Das Council on Foreign Relations – Wer hat einen Krieg bestellt?

von Shinzon

Das Council on Foreign Relations wurde am 29. Juli 1921 in New York vom 33 Grad Freimaurer Edward Mandell House (1858-1938) gegründet. House war Mitglied der Demokratischen Partei und außenpolitischer Berater des Präsidenten Woodrow Wilson (1856-1924). Die US-Außenpolitik ist dementsprechend das Kernthema des CFR, wobei das Mittel der militärischen Gewalt zum Standardrepertoire gehört. Der Initiator des CFR nannte sich passender Weise Colonel House, obwohl er keinerlei militärische Erfahrung hatte und lediglich nach dem 1. Weltkrieg als Verhandlungsführer der US-Delegation bei der Friedenskonferenz von Versailles anwesend war.

Unterstützung bei der Gründung seines Think Tanks erhielt er u.a. von dem deutschstämmigen Bankier Paul Warburg (1868-1932), der auch Mitinitiator der privaten amerikanischen Zentralbank (Federal Reserve Bank) war, mit der dem Staat die Geldhoheit entrissen wurde. Edward M. House spielte dabei als Präsidentenberater eine ebenso wichtige Rolle wie Paul Warburg bei der Gründung des CFR. Weitere wichtige Gründungsmitglieder waren der damals einflussreichste Journalist Walter Lippmann (1889-1974), der Bankier Otto Hermann Kahn (1867-1934) sowie weitere New Yorker Bankiers, Geschäftsleute und Politiker. Alle waren vorab in ein angemietetes Büro in der 43. Straße von Manhattan eingeladen worden.

Die Verfassung des Council on Foreign Relations wurde parallel zum Gründungsprozess vom Vizeaußenminister Frank Lyon Polk und George W. Wickersham (1858-1936), einem Vertreter der US-Kriegshandelsbehörde, erarbeitet. Auf Basis dieser Verfassung fördert das CFR eine internationalistische Außenpolitik, die natürlich an den Interessen der USA ausgerichtet ist.

Das erste Direktorium bestand aus dem CFR-Präsidenten John W. Davis (1873-1955), dem CFR-Vizepräsidenten Paul D. Cravath (1861-1940) und dem Ehrenpräsidenten Elihu Root (1845-1937). Root hatte sich bereits 1912 als 1. Präsident des Carnegie Endowment for International Peace einen Friedensnobelpreis verdient. Zudem waren alle drei Juristen, wobei Davis und Cravath als Anwälte der Investmentbank Kuhn, Loeb & Co. beste Verbindungen zur Finanzmafia hatten. Die ersten Direktoren waren indes Paul Warburg und Otto Hermann Kahn, welcher Vorstand des Bankhauses Kuhn, Loeb & Co. war.

Davis wurde darüber hinaus von 1922 bis 1939 zum Kurator der Rockefeller-Stiftung, welche wohl kaum zufällig kurz nach Ausbruch des 2. Weltkrieges die „War and Peace Studies“ des CFR finanzierte. Nach dem Krieg hatten die Studiengruppen des CFR maßgeblichen Einfluss auf die Rahmenbedingungen der UN und den Marshallplan. Kaum war der 2. Weltkrieg verarbeitet, folgten Regierungsexpertisen für den Kalten Krieg und den Vietnamkrieg.

Der politische Einfluss des Council on Foreign Relation wuchs stetig an. Einer Studie von Wiliam Minter und Laurence Shoup zufolge waren bereits zwischen 1945 und 1972 die Hälfte von insgesamt 502 Regierungsmitgliedern beim CFR. Sogar Dwight D. Eisenhower (1890-1969) war ab 1950 Vorsitzender einer CFR-Studiengruppe, bevor er 1953 zum US-Präsidenten gewählt wurde. Seine Kandidatur wurde dabei von einer Arbeitsgruppe innerhalb von Eisenhowers Studiengruppe unterstützt und zum Dank rekrutierte er sein Kabinett aus den Reihen des CFR, darunter den Außenminister John Foster Dulles (1888-1959). Damit kann das Council on Foreign Relations zu recht als korruptes Karrierenetzwerk bezeichnet werden.

Korrupt sind auch die Verbindungen des Think Tanks zur Wirtschaft und Hochfinanz. Alle 55 CFR-Officers hatten Führungspositionen als Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzende in insgesamt 74 Wirtschafts- und Finanzkonzernen. Deren Interessen werden bei der Planung der US-Außenpolitik durch den Think Tank selbstverständlich berücksichtig, was diesen zu einer mafiösen Organisation macht. Das sind bekannte Fakten, die sich nicht so einfach als Verschwörungstheorien wegwischen lassen.

Natürlich gibt es auch einige krude Theorien, darunter ein Pamphlet von 1952, in welchem der New Yorker Arzt Emanuel Josephson das CFR als „Sowjet-Rockefeller-Achse“ bezeichnete. Das ist jedoch nicht wahr. Im Gegenteil verhielt sich das Council on Foreign Relations zu Zeiten des Kalten Krieges stark antikommunistisch. Lediglich die Beziehungen zu China wurden unter der Mitwirkung von Henry Kissinger normalisiert, was ein strategisch interessanter Schachzug war, da zwischen China und der Sowjetunion in den 1960er Jahren eine politische Eiszeit herrschte.

Ein Punkt, mit dem Josephson dagegen richtig lag, ist die tragende Rolle von David Rockefeller (*1915). Das „David Rockefeller Studies Program“ ist sogar eine der wichtigsten Säulen des CFR und beschäftigt inzwischen 70 hauptberufliche CFR Fellows. Diese erarbeiten wirtschaftliche sowie politische Expertisen und übermitteln diese an Entscheidungsträger. Zudem schreiben sie Zeitungsartikel, Bücher und Internetblogs, mit denen die öffentliche Meinung beeinflusst werden soll. Ohne das „David Rockefeller Studies Program“ wäre das CFR als privater Anbieter offizieller staatlicher Beratung und inoffizieller Diplomatie kaum denkbar.

Und da wären wir schon bei der Frage, wie sich der ganze Laden finanziert? Logischerweise sind die Rockefellers an vorderster Front mit dabei. Hinzu kommen die Gründerfirmen Goldman Sachs, JP Morgan Chase & Co., die Bank of America und ihre Tochtergesellschaft Merrill Lynch & Co., Inc., die Exxon Mobile Corp., McKinsey & Company Inc. und der Börsenbetreiber NASDAQ OMX Group. Das sind genau die Banken und Konzerne, die ganze Länder in den Abgrund reißen, damit es an der Wallstreet flutscht.

Neben diesem ohnehin schon kriminellen Konglomerat gibt es noch die so genannten „Corporate Members“ des Presidents Circle, die sich mit je 50.000 $ jährlich beteiligen. Zu diesen zählen die Ölkonzerne BP und Shell, der Rüstungskonzern Lockheed Martin, die schweizerische Kreditanstalt Credit Suisse AG und andere namhafte Global Player. Am Ende der Liste gibt es noch die „Premium Members“ mit einer jährlichen Beteiligung von 25.000 $, darunter Warburg Pincus, der Diamantenproduzent DeBeers, die Deutsche Bank, VW, Airbus, Walmart und die Datenkrake Google.

In anbetracht dieser Liste wird die außenpolitische Linie des CFR verständlich. Wer von Öl- und Rüstungskonzernen gesponsert wird, hilft selbstverständlich bei den Kriegsvorbereitungen. Ähnlich sieht es mit der internationalen Finanz- und Wirtschaftspolitik aus. Der Vorwurf, das Council on Foreign Relations spiele eine tragende Rolle bei der Etablierung einer neuen Weltordnung, ist gewiss keine Verschwörungstheorie, sondern eine logische Konsequenz!

Doch zurück zur Finanzierung, denn da wären noch die jährlichen Mitgliedsbeiträge, die je nach Alter, Einkommen und Wohnort zwischen 200 und 2.860 $ liegen. Und das Council on Foreign Relations hat verdammt viele Mitglieder. Dazu zählen nicht nur die bereits genannten Politiker, Banker und Konzernvertreter, sondern auch Entertainer wie Angelina Jolie und Georg Clooney. In Zeiten, wo das Vertrauen in die Politik erschüttert ist, aber Stars weiterhin angehimmelt werden, sind solche Mitglieder von besonderer Wichtigkeit, um die Popularität von Kriegseinsätzen zu steigern und andere politische Programme zu bewerben.

Im Vorstand des CFR finden sich jedoch keine Stars, sondern die knallharten Profis aus Politik sowie Banken- und Konzernmafia. Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

● Richard Nathan Haass – US-Diplomat, seit 2003 Präsident des CFR
● Richard E. Salomon – Vizepräsident des CFR

Board of Directors

● Stephen Friedman – ehem. geschäftsführender Vorstand bei Goldman Sachs und der FED
● Peter George Peterson – Milliardär, Mitgründer der Investmentgesellschaft Blackstone Group, ehem. US- Handelsminister unter Richard Nixon
● Colin Powell – ehem. US-Außenminister unter George W. Bush
● Penny Sue Pritzker – Milliardärin, seit 2013 US-Handelsministerin
● David M. Rubenstein – Milliardär, Mitgründer der Schattenbank Carlyle Group

Bekannteste Ex-Vorstandsmitglieder

● Zbigniew Brzeziński – Politikwissenschaftler, Sicherheitsberater mehrerer US-Präsidenten
● George H. W. Bush – Republikaner, 41. US-Präsident, Skull & Bones-Mitglied
● Dick Cheney – Republikaner, ehem. Vizepräsident von George W. Bush, ehem. Geschäftsführer von Halliburton
● Allen Dulles (1893-1969) – ehem. CIA-Direktor
● Otto Hermann Kahn (1867-1934) – Bankier bei Kuhn, Loeb & Co.
● Henry Kissinger – Republikaner, ehem. US-Außenminister
● John Jay McCloy (1895-1989) – 2. Präsident der Weltbank, Hauptinitiator der Atlantik-Brücke
● George Soros – Milliardär, Gründer des Hedgefonds Quantum Funds
● Paul Warburg (1868-1932) – Bankier, Mitinitiator der FED

Weitere bekannte Mitglieder aus Wirtschaft und Politik

● Nicolas Berggruen – Milliardär, Besitzer von Karstadt
● Lloyd Craig Blankfein – Präsident von Goldman Sachs
● Michael Bloomberg – ehem. Bürgermeister von New York
● John R. Bolton – Republikaner, ehem. US-Botschafter bei den Vereinten Nationen
● Kenneth Chenault – Vorstandsvorsitzender von American Express
● Bill Clinton – Demokrat, 42. US-Präsident
● James Dimon – Vorstandsvorsitzender der JP Morgan Chase & Co.
● Timothy Franz Geithner – ehem. IWF-Direktor, 9. Präsident der FED, ehem. Finanzminister unter Barack Obama
● Alan Greenspan – ehem. Vorsitzender der FED
● John Kerry – Demokrat, US-Außenminister unter Barack Obama, Skull & Bones-Mitglied
● Charles Kupchan – ehem. Direktor für europäische Angelegenheiten im Nationalen Sicherheitsrat der USA
● Ronald Lauder – seit 2007 Präsident des Jüdischen Weltkongresses
● Jacob Lew – Demokrat, ehem. Stabschef des Weißen Hauses, Finanzminister unter Barack Obama
● Stanley A. McChrystal – ehem. General und Kommandeur der ISAF in Afghanistan und im Irak
● John Negroponte – Republikaner, ehem. Sicherheitsbrater, vertuschte Menschenrechtsverletzungen in Honduras
● Michael E. O’Neill – Vorstandsvorsitzender der Citigroup
● Henry M. Paulson – ehem. Vorsitzender von Goldman Sachs, ehem. Finanzminister unter George W. Bush
● David Petraeus – ehem. ISAF-Kommandeur und CIA-Direktor
● John Roberts – Vorsitzender des Obersten Gerichtshofs der USA
● James G. Stavridis – ehem. Kommandierender General a.D. des US European Command (EUCOM)
● Stephen Allen Schwarzman – Mitgründer und Vorsitzender der Blackstone Group
● Deven Sharma – ehem. Präsident der Ratingagentur Standard & Poor’s
● Thomas J. Watson (1874-1956) – Vorstandsvorsitzender von IBM, Namensgeber des „Thomas J. Watson Meetings Program“ des CFR
● Janet Yellen – Vizepräsidentin der FED

Mitglieder aus den gleichgeschalteten Medien und Stars

● Warren Beatty – Demokrat, Schauspieler, Produzent
● Lawrence Bender – Filmproduzent
● Douglas Brinkley – CBS-News-Kommentator
● Tom Brokaw – ehem. NBC-Moderator (Nightly News)
● George Clooney – Schauspieler, Filmproduzent
● Mathias Döpfner – Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG
● David Gergen – CNN-Chefanalyst für Politik
● Hendrik Hertzberg – Journalist, wichtigster Leitartikelschreiber der Kulturzeitschrift „The New Yorker“
● Angelina Jolie – Schauspielerin, Filmproduzentin
● Charles Krauthammer – Journalist, Entwickler der Reagan-Doktrin von 1985
● Henry R. Kravis – Gründer der Investmentfirma KKR, Besitzer der ProSiebenSat.1 Media AG
● Benjamin Sherwood – ABC-News-Präsident
● Brian Williams – NBC-Moderator (Nightly News)

Das Chicago Council on Global Affairs

Bereits am 20. Februar 1922 spaltete sich mit dem Chicago Council on Foreign Relations eine erste Untergruppe des CFR ab, welche später in Chicago Council on Global Affairs umbenannt wurde. Das Programm im Wesentlichen identisch und wird auf Seminaren und Konferenzen unters Volk gebracht. Präsident des Chicago Council on Global Affairs ist seit 2013 der NATO-Hardliner Ivo Daalder, welcher auch den aktuellen US-Präsidenten Barack Obama in außenpolitischen Fragen berät.

Das ECFR

Als wäre das kriegerische Treiben des CFR und seiner amerikanischen Untersektionen noch nicht umfangreich genug, wurde im Oktober 2007 der europäische Ableger European Council on Foreign Relations (ECFR) mit Hauptsitz in Berlin gegründet. Das ECFR erstellt Analysen zur europäischen Außenpolitik und tritt für eine stärkere Außen- und Sicherheitspolitik ein. Im Klartext bedeutet das mehr Militäreinsätze nach außen und strengere Überwachung nach innen.

Gegründet wurde der ECFR von 50 prominenten Europäern, darunter ehemalige Regierungschefs, Minister, Parlamentarier und Intellektuelle. Sie alle setzen sich für eine starke neokolonialistische Rolle Europas in der Welt ein, stehen dabei allerdings nicht in Konkurrenz zum amerikanischen CFR. Viel mehr schweißen das Council on Foreign Relation und sein europäischer Ableger die USA und Europa enger zusammen. Die führende Rolle Deutschlands in Europa ist angesichts des ECFR-Hauptsitzes in Berlin ebenfalls keine Überraschung.

Das Berliner Büro wurde bis 2013 von der Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot geleitet, welche inzwischen von Olaf Böhnke abgelöst wurde. Das deutsche Büro ist Mitglied im Netzwerk Europäische Bewegung Deutschland. Das ECFR hat allerdings noch 6 weitere Sitze in den Hauptstädten London, Madrid, Paris, Rom, Sofia und Warschau. Das Logo zeigt ein Pentagramm innerhalb einer stilisierten Weltkugel.

ECFR Logo

Die 50 Gründungsmitglieder des ECFR

● Urban Ahlin – schwedischer Sozialdemokrat, ehem. Vizevorsitzender des Außenpolitischen Ausschusses, seit 2014 Präsident des schwed. Reichstags
● Martti Ahtisarri – finnischer Sozialdemokrat, ehem. finn. Staatspräsident, seit 2006 UN-Sondergesandter im Kosovo
● Giuliano Amato – italienischer Sozialist, ehem. ital. Ministerpräsident, Leiter der Amato-Gruppe zur Ausarbeitung des EU-Reformvertrages
● Hannes Androsch – österr. SPÖ-Politiker
● Marek Belka – ehem. polnischer Ministerpräsident, Leiter der Zentralbank Polens, Leiter der UN-Wirtschaftskommission für Europa
● Svetoslav Bojilov – Gründer der Communitas Foundation
● Emma Bonino – ehem. ital. Handels- und Europaministerin sowie ehem. ital Außenministerin
● Robert Cooper – Generaldirektor für auswärtige und politisch-militärische Angelegenheiten beim Generalsekretariat des Rats der EU und Buchautor zur EU-Außenpolitik
● Marta Dassù – Beraterin des ital. Außenministers Massimo D’Alema, Leiterin des ital. Aspen-Instituts
● Gijs de Vries – niederländischer Liberaler, ehem. Anti-Terrorismus-Beauftragter der EU
● Jean-Luc Dehaene (1940-2014) – belgischer Christdemokrat (bis † MdEP), ehem. belg. Ministerpräsident und Vizepräsident des Europäischen Konvents
● Gianfranco Dell’Alba – ital. Politiker, ehem. Mitglied des EU-Parlaments
● Andrew Duff – britischer Liberaler (MdEP), ehem. Mitglied des Europäischen Konvents
● Sarmīte Ēlerte – Herausgeber der lettischen Tageszeitung „Diena“
● Brian Eno – britischer Musiker
● Joschka Fischer – Grünen-Politiker, ehem. deutscher Außenminister
● Timothy Garton Ash – britischer Historiker und Schriftsteller, Professor für Europastudien an der University of Oxford
● Bronislaw Geremek – polnischer Liberaler (MdEP), ehem. poln. Außenminister
● Diego Hidalgo – Mitbegründer der spanischen Tageszeitung „El País“, Präsident des Madrider Think Tanks FRIDE
● Mary Kaldor – britische Professorin, Leiterin des Centre for the Study of Global Governance an der Londoner School of Economics
● Gerald Knaus – Sprecher der European Stability Initiative
● Caio Koch-Weser – SPD-Politiker, Lobbyist und Mitglied im erweiterten Vorstand der Deutschen Bank, ehem. Vizepräsident der Weltbank
● Rem Koolhaas – niederländischer Architekt
● Ivan Krastev – Vorstandsmitglied des bulgarischen Centre for Liberal Strategies
● Mart Laar – estnischer Konservativer, ehem. estnischer Ministerpräsident
● Leonard
● Adam Lury
● Alain Minc – franz. Publizist, ehem. Aufsichtsratsvorsitzender der Tageszeitung „Le Monde“
● Christine Ockrent – belgische Journalistin und TV-Moderatorin
● Leoluca Orlando – ital. Politiker (MdEP), Bürgermeister von Palermo, seit 2006 Mitglied des ital. Parlaments
● Cem Özdemir – Bundesvorsitzender der Bündnis 90/Die Grünen, ehem. MdEP, stellvertretender Vorsitzender im ZDF-Fernsehrat
● Šimon Pánek – Gründer des tschechischen Hilfswerks People in Need
● Teresa Patrício Gouveia – portug. Konservative, ehem. portug. Außenministerin
● Chris Patten – britischer Konservativer, letzter Generalgouverneur von Hong Kong, ehem. EU-Außenkommissar
● Diana Pinto – franz. Historikerin
● Andrew Puddephatt – Leiter des Netzwerks Global Partners and Associates
● Sigrid Rausing – Gründerin des Sigrid Rausing Trust
● Albert Rohan – österreichischer Diplomat
● Pierre Schori – schwedischer Diplomat und Sozialdemokrat (ehem. MdEP), Generaldirektor des Madrider Think Tanks FRIDE
● Narcís Serra – spanischer Sozialist, ehem. span. Vizeregierungschef
● Elif Shafak – türkische Schriftstellerin
● Aleksander Smolar – polnischer Publizist und Politologe
● George Soros – Milliardär, Gründer des Hedgefonds Quantum Funds, Finanzier von Oppositionsbewegungen in Osteuropa (Soros-Stiftung)
● Dominique Strauss-Khan – franz. Sozialist, ehem. geschäftsführender Direktor des IWF
● Helle Thorning-Schmidt – dänische Sozialdemokratin (ehem. MdEP) und Parteivorsitzende
● Michiel van Hulten – niederl. Sozialdemokrat (ehem. MdEP)
● Mabel von Oranien-Nassau – Adelige, International Advocacy Director des Open Society Institute von George Soros
● Antonio Vitorino – portug. Sozialist (ehem. MdEP), ehem. portug. Kriegsminister und EU-Kommissar für Justiz und Inneres
● Stephen Wall – ehemaliger Berater in Europafragen für Tony Blair
● Ande Wilkens – Leiter des Kompetenzzentrums Internationale Verständigung der Stiftung Mercator

Weitere bekannte Mitglieder

● Thomas Enders – Präsident und Vorstandvorsitzender des Rüstungskonzern EADS
● Karl Theodor Freiherr zu Guttenberg – CSU-Politiker, ehem. Bundeskriegsminister, EU-Kommissionsberater
● Wolfgang Ischinger – ehem. Diplomat, Vorstandsmitglied des Atlantik-Brücke e.V.

Das ACG

Lange vor dem European Council on Foreign Relations wurde noch ein weiterer Ableger gegründet. 1952 entstand das American Council on Germany. Ebenso wie die Schwesterorganisation Atlantik-Brücke wurde auch der Amerikanische Rat für Deutschland von John Jay McCloy (1895-1989) und Eric M. Warburg (1900-1990) ins Leben gerufen. Warum die beiden im selben Jahr zwei Organisationen für denselben Zweck gründeten, weiß nur der Teufel.

Weitere Gründungsmitglieder waren McCloys Frau Ellen Z. McCloy und General Lucius D. Clay (1898-1978), welcher McCloys Vorgänger als Militärgouverneur der amerikanischen Besatzungszone im Nachkriegsdeutschland war. Der Amerikanische Rat für Deutschland ist also nichts anderes als ein Instrument der amerikanischen Besatzer, um den Deutschen Vasallentreue gegenüber den USA einzuhämmern. Ein weiteres Ziel formulierte der ACG-Vorstand John C. Kornblum 2010 folgendermaßen: „Der Kernpunkt unserer Europapolitik seit 1910 war, Deutschland in seine europäische Umgebung einzubetten. Dieses Problem war für die Vereinigten Staaten 1990 erledigt.“ Mit anderen Worten ist Deutschland der Schlüssel zur Kontrolle über ganz Europa.

Allerdings ist es nicht der amerikanische Staat, der hier die Zügel zieht, sondern die Banken- und Konzernmafia. Verdeutlicht wird dies durch die Bezeichnung der ACG-Außenstellen als Warburg-Chapters, welche ihren Sitz in 18 amerikanischen Großstädten haben. Darunter Atlanta, Boston, Dallas, Denver, Los Angeles, Phoenix und San Francisco.

Das American Council on Germany hat rund 800 Mitglieder aus Wirtschaft, Medien und Politik, was zu ähnlichen Ergebnissen führt, wie das Treiben der Atlantik-Brücke. Präsident des elitären Think Tanks ist seit 2012 das CFR-Mitglied William Drodzniak. Das Board of Directors setzt wich wie folgt zusammen:

● Richard Holbrooke – Diplomat und Zeitungsverleger
● Henry Kissinger – Republikaner, ehem. US-Außenminister
● Klaus Kleinfeld – ehem. Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, seit 2008 Geschäftsführer von Alcoa
● John Christian Kornblum – ehem. US-Botschafter in Deutschland, ehem. Deutschland-Chef der US-amerikanischen Investmentbank Lazard

Weitere bekannte Mitglieder

● Thomas deMaiziére – CDU-Politiker (MdB), Bundesinnenminister, ehem. Bundeskriegsminister, ehem. Innenminister von Sachsen
● Jürgen Großmann – ehem. Vorstandvorsitzender von RWE, Vorstandsmitglied des Atlantik-Brücke e.V.
● Wolfgang Ischinger – ehem. Diplomat, Vorstandsmitglied des Atlantik-Brücke e.V.
● Josef Joffe – seit 2000 Herausgeber der Wochenzeitung „Die Zeit“
● Christopher Freiherr von Oppenheim
● Cem Özdemir – Bundesvorsitzender der Bündnis 90/Die Grünen, ehem. MdEP, stellvertretender Vorsitzender im ZDF-Fernsehrat
● Kurt F. Viermetz – ehem. Manager der Hypo Real Estate Holding, ehem. Mitarbeiter von JP Morgan Chase & Co.
● Jens Weidmann – seit 2011 Präsident der Deutschen Bundesbank, Leiter Wirtschafts- & Finanzpolitik im Bundeskanzleramt, persönlicher Beauftragter der Bundeskanzlerin für die Weltwirtschaftsgipfel der G-8 und G-20
● Christian Wulff – CDU-Politiker, ehem. Ministerpräsident von Niedersachsen, ehem. Bundespräsident

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