 eine parallele Spin-Off-Serie mit dem Titel „Angel – Jäger der Finsternis“ produziert wurde.

Buffy & Angel

1998 erschien die Serie „Ultraviolet“, in der eine Untergrundorganisation der Polizei Jagd auf Vampire macht. Nach nur einer Staffel war schon wieder Schluss damit. Die Serie hat übrigens nichts mit dem gleichnamigen Film von 2006 zu tun.

Ultraviolet Serie

Ebenfalls 1998 startete „My Date with a Vampire“ und wurde bis 2004 in Hong Kong gedreht. Ja, auch in China gibt es Vampire.

My Date with a Vampire

Gleiches gilt für das benachbarte Japan, welches 2001 die Manga-Serie „Hellsing“ als Anime umsetze. Eigentlich schreibt man den Vampirjäger „Helsing“, aber offenbar wollten die Japaner eine Brücke zur Hölle schlagen, was zudem die vielen Pentagramme erklärt. Die Serie lief mit einigem Erfolg auch in Deutschland, was mitunter an der charismatischen Rolle des Vampirs Alucard lag. Übrigens ein Anagramm von Dracula.

Hellsing Alucard

Aus Kanada kam von 2001 bis 2002 „Vampire High“, eine Highschool-Serie mit Blutsaugern, welche nicht die letzte ihres Formats bleiben sollte.

Vampire High Serie

Von 2002 bis 2003 drängte schließlich sogar Brasilien mit „O Beijo do Vampiro“ auf den Vampirserienmarkt.

O Beijo do Vampiro

2004 explodierte dieser Markt regelrecht. In Japan erschien die 12-teilige Serie „Vampire Host“, basierend auf der Manga-Serie „Blood Hound“. Aus den USA kam indes neben dem bereits erwähnten Remake von „Salem’s Lot“ eine Comedy-Serie mit dem Titel „Mad Mad House“, in der ein Hauptcharakter ein Vampir ist. Auf dem folgenden Bild ist nicht nur der Vampir zu sehen, sondern auch wieder einmal ein Pentagramm.

Mad Mad House

Nachdem bereits China und Japan mit Vampirserien vertreten sind, legten die Südkoreaner 2005 und 2006 mit „Annyeong, Peurancheseuka“ sowie „Freeze“ nach. Da fehlt eigentlich nur noch Nordkorea, vielleicht mit „Kim Jong Untot“.

Annyeong Peurancheseuka

Annyeong Peurancheseuka

Freeze 2006

Die Amerikaner blieben 2006 mit „Blade – Die Jagd geht weiter“ im Geschäft und wie der Titel schon vermuten lässt, schlachtete diese Serie die erfolgreichen „Blade“-Filme fürs Fernsehen aus. Allerdings ohne Wesley Snipes.

Blade - Die Jagd geht weiter 2006

Im selben ja startete in Großbritannien die Kinderserie „Young Dracula“ und in Kanada die Detektivserie „Blood Ties – Biss aufs Blut“.

Young Dracula & Blood Ties

2007 kam eine besonders kuriose Mischung aus den USA. „The Lair“ ist eigentlich eine Schwulenliebesgeschichte, die mit Vampiren in Haupt- und Nebenrollen angereichert wurde. Dracschwula könnte fast schon ein Fall für die „Lesbian Vampire Killers“ sein, wenn die Vampire weiblich wären.

The Lair 2007

Von 2007 bis 2008 lief außerdem die Serie „Moonlight“, in welcher der Vampir Mick die Reporterin Beth bei der Aufklärung von Verbrechen unterstützt. Hier kommt zudem mal wieder der Vollmond ins Spiel, obwohl Vampire im Gegensatz zu Werwölfen eigentlich nicht darauf angewiesen sind.

Moonlight Serie

In der kanadischen Serie „Sanctuary – Wächter der Kreaturen“, die von 2007 bis 2011 lief, gibt es neben Werwölfen auch einige Vampire. Unter anderem wird der serbischstämmige Erfinder Nikola Tesla (1856-1943) als Vampir dargestellt. Historisch ist das natürlich nicht ganz korrekt.

Sanctuary Tesla

In der Seifenoper „Gabriel“, welche 2008 bis 2009 auf Puerto Rico gedreht wurde, wimmelt es ebenfalls von Vampiren. In der britischen Serie „Being Human“, die im selben Jahr startete und bis 2013 lief, ziehen ein Vampir, ein Werwolf und ein Geist in eine WG. Das US-Remake lief von 2011 bis 2014.

Sehr kreativ: Die Lampe ist ein Vollmond.

Sehr kreativ: Die Lampe ist ein Vollmond.

Zu guter Letzt startete 2008 die Kultserie „True Blood“, die aus unerklärlichen Gründen mit roher Gewalt und schmuddeliger Softpornografie ein Massenpublikum begeistert. Wie satanistisch diese kranke Serie ist, zeigt bereits der Trailer zur ersten Staffel, in dem ein umgedrehtes Kreuz sowie ein Satanspentagramm mit Baphometkopf zu sehen sind.

True Evil Blood

Ebenfalls seit 2009 läuft mit ähnlichem Erfolg die Jugendserie „Vampire Diaries“. Vom Konzept her ähnelt die Dreiecksbeziehung der Protagonisten sehr stark an „Twilight“, was wohl kaum ein Zufall ist.

Vampire Diaries vs Twilight

Schlussendlich hatte das Jahr 2009 noch die japanische Highschool-Vampirserie „Koishite Akuma – Vampire Boy“ zu bieten. Vampire in Pink, Augensymbolik mir rosa Herzchen und violette Pentagramme – das ist der Gipfel des schlechten Geschmacks. Wahrscheinlich saugen diese japanischen Vampire sogar rosa Zuckerblut.

Koishite Akuma

Eine weitere Highschool-Vampirserie lief 2009 bis 2012 in Israel. In „Split“ dreht sich alles um die jüdische Halbvampirin Ella, die noch nichts von ihrem blutrünstigen Schicksal weiß und deshalb Hilfe vom Vollblutvampir Leo erhält. 2011 wagte sich ausgerechnet die Ukraine an ein Remake von „Split“, was im Nachhinein äußerst ironisch, denn seit dem Putsch 2014 herrscht dort offene Judenfeindlichkeit.

Split Remake

2010 gab es gleich ein halbes Dutzend neuer Vampirserien. Portugal war erstmalig mit der Seifenoper „Destino Imortal“ sowie der Dramaserie „Lua Vermelha“ („Red Moon“) mit dabei.

Lua Vermelha 2010

Die USA blieben selbstverständlich nicht untätig und lieferten im selben Jahr „The Gates“ und die Comedy-Serie „Vamped Out“ ab.

Vamped Out

Von den Philippinen kam schließlich noch die Soap „Imortal“, in der sich ein Vampir in eine Werwölfin verliebt. Wer das schon kitschig findet, sollte sein Haupt nach Bollywood wenden, wo sich von 2010 bis 2011 die Vampirliebesgeschichte „Pyaar Kii Ye Ek Kahaani“ („A Story of Love“) abspielte.

A Story of Love

In eine ähnliche Kerbe haut die Thailändische Vampirserie „Love Never Dies“ von 2011.

Love Never Dies 2011

Bleiben wir noch etwas in Fernost. 2011 starteten in Südkorea die Comedy-Show „Vampire Idol“…

Vampire Idol

…und die Detektivserie „Vampire Prosecutor“.

Vampire Prosecutor

In Kanada läuft seit 2011 „Mein Babysitter ist ein Vampir“, wo es mal wieder teuflische Pentagramme hagelt. Der Name der Schulmannschaft lautet zudem „WC Teufel“, was irgendwie nach einem Kloreiniger klingt.

WC Devils

WC Pentagramm

Außerdem lief in diesem Jahr die US-Comedy-Horrorserie „Death Valley“ an, in der eine LAPD-Elite-Einheit mit der Bezeichnung Undead Task Force (UTF) gegen Vampire, Werwölfe und Zombies kämpft.

Death Valley Vampir

2013 startete mit „The Originals“ ein Ableger der Serie „Vampire Diaries“. Hinzu kam außerdem eine „Dracula“-Serie, in der sich der Vampirfürst als amerikanischer Unternehmer Alexander Grayson tarnt.

Dracula Serie

Im Jahr darauf folgten „Penny Dreadful“, „The Strain“ und „From Dusk Till Dawn: The Series“. Letztere Horrorserie ist nicht nur an die gleichnamigen Kultfilme angelehnt, sondern viel mehr ein in die Länge gezogenes Remake.

From Dusk Till Dawn Serie

Nach den USA ist Südkorea das Land mit den meisten Vampirserien und so verwundert es nicht, dass dort zuletzt 2014 „Baem-pai-eo-ui kkot“ („Vampire Flower“) und 2015 „Blood“ anliefen.

Vampire Flower Serie

Vampire im Kinderzimmer

Vampirismus macht auch nicht vor Kindern halt. Das fängt schon bei Graf Zahl aus der Sesamstraße an, der den Kleinen neben dem Fürchten auch gleich noch das Zählen lehrt.

Graf Zahl

Die wohl berühmteste Vampirreihe für Kinder ist „Der kleine Vampir” nach der Kinderbuchvorlage von Angela Sommer-Bodenburg. Die erste filmische Umsetzung war eine 13-teilige Fernsehserie, welche 1985 als deutsch-kanadisch-englische Co-Produktion gedreht wurde. Die Hauptrolle des Rüdiger spielte der kanadische Kinderstar Joel B. Dacks, so wie auch fast alle anderen Rollen mit Kanadiern besetzt waren.

Der kleine Vampir 1985 - Joel B Dacks

Die Neuauflage von 1993 war indes eine rein deutsche Produktion, die auf ARD ausgestrahlt wurde. In der ebenfalls 13-teiligen Serie, die auf den Bänden „Der kleine Vampir verreist“ und „Der kleine Vampir auf dem Bauernhof“ basiert, spielten Jan Steilen und Silvio Geßner den kindlichen Blutsauger.

Der kleine Vampir 1993

Im Jahr 2000 erschien zuletzt eine US-amerikanische Verfilmung, die lediglich unter deutscher und niederländischer Coproduktion zustande kam und sich nicht wirklich an die Buchvorlage hielt. Den kleinen Vampir spielte diesmal der Brite Rollo Weeks.

Der kleine Vampir 2000 - Rollo Weeks

Neben Realfilmserien wie dem kleinen Vampir dominieren im Kinderfernsehen selbstverständlich Zeichentrickserien. Zu den ersten gehörte 1988 bis 1991 die französische Kinderserie „Ernest der Vampir“. Mit der grauen Haut, den großen Ohren und den Stoßzähnen sah dieser aber eher wie ein Elefantenmensch aus.

Ernest der Vampir 1988

Die Briten stiegen ebenfalls 1988 mit „Graf Duckula“ in den Zeichentrickvampirmarkt ein. Die Serie mit der vegetarischen Vampirente lief bis 1993 und war zutiefst satanisch und okkult.

Graf Duckula

Bereits im Vorspann ist von „geheimen Ritualen“ die Rede, die alle 100 Jahre stattfinden, wenn der Mond im Sternzeichen des Wassermanns (Wassermannzeitalter) steht. Untermauert wird dies durch ein umgedrehtes Pentagramm mit einem Saturn und einem allsehenden Auge, in dessen Zentrum der Vollmond steht.

Satanic Ritual_1

Satanic Ritual_2

Es geht aber noch eine Spur beknackter. In der deutsch-tschechischen Zeichentrickserie „Die Ketschup-Vampire“ ernährten sich die Langzähne, wie der Titel bereits verrät, von Ketchup. Was da von 1991 bis 1994 produziert wurde, sollte wohl so kindgerecht wie möglich erscheinen.

Ketchup-Vampire

1992 waren wieder die Franzosen am Zug und lieferten „Draculie – Der gruftstarke Vampir“ (Originaltitel: Draculito, Mon Saigneur) ab.

Draculie – Der gruftstarke Vampir 1992

In der kanadischen Serie „Monster Force“ von 1994 kämpften die Protagonisten gegen allerhand Gruselgetier, darunter auch Vampire.

Monster Force Vampir

Ebenfalls aus Kanada stammt die Zeichentrickserie „Mona der Vampir“, die von 1999 bis 2003 produziert wurde.

Mona der Vampir

Man sollte sich nicht wundern, warum es heutzutage so viele Gruftis mit einer Affinität zu Vampiren gibt, denn es handelt sich genau um die Generation, die mit solchen Serien aufgewachsen ist. Damit sich auch zukünftige Generationen in diese Richtung entwickeln, gibt es auch für die Kiddies des neuen Millenniums entsprechende Serien. „Desmodus der Vampir“ (abgeleitet von Desmodus rotundus, einer Vampirfledermaus), der von 2003 bis 2005 über die Bildschirme flimmerte, stammt dabei wieder einmal aus Frankreich. Zu allem Übel basiert diese missratene Gestalt auf einer Kinderbuchserie mit Fäkalfetisch.

Zensiert aus Gründen bloginterner Qualitätskontrolle.

Zensiert aus Gründen bloginterner Qualitätskontrolle.

Zu guter Letzt gibt es noch die 104 Episoden umfassende Zeichentrickserie „Die Schule der kleinen Vampire“, welche zwischen 2006 und 2010 in Deutschland, Italien und Luxemburg produziert wurde.

Die Schule der kleinen Vampire

2012 kam mit „Hotel Transsilvanien“ der erste animierte Film mit Vampiren in den Hauptrollen in die Kinos. Zwar sorgte dieser für einige Lacher, die letztendliche Aussage lautete jedoch, dass die Menschen heute keine Angst mehr vor Monstern haben, sondern diese cool finden. Dafür haben ja nicht zuletzt auch solche Filme und Serien gesorgt.

Hotel Transsilvanien 2012

Pünktlich zu Halloween 2015 kommt übrigens der zweite Teil in die Kinos. Der Enkel von Dracula erhält im Trailer Flugstunden bei Vollmond.

Im selben Jahr wie „Hotel Transsilvanien“ erschien auch „Die Vampirschwestern“. Bei diesem klischeehaften Kinderfilm dauerte es nur zwei Jahre bis zur Fortsetzung „Die Vampirschwestern 2 – Fledermäuse im Bauch“. Auf den Werbeplakaten zu beiden Filmen bilden die beiden Schwestern das Prinzip „Wie im Himmel, so auf Erden“.

Vampirschwestern 2014

Hellywoods Blutsauger

Zu den ersten Vampirfilmen zählten „Vampire of the Coast” von 1909 und „The Vampire’s Trail” von 1910. Bereits in dieser frühen Stummfilmära wurde ab 1912 eine regelrechte Lawine in diesem Genre losgetreten, sodass eine detaillierte Betrachtung aller Filme unmöglich ist. Wir beschränken uns daher auf einige ausgewählte Highlights und hängen den Rest als Liste an.

1935 durfte Horrorfilmlegende Bela Lugosi (1882-1956) in „Das Zeichen des Vampirs“ erneut Zähne zeigen, nachdem er 1931 bereits den ersten offiziellen „Dracula“ zum Besten gab.

Im Zeichen des Vampirs 1935

In „The Last Man on Earth” von 1964 bekam es der ebenfalls legendäre Vincent Price (1911-1993) ebenfalls mit vampirartigen Kreaturen zu tun, die allerdings schon eher an Zombies erinnerten.

The Last Man On Earth 1964

1967 lieferte der Satanist Roman Polański seinen „Tanz der Vampire“ ab, welcher 30 Jahre später als Musical adaptiert wurde.

Tanz der Vampire 1967

Vier Jahre nach Erscheinen der Romanvorlage von Stephen King kam 1979 „Brennen muss Salem“ in die Kinos. Der besonders schaurige Vampir war äußerlich an Nosferatu angelehnt und hatte spitze Schneide- statt Eckzähne. 1987 folgte „Salem 2 – Die Rückkehr“ und 2004 erschien das Remake „Salem’s Lot – Brennen muss Salem”.

Brennen muss Salem 1979

„Lifeforce – Die tödliche Bedrohung“ von 1985 war nicht der erste Film, in dem die Vampire aus dem Weltraum kamen, er machte die prä-astronautische Interpretation des Vampirthemas jedoch populär.

Lifeforce 1985

Im gleichen Jahr erschien der Klassiker „Die rabenschwarze Nacht – Fright Night“. Wer den Vampir von Salem schon gruselig fand, wird von der mutierten Amy (Amanda Bearse) gewiss Alpträume bekommen.

Fright Night Amy

Das Remake von „Fright Night“ erschien 2011, gefolgt von der Fortsetzung „Fright Night 2 – Frisches Blut“ im Jahr 2013.

Fright Night Remake & Original

Eine weitere Kultserie startete 1987 mit „The Lost Boys“, der vor allem durch seinen brillanten Soundtrack in Erinnerung blieb.

The Lost Boys 1987

Es vergingen mehr als 20 Jahre, bis 2008 die eher schwache Fortsetzung „Lost Boys 2: The Tribe“ erschien, gefolgt von einem wesentlich besseren „Lost Boys: The Thirst” im Jahr 2010. Von der Originalbesetzung nahm lediglich der ehemalige Kinderstar Corey Feldman seine alte Rolle des Edgar Frog wieder auf.

Lost Boys The Thirst 2010

1992 kam „Buffy – Der Vampir-Killer“ in die US-Kinos. Der Film war erfolgreich genug, dass Joss Whedon daraus eine Fernsehserie entwickelte.

Buffy 1992

Ein weiterer Klassiker kam 1994 mit der Romanverfilmung von „Interview mit einem Vampir“.

Interview mit einem Vampir 1994

1996 erschien die legendäre Horrorkomödie „From Dusk Till Dawn”. Die Vampire konnten sich in diesem Film nicht nur in Feldermäuse verwandeln, sondern auch in Reptiloiden.

From Dusk Till Dawn Reptotransformation

Bei den Fortsetzungen „From Dusk Till Dawn 2 – Texas Blood Money” von 1999 und „From Dusk Till Dawn 3 – The Hangman’s Daughter” von 2000 führte zwar nicht mehr Robert Rodriguez Regie, dennoch kann man der gesamten Filmreihe Kultstatus zuschreiben.

From Dusk Till Dawn Reihe

Eine ebenso bekannte, wenn auch weitaus unspaßigere Trilogie, ist die „Blade”-Reihe, deren erster Teil 1998 erschien. 2002 folgte „Blade II“ und 2004 „Blade: Trinity”. Der Daywalker aus der Comicvorlage wurde in allen drei Teilen von Wesley Snipes verkörpert. Blacula is back.

Blade Trilogie

1998 wagte sich auch John Carpenter an das Thema „Vampire“.

Mit „John Carpenter’s Vampires: Los Muertos“ von 2002 hatte der Regisseur dann allerdings nicht mehr viel zu tun. Dafür konnte allerdings der Rockstar Jon Bon Jovi für die Hauptrolle verpflichtet werden.

Vampires Los Muertos 2002

Nach den Alienvampiren aus „Lifeforce“ und den Reptiloiden aus „From Dusk Till Dawn“ startete 1999 erneut ein „Angriff der Weltraumvampire“ (Originaltitel: „Teenage Space Vampires“). Dieser fiel jedoch eher trashig aus.

Wo wir schon bei Kitsch sind, „Vampires Anonymous” von 2003 fällt ebenfalls in diese Kategorie. Hier treffen anonyme Bloodyholiker auf dumme Bauerntrottel, die Schafe poppen.

Vampires Anonymous 2003

Im selben Jahr startete die weitaus ernstere und brutalere „Underworld“-Reihe, in der die aristokratischen Vampire gegen die proletarischen Lykaner kämpfen. 2006 wurde die Handlung in „Underworld: Evolution” fortgesetzt, während „Underworld – Aufstand der Lykaner“ von 2008 die Vorgeschichte des Konfliktes schilderte. 2012 ging es mit „Underworld: Awakening” wieder chronologisch weiter.

Underworld Viktor

2004 startete mit der Romanverfilmung „Wächter der Nacht – Nochnoi Dozor“ schon die nächste Filmreihe, in der Vampire auf der Seite der Nacht kämpfen. Die Fortsetzung „Wächter des Tages – Dnevnoi Dozor” kam 2006 in die Kinos. Das Besondere an diesen Filmen war, dass sie aus Russland kamen. Der dritte Teil „Wächter der Dämmerung“, der immer noch in Planung ist, soll jedoch als US-amerikanisches Projekt vom Studio 20th Century Fox realisiert werden.

Wächter der Nacht 2004

Das Highlight des Jahres 2007 war die Comicverfilmung „30 Days of Night”, in welcher sich die Blutsauger 30 Tage lang in der Polarnacht austoben konnten. Eine blutige Schneeballschlacht, die 2010 mit „30 Days of Night: Dark Days” eine unwürdige Fortsetzung fand.

30 Days of Night 2007

2008 wurde der Roman „So finster die Nacht“ John Ajvide Lindqvist verfilmt. In diesem geht es um einen introvertierten Jungen, der sich in ein Vampirmädchen verbliebt. Die gleiche Handlung wurde 2010 unter dem Titel „Let Me In” erneut verfilmt, wobei das Remake dank dem Hitgirl Chloë Moretz in der Hauptrolle ein wenig erfolgreicher lief.

Let Me In 2010

„So finster die Nacht“ war 2008 nicht die einzige Vampirromanverfilmung. Mit „Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen“ begann darüber hinaus die filmische Umsetzung der Romanreihe von Stephenie Meyer. Es folgten 2010 „Eclipse – Bis(s) zum Abendrot“, 2011 „Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht – Teil 1“ und 2012 „Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht – Teil 2“.

Das Besondere an den Vampiren dieser Filmreihe ist ihre Reaktion auf Sonnenlicht. Dieses bringt sie nicht um, sondern lässt sie glitzern. Als typisch amerikanisches Highschool Girl steht Isabella (Kristen Stewart) auf alles, was glitzert, und heiratet schlussendlich den Vampir Edward (Robert Pattinson). Ihre Schwangerschaft verläuft jedoch mit üblen Komplikationen, weshalb sie wohl doch lieber bei dem Werwolf Jacob hätte bleiben sollen.

Twilight Edward

Die Parodien ließen nicht lange auf sich warten und 2010 erschien „Beilight – Bis(s) zum Abendbrot“. Die Fortsetzung „Die Beilight Saga – Breaking Wind Bis(s) einer heult!“ fiel jedoch wegen unterirdischem Fäkalhumor beim Publikum durch.

Doch zurück zum Jahr 2008, welches weiterhin mit der französischen Komödie „Vampire Party – Freiblut für alle!“ aufwarten konnte.

Eine weitere Top-Komödie des Genres ist „Lesbian Vampire Killers“ von 2009.

Lesbian Vampire Killers 2009

Im selben Jahr erschien auch „Suck – Bis(s) zum Erfolg“, indem eine Rockband auf den Vampirkult setzt. Mit Alice Cooper, Iggy Pop, Henry Rollins (Black Flag) und Moby waren sogar einige echte Stars der Musikbranche dabei.

Suck Alice Cooper 2009

Ebenfalls 2009 erschien „Daybreakers“, in dem fast die gesamte Menschheit mit dem Vampirvirus infiziert wurde. Eine Gesellschaft, die nur noch aus Vampiren besteht und der Menschen als Nahrungsquelle fehlen, ist jedoch zum Scheitern verurteilt. Wie durch ein Wunder wird jedoch ein Weg gefunden, Vampire zurück in Menschen zu verwandeln. Nur wer will schon ein Mensch unter Vampiren sein?

Daybreakers 2009

Schlussendlich wurden 2009 die ersten drei Bände der zwölfteiligen „Darren Shan“-Romanserie von Darren O’Shaughnessy unter dem Titel „Mitternachtszirkus – Willkommen in der Welt der Vampire“ verfilmt. Harmlose Vampire für ein junges Publikum.

Mitternachtszirkus 2009

2010 gelang dem deutschen Regisseur Dennis Gansel mit „Wir sind die Nacht” ein ganz großer Wurf. Es handelt sich nicht nur um einen der besten Vampirfilme, sondern auch um ein Glanzlicht der deutschen Filmgeschichte. „Wir sind die Nacht“ ist ein wenig wie die Geschichte vom hässlichen Entlein auf Vampire übertragen.

Wir sind die Nacht 2010

In den USA nahm die Qualität hingegen 2011 mit „Priest“ stark ab. In dieser Dystopie herrschen christliche Fundis über den Planeten, der zu allem Übel auch noch von Vampiren heimgesucht wird. Cool sind in dieser Welt nur die Motorräder. Die Handlung ist dagegen vorhersehbar und die Action höchst unglaubwürdig. Hinfort damit!

Priest 2011

Etwas erheiternder ist da schon „Abraham Lincoln – Vampirjäger“, der ein Jahr später in die Kinos kam. Zwar ist die Action in diesem Film auch nicht immer glaubwürdig und auf historische Korrektheit darf schon gar nicht geachtet werden, aber der Film nimmt sich dafür selbst nicht so ganz ernst und geht daher als Komödie durch.

Abraham Lincoln Vampirjäger 2012

Die Vampire im ebenfalls 2012 erschienenen „Byzantium“ weichen derweil etwas von der Norm ab, denn sie haben keine spitzen Zähne. Dafür haben sie aber einen spitzen Fingernagel, mit dem sie ihre Opfer töten. Die Hauptfigur Eleanor Webb (Saoirse Ronan) achtet allerdings darauf, dass ihre Opfer nur alte Menschen sind, die ohnehin dem Tod geweiht sind bzw. sogar sterben wollen. Der Name „Byzantium“ leitet sich übrigens von dem Puff ab, den ihre Filmmutter Clara (Gemma Arterton) leitet, was ein klein wenig fragwürdig ist.

Byzantium 2012

„Dark Shadows” aus demselben Jahr ist noch eine Spur fragwürdiger. In Tim Burtons hochgradig freimaurerischem Werk geht es weniger um Vampire als viel mehr um Mind Control. Die Hauptrolle spielt passender Weise Johnny Depp.

Dark Shadows 2012

Etwas lustiger mutet da schon „5 Zimmer Küche Sarg“ aus dem Jahr 2014 an.

5 Zimmer Küche Sarg 2014

Die folgende Liste enthält weitere Vampirstreifen, mit Ausnahme der Draculafilme, die wir bereits gesondert in einem Artikel aufgelistet haben. Ebenso fehlen die Kinderfilme, für die ebenfalls ein eigener Artikel veröffentlicht wird.

1912

● „Vampyrdanserinden”
● „In the Grip of the Vampire”

1913

● „The Vampire Of The Desert”
● „La torre dei vampiri”
● „The Vampire”
● „The Vampire”

1914

● „The Vampire”
● „The Exploits Of Elaine”
● „Vampires of the Night”
● „Vesco, The Vampire”
● „The Vampire’s Trail”
● „Vampyre der Großstadt”
● „Saved From the Vampire”
● „The Devil’s Daughter”
● „A Fool there was”
● „Was She A Vampire?”

1915

● „Die Vampire”
● „Zhenshchina Vampir”

1916

● „Kiss of the Vampire”
● „Mister Vampire”
● „Nächte des Grauens”
● „A Vampire Out of Work”
● „The Village Vampire”

1917

● „Magia”

1920

● „The Great London Mystery”
● „Vampire”
● „Der Vampyr von St. Louis”

1922/1923

● „The Blond Vampire”
● „Drakula halála“

1927

● „Um Mitternacht“

1932

● „Vampyr – Der Traum des Allan Grey“
● „Boo“

1933/1935

● „The Vampire Bat“
● „Condemned to Live”

1940

● „The Devil Bat”

1944

● „Frankensteins Haus”
● „The Return of the Vampire”

1945/1948

● „Le Vampire“
● „Abott & Castello treffen Frankenstein“

1952/1953

● „Mother Riley Meets the Vampire”
● „Der Vampyr von Soho”

1956

● „Der Vampir von Notre Dame“

1957

● „Blood of Dracula”

Blood of Dracula 1957

● „Vampiro“

1958

● „Der Dämon mit den blutigen Händen“
● „Der Sarg des Vampiro“

1959

● „Schlechte Zeiten für Vampire“

1960

● „…und vor Lust zu sterben“
● „Die Geliebte des Vampirs“

1961

● „Supermann gegen Vampire“
● „Vampire gegen Herakles“

1962

● „Die Rache des Vampirs“
● „House on Bare Mountain“

1963

● „Der Kuss des Vampirs“

Der Kuss des Vampirs 1963

● „Der Fluch der grünen Augen“
● „Die drei Gesichter der Furcht“

1964

● „Die Todeskarten des Dr. Schreck“

1965

● „Die Gruft der toten Frauen”
● „Orgy of the Dead”
● „Planet der Vampire”

1966

● „Curse of the Vampires”
● „Gespensterparty“

1967

● „Galerie des Grauens“
● „Das Geheimnis der Todesinsel“
● „Frankensteins Monster-Party“
● „Sangre de vírgenes“
● „Zinda Laash“
● „Der Vampir“

1968

● „Goké – Vampir aus dem Weltall“
● „Die Vergewaltigung des Vampirs“
● „Der Todesengel“
● „Laila – Vampir der Lust“

1969

● „Goke – Vampir aus dem Weltall“
● „Das Lustschloss der grausamen Vampire“

1970

● „Die Nackten Vampire“
● „Totentanz der Vampire“
● „Cuadecuc, Vampir“
● „Der Vampir von Schloss Frankenstein“
● „Jonathan“
● „La vampire nue“
● „Beiß mich, Liebling“
● „Gruft der Vampire“
● „Das Schloss der Vampire“
● „Valerie – Eine Woche voller Wunder“

1971

● „Comtesse des Grauens“
● „Gebissen wird nur nachts – Das Happening der Vampire“
● „Blut an den Lippen“
● „Die sieben Pranken des Satans“
● „Nacht der Vampire“
● „Nur Vampire küssen blutig“
● „Requiem for a Vampire“
● „Sexual-Terror der entfesselten Vampire“
● „The Velvet Vampire“
● „Totentanz der Vampire“
● „Vampyros Lesbos – Erbin des Dracula“

1972

● „Circus der Vampire“
● „Die Nacht der offenen Särge“
● „Horrortrip“
● „Eine Jungfrau in den Krallen von Vampiren“
● „Deathmaster”
● „Night of the Devils”
● „The Night Stalker”

1973

● „Ganja & Hess“
● „Der Fluch der schwarzen Schwestern“
● „Der Schrei des Todes“
● „Die Zärtlichkeit der Wölfe“
● „Female Vampire – Erotikill”
● „Lemora, the Lady Dracula”
● „Leptirica“

1974

● „Die Gruft des Grauens“
● „Captain Krono – Vampirjäger“
● „Die 7 goldenen Vampire“
● „Bat People – Die Blutsauger“
● „Vampira“
● „Vampyres“
● „Woodoo – Orgie des Grauens“

1975

● „Blutsauger“

1977

● „Wampyr“
● „Rabid – Der brüllende Tod“

1978

● „Alucarda, la hija de las tinieblas“

1979

● „Blutdurst“
● „Der Großstadtvampir“
● „Liebe auf den ersten Biss“
● „Liebling, du beißt gut“
● „Schwingen der Angst“
● „Nocturna”

1980

● „Last Rites”
● „Movie Killer”
● „Monster Club”
● „Die schönen Morde des Eric Binford“

1981

● „Der Autovampir“
● „Die Rückkehr der Familie Frankenstein“

1982

● „Anna i wampir”
● „Strasek – der Vampir”
● „The Horror Star”
● „The Living Dead Girl“

1983

● „Begierde“
● „Die unheimliche Macht“
● „Frightmare – Alptraum“

1984

● „Kammer der Schrecken“
● „The Black Room“
● „Bad Blood for the Vampire”

1985

● „Die Einsteiger”
● „Krieg der Vampire“
● „Transsylvania 6-5000“
● „Wenn Vampire lieben“
● „Zwei Vollidioten schlagen zu“
● „Einmal beißen bitte“
● „Vampire Hunter D“

1986

● „Gothic”
● „Ninja the violent Sorcerer”
● „Vamp”

1987

● „Der traurige Vampir“
● „Der Vampir, mein Nagetier“
● „Nachtschicht“
● „Monster Busters“
● „Near Dark – Die Nacht hat ihren Preis“
● „Explosion der Leidenschaften“
● „Rampage – Anklage Massenmord“
● „Vampir Party“
● „Le vampire et le lapin“
● „Liebe mit Biss“

1988

● „Der Biss der Schlangenfrau“
● „Dinner with the Vampire“
● „Vampire aus dem All“
● „Mein Nachbar, der Vampir“
● „Graveyard Shift 2“
● „L.A. Midnight“
● „Nosferatu in Venedig“
● „Teen Vamp“
● „Tödliche Lippen“
● „Vampire Princess Miyu“
● „Vampiros Sexos“

1989

● „Beverly Hills Vamp“
● „Midnight Cop“
● „I was a Teenage Zabbadoing“
● „Nightlife“
● „Revivencial“
● „Vampire’s Kiss“
● „Sundown – Der Rückzug der Vampire“
● „Dance of the Damned“

1990

● „Daughter of Darkness“
● „Dreamliners“
● „Iron Thunder“
● „Rockula“
● „Schrei der Stille“
● „Der Tod im Morgengrauen“
● „Pale Blood “
● „Vampyre“

1991

● „Mein Großvater ist ein Vampir“
● „Spaceshift“
● „Children of the Night / Subspecies – In the Twilight“
● „Diener des Bösen“
● „The Deadly Avenger“
● „Vampire in New York“
● „The Lost Platoon“

1992

● „Ein Vampir im Paradies“
● „Bloody Marie – Eine Frau mit Biss“
● „Cronos“

1993

● „Project Vampire“
● „Leif Jonker’s Darkness“
● „Midnight Kiss“
● „Stephen King’s Golden Tales“
● „The Casebook of Sherlock Holmes – The Last Vampyre“
● „Bloodstone: Subspecies II“
● „Tale of a Vampire“

1994

● „Bloodlust: Subspecies III“
●„Accumulator 1“
● „Nadja“
● „Nosferatu – Vampirische Leidenschaft“

1995

● „The Addiction“
● „Eine unheimliche Familie zum Schreien“
● „Night Hunter“
● „Vampire in Brooklyn“ (Regie: Wes Craven)

1996

● „Frankenstein and Me“
● „Bordello of Blood”
●„Macabre Pair of Shorts”
● „Munsters fröhliche Weihnachten“
● „Vampirella“
● „Vampirellas in Ketten“
● „The Vampyre Wars“
● „Shadowzone – Die Vampire von Manhattan“

1997

● „Besucher aus dem Jenseits – Sie kommen bei Nacht“
● „Evil Creatures“
● „Pathos“
● „Revenant – Sie kommen in der Nacht“
● „The Night Flier”
● „Vampire Journals”
● „Jean Rollin’s Vampire”

1998

● „Witchcraft X: Mistress of the Craft”
● „Angel of the Night”
● „Bloodsuckers”
● „Die Weisheit der Krokodile“
● „Kiss my Blood”
● „Razor Blade Smile”
● „Subspecies IV – Im Blutrausch”
● „Sucker the Vampire”
● „Teenager Space Vampires”
● „Vampir der Leidenschaft”

1999

● „Kalter Kuss – Cold Hearts”
● „Vampire Sex – Lady Dracula 3”
● „Vampyre Femmes“

2000

● „Vampire Hunter D: Bloodlust“
● „Blood – The Last Vampire”
● „Dark Angels”
● „I’ve been watching you”
● „Laila – Unsterblich verliebt“
● „Les Vampyres“
● „Mamas Rendezvous mit einem Vampir“
● „Night of the Vampire Hunter”
● „Pure Blood”
● „Convent”
● „Vampire Hunter D: Bloodlust”

2001

● „Frost: Portrait of a Vampire”
● „Mein Bruder, der Vampir”
● „Trouble Every Day”
● „Love Bites“
● „The Forsaken- Die Nacht ist gierig“
● „Dark Species – die Anderen“
● „Königin der Verdammten“
● „Legion of the Dead”

2002

● „Blood Shot”
● „Demon Under Glass”
● „Embrace the Darkness II”
● „Embrace the Darkness III”
● „The Era of Vampires”
● „Reign in Darkness”
● „Sherlock Homes – Der Vampir von Whitechapel”
● „Bloody Mallory – Die Dämonenjägerin“
● „Sangre eterna“
● „Montrak – Meister der Vampire“
● „Hollywood Vampyr“
● „Vampire Clan“

2003

● „Midnight Mass“
● „Chin gei bin / The Twins Effect“
● „Moon Child“
● „Vegas Vampires”
● „Return of the Vampyres”
● „Tsui Hark’s Vampire Hunters – Jagd nach den Vampiren”

2004

● „Vampir”
● „Vampire Hunter D.” (Regie: Sean Gallimore)
● „White Skin”
● „Out for Blood”
● „Vampires vs. Zombies”
● „Vampire Blvd.”

2005

● „Vampire Bats”
● „Way of the Vampire”
● „BloodRayne“ (Regie: Uwe Boll)
● „Bloodsuckers“
● „Fledermäuse im Bauch“
● „Vampires: The Turning”
● „Vampyre Tales”
● „Thralls”

2006

● „After Sundown »
● „Paris, je t’aime – Quartier de la Madeleine »
● „Heubhyeol hyeongsa na do-yeol “
● „Frostbitten”
● „Exit 38”
● „Slayer”
● „The Last Sect”
● „Ultraviolet”
● „Devil’s Den”
● „The Hamiltons”
● „The Thirst”
● „Perfect Creature”

2007

● „Der gefallene Vampir”
● „BloodRayne II: Deliverance” (Regie: Uwe Boll)
● „Brotherhood of Blood”
● „Gothic Vampires from Hell”
● „Der Goldene Nazivampir von Absam 2 – Das Geheimnis von Schloss Kottlitz“
● „Vampire Noir”
● „Vampire Diary”
● „Die Vampirprinzessin”
● „Billy and Mandy’s Big Boogey Adventure”
● „Rise: Blood Hunter”
● „Revamped”
● „Vampyres”
● „The Insatiable”
● „Vampire Office – Büro mit Biss!”

2008

● „A Vampyre Story”
● „Vampyrer”
● „I Sell the Dead”
● „Thicker Than Water: The Vampire Diaries Part 1”
● „The Quest – Der Fluch des Judaskelch“
● „Die Wilden Kerle 5: Hinter dem Horizont“
● „Her Morbid Desires“
● „Shadowland“
● „Blood Scarab
● „Mutant Vampire Zombies from the ‚Hood!”

2009

● „Rougge the Vampyre”
● „Blood – The Last Vampire”
● „La Femme Vampir”
● „Temptation”
● „The Vampires of Bloody Island”
● „The Elektra/Vampyr Variations”
● „Against the Dark”
● „New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde“
● „Sunset Vampires – Biss in alle Ewigkeit“
● „Durst“
● „Red Scream Vampyres“
● „Surviving Evil”
● „College Vampires – Transylmania”
● „Bakjwi”
● „Vampire Girl vs. Frankenstein Girl“
● „Bled“
● „Higanjima – Insel der Vampire“
● „Kyûketsu Shôjo tai Shôjo Furanken“
● „Buraddo“

2010

● „Prowl“
● „Die Vampir-Attacke“
● „La Femme Vampir Volume 2”
● „Aleya’s Tango: Dreams of a Vampyre”
● „Feast of the Vampires”
● „BloodRayne: The Third Reich” (Regie: Uwe Boll)
● „Dylan Dog”
● „Mein Babysitter ist ein Vampir – Der Film“
● „Ninjas vs. Vampires“
● „Nosferatu. Uzhas nochi“
● „Death Hunter”
● „Dead Cert”
● „Vampire Nation”
● „Kolysanka”
● „Twilight Vamps”
● „Am Ende der Nacht“
● „Vampire – Verstecken war gestern“
● „Die Vampirjäger“

2011

● „Biss zur großen Pause – Das Highschool Vampir Grusical“
● „Vampire Boys“
● „Midnight Son”
● „My Vampire Girl”
● „Bite Marks”

2012

● „True Bloodthirst”
● „Vampire Dog”
● „Vamps”
● „The Thompsons”

2013

● „Vamp U“
● „Undying Love”
● „Only Lovers Left Alive”
● „Phobia“
● „Scharlachroter Winter – Krieg der Vampire“
● „Dreckiges Blut“

2014

● „Vampire Academy“
● „Der Vampir auf der Couch“

Dracula erobert Hellywood

Die Geißel der Kaparten eroberte bereits zur Stummfilmära die Leinwände, wenn auch zunächst unter Pseudonym. „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ von 1922 war zwar nicht der erste Vampirfilm, allerdings der erste Film, der sich relativ frei an Bram Stokers „Dracula“ orientierte. Die Titelrolle spielte der deutsche Darsteller mit dem passenden Namen Max Schreck (1879-1936).

Nosferatu 1922

1979 folgte ein Remake unter dem Titel „Nosferatu – Phantom der Nacht“ mit Klaus Kinski (1926-1991) in der Rolle des Grafen.

Nosferatu 1979

„Shadow of the Vampire“ aus dem Jahr 2000 beschäftigt sich schließlich mit den Dreharbeiten des Originals und strickt daraus einen eigenen Horrorfilm, in dessen Verlauf sich herausstellt, dass Max Schreck (Willem Dafoe) ein echter Vampir ist.

Shadow of the Vampire 2000

Die erste offizielle Kinoadaption von „Dracula“ erschien 1931, basierte jedoch hauptsächlich auf Hamilton Deanes Bühnenstück. Die Hauptrolle wurde von der Horrorikone Bela Lugosi (1882-1956) gespielt. Parallel zu Tod Brownings (1880-1962) Film erschien im selben Jahr ein zweiter „Drácula“ in spanischer Sprache.

Dracula 1931

1936 erschien „Draculas Tochter“ auf der Bildfläche und 1943 auch noch „Draculas Sohn“. Um die ganze Familie unter ein Dach zu bekommen, folgte 1945 „Draculas Haus“. Allerdings stehen diese drei Filme in keinem Zusammenhang.

Draculas Sohn und Tochter

1953 war „Dracula in Istanbul“ zu Gast, was sicher nicht als Meilenstein der Filmgeschichte zu werten ist.

Dracula in Istanbul 1954

In den Jahren 1956, 1968 und 1973 wurden „Dracula“-Filme fürs Fernsehen produziert, die ebenfalls nur am Rande zu erwähnen sind. Der nächste „Dracula“-Kinofilm von 1958 sticht indes wieder hervor, da in diesem Christopher Lee die Hauptrolle spielte.

Dracula 1958

Es sollte nicht das letzte Mal sein, dass Christopher Lee den Dracula mimte. 1965 gab es noch mehr „Blut für Dracula“.

Blut für Dracula 1965

Es dauerte nur drei Jahre bis zu „Draculas Rückkehr“.

Draculas Rückkehr 1968

1969 fragte sich Lee „Wie schmeckt das Blut von Dracula?“

Wie schmeckt das Blut von Dracula 1969

1970 schlüpfte er gleich zweimal in die Rolle des Vampirfürsten. Einmal in der italienischen Produktion „Nachts, wenn Dracula erwacht“ (Originaltitel: „El Conde Drácula“) und in „Dracula – Nächte des Entsetzens“.

Dracula - Nächte des Entsetzend 1970

Es folgten 1972 „Dracula jagt Minimädchen“ und 1973 „Dracula braucht frisches Blut“

Dracula braucht frisches Blut 1973

Christopher Lee hält damit den Rekord als Dracula-Darsteller und spielte zudem in weiteren Vampirfilmen wie „Die Hexe des Grafen Dracula“ von 1968 und „Die Herren Dracula“ von 1976 mit. Neben der Rolle des Grafen Dracula dürfte er zudem allen „Star Wars“-Fans als Graf Dooku bekannt sein, den er 2002 und 2005 verkörperte. Ob als Vampir oder Sith, schwarz kleidet.

Graf Dooku

1958 erschien neben Christopher Lees Interpretation von „Dracula” auch „The Return of Dracula”, der jedoch keine Fortsetzung war. Zwei Jahre später näherte sich „Die Stunde, wenn Dracula kommt“ und außerdem erschien 1960 auch „Dracula und seine Bräute“.

Dracula und seine Bräute 1960

„Batman Dracula“ von 1964 spielt auf die Verwandlungskünste des Vampirfürsten an, doch in „Batman Fights Dracula” bekam es der Blutsauger 1967 tatsächlich mit Batman zu tun.

Batman Fights Dracula 1967

Ein Jahr später erschienen „Die toten Augen des Dr. Dracula“ und aus der Kategorie dämlichste Crossover „Billy the Kid vs. Dracula”.

Billy the Kid vs Dracula 1966

„Die Vampire des Dr. Dracula“ von 1968 war eigentlich ein Werwolffilm aus der Daninsky-Reihe. Im Jahr darauf wurden die Genrefans mit „Dracula und seine Opfer“ beglückt. 1970 erschien „Dracula jagt Frankenstein“ und außerdem gab es noch etwas „Junges Blut für Dracula“.

Junges Blut für Dracula 1970

1971 verbrachte „Dracula im Schloss des Schreckens“, wo es „Draculas Bluthochzeit mit Frankenstein“ zu feiern gab und im Anschluss folgte „Draculas Hexenjagd“.

Draculas Bluthochzeit & Hexenjagd 1971

Im Jahr darauf wurde der afrikanische Prinz Mamuwalde von Dracula gebissen und mutierte daraufhin selbst zu „Blacula“. Der erste afroamerikanische Vampir auf der Leinwand.

Blacula 1971

1973 wurde in Spanien „La saga de los Drácula“ veröffentlicht.
La Saga de los Draculas 1973

1973 und 1977 kam „Graf Dracula“ zudem wieder ins Fernsehen. Zwischendrin erschien 1974 „Andy Warhols Dracula“ (Originaltitel: „Dracula cerca sangue di vergine… e morì di sete!!!”) mit dem deutschen Schauspieler Udo Kier in der Titelrolle.

Andy Warhols Dracula 1974

Das Jahr 1977 brachte den Genrefans „Count Dracula“, „Draculas Todesrennen“, „Draculin“ und „Zoltan, Draculas Bluthund“. Für alle, die ohnehin schon eine Phobie vor Hunden haben, gilt bei letzterem Film: Leg dich nicht mit Zoltan an.

Zoltan 1977

1978 erhielt der Vampirfürst seinen Doktortitel in „Doctor Dracula“. Offenbar hat er seinen Doktor auf dem Gebiet der Geschlechtsumwandlung gemacht, denn im selben Jahr erschien auch „Lady Dracula“.

Lady Dracula 1978

1979 wurde dann Tod Brownings „Dracula“ neu aufgelegt.

Dracula 1979

Im selben Jahr verschlug es den Blutsauger auf die Alm in „Graf Dracula beißt jetzt in Oberbayern“. Ist das „Das wahre Leben des Fürsten Dracula“?

Graf Dracula in Oberbayern 1979

1980 wurde vollmundig „Draculas Ende“ ausgerufen. Doch damit war die „Dynastie Dracula“ noch lange nicht beendet, wie neben diesem Film auch „Herrscher der Finsternis: Vampir Dracula“ und „Les Charlots contre Dracula“ bewiesen. Was „Draculas Witwe“ von 1988 wohl sagen würde, wenn sie wüsste, dass ihr Gemahl noch lebt?

Draculas Witwe 1988

Ansonsten waren die 1980er ein eher mageres Jahrzehnt für den Vampirfürsten. 1980 erschien mit „The Passion of Dracula“ eine Fernsehverfilmung von Hamilton Deanes Bühnenstück und 1989 endete das Jahrzehnt mit der brasilianischen TV-Komödie „Revivencial“. Beide Titel sind nicht auf Deutsch erschienen.

The Passion of Dracula 1980

Die 1990er begannen dafür mit „Bram Stoker’s Dracula“ von Top-Regisseur Francis Ford Coppola, welcher 1992 Gary Oldman für die Titelrolle engagierte und ihn von Anthony Hopkins als van Helsing jagen ließ.

Bram Stokers Dracula 1992

1993 nahm sich die Trashfilm-Legende Roger Corman als Produzent des Themas an und lieferte „Corman’s Dracula“ (Originaltitel: „Dracula Rising“) ab.

Cormans Dracula 1993

Im Jahr darauf gab es wieder mal einen „Dracula“ und 1995 kam schließlich die Komödie „Dracula – Tot aber glücklich“ von Mel Brooks und mit Leslie Nielsen in der Hauptrolle.

Dracula - Tot aber glücklich 1995

1999 erschien „Die Hard Dracula“ und die Fans des Vampirfürsten wurden mit „Draculas Braut“ bekannt gemacht.

Draculas Braut 1999

Das Millennium endete schließlich mit „Dark Prince: The True Story of Dracula“.

Dark Prince 2000

„Wes Craven präsentiert Dracula“ von 2000 nahm die Historie nicht so genau. Bei diesem Dracula handelt es sich nicht etwa um Vlad III., sondern um Judas und obendrein ist der auch noch allergisch gegen Silber, weil er Jesus für eine Handvoll Silberlinge verraten hat. 2003 folgte „Wes Craven präsentiert Dracula II – The Ascension“ und 2005 „Wes Craven präsentiert Dracula III – Legacy“.

Wes Cravens Dracula 2000

2002 erschien „Dracula: Pages from a Virgin’s Diary“, der eine Kombination aus Stummfilm und Ballett darstellt. Eine deutsche Übersetzung erübrigte sich daher. In den Jahren 2002 und 2006 erschienen zudem abermals zwei Fernsehfilme mit dem Titel „Dracula“, deren Handlung nach Schema F verläuft. Gleiches gilt für den Neuaufguss von „Draculas Braut“. Vollkommen aus dem Rahmen fällt dagegen „Killer Barbys vs. Dracula“.

Killer Barbys vs Dracula 2002

Im folgenden Jahr wurde seit langem wieder einmal auf den historischen „Vlad“ angespielt.

Vlad 2003

2004 wurde der Vampirfürst zur Vorlage für den Softporno „Emmanuelle vs Dracula“. In Bezug auf schlechten Geschmack schoss den Vogel allerdings „Dracula 3000“ ab, der als trashiger Science Fiction daher kommt. Ein Raumschiff transportiert die Särge von Dracula und Co., die natürlich entkommen und die Mannschaft dezimieren. Seltsamerweise hat das Raumschiff Betonwände und ähnelt stark einer verlassenen Fabrikhalle. Wer den nicht kennt, hat nichts verpasst.

Dracula 3000

Ebenfalls 2004 nahm sich Hollywood des Vampirjägers „Van Helsing“ an und ließ ihn Jagd auf Graf Dracula machen. Allerdings wurde mit diesem Film ein krudes Crossover mit Frankensteins Monster, Mr. Hyde und anderen Kreaturen serviert, welches auf ganzer Linie enttäuschte. Dagegen ist „Dracula 3000“ schon fast wieder Kult, aber dennoch ist ein Reboot von „Van Helsing“ geplant.

Van Helsing 2004

Zwei Jahre später erschien „Draculas Curse”.

Draculas Curse 2006

2008 hatte da mit „Dracula’s Guest”, „How My Dad Killed Dracula”, und „Bonnie and Clyde vs. Dracula” schon mehr zu bieten. Die letzteren beiden Filme sind dabei eher Komödien als Horrorfilme.

Dad killed Dracula & Bonny and Clyde 2008

2011 durfte der Vampirfürst in „Don´t Taste The Blood Of Dracula” reinkarnieren und 2012 schlüpfte Thomas Kretschmann in die Rolle von „Dario Argentos Dracula“. 2013 kam schließlich „Dracula The Dark Prince“.

Dracula The Dark Prince 2013

Der erste ernstzunehmende Dracula-Film des neuen Millenniums ist „Dracula Untold“ von 2014. In diesem wurde die historische Person von Vlad dem Pfähler in eine Vampirgeschichte eingebunden.

Dracula Untold 2014

Vorhang auf für Dracula

Noch lange bevor der erste Film abgedreht wurde, wurde bereits 1820 John Polidoris „Der Vampyr“ vier Jahre nach seinem Erscheinen von James Planché (1796-1880) zum Bühnenwerk umgearbeitet. Das entspricht einer heutigen Literaturverfilmung. 1822 diente „Der Vampyr“ zudem als Vorlage für das deutsche Schauspiel „Der Vampyr oder die Todten-Braut“ von Heinrich Ludwig Ritter. Auf Basis dieser beiden Umsetzungen schrieb Heinrich Marschner (1795-1861) eine Oper mit gleich lautendem Titel, welche 1828 in Leipzig uraufgeführt wurde und sowohl im 19. als auch im 20. Jahrhundert europaweit Erfolge feierte.

Der Vampyr - Oper

Am 25. Mai 1857 wurde das Vampirthema im Musiktheater das „Komische Zauberballet Morgano“ erneut aufgegriffen. Entworfen wurde es von Paul Taglioni (1808-1884), dem königlichen Ballettdirektor von Berlin, während die musikalische Begleitung von Peter Ludwig Hertel (1817-1899) komponiert wurde. Die Handlung wurde nach Ungarn zur Zeit des 30jährigen Krieges verlegt, wo die Vampire ein Zauberschloss bewohnen.

Die erste Bühnenadaption von Bram Stokers „Dracula“ stammte 1924 von Hamilton Deane. Ende des 20. Jahrhunderts wurde dem Vampirkönig schließlich sogar ein Musical gewidmet. Das Stück, welches 1995 uraufgeführt wurde, verknüpft Bram Stokers Vampirroman mit dem Leben von Vlad Tepes. Die Musik stammte von Karel Svobodas.

Dracula Musical

1997 erschien eine Musicalfassung von Roman Polańskis „Tanz der Vampire“ und 1999 folgte mit „Dracula… bis das Blut in den Adern gefriert“ ein eher groteskes Stück mit Anleihen aus der „Rocky Horror Picture Show“. Die drei Broadway-Produktionen „Dracula, the Musical“ (ab 2001), „Dance of the Vampires“ (2002-3003), und “Lestat” (2005-2006) waren indes wenig erfolgreich und liefen jeweils nur wenige Monate.

Dracula the Musical