Mediale Putschbegleitung gegen Venezuela

Seit Anfang April herrschen in Venezuela wieder einmal bürgerkriegsähnliche Zustände. Neofaschisten machen offen Jagd auf Regierungsanhänger, überfallen Schulen und Kliniken, sogar den Obersten Gerichtshof haben sie in Brand gesteckt. Am schlimmsten war jedoch der faschistische Überfall auf eine Geburtsklinik am 20. April, bei dem die mehr als 50 Neugeborenen gerade noch so evakuiert werden konnten. Was wollten die Randalierer dort eigentlich? Vielleicht eine Pizzalieferung an ihre Auftraggeber in Washington zusammenstellen? Um Regierungsanhänger dürfte es sich bei den Babys jedenfalls nicht gehandelt haben.

Letztere müssen dieser Tage in Venezuela um ihr Leben fürchten. So wurde im Bundesstaat Lara Mitte Mai ein Mitglied der Regierungspartei PSUV am helllichten Tage von maskierten Personen entführt und wenig später wurde seine Leiche aufgefunden. Offenbar wurde der Mann auf bestialische Weise zu Tode gefoltert. Am Rande einer Oppositionsdemonstration in der Hauptstadt Caracas konnte das brutale Verhalten der Faschisten gar mit der Kamera dokumentiert werden. Dort wurde ein vermeintlicher Chavist von Oppositionellen mit Brandbeschleuniger übergossen und angezündet.

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In den deutschen Massenmedien hört man von solch fürchterlichen Übergriffen durch die venezolanische Opposition nichts. Im Gegenteil ist dort von angeblich friedlichen Protesten gegen die Regierung des sozialistischen Präsidenten Maduro die Rede. Dieser sei diktatorisch und wende Gewalt gegen sein eigenes Volk an.

Die Putschisten nutzen dabei ganz geschickt die prekäre Situation im Land aus, für die Maduro aber nur teilweise etwas kann. Ausgelöst wurde die aktuelle Wirtschaftskrise ursprünglich schon von der letzten internationalen Finanzkrise, gefolgt von den stetig fallenden Ölpreisen. Inzwischen haben die USA Handelsblockaden verhängt und venezolanische Großhändler halten Waren ganz bewusst zurück, um die Unterversorgung zusätzlich zu verschlimmern. Und da wären wir auch schon beim Drahtzieher der Proteste, den USA.

Die CIA hatte bereits 2002 einen Putsch gegen den damaligen Präsidenten Hugo Chávez organisiert, der jedoch am erbitterten Widerstand der venezolanischen Bevölkerung scheiterte. Schon damals berichteten die westlichen Medien von angeblichen Gräueltaten der Chavisten gegen die Opposition. Zufällig befand sich jedoch ein unabhängiges Drehteam vor Ort, welches aufdeckte, dass es in Wahrheit die Opposition war, welche auf eine Demonstration der Chávezanhänger geschossen hatte. Daraus entstand infolge die Doku „The Revolution will not be televised“, welche u.a. auf ARTE lief. Die Köpfe der damaligen Putschisten führen übrigens auch heute wieder die Proteste an.

Was hier vorbereitet wird, ist ein Putsch wie 1973 in Chile, der zu einer ähnlich menschenverachtenden Militärdiktatur wie jener von Augusto Pinochet führen würde. Weitere Ähnlichkeiten, vor allem in der Berichterstattung, gibt es auch zum Putsch in der Ukraine. Damals wurden ebenfalls die Faschisten der Swoboda-Partei und des Rechten Sektors als friedliche Maidanbewegung in Szene gesetzt. Dummerweise hatten die ukrainischen Nazis ihre eigenen Gewalttaten gefilmt und prahlerisch ins Netz gestellt. Dennoch versucht man uns die gleiche Tatsachenverdrehung nun erneut als Wahrheit zu verkaufen.

Zu diesem Zwecke werden die inzwischen 54 Opfer bei den Protesten komplett der ach so bösen Regierung zugeschrieben und zwar ohne Prüfung der Quellen. Teilweise nennen die deutschen Massenmedien auch nur die Zahl der Toten, ohne darauf einzugehen, wer die Opfer und wer die Täter waren. Bei der Art der Berichterstattung wird jedoch impliziert, dass jedes Opfer ein Oppositionsanhänger sei. Dabei werden sogar Tote mitgezählt, die mit den Protesten überhaupt nichts zu tun haben, wie z.B. das Opfer eines Raubüberfalls vom 19. April.

Nachweislich wurden allerdings bisher nur eine Handvoll Menschen von Sicherheitskräften getötet. Gegen einige Sicherheitsbeamte aus dem Bundesstaat Táchira wird deshalb sogar ermittelt, es handelt sich also mitnichten um Auftragsmorde der Regierung. 9 weitere Oppositionelle starben schließlich durch eigene Schuld bei der Plünderung einer Bäckerei, bei der sie einen Stromschlag abbekommen haben. Alle anderen Opfer gingen auf das Konto der neofaschistischen Opposition, die offen Jagd auf Regierungsanhänger macht.

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Allein diese Umstände werden schon völlig von den westlichen Massenmedien verschwiegen oder verdreht. Noch dreister wird es aber bei der Darstellung des nicht gerade kleinen Regierungslagers, denn Maduro genießt immer noch großen Rückhalt in der Bevölkerung, insbesondere bei den Armen. Als am 19. April einige zehntausend Oppositionelle gewaltsam durch die Straßen von Caracas und anderen Städten marodierten, fand zur gleichen Zeit eine Pro-Regierungsdemonstration mit über 3 Millionen Teilnehmern statt. Das sind weit über 100mal mehr Menschen, als auf Seiten der Neofaschisten. Doch weder unsere GEZ-finanzierten öffentlich rechtlichen noch die privaten Sender hielten es für nötig, diese Massendemonstration auch nur am Rande zu erwähnen.

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Das ist wieder einmal typisch für die deutschen Leitmedien, die von US-loyalen Think Tanks wie der Atlantik-Brücke gesteuert werden. Die USA sind nämlich die treibende Kraft hinter dem Putschversuch in Venezuela. Zum einen geht es natürlich um die Kontrolle über das venezolanische Öl. Zum anderen hat Venezuela eine sozialistische Regierung, die ganz demokratisch an die Macht gewählt wurde und diese Macht auf die Bevölkerung dezentralisiert. Bereits unter Chávez wurden Formen direkter Demokratie vorangetrieben, bei der die Menschen mehr mitzubestimmen haben als in unserer korrupten Lobbykratie.

Unter Maduro soll aktuell eine verfassungsgebende Versammlung einberufen werden, welche die Opposition kurz zuvor noch selbst gefordert hat. Allerdings sollen diesmal nicht nur Delegierte der Parteien gewählt werden, sondern auch Vertreter der sozialen Schichten, darunter vor allem Arme, Behinderte und ethnische Minderheiten. Die Opposition lehnt dies strikt ab, da sie weniger und nicht mehr Demokratie möchte. In Deutschland berichtet man indessen gar nicht über diese Pläne, damit hierzulande niemand auf die Idee kommt, in Deutschland sollten die einfachen Arbeiter vielleicht ebenfalls über eine Verfassung mitbestimmen dürfen.

Dieses Demokratiemodell soll nicht Schule machen und erst recht nicht in die USA oder nach Europa überschwappen. Deshalb forciert der ultraneoliberale US-Präsident Trump den Sturz der legitimen venezolanischen Regierung so vehement. Also bedienen sich die USA und ihre treuen Vasallen des ohnehin schon grassierenden Antikommunismus und betreiben die übliche Desinformationspropaganda, wie wir sie schon von der Ukraine, Libyen usw. kennen. Fragt sich, ob die Massen wirklich so blöde sind und schon wieder darauf hereinfallen?

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Venezuelas Weg zu wahrer Demokratie

In Venezuela setzt der amtierende Präsident Nicolás Maduro den Demokratisierungsprozess fort, den sein verstorbener Vorgänger Hugo Chávez begonnen hatte. Dabei wird die Macht möglichst weit dezentralisiert, um alle Menschen in den Prozess der politischen Willensbildung einzubeziehen. Das Ziel ist ein kommunaler Staat, welcher in der Geschichte des Sozialismus bisher einzigartig ist.

Auf lokaler Ebene können sich die Bürger selbst verwalten und Nachbarschaftsvertreter in kommunale Räte wählen. Diese kommunalen Räte sollen in Zukunft wiederum Vertreter in die präsidialen Räte des jeweiligen Bundesstaates entsenden. Aktuell existieren in Venezuela 778 registrierte Kommunen und über 40.000 kommunale Räte.

Zum Vergleich: in Deutschland haben wir eine bürgerliche Demokratie, in der die Wahlberechtigten alle paar Jahre ihre Stimme an Profipolitiker abgeben. Diese sind weder dem Volk noch ihren Wählern gegenüber rechenschaftspflichtig, müssen sich weder an ihre Wahlversprechen, noch an die Mehrheitsmeinung halten, können nicht abgewählt werden, dürfen aber im Gegenzug Spenden von Banken und Konzernen annehmen. Besonders im Zusammenhang mit letzterem wird oft auch von einer „Lobbykratie“ gesprochen – ein recht blumiges Wort für Banken- und Konzernfaschismus.

Kurzum: Wir Menschen können in Deutschland nicht wirklich mitentscheiden. Doch die deutschen Massenmedien verkaufen uns Länder wie Venezuela als Diktaturen. Eine unverschämte Desinformationskampagne, deren Ziel es ist, uns davon abzuhalten, über mehr direkte Demokratie nachzudenken. Denn eigentlich sind wir es, die in einer Diktatur leben.

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Die CIA zündelt wieder in Venezuela

Als Hugo Chavez am 5. März 2013 verstarb war die Freude in Washington groß. Ebenso wie die Enttäuschung, nachdem Chavez Nachfolger Nicolás Maduro einen Monat später ins Präsidentenamt gewählt wurde. Nicht erst seitdem setzen die CIA und westliche Organisationen wie die Konrad-Adenauer-Stiftung alles daran, Venezuela weiter zu destabilisieren.

Neuerdings greift man dabei, wie bereits in Libyen, Syrien und der Ukraine, auf inszenierte Proteste zurück. Nun gibt es in Lateinamerika aber keine Al Kaida-Kämpfer, also greift man wieder auf Neofaschisten und die Oligarchen zurück, deren verkommene Jugend man zu Unruhen aufstachelt. Es ist schon eine extreme Unverschämtheit, dass ausgerechnet diese reichen Studenten Barrikaden bauen und von den Ärmsten Wegezoll verlangen. Immerhin bekommen sie bereits genügend Taschengeld von ihren Eltern und der CIA. Obendrein können diese Parasiten dank der sozialistischen Regierung, deren Rücktritt sie fordern, kostenlos studieren.

Gleichsam unverschämt ist jedoch auch die westliche Medienberichterstattung. Selbstverständlich werden uns die vereinzelten randalierenden Studenten als demokratische Massenbewegung gegen das achso grausame „Regime“ verkauft. Eine Regierung übrigens, welche es doch tatsächlich wagt, sich den Profitinteressen der US-amerikanischen Ölkonzerne in den Weg zu stellen und statt der Armen lieber die Armut bekämpft. Die aktuelle Propagandakampagne erinnert doch sehr stark die Berichterstattung über den Putschversuch von 2002.

Und was werden die westlichen Massenmedien nach einem erfolgreichen Staatsstreich berichten? Gar nichts, wie bereits nach dem Sturz von Salvador Alllénde 1973 in Chile oder dem Sturz von Manuel Zelaya 2009 in Honduras. In beiden Fällen kam es im Anschluss zu Militärdiktaturen, die tausende Menschen abgeschlachtet haben. So sieht der Kampf des Westens für Demokratie in Wirklichkeit aus.

Filmische Weltkriegsdrohungen

Wenn es um Kriegsandrohungen in Filmen und Serien geht, darf man dabei nicht vergessen, welchen Einfluss das Pentagon auf Hollywood hat. Viele Studios lassen es zu, dass Drehbücher vom Pentagon revidiert werden, um im Gegenzug echte Soldaten und Kriegsgerät für ihre Filme zu bekommen, was die Produktionskosten erheblich senkt. Neben solchen Kooperationen gibt es aber auch direkte Propagandafilme wie „Top Gun“, welcher der US Air Force Masseneintritte bescherte.

Wenn nun also in einem Film ein Krieg angekündigt wird, kann man dies durchaus als Teil einer militärischen Propagandastrategie sehen. Nehmen wir z.B. das Feindbild Iran, welches in zahlreichen Blockbustern unterschwellig aufgebaut wird. In „Transporter 3“ von 2008 fragt ein Hacker ganz beiläufig, ob Frank Martin (Jason Statham) die Invasionspläne für den Iran sehen will. (Ganz am Ende des Trailers.) Was wie ein Witz wirken mag, ist in Wirklichkeit bitterer Ernst.

Auch in „Transformers 3“ aus dem Jahr 2011 sieht man gleich zu Beginn, wie die Autobots eine militärische Operation gegen den Iran durchführen.

Zuletzt sah man schließlich im Remake von „Robocop“, wie Teheran von Kampfrobotern besetzt wird. Diese mähen eine Gruppe von Widerstandskämpfern gnadenlos nieder, darunter auch ein Kind mit einem Messer in der Hand.

Der Iran ist aber nicht das einzige Ziel für Hollywoods Propagandamaschinerie. In dem überragenden Kassenschlager „Avatar“ von 2009 erwähnt der Protagonist Jake Sully (Sam Worthington) ganz beiläufig, dass er zuvor in einem Einsatz in Venezuela war. Auch das ölreiche Venezuela steht ganz weit oben auf der Abschussliste der USA und es ist wohl kein Zufall, dass dort momentan Aufstände wie in der Ukraine toben.

Es fällt auf, dass die USA in all diesen Beispielen der Aggressor sind. Angst scheint man in Hollywood indes nur vor China und Nordkorea zu haben. In „Tomorrow, when the War began“ (2010) besetzen z.B. nicht näher beschriebene Asiaten Australien. Eine Gruppe Collegekids sagt ihnen schließlich den Kampf an, welchen das australische Militär nicht gewinnen konnte. Klingt beknackt, aber die Botschaft dahinter lautet: „Das Militär braucht junge Leute!“

2012 sollten dann im ähnlich gearteten „Red Dawn“, dem Remake des grusligen Propagandaschinkens „Die rote Flut“, ursprünglich die Chinesen die USA unterwerfen. Dies war den Machern aber wohl doch zu heikel. Der Film wurde umgeschnitten und die Chinesen durch Nordkoreaner ersetzt. Wahrscheinlich wollte man nicht auf den chinesischen Markt verzichten, wohingegen es in Nordkorea kaum Kinos gibt, geschweige denn Menschen, die sich den Eintritt leisten könnten.

Für China entschied man sich dann jedoch in „Invasion Day“, wobei es direkt ironisch wäre, wenn China die USA pfänden würde. Die USA besetzen am laufenden Band Länder, die keineswegs bei ihnen verschuldet sind.

So viel zu den erklärten Feindbildern. Doch wie steht es um Ankündigungen eines dritten Weltkrieges? In diese Richtung geht „The Divide“, obwohl man darin abermals nur die Besetzung der amerikanischen Stadt New York durch nordkoreanische Truppen aufgetischt bekommt. Immerhin hagelt es aber Atombomben.

The Divide Poster

Wir werden in Zukunft gewiss noch mehr Filme im Kino sehen, die uns auf einen globalen Krieg einstimmen werden. Es gibt allerdings schon eine Fülle an postapokalyptischen Science Fiction Filmen, die uns eine Gesellschaft nach dem 3. Weltkrieg zeigen. In „Equilibrium“ von 2002 nutzt z.B. ein totalitäres Naziregime den letzten Weltkrieg, um den Menschen sämtliche Gefühle zu verbieten, da diese für die Zerstörungen verantwortlich gemacht werden. Das emotionslose Regime führt jedoch längst wieder Krieg gegen all jene Menschen, die fühlen wollen.

Wahlsieg für Maduro in Venezuela – Zombiewood gratuliert

In Venezuela hat am Sonntag Hugo Chavéz‘ Nachfolger Nicolás Maduro die Präsidentschaftswahl mit rund 51% der Wählerstimmen gewonnen. Damit kann der sozialistische Kurs fortgesetzt werden, was angesichts der zunehmenden Armut, welche auch steigende Kriminalität nach sich zieht, bitter nötig ist.

Die US-Marionette Henrique Capriles konnte aber dennoch rund 49% der Stimmen auf sich vereinen. Die Anerkennung der Wahl knüpfte er an eine Neuauszählung aller Stimmzettel, obgleich selbst der Direktor des Wahlrates, Vicente Díaz, das Wahlergebnis anerkannte. Díaz ist keineswegs ein Maduro-Anhänger, sondern gehört, genauso wie Capriles, zur Opposition.

Auf der Agenda von Capriles stand natürlich die Reprivatisierung der Ölquellen, was wohl kaum hilfreich im Kampf gegen die zunehmende Armut gewesen wäre. Denn dank Chavéz fließt ein Großteil der Öleinnahmen in Sozialprogramme.

Natürlich will sich die USA den Wahlsieg Maduros nicht bieten lassen. Immerhin hat die CIA zu lange an der Ermordung von Chavéz gearbeitet, als das die US-Regierung nun weiterhin eine Demokratie in ihrem Hinterhof dulden würde. Seit Montagnachmittag kam es in Venezuela zu schweren Hackerangriffen auf die Websites der Regierungsparteien, des Nationalen Wahlrats sowie die Infrastruktur des staatlichen Telekommunikationsunternehmens CANTV. Es wäre möglich, dass es durch diese Angriffe zu einem weiteren CIA-gesteuerten Umsturzversuch kommt. (Der erste Putschversuch erfolgte bereits 2002.)

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Hugo Chávez ist tot

von Shinzon

Am 5. März 2013 erlag Venezuelas Präsident Hugo Chávez im Alter von 58 Jahren seinem Krebsleiden. Vizepräsident Nicolás Maduro verdächtigte die USA, Chávez mit krebserregenden Stoffen infiziert zu haben und in der Tat breiten sich die Krebserkrankungen unter Lateinamerikas sozialistischen Politikern wie eine Seuche aus. Hinzu kommt, dass man Chávez schon seit längerem mit Morddrohungen eindeckte und die CIA bereits 2002 versuchte, ihn mit einem Putsch zu stürzen, was jedoch damals am Protest der Bevölkerung scheiterte.

Ebenso passt es, dass das US-Repräsentantenhaus sich nun äußerst erfreut über den Tod des venezolanischen Präsidenten zeigte. Die USA betrachten Lateinamerika nach wie vor als ihre Kolonie und unterstützten jahrzehntelang faschistische Terrorregime, wie das von Somoza in Nicaragua und Pinochet in Chile. Die Befreiung Lateinamerikas aus dem Würgegriff des US-Imperialismus, welche vor über 10 Jahren mit dem bolivarischen Sozialismus begann, ist den westlichen Banken und Konzernen seit langem ein Dorn im Auge.

Die CIA versucht schon seit langem, das sozialistisch regierte Bolivien zu spalten und unterstützte dieses Jahr den Wahlkampf der Contras in Ecuador mit Drogengeldern. Unvergessen bleiben zudem der Sturz des sozialistischen Präsidenten Salvador Allende am 11. September 1973 sowie der Putsch gegen Manuel Zelaya in Honduras 2009. In beiden Fällen folgten ideologische Säuberungen durch eine faschistische Militärjunta. So viel zum „Demokratieverständnis“ der USA und insbesondere ihrer Terrororganisation CIA.

Doch kommen wir zurück zu Hugo Chávez, dem Symbol der Hoffnung für Lateinamerika und den Rest der Welt. Seit seinem ersten Amtsantritt 1999 sank die Armut von 49% auf nur noch knapp 7%. Der weit verbreitete Analphabetismus wurde durch umfassende Bildungsreformen nahezu besiegt und die Universitäten, die vorher der reichen Oligarchie vorbehalten waren, öffneten sich für jedermann. Weiterhin holte Chávez tausende kubanische Ärzte ins Land, um ein Gesundheitssystem für die gesamte Bevölkerung aufzubauen.

Der Vorwurf, Hugo Chávez hätte Venezuela mit seinen milliardenschweren Sozial-, Bildungs- und Gesundheitsprogrammen ruiniert, ist eine glatte Lüge. Die Staatsverschuldung Venezuelas (ca. 35% des BIP, 2011) beträgt weitaus weniger als die Deutschlands (> 80% des BIP, 2012) und im Vergleich zu den milliardenschweren Bankenrettungspaketen der Bundesregierung wurde das Geld in Venezuela wenigstens sinnvoll verwendet.

Ebenso ist der Vorwurf, die freie Presse zu unterdrücken, eine Propagandalüge westlicher Medien. So wurde der Privatsender RCTV keineswegs geschlossen. Der Sender, der 2002 zum Staatsstreich gegen die gewählte Regierung aufgerufen hatte, sendet nach wie vor. Allerdings nur noch über Kabel, da die Regierung die Rundfunklizenz aufgrund der demokratiefeindlichen Ausrichtung des Senders nicht verlängerte. Von der Beschneidung der Pressefreiheit kann überhaupt keine Rede sein, da über 80% aller Medien in privaten Händen sind. Die Medien werden also weitgehend von reichen Chávez-Gegnern kontrolliert.

Zum Schluss kommt natürlich noch der Vorwurf, Chávez hätte die Verfassung geändert, um Präsident auf Lebenszeit zu bleiben. Was sich hier insbesondere deutsche Medien erdreisten, ist eine Unverschämtheit ohne Gleichen. Zum einen wurde die Verfassungsänderung dem venezolanischen Volk zur Abstimmung vorgelegt. Wann durfte im Vergleich dazu das deutsche Volk zuletzt über eine Grundgesetzänderung abstimmen? Die Antwort: NIE!

Zum anderen wäre Chávez auch nach der Verfassungsänderung nicht unbedingt Präsident auf Lebenszeit geblieben, wenn er seinen Krebs besiegt hätte. Er hätte nach wie vor vom Volk gewählt werden müssen und das Volk hätte ihn auch jederzeit abwählen können. Wollte es aber nicht! Worüber sich die deutschen Medien hier echauffieren, ist in Deutschland völlig normal. Wir hatten 16 Jahre Helmut Kohl und auch Angela Merkel darf 2013 zum dritten Mal antreten. Sind die beiden jetzt auch Diktatoren? Nun ja, sie verhalten sich zumindest wesentlich feindlicher gegenüber dem eigenen Volk.

Halten wir also fest, dass Hugo Chávez kein Diktator war. Trotz des heftigen Drucks der venezolanischen Oligarchie und CIA-gesteuerten Putschversuchen gelang es ihm, die Mehrheit der Bevölkerung für seine Politik zu begeistern. Dies liegt ganz einfach daran, dass er viel Gutes erreicht hat. Unzählige Venezolaner dankten es ihm auf einem kilometerlangen Trauermarsch.

Chavez Trauerzug

Der Hass der westlichen Imperialisten auf Chávez liegt auch nicht in erfundenen Demokratiedefiziten begründet, sondern in der Zurückdrängung ihres neoliberalen Wirtschaftsmodells. Die Vergesellschaftung der natürlichen Ressourcen, die Demokratisierung der Wirtschaft und die Rückholung der venezolanischen Goldreserven aus der City of London sind die wahren Gründe für die negativen Propaganda-Kampagnen gegen Chávez.

Mit ihm verliert die Welt einen großartigen Kämpfer für Frieden und Gerechtigkeit. Die Freudentänze der venezolanischen Oligarchie und der Satanisten im Weißen Haus entlarvt die kapitalistischen Imperialisten einmal mehr als gierige und hasserfüllte Menschenfeinde. Nicht einmal US-Präsident Obama kondolierte zu Chávez’ Tod, was das Mindestmaß an respektvoller Diplomatie gewesen wäre. Stattdessen kündigte er an, gute Beziehungen zur nächsten venezolanischen Regierung aufbauen zu wollen, die wohl mit CIA-Hilfe eine neoliberale werden soll.

Wir können nur hoffen, dass der von Chávez begonnene Prozess des demokratischen Sozialismus auch nach seinem Tod weitergeführt wird und das venezolanische Volk für seine Freiheit vom Joch des US-Imperialismus kämpfen wird. Die Welt darf, nach allem was erreicht wurde, nicht wieder in die vollkommene Finsternis stürzen!

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Hugo Chavez auf dem Weg der Besserung

Einige Wochen nach seiner Krebsoperation vom 11. Dezember 2012 in Kuba ist Hugo Chávez nun endlich auf dem Weg der Genesung. Aufgrund seiner Erkrankung konnte er nicht wie geplant am 10. Januar als Präsident von Venezuela vereidigt werden. Die Vereidigung wurde daher vorerst verschoben. Wir wünschen Hugo Chávez gute Besserung, damit der Wandel in Lateinamerika zu mehr Demokratie und sozialer Gerechtigkeit weitergehen kann.

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Amerika 21 über den Gesundheitszustand von Chávez.

Amerika 21 über die Bedeutung von Chávez‘ Erkrankung für Lateinamerika.

Hugo Chavez wiedergewählt – Wir gratulieren!

Der seit 1999 amtierende venezolanische Präsident Hugo Chavez wurde gestern mit 54,5% der Wählerstimmen wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung war mit über 80% sehr hoch.

Chavez kündigte bereits vor der Wahl an, den sozialistischen Umbau Venezuelas weiter voranzutreiben. In der letzten Dekade konnte er durch seine soziale Politik die Armut von 70% auf 6% senken und das Analphabetentum nahezu besiegen. Die Ölindustrie wurde verstaatlicht und der daraus entstehende Reichtum floss in das Gesundheitssystem, das Bildungssystem und viele weitere gesellschaftliche Projekte. Einzig die reiche Oligarchie, die das Land zuvor in Armut hielt und den Interessen des US-Imperialismus dient, dürfte von Chavez Wahlerfolg wenig begeistert sein.

Für Lateinamerika ist Venezuela indessen ein Vorbild, da zum ersten mal in der Menschheitsgeschichte ein demokratischer Sozialismus entsteht, der von einer breiten Basis getragen wird. Ein CIA-Putsch von 2002 scheiterte erstmalig am Widerstand der Bevölkerung. (Siehe hier.)

Wahlergebnisse

Wandel in Lateinamerika