Christliche Zionismusik

Christen kennen vielleicht das deutsche Adventslied „Tochter Zion, freue dich“. Dieses basiert auf Friedrich Heinrich Rankes (1798-1876) umgetexteten Chorgesängen aus Georg Friedrich Händels (1685-1759) Oratorien Judas Maccabäus. Judas Makkabäus (†160 v.Z.) war ein jüdischer Freiheitskämpfer, dessen Vater sich gegen das Religionsedikt des Seleukidenkönigs Antiochos IV. auflehnte. Dieses verlangte von den Juden, dass sie demonstrativ von ihrem Glauben abfallen, indem sie ein heidnisches Opfer vollziehen. Judas führte später die Aufstände gegen die Seleukiden an.

Die Aussage des Liedes wurde allerdings von Händel teilweise negiert, indem er sein Oratorium William August, dem Duke von Cumberland, zueignete. Er feierte damit dessen Sieg über die schottischen Freiheitskämpfer in der Schlacht von Culloden 1746. Die Melodie des Liedes gehört daher auch zum Repertoire englisch-patriotischer Gesänge.

Das Adventslied in seiner heutigen Form entstand um 1820, als der evangelische Theologe Ranke einen Text nach Sacharja auf den Chorsatz Händels legte und um zwei Strophen ergänzte, die das kommende Reich Jesu Christ besingen. Von der ursprünglichen Botschaft über den jüdischen Freiheitskämpfer blieb dabei nicht viel übrig. Stattdessen tritt der christliche Zionismus in den Vordergrund, demzufolge Jesus in Jerusalem erscheinen wird, um dort sein christliches Weltreich zu errichten. Willkommen in der Endzeit.

Die christlich-fundamentalistischen Söhne Mannheims, zu denen auch der Afghanistankriegsbefürworter Xavier Naidoo gehört, besingen diese Endzeit in ihrem Lied „Armageddon“. Passenderweise findet sich der Titel auf ihrem Debütalbum „Zion“ von 2000, womit das Armageddon dann wohl in Jerusalem verortet wäre. Angesichts des Nahostkonfliktes eine durchaus explosive Kombination.

Zion_1

2004 folgte die Platte „Noiz“, also Zion rückwärts geschrieben. Das ist durchaus bemerkenswert, da Rückwärtsbotschaften sonst eher eine beliebte Spielerei der Satanisten sind.

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2009 erschien dann das Album „Iz On“, was wieder ein Anagram von Zion ist.

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Auf die Spitzen treiben es die Zionisten Mannheims jedoch mit ihrem neusten Album „Elyzion“. Das Elysium der Antike lag aber gar nicht auf dem Berg Zion, sondern im Erdorbit. Immerhin gibt es eine kleine Anspielung auf dem Cover, welches einen schwebenden Fels zeigt.

Elyzion

Vom Berg Zion zum Zionismus

von Joe Doe

Kaum ein Thema erhitzt die Gemüter so sehr wie der Zionismus. Dabei wissen die Wenigsten, was Zionismus eigentlich ist, welche Ausprägungen es gibt und woher der Begriff kommt. Selbstverständlich wollen wir uns hier einer differenzierten Betrachtungsweise widmen und wollen damit judenfeindlichen Verschwörungstheorien entgegen wirken.

Zion war ursprünglich der Name einer Turmburg der Jebusiter an der südöstlichen Stadtgrenze des vorisraelitischen Jerusalems. Die Bezeichnung gab es also schon lange, bevor die Israeliten unter König David die Stadt, welche damals noch Jebus hieß, um ca. 1.000 v. Z. eroberten. Davor gehörte Jebus und damit auch Zion zu den Stadtstaaten Kanaans. Alle Behauptungen, Zion sei originär etwas Jüdisches, wären damit bereits vom Tisch.

Nachdem König David Jerusalem zu seiner Hauptstadt machte und damit eine Brücke zwischen den israelitischen Stämmen im Norden und Süden herstellte, führte er eine Zionstheologie ein. Diese stützte sich auf eine Vorhersage seines Hofpropheten Natan, der ihm ein ewiges Fortbestehen seiner Dynastie ankündigte. Darin könnte man eine frühe Form des Zionismus sehen. Allerdings vermischten sich in der Theologie Davids Elemente der polytheistischen kanaaischen Religion mit dem frühen Judentum.

Die Bezeichnung Zion erlebte ebenfalls einen gravierenden Wandel. Zunächst erhielt der Tempelberg vorübergehend den Namen Zion. Im Mittelalter wurde dann die Burg Zion fälschlich mit einem Hügel im Südwesten Jerusalems identifiziert, woraufhin dieser den Namen Berg Zion erhielt. Im 19. Jahrhundert vermutete man jedoch, dass es sich beim Südkamm des Tempelbergs um den Ophel handelt, was im 20. Jahrhundert durch archäologische Grabungen bestätigt werden konnte. Der Name Zionsberg wurde später auf einen anderen Jerusalemer Hügel übertragen und ist heute nicht mehr mit dem Tempelberg identisch. Auf dem heutigen Berg Zion liegen die Dormitio-Abtei und historische Stätten wie das Davidsgrab und das Grab Oskar Schindlers.

Berg Zion

Ob nun die Burg oder der Berg Zion – dieses Thema ist vor allem für Archäologen und Geologen interessant. Ein direkter Bezug zum Judentum besteht lediglich beim heutigen Tempelberg, auf dem Davids Sohn König Salomon um 930 v.Z. den ersten Jerusalemer Tempel errichten ließ. Auf diesem Berg befinden sich heute der Felsendom und die al-Aqsa-Moschee. Vom ersten jüdischen Tempel gibt es keine Überreste mehr. Vom zweiten Tempel, welcher ca. 520-515 v.Z. erbaut wurde, steht nur noch die Klagemauer.

Einige der heutigen Zionisten träumen davon, den Tempel auf dem ursprünglichen Zionsberg wiederaufzubauen. Dafür müssten jedoch der Felsendom und die al-Aqsa-Moschee weichen. Ein noch nie da gewesener Religionskrieg wäre die unvermeidliche Folge. Interessanterweise steht der moderne Zionismus damit im krassen Gegensatz zur ursprünglichen Zionstheologie, welche der Prophet Jesaja im Tanach niederschrieb.

Jesaja zufolge wird vom Zion das göttliche Gericht über die abtrünnigen Führer Israels ausgehen, welche Verträge mit dem Totenreich schließen, statt sich auf ihren Gott zu verlassen. Das beschreibt ziemlich gut die aktuelle Lage in Israel, welches von einer rechtsgerichteten Regierung beherrscht wird, die kein Interesse am Religionsfrieden mit den Palästinensern hat. Unnötig zu erwähnen, dass diese Regierung aus Hochgradfreimaurern besteht.

Ein Großteil der Juden hat da schon mehr Vertrauen in den eigenen Gott statt in geheime Kabale. In der Tat sind viele Juden Antizionisten, die sich an die Diaspora gebunden fühlen und der Überzeugung sind, dass nur Gott ihnen einen Staat geben kann. Es käme ihnen niemals in den Sinn, die Ankunft ihres Messias durch aktives politisches Handeln zu erzwingen, wie dies von messianischen Endzeitsekten innerhalb des Judentums vorangetrieben wird.

Hinzu kommt, dass zahlreiche Juden den Zionismus ablehnen, weil sie ihre Heimat dort sehen, wo sie leben – ob nun in den USA, in Deutschland oder wo auch immer. Die Flucht nach Israel würde für sie einer Kapitulation vor der Judenfeindlichkeit in ihren Heimatländern gleichkommen.

Aufgrund dieser offensichtlichen Widersprüche ist es völlig falsch und absurd, das Judentum mit dem Zionismus gleichzusetzen. Es gibt nur zwei Gruppierungen, die sich dieser Gleichsetzung bedienen. Zum einen sind das Neonazis, die zwar über Zionisten schreiben, aber damit in Wirklichkeit die Juden meinen. Mit dieser Methode versuchen sie (vergeblich) ihre judenfeindliche Ideologie zu verschleiern und spätestens, wenn sie aus den „Protokollen der Weisen von Zion“ zitieren, fällt ihre Maske.

Die Protokolle erschienen erstmals 1903 im russischen Zarenreich. Es wird vermutet, dass das gefälschte Pamphlet vom russischen Geheimdienst in Umlauf gebracht wurde, allerdings kursieren auch noch andere Theorien. In jedem Falle sollten die Juden damit zum Sündenbock für das Treiben der tatsächlichen Machtelite gemacht werden. Wie man an der Geschichte Nazideutschlands sehen kann, ging diese Rechnung leider auf und auch radikale Moslems wie die Hamas glauben an die Echtheit der Protokolle.

Auf der anderen Seite erhalten die Rechtsextremisten aber auch Zuspruch von vermeintlich linken Kräften, denn die Antideutschen und sogar die Zionisten selbst bedienen sich ebenfalls der Gleichsetzung des Zionismus mit dem Judentum. Der einzige Unterschied zwischen den beiden Seiten besteht in der Auslegung. Während die Faschisten die Gleichsetzung benutzen, um Juden pauschal als Weltverschwörer hinzustellen, benutzen die Antideutschen und Zionisten sie, um alle Zionismuskritiker als Antisemiten zu diffamieren.

Dies nimmt teilweise derart groteske Züge an, dass sogar jüdische Friedensaktivisten wie Noam Chomsky oder der Antisemitismusforscher Prof. Wolfgang Benz als Antisemiten beschimpft werden. Auf der anderen Seite wird Israels Kriegspolitik befürwortet, womit ja gerade judenfeindliche Ressentiments geschürt werden. Es lässt sich kaum in Worte fassen, wie sehr man Leuten ins Hirn geschissen haben muss, die pazifistische Juden angreifen, während sie Rechtsextremisten wie Israels Außenminister Avigdor Liebermann über den grünen Klee loben. Aber so sind Antideutsche nun einmal – verkappte Faschisten.

Wir wollen uns an dieser Stelle auf keine unwürdige Diskussion einlassen – weder mit Nazis noch mit Antideutschen. Uns interessieren allein die Fakten.

Der moderne Zionismus hat seine Wurzeln im 17. Jahrhundert, als größere Gruppen europäischer Juden versuchten, ins einstige israelitische Reich auszuwandern. So weit so gut. Jedoch nahm die Bewegung schnell extremistische Züge an, als vereinzelte Rabbiner den Anbruch eines messianischen Zeitalters versprachen. Dies war der Beginn der jüdischen Endzeitsekten, in deren Reihen der von Schabbtai Zvi (1626-1676) begründete Sabbatianismus besonders heraus stach. Der Kabbalist Zvi erklärte sich nämlich selbst zum Messias und das ausgerechnet im Jahr 1666. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Nun gibt es aber nicht nur jüdische, sondern vor allem auch christliche Endzeitsekten. Dazu können mitunter die englischen Puritaner gezählt werden, die glaubten, durch die Rückkehr der verstreut lebenden Juden nach Palästina sowie ihre anschließende Bekehrung zu Christus die letzte Vorstufe zur Endzeit einleiten zu können. In der Tat war England federführend bei der Staatsgründung Israels, wie man an der Balfour-Deklaration 1917 sehen kann, und unterstützt bis heute dessen Politik. Gleiches gilt für viele christlich-fundamentalistische Gruppierungen in den USA. Die real existierende Israel-Lobby besteht daher wenig überraschend mehrheitlich aus evangelikalen Christen.

Die christlichen Fundamentalisten könnten letztendlich sogar als lachender Dritter aus dem Nahostkonflikt hervorgehen, weshalb sie diesen nach besten Kräften weiter anheizen. Manche glauben tatsächlich, sie könnten die Moslems in einem modernen Kreuzzug ausradieren, die überlebenden Juden zum Christentum bekehren und dann käme Jesus auf die Erde zurück, um das Reich Gottes zu errichten. Es erübrigt sich zu erwähnen, wie brandgefährlich solche Fanatiker sind.

Der Gipfel dieses Irrsinns ist der christliche Zionismus. Es wird sowohl die Rechtsextremisten als auch die Antideutschen überraschen, dass die meisten Zionisten tatsächlich Christen und keineswegs Juden sind. Und wir reden hier nicht von irgendwelchen Christen, sondern von der christlichen Rechten, die Frauen unterdrückt und Homosexuelle hasst. Wenn man sich das vor Augen führt, müssten doch eigentlich die Nazis den Zionismus unterstützen, während diverse Antifa-Irrläufer ihn bekämpfen sollten. Wenn die Konsequenzen nicht so verdammt traurig wären, könnte man die Zionismusdebatte fast für einen perversen Witz der Geschichte halten.

Neben dem religiösen Zionismus, welcher vor allem von messianischen Endzeitsekten des Juden- und Christentums vorangetrieben wird, gibt allerdings noch einen politischen Zionismus. Der Begriff des Zionismus als jüdische Nationalbewegung wurde 1890 von Nathan Birnbaum (1864-1937) geprägt. Der aus Wien stammende Schriftsteller erwähnte ihn erstmals am 16. Mai 1890 in der von ihm herausgegebenen Zeitschrift „Selbst-Emancipation“. Birnbaum forderte allerdings nicht nur die Gründung eines jüdischen Staates, sondern auch die ethnisch-kulturelle Gleichberechtigung der Juden in der Diaspora. Er kann daher als gemäßigt gelten, zumal er sich später vom Zionismus abwandte.

Wesentlich radikaler und auch bekannter ist Theodor Herzl (1860-1904), welcher als Begründer des modernen Zionismus gilt. Dabei hatte er durchaus nachvollziehbare Gründe, musste er doch den Aufstieg des deutschen Rasse-Antisemitismus miterleben. Der gerade in Frankreich stattfindende Prozess wegen angeblichen Landesverrats gegen den jüdischen Offizier Alfred Dreyfus brachte schließlich das Fass zum Überlaufen und Herzl verfasste 1896 seine Vision eines jüdischen Staates. „Der Judenstaat – Versuch einer modernen Lösung der Judenfrage“ erscheint in Anbetracht der später von Hitler angestrebten „Endlösung der Judenfrage“ tatsächlich als die bessere Option.

Herzls Ziel war es, einen souveränen jüdischen Staat zu erschaffen, um die Juden völkerrechtlich abzusichern. Seine Motive waren dabei weniger religiöser Natur, sondern viel mehr in der verbreiteten Judenfeindlichkeit begründet, die es den Juden schwer machte (und bis heute macht), sich in Europa kulturell zu integrieren und Akzeptanz zu finden. Man denke nur an die Pogrome im Mittelalter und die Ghettos, die es noch bis Ende des 18. Jahrhunderts gab. Ganz zu schweigen von den Gräueltaten des 3. Reichs, die Herzl zum Glück nicht mehr miterleben musste.

Theodor Herzl bestand weiterhin keineswegs darauf, diesen Staat in Palästina anzusiedeln, sondern zog auch Ostafrika und Südamerika in Betracht. Im Nachhinein betrachtet erscheint letzterer Vorschlag besonders weise, da es in Lateinamerika zu dieser Zeit noch viele unerschlossene Gebiete gab, was sich auch christliche Minderheiten zunutze machten. Herzl wollte mit Sicherheit keinen Nahostkonflikt heraufbeschwören, wie wir ihn heute erleben und er würde sich wohl im Grabe umdrehen, wenn er davon wüsste.

Dennoch könnte Hertzl mehr oder weniger von dunklen Mächten benutzt worden sein, wie einige seiner Kontakte belegen. Schon während seines Studiums der Rechtswissenschaften war er Mitglied der Burschenschaft Albia. Aus dieser trat er später allerdings wieder aus, nachdem Hermann Bahr (1863-1934) sich im März 1883 im Gedenken an Richard Wagner judenfeindlich äußerte.

Hertzl hatte weiterhin gute Kontakte ins Bankenwesen. Bereits sein Vater Jakob (1835-1902) war Direktor der Hungariabank und sein Sohn Hans (1891-1930), der 1924 zum Christentum konvertierte, arbeitete vor seinem Umzug nach London bei der Wiener Union Bank. Nachdem Theodor Herzl vorerst mit seinen zionistischen Ideen scheiterte, wollte er sich zudem an Albert Rothschild (1844-1911) wenden, jedoch kam das geplante Treffen nie zustande. Eine direkte Verbindung zu den Rothschilds kann ihm zwar nicht nachgewiesen werden, aber ein übler Nachgeschmack bleibt dennoch. Zumal sich die Bankiers-Dynastie später sehr wohl seiner Ideen bemächtigte und diese in ihrem Sinne verdrehte.

Neben der Hauptströmung des politischen Zionismus, entwickelte sich ab 1900 auch ein sozialistsicher Zionismus, welcher vor allem in Russland verbreitet war. Vorangetrieben wurde diese Strömung maßgeblich von der marxistischen Poalei Tzion und ihrem Theoretiker Ber Borochov. Der sozialistische Zionismus prägte später auch die Kibbuz- und Arbeiterbewegung in Israel. Leider scheiterten diese Versuche und damit jede Bemühung um Frieden im Nahen Osten.

Heute wird Israel von rechtskonservativen bis rechtsextremen Hardlinern kontrolliert, welche sich großzügig von den Rothschilds und Rockefellers finanzieren lassen. Israel ist zu einem weiteren, wenn nicht sogar zum wichtigsten Vasallenstaat der USA verkommen. Manche (vor allem rechte) Verschwörungstheoretiker behaupten, Israel würden die USA kontrollieren, doch es ist genau umgekehrt. Israel wird unter dem Vorwand der Shoa auf schändlichste Weise benutzt, um US-Interessen im Nahen Osten mit äußerster Brutalität durchzusetzen. Nicht zu vergessen, dass Israel als Freimaurerstaat ein wichtigen Eckpfeiler zur Erschaffung einer neuen Weltordnung darstellt.

Der politische Zionismus, der sein Ziel der Gründung eines jüdischen Staates längst erreicht hat, wurde indes gleichermaßen pervertiert. Der heutige Zionismus Israels besteht hauptsächlich in einer völkerrechtswidrigen Siedlungspolitik im Westjordanland, der Unterdrückung der Palästinenser sowie regelmäßiger Massaker im Gaza-Streifen. Nichts davon hat Theodor Herzl je gewollt. Im Gegenteil war er sogar schon zu seinen Lebzeiten, wo es noch gar keinen israelischen Staat gab, gegen illegalen Siedlungsbau.

Wir wollen an dieser Stelle keineswegs das Existenzrecht Israels infrage stellen. Der illegale Siedlungsbau sowie das Einmauern palästinensischer Städte hat jedoch nichts mit dem Existenzrecht Israels zu tun, sondern stellt einen klaren Bruch des Völkerrechts dar. Man stelle sich vor, Deutschland würde Siedlungen in seinen ehemaligen Ostgebieten errichten, da wäre im wahrsten Sinne des Wortes Polen offen.

Selbiges gilt auch für das Selbstverteidigungsrechts Israels. Selbstverständlich hat Israel das Recht, seine Bevölkerung vor Angriffen zu schützen und es ist dem Militär ja auch gelungen, 99% aller von der Hamas abgefeuerten Raketen abzufangen. Die anschließende Bombardierung der Zivilbevölkerung von Gaza war jedoch vollkommen überflüssig und menschenverachtend. Tausende unschuldige Frauen, Männer und Kinder für ein paar Raketen, von denen kaum eine durch Israels Abwehrschild gekommen ist, mit dem Leben bezahlen zu lassen, hat nichts mehr mit Verteidigung zu tun. Es handelt sich ausschließlich um Rache. Diese trifft nicht einmal die Hamas. Im Gegenteil ist jeder tote Zivilist Wasser auf die Mühlen der Terrororganisation.

Doch darf man das in Deutschland überhaupt kritisieren? Oder schreien schon wieder die ersten „Antisemitismus!“? Nein, wir sind gewiss nicht judenfeindlich. Im Gegenteil betrachten wir die israelische Außenpolitik mit großer Sorge, da sie unserer Meinung nach mehr als jede rechtsextreme Hetze zur Verbreitung von Judenfeindlichkeit beiträgt!

Und wie stehen wir zum Zionismus? Darauf können wir keine pauschale Antwort geben, da es DEN Zionismus überhaupt nicht gibt. Unsere Ablehnung gilt zweifelsfrei dem religiös-fundamentalistischen und insbesondere dem christlichen Zionismus. Ebenso lehnen wir den aktuellen politischen Zionismus Israels ab, der stark faschistische Züge trägt. Den sozialistischen Zionismus betrachten wir indes als fortschrittlichen Gegensatz dazu und möglicherweise wäre er sogar die Lösung des Nahostkonfliktes. Wären Israel und Palästina sozialistisch, könnten sie sogar Bruderstaaten sein.

Nachdem wir nun die rechtsgerichteten Zionisten sowie die antideutschen Knallchargen ausreichend verärgert haben dürften, kommen wir nicht umhin, uns zum Schluss auch noch mit der Gegenseite anzulegen. Wir halten absolut nichts von den oftmals judenfeindlichen Verschwörungstheorien, die einen einheitlichen Zionismus hinter dem Weltgeschehen vermuten und diesen an die Spitze der Machtpyramide setzen.

Wie bereits erwähnt gibt es ein gutes Dutzend verschiedener zionistischer Strömungen, die teils sogar im Konflikt gegeneinander stehen. Die messianischen Endzeitsekten sowie die aktuelle israelische Regierung spielen dabei durchaus eine große Rolle bei der Schaffung einer neuen Weltordnung. Doch auch diese Zionisten sind nur Schachfiguren, die von weitaus höheren Mächten auf dem freimaurerischen Schachbrett dirigiert werden.

Um mit dieser Wahrheit umgehen zu können, bedarf es natürlich der Fähigkeit zum differenzierten Denken, mit der weder die Nazis oder Hamas noch die Antideutschen gesegnet sind. Wer diesen Artikel als prozionistisch oder antisemitisch aburteilt, hat nicht ein Wort davon verstanden und ist Lichtjahre weit davon entfernt, die Vorgänge auf diesem Planeten zu begreifen!

Die größten Okkultisten: Jack Parsons – Crowley-Schüler und Raketenforscher

von Joe Doe

John („Jack“) Whiteside Parsons wurde am 2. Oktober 1924 in Los Angeles geboren. Sein eigentlicher Geburtsname lautete allerdings Marvel und nicht John. Bekannt wurde er vor allem als Raketenantriebsforscher. Ähnlich wie sein Kollege Wernher von Braun begeisterte sich Parsons bereits in seiner Jugend für Raketen und experimentierte schon ab 1928 zusammen mit seinem Schulfreund Edward Forman an Amateurraketen.

Beinahe wäre Jacks Traum jedoch wie eine Seifenblase zerplatzt, denn während der großen Depression musste er die Stanford Universität verlassen. 1934 tat er sich jedoch wieder mit Forman und Frank Malina zusammen, mit denen er die an die Caltech angegliederte GALCIT Rocket Research Group bildete. 1939 arbeitete die Gruppe an der National Academy of Science am Jet-assisted Take Off (JATO, zu Deutsch „strahlantriebsgestützter Flugzeugstart“) für das US-Militär.

Später nannte sich die Gruppe in „Jet Propulsion Laboratory“ um und gründete zudem die Aerojet Corporation. Parsons ist als Mitgründer des renommierten JPL (scherzhaft „Jack Parsons Lab“) gleichzeitig einer der Väter des US-amerikanischen Raumfahrtprogramms. Wernher von Braun, der allgemein als Vater des Raumfahrtprogramms gilt, gab diesen Titel sogar bereitwillig an Parsons ab. Das „Jet Propulsion Laboratory“, welches zum California Institute of Technology (Caltech) gehört, baut und steuert indes bis heute einen Großteil der NASA-Satelliten und -Raumsonden.

Doch der begabte Raketenforscher, nach dem die NASA sogar einen Krater auf dem Mond benannte, hatte auch eine sehr düstere Seite. Während Wernher von Brauns Nazikarriere als SS-Obersturmbahnführer sehr gut dokumentiert ist, stand Parsons stets in von Brauns Schatten. Dabei ging er anfangs den genau entgegen gesetzten Weg und wurde zunächst Marxist. Er vertrat eine stark antikapitalistische sowie pazifistische Haltung und überlegte sogar, der kommunistischen Partei der USA beizutreten.

Doch schnell verließ er diesen viel versprechenden Pfad wieder und konvertierte zur neuen religiösen Bewegung des englischen Okkultisten Aleister Crowley. 1941 trat er, zusammen mit seiner Frau Helen Northrup, der Agape-Loge des kalifornischen Ordo Templi Orientis bei, zu deren Leiter er ein Jahr später ernannt wurde.

OTO-Loge mit Schachbrettboden und Obelisken.

OTO-Loge mit Schachbrettboden und Obelisken.

Parsons, dessen Logenname Frater Jopan 210 lautete, lernte Crowley zwar nie persönlich kennen, stand aber in einem regen Briefkontakt mit ihm. Später handelte er sich Crowleys Zorn ein, als er zusammen mit L. Ron Hubbard versuchte, ein „Moonchild“ zu erzeugen. Der Meister persönlich hatte das dazugehörige Ritual in seinem Roman „Moonchild“ beschrieben und sah es wohl nicht gern, dass Parsons seine Idee klaute. Crowley warf Jack allerdings nicht aus dem Orden.

Dafür wurde Parsons allerdings von Hubbard hintergangen. Zunächst hatte er noch mit ihm und Sara „Betty“ Northrup zusammen eine Firma für Schiffshandel gegründet. Während Parsons eine Summe von 21.000 $ in die Allied Enterprises investierte, beteiligte sich Hubbard lediglich mit 1.200 $. Schließlich entwendete L. Ron eine Yacht und obendrein machte er Jack seine Freundin Sara abspenstig. Letzteres war besonders bitter für ihn, da ihm zuvor bereits seine erste Frau und Saras Halbschwester Helen von Wilfred Smith, dem vorherigen Leiter der Agape-Loge, ausgespannt worden war.

Erbost über diesen neuerlichen Verrat durch L. Ron und Sara, soll Jack in seinem Hotelzimmer einen Sturm heraufbeschworen haben. Tatsächlich wurde das von seinen beiden Ex-Geschäftspartnern gestohlene Boot von einem Unwetter zum Kentern gebracht. Ob da ein Zusammenhang besteht, ist natürlich reine Spekulation.

Zumindest war Parsons selbst aber absolut von seinem magischen Wirken überzeugt. Als Anhänger von Thelema praktizierte er in vielerlei Hinsicht Crowleysche „Magick“. Gemeinsam mit Hubbard versuchte er nicht nur, ein „Moonchild“ zu zeugen, sondern betrieb obendrein in der Mojave-Wüste (Kalifornien) das so genannte Babalon Working. Mit dieser okkulten Praktik wollten die beiden ein Dimensionstor öffnen und einen weiblichen Messias, die Göttin Babalon aus Crowleys „Liber AL vel Legis“ („Buch der Gesetze“), auf der Erde inkarnieren lassen.

Weiterhin soll Parsons paranormale Phänomene wie Poltergeister, Orbs und Banshees heraufbeschworen haben. Als würde dies noch nicht reichen, um an seinem Verstand zu zweifeln, praktizierte er außerdem Sexualmagie. In Ritualen, basierend auf enochianischer Magie, masturbierte er zur Musik des russischen Komponisten Sergei Prokofjew auf magische Tabletts, um Frauen im wahrsten Sinne des Wortes zu verzaubern. Bei derartigen Praktiken war mitunter auch Hubbard anwesend, da er ihn für sensibel gegenüber magischen Phänomenen hielt.

Zu seinem satanistischen Lebensstil passte dann auch Jacks zweite Frau Marjorie Cameron, deren rote Haare und blau-grüne Augen seiner Vorstellung der Göttin „Babalon“ entsprachen. Er überredete sie, an seinen magischen Arbeiten teilzunehmen, bis sie schließlich selbst glaubte, eine Inkarnation „Babalons“ zu sein. In Kenneth Angers Film „Inauguration of the Pleasure Dome“ (1954) spielte sie später sogar die „scharlachrote Hure Babalon“ sowie die indische Göttin Khali. Kurz bevor Jack Marjorie heiratete, legte er alle seine Ämter beim OTO nieder, was jedoch nicht das Ende seiner okkulten Ausschweifungen bedeutete.

Nebenbei war Jack Parsons auch Mitglied der Mañana Literary Society, wo er sich mit Autoren wie dem Antikommunisten Robert A. Heinlein anfreundete. Er selbst schrieb aber weniger Science Fiction als viel mehr okkulte Werke über Magie. Angesichts dessen stellt sich die Frage, in wie weit er seinen Beruf als Raketenforscher wissenschaftlich sah?

Mad Scientist Parsons

Parsons’ okkultes Treiben umfasste nämlich nicht nur sein Privatleben, sondern auch seine Arbeit für die NASA. So führte er vor jedem Raketenstart eine Invokation des Gottes Pan durch. Keine Seltenheit bei der NASA, denn auch die Apollo-Astronauten, die allesamt Freimaurer waren, hielten auf dem Mond okkulte Rituale ab. Christliche Gebete, sofern diese bei der NASA überhaupt praktiziert werden, scheinen dagegen nur Blendwerk für die Massen zu sein.

Die NASA, die eigentlich ein wissenschaftlich-rationales Weltbild vertreten sollte, ist in Wirklichkeit eine hochgradig okkulte Organisation, die von Nazis, Freimaurern und Satanisten gegründet wurde und offenbar bis heute von solchen Figuren geleitet wird. Zudem untersteht sie dem Pentagon und verfolgt damit vorrangig militärische sowie Spionagezwecke. Die wissenschaftliche Erforschung des Weltraums ist nur Nebensache und dient als Rechtfertigung nach außen.

Selbstverständlich gibt es viele NASA-Mitarbeiter, die nichts mit den militaristischen und okkulten Machenschaften zu tun haben. Diese bekleiden jedoch nur einfache Posten von der Flugkontrolle über Wartung bis hin zur Putzfrau. Wie diese Mitarbeiter wohl über den Geisteszustand ihrer Vorgesetzten denken, sofern sie überhaupt etwas von deren Machenschaften mitbekommen?

Zumindest über die Vertuschung von UFOs durch die NASA haben sich schon einige öffentlich geäußert, was in Hinblick auf die extradimensionale Natur eines Teils des Phänomens sicherlich interessant ist. Möglicherweise gibt es da einen Zusammenhang. Die Vertuschung der außerirdischen Präsenz sowie die okkulten Rituale finden jedenfalls in den oberen Etagen der NASA statt. Der Fisch stinkt wie immer vom Kopf.

Für die internationale Gemeinde der Astronomen und Astrophysiker dürfte indes die Erkenntnis, dass die Spitze der NASA offenbar geistig nicht zurechnungsfähig ist, ein herber Schock sein. Daran ändert auch der frühe Tod Jack Parsons am 17. Juni 1952 nichts, da es immer noch mehr als genug Hochgradfreimaurer und Satanisten bei der US-Raumfahrtbehörde gibt. Die Todesumstände von Parsons sind derweil wieder einmal sehr bezeichnend.

In seinem Buch „Liber Babalon“ prophezeite sich Jack Parsons selbst ein Ende in Flammen und tatsächlich starb er im Alter von nur 37 Jahren bei einer Explosion von Knallquecksilber. Während seine thelemischen Anhänger dies als Beweis für die Authentizität des „Liber Babalon“ sehen, könnte man als Kritiker zu dem hämischen Schluss gelangen, dass er durch das wohl verdiente Fegefeuer gegangen ist.

Ein wirklicher Verlust war Parsons ohnehin nur für die Raketentechnologie. In erster Linie hat die Welt mit seinem Ableben einen Schwarzmagier weniger. Groteskerweise war Parsons aber nicht nur ein Okkultist, sondern auch ein Zionist, der sich stark für die Gründung Israels engagierte. Er überlegte sogar kurz vor seinem Tod, nach Israel auszuwandern.

Das lässt den Zionismus in einem gänzlich anderen Licht erscheinen, denn Parsons war – wie die meisten Zionisten – kein Jude. Im Gegenteil arbeitete er eng mit Nazis wie von Braun zusammen, während seine Religion Crowleys Thelema war. Auch andere Zionisten wie George W. Bush und dessen Vater tummeln sich im Bereich okkulter Geheimbünde wie der Hochgradfreimaurerei oder Skull & Bones. Sein Großvater Prescott Bush hatte indes beste Geschäftsverbindungen zu den Nazis. Kein Wunder also, dass die große Mehrheit der Juden den Zionismus als politische Richtung strikt ablehnt. Dieser hat rein gar nichts mit ihrer Religion zu tun und Jack Parsons war der beste Beweis dafür!

Quelle (deutsch)

Quelle (englisch)