UFO-Aktivitäten am Devils Tower

von Joe Doe

Um den Devils Tower im Nordosten von Wyoming (USA) ranken sich seit jeher Mythen. Für die amerikanischen Ureinwohner ist er ein heiliger Berg, während die europäischen Eroberer die ungewöhnliche Form des Berges dem Teufel zuschrieben. Die Kiowa nennen ihn aufgrund seiner Form „Tso-aa“ (Dt. „Baumfels“), doch der englische Name hat sich weitgehend durchgesetzt.

Tatsächlich handelt es sich beim Devils Tower, wie auch beim australischen Uluru/Ayers Rock, um einen Härtling. Also um eine Felsformation, die härter als ihre Umgebung ist und daher zurück bleibt, nachdem das umgebende Gestein durch Erosion abgetragen wurde. Der Devils Tower ist vulkanischen Ursprungs, etwa 265 Meter hoch und rund 150 Meter im Durchmesser. Soweit die nüchternen Fakten zum sicherlich eindrucksvollen Naturmonument.

Die erste Verbindung zu etwas Überirdischem geht auf eine Legende der Kiowa zurück. Demnach sollen sieben Mädchen eines nahen Dorfes von Bären verfolgt worden sein. Sie kletterten auf einen Felsen und flehten diesen an, sie zu retten. Daraufhin wuchs der Felsen in die Höhe, wobei die Bären sich festkrallten. So erklärten sich die Kiowa die Kratzspuren. Die sieben Mädchen erreichten derweil den Himmel, wo sie als Sternformation der Plejaden verblieben.

Bei dieser Sage handelt es sich selbstverständlich nur um eine phantasievolle Parabel auf die Entstehung des Baumfels, welcher wohl jeden Nichtgeologen vor Rätsel stellt. Hinzu kommt noch eine Prise Astrologie und fertig ist der Mythos. Mit Außerirdischen oder gar Dämonen hat das rein gar nichts zu tun.

Interessanter sind da schon die Überlieferungen der Sioux-Stämme, deren legendäre Kulturbringerin White Buffalo Woman am Baumfels erschienen sein soll. Sie traf dort auf zwei Brüder auf der Jagd, von denen einer sie sexuell bedrängte. Daraufhin soll sie ihn mit einem Blitzschlag getötet haben.

Anhänger der Prä-Astronautik kommen da natürlich schnell auf den Gedanken, dass die weiße Büffelfrau eine Außerirdische mit einer Strahlenwaffe gewesen sein könnte. Der Umstand, dass sie die Stämme ihre heiligen Riten lehrte und sich anschließend in ein Büffelkalb verwandelt haben soll, verstärkt diesen Verdacht. Kulturbringer, die wie aus dem Nichts erscheinen oder direkt vom Himmel herabsteigen, gibt es überall auf der Welt und magische Verwandlungen könnten durch Hologrammtechnologie erklärt werden. Oder schlichtweg durch Sinnestäuschungen.

Was auch immer damals wirklich geschah, es hat dazu beigetragen, dass der Baumfels heute mit UFOs und dem Paranormalen in Verbindung gebracht wird. Es darf jedoch bezweifelt werden, dass es am Devils Tower eine Häufung von UFO-Sichtungen gibt, die über das normale Maß hinaus geht. Vielleicht finden einige Besucher von Außerhalb den Anblick genauso faszinierend wie wir Menschen, aber nichts deutet darauf hin, dass der Berg etwa eine geheime UFO-Basis ist. Dies implizieren allein Hollywood-Filme. In der Realität ist der Devils Tower kein Sperrgebiet, sondern frei zugänglich.

Die moderne Legendbildung begann 1977 mit Steven Spielbergs „Unheimliche Begegnung der 3. Art“. In diesem hat der Kleinstädter Roy Neary (Richard Dreyfuss) nach einer Begegnung mit einem UFO Visionen vom Devils Tower und baut diesen als Modell in seinem Wohnzimmer nach.

Jillian Guiler (Melinda Dillon) hat ebenfalls eine unheimliche Begegnung, bei der ihr Sohn von Außerirdischen entführt wird. Auch sie hat Visionen vom Devils Tower, die sie zu Papier bringt.

Schließlich treffen Roy und Jillian in Wyoming aufeinander und dringen durch die militärische Absperrzone zum Berg vor. Die Regierung hat das gesamte Gebiet unter dem Vorwand eines Unfalls mit Nervengas evakuiert, um die Kontaktaufnahme mit den Außerirdischen zu vertuschen.

Ob sich die Drehbuchautoren dabei an indigenen Legenden orientiert haben, darf bezweifelt werden. Die religiösen Implikationen sind nämlich offensichtlich. Der Film beginnt bereits mit dem biblischen „Es werde Licht“ und sogar die Eröffnung des Filmsoundtracks ist mit „Opening: Let There Be Light“ betitelt. Weiterhin sieht sich der Protagonist Roy Neary mit seinen Kindern die Exodus-Szene des Films „Die 10 Gebote“ im Fernsehen an.

Der Charakter Neary stellt sogar ganz offiziell einen Ungläubigen dar, der aufgrund eines Erleuchtungserlebnisses zum Gläubigen wird. Nur entwickelt er sich eben nicht vom Atheisten zum Christen, sondern vom UFO-Skeptiker zum UFO-Gläubigen. Mit anderen Worten werden die Außerirdischen an die Stelle Gottes gesetzt. Ihre Ankunft ausgerechnet am Devils Tower kann dabei schon als Wink mit dem Zaunpfahl verstanden werden.

Die Grey Aliens sind mitnichten göttlich, sondern vielmehr teuflisch. Das erklärt auch, warum dem Auftauchen ihrer Raumschiffe ein gruseliges Wolkenspektakel vorausgeht, wie man es sonst eher aus Filmen wie „Ghostbusters“ kennt. Außerirdische würden einfach vom Himmel herabkommen, hier scheint sich dagegen ein Dimensionstor zu öffnen.

Aus diesem kommen zunächst einmal Orbs heraus. Über diese glühenden Lichtbälle gibt es weltweite Sichtungsmeldungen, die in den meisten Fällen nahe legen, dass es sich nicht um eine Form von Technologie handelt.

Danach folgt das große Mutterschiff der Grey. Ein kleiner Insidergag am Rande: An dem Raumschiff ist ein R2D2 verbaut, der auf die Freundschaft zwischen Steven Spielberg und George Lucas zurückgeht.

Aus dem Mutterschiff steigen zunächst entführte Menschen, darunter vermisste Piloten, die im Bermudadreieck verschollen sind. Der Film beruft sich hier auf den Flug 19, bei dem am 5. Dezember 1945 ganze fünf US-Bomber verschwunden sind. Das ist bei weitem nicht die einzige reale Vorlage.

Das Aussehen der Grey-Aliens hat sich ebenfalls nicht Hollywood ausgedacht, was immer gern als Argument gegen das Entführungsphänomen behauptet wird. Vielmehr hat sich Hollywood auf Erfahrungsberichte von Entführungsopfern gestützt. Dies wird spätestens durch den Cameo-Auftritt des Astronomen J. Allen Hynek (1910-1986) deutlich, da er für das Project Blue Book arbeitete. Er durchlebte ebenfalls eine Wandlung vom Saulus zum Paulus, da er erkennen musste, dass seine Erklärungsmodelle für UFOs nicht auf alle Sichtungen angewendet werden konnten.

Im Film werden sogar große und kleine Grey gezeigt. Eine Unterteilung, die von so ziemlich allen Entführungsopfern bestätigt werden kann.

Nur die Köpfe haben die Filmemacher nicht ganz exakt hinbekommen. Sie wirken viel zu menschlich, was eine absichtliche Verniedlichung darstellen könnte.

Zum Schluss des Films darf Neary als Auserwählter das Mutterschiff der Grey besteigen. Ein ebenfalls biblisches Entrückungsszenario, welches hier mittels Außerirdischen umgedeutet wird. Um dies zu unterstreichen, werden die Abgesandten der Erde vorab noch von einem Pfaffen gesegnet.

„Unheimliche Begegnung der 3. Art“ sollte nicht der einzige Science Fiction Film bleiben, in dem der Devils Tower eine zentrale Rolle spielt. In der Komödie „Paul – Ein Alien auf der Flucht“ von 2011 müssen die zwei Nerds Graeme Willy (Simon Pegg) und Clive Gollings (Nick Frost) den Grey-Alien Paul, den sie bei der Area 51 aufgelesen haben, zum Devils Mountain bringen. Der stand allerdings ohnehin auf ihrer Route, da sie von der San Diego Comic Con aus alle Sci Fi Sehenswürdigkeiten der USA besichtigen wollten. Von daher ist es fraglich, ob der Film hier einfach nur eine Hommage auf „Unheimliche Begegnung der 3. Art“ beabsichtigt, oder selbst etwas implizieren möchte.

Die Landung einer fliegenden Untertasse vor sowie das Auftauchen eines Mutterschiffes über dem Devils Tower ist auf jeden Fall eine Hommage.

Die Bekehrung einer christlichen Fundamentalistin durch Paul dürfte dagegen für Evangelikale als eindeutiger Hinweis auf die dämonische Natur der Grey verstanden werden. Allerdings ist deren Weltsicht dermaßen beknackt, dass sie selbstverständlich von jedem Kontakt mit Außerirdischen erschüttert werden würde. Von daher sind betreffende Szenen als atheistischer Humor und nicht antichristlich zu verstehen.

Etwas okkulter ist da schon die Heilung des linken Auges von Ruht (Kristen Wiig) durch Paul. Das erinnert schon sehr stark an die Geschichte von Horus.

Abgesehen davon kann „Paul – Ein Alien auf der Flucht“ aber nicht so eindeutig interpretiert werden wie „Unheimliche Begegnung der 3. Art“. Er spielt zwar direkt auf diesen an, aber eben aus der Sicht von Sci Fi Nerds.

Ganz anders sieht es da schon beim Disney-Film „Die Jagd zum magischen Berg“ aus dem Jahr 2008 aus. In diesem stranden zwei außerirdische Kids, die wie Menschen aussehen, auf der Erde. Im gesamten Film wird ihr humanoides Aussehen jedoch unterschwellig infrage gestellt, da überall Abbilder von Grey-Aliens zu sehen sind. Laut zahlreichen Entführungsberichten züchten die Grey Hybriden, deren menschlichste Versionen wie blonde Menschenkinder aussehen. Also wie die Kids im Film.

Um eine Invasion der Erde zu verhindern, müssen sie schnellst möglich zu ihrem abgestürzten Raumschiff, welches in eine geheime Militärbasis verbracht wurde. Diese liegt zwar nicht im Devils Tower, sondern im fiktiven Witch Mountain. Damit wird dennoch einmal mehr ein Berg mit UFOs und Okkultismus in Verbindung gebracht.

Der Witch Mountain ist sogar Teil des englischen Originalfilmtitels und zwar sowohl des Remakes von 2008 als auch der ersten Verfilmung von 1975. Die deutsche Übersetzung hält sich derweil nur beim alten Film an den Originaltitel, der „Die Flucht zum Hexenberg“ lautet. Und da dachte man seit Jahrhunderten, der Hexenberg wäre der Brocken im Harz…

Was derweil den Devils Tower angeht, ist und bleibt dieser schlichtweg nur ein Berg. Seine okkulte Bedeutung ergibt sich weder aus seiner Existenz noch aus indigenen Legenden, sondern schlichtweg aus der Namensgebung durch die europäischen Eroberer sowie der Interpretation durch die moderne Science Fiction.

Moontrap – Grottiger Mockbuster in Freimaurerfarben

von Joe Doe

Der originale „Moontrap“ von 1989 ist ein echter Geheimtipp und mit Walter Koenig („Star Trek“) sowie Bruce Campbell („Armee der Finsternis“) hochkarätig besetzt. Es ist eine wahre Schande, dass 2017 eine vermeintliche Fortsetzung mit dem Titel „Moontrap: Target Earth“ auf DVD veröffentlicht wurde, die jedoch überhaupt nichts mit dem Original zu tun hat. Es handelt sich vielmehr um einen Mockbuster.

Die dünne Story setzt weder den Klassiker von 1989 fort, noch handelt es sich um ein Remake. Lediglich die Prä-Astronautik spielt in beiden Filmen eine Rolle. In „Target Earth“ wird ein antikes Raumschiff auf der Erde entdeckt und sogleich von einer Schattenorganisation beansprucht. Der Entdecker ist natürlich so blöde, vor den Man in Black anzukündigen, mit seinem Fund an die Presse zu gehen und zack hat er sein Todesurteil unterschrieben.

Von dem Raumschiff ist zunächst nur die Spitze zu sehen und natürlich handelt es sich um eine Pyramide.

Das ermöglicht noch weitere Symboliken. So darf Sarah Butler bei einer Überblende ihr Auge in die Pyramide halten.

Butler spielt eine Wissenschaftlerin, deren Mann ebenfalls einen sinnlosen Tod stirbt, als die beiden das Raumschiff aufsuchen. Warum der finstere Oberboss Richard Kontral, gespielt von Charles Shaughnessy, die Frau am Leben lässt, bleibt zunächst rätselhaft. Wahrscheinlich hat es etwas mit seinen sexuellen Gelüsten zu tun und tatsächlich gibt es alsbald in einer Traumsequenz nackte Haut zu sehen.

Die Traumsequenz wirft bereits die Schatten der Zukunft voraus. Eine Begegnung zwischen Blau und Rot auf dem Mond.

Die Wissenschaftlerin und ihr Kontrahent werden ins Raumschiff entführt, welches sich prompt auf den Weg zum Mond macht. Die Unterseite der Flugscheibe ist in freimaurerischem Blau/Rot gehalten.

Das Heck erinnert mit seinen V-förmigen Triebwerken indes an die berühmten Phoenix Lights von 1997. Zufall oder Absicht?

Auf dem Mond treffen jedenfalls zwei verfeindete Fraktionen aufeinander, repräsentiert durch einen roten und einen blauen Roboter billigster Bauart. Warum die beiden sich kloppen, bleibt rätselhaft. Zumal die ähnliche Bauweise und das Finale eigentlich auf eine gemeinsame Herkunft hindeuten. Es ist wohl eher von einem symbolischen Konflikt auszugehen.

Der rote Roboter, von dem die beiden Erdlinge entführt wurden, zwingt die Frau, ein rotes Kleid anzuziehen. Die Lady in Rot zieht natürlich sofort die lüsternen Blicke von Richard auf sich, was bei dem tiefen Ausschnitt kein Wunder ist.

Während die Frau im roten Raumanzug mit ihrem Blechkopfentführer einen Mondspaziergang unternimmt, stiehlt Richard das Raumschiff, stürzt allerdings ab und vollendet damit die Reihe sinnloser Tode. Die Frau erhält derweil den Auftrag, ein Artefakt zu einem Mondgesicht zu bringen. Es handelt sich um ein drittes Auge, welches den Steinschädel aktiviert.

Unter dem Schädel verbirgt sich eine geheime Mondbasis, welche nach dem Einfügen des dritten Auges nach oben fährt. Das zum Thema Alienartefakte auf dem Erdtrabanten.

Die Show ist damit aber noch nicht vorbei. Die Maschinen der Basis wandeln den Mond in eine lebensfähige Welt mit Sauerstoffatmosphäre um. Ignorieren wir einfach mal, dass die geringe Gravitation des Mondes eine solche Atmosphäre gar nicht halten könnte. Wissenschaftliche Korrektheit wäre von solch einem Schundfilm nun wirklich zu viel verlangt.

Zunächst scheint damit erst einmal alles Friede, Freude, Eierkuchen zu sein. Doch kaum betritt die Frau in Rot die Mondbasis, schon taucht der blaue Blechkamerad mit dem Gesicht von Richard auf. Warum der Roboter noch funktioniert und wie er sich selbst mit Menschenfleisch repariert hat, spielt keine Rolle. Es ist schlichtweg eine aus dem Original geklaute Szene. Da fehlt eigentlich nur noch, dass die einzige Überlebende beim Zerquetschen des Roboters unter der Eingangstür sagt: „Wir kaufen keinen Scheißdreck von Maschinen!“ (Anm.: Zitat aus dem Originalfilm.)

Anschließend widmet sich die Frau im roten Kleid einem kahlköpfigen Mann mit schiefer Nase, der in einer blauen Lichtsäule steht. Mehr Blau/Rot-Symbolik geht nun wirklich nicht, wobei diese Farben hier nicht nur die Freimaurergrade repräsentieren, sondern auch das weibliche und männliche Prinzip.

Die letzte Einstellung zeigt das Versprechen einer neuen Welt. Fehlt jetzt nur noch die Ordnung. Für die sorgt allerdings nicht die Scout-Lady, denn die begibt sich erst mal zu dem unbekannten Typen in Stasis. Warum, wieso, weshalb? Ach lassen wir das!

Fazit: „Moontrap: Target Earth“ wirbt bewusst mit einem irreführenden Titel. Zum einen hat der Film nichts mit dem Original zu tun, bis auf eine schlampig geklaute Szene. Zum anderen ist die Erde kein Ziel, für was auch immer. Auf dem Mond wartet auch keine Falle, sondern eine neue Welt, also was soll der Scheiß?

Über die Qualität müssen ebenfalls nicht viele Worte verloren werden. Die mitwirkenden Schauspieler sind weniger bekannte C- bis Z-Promis, von denen bestenfalls die Hauptdarstellerin Sarah Butler („CSI“) im Gedächtnis bleibt. Und das auch nur wegen den sexistischen Nacktszenen. Die Spezialeffekte sind derweil lausig und die Sets billig. Der Film krankt an Logiklücken, dümmlichen Charakteren und natürlich am schmalen Budget.

Die dunkle Seite der Ancient Aliens

Die Serie „Ancient Aliens“ vom History-Channel ist längst als Massenkonditionierung aufgeflogen. Zwar gibt es durchaus einige Episoden, in denen interessante Denkansätze geboten werden und es darf nicht vergessen werden, dass nicht alle Interviewpartner Teil einer finsteren Verschwörung sind. Leider werden aber auch immer wieder dubiose Esoteriker und Channelmedien wie David Wilcock interviewt. Im besten Falle werden hier also Halbwahrheiten, gewürzt mit viel Spekulationen und jeder Menge Esoterikmumpitz serviert. Das ist bedauerlich, da die Prä-Astronautik an sich hoch interessant ist.

Eine der letzten Episoden mit dem Titel „Saat des Bösen“ schießt den Vogel nun endgültig ab. Oder viel mehr den gefallenen Engel, denn es geht um Luzifer und Satan. An und für sich lohnt sich eine prä-astronautische Betrachtung dieser Charaktere durchaus und nichts anderes haben auch wir hier auf unserem Blog gemacht. Was „Ancient Aliens“ jedoch macht, geht weit darüber hinaus.

Zwar wird der Satanismus in der Sendung angesprochen, ebenso die Besessenheit durch dämonische Extradimensionale. Doch auf der anderen Seite wird Luzifer immer wieder als missverstandener Charakter dargestellt, welcher der Menschheit doch eigentlich das Wissen gebracht hätte. Dabei werden Parallelen zu Prometheus gezogen, die zwar durchaus vorhanden sind, aber die Unterschiede werden ignoriert. Es kommt zu einer regelrechten Gleichsetzung der beiden, welche mit einer Glorifizierung einhergeht. Aber vielleicht sollte das nicht weiter verwundern, denn die Produktionsfirma der Serie heißt Prometheus Entertainment und trägt die Fackel im Logo

Prometheus Entertainment

Die Episode „Saat des Bösen“ verkommt endgültig zur Desinformation, indem sie weder auf Reptiloide (Luzifer ► Schlange) noch auf Santiner (Satan ► Ziege von Mendes) eingeht. Stattdessen wird wieder der Sitchin-Quatsch von den Annunaki nachgeplappert, der nur so vor Falschübersetzungen, Fehlinterpretationen und Verwechslungen strotzt. Im abschließenden Fazit lässt man dann noch einmal alle Optionen offen, was eine positive Darstellung Luzifers einschließt.

Die Ostsee-Anomalie

In den Tiefen der Ostsee wurde vor einigen Jahren eine runde Formation entdeckt. Natürliche Erklärungen scheiden weitgehend aus, das Objekt kann aufgrund seiner präzisen Form nur künstlichen Ursprungs sein. Zumindest die Oberfläche besteht aus einer Gesteinsschicht, womit ein vorsintflutliches Bauwerk als Erklärung möglich wäre. Inzwischen gibt es jedoch neue Hinweise, dass es sich um eine Absturzstelle handeln muss. Haben wir es also mit einem abgestürzten UFO zu tun? In jedem Fall wird die offizielle Geschichtsschreibung korrigiert werden müssen.

Interessant ist, dass sich die schwedische Marine für die Forschungsarbeiten interessiert. Die Massenmedien versuchten indes, die Anomalie ohne Beweise als Gesteinsformation wegzuerklären. Letztendlich erhielten die Schatzsucher, die sich mit dem Fall beschäftigten, sogar anonyme Morddrohungen. Weitere Belege dafür, wie brisant dieses Thema ist.

Die Entrückung – Zeit zu packen

von Joe Doe

Der Begriff Entrückung beschreibt die Mitnahme von Menschen in himmlische Sphären durch Götter, Engel und nach prä-astronautischer Lesart durch Außerirdische. Entrückungen können sowohl im wachen Zustand in der physischen Welt geschehen als auch auf der astralen Ebene im Traum oder während einer Meditation.

Die Geschichte ist voll von Beispielen, in denen Menschen in den Himmel oder an fremde Orte entrückt wurden. Am bekanntesten sind die Entrückungen von Henoch (1 Mos, 5,24), Elija (2 Kön, 2,11) und Hesekiel (Ezechiel 1,4) im Alten Testament der Bibel. Bei Henoch braucht man wahrlich nicht viel Phantasie, um zu begreifen, wohin er entrückt wurde und von wem. Über die Wesen, die ihn mitnahmen heißt es (16-19):

„1 Sie nahmen mich fort und versetzen mich an einen Ort, wo die dort befindlichen Dinge wie flammendes Feuer sind, und wenn sie wollen, erscheinen sie wie Menschen.“ Es handelte sich also entweder um Humanoide oder um Gestaltwandler. Woher diese Wesen gekommen sein könnten, beschreiben folgende Zeilen (18):

„12 Hinter diesem Abgrund sah ich einen Ort, wo weder die Himmelsfeste darüber, noch die festgefügte Erde darunter, noch Wasser unter ihm war, noch [gab es dort] Vögel. Sondern ein Ort war es, wüste und grausig. 13 Ich sah dort sieben Sterne wie große brennende Berge.“ Henoch sah weder die Erde noch Wasser unter sich und keinen Himmel über sich, befand sich zum besagten Zeitpunkt also nicht länger auf dem Planeten. Der Ort war wüste, also leer wie der Weltraum. Bei den sieben Sternen kann es sich indes nur um die Plejaden gehandelt haben, die schon seit der Antike als Siebengestirn bekannt waren. Die Beschreibung als „große brennende Berge“ kommt zudem der Realität ziemlich nahe.

In Henochs zweitem Reisebericht finden sich ähnliche Schilderungen: „1 Ich wanderte ringsherum, bis [ich] an einen Ort [kam], wo kein Ding war. 2 Dort sah ich etwas Fürchterliches: ich sah keinen Himmel oben und kein festgegründetes Land [unten], sondern einen öden und grausigen Ort. 3 Dort sah ich sieben Sterne des Himmels gefesselt und in ihn hineingestoßen, wie große Berge, und brennend im Feuer.“

Bei den anderen Entrückten ergeben sich ähnlich faszinierende Einblicke, obgleich alles aus der primitiven Sicht von Menschen geschrieben ist, die keinerlei Wissen über Technologie und Astronomie hatten. Hesekiel erhielt dank Erich von Dänikens Interpretation einen besonderen Stellenwert, da die Beschreibungen von der „Herrlichkeit des Herrn“ tatsächlich an moderne UFO-Sichtungen erinnern. Zudem haben sich tatsächlich NASA-Ingenieure mit dem Vehikel beschäftigt.

Hesekiel modern

„4 Ich sah: Ein Sturmwind kam von Norden, eine große Wolke mit flackerndem Feuer, umgeben von einem hellen Schein. Aus dem Feuer strahlte es wie glänzendes Gold. 5 Mitten darin erschien etwas wie vier Lebewesen. Und das war ihre Gestalt: Sie sahen aus wie Menschen. […] 15 Ich schaute auf die Lebewesen: Neben jedem der vier sah ich ein Rad auf dem Boden. 16 Die Räder sahen aus, als seien sie aus Chrysolith gemacht. Alle vier Räder hatten die gleiche Gestalt. Sie waren so gemacht, dass es aussah, als laufe ein Rad mitten im andern. 17 Sie konnten nach allen vier Seiten laufen und änderten beim Laufen ihre Richtung nicht. 18 Ihre Felgen waren so hoch, dass ich erschrak; sie waren voll Augen, ringsum bei allen vier Rädern. […] 22 Über den Köpfen der Lebewesen war etwas wie eine gehämmerte Platte befestigt, furchtbar anzusehen, wie ein strahlender Kristall, oben über ihren Köpfen. […] 26 Oberhalb der Platte über ihren Köpfen war etwas, das wie Saphir aussah und einem Thron glich. Auf dem, was einem Thron glich, saß eine Gestalt, die wie ein Mensch aussah. […]“

Illustration nach Matthäus Merian (17. Jh.)

Illustration nach Matthäus Merian (17. Jh.)

Man beachte, dass die Wesen, die Hesekiel beschreibt, abermals wie Menschen aussehen. Sichtungen von Humanoiden sind in der modernen UFOlogie keineswegs eine Seltenheit. Besagte Wesen nahmen Hesekiel schließlich bei einer zweiten Begegnung mit auf einen Berg, auf dem er angewiesen wurde, die Maße eines Gebäudes zu erfassen, welches im Christentum als Tempel interpretiert wird.

Die Erzählungen von Entrückungen beschränken sich allerdings nicht auf das Juden- und Christentum. Der Prophet Mohammed (ca. 573-632) soll im Alter von 40 Jahren dem Erzengel Gabriel begegnet sein, während er in einer Höhle des Berges Hira meditierte. In späteren Versionen der Erzählung hieß es dann, dass Mohammed schon als Kind von drei Engeln auf einen Berg entrückt worden sei, wo sein Leib geöffnet und seine Organe mit Schnee gewaschen worden sein sollen. Im Gegensatz zur ursprünglichen Version klingt diese Geschichte eher nach einer unangenehmen Begegnung mit den Grey.

Kommen wir nun zu einer erfreulicheren Begegnung, die sich in Indien abgespielt hat. Die Geschichte der Erleuchtung von Siddhartha Gautama (ca. 563-483 v.Z.) ist in Hinblick auf Entrückungen ebenfalls sehr interessant. Bereits Siddharthas Mutter Maya träumte in einer Vollmondnacht, dass sie von himmlischen Geistern (Devas) zu einem See in den Bergen des Himalaya entführt worden sei. Ihr wurde prophezeit, dass ein höheres Wesen auf der Erde wiedergeboren werde und 10 Monate später wurde Siddhartha geboren. Das wirft natürlich die Frage auf, ob König Śuddhodana tatsächlich Siddharthas Vater war, oder der spätere Buddha von Geburt an ein Hybrid war und deshalb auserwählt wurde?

Während Maya nach der Geburt verstarb, hielt Śuddhodana seinen Sohn von allem religiösen fern, um ihn zu einem weltlichen Herrscher zu erziehen. Als Siddhartha bei einem Ausflug außerhalb des Palastes mit der Realität von Elend, Krankheit und Tod konfrontiert wurde, ließ er jedoch all seinen Luxus sowie seine Familie hinter sich und wurde ein Asket. Im Alter von 35 saß der ehemalige Prinz ebenfalls in einer Vollmondnacht unter einer Pappelfeige und versank in einer tiefen Meditation, in der er Hass, Begierde und Unwissenheit ablegte. Durch die Erleuchtung wurde er zum Buddha, was frei übersetzt „der Erwachte“ bedeutet. Die Pappelfeige wird in Erinnerung an dieses Ereignis auch Bodhi-Baum genannt.

Bevor Siddhartha die Erleuchtung kam, geschahen jedoch noch eine Reihe merkwürdiger Dinge. So wurde er mentalen Angriffen und Verführungen des Dämonenkönigs Mara ausgesetzt. War dies der Versuch dunkler Mächte, ihn an der Erleuchtung zu hindern? Oder handelte es sich um eine Prüfung? Nachdem Siddhartha den Angriffen und Versuchungen widerstand und Erleuchtung fand, soll er noch 7 Tage in tiefer Meditation unter dem Bodhi-Baum gesessen haben. Eine zu lange Zeit, um ohne Essen und Trinken auszukommen.

Was geschah also wirklich mit Buddha? Begegnete er in dieser Zeit seinen Erzeugern? Untermauert wird die prä-astronautische Interpretation jedenfalls dadurch, dass bereits der Hinduismus in den Göttern sterbliche Wesen sieht, obgleich sie um ein millionenfaches länger leben, als wir Menschen. Nun, Götter sterben nicht, aber Außerirdische durchaus.

Ein weiterer Punkt, der die Prä-Astronautik untermauert, ist die Tatsache, dass Entrückungen auch außerhalb der großen Weltreligionen zu finden sind. Unter anderem in der germanischen Mythologie, in welcher insbesondere Bergentrückungen verbreitet sind. Das erinnert ein wenig an Hesekiel und belegt einmal mehr, dass Entrückungen keinesfalls auf das Himmelreich beschränkt sein müssen. Dies trifft auch auf die Siebenschläferlegende zu, welche im Christentum und Islam von Bedeutung ist. Der Legende zufolge sind sieben junge Männer, die aufgrund ihres Glaubens verfolgt wurden, in eine Höhle entrückt worden. Dort sollen sie, von Gott behütet, mehrere Jahrhunderte schlafen.

Bei den Siebenschläfern handelt es sich selbstverständlich nur um eine Sage. Eine weitere historisch nicht belegte Entrückung mit noch ausstehender Wiederkehr betrifft indes den römischen Kaiser Nero (37-68). Dieser soll angeblich eines fernen Tages als Antichrist wiederkehren, was in Anbetracht seiner historisch zweifelsfrei belegten Einäscherung und anschließenden Beisetzung wohl kaum der Fall sein dürfte. Der Fall Nero zeigt, dass nicht jede Legende einer Entrückung auch einen wahren Kern haben muss. Zuweilen handelt es sich auch um religiös gefärbte Ausschmückungen.

Die Religionen und insbesondere das Christentum waren auf der anderen Seite aber auch nicht gerade zimperlich, wenn ihnen Entrückungen nicht in den Kram passten. Der italienische Priester Giordano Bruno (1548-1600) landete seinerzeit auf dem Scheiterhaufen und das nicht nur, weil er anhand mathematischer Berechnungen nachweisen konnte, dass sich die Erde um die Sonne dreht. Er wusste darüber hinaus, dass Sterne ferne Sonnen sind, um die Planeten wie die Erde kreisen und behauptete sogar, dass einige bewohnt seien.

Für ein reines Gedankenexperiment waren seine Ausführungen zu präzise und zutreffend. Woher also konnte Bruno damals derartiges wissen? Der erste extrasolare Planet wurde erst 1996 entdeckt und noch ein Jahrhundert zuvor dachte niemand ernsthaft über Planeten außerhalb unseres eigenen Sonnensystems nach. Leben vermutete man zwar schon relativ früh auf dem Mars und der Venus, aber an Besucher aus anderen Sonnensystemen gewöhnte man sich erst im Laufe des 20. Jahrhunderts. Wer aber konnte Ende des 16. Jahrhunderts von bewohnten Welten um ferne Sonnen wissen, außer deren Bewohner selbst?

So viel zu den historischen Beispielen. Wesentlich greifbarer sind die modernen Entführungsgeschichten im Bereich der UFOlogie. Zu den am besten dokumentierten Fällen gehört dabei die Geschichte von Betty (1919-2004) und Barney Hill (1922-1969), welche sich in der Nacht vom 19. zum 20. September 1961 in der nähe der White Mountains (New Hampshire, USA) zugetragen hat. Zunächst erblickte das Ehepaar ein UFO, in welchem Barney Insassen ausmachen konnte. Als sie vor dem Objekt fliehen wollten folgte ein Blackout. Die beiden wurden bewusstlos und als sie wieder zu sich kamen, befanden sie sich plötzlich auf dem Heimweg, als wäre nichts geschehen.

In der Folgezeit wurden Betty und Barney von Alpträumen geplagt. Erst Jahre später traten die Ereignisse der fraglichen Nacht während einer Hypnosesitzung bei einem Psychiater an die Oberfläche. Sie wurden von kleinen, grauen Wesen entführt und medizinisch untersucht. Zum Ende der Entführung wurde Betty Hill von den Grey eine Sternenkarte gezeigt, die sie unter Hypnose aufzeichnete. Die Karte passte zu keiner bekannten Sternenkonstellation. Jahrzehnte später konnte jedoch mit Computerprogrammen berechnet werden, dass die Sternkonstellationen durchaus korrekt sind, wenn man sie vom Zeta Reticuli-System aus betrachtet.

Ein weiterer Bekannter Fall ist die Entführung von Travis Walton, welche am 5. November 1975 begann. Während seiner mehrtägigen Abwesenheit wurden seine Arbeitskollegen gar des Mordes verdächtigt, da niemand ihnen die Begegnung mit einem UFO glaubte. Nach Waltons Rückkehr wurden alle einem Lügendetektortest unterzogen, den sowohl der Entführte als auch die Zeugen bestanden. Der Fall Walton erlangte weltweite Bekanntheit und wurde, ebenso wie die Entführung von Betty und Barney Hill, verfilmt. Allerdings weicht der Film „Feuer am Himmel“ erheblich von den Beschreibungen Waltons ab.

Die beiden genannten Entführungen sind keineswegs Einzelfälle. Sie stehen nur exemplarisch für ein weltweites Phänomen mit Millionen Betroffenen. Wie es scheint, ziehen sich die Entrückungen durch die gesamte Menschheitsgeschichte und sind Teil eines groß angelegten Programms. Dabei können zwei grundsätzliche Arten von Entrückungen unterschieden werden.

Die unangenehme Variante beinhaltet medizinische Untersuchungen und künstliche Befruchtungen, die laut Opferberichten einem Hybridenprogramm dienen. Nach Abschluss der Prozeduren werden alle Erinnerungen an die Ereignisse unterdrückt, können jedoch in Form von Flashbacks sowie unter Hypnose ins Bewusstsein zurückkommen. Verantwortlich für diese Entführungen sind in der Regel kleine und große graue Wesen, die entsprechend ihrer Hautfarbe Grey genannt werden. Von den halbmenschlichen Hybriden wird ebenfalls immer wieder berichtet. Hinzu kommen Aussagen über Reptiloide und Insektoide, die zuweilen zusammen mit den Grey gesichtet werden, und zunehmend tauchen auch Berichte über irdisches Militärpersonal auf, welches sich an den Entführungen beteiligt.

Die zweite Art der Entrückung ist wesentlich angenehmer und findet bei vollem Bewusstsein der Betroffenen statt. In den entsprechenden Fällen kann eigentlich nicht von Entführungen gesprochen werden, sondern eher von Einladungen. Diese ergehen aber nur an wenige ausgewählte Menschen und erscheinen zuweilen willkürlich. Bei Personen wie Siddhartha Gautama spielt allerdings auch die Herkunft eine Rolle, welche bereits in den Sternen liegt. Verantwortlich für die positiven Entrückungserlebnisse sind in der Regel humanoide Spezies.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Chancen weitaus größer sind, von den Grey entrückt und gemartert zu werden, als eine positive Entrückung durch freundliche Wesen zu erleben. Es kann eigentlich von Glück geredet werden, dass die Mehrheit der Betroffenen sich nicht an die entwürdigenden, schmerzvollen Ereignisse erinnern kann.

Zum Schluss bleibt noch ein Blick in die Zukunft. Während es in der Bibel von einzelnen Entrückungen in der Vergangenheit geradezu wimmelt, gibt es darüber hinaus in der christlichen Lehre ein großes Entrückungsszenario in der Endzeitprophetie. Zwar wird in der Offenbarung des Johannes keinerlei Entrückung erwähnt, doch gibt es in der Apostelgeschichte des Lukas dahingehende Andeutungen. Darauf basierend entwickelte sich die byzantinische apokalyptische Tradition.

In dieser Tradition sah sich auch Pseudo-Ephraem, der im 4. Jahrhundert das Konzept vertrat, dass die christliche Gemeinde dreieinhalb Jahre vor der Wiederkunft Christi entrückt werde. Er ging davon aus, dass die Zeit der Trübsal nur so kurz andauern werde. Pseudo-Ephraems Modell überdauerte die Jahrhunderte und wurde 1788 in einem Buch des Baptisten Morgan vertreten. Zwischenzeitlich gab es bereits leicht abgewandelte Varianten. Darunter jene von Fra Dolcino († 1307), der behauptete, nur die von der katholischen Kirche bekämpfte Sekte der Apostelbrüder würde entrückt werden.

Im 19. Jahrhundert wurde das alte Modell schließlich im Zuge des Dispensationalismus überarbeitet. Diese Form der Bibelauslegung orientiert sich sehr stark an der Endzeit sowie der damit verbundenen Heilslehre und machte die große Entrückung überhaupt erst populär. Die Zeit der Trübsal, in der der Antichrist über die Erde herrschen soll, wurde dabei auf 7 Jahre ausgedehnt. Immerhin sind es 7 Engel, die in ihre Posaunen blasen und damit die 7 Plagen der Endzeit entfesseln sollen. Genau genommen dauert die Trübsal allerdings schon mehrere Jahrhunderte an, wobei die katholische Kirche einen großen Anteil daran hatte.

Während die Trübsal nun zur Freude aller ausgeweitet wurde, konnte man sich jedoch nicht so richtig auf einen Zeitpunkt für die Entrückung einigen. Manche meinen, die Christen würden vor der großen Trübsal entrückt und blieben somit verschont. Andere gönnen ihrer Glaubensgemeinschaft noch das Halbfinale der Endzeit und bleiben bei den traditionell veranschlagten dreieinhalb Jahren. Zu guter letzt gibt es noch einige Stimmen, die meinen, die Entrückung fände vor dem Bruch des siebten Siegels statt. Laut der gängigen theologischen Lehrmeinung kann und darf der genaue Zeitpunkt allerdings gar nicht berechnet werden.

Überhaupt hat das ganze Entrückungsszenario etwas von Wunschdenken. Die Christen ergeben sich der Hoffnung, dass sie um die schlimmste aller Zeiten herumkommen und erst zusammen mit Jesus auf die Erde zurückkehren werden, wenn das tausendjährige Reich des himmlischen Friedens anbrechen soll. Es verwundert nicht, dass ähnlicher Firlefanz auch in der Esoterik zu finden ist. In diesem Teilbereich des Okkultismus stützen sich diverse Channelmedien und Wahrsager auf die Versprechen von aufgestiegenen Meistern, aber im Prinzip haben sie bei den Christen abgeschrieben. Sogar das 1.000 Jahre andauernde goldene Zeitalter spielt auf das Reich des wiedergekehrten Jesus an.

Zwischen Christenlehre und Esoterik gibt es eigentlich nur einen gravierenden Unterschied. Die Entrückung soll laut Esoterikern nicht wie durch ein Wunder geschehen, sondern von wohlwollenden Außerirdischen organisiert werden. Im Bereich der UFO-Sekten übernimmt selbstverständlich Ashtar von der galaktischen Föderation des Lichts diesen Part. Um von den Lichtschiffen errettet zu werden, muss man nicht einmal Christ sein, sondern lediglich in die 5. Dimension aufsteigen. Na wenn’s weiter nichts ist…

Die bisherigen Einzelentrückungen haben weder mit der christlichen noch mit der esoterischen Heilslehre sonderlich viel zu tun. Wenn sich überhaupt eine außerirdische Macht dazu genötigt fühlen sollte, Menschen vor der kommenden Katastrophe zu bewahren, dann werden das gewiss keine leichtgläubigen Narren sein, die nichts unternommen haben, um das Unheil zu verhindern. Sich einfach auf höhere Mächte zu verlassen ist sowohl naiv als auch ein Zeichen von Faulheit. Beides keine Eigenschaften, deren Erhaltung sich lohnen würde.

Hinzu kommt, dass viele Christen davon ausgehen, dass sie sich nur zu Jesus bekennen müssten und ihnen sogleich jegliche Schandtaten verziehen würden. Die Esoteriker bemühen sich indes durchaus um positives Karma, ergeben sich aber ebenso in Passivität. Statt die Welt aktiv zum Positiven zu gestalten, verlassen sie sich darauf, dass E.T. sie retten wird, wenn sie alles vermasselt haben. Einige betreiben zwar irgendwelche dubiose Lichtarbeit, doch das ist nur ein weiteres Wort für Trägheit. Es wird sich gewiss schon bald zeigen, welchen Lohn Falschheit und Faulheit tatsächlich nach sich ziehen. Die Überraschung wird auf allen Seiten groß sein.

Das beste Vorbild ist bei alledem Siddhartha Gautama, der Extreme ablehnte und seit seiner Erleuchtung stets den Mittelweg suchte. Er lehrte, dass wir alle unser Schicksal aktiv beeinflussen können und keine höhere Macht uns die Arbeit abnehmen werde. Die Erde müsste schon unbewohnbar werden, bevor uns wohl gesonnene Außerirdische eine Evakuierung einleiten würden. Und in diesem Falle würden mit Sicherheit nur diejenigen einen Platz im Rettungsboot erhalten, die es aufgrund ihrer Ehrlichkeit, Güte und Liebe wert sind. Eine Garantie gibt es aber nicht einmal für diejenigen.

Jene, die durch Egoismus, Falschheit, Skrupellosigkeit, aber auch durch Dummheit und Trägheit glänzen, sollten daher erst recht nicht auf eine Entrückung hoffen. Es sei denn sie gehören zur Spitze der Machtpyramide, dann können sie ja die Reptos fragen. Normalbürger sollten deren Raumschiffe jedoch meiden, denn die Unterbringung könnte sonst im Bordrestaurant erfolgen. Okay, das war jetzt etwas hämisch, aber tatsächlich rechnen wir in den nächsten Jahren mit keiner Entrückung. Abgesehen natürlich von den üblichen Begegnungen der 4. Art, die jedoch nichts mit irgendwelchen Endzeitszenarien zu tun haben.

Seriöse Prä-Astronautik versus Ancient Aliens

In der Doku-Serie „Ancient Aliens“ des amerikanischen History Channels gibt es durchaus gute Ansätze, aber auch viel Schund. Was seriös und was Bullshit ist, hängt vor allem von den interviewten Personen ab. Channelmedien wie David Wilcock sind dabei gewiss keine Bereicherung. Der Schriftsteller Giorgio A. Tsoukalos gehört indes zu den Top-Autoren des Prä-Astronautik-Genres. In einem seiner letzten Vorträge kritisierte er die Serie scharf, in der er selbst so oft zu sehen war.