Jupiter Ascending – Genetische Ausbeutung

von Joe Doe

Im Bereich Science Fiction gehören die Filme der Wachowski-Geschwister zu den ungewöhnlichsten. So ist „Matrix“, trotz Freimaurersymbolik, geradezu legendär. „Cloud Atlas“ beschäftigte sich indes mit dem Thema der Reinkarnation auf mehreren Erzählebenen. Mit „Jupiter Ascending“ wagen sich Andy und Lana nun in den Weltraum und präsentieren eine Alienwelt, welche sich direkt am Entführungsphänomen orientiert.

Die Handlung dreht sich um Jupiter Jones (Mila Kunis), Tochter eines britischen Astrophysikers und einer russischen Mathematikerin aus St. Petersburg. Mit römischer Mythologie scheinen sich ihre Eltern allerdings nicht auszukennen, denn Jupiter ist eigentlich ein männlicher Name. Es handelt sich genau genommen um den römischen Hauptgott, welcher dem griechischen Zeus entspricht.

Ihren Vater Maximilian (James D’Arcy) lernt Jupiter nicht kennen, denn er wird vor ihrer Geburt bei einem Raubüberfall ermordet. An der Wand hängt in dieser Szene ein Plakat mit einem allsehenden Auge sowie den Zahlen 3 und 6. Die „3“ ist zwar eigentlich ein russisches „Z“, aber da es sich um einen amerikanischen Film handelt, könnte die Zahlensymbolik durchaus beabsichtigt sein. In jedem Falle wären da aber noch das Auge und die 6.

01 Kinoplakat

Die schwangere Mutter Aleksa (Maria Doyle Kennedy) flieht in die USA, wo sie sich ein besseres Leben erhofft. Ganz so, als gäbe es dort kein Verbrechen. Die Überfahrt sowie Jupiters Geburt finden im Licht des Vollmondes statt. Geboren wird die Kleine im Tierkreiszeichen des Löwen, einem königlichen Tier, welches ihren späteren Herrschaftsanspruch unterstreicht. Um die Astrologie mit etwas Zahlenmystik abzurunden, steigt der Jupiter zudem bei 23° im Aszendenten auf.

02 Vollmondfahrt

Laut ihrer Tante ist Jupiter zu Großem bestimmt, aber Jahre später putzt sie zusammen mit ihr die Klos reicher Säcke. Wer Erfolg haben will, muss halt zum Club gehören. Dann kann man sich auch Schachbrettmuster auf dem Scheißhaus leisten.

03 Schachbrettscheißhaus

Ortwechsel. Auf einer hübschen Welt namens Salinta irgendwo in der Milchstraße wurde gerade eine komplette Spezies ausgelöscht. Einige Humanoide vom Herrschergeschlecht der Abrasax schreiten durch die leeren Straßen und bezeichnen den Vorgang als „Ernte“. Damit ist der blaue Sand gemeint, welcher die Überreste der Einwohner dieser Welt darstellt. Das Gespräch der dekadenten Invasoren nimmt einen unangenehmen Verlauf, denn der Erde, die sich im Besitz von Lord Balem (Eddie Redmayne) befindet, könnte bald ein ähnliches Schicksal blühen.

05 Salinta_3

06 Salinta_4

Zurück auf dem blauen Planeten beginnt für Jupiter ein neuer Arbeitstag. Sie erwacht unter dem Regenbogen eines Pink Floyd-Posters. Pink Floyd bieten sich immer an, wenn Regisseure eine Pyramide mit Regenbogen in eine Szene einbauen wollen.

07 Pink Floyd

Jupiter putzt weiter die Häuser von Millionären und betont jeden Tag aufs Neue, wie sehr sie ihr eintöniges Leben hasst. Doch das soll sich schon bald ändern. Die Aliens sind bereits in der Stadt und verfolgen einen der ihren. Die Truppe könnte direkt von einem Gothic-Festival kommen, wobei Cyberpunks und Cyborgs ohnehin zu cool sind, um von dieser Welt zu sein. Aber mal im Ernst, die Wachowskis bedienen sich schon stark bei der schwarzen Szene und bei Star Trek.

08 Cybergothgirl

09 Cyborg

Um die Erde entbrennt indes ein Interessenkonflikt zwischen den drei Geschwistern des Hauses Abrasax. Lord Balem reist daher unverzüglich zu seinem vorgelagerten Außenposten, welcher sich im roten Fleck des Jupiters verbirgt. Ein Sturm scheint zwar nicht der geeignete Ort für eine Basis zu sein, aber zumindest sind die Bilder beeindruckend.

10 Jupiterstation

Balems Adjutant Chicanery Night (Edward Hogg) ist eine Kreuzung zwischen Mensch und Ratte, was durchaus seinem Charakter gerecht wird. Die humanoiden Außerirdischen sind ausgezeichnete Genetiker, die so ziemlich alles mit allem kreuzen. Die meisten Aliens sind daher keine eigenständigen Spezies mit einer Heimatwelt, sondern künstlich gezüchteter Gensalat.

11 Rattenmann

12 Genexperiment

13 Schildkrötenmann

14 Elefantenmann

Dennoch ist die Galaxie auch mit anderen Spezies als den Humanoiden und ihren Schöpfungen bevölkert. Eine wichtige Rolle spielen u.a. die Reptiloiden, deren geflügelte Darstellung durchaus realistisch ist. Tatsächlich soll die Herrscherkaste der Draco Flügel besitzen und damit für die antiken Legenden über Drachen verantwortlich sein. Allerdings dürfte es den Tatsachen widersprechen, dass die Draco hier als Dienerrasse der Humanoiden auftreten.

15 Drei Alienrassen

17 Reptiloide_2

Eine weitere Spezies von zentraler Bedeutung sind die Grey. Bei einer Freundin wird Jupiter Zeugin, wie diese von kleinen Grauen paralysiert und untersucht wird. Die Wesen besitzen die Gabe, sich unsichtbar zu machen, was im Film als Tarntechnologie dargestellt wird. In der Realität wird dagegen oft ein mentaler Mimikry-Effekt beschrieben.

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Das ist jedoch keinesfalls die einzige Abweichung. Zum einen bemerken die Aliens Jupiters Anwesenheit erst, nachdem ihr Handy klingelt. Da diese Spezies in der Realität telepathisch ist, hätten sie jede andere Person sofort bemerkt und gleich mit paralysiert. Zum anderen weicht ihre Physiologie erheblich von den realen Vorbildern ab. Die schwarzen Augen sind zu klein, die Münder haben Hasenscharten und sind mit spitzen Zähnen gespickt und die doppelten Ohren sind ebenso Mumpitz wie die nach hinten geknickten Kniegelenke.

20 Grey Fiesling

21 Grey Fieslinge

Die Wachowski-Geschwister und ihre Designabteilung haben sich offensichtlich von realen Entführungsberichten inspirieren lassen und diese dann mit ihrer eigenen Phantasie ausgeschmückt. Die Glaubwürdigkeit scheint dabei keine Rolle zu spielen, denn während die Grey einerseits Jupiters Erinnerungen an das Ereignis löschen, vergessen sie andererseits das Handyfoto, welches sie gemacht hat. Wie können Wesen mit solch großen Köpfen nur so unverschämt blöde sein?

22 Handyfoto

In einer Klinik für Eispenden begegnet Jupiter den Grey unverhofft wieder, die ihr eine DNA-Probe entnehmen und sie daraufhin töten wollen. Welch ungeheurer Zufall, dass sie den Aliens gleich am nächsten Tag nichts ahnend ins Netz geht. Und warum zum Henker betreiben die Grey, welche sich hier eines weiteren Mimikry-Effekts bedienen, eigentlich eine gynäkologische Praxis? Etwa in der Hoffnung, dass von Milliarden Menschen auf diesem Planeten irgendwann einmal ausgerechnet Jupiter hineinspaziert?

23 Doctor Grey

Im letzten Moment wird selbige von einem anderen Außerirdischen gerettet, der sich zuvor schon eine Schlacht mit den Cyberpunks geliefert hat. Caine (Channing Tatum) ist nicht etwa ein Vulkanier, wie die spitzen Ohren vermuten lassen, sondern eine Lykantant. Seine Gene wurden mit denen eines Wolfs gespliced, was ihn zu einer Art Werwolf aus dem Reagenzglas macht.

24 Werwolfspock

Caine erklärt Jupiter, dass die Menschen nicht allein im Universum sind und sie mit ihm mitgehen muss, da die anderen Aliens sie töten wollen. Als die beiden gerade in sein Raumschiff schweben, wird dieses auch schon angegriffen und zerstört. Solche UFO-Sichtungen sind nebenbei bemerkt bereits seit dem Mittelalter bekannt.

25 Gar nicht auffällig

Bei der anschließenden Verfolgungsjagd gibt es erst einmal etwas Schleichwerbung.

26 Schleichwerbung

Außerdem wird bei der Schießerei halb Chicago in Schutt und Asche gelegt. Interessanterweise war Chicago bereits in den „Transformers“-Filmen Angriffsziel von Außerirdischen. Wird hier wieder einmal Predictive Programming betrieben?

27 Chicago Ritual

Alien Hotline

Im Gegensatz zu „Transformers 4“ wird sich in „Jupiter Ascending“ allerdings niemand mehr an das Ereignis erinnern. Die Stadt wird innerhalb nur weniger Stunden wieder aufgebaut und das Gedächtnis der Bewohner gelöscht. Typische „Men in Black“-Methode, aber in diesem Fall ist das wenig glaubwürdig. Zum einen muss es hunderte Tote und tausende Zeugen gegeben haben. So etwas lässt sich schlecht wegdiskutieren. Selbst mit gelöschtem Gedächtnis würde jemand die Opfer vermissen und selbst wenn alle Überwachungsvideos und Satellitenaufzeichnungen gelöscht wären, so würde doch genau dieser Blackout auffallen.

Überhaupt wird hier so getan, als ließen die Außerirdischen die Menschheit in absoluter Unwissenheit. Das stimmt so nicht. Einerseits gab es in der Realität schon genügend Massensichtungen von UFOs und andererseits werden hier die Kontakte der Grey und Co. zum militärisch-industriellen Komplex der USA völlig außer Acht gelassen.

Doch zurück zur Handlung. Caine flieht per Auto mit Jupiter raus aufs Land. Unterwegs eröffnet er ihr, dass er von Titus Abrasax (Douglas Booth) geschickt wurde, doch er gedenkt nicht, Jupiter an ihn auszuliefern. Stattdessen fährt er zu seinem alten Weggefährten Stinger (Sean Bean), dessen Haus ein verdammter freimaurerischer Bienenstock ist.

28 Bienenbude

Jupiter erkennt, dass sie die Bienen kontrollieren kann, woraufhin sie alle nur noch mit „Eure Majestät“ anreden. Und plötzlich ist sie Beeouncy.

29 Bienenkönigin

Über Caine und Stinger gibt es ebenfalls noch einige Details zu erfahren. Beide waren Skyjacker beim Militär und hatten einst Flügel, die man ihnen gestutzt hat. Offensichtlicher hätte man nun wirklich nicht darstellen können, dass es sich bei diesen Außerirdischen um gefallene Engel handelt. Nun ergibt plötzlich auch der Name Caine einen Sinn, handelt es sich doch um eine Abwandlung des biblischen Kain. Dieser war zwar kein Engel, sondern Adams Sohn, aber zweifellos handelte es sich um einen Sünder. Und wie Kain hat auch Caine jemanden umgebracht. Die Narben auf seinem Rücken stellen damit eine Art Kainsmal dar.

30 Gestutzte Flügel

Die beiden Gefallenen stehen selbstverständlich im Dienste der Pyramide.

31 Orange Pyramide

Während sie über Jupiters königliches Blut philosophieren, bekommt diese einen Anruf von ihrem stumpfsinnigen Cousin Vladie (Kick Gurry). Der hat ihren Verdienst für einen HD-TV ausgegeben und wollte nur ein wenig prahlen. Obwohl sie allein königliches Blut hat, trägt im Hause Jones Vladie die Krone. Allerdings nicht auf dem Kopf, sondern an den Fußsohlen. Möglicherweise ist diese Ironie absichtlich, denn immerhin trampelt er auf ihrer Hoheit herum.

32 Fußkrone

Nach dieser Unterbrechung klärt Stinger Jupiter über die wahre Geschichte der Menschheit auf. Diese stammt nicht etwa von der Erde, sondern von einem weit entfernten System. Die Urmenschheit entdeckte die Erde vor etwa einer Milliarde Jahre während der großen Expansion. Das wäre also noch vor dem Kambrium, in dem sich die ersten komplexeren Lebensformen entwickelten. Im Ediacarium fand gerade einmal der Sprung von den Einzellern zu den ersten Mehrzellern statt, womit der Film impliziert, dass das gesamte irdische Leben gentechnisch erschaffen wurde. Das treibt die Panspermie-Theorie etwas zu arg auf die Spitze.

Es wird aber noch abstruser, denn die Erde, die vor einer Milliarde Jahre noch keine für Menschen atembare Atmosphäre hatte, soll damals von einer Spezies namens Saurosapiens bewohnt worden sein. Intelligente Saurier hin oder her, deren Ära begann erst rund 750 Millionen Jahre später. „Jupiter Ascending“ schießt hier weit übers Ziel hinaus und gleitet ins Absurde ab.

Stinger erklärt weiter, dass die Erde seit 100.000 Jahren von Abrasax Industries zur Aussaat benutzt wird. Hier wird der Versuch unternommen, den genetischen Flaschenhals zu erklären, der jedoch in die Zeit vor rund 200.000 Jahren fällt. Im Vergleich liegt „Battlestar Galactica“ hier weitaus näher an der Wahrheit und nur um knapp 50.000 Jahre daneben.

Das Ziel hinter der Aussaat ist gruselig, denn es soll eine möglichst große Population herangezüchtet werden. Sobald diese die Tragfähigkeiten des Planeten übersteigt, wird die Menschheit abgeerntet wie Getreide. Wenn es aber darum geht, möglichst viel genetisches Material zu sammeln, machen all die Kriege und Umweltgifte überhaupt keinen Sinn. Oder soll hier unterstellt werden, dass uns die Elite mit ihrer Menschenschlächterei vor der Ausrottung bewahren will? Dient unsere Vergiftung unserem Schutz? Da könnten die Wachowskis der Menschheit auch gleich Zyanid als Krebsheilmittel anpreisen!

Bevor Stinger mit seinen Ausführungen fortfahren kann, wird der Bienenstock attackiert. Die Angreifer kommen aus dem Maisfeld und Locutus von Borg demonstriert sogleich, wie man einen Kornkreis ins Feld ballert.

33 Kornkreiskanone

Auch das startende Raumschiff der Cyberpunkerin hinterlässt einen Abdruck im Feld. Ein echter Klassiker!

34 Kornkreise

Während Jupiter entführt wird, plant Balem auf dem Planeten Jupiter eine frühzeitige Ernte, um etwaigen Ansprüchen seiner Verwandtschaft zuvor zu kommen. Dafür lässt er schon mal ein paar Stichproben nehmen, womit hier wieder mal das Entführungsthema aufgegriffen wird.

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Jupiter wird indes nach Naboo gebracht. Zumindest sieht die Architektur ganz nach „Star Wars“ aus. Wie Caine die Reise durch den Weltraum an der Außenseite des Schiffes überlebt hat, bleibt indes erklärungsbedürftig.

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Die Kidnapper werden indes von Kalique Abrasax’ Adjutanten Malidictes begrüßt, der eine Kreuzung aus Eule und Mensch darstellt. Irrwitzigerweise gibt es in Großbritannien den Mythos des Eulenmannes, welcher dem amerikanischen Mottenmann entspricht. Ob die Wachowskis sich diesen Mythos zum Vorbild genommen haben oder einfach nur den Illuminaten ihre Aufwartung machen wollten, ist unbekannt.

41 Eulenmann

Jupiter wird überraschenderweise als Gast behandelt. Am Abend holt Kalique (Tuppence Middleton) sie ab und offenbart ihr, dass Jupiter die Reinkarnation ihrer Mutter ist. Warum die Reinkarnation nur in einen Körper mit identischen Genen erfolgen kann, bleibt ebenso erklärungsbedürftig, wie die Frage, warum Jupiter gerade diese Gene aufweist? Auf jeden Fall bringt sie das Mächteverhältnis durch ihr Auftauchen ins Wanken und das wissen die drei Geschwister für sich zu nutzen.

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Denen geht es nämlich nicht zufällig um die Ressource Mensch. Sie konsumieren menschliche Gene, womit sie annähernde Unsterblichkeit erreichen. Alle Familienmitglieder sind zehntausende von Jahren alt. Jupiter fragt völlig zu recht, ob sie eine Art Vampirrasse sind. Ja, es geht hier um Vampirismus im großen Stil. Kalique gibt sogar zu, dass ihr Geschlecht der Ursprung solcher Mythen ist. Um dies zu verdeutlichen, steigt Kalique in ein Becken, aus dem sie erheblich verjüngt wieder heraus kommt. Wenn man weiß, dass für dieses Bad Menschen gestorben sind, entpuppt sich dies als direkte Anspielung auf die Blutbäder der Gräfin Bathory.

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Spätestens an dieser Stelle dürfte Jupiter dämmern, wozu die Menschheit auf der Erde bestimmt ist. Zumal Kalique ihr sagt, dass die Erde nur ein sehr kleiner Teil einer sehr großen Industrie ist. Damit wären also alle selbstherrlichen Phantastereien der Erdlinge vom Tisch, von wegen Krone der Schöpfung und Mittelpunkt des Universums. Aber wer das im 21. Jahrhundert noch glaubt, dem ist ohnehin nicht mehr zu helfen.

Nachdem Kalique die Reinkarnation ihrer Mutter mit diesen Fakten vertraut gemacht hat, kommt sie gleich zum Geschäft. Ihre Mutter hat nämlich, neben ihrem ältesten Sohn Balem, sich selbst ins Testament gesetzt. Im Klartext heißt das, dass Jupiter Anspruch auf die Erde erheben kann, was erklärt, warum Balem sie tot sehen will, während Kalique sie entführen lassen hat, um sie auf ihre Seite zu ziehen.

Bevor das Geschäft in Sack und Tüten ist, taucht die Aegis auf, eine Art intergalaktische Polizei, welche Caine alarmiert hat. Mit dem Aegis-Schiff geht es zur Halle der Titel, was Kalique nur Recht sein kann. Dort bekommt Jupiter nämlich ihren Erbtitel und damit den Anspruch auf die Erde. Die Flugzeit vertreibt sich die Neureiche mit einem kleinen Flirt, doch Caine erachtet sich selbst als ihrer unwürdig. Dabei liebt sie doch Hunde…

Die Halle der Titel liegt auf einer Raumstation, welche einen gesamten Planeten umspannt. Selbst Kuat hat nur eine solche Ringstation, womit hier mal wieder absolut übertrieben wird.

47 Kuat x 2

Übrigens gibt es in dieser Szene einen kleinen Insider-Gag. Hinter dem Kern der Halle der Titel ist auf der rechten Seite die Ringstation aus „2001: Odyssey im Weltraum“ zu sehen. Das passt insofern, da die Verfilmung von „2001“ ebenfalls im Umfeld des Planeten Jupiter spielt.

48 2001 Elysium

Innen sieht die Station weit weniger beeindruckend aus, sondern wie ein überfülltes Amt auf der Erde. Es gibt in dieser modernen Welt sogar noch stapelweise Papierakten. Obendrein sind die Antragsverfahren hoch kompliziert und so wird Jupiter von einer Stelle zur anderen geschickt. Genau wie auf der Erde. Sogar Bestechungen sind normal.

49 Amt

Modern sind hier nur die Beamten, die eine Art cybernetischen Android darstellen sollen.

50 Android

Da Jupiter bald zu den mächtigsten Personen in der Galaxie gehört, ist hier schon mal die 33 zu sehen.
51 Sub 33

Ihre ID bekommt Jupiter schließlich in einem heruntergekommen Büro direkt in die Haut geprägt. Das ist fast noch moderner als ein RFID-Chip. Ihr Fazit nach dem ganzen Theater: Sie beschwert sich nie wieder über die Zulassungsstelle.

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Nachdem Caine Jupiter offenbart hat, dass er und Stinger ihr helfen, um wieder zurück in die Legion zu kommen, offenbart ihm sein Partner, dass er immer noch für Titus arbeitet. Titus ist der dritte Abrasax, der Interesse an der Erde hat und er lässt Jupiter entführen, um sich die Erde per Ehevertrag anzueignen. Das klingt zunächst nach einem Leben voller Prunk, denn sein Raumschiff stellt mit all den überlebensgroßen Statuen und Kronleuchtern den Gipfel der Dekadenz dar.

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Während Caine ins Verließ gesteckt wird, klärt Titus Jupiter noch einmal über die Ernte auf. Er redet dabei Klartext und gibt an, dass jede Einheit des Jungbrunnenmittels aus 100 Menschen gewonnen wird. In der Frachtkammer lagern demnach Millionen ermordeter Menschen. Die Erde bezeichnet er als eine Farm von tausenden. Erst jetzt kapiert Jupiter das gesamte Ausmaß der intergalaktischen Beauty-Industrie und ihr wird klar, in welcher Gefahr sich die Erde befindet.

57 Leichenlager

Titus eröffnet ihr, dass seine Mutter zum Ende ihres Lebens dieselben ethischen Einwände entwickelte und selbstverständlich war das der Grund für ihre Ermordung. Er heuchelt Jupiter vor, dass er das Lebenswerk seiner Mutter fortsetzen will. Es dürfte wohl klar sein, dass dies nicht der wahre Grund ist, warum er Jupiter einen Heiratsantrag macht, was streng genommen auf Inzest hinausläuft.

Welch ein Lügner er ist, erzählt er lediglich Caine, bevor er diesen aus der nächsten Luftschleuse schmeißt. Wieder einmal ist es erstaunlich, wie lange der Lykaner das Vakuum, die Kälte und die Strahlung des Weltraums überlebt, bevor er sich in einen Schutzanzug retten kann. Der Raumanzug ist im Übrigen mit zahlreichen Hexagonen geschmückt.

58 Ausgesetzt

Auf der Erde bekommt Jupiters Familie unterdessen unverhofften Reptiloidenbesuch. Das ist wohl der Alptraum schlechthin, hat in dem Fall aber einen gezielten Hintergrund. Die Familie wird als Druckmittel in Geiselhaft genommen.

59 Repto Attack

Caine wird inzwischen von der Aegis gerettet und zusammen mit Stinger verhindert er die Inzesthochzeit des Motherfuckers Titus. Diese findet in einer kolossalen Kapelle in den Farben der Venus statt. Fast alles erstrahlt in hellem weiß, nur Titus selbst trägt die Farbe des Teufels. Statt der Lady in Rot gibt es hier mal einen „Homme Fatale“. Schade, dass Jupiter Caines Angebot ablehnt, den Bastard zu erschießen.

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62 Inzesthochzeit

Wieder zurück trifft ihre königliche Hoheit nicht etwa auf ihre Familie, sondern auf Mr. Night und Mr. Repto. Night bietet ihr ihre Familie im Austausch gegen die Erde an, was ein ziemlich mieser Deal ist. Dennoch willigt sie ein, sich mit Balem persönlich auf Jupiter zu treffen. Wie zu erwarten schnappt dort die Falle zu und Balem lässt den Energiefeldtunnel schließen, bevor der Aegis-Kreuzer die sichere Basis erreicht. Nur mit Not gelingt es der Besatzung, das Schiff aus dem Sturm des Jupiter zu retten.

Der Vortexgenerator erinnert übrigens an das Himmelstor in „R.I.P.D.“. Es handelt sich in beiden Fällen um ein Hexagramm.

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Hexagontunnel

Balem hat Jupiter nichts wirklich Neues zu erzählen. Er bringt ihr und den Menschen auf der Erde nichts als Verachtung entgegen. Er bezeichnet die Menschheit als Rohstoff, der nur darauf wartet, in Gewinn verwandelt zu werden. Letztendlich geht es ausschließlich um Profit. Die Gesellschaft sieht er als Pyramide, in der manche Leben bedeutender sind als andere. Er ist also nicht nur ein Kapitalist, sondern auch ein Freimaurer.

Balem ist der skrupelloseste und widerwärtigste der drei Abrasax-Geschwister. Er versteckt sich nicht erst hinter schönen Worten, sondern kommt gleich zur Sache. Entweder tritt Jupiter ihren Anspruch auf die Erde an ihn ab, oder er schlachtet ihre Familie vor ihren Augen. Die Erbin steht kurz davor, vor ihm einzuknicken, bricht die Transaktion jedoch im letzten Moment ab.

Caine stürzt sich indes mit einem wagemutigen Manöver auf den Jupiter zurück und durchbricht die Kuppel der Basis. Das hat zur Folge, dass der ganze Laden zum Teufel geht. Mitten im Inferno muss sich Jupiter allerdings noch mit Balem herumschlagen und kann erst mal nicht mit Caines Hilfe rechnen. Der hat nämlich eine Prügelei mit dem Reptoboss am laufen.

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Nachdem die Echse erledigt ist, bringt Caine erst mal Jupiters Familie in Sicherheit, bis er schließlich sie in letzter Sekunde rettet. Jupiter hat zwischenzeitlich mit Balem zu tun gehabt, bis dieser in die Tiefe gestürzt ist. Wäre der Muttermörder auch nur halbwegs vernünftig gewesen, hätte er seine Haut gerettet, statt sein Leben für einen missglückten Mord zu riskieren. Aber so funktioniert Dramatik.

Diese wird bis zum bitteren Ende ausgereizt, denn Caine und Jupiter erreichen das Aegis-Schiff in allerletzter Mikrosekunde und werden vom Hyperraumsprung mitgerissen. Im Erdorbit dürfen sie dann noch ein wenig Händchen halten, bevor sie an Bord geholt werden.

67 Romantischer Ausblick

Das Ende ist schließlich vollends beknackt. Von allen Optionen, die Jupiter nun offen stehen, entscheidet sie sich dafür, weiterhin zusammen mit ihrer Familie in ärmlichen Verhältnissen zu leben. Ihr gehört der ganze verdammte Planet und sie putzt weiter Klos von reichen Säcken! Das ist mit gesundem Menschenverstand nicht mehr nachvollziehbar.

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Okay, sie ist nicht der egozentrische Typ, der über alles herrschen will. Es ist durchaus zu begrüßen, dass sie Rücksicht auf die Menschheit nimmt und sich nicht zur Königin der Welt erklärt. Sie hat halt einen guten Charakter. Aber wieso erlaubt sie es anderen egozentrischen Unmenschen, über ihren Planeten zu herrschen und die Erde weiterhin mit Krieg, Terror, Ausbeutung und Umweltgiften zu überziehen? Es wäre doch das Mindeste gewesen, der Menschheit über die Wahrheit des Universums aufzuklären und ihr eine Alternative zum Kapitalismus anzubieten, dem die Menschheit sonst zwangsläufig auf die eine oder andere Weise zum Opfer fallen wird. Entweder indem sie von Aliens abgeerntet wird oder sich selbst für den größtmöglichen Profit vernichtet.

Das Einzige, was sie jedoch von ihrem Ausflug mitnimmt, ist eine Liebesbeziehung zu einem Werwolf und ein paar Antigravitationsstiefel. Caine hat indes seine Flügel zurückbekommen. Jedoch handelt es sich nicht um weiße Engelsschwingen, sondern um die schwarzen Federn eines gefallenen Engels.

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Fazit: „Jupiter Ascending“ ist in erster Linie optisch eindrucksvoll. Der Film hat einige wirklich herausragende Bilder. Die Handlung ist jedoch sehr konstruiert und voller Logiklücken. Die übertriebene Action mit all den physikalischen Unmöglichkeiten setzt dem ganzen die Krone auf.

Zumindest einige Aspekte der außerirdischen Agenda sind allerdings durchaus interessant. Die Beziehung der Grey, Reptos und Humanoiden untereinander mag zwar nicht ganz der Realität entsprechen, aber immerhin werden sie überhaupt thematisiert. Die Verstrickung der Grey in die Manipulation der menschlichen Genetik kommt der Wahrheit dabei durchaus nahe, obgleich die Motive in der realen Welt andere sein dürften. Eingeweihte sowie Betroffene des Entführungsphänomens können mit den Andeutungen sicherlich etwas anfangen, aber für die breite Masse kommt „Jupiter Ascending“ eher Desinformation gleich. Wie heißt es so schön: „Die schlimmste Lüge ist die Wahrheit – mäßig entstellt.“

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Dark Shadows – Mind Control für Vampire

von Joe Doe

Ursprünglich war “Dark Shadows” eine Vampirserie, die von 1966 bis 1971 lief. 1991 folgte eine Neuauflage und 2012 schließlich der Kinofilm von Tim Burton. Den ersten Barnabas Collins spielte Jonathan Frid (1924-2012), welcher noch kurz vor seinem dahinscheiden einen kleinen Cameo-Auftritt in Burtons Remake hatte. Seine einstige Rolle wurde indes von Johnny Depp verkörpert, was nicht passender hätte sein können, da es in diesem Film doch weniger um Vampire als vielmehr um Mind Control geht.

Zudem strotzt der Film nur so vor Freimaurersymbolik. Noch bevor es richtig losgeht, sieht man bereits eine Galionsfigur an einem Schiff, welche einen Sonnenkranz über dem Kopf trägt und die typische M-Handgeste macht.

01 Galionsfigur

Diese Szene spielt im Jahr 1760 und handelt von Barnabas’ Reise nach Amerika, wo seine Eltern ein Fischereiunternehmen aufbauen. Sogar das Fischerdorf, in dem er aufwächst, ist nach seiner Familiendynastie benannt. Unweit von Collinsport liegt das private Anwesen namens Collinwood, welches ziemlich düster erscheint.

Gruselbude

Die wahre Finsternis tritt jedoch 15 Jahre später in Form der Hexe Angelique Bouchard (Eva Green) in Barnabas’ Leben. Sie liebt ihn, doch als er sie zurückweist, tötet sie seine Eltern durch einen Fluch. Es kommt also schon früh schwarze Magie ins Spiel, die stark an Voodoo erinnert.

03 Voodoo

Barnabas studiert daraufhin selbst okkulte Bücher. Darin findet er den wahren Namen Satans: Mephistopheles. Das goldene „M“ auf rotem Grund erinnert dabei stark an das McDonalds-Logo. Eine groteske Schleichwerbung für teuflisch schlechten Fraß.

04 McPhisto

Nach Barnabas’ Eltern muss auch seine Geliebte Josette (Bella Heathcote) dran glauben. Diese wandelt unter dem Einfluss der Hexe zum Widow’s Hill und stürzt sich in den Tod. Josette ist dabei nicht sie selbst sondern steht unter einer Art okkulter Gedankenkontrolle. Sie reagiert wie ferngesteuert, was im späteren Verlauf des Films noch interessant wird.

05 Manchurian Josette

Als Barnabas seiner Geliebten in den Tod folgen will, überlebt er den Sturz in die Tiefe. Angelique hat ihn dazu verdammt, ein Vampir zu sein.

06 Vampirisiert

Anschließend hetzt die Hexe den Pöbel gegen ihn auf und lässt ihn lebendig begraben. Wenn sie ihn nicht haben kann, soll ihn keine haben und sein Leiden soll bis in alle Ewigkeit andauern. Die Szene könnte natürlich auch im Bohemian Grove spielen.

07 Lebendig begraben

Weiter geht es im Jahr 1972, also in der Zeit, in der die Originalserie gerade abgesetzt worden war. Zu den Klängen der wundervollen Ballade „Nights in White Satin“ von The Moody Blues sitzt Victoria Winters (ebenfalls Bella Heathcote) im Zug und starrt Löcher in die Luft. Man merkt auf den ersten Blick, dass die Reinkarnation von Josette ebenfalls unter Mind Control steht. Als sie für ihr Vorstellungsgespräch als Gouvernante probt, gibt sie sich zudem zwei verschiedene Namen, was ein deutlicher Hinweis auf eine multiple Persönlichkeitsspaltung ist.

08 Mind Control Vicky

Weiterhin trägt sie, ebenso wie Josette, blaue Kleidung, diesmal mit roten Knöpfen und weißer Bluse darunter. Kurzum die Farben der Freimaurer.

09 Blau-Weiß-Rot

In Collinsport angekommen, gibt es erst einmal Schleichwerbung für Shell.

10 Shell Schleichwerbung

Nachdem Victoria von ein paar Hippies mitgenommen und am Anwesen abgesetzt wurde, wird sie vom verzottelten Hausmeister Willie (Jackie Earle Haley) in der heruntergekommenen Collinsbude begrüßt. Immerhin gibt es hier noch keine Schachbrettböden und dergleichen. Die gesamte Deko hat mit maritimen Dingen wie Wasser, Fischen und Seepferdchen zu tun. Das sollte nicht weiter verwundern, da die Collins bekanntlich im Fischereigewerbe tätig waren.

Das Vorstellungsgespräch führt die Tante des kleinen David, für den Victoria die Nanny spielen soll. Elizabeth Collins Stoddard (Michelle Pfeiffer) stellt die Bewerberin sofort ein, nachdem diese sich gegen Frauenrechte ausgesprochen hat. Als erstes suchen die beiden Elizabeths Tochter Carolyn (Chloë Grace Moretz) auf. Für eine Fünfzehnjährige ist deren Auftreten stark übersexualisiert und später werden bei Tisch noch einige anrüchige Masturbationsanspielungen über sie gemacht.

11 Carolsin

Beim Essen lernt Victoria Elizabeths Bruder Roger Collins (Jonny Lee Miller) und Dr. Julia Hoffman (Helena Bonham Carter) kennen. Der gestörte Sohn David (Gulliver McGrath) taucht zunächst als Gespenst zum Essen auf. Darunter trägt er einen gestreiften Pyjama, der an Häftlingskleidung erinnert. Doch wer hält ihn gefangen? Die CIA im Rahmen von MK Ultra?

12 David Pyjama

Gleich in der ersten Nacht begegnet Victoria dem Geist von Josette, die ihr die Ankunft von Barnabas ankündigt. Aber Moment mal, sollte sie nicht eigentlich deren Reinkarnation sein? Immerhin handelt es sich ja um dieselbe Schauspielerin.

13 Josettes Geist

Josettes Geist behält jedenfalls Recht, denn in derselben Nacht stoßen Bauarbeiter auf den Sarg des Vampirs. Dieser erweist sich für seine Befreiung als ziemlich undankbar und saugt erst einmal alle Anwesenden aus. Wie später zu hören ist, handelt es sich um insgesamt 11 Opfer, was auf die freimaurerische Dualität anspielt. 11 müssen sterben, damit einer leben kann.

Kurz nach der Mahlszeit wird Barnabas von einem hellen Schein erfasst. Es handelt sich um eine Leuchtreklame von McDonalds, die er sofort mit Mephistopheles in Verbindung bringt. Dann war die Initiale in dem alten Schmöker also tatsächlich Schleichwerbung und obendrein steht die Burgerbude mit dem Teufel im Bunde.

14 Blutsauger

15 McDonalds

Kurz darauf wird Barnabas fast von einem Auto angefahren. Selbstverständlich kennt er weder Autos noch Asphaltstraßen und auch Collinsport kommt ihm seltsam fremd vor. So ist das wohl, wenn man fast 200 Jahre verpennt hat. Als er endlich auf seinem alten Anwesen ankommt, trifft er ausgerechnet auf Willie, den er sogleich hypnotisiert, um Antworten zu erhalten. Die hätte er aber wohl auch ohne den Jedi-Trick bekommen.

16 Hypnose

Immerhin hat Willie gute Nachrichten für ihn. 4 Mitglieder seiner Familie leben noch. Doch halt! Barnabas hatte keine Kinder und auch keine Geschwister, wie kann er also Nachkommen haben? Der erste große Filmfehler. Kein Fehler ist es dagegen wohl, dass der Vampir bei Betreten seines Hauses zuerst die Statue von Poseidon befummelt – ausgerechnet der Gott mit dem Dreizack, welcher auch in Mephistos Händen zu finden ist.

17 Dreizack

Der jüngste Spross der Collins spielt derweil mit Dinosaurierfiguren. Nach einer Schallplatte von T.Rex schon die zweite Anspielung auf Reptiloide.

18 Dinos

Barnabas schreitet zunächst an David und Carolyn vorbei und befummelt die Marmorfiguren am Kamin. Das Auge des Seepferdchens stellt bei genauerer Betrachtung einen Stern der Ištar dar.

19 Ischtar-Auge

Als Barnabas endlich seinen jüngsten Erben entdeckt, bleibt ihm nicht viel Zeit, sich mit ihm bekannt zu machen. Elizabeth unterbricht die Szene und glaubt zunächst an einen üblen Scherz. Während des folgenden Wortgefechts gibt es nebenher wieder etwas Blau/Rot-Symbolik.

20 Blau-Rot-Roboter

Als Beweis für seine Identität offenbart Barnabas der Dame des Hauses einige Geheimtüren und -mechanismen des Anwesens. Dabei stellt sich heraus, wo Vampire wandeln, sind Wölfe nicht weit.

26 Wölfe

Am überzeugendsten ist für sie jedoch, dass Barnabas kein Spiegelbild hat, was sie bei einem Abstecher in einen Geheimgang bemerkt.

22 Kein Spiegelbild

Nachdem sie von dem Vermögen weiß, welches unter dem Haus schlummert, geht Elizabeth einen Pakt mit ihrem Ahnen ein. Dieser soll seine Identität gegenüber den anderen geheim halten, was sich aufgrund seiner ständigen altertümlichen Äußerungen als schwierig erweist. Geheimnisse sind wohl eher Elizabeths Ding, was sich u.a. in ihren Eulen-Ohrringen äußert, die als Anspielung auf die Illuminaten gewertet werden können.

23 Eulenohrringe

In Konkurrenz zum Fischereibetrieb der Collins steht die Firma Angelbay, welche der erblondeten Angelique gehört. Deren Auto ist natürlich rot, während ihre Mitarbeiter die Farben der Freimaurer tragen. Mit anderen Worten steht sie an der Spitze der Machtpyramide.

24 Rotes Auto

Als Angelique von den 11 Toten erfährt, ahnt sie von Barnabas’ Rückkehr und sucht ihn in seinem Haus auf. Dieser ist wenig angetan von dieser Begegnung, denn die Hexe hat ihm alles genommen. Sogar seiner Familie hat sie mit ihrem Konkurrenzkonzern das Geschäft ruiniert und sie ist mit ihren Demütigungen noch nicht am Ende. Allerdings schmeißt sie sich ihm andererseits auch gleich wieder an den Hals, denn sie begehrt ihn nach wie vor.

Durch geschickte Manipulation gelingt es Elizabeth schließlich, Barnabas zu ermutigen, den Kampf gegen die Hexe aufzunehmen. Er lässt daraufhin das Anwesen renovieren und baut das Familienunternehmen wieder auf. Er schafft, was Elizabeth jahrzehntelang vergeblich versucht hat.

25 Schwarzer Schirm

Um Fische zu verarbeiten, brauchen die Collins natürlich noch einen Kapitän mit einem Fangschiff. Diesen finden sie in Silas Clarney. Gespielt wird dieser von keinem geringeren als Christopher Lee, was ein kleiner Insider-Gag ist, denn Barnabas erhält hier Hilfe von dem Dracula-Darsteller schlechthin. Kapitän Clarney muss allerdings erst noch überzeugt werden, was Barnabas abermals mit dem Jedi-Trick gelingt. Auch das ist ein Insider, denn Christopher Lee spielte ebenfalls den abtrünnigen Jedi Count Dooku, der zu dunklen Seite überlief.

26 Christopher Lee

Im Hause Collins offenbaren sich derweil einige Geheimnisse. Elizabeths Bruder Roger beobachtet, wie Barnabas aus dem Geheimversteck unter dem Kamin steigt und die Familienpsychologin Dr. Hoffman findet während einer Hypnosesitzung heraus, dass Barnabas ein Vampir ist. Der alte Blutsauger selbst interessiert sich indes für Flirttipps, mit denen er das Herz von Victoria erobern kann. Dafür konsultiert er ausgerechnet Carolyn, der er zu einer baldigen Nutzung ihres gebärfähigen Beckens rät. Direkt neben der damals noch minderjährigen Schauspielerin findet sich in dieser Szene ein Schmetterling, der zusammen mit den sexuellen Anspielungen kein gutes Zeichen ist. Aber zum Projekt Monarch kommen wir später noch.

27 Schmetterling

Neben Barnabas findet sich in derselben Szene ein geflügeltes allsehendes Auge. Das Plakat ist zudem in Blau/Rot gehalten und direkt daneben findet sich noch ein kleines blaues Bild von einem Gesicht, dessen linkes Auge ebenfalls hervorgehoben ist.

28 Geflügeltes Auge

In der darauf folgenden Nacht metzelt der alte Collins eine Gruppe unschuldiger Hippies dahin. Zwar bedauert er seinen Durst, dennoch zeigt sich einmal mehr, welch abartige Kreatur er ist. Er hätte zumindest Jagd auf Verbrecher machen können, statt auf friedliche Blumenkinder. Obendrein wird hier die Chance auf einen Gag verpasst, denn er wird von dem Hippieblut nicht mal high. Im Kern ist diese Szene daher eher als Ablehnung des Pazifismus zu verstehen, denn Satanisten lieben den Krieg.

Wo es Barnabas nun nach Blut und Liebe dürstet, verlangt es Angelique einzig nach Kontrolle. Es stinkt sie an, dass die Geschäfte der Collins wieder laufen und ihren eigenen Profiten tatsächlich abträglich werden. In ihrem Konferenzzimmer findet sich übrigens die freimaurerische Galionsfigur vom Beginn des Films.

29 Angeliques Mettingroom

Zunächst bietet sie ihrem einstigen Angebeteten einen Deal an. Sie wünscht sein Familienunternehmen aufzukaufen und auch privat mit ihm zu fusionieren. Ihre Flirttechniken lassen natürlich sehr zu wünschen übrig, denn während sie ihn verbal verführt, legt sie ihm die Hand an den Hals. Normalerweise macht ein Freimaurer diese Geste nur bei sich selbst und nicht als Drohung gegen andere.

30 Angeliques Hand am Hals

Beim folgenden Liebesakt entpuppt sich Angelique als nicht ganz menschlich. Zunächst wächst ihr spontan ein zweites Paar Arme. Außerdem zerkratzt sie mit ihren langen Fingernägeln die gesamte Einrichtung.

31 Vier Arme

Ihrer gespaltenen Zunge nach zu urteilen ist sie ein getarnter Reptiloid, was dann auch gleich ihr hohes Alter von über 200 Jahren erklären würde.

32 Reptozunge

Barnabas hat allen Grund dazu, die letzte Stunde zu bereuen. Ebenso seine offenen Worte, denn nach diesen entlässt Angelique ihn mit der Drohung, ihn zu zerstören, wenn er sich ihr nicht hingibt. Das hat er jedoch keineswegs vor. Im Gegenteil will er einen Ballabend veranstalten, um die Beliebtheit seiner Familie im Kaff wiederherzustellen. Tipps erhält der antike Vampir dabei von Carolyn, die Alice Cooper auf der Party sehen will. Der ist natürlich als Schlangenträger auf einem Magazin abgebildet.

33 Alice Schlangenträger

Die Party erfüllt tatsächlich Carolyns Erwartungen. Barnabas hat die Bude wahrlich wieder zum Glänzen gebracht und alles, inklusive der Diskokugel, besorgt. Am Eingang begrüßen die Lavalampen Jachin und Boas die Besucher.

34 Jachin und Lava

Sogar an zwei Tänzerinnen in Käfigen hat der alte Lustknabe gedacht.

35 Frauen in Käfigen

Alice Cooper spielt sich in dieser Szene übrigens selbst. Da er schon immer so abgehalftert aussah, fällt es kaum auf, dass er 40 Jahre jünger sein müsste. Barnabas fällt zu diesem Anblick nur ein, dass Alice das „hässlichste Frauenzimmer“ ist, welches er je gesehen hat.

36 Hässliches Frauenzimmer

Übrigens ist der Auftritt Coopers in einer Zwangsjacke wieder einmal eine Anspielung auf den Missbrauch von Psychiatriepatienten für Gedankenkontrollexperimente. Direkt im Anschluss offenbart Victoria dem Hausherren nämlich ihre Kindheitsgeschichte. Da sie schon früh Geister sehen und mit ihnen kommunizieren konnte, wurde die Kleine von ihren Eltern in eine Nervenklinik eingewiesen.

37 MK-Ultra-Opfer_1

38 MK-Ultra-Opfer_2

Victoria, die eigentlich Maggie Evans heißt, wurde einer Elektroschocktherapie unterzogen. Das ist eine direkte Bezugnahme auf das Projekt Monarch der CIA, bei welchem ebenfalls Elektroschocks angewandt wurden, um Patienten zu traumatisieren und ihr Bewusstsein zu manipulieren.

39 Monarch-Programm

Das erklärt nicht nur die ganzen Schmetterlinge, sondern auch Victorias starren Blick in der ersten Szene. Ihr Ausbruch aus der Klinik, in der sie fast ihr gesamtes Leben verbracht hat, liegt nämlich erst wenige Tage zurück. Der Geist von Josette hat sie schließlich auf die Stelle im Haus der Collins aufmerksam gemacht.

40 Stellenanzeige

Während Barnabas ihrer Lebensgeschichte lauscht, trifft vor dem Haus bereits die Konkurrenz ein. Es war ja klar, dass Angelique als Lady in Rot zur Party kommt, immerhin müsste inzwischen jeder kapiert haben, dass sie ein Teufel ist.

41 Angelique in Rot

Fatal ist hier jedoch nicht nur die Femme, sondern vor allem, dass sie ihren Angebeteten mit Victoria herumknutschen sieht. Da bekommt sie gleich Risse im Gesicht, die ihr linkes Auge betonen. Fast so wie der Blitz in den Gesichtern von David Bowie und Lady Gaga.

42 Augennarbe

Auch der Vampirfürst muss am Tag darauf eine für ihn abscheuliche Entdeckung machen. Dr. Hoffman hat ihm nicht etwa Blut abgezapft, um eine Heilung für ihn zu finden. Im Gegenteil benutzt sie sein Blut, um selbst wie er zu werden. Das hat etwas von Gräfin Bathory, die in Jungfrauenblut badete, um nicht zu altern. Mit dem einzigen Unterschied, dass Julia nicht in Barnabas’ Blut badet, sondern es sich als Transfusion injiziert. Die Strafe darauf lautet Tod und ihre Leiche verklappt der Hausherr zusammen mit Willie des Nachts im Meer.

43 Doctor Bathory

Am nächsten Tag erwischt Barnabas seinen Nachfahren Roger beim Versuch, das Familienerbe zu plündern. Er stellt ihn vor die Wahl, ein vorbildlicher Vater für David zu werden oder das Anwesen zu verlassen. Tatsächlich entschließt sich der Arsch, abzureisen und seinen Sohn im Stich zu lassen. David, der im Film eine absolute Nebenrolle spielt, wird kurz darauf fast von der herabstürzenden Diskokugel erschlagen. Bei seiner Rettung outet sich das Familienoberhaupt als Vampir und fängt kurz darauf im Tageslicht Feuer. Keine gute Wendung, denn nun haben David und Victoria Angst vor ihm.

44 Sonnenlicht

Für den alten Collins ist das Maß damit voll. Wutentbrannt stapft er in Angeliques Büro und fordert sie auf, den Fluch von ihm zu nehmen. Die lässt sich jedoch keineswegs einschüchtern, droht ihm stattdessen, Victoria wie einst Josette von der Klippe springen zu lassen. Sie stellt ihn ein letztes Mal vor die Wahl, an ihrer Seite zu herrschen oder abermals für einige Jahrhunderte in einem Sarg zu schmoren. Er trifft die moralisch richtige Entscheidung, welche ihn allerdings ratzfatz in einen Sarg befördert.

Bevor sie seinen Sarg in die Familiengruft bringt, fackelt Angelique noch die Fischfabrik der Collins ab. Es bleibt kein Zweifel am Zorn dieser garstigen Hexe. In der Familiengruft der Collins wird übrigens ein Steinaltar von einem Freimaurerhandschlag geziert.

45 Freimaurerhandschlag

Als nächstes führt die Hexe die Polizei samt einem wütenden Mob zum Anwesen der Collins. Dort stellt sich Barnabas, den der kleine David inzwischen wieder befreit hat, freiwillig unter der Bedingung, dass auch Angelique verhaftet wird. In dieser Szene gibt es wieder ein interessantes Detail über die Collins. Nachdem sie nun schon als Freimaurer geoutet sind, offenbaren die Türgriffe des Eingangsportals ihre religiöse Gesinnung. Sie bilden ein umgedrehtes Satanskreuz.

46 Satanskreuz

Vor den Augen des Mobs entlarvt Barnabas Angelique als Hexe, indem er sie beißt und sie daraufhin Risse bekommt. Sie hat allerdings auch ein paar coole Tricks drauf und kotzt ihn mit Reptiloidengift voll. Woher kommt einem das nur bekannt vor? Ach ja: „Mortal Combat“!

47 Reptokotze

Um dem Fass die Krone aufzuschlagen, entpuppt sich Carolyn kurz darauf als Werwölfin. Was das jetzt zur Handlung beitragen soll, bleibt fraglich.

48 Wolfgirl

Bei dem folgenden Show Down wird das Anwesen der Collins so ziemlich komplett zerstört. Die Polizei und der wütende Mob sind indes ohne ersichtlichen Grund verschwunden. Dafür taucht der Geist von Davids ermordeter Mutter auf und hängt die Hexe in den Kronleuchter. Und wozu die ganze Effektschlacht? Am Ende schenkt Angelique Barnabas ihr Herz und stirbt! Wenn das so ist, das hätte sie auch gleich tun können.

49 Herzilein

Zum Schluss muss Barnabas nur noch seine geliebte Victoria vor dem Sturz vom Widow’s Hill retten. Da er sie nicht aufhalten kann, beißt er sie im Fall und verwandelt sie damit in einen Vampir. Ein Happy End sieht anders aus, denn statt den Fluch zu beenden, hat er ihn ausgeweitet und nun gibt es schon zwei Blutsauger. Nein halt, sogar drei, denn Julia Hoffman ist am Meeresgrund zu neuem Leben erwacht.

51 Vicky Vampire

Fazit: „Dark Shadows“ ist mehr als nur ein Vampirfilm und Remake der alten Serie. Zwar gibt es hier und da einige witzige Szenen, z.B. wenn Barnabas eine Lavalampe erforscht oder nach der Frau im Fernseher sucht. Aber auch das Label Komödie wäre hier deplaziert. Im Kern handelt es sich um ein Drama über Gehirnwäsche und Manipulation. Ob nun die Hexenflüche, denen Josette zum Opfer fällt, die Folter durch Elektroschocks, die Victoria erleiden musste, oder die ständigen Hypnoseangriffe, mit denen Barnabas seine Mitmenschen unter Kontrolle bringt.

Das Thema Gedankenkontrolle ist allgegenwärtig und spiegelt sich sogar in Johnny Depps Sonnenbrille wieder, die bei genaurer Betrachtung blaue Gläser hat. Der Schauspieler ist fast immer mit blauen Sonnenbrillen oder anderen blauen Farbtriggern zu sehen. Angeblich trägt er die blauen Brillen, weil er fast blind ist. Doch wie sollen blaue Brillengläser dagegen helfen? Und warum trägt er meist irgendeinen anderen blauen Gegenstand, wenn er mal keine Brille auf hat?

Johnny Depp Farbtrigger

Stichwort „Project Bluebird“. Dieses Mind Control Programm der CIA lief von 1949 bis 1950 und war ein Vorläufer von MK Ultra. Zu den Methoden des Project Bluebird gehörte u.a. Hypnose, wovon es in „Dar Shadows“ mehr als reichlich gibt. Schlussendlich finden wir den blauen Vogel sogar als Tattoo auf Johnny Depps rechtem Unterarm.

Johnny Depp Bluebird

Vampirserien – Komasaufen für Blutsauger

Die Liste der Vampirserien ist fast genauso lang wie jene der Vampirfilme. Das Blut scheint den Hollywoodstudios zwar noch nicht ausgegangen zu sein, die Ideen hingegen schon.

Bei den „Munsters“ waren lediglich die beiden Hauptcharaktere Lily Dracula-Munster (Yvonne De Carlo, 1922-2007) und ihr Vater Sam Dracula (Al Lewis, 1923-2006) Vampire. Trotz der Horrorelemente war die Serie an und für sich ein Abklatsch der „Adams Family“ und startete ebenfalls 1964. Wie schon bei der „Adams Family“ wurde auch von den „Munsters“ ein Remake aufgelegt, welches von 1988 bis 1991 lief.

The Munsters Vampire

Die erste reine Vampirserie war „Dark Shadows“ und lief von 1966 bis 1971. Der Titel dürfte einigen Fans des Regisseurs Tim Burton bekannt vorkommen, denn es handelt sich bei der Serie um die Vorlage für dessen Film von 2012. Den Barnabas Collins von damals spielte Jonathan Frid (1924-2012), welcher in Tim Burtons Neuauflage noch kurz vor seinem Tod als einer von vier Stars der Originalserie einen kurzen Cameo-Auftritt hatte. Burton war übrigens nicht der Erste, der den Stoff neu verfilmte. Bereits 1991 gab es ein Remake in Serienform.

Dark Shadows Serie

1978 lieferte Dänemark die Miniserie „Draculas Ring“ ab und im Jahr darauf waren wieder die Amerikaner an der Reihe. Nach der erfolgreichen Kinoadaption von Stephen Kings „Brennen muss Salem“ wurde noch im selben Jahr eine gleichnamige Miniserie fürs Fernsehen nachproduziert. 2004 kam nach der Neuauflage des Kinofilms auch eine Neuauflage der Serie, diesmal unter dem Titel „Salem’s Lot: Brennen muss Salem“.

Salems Lot 2004

1980 kam mit „Mr. & Mrs. Dracula“ die erste Vampir-Comedy-Show ins US-Fernsehen. Dracula war zudem eine wichtige Rolle in der Familienserie „Frankensteins Tante“, welche 1987 in Europa, darunter in Deutschland und Frankreich, produziert wurde.

Frankensteins Tante 1987

1990 bis 1991 hieß es dann „Dracula ist wieder da“ und gleich im Anschluss folgte bis 1992 die Seifenoper „Vamp“.

Vamp 1991

Im selben Jahr, in dem „Vamp“ endete, wurde mit „The Vampyr: A Soap Opera“ Heinrich Marschners (1795-1861) Oper „Der Vampyr“ von 1828 fürs Fernsehen adaptiert.

Tha Vampyr A Soap Opera 1992

1992 startete zudem „Nick Knight – Der Vampircop“ und lief bis 1996.

Nick Knight - Der Vampircop

Kaum war diese Serie Geschichte, kam 1996 „Embraced – Clan der Vampire“. In diesem Drama haben diverse Vampirclans eine Stadt unter sich aufgeteilt und natürlich verlieben sich zwei Blutsauger, die verfeindeten Clans angehören. „Romeo und Julia“ als moderner Vampirmythos.

Clan der Vampire Serie

Von 1997 bis 2003 lief dann der Serienhit schlechthin: „Buffy – Im Bann der Dämonen“. Die einstige Vampirjägerin des Erfolgsfilms von 1992 bekam es in der Serie allerdings nicht nur mit Vampiren zu tun, sondern auch mit allerhand anderem Höllengetier. Der okkulte Schwachsinn war bei den Zuschauern dermaßen beliebt, dass von 1999 bis 2004 eine parallele Spin-Off-Serie mit dem Titel „Angel – Jäger der Finsternis“ produziert wurde.

Buffy & Angel

1998 erschien die Serie „Ultraviolet“, in der eine Untergrundorganisation der Polizei Jagd auf Vampire macht. Nach nur einer Staffel war schon wieder Schluss damit. Die Serie hat übrigens nichts mit dem gleichnamigen Film von 2006 zu tun.

Ultraviolet Serie

Ebenfalls 1998 startete „My Date with a Vampire“ und wurde bis 2004 in Hong Kong gedreht. Ja, auch in China gibt es Vampire.

My Date with a Vampire

Gleiches gilt für das benachbarte Japan, welches 2001 die Manga-Serie „Hellsing“ als Anime umsetze. Eigentlich schreibt man den Vampirjäger „Helsing“, aber offenbar wollten die Japaner eine Brücke zur Hölle schlagen, was zudem die vielen Pentagramme erklärt. Die Serie lief mit einigem Erfolg auch in Deutschland, was mitunter an der charismatischen Rolle des Vampirs Alucard lag. Übrigens ein Anagramm von Dracula.

Hellsing Alucard

Aus Kanada kam von 2001 bis 2002 „Vampire High“, eine Highschool-Serie mit Blutsaugern, welche nicht die letzte ihres Formats bleiben sollte.

Vampire High Serie

Von 2002 bis 2003 drängte schließlich sogar Brasilien mit „O Beijo do Vampiro“ auf den Vampirserienmarkt.

O Beijo do Vampiro

2004 explodierte dieser Markt regelrecht. In Japan erschien die 12-teilige Serie „Vampire Host“, basierend auf der Manga-Serie „Blood Hound“. Aus den USA kam indes neben dem bereits erwähnten Remake von „Salem’s Lot“ eine Comedy-Serie mit dem Titel „Mad Mad House“, in der ein Hauptcharakter ein Vampir ist. Auf dem folgenden Bild ist nicht nur der Vampir zu sehen, sondern auch wieder einmal ein Pentagramm.

Mad Mad House

Nachdem bereits China und Japan mit Vampirserien vertreten sind, legten die Südkoreaner 2005 und 2006 mit „Annyeong, Peurancheseuka“ sowie „Freeze“ nach. Da fehlt eigentlich nur noch Nordkorea, vielleicht mit „Kim Jong Untot“.

Annyeong Peurancheseuka

Annyeong Peurancheseuka

Freeze 2006

Die Amerikaner blieben 2006 mit „Blade – Die Jagd geht weiter“ im Geschäft und wie der Titel schon vermuten lässt, schlachtete diese Serie die erfolgreichen „Blade“-Filme fürs Fernsehen aus. Allerdings ohne Wesley Snipes.

Blade - Die Jagd geht weiter 2006

Im selben ja startete in Großbritannien die Kinderserie „Young Dracula“ und in Kanada die Detektivserie „Blood Ties – Biss aufs Blut“.

Young Dracula & Blood Ties

2007 kam eine besonders kuriose Mischung aus den USA. „The Lair“ ist eigentlich eine Schwulenliebesgeschichte, die mit Vampiren in Haupt- und Nebenrollen angereichert wurde. Dracschwula könnte fast schon ein Fall für die „Lesbian Vampire Killers“ sein, wenn die Vampire weiblich wären.

The Lair 2007

Von 2007 bis 2008 lief außerdem die Serie „Moonlight“, in welcher der Vampir Mick die Reporterin Beth bei der Aufklärung von Verbrechen unterstützt. Hier kommt zudem mal wieder der Vollmond ins Spiel, obwohl Vampire im Gegensatz zu Werwölfen eigentlich nicht darauf angewiesen sind.

Moonlight Serie

In der kanadischen Serie „Sanctuary – Wächter der Kreaturen“, die von 2007 bis 2011 lief, gibt es neben Werwölfen auch einige Vampire. Unter anderem wird der serbischstämmige Erfinder Nikola Tesla (1856-1943) als Vampir dargestellt. Historisch ist das natürlich nicht ganz korrekt.

Sanctuary Tesla

In der Seifenoper „Gabriel“, welche 2008 bis 2009 auf Puerto Rico gedreht wurde, wimmelt es ebenfalls von Vampiren. In der britischen Serie „Being Human“, die im selben Jahr startete und bis 2013 lief, ziehen ein Vampir, ein Werwolf und ein Geist in eine WG. Das US-Remake lief von 2011 bis 2014.

Sehr kreativ: Die Lampe ist ein Vollmond.

Sehr kreativ: Die Lampe ist ein Vollmond.

Zu guter Letzt startete 2008 die Kultserie „True Blood“, die aus unerklärlichen Gründen mit roher Gewalt und schmuddeliger Softpornografie ein Massenpublikum begeistert. Wie satanistisch diese kranke Serie ist, zeigt bereits der Trailer zur ersten Staffel, in dem ein umgedrehtes Kreuz sowie ein Satanspentagramm mit Baphometkopf zu sehen sind.

True Evil Blood

Ebenfalls seit 2009 läuft mit ähnlichem Erfolg die Jugendserie „Vampire Diaries“. Vom Konzept her ähnelt die Dreiecksbeziehung der Protagonisten sehr stark an „Twilight“, was wohl kaum ein Zufall ist.

Vampire Diaries vs Twilight

Schlussendlich hatte das Jahr 2009 noch die japanische Highschool-Vampirserie „Koishite Akuma – Vampire Boy“ zu bieten. Vampire in Pink, Augensymbolik mir rosa Herzchen und violette Pentagramme – das ist der Gipfel des schlechten Geschmacks. Wahrscheinlich saugen diese japanischen Vampire sogar rosa Zuckerblut.

Koishite Akuma

Eine weitere Highschool-Vampirserie lief 2009 bis 2012 in Israel. In „Split“ dreht sich alles um die jüdische Halbvampirin Ella, die noch nichts von ihrem blutrünstigen Schicksal weiß und deshalb Hilfe vom Vollblutvampir Leo erhält. 2011 wagte sich ausgerechnet die Ukraine an ein Remake von „Split“, was im Nachhinein äußerst ironisch, denn seit dem Putsch 2014 herrscht dort offene Judenfeindlichkeit.

Split Remake

2010 gab es gleich ein halbes Dutzend neuer Vampirserien. Portugal war erstmalig mit der Seifenoper „Destino Imortal“ sowie der Dramaserie „Lua Vermelha“ („Red Moon“) mit dabei.

Lua Vermelha 2010

Die USA blieben selbstverständlich nicht untätig und lieferten im selben Jahr „The Gates“ und die Comedy-Serie „Vamped Out“ ab.

Vamped Out

Von den Philippinen kam schließlich noch die Soap „Imortal“, in der sich ein Vampir in eine Werwölfin verliebt. Wer das schon kitschig findet, sollte sein Haupt nach Bollywood wenden, wo sich von 2010 bis 2011 die Vampirliebesgeschichte „Pyaar Kii Ye Ek Kahaani“ („A Story of Love“) abspielte.

A Story of Love

In eine ähnliche Kerbe haut die Thailändische Vampirserie „Love Never Dies“ von 2011.

Love Never Dies 2011

Bleiben wir noch etwas in Fernost. 2011 starteten in Südkorea die Comedy-Show „Vampire Idol“…

Vampire Idol

…und die Detektivserie „Vampire Prosecutor“.

Vampire Prosecutor

In Kanada läuft seit 2011 „Mein Babysitter ist ein Vampir“, wo es mal wieder teuflische Pentagramme hagelt. Der Name der Schulmannschaft lautet zudem „WC Teufel“, was irgendwie nach einem Kloreiniger klingt.

WC Devils

WC Pentagramm

Außerdem lief in diesem Jahr die US-Comedy-Horrorserie „Death Valley“ an, in der eine LAPD-Elite-Einheit mit der Bezeichnung Undead Task Force (UTF) gegen Vampire, Werwölfe und Zombies kämpft.

Death Valley Vampir

2013 startete mit „The Originals“ ein Ableger der Serie „Vampire Diaries“. Hinzu kam außerdem eine „Dracula“-Serie, in der sich der Vampirfürst als amerikanischer Unternehmer Alexander Grayson tarnt.

Dracula Serie

Im Jahr darauf folgten „Penny Dreadful“, „The Strain“ und „From Dusk Till Dawn: The Series“. Letztere Horrorserie ist nicht nur an die gleichnamigen Kultfilme angelehnt, sondern viel mehr ein in die Länge gezogenes Remake.

From Dusk Till Dawn Serie

Nach den USA ist Südkorea das Land mit den meisten Vampirserien und so verwundert es nicht, dass dort zuletzt 2014 „Baem-pai-eo-ui kkot“ („Vampire Flower“) und 2015 „Blood“ anliefen.

Vampire Flower Serie

Wolfcop – Sex, Drugs und Satanismus

von Joe Doe

Nach dem Vampir-Hype kommen Werwölfe gleich an zweiter Stelle. Zuweilen treffen beide Spezies sogar aufeinander, wie z.B. in den „Twilight“- und „Underworld“-Filmen. Streng genommen ist „Wolfcop“ ebenfalls ein solches Crossover, doch steht der Werwolf hier eindeutig im Vordergrund und die Blutsauger sind keine richtigen Vampire. Aber auch sonst bricht diese Horrorkomödie mit den gewohnten Genre-Regeln.

Bereits im Vorspann konfrontiert der Drehbuchautor und Regisseur Lowell Dean die Zuschauer mit Szenen eines schwarzmagischen Rituals, welche mit entsprechend satanistischer Symbolik garniert sind. Das umgedrehte Satanspentagramm ist dabei von zentraler Bedeutung und wird gegen Ende des Vorspanns mit dem allsehenden Auge kombiniert.

01 Pentagramm_1

02 Pentagramm_2

Apropos allsehendes Auge – ein solches gibt es bereits vor Beginn des Films im Clip der Produktionsfirma Ascot Elite Entertainment zu sehen. Es dürfte also klar sein, wohin die Reise geht.

Ascot Eye

Das Erste, was nach dem Vorspann zu sehen ist, sind leere Alkoholflaschen und das Bild einer nackten Frau. Damit wären bereits in der ersten Minute die Alkohol- und Sex-Agenda abgehakt.

03 Quote mit Titte

Außerdem erfahren die Zuschauer gleich zu Beginn, dass Polizeisergeant Lou Garou (Leo Fafard) ein Säufer ist. Sein Name ist übrigens eine Anspielung auf „loup garou“, das französische Wort für Werwolf. Wer diese Sprache versteht, weiß also bereits, wer bald zum Werwolf mutieren wird. Wer auf Lous Sheriffstern am Ärmel achtet, weiß zudem, dass die Gemeinde Woodhaven von Satanisten kontrolliert wird. Während nämlich andere Sheriffsterne 6 bis 7 Zacken haben, handelt es sich bei der Polizei von Woodhaven um ein umgedrehtes Pentagramm.

04 Alkoholiker

Lou passt wahrhaftig in die Gemeinde, denn dort findet gerade ein Trink- und Schießfestival statt. Betrunkene Waffennarren – das kann eigentlich nur in einer Katastrophe enden.

05 Drink & Shoot

Während Sergeant Garou erst mal seinen Kater auskotzt und mit Restalkohol im Blut Auto fährt, gibt es bereits einen ersten kleinen Hinweis, dass in Woodhaven noch mehr vor sich geht als saufen und ballern. Überall hängen Vermisstenanzeigen für Hunde und Katzen. Das perfekte Szanario für ein paar Zahlenspielereien. Die Telefonnummer für die vermisste Katze ergibt z.B. in der Quersumme 33. Obendrein heißt das arme Tier auch noch „Nipples“, was wohl auf die zahlreich vorhandenen Nippel anspielt, mit denen der Film um Quote beim männlichen Publikum ringt.

06 Nipple Cat

Tittengraffitis stehen auch bei den Schmierfinken der Stadt hoch im Kurs. Nebenbei sprayen sie aber gleich noch die Zahl des Teufels an Hauswände. So viel okkulte Symbolik in den ersten drei Minuten ist schon wirklich rekordverdächtig.

07 666 Graffiti

Weiter geht es mit etwas Alkohol- und Aspirinschleichwerbung. Natürlich nur für den Fall, dass jemand noch nicht mitbekommen hat, dass Lou ein Alkoholproblem hat.

08 Alkoholwerbung

Der erste Anruf führt Lou zu seinem Saufkumpel und Waffenhändler Willie Higgins (Jonathan Cherry), der ihm etwas von okkulten Ritualen im Wald erzählt und ein Video von einem Pentagramm an einem Baum zeigt. „Das Zeichen des Antichristen“, wie er meint.

09 Baumpentagramm

In dieser Szene gibt es bereits zwei diskrete Hinweise darauf, was sich hinter dem satanistischen Treiben verbirgt. Zum einen trägt Willie ein T-Shirt mit einer Fledermaus. Das deutet auf Vampirismus hin und es ist auch kein Zufall, warum ausgerechnet Willie mit derartigen Motiven herumläuft.

<10 Fledermausmann

Lou trinkt indes aus einer Tasse mit einem Grey-Kopf, womit eine Verbindung zwischen Vampirismus und Außerirdischen hergestellt wird. Auf den ersten Blick mag die Platzierung solcher Symbole vielleicht zufällig wirken, doch am Ende wird es durchaus noch Sinn ergeben.

11 Believe

Sergeant Garous nächste Station ist die Dorfspelunke, in der sein zukünftiges Schicksal bereits angekündigt wird. Dort läuft er nämlich an einer Wolfsfigur vorbei.

12 Wolffigur

In der Kneipe bleibt es nicht lange friedlich, denn zuerst taucht der örtliche Drogenboss (Jesse Moss) auf, gefolgt von dem Bürgermeisterkandidaten Terry Wallace (Ryland Alexander), der verspricht, die Stadt von Kriminellen zu säubern. Der ideale Zeitpunkt, um ein paar weitere Pentagramme zu platzieren und mit den Freimaurerfarben zu spielen.

13 Terry Button

Der Rest des Tages vergeht wie im Flug, ohne dass Lou das Geringste erreicht. In der Nacht wagt er sich dann jedoch in den Wald, um den Hinweisen von Higgins nachzugehen. Natürlich ist gerade Vollmondnacht und im Wald treiben sich keineswegs nur jugendliche Metalheads herum.

14 Vollmondnacht

Nachdem er Terry kopfüber an einem Baum hängend gefunden hat, bekommt Lou eine übergebraten und das Letzte, was er sieht, sind einige schwarz gekleidete Teufelsanbeter.

15 Satanistenpack

Am nächsten morgen wacht der Trunkenbold total verkatert auf, was an und für sich nichts Ungewöhnliches ist. Seltsam ist nur, dass sein Hemd nach Hund riecht und sein Bart direkt nach der Rasur nachwächst. Am meisten beunruhigt ihn jedoch das umgedrehte Pentagramm, welches man ihm in die Brust geritzt hat.

16 Pentagrammnarben

Kaum hat er den Schock verdaut, wird er zum Fundort einer Leiche in den Wald gerufen. Der Tote ist Terry Wallace, welcher nun ganz gewiss nicht mehr Bürgermeister werden wird. Sein Hals ist wie von einem Tier zerfetzt, weshalb das Trink- und Schießfestival abgesagt wird. Zuletzt fiel das Festival vor 32 Jahren aus und rein zufällig gab es damals ebenfalls eine Sonnenfinsternis, wie sie derzeit kurz bevorsteht. Lou, der sonst wahrlich kein guter Ermittler ist, dämmert allmählich, dass es da einen Zusammenhang geben muss.

Bevor er jedoch seine Recherchen beim allabendlichen Kneipenbesuch vertiefen kann, wird ihm plötzlich schlecht. Er muss die Bardame Jessica (Sarah Lind) kurz allein lassen, auf die wegen der roten Schuhe wohl eher der Namen Dorothy gepasst hätte. Oder soll damit eher angedeutet werden, dass sie die Lady in Rot ist?

17 Rote Schuhe

Rot kommt es auf dem Klo auch aus Lou, was eigentlich ein Fall für den Notarzt wäre. Die erste Verwandlung zum Werwolf ist immer die schmerzhafteste. Ironischerweise hängt über dem Pissoir das Plakat einer Veranstaltung mit dem passenden Titel „Wildman“, welche an einem Freitag den 13. stattfindet. Ein okkultes Datum gepaart mit einem weiteren Hinweis auf Lykantropie, welcher mit dem Veranstaltungsort „Tooth & Nail“ noch etwas auf die Spitze getrieben wird. Die Zähne und Nägel von Lou werden nämlich in den nächsten Sekunden ungewöhnlich scharf.

18 Friday 13

19 Verwandlung

Nachdem Lou im wahrsten Sinne des Wortes sein Gesicht verloren und zwei Kleinkriminelle geschlachtet hat, die Jessicas Kneipe überfallen wollten, wacht er an ein Bett gefesselt auf. Wie sich herausstellt, hat sein Kumpel Willie ihn betäubt und mitgenommen. Um Lou zu beweisen, dass er ein Werwolf ist, kocht er ihm Rührei mit blauem Eisenhut, allerdings hätte bei der hoch giftigen Zutat wohl jeder gespuckt. Während Lou nun damit konfrontiert wird, dass er ein Werwolf ist, zieht Higgins Vergleiche zu Vampiren und trägt dabei abermals ein Fledermaus-T-Shirt.

20 Fledermausvamp 2

An der Arbeit erwartet den Wolfcop ein grausiger Tatort, aber noch ahnt niemand, dass er für die beiden Toten verantwortlich ist. Allerdings findet seine Kollegin Tina (Amy Matysio) ein Gesicht auf der Toilette, welches große Ähnlichkeit mit Lou hat.

21 Facelifting

Nach der Tatortbesichtigung geht Officer Garou wieder seinen Recherchen nach und findet heraus, dass das Verschwinden seines Vaters Ed Garou im Zusammenhang mit den Ereignissen vor 32 Jahren steht. Er selbst war damals erst 10. Bei dem Versuch, die Puzzlestücke miteinander zu verbinden, fallen ihm schließlich wieder die okkulten Symbole ein.

22 Brennendes Pentagramm

Lou leiht sich ein Buch über okkulte Mythologie aus. In diesem steht etwas über das Ritual der Bluttaufe, bei welchem ein Werwolf in einer Vollmondnacht durch ein menschliches Blutopfer geschaffen wird und nicht wie üblich durch einen Werwolfsbiss.

24 Bluttaufe_1

25 Bluttaufe_2

26 Bluttaufe_3

Der Bluttaufe wird schon bald das Ritual der Abrechnung folgen. Zwar sind Werwölfe bei Vollmond nahezu unverwundbar, doch während einer Sonnenfinsternis sind sie geschwächt und damit angreifbar.

27 Abrechnung

Bei der Abrechnung geht es darum, den Werwolf ausbluten zu lassen. Und wer säuft dieses Blut als wäre es Fanta? Laut dem okkulten Buch stecken reptiloide Gestaltwandler hinter allem, welche auch gleich mit dem umgedrehten Pentagramm sowie dem allsehenden Auge in Verbindung gebracht werden. Für diejenigen, die sich schon etwas ausführlicher mit Satanismus und dem damit verbundenen Schlangenkult beschäftigt haben, ist dieser Auftritt der Reptos wahrlich keine Überraschung. Eher eine Bestätigung.

28 Shapeshifters

In der folgenden Nacht will Higgins die Verwandlung von Lou mit seiner Videokamera dokumentieren. Bevor es losgeht, kommt jedoch Tina vorbei und offenbart ihrem Kollegen, dass ihr Vater, dem einst die Dorfkneipe gehörte, vor 32 Jahren verschwand und Ed Garou als einziger nach ihm suchte, bis auch er wenig später verschwand. Lou hat die Parallelen zu seinem eigenen Schicksal und dem Tod von Terry Wallace natürlich längst erkannt.

Kaum ist Tina wieder aus dem Haus, beginnt Lous Verwandlung. Passend zu seinem neuen Outfit verlangt er diesmal nach einem „Wildmen Kentucky Bourbon“. Selbst als Wolf ist er noch ein Säufer.

30 Wildmen

Als nächstes will er seinen Hunger mit Donuts stillen, doch da diese alle sind, beschließt er, die Zelle zu verlassen. In die hatte ihn Willie eigentlich aus Sicherheitsgründen gesteckt. Doch Lou merkt an, dass er nicht einfach nur ein Wolf, sondern ein Wolfcop ist und wie es sich für einen Cop gehört, muss er erst einmal zum nächsten Donutladen. Dort läuft gerade ein Überfall, der ziemlich mies für die Ladenräuber ausgeht.

31 Donutladen

Nach getaner Arbeit wird erst einmal das Polizeiauto umgestylt. Mit der aufgemotzten Karre geht es dann weiter zur örtlichen Drogenscheune, wo sich der Gangsterboss gerade Crystal Meth reinzieht.

32 Meth

Was nun kommt, sind jedoch keine Drogenhalluzinationen. Wolfcop nimmt die Bude komplett auseinander, wobei einige Gangster ihr Gesicht oder gar ihren Kopf verlieren. Am Ende explodiert die Scheune und damit auch der gesamte Drogenmarkt.

33 Gesichtsverlust

Wieder zurück im Revier gibt Jessica sich als Rotkäppchen und versorgt den großen, bösen Wolf mit Alkohol.

34 Rotkäppchen

Das ist aber nicht das Einzige, womit sie ihm dienen kann. Was in den folgenden zweieinhalb Minuten geschieht, lässt sich nur noch mit dem Wort „Zoophilie“ beschreiben.

35 Sodomie

Wie sich nach der fragwürdigen Nummer herausstellt, ist Rotkäppchen nicht ganz diejenige, für die sie sich ausgibt. Jessica betäubt die Bestie mit einem Drink und verwandelt sich kurz darauf in Bürgermeisterin Bradley (Corinne Conley). Das ist dann wohl ein diskreter Hinweis darauf, dass reptiloide Gestaltwandler an der Spitze der Machtpyramide stehen und ihre menschlichen Gegenkandidaten ausradieren, sofern sie Aussicht auf einen Wahlerfolg haben. Für Lou ist es darüber hinaus ein ziemlich fieser Schock, dass sich die heiße Jessica in ein gruseliges, altes Reptil verwandelt.

35 Reptil

Am nächsten Morgen wird Wolfcop von Jessica/Bradley und Willie Higgins in den Wald abtransportiert. Überraschung, sein bester Kumpel ist auch ein Gestaltwandler. Und nicht nur der, sondern ebenso Lous Boss Ray (Aiden Devine), welcher zudem als Chef des Drogenkartells unterwegs ist. Es ist schon praktisch, wenn man seine Gestalt nach Belieben verändern kann. Außerdem erklärt dieses Doppelspiel, warum die Polizei nie ernsthaft etwas gegen das organisierte Verbrechen in Woodhaven unternommen hat. Das Kaff ist schon seit 200 Jahren fest in der Hand der Reptos, die alle gesellschaftlichen Schlüsselpositionen besetzen.

36 Bürgermeisterin

38 Reptoclique

Um ihre Macht weiterhin zu erhalten, müssen sich die Echsenmenschen schon bald wieder am Blut eines Werwolfs nähren. Die Sonnenfinsternis nähert sich bereits ihrem Höhepunkt und Ray Repto hat sogar die passende Schutzbrille dabei. Vor dem rechten Auge ein Pentagon und vor dem linken ein Hexagon.

39 Sonnenbrille

40 Sofi

Willies Fledermaus-T-Shirt ergibt nun ebenfalls endlich einen Sinn, denn er ist es, der Lous Blut zapft. Kurz nachdem das Blutsaufen so richtig in Fahrt kommt, erhält Lou unerwartete Hilfe von Tina, die zuerst Higgins mit dem Snipergewehr eliminiert. Allerdings haben es die beiden nicht nur mit den verbliebenen zwei Reptos zu tun, sondern auch mit Chief Rays Drogengangstern. Der blutige Showdown beginnt, in dessen Verlauf Wolfcop die Drogenmafia dezimiert und Tina ihre Konkurrentin Jessica/Bradley ausschalten darf. Nach dem Tod verwandelt sich die Echsenfrau schließlich in ihre ursprüngliche Form.

41 Toter Repto

Selbstverständlich gewinnen die Guten und alle drei Reptos finden den Tod. Ein wenig überraschendes Ende, für das noch einmal kräftig Fleischwunden verteilt werden.

Fazit: „Wolfcop“ ist alles andere als ein gewöhnlicher Werwolffilm. Zum einen ist er hochgradig okkult, zum anderen offenbart er die Verbindung zwischen Satanismus und gestaltwandlerischen Reptiloiden. Wer etwas auf die Symbolik achtet, kommt schon sehr früh dahinter, dass Woodhaven von Satanisten beherrscht wird, denn der Sheriffstern ist ein umgedrehtes Pentagramm mit zwei Schwertern und genau diese Kombination findet sich auch im Buch über okkulte Mythologie wieder. Mit einem Repto als Polizeichef ist das sicherlich kein Zufall.

42 Pentagramm mit Schwertern

Der Rest des Horrorschinkens besteht eigentlich nur noch aus Alkoholwerbung, nackter Haut und Gemetzel. Abgesehen von etwas Situationskomik ist der Film auch nicht besonders witzig. Interessant ist er maximal für diejenigen, die über die okkulten Abgründe von Hollywood recherchieren, wobei sich dieselben Muster wie in Dutzenden anderer Filme ergeben.

Haarige Stars am Vollmondhimmel – Teil 2

Die größte Popularität erreichten die Werwölfe in den 1980ern. „American Werewolf“ (Originaltitel: „An American Werewolf In London“) von 1981 gilt als Klassiker des Genres. Das Makeup und die Spezialeffekte waren wegweisend für alle weiteren Werwolfsfilme.

American Werewolf 1981

Trotz des Erfolgs kam die Fortsetzung „American Werewolf in Paris“ erst 1997 in die Kinos.

American Werewolf in Paris 1997

1981 kam mit „Ein Werwolf beisst sich durch“ (Originaltitel: „Full Moon High“) auch eine Werwolfkomödie in die Kinos.

Ein Werwolf beisst sich durch 1981

Hinzu gesellten sich die Literaturverfilmungen „Wolfen“ (nach Louis Striebers „Wolfsbrut) und der erste Teil der Howling-Reihe, in Deutschland unter dem Titel „Das Tier“.

The Howling 1981

„Das Tier II“ (Originaltitel: „Howling II: My Sister is a Werewolf“) folgte 1985. Zwei Jahre später kam der dritte Teil, diesmal unter dem deutschen Titel „Wolfmen“. Im englischen Original liefen alle Teile weiter unter der Bezeichnung „Howling“ mit fortlaufender Nummerierung. „Howling IV: The Original Nightmare“ erschien bereits 1988. „Howling V: Rebirth“ ließ wieder zwei Jahre auf sich warten. Der fünfte Teil erschien in Deutschland endlich unter dem Originaltitel, allerdings ohne den Zusatz.

„Final Attack” (Originaltitel: „Howling VI: The Freaks“) erschien 1991, „Howling: New Moon Rising” 1995 und zuletzt „The Howling: Reborn” 2011.

The Howling Reborn 2011

Ein echtes Kuriosum stellt der sowjetische Historienfilm “Die Wolfspfote“ von 1983 dar. In der Regel machten die Werwölfe nämlich einen großen Bogen um den ehemaligen Ostblock. Im Jahr darauf machte der „Monster Dog“ die Filmsets in Spanien und den USA unsicher. In Großbritannien brach indes „Die Zeit der Wölfe“ an, welcher auf einer Kurzgeschichte von Angela Carter basiert. In dieser Literaturverfilmung kam dann endlich auch Rotkäppchen ins Spiel.

Die zeit der Wölfe 1984

1985 kam „The Adventures of a Two-Minute Werewolf” ins Fernsehen und Stephen Kings “Der Werwolf von Tarker Mills“ ins Kino.

Der Werwolf von Tarker Mills 1985

Im selben Jahr kam die Komödie „Teen Wolf“ mit Michael J. Fox in die Lichtspielhäuser. Der Film erfreute sich ausreichender Beliebtheit, um 1987 eine Fortsetzung auf das Publikum loszulassen.

Teen Wolf 1985

1988 erschien u.a. „Lone Wolf“. In „Underground Werewolf“ (Originaltitel: „Cellar Dweller“) aus demselben Jahr erweckt eine Künstlerin einen Comic-Werwolf zum Leben.

Underground Werewolf 1988

Es geht allerdings noch etwas skurriler, wie „Curse of the Queerwolf“ zeigt.

Course of the Queerwolf 1988

Weiterhin erschien 1988 „Meine Mutter ist ein Werwolf“.

Meine Mutter ist ein Werwolf 1988

„Anthony III“ von 1991 verband den Werwolf-Mythos mit dem Fenriswolf der nordischen Mythologie. 1992 ging es weiter mit „Mad at the Moon“ und 1993 mit „Full Eclipse“.

Full Eclipse 1993

1994 durfte Jack Nicholson in „Wolf – Das Tier im Manne“ sein Revier markieren.

Wolf 1994

Das Folgejahr konnte nicht mit so hochkarätig besetzten Filmen aufwarten. „Shriek of the Lycanthrope“ ist weitgehend unbekannt und das „Metal Beast“ der wohl hässlichste Werwolf überhaupt.

Metal Beast 1995

Die Verfilmung von Wayne Smiths „Thor“ unter dem Titel „Bad Moon“ floppte 1995 ebenfalls. In Europa lief „Bad Moon“ erst gar nicht in den Kinos an und erschien in Deutschland nur auf VHS-Kasette. 1996 kam noch ein „Werewolf“ und der weibliche Konterpart „Die Wolfsfrau“.

Die Wolfsfrau 1996

Im deutschen Krimi „Sieben Monde“ aus dem Jahr 1998 wird der Verdacht lediglich auf einen Werwolf gelenkt, aber wie bereits bei „Die Werwölfin“ von 1946 ist kein echter Werwolf im Spiel. Leer gingen die Genrefans 1998 allerdings nicht aus, denn in diesem Jahr erschienen „The Werewolf Reborn!“ und „The Wolves of Kromer“. Zudem gab einen Kurzfilm mit dem Titel „Lycanthrophobia“ und im Jahr darauf „Lycanthrope“.

Lycanthrope 1999

Zum Ende des Millenniums erschien mit „Frankenstein vs. the Werewolf Reborn” wieder ein Crossover, welches zudem „The Werewolf Reborn!“ fortsetzte. Weiterhin startete 2000 die „Ginger Snaps“-Trilogie mit „Ginger Snaps – Das Biest in dir“. 2004 folgte „Ginger Snaps II – Entfesselt“ und 2005 das Prequel „Ginger Snaps III – Der Anfang“, welcher 1815 spielt. Wirklich gut war jedoch nur der erste Teil.

Ginger Snaps 2000

2001 folgte den beiden Mädels das „Wolfgirl“ in einem Fernsehfilm.

Wolfgirl 2001

Ein Jahr später bekamen es ein paar britische Soldaten in den schottischen Highlands mit Werwölfen zu tun und wurden so zu „Dog Soldiers“.

Dog Soldiers 2002

Ebenfalls 2002 kam „Wolves of Wall Street“ heraus. Dieser sollte nicht mit „The Wolf of Wall Street“ von 2014 verwechselt werden, denn es handelt sich mitnichten um die Lebensgeschichte eines Börsenspekulanten, sondern um einen homoerotischen Werwolfstreifen.

Wolves of Wall Street 2002

2003 stieg Japan mit „Werwolf Warrior – Kampf der Dämonen“ ins Werwolf-Business ein. Ebenso dämonisch kam in diesem Jahr der amerikanische „DarkWolf“ daher.

DarkWolf 2003

Weiterhin startete 2003 die „Underworld“-Reihe, in der die Lykaner einmal mehr gegen Vampire antreten. 2006 folgte „Underworld – Evolution“, 2009 das Prequel „Underworld – Aufstand der Lykaner“ und 2012 „Underworld – Awakening“.

Underworld 2003

2004 erschien u.a. „Wild Country“. Außerdem mischte Spanien wieder mit und lieferte „Romasanta – Im Schatten des Werwolfs“ ab, während Japan die Fortsetzung „Werewolf Warrior 2 – Die Rückkehr“ nachschob.

Romasanta 2004

Im Darauf folgenden Jahr beglückte Wes Craven die Werwolffans mit seinem „Verflucht“. Außerdem trieben der „Mexican Werewolf“ und „The Beast of Bray Road“ 2005 ihr Unwesen.

The Beast of Bray Road 2005

2006 begann mit „Big Bad Wolf“, der in Deutschland auch unter dem Titel „Night of the Werewolf – Er wird dich zerfleischen!“ vertrieben wurde.

Big Bad Wolf 2006

Ansonsten bot das Jahr mit „Horrors of War“ einen Weltkriegswerwolffilm und in „Werewolf in a Women’s Prison“ räumte ein Lykaner in einem Frauenknast auf, der von BDSM-Freaks geleitet wird. Offensichtlich ist kein Thema zu krude, um es nicht mit einem Werwolf zu verbinden. 2006 gab es allerdings auch klassische Werwolfslasher wie „The Feeding“…

The Feeding 2006

…und „Skinwalkers“.

Skinwalkers 2006

2007 kamen „Blood and Chocolate“…

Blood & Chocolate 2007

…sowie „Lycan – Angriff der Werwölfe“

Lycan Angriff der Werwölfe 2007

Glücklicherweise blieb der Menschheit zumindest „Werewolf Women of the SS“ erspart, da es sich nur um einen Faketrailer der Grindhouse-Reihe von Tarantino und Rodriguez handelte.

2008 kam „Never Cry Werewolf“ ins Fernsehen.

Never Cry Wolf 2008

Außerdem begann mit „Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen“ die Trilogie nach den Romanen von Stephenie Meyer. In dieser Reihe treffen wieder einmal Werwölfe auf Vampire, doch diesmal herrscht ein distanzierter Frieden zwischen ihnen. Der Konflikt ergibt sich aus der Liebe des Lykaners Jacob (Taylor Lautner), der mit dem Vampir Edward (Robert Pattinson) um die Gunst von Isabella (Kristen Stewart) ringt. Laaangweilig! Die Fortsetzungen „New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde“ und „Eclipse – Bis(s) zum Abendrot“ erschienen 2009 und 2010.

Twilight Jacob

Im Jahr des dritten Teils kam auch die erste wohlverdiente Parodie „Beilight: Bis(s) zum Abendbrot“. War diese Komödie trotz 4 Nominierungen für die Goldene Himbeere dennoch recht lustig, stürzte die Fortsetzung „Die Beilight Saga – Breaking Wind Bis(s) einer heult!“ dank niederstem Fäkalhumor total ab.

2009 erschien ebenfalls nichts wirklich Gutes zum Thema Werwölfe. Im Fernsehfilm „Thor: Der Hammer Gottes“ durften sich Wikinger mit Werwölfen kloppen, jetzt fehlen nur noch die Gallier. 2010 glänzte dann wieder mit der Neuverfilmung von „Der Wolfsmensch“ aus dem Jahr 1941. Doch trotz Benicio del Toro und Anthony Hopkins in den Hauptrollen, blieb „Wolfman“ hinter den Erwartungen zurück.

Wolfman 2010

Weiterhin erschienen 2010 „Die Nacht der Wölfe“, welcher im 17. Jahrhundert spielt. In einem vergleichbaren Zeitraum ist auch „ Red Riding Hood – Unter dem Wolfsmond“ angesiedelt. Diese durchaus spannende Adaption von „Rotkäppchen“ aus dem Jahr 2011 deutet das Märchen der Gebrüder Grimm einmal mehr zu einer Werwolfsgeschichte um.

Red Riding Hood 2011

Im selben Jahr tischten die Spanier den Gnrefans „Game of Werewolves – Die Jagd beginnt“ auf, welcher das Thema humoristisch verarbeitet.

Game of Werewolves 2011

„Hyenas“ war indes ein kruder Versuch, die Werwolfsthematik auf Hyänen zu übertragen.

Hyenas 2011

Vollkommen für die Tonne war derweil „Strippers vs. Werewolves“. Klingt lustig, ist es aber nicht. Robert Englund spielte schon im wesentlich witzigeren „Zombiestrippers“ mit, ansonsten haben die Filme jedoch nichts miteinander zu tun.

Stripppers vs Werewolves 2011

2012 kam mit „A Werewolf Boy“ überraschend ein Werwolffilm aus Südkorea. Aus den USA kam indes „Werwolf – Das grauen lebt unter uns“.

Werwolf - Das Grauen 2012

Im folgenden Jahr erschien „Wer“. Wer, wie was, wieso weshalb, warum? Das weiß keiner. Weiter geht es im Jahr 2014, in dem mit „When Animals Dream“ Dänemark ins Werwolfgeschäft einstieg. Um international anerkannt zu werden, wurde der Film gleich in freimaurerischem Blau/Rot beworben.

Wenn Tiere träumen 2014

Ebenfalls 2014 kam „Wolfcop“ aus Kanada. „Dirty Harry … only hairier“.

Wolfcop 2014

Zu guter letzt wäre da noch “Wolves“, womit klar sein dürfte, dass auch weiterhin jährlich neue Werwolfsfilme erscheinen werden. Diese Liste wird daher stets unvollständig bleiben.

Wolves 2014

Neben all den Werwolfsfilmen und Crossovern gibt es noch eine ganze Flut von Filmen und Serien, in denen Werwölfe in Nebenrollen auftreten. Darunter der mexikanische „El Castillo des los Monstruous“ (1958), „Da lacht die Gänsehaut“ (1960), „Dracula und seine Opfer“ (1969), „Der Todesschrei der Hexen“ (1970), „Transylvania 6-5000“ (1985), „Monster Busters“ (1987), „Van Helsing“ (2004), Sirius Black in „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ (2004) und „Dylan Dog: Dead of Night“ (2010).

Haarige Stars am Vollmondhimmel – Teil 1

Werwölfe eroberten bereits während der Stummfilmära die Leinwände der Welt. Den Anfang machte 1913 „The Werewolf“.

The Werewolf 1913

Es dauerte 10 Jahre, bis sich als nächstes die Franzosen an das Thema wagten und 1923 „Le Loup-garou“ in die Kinos brachten.

Le Loup-garou 1923

Der letzte Stummfilm des Genres war „Wolf Blood“ von 1925. Von diesen drei frühen Werken schaffte es kein einziger in die deutschen Kinos.

Wolf Blood 1925

Der erste Werwolffilm mit Ton erschien 1935. „Der Werwolf von London“ schaffte es zwar bis nach Deutschland, floppte jedoch an den internationalen Kinokassen, da ihm „Dr. Jekyll & Mr. Hyde“ kurz zuvor die Show stahl.

Der Werwolf von London 1935

1941 erschienen gleich zwei Filme zum Thema – „The Mad Monster“ und „Der Wolfsmensch“.

Der Wolfsmensch 1941

Nur ein Jahr später folgte „Das unsterbliche Monster“.

Das unsterbliche Monster 1942

1943 kam der „Wolf von Malveneur“ in die Kinos. Mit „Frankenstein trifft den Wolfsmenschen“ gab es in diesem Jahr zudem das erste Crossover, welches zur Franksteinreihe der universal Studios gehörte.

Frankenstein trifft den Wolfsmenschen 1943

Auf dem Höhepunkt des 2. Weltkriegs erschienen sogar gleich drei Werwolffilme, was angesichts der deutschen Werwolf-Kommandos rückblickend ziemlich bitter erscheint. In „Frankensteins Haus“ brachte Universal diesmal all seine Monster zusammen, während „Die Rückkehr der Vampire“ erstmals Werwölfe mit Blutsaugern auf der Leinwand zusammenführte. Ein Trend, der sich im Jahr darauf mit „Draculas Haus“ fortsetzte. Der einzige reine Werwolfsfilm im Jahr 1944 war indes „Cry of the Werewolf“.

Cry of the Werewolf 1944

1946 ging man schließlich völlig neue Wege. In „Die Werwölfin von London“ ist zum ersten Mal eine Frau das Monster, doch wie sich herausstellt, ist sie nur ein Mensch. Es handelt sich nämlich keineswegs um einen Monsterfilm, sondern um einen Krimi.

Die Werwölfin von London 1946

Zwei Jahre später folgte mit „Abott & Castello treffen Frankenstein“ noch einmal ein humoristisches Crossover. Danach lag das Werwolfthema erst einmal auf Eis.

Abott & Castello 1948

Erst 1956 wurde das Genre mit „Der Werwolf“ wieder belebt.

Der Werwolf 1956

1957 ging es weiter mit „Der Tod hat schwarze Krallen“ (Originaltitel: „I Was a Teenage Werewolf“), welcher im folgenden Jahr eine Fortsetzung mit dem Titel „Der Satan mit den tausend Masken“ (Originaltitel: „How to Make a Monster“) erhielt.

I Was a Teenage Werewolf 1958

Im Jahr 1961 wurde der Roman „The Werewolf of Paris“ von 1933 unter dem Titel „Der Fluch von Siniestro“ (Originaltitel: „The Curse of the Werewolf“) verfilmt.

The Curse of the Werewolf 1961

1962 folgte die ital.-österr. Gemeinschaftsproduktion „Bei Vollmond Mord“ (engl. Titel: „Werewolf in a Girls’ Dormitory“).

Bei Vollmond Mord 1962

Der 1964 erschienene „Face of the Screaming Werewolf“ war indes nur ein Zusammenschnitt aus „Da lacht die Gänsehaut“ und dem mexikanischen „La Momia Azteca“.

Face of the Screaming Werewolf 1964

1965 war ebenfalls ein mageres Jahr für Werwölfe. Im Episodenfilm „Dr. Terror’s House of Horror” drehte sich die erste Episode um einen Werwolf. Ansonsten gab es nur noch den mexikanischen Horrorschinken „La Loba“.

La Loba 1965

1966 schien es keine Vollmondnächte zu geben und 1967 erschien lediglich „Galerie des Grauens“. 1968 kamen die Werwölfe dann aus Spanien und das gleich im Doppelpack. „Die Vampire des Dr. Dracula“ (Originaltitel: „La marca del Hombre-lobo“) stellte den Beginn der Filmreihe um den Werwolf Graf Waldemar Daninsky dar, deren zweiter Teil „Las Noches del Hombre Lobo“ noch im selben Jahr erschien.

Die Vampire des Dr Dracula 1968

Nicht alle Filme der Reihe wurden ins Deutsche übersetzt. Bei den wenigen deutschen Titeln fällt jedoch auf, dass sie sich auf Vampire beziehen, statt auf die Hauptrolle des Werwolfes. Offenbar glaubte man, dass Blutsauger mehr Kunden anlocken würden als ein haariger Wolfsmensch. Der 1971 erschienene dritte Teil ist ein Paradebeispiel dafür. Der deutsche Titel: „Nacht der Vampire“ (Originaltitel: „La noche de Walpurgis“).

1972 folgten „La Furia del Hombre Lobo” und „Die Nacht der blutigen Wölfe“. Mit letzterem Teil der Waldemar-Daninsky-Reihe schwenkte man in der deutschen Übersetzung endlich auf das eigentliche Werwolfsthema um. Das blieb auch bei „Die Todeskralle des grausamen Wolfes“ von 1973 so. Weiterhin folgten „La Maldición de la bestia“ von 1975, „The Werewolf“ von 1980, „La Bestia y la Espada Magica“ von 1983, „Licántropo: El asesino de la luna llena” von 1996 und schlussendlich „Tomb of the Werewolf“ aus dem Jahr 2004. die Spanier halten mit diesen 11 Filmen den Rekord, was zusammenhängende Werwolfs-Serien angeht.

Tomb of the Werewolf 2004

Rekordverdächtig ist auch der Daninsky-Darsteller Paul Naschy (1934-2009), der in über 60 Horrorfilmen mitspielte. Seine Paraderolle des Waldemar Daninsky spielte er dabei nicht nur innerhalb der entsprechenden Filmreihe. 1970 schlüpfte er zusätzlich für die Horrorkomödie „Dracula jagt Frankenstein“ in den Wolfspelz.

Dracula jagt Frankenstein 1970

Die Italiener können da nicht mithalten und brachten nur vereinzelte Filme wie 1971 „O Homen Lobo“, 1976 „Werewolf Woman“ und zuletzt 1987 den Low-Budget-Streifen „La croce dalle sette pietre“ auf den Markt.

Werewolf Woman 1976

In Frankreich sieht es ähnlich aus. Gehörten die französischen Filmemacher 1923 noch zu den Pionieren des Werwolf-Genres, vergingen zwischen den weiteren Werwolfswerken meist Jahrzehnte. 1975 erschien der Erotikhorror „La Bête“ und das war’s auch schon. „Der Pakt der Wölfe“ von 2001 kann nicht wirklich mitgezählt werden, da es in diesem um dressierte Wolfsbestien geht und nicht um Werwölfe.

La Bete 1975

Die meisten Werwolfsfilme insgesamt kommen, wenig überraschend, aus Hollywood. Dort ging es 1972 mit dem Fernsehfilm „Die Stunde des Wolfs“ weiter. „The Boy Who Cried Werewolf“ von 1973 war dem Titel nach wohl als Anspielung auf den Jungen gemeint, der ständig „Wolf“ rief.

The Boy woh cried Werewolf 1973

1973 wurde „Der Werwolf von Washington“ von der Leine gelassen.

Der Werwolf von Washington 1973

Im folgenden Jahr gab es mit „Scream of the Wolf“ wieder einen TV-Film und mit „Mondblut“ eine Literaturverfilmung nach James Blish.

Mondblut 1974

1975 erschienen „Die Legende vom Werwolf“ und der Fernsehfilm „The Werewolf of Woodstock“. Vier Jahre später kam dann „Wolfman“ in die Kinos.

Wolfman 1979

Werwölfe im Kinderzimmer

Nicht alle Werwolffilme sind FSK 18. Es gibt auch Zeichentrickfilme wie „Scooby-Doo und der widerspenstige Werwolf“ oder „Alvin and the Chipmunks Meet the Wolfman“, in welchem die singenden Nager es mit einem Werwolf zu tun bekommen.

Chipmunkwerwolf 2000

Von 1986-1987 wurde die Zeichentrickserie „Teenwolf & Co.“ produziert, welche auf dem „Teenwolf“-Film von 1985 basiert.

Teen Wolf & Co

Ein ähnliches Format lief als Realserie von 1999 bis 2002 für ältere Kinder und Jugendliche. „Teenage Werewolf“ sollte dabei nicht mit der Jugendserie „Teen Wolf“ verwechselt werden, welche seit 2011 auf MTV ausgestrahlt wird.

Teen Wolf Serie

Die Japaner ließen 2003 die Anime-Serie „Wolf’s Rain“ vom Stapel.

Wolfs Rain Serie

2010 brachte Nickelodeon „Werwolf wider Willen“ ins Fernsehen. Auf dem DVD-Cover zeigt die Hauptdarstellerin mit dem Zeigefingern vor dem Mund, dass bereits Kinderstars wissen, was über die Filmindustrie nicht ausgesprochen werden darf.

Werwolf wider Willen 2010

2010-2011 lief auf Nickelodeon zudem die Serie „Summer in Transylvania“, in der ein Werwolf eine Hauptrolle hatte.

Auch im Bereich Kinderfilme gibt es wieder einige Crossover, in denen Werwölfe in Nebenrollen auftreten. U.a. im Zeichentrickfilm “Frankensteins Monster Party“ (1967) und Disneys „The Halloween That Almost Wasn’t“ (1979). In „Hotel Transylvanien“ aus dem Jahr 2012 gibt es indes nicht nur Werwölfe für die ganze Familie, sondern gleich eine ganze Familie von Werwölfen. Die Fortsetzung kommt im Oktober 2015 in die Kinos.

Hotel Transwerwolf 2012

Werwölfe in Serie

Es gibt nicht nur hunderte Werwolffilme, sondern auch zahlreiche Werwolfrollen in TV-Serien. Eine der ältesten dieser Rollen ist Eddie Munster, gespielt von Butch Patrick, aus „The Munsters“. Die Serie lief von 1964-1966. Von 1988-1991 gab es eine Neuauflage, in der Jason Marsden die Rolle des Werwolfsjungen übernahm.

Butch Patrick als Eddie Munster.

Butch Patrick als Eddie Munster.

Die erste reine Werwolfserie für Erwachsene hieß schlicht und ergreifend „Werwolf“ und lief von 1987-1988.

Werwolf Serie

Für das weibliche Publikum kam 1990-1991 „She-Wolf of London“.

She-Wolf of London Serie

2001-2002 folgte „Wolf Lake“.

Wolf Lake Serie

2008 wurde auf den Philippinen „Lobo“ abgedreht und im selben Jahr startete die britische Serie „Being Human“ auf BBC. Obwohl „Being Human“ noch bis 2013 lief und mit „Becoming Human“ 2011 ein Spin Off kam, wurde in den USA bereits 2011 ein Remake aufgelegt, welches bis 2014 ausgestrahlt wurde. Das ist wieder einmal typisch amerikanisch – bei ihren eigenen Produktionen pochen sie auf ein strenges Urheberrecht, aber selbst kopieren sie alles, was irgendwann, irgendwo erfolgreich war.

Sehr kreativ: Die Lampe ist ein Vollmond.

Sehr kreativ: Die Lampe ist ein Vollmond.

Neben den reinen Werwolfserien startete 2008 auch „Sanctuary – Wächter der Kreaturen“, in der es von mythologischen Kreaturen nur so wimmelt. Der Hauptcharakter Henry Foss (Ryan Robbins) verwandelt sich im Verlauf der Serie in einen Lykanthropen. Später tauchen noch mehr Werwölfe in der Serie auf, welche es bis 2014 auf vier Staffeln brachte.

In den folgenden Jahren kamen vor allem Vampirserien auf den Markt, in denen aber stets auch Werwölfe eine Rolle spielten. So ab der 3. Staffel „True Blood“ (seit 2008), ab der 2. Staffel „Vampire Diaries“ (seit 2009) sowie deren Spin Off „The Originals“ (seit 2013), in der japanischen Anime-Serie „Dance in the Vampire Bund“ (2010) und im „Lobo“-Sequel „Imortal“ (2010). Ähnlich sieht es in der Märchenserie „Once Upon a Time – Es war einmal“ aus, in der Hauptrolle Ruby (Meghan Ory) eine Werwölfin ist. Ironischerweise tritt Ruby gleichzeitig als Rotkäppchen in Erscheinung.

Once upon a Ruby

2012 wurde dann wieder eine reine Werwolfserie mit dem Titel „Wolfpack of Reseda“ produziert.

Wolfpack of Reseda

Im gleichen Jahr startete die britisch-deutsche Coproduktion „Wolfblood – Verwandlung bei Vollmond“, die sich an ein eher jüngeres Publikum richtet.

Wolfblood Serie

2013 lief „Hemlock Grove“ an. Eine Serie, die im Internet per Streaming ausgestrahlt wurde.

Hemlock Grove

Im Jahr 2014 liefen gleich zwei neue Serien an, in denen die Hauptfiguren Werwölfe sind. In „Bitten“ verwandelt sich die 28-jährige Elena (Laura Vandervoort) nach einem Biss in eine Werwölfin. Daher kommt auch der Serienname, der nichts mit dem deutschen Wort „bitten“ zu tun hat, sondern mit dem englischen Wort für „gebissen“.

Bitten Serie

Die zweite Serie, die in diesem Jahr startete, heißt „Penny Dreadful“ und spielt im England der viktorianischen Ära.

Penny Dreadful

Schlussendlich gibt es noch eine Reihe von Miniserien, in denen mitunter auch Werwölfe vorkommen. Dazu zählen „House of Frankenstein“ (1997) und „Das zehnte Königreich“ (2000).

Von Werwölfen bis Wolfenstein

Solange das Werwolf-Genre noch aktuell ist, dürfen entsprechende PC-Spiele natürlich nicht fehlen. Dabei werden so ziemlich alle Sparten abgedeckt. Angefangen bei Adventure-Games wie „Guise Of The Wolf“…

Guise of the Wolf

…bis zu Gruselshootern wie „Overcast: Walden and the Werewolf“

Overcast Werewolf

In „Skyrim“ gibt es eine Werwolfsgilde, der man beitreten kann.

Skyrim Werwolf

„Castle Wolfenstein“ von 1981 hat zwar nicht direkt etwas mit Werwölfen zu tun, der Name des Schlosses wurde allerdings von den drei Führerhauptquartieren abgeleitet, von denen das Entfernteste „Werwolf“ hieß. Der Klassiker inspirierte id Software 1992 zum ersten Ego-Shooter überhaupt – „Wolfenstein 3D“. Ab 2001 folgten insgesamt 4 Fortsetzungen. Das neuste Spiel der Reihe ist „Wolfenstein – The New Order“ von 2014, welches eine faschistische neue Weltordnung präsentiert, in der die Nazis den 2. Weltkrieg gewonnen haben.

Wolfenstein - The New Order

Literatur zum Heulen

In der Literatur kommen Werwölfe bereits seit der Antike vor. Im fast 4.000 Jahre alten Gilgamesch-Epos verwandelt z.B. die Göttin Ištar einen Schäfer in einen Wolf. Es ist zwar durchaus möglich, dass dieser Epos einen wahren Kern hat, da er Bezug auf reale Ereignisse wie die Sintflut nimmt, doch eine solche Verwandlung ließe sich nur mittels prä-astronautischer Theorien erklären.

Bei der „Naturalis Historia“ von Plinius dem Älteren (ca. 24-79) handelt es sich indes um eine definitiv naturwissenschaftliche Abhandlung, in welcher ebenfalls Wolfsmenschen erwähnt werden. Plinius hielt diese zwar für einen Mythos, doch könnte dieser sehr wohl plausibel durch die Hypertrichose erklärt werden. Dies gilt jedoch nicht für nächtliche Verwandlungen bei Vollmond, wie sie der schwedische Katholik Olaus Magnus (1490-1557) in seinem Werk „Geschichte der nördlichen Völker“ ernsthaft in Erwägung zog. Statt einer wissenschaftlichen Arbeit lieferte Magnus ein religiöses Pamphlet ab, welches aber die Grundlage der modernen Werwolfsliteratur darstellt.

Einer der ältesten Romane des Werwolf-Genres ist “Wagner, the Werewolf” von George W. M. Reynolds, welcher 1846 erschien.

Wagner The Werewolf

In den letzten 25 Jahren erschien eine wahre Flut von Werwolfsromanen, sodass an dieser Stelle eine unvollständige Auflistung ausreichen muss. Wie bereits beim Vampir-Genre dürfte der Markt bald von den Werwolfsgeschichten nach Schema F übersättigt sein.

● Guy Endore: „The Werewolf of Paris“,1933
● Louis Whitley Strieber: „Wolfsbrut“, 1978
● Stephen King: „Das Jahr des Werwolfs“, Kalendergeschichten von 1988, und „Der Werwolf von Tarker Mills“, Kalendergeschichten von 1991
● Roger L. DiSilvestro: „Werwölfe küssen gut“, 1989
● Wayne Smith: „Thor“, 1991
● Laurell K. Hamilton: „Anita-Blake”-Serie, seit 1993
● Gillian Bradshaw: „Das Lied des Wolfes“ (Originaltitel „The Wolf Hunt“), 1997
● Wolfgang Hohlbein: „Wolfsherz“, 1999

Wolfsherz

● Joanne K. Rowling: „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“, 1999
● Alice Borchardt „Die Silberwölfin“, 2000, und „Der Gesang der Wölfin“, 2001
● Donna Boyd: „Das Haus der Wölfe“ und „Die Schneewölfin“, 2001
● Kelley Armstrong: „Die Nacht der Wölfin“, 2003, und „Rückkehr der Wölfin“, 2004
● Markus Heitz: „Ritus“ und „Sanctum“, 2006

Ritus & Sanctum

● Sarah Baines: „Die Spur der Wölfin“, 2006
● Stephenie Meyer: „Bis(s)“-Serie, ab 2006
● Patricia Briggs: „Ruf des Mondes“, 2007
● Jim Butcher: „Wolfsjagd“, dt. Erstausgabe 2007
● Kit Whitfield: „Wolfsspur“, 2007

Cover in Blau/Rot

Cover in Blau/Rot.

● Lynn Raven: „Werwolf“, 2008
● Kresley Cole: „Nacht des Begehrens“, 2008, und „Versuchung des Blutes“, 2009
● Brigitte Melzer: „Wolfsgier”, 2009

Cover in Blau/Rot

Cover in Blau/Rot.

● Christoph Hardebusch: „Die Werwölfe“, 2009

Noch mehr Blau/Rot-Symbolik…

Noch mehr Blau/Rot-Symbolik…

● Nicholas Pekearo: „Wolfsrache”, 2009

Cover mit allsehendem Auge.

Cover mit allsehendem Auge.

● Carrie Vaughn: „Midnight Hour”-Serie, 2009
● Sandra Henke: „Alphawolf“, 2010 und weitere Bände der „Alpha“-Reihe
● Rainer Stenzenberger: „Berlin Werwolf – Blutsbrüder“ und „Berlin Werwolf – Rache“, 2012

Berlin Werwolf

● Simone Dorra: „Fluchmond“, 2014
● André Wiesler: „Hexenmacher. Die Chroniken des Hagen von Stein“; „Teufelshatz. Die Chroniken des Hagen von Stein 2“; „Wolfsfluch. Die Chroniken des Hagen von Stein 3“
● Lori Handeland: „Night Creature: “Wolfskuss”; „Night Creature: Wolfsgesang”; „Night Creature: Wolfsglut”; „Night Creature: Wolfsfieber”; „Night Creature:. Wolfsbann “; „Night Creature: Wolfspfade”
● Kim Harrison: „Rachel-Morgan“-Serie

Noch mehr allsehende Augen…

Noch mehr allsehende Augen…