Videoanalyse: Kombikreist lebt nach seinen eigenen Regeln

Provokant war Combichrist schon immer, aber zumindest musikalisch war die norwegische Band aus dem Bereich Aggrotech durchaus nicht uninteressant. Inzwischen hat sich der Stil jedoch stark gewandelt und der Bandgründer Ole Anders Olsen alias Andy LaPlegua stellt seinen satanistischen Glauben immer schamloser zur Schau. Albentitel wie „Tonight We Are All Demons“ (2009) oder „Making Monsters“ (2010) gehen schon stark in diese Richtung, aber den Vogel abgeschossen hat er mit seinem Video zur Single „My Life My Rules“.

Erschienen ist die Single zusammen mit dem Album „This Is Where Death Begins“ im Jahr 2016. Auf dem Cover sind zwei Schlangen zu sehen, wie sie um eine Frau (vermutlich Eva) herum züngeln, deren linkes Auge betont wird. Die Botschaft dürfte jedem klar sein, der sich auch nur ansatzweise mit der Vertreibung aus dem Paradies auskennt.

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Der Titel „My Life My Rules“ klingt schon irgendwie nach Aleister Crowleys Leitspruch „Tu, was du willst!“ Ein Freibrief für jeden Satanisten, hemmungslose Orgien zu zelebrieren und andere abzuschlachten. Genau darum geht es im Video, in dem LaPlegua nach einer Orgie mitten in einem Berg von Frauenleichen erwacht. Auf seinem rechten Arm ist deutlich ein Pentagramm-Tattoo zu erkennen.

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Offensichtlich ist hier ein satanistisches Opferritual abgelaufen, was durch die schnell hintereinander eingeblendeten Symbole unterstrichen wird. In kurzer Abfolge sind ein Baphometschädel, eine Schlange und ein menschlicher Totenkopf zu sehen. Bei der Schlange sollte beachtet werden, dass sie von Lichtstrahlen umgeben ist, womit klar sein dürfte, dass hier der Lichtbringer Luzifer gemeint ist.

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In unmittelbarer Nähe findet LaPlegua einen Erhängten, dem er erst einmal die Klamotten klaut. Der Tod durch Erhängen ist eine typische Hinrichtungsmethode der Freimaurer, bei denen bereits jeder Anwärter während der Einführung in die Loge einen Galgenstrick um den Hals gelegt bekommt. Keine reine Dekoration, wie u.a. schon Roberto Calvi erfahren musste.

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Nachdem der blutüberströmte Täter von ein paar Jugendlichen entdeckt wird, darf sich in der folgenden Einstellung erst einmal die Band austoben. Anschließend wird in einer Rückblende erzählt, was in der vergangenen Nacht geschehen ist. Die Frauen sind zunächst noch am Leben und tanzen mit Geweihen und Widderhörnern um ein Feuer. Die Szene hat etwas von einem Hexensabbat.

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Dann taucht ein Mann in einem Priesterkostüm auf. Damit wird das Christentum verhöhnt, denn der Mann ist alles andere als ein Diener des Herrn. Er tauft die Frauen auch nicht in Wasser, sondern in Feuer, was eine Umkehrung der Werte bedeutet.

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Ein weiterer Herr mit langem Bart tritt als Schlangenträger auf.

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Der Mann im Pfaffenkostüm gehört ebenfalls zur Bruderschaft der Schlange und züngelt mit den Viechern herum, ehe er sie an die Damen überreicht. Das Tattoo „Soul“ an seinen Fingern ist übrigens auch ganz interessant.

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Die Hexen üben sich ebenfalls in der Rolle der Schlangenträgerin, wobei es immer wieder zu sexuellen Anspielungen kommt.

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Nachdem die Frauen offenbar eine halluzinogene Flüssigkeit getrunken haben, erscheint zum Schluss noch Satan auf der Party.

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Die Hexen menstruieren bei dem Anblick aus den Augen, wobei diese schon ziemlich besessen wirken. Von allen Frauen dürfte die Blonde mit den Widderhörnern wohl am ehesten nach Satans Geschmack sein.

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Bei genauerem Hinsehen handelt es sich jedoch nicht um den Teufel, sondern um Andy LaPlegua, wie man an den Tattoos erkennen kann. Er hat zudem wenig sexuelles Interesse an den Satanistinnen, sondern beginnt sofort damit, ihnen die Kehlen durchzuschneiden.

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Die Dame mit der Dornenkrone, die als einzige keine Hörner trägt, dürfte übrigens wieder eine Verhöhnung des Christus darstellen.

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Die Asiatin erwischt LaPlegua mit der Machete.

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Als sie noch am Leben war, tanzte sie mit Katzenköpfen auf den Titten herum. Möglicherweise soll hier eine Sexkätzchenprogrammierung angedeutet werden.

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Insgesamt macht das Video einen total kranken Eindruck. Die satanistische Symbolik ist ebenso offensichtlich wie die Verherrlichung von Menschenopferungen. Die Darstellerinnen haben die Dreharbeiten selbstverständlich überlebt, denn sonst wäre das Video als Snuff-Film indiziert worden. Dennoch stellt sich die Frage, wie weit Ole Anders Olsen in den Satanismus involviert ist? Denn eines steht fest: Mit solchen Darstellungen scherzt man nicht. Schon gar nicht in Zeiten, in denen ständig neue Skandale um Kindesmissbrauch und rituelle Morde Schlagzeilen machen.

Solche Videos vermitteln, dass Hexensabbate und Ritualmorde cool sind. Das allein ist schon schlimm genug, aber noch schlimmer ist die Tatsache, dass derartiges von den Fans auch noch gefeiert wird als wäre es das Normalste der Welt. Allerdings dürfte sich der Fankreis inzwischen ohnehin geändert haben, seit Combichrist von Aggrotech auf Metal umgestiegen ist.

Ghostbusters II – Vigo, der Antichrist

von Shinzon

Fünf Jahre nach dem ersten Teil kam 1989 „Ghostbusters II“ in die Kinos. Diese Gruselkomödie gestaltete sich nicht minder okkult und apokalyptisch als der Vorgänger. Allerdings sollte diesmal kein extradimensionaler Dämon das Ende der Welt einläuten, sondern der wiederkehrende Geist eines finsteren Fürsten aus dem Mittelalter.

Alles beginnt mit einer Schleimpfütze, die den Kinderwagen von Dana Barrett (Sigourney Weaver) klaut und mitten auf einer belebten Straße abstellt. Es geht also schon mal um finstere Mächte, die ein Interesse an einem Neugeborenen (Will & Hank Deutschendorf) haben. Dieses stammt übrigens nicht von Dr. Venkman, der fünf Jahre zuvor mit Dana angebandelt hat. Der Vater bleibt anonym.

Wenigstens bekommen die Ghostbusters durch diesen Vorfall wieder etwas zu tun. Winston Zeddemore (Ernie Hudson) und Ray Stantz (Dan Akroyd) schlagen sich nämlich mehr schlecht als recht mit Auftritten auf Kindergeburtstagen durch. Doch nicht mal die Kids können den Geisterjägern noch etwas abgewinnen. Wenigstens Egon Spengler (Harold Ramis) hat noch einen passablen Posten am Institut für erweiterte theoretische Forschung. Dieses Institut befindet sich in einem klassischen Gebäude, dessen Eingang von zwei Säulen gesäumt ist.

01 Institut

Dana wendet sich zuerst an Egon, bei dem sie genau richtig ist. Er arbeitet nämlich an einer Theorie, der zufolge menschliche Emotionen Auswirkungen auf das physikalische Umfeld haben. Diese Theorie ist gar nicht mal so abwegig und wird inzwischen sogar von der realen Wissenschaft behandelt. Für die herrschende Elite ist sie auf jeden Fall der Grund, warum sie die Menschheit in Angst, Verzweiflung und Hass hält. Negative Emotionen erzeugen negative Schwingungen und darauf fahren die Satanisten voll ab. Das ist auch der Grund, warum es so viele Kriege, Armut und schlechtes Fernsehen gibt. In diesem Film wird das alles noch eine zentrale Bedeutung haben.

Wo wir schon mal bei schlechtem Fernsehen sind, Venkman moderiert inzwischen eine eigene Sendung, in der allerhand Esoteriker und Weltuntergangspropheten auftreten. Letzterer könnte allerdings recht behalten und spoilert die Zuschauer mit der Information, dass die Welt am Silvesterabend Punkt 0 Uhr untergehen wird. Statt 1989 hätte der Film also ebenso gut 2000 oder 2012 spielen können. Die UFO-Enthusiastin in Venkmans Sendung datiert den Weltuntergang gar auf den 14. Februar 2016, was inzwischen natürlich genauso obsolet ist, wie alle anderen Weltuntergangstermine. Immerhin ist aber zwischen 1989 und 1990 der Ostblock untergegangen, vielleicht wollte Hollywood ja darauf anspielen.

02 Esoterikshow

Die nächste Szene spielt in einem New Yorker Kunstmuseum. An der Fassade hängen ein roter und ein blauer Banner, womit wir die Freimaurerfarben schon mal abhaken können. Selbige finden sich noch einmal auf einer US-Flagge und einer Tricolore. Erstere sollte in den USA nicht weiter verwundern, letztere ist jedoch reine Freimaurerdeko.

03 Blau Rot

04 Blau Rot

Zu guter Letzt wären da noch reichlich Sonnensymbole.

05 Sonnensymbole

Dana Barrett ist vom Orchester in dieses Museum gewechselt, wo sie nunmehr als Restaurateurin arbeitet. Ihr Vorgesetzter ist der aufdringliche Dr. Janosz Poha (Peter McNicol), welcher gerade ein neues Gemälde in der Werkstatt aufstellen lässt. Es ist ein Portrait von Vigo (Wilhelm von Homburg), welches nicht nur sehr lebendig wirkt, sondern im wahrsten Sinne des Wortes eine Seele besitzt.

06 Verfluchtes Bild

Egon sucht in der Zwischenzeit Ray auf, der einen Laden für okkulte Bücher und anderen Esoterikschnickschnack betreibt. Der Laden hat natürlich die Hausnummer 33. Man sieht sie zwar nicht direkt, aber das Gebäude links daneben hat die Nummer 31.

07 Rays okkulter Buchladen

Im Laden gibt es gleich mal eine Pyramide mit Auge und Ray wünscht einem Kunden „viel Spaß beim Hexensabbath“. Als Geisterjäger muss man halt Geister heraufbeschwören, um nicht arbeitslos zu werden.

08 Pyramidenposter

Das Team von damals ist mit dem Eintreffen von Venkman auch schon fast komplett und natürlich erfährt dieser nun, dass seine alte Flamme erneut Stress mit Dämonen hat. Außerdem holt er ein bestelltes Buch mit dem Titel „Magische Pfade zu Reichtum und Macht“ ab, welches ebenfalls von einer Pyramide mit Auge geziert wird. Noch deutlicher kann man wohl kaum darauf hinweisen, dass so ziemlich alle Reichen und Mächtigen dieser Welt Freimaurer mit einem Hang zum Okkulten sind.

09 Pyramidenbuch

Mit dem Okkulten bekommen die Geisterjäger schon bald genug zu tun. Sie statten Dana einen Besuch ab und untersuchen ihre Wohnung. Als dort alles normal scheint, zeigt die besorgte Mutter ihnen die Stelle auf der Straße, an der der Kinderwagen stehen geblieben ist. Dort schlagen die Instrumente von Egon und Ray endlich Alarm. Irgendetwas muss sich unter der Straße befinden.

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In der Nacht beginnen die drei, ein Loch in die Straße zu meißeln. Gerade, als Ray an einem Seil über einem Fluss aus Schleim baumelt, werden sie von der Polizei erwischt und verhaftet. Als sie Ray hochziehen, erwischt dieser eine Stromleitung und legt damit ganz Manhattan lahm. Das dürfte nicht gerade zur Strafmilderung beitragen.

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Im Museum wird unterdessen Janosz von Vigos Gemälde angequatscht. Er soll dem moldawischen Fürsten ein Kind beschaffen. Als er sich fragt, warum er das tun soll, schießen Blitze aus dem Antlitz von Vigo auf den Museumsdirektor nieder, der fortan unter Kontrolle des toten Fürsten steht. Bei dieser Szene darf natürlich ein achtzackiger Stern der Ištar in Schwarz/Weiß nicht fehlen.

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Janosz weiß natürlich genau, wo er ein neugeborenes Kind finden kann und sucht noch in derselben Nacht Dana heim. Er fragt, ob er ihre Wohnung betreten darf, was diese ablehnt. Dämonen und Vampire sollte man niemals hereinbitten und offensichtlich ahnt sie etwas. Oder ihr ist Janosz schon im Normalzustand zu gruselig. Immerhin kann er den Stromausfall kompensieren, indem er seine Augen als Scheinwerfer benutzt.

14 Nachtsichtgerät

Am nächsten Tag beginnt die Gerichtsverhandlung der Geisterjäger. Winston ist dabei nur Gast, aber für die anderen sieht es nicht gut aus. Zumal ihr Anwalt kein geringerer als die Flachzange Louis Tully (Rick Moranis) ist. In seinem Eröffnungsplädoyer weist er gleich darauf hin, dass ihm die Geisterjäger geholfen haben, als er in einen Hund verwandelt war. Und das vor einem Richter, der nicht an Geister glaubt.

Zum Glück befindet sich unter den Beweistücken ein Glas mit dem psychoaktiven Schleim, der unter New Yorks Straßen fließt. Als der Richter Wexler (Harris Yulin) so richtig in Fahrt kommt und den Angeklagten wünscht, er könnte sie auf dem Scheiterhaufen verbrennen lassen, brodelt es im Einmachglas. Letztendlich explodieren die Geister zweier Hingerichteter aus dem Schleim, welche der Richter selbst einst zum Tod auf dem elektrischen Stuhl verurteilt hat.

16 Todeskandidaten

Mit diesen alten Bekannten konfrontiert, sieht sich Wexler genötigt, das Urteil aufzuheben und ebenso die einstweilige Verfügung, welche den Geisterjägern die Ausübung ihres Handwerks untersagt. Nachdem sie die beiden Todeskandidaten in ihren Geisterkerker gesperrt haben, sind sie wieder zurück im Geschäft. Janine Melnitz (Annie Potts) bekommt ebenfalls ihren alten Posten als Sekretärin zurück. Mit neuer Brille und Frisur sitzt sie wieder am Telefon und nimmt Aufträge entgegen, die sich mal wieder häufen. Sogar ein neues Logo haben sich die Geisterjäger gegönnt. Der durchgestrichene Geist macht nun eine V-Geste.

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Neben der üblichen Geisterjagd experimentieren die Jungs mit dem psychoaktiven Schleim. Sie schreien ihn an, was heftige Reaktionen verursacht, und bringen sogar einen Toaster damit zum Tanzen. Für den ständig herumblödelnden Venkman die Gelegenheit, gleich noch eine V-Geste zu machen.

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Nach der kleinen Vorstellung besucht Peter seine Ex Dana im Kunstmuseum, wo ihm Janosz das Bild von Vigo vorstellt. Dana ist vom einstigen Herrscher der Karpaten und Moldawiens weit weniger begeistert und bezeichnet den mächtigen Zauberer als „völkermordenden Wahnsinnigen“. Demnach wäre er für das Geistergenre das, was Dracula für das Vampirgenre ist. Obendrein hat er einen gruseligen Modegeschmack mit lauter Totenköpfen, was aber zu seinem Charakter passt.

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Am Abend will Dana mit ihrem Baby baden, aber sie bekommt ungebetenen Besuch vom Blob. Dieser versucht, Klein Donald (im engl. Original Oscar) zu verschlingen.

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Da ein Bad in psychoaktivem Schleim nicht so ihr Ding ist, flüchtet Dana in die Wohnung von Peter Venkman. Dort kommt sie aber vom Regen in die Traufe, denn der Schachbrettboden verheißt nichts Gutes.

22 Schachbrettboden

Am nächsten Tag statten die Geisterjäger erst einmal Vigo einen Besuch ab. Wie ihre Recherchen ergeben haben, lebte Vigo im 15. bis 16. Jahrhundert und erreichte ein stattliches Alter von 105 Jahren. Dabei starb er nicht mal eines natürlichen Todes, sondern wurde vergiftet, erstochen, erschossen, gevierteilt und zerhackt. Offenbar wollte man sicher gehen, dass er auch wirklich tot ist. Vigo wusste also, wie er sich beliebt macht. Kurz vor seinem endgültigen Tod kündigte er jedoch seine Wiederkehr an, um die Menschheit erneut mit seiner Herrschaft zu beglücken.

Von der Fotosession mit Vigo ist Museumsdirektor Janosz Poha wenig begeistert, doch er kann das Eindringen der Geisterjäger nicht verhindern. Vigo kann sich aber sehr wohl selbst um das Problem kümmern. So hypnotisiert er u.a. Ray mit seinem bösen Blick.

Dana wohnt dieser Szene nicht bei, da sie noch in Peters Wohnung weilt. Immerhin konnte sie dort ungestört baden. Als Venkman nach Hause kommt, lädt er die Mutter abends zum Essen ein, während er dem kleinen Donald seine Emanuelle-Sammlung empfiehlt. Ein Pornografiewitz gegenüber einem Neugeborenen ist wieder mal typisch für den pädophilen Sumpf von Hellywood und dieses Baby wird auch noch in ein okkultes Ritual hineingezogen.

Babysitter soll für den Abend Janine spielen, welche in ihrem Leopardenfellmantel und den grünen Handschuhen eine wandelnde Stilsünde ist. Da das Sexkätzchen ein wenig rollig ist, lädt sie Louis ein, sie in Venkmans Wohnung zu begleiten. Es dürfte klar sein, dass die Kombination der beiden nervigsten Charaktere in einer Katastrophe enden muss.

23 Sexkätzchen

Ray und Egon entwickeln derweil die Fotos des Vigo-Gemäldes. Diese sehen nicht ganz so aus, wie die beiden das Portrait in Erinnerung hatten. Auf den Fotografien ist der Fluss aus Schleim zu sehen, welcher unter New York brodelt. Kurz darauf fangen die Fotos Feuer, während sich die Tür der Dunkelkammer von Geisterhand abschließt. Dank Winstons Einschreiten entkommen Egon und Ray diesem Anschlag ganz knapp.

24 Schleimfluss

25 Feurige Fotos

Während Venkman Dana zum Essen ausführt, begeben sich die anderen drei über einen U-Bahntunnel in den New Yorker Untergrund, um den Fluss des Schleims zu untersuchen. Peters Entscheidung, diesem Trip nicht beizuwohnen, erweist sich als absolut richtig, denn was der Rest des Teams entdeckt, ist nicht gerade appetitlich. Zunächst treffen sie auf eine Galerie abgehakter Köpfe, die vermutlich islamistische Terroristen im U-Bahnschacht hinterlassen haben. Die Altersfreigabe ab 12 ist spätestens an dieser Stelle nicht mehr nachvollziehbar und Eltern sollten ihre Kinder von derartigen Szenen fernhalten.

26 Kopfgarten

Der nächste Schock besteht aus einem Geisterzug und so langsam ahnt Egon, dass irgendetwas das Team von seinen Forschungen abhalten will. Kurz darauf entdeckt Ray einen Zugang zum Schleimfluss. Egons Frage, wie viel negative Energie nötig sei, um einen Fluss dieser Größe zu erzeugen, erübrigt sich, denn der Big Apple ist ein Sumpf von Kriminalität und Sünde. Das Ergebnis verschlingt erst einmal Winston und um ihn zu retten, springen auch Ray und Egon in die Glibberbrühe.

27 Schleimbad

Als die drei wieder auftauchen, gehen sich Winston und Ray gegenseitig an die Gurgel. Egon kommt jedoch schnell darauf, dass es an dem Schleim liegt, der geradewegs auf das Kunstmuseum zufließt. Ihre Erkenntnisse müssen sie natürlich gleich Venkman auftischen und zwar beim Essen in einem Nobelrestaurant. Nachdem sie einige Snobs vollgeschleimt haben, werden sie abermals verhaftet und diesmal ist es Peter, der als Unbeteiligter außen vor bleibt. Irgendwie kommen Geisterjäger recht häufig mit dem Gesetz in Konflikt.

Während die Jungs auf dem Weg zum Bürgermeister sind, erwischt Dana die beiden Babysitter Janine und Louis in flagranti. In der Zeit, in der sie auf ihr Baby aufpassen sollten, haben sie gleich selbst eins gemacht. Nebenbei bemerkt nicht unweit eines Schabrettbodens, was einen Hauch von Sex-Magick hat.

28 In Flagranti

Beim Bürgermeister Larry (David Margulies) läuft es unterdessen nicht so prickelnd. Auf die Botschaft, dass sich alle negativen Emotionen der Stadt in einem explosiven Plasma manifestierten, kontert er nur, dass es jedermanns gottgegebenes Recht sei, sich mies zu fühlen und andere wie Dreck zu behandeln. Das bringt den American Way of Life ziemlich präzise auf den Punkt. Nachdem der Bürgermeister sie eiskalt abserviert hat, landen sie diesmal nicht im Knast, sondern in der Klapsmühle. Trotzdem ist dies eine Wiederholung des ersten Teils.

29 Einweisung

Wirklich reif für die Irrenanstalt ist indes der Museumsdirektor Janosz. Dieser hält gerade eine schwarze Messe vor dem Gemälde Vigos ab und quatscht mit dem künftigen Antichristen. Er schleimt sich regelrecht bei dem alten Schleimpilz ein und bittet ihn, Dana zur Frau haben zu dürfen, nachdem er Vigo deren Baby gebracht hat.

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Vigo will Donald keineswegs missbrauchen oder gar opfern, sondern in dessen Körper wiedergeboren werden. Damit wird der satanistische Mythos bedient, Dämonen könnten in Menschen fahren, wobei es sich in der Realität allerdings eher um multiple Persönlichkeitsspaltung handelt. Dennoch beschreibt dieses Szenario sehr gut, was die Elite mit traumabasiertem Mind Control beabsichtigt. Und wo wir schon mal dabei sind, trägt Donald einen Winnie Puh Schlafanzug, was natürlich ein Disney-Erzeugnis ist.

33 Disney-Programmierung

Janosz fackelt nicht lange und zieht los, um das Baby abzuholen. Vigo hat ihm dafür ein paar Superkräfte mit auf den Weg gegeben. Jetzt ist sein Jünger transzendent und kann fliegen. Obendrein trägt er ein extrem schlechtes Mary Poppins Kostüm und kann seine Arme ausstrecken wie Mr. Fantastic.

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Dana macht sich sofort auf den Weg ins Museum, wo sie zwischen den Säulen Jachin und Boas mit zwei illuminierten Weltkugeln hindurch muss.

36 Jachin & Boas

Drinnen liegt Donald bereits auf einem Altar, was bei entsprechendem Hintergrundwissen schon ein ziemlich heftiger Anblick ist. Der schwarz/weiße Reptiloidenstern ist dabei stets präsent.

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38 Fliegerass

Die Lage in der Stadt spitzt sich derweil immer mehr zu. Der Fluss aus Schleim steigt immer höher und hüllt das Museum komplett ein.

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Auch andernorts bricht sich der Schleim Bahnen. Darunter bei einer Brodway-Show mit dem bezeichnenden Titel „Cannibal Girls“. Das satanisch-rote Pentagramm ist nicht weit.

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Direkt gelungen ist dagegen die kleine Botschaft gegen Pelzträger. Ob der Kostümdesigner Peta-Mitglied ist?

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Nebenher läuft noch die Titanic an den Docks ein, aber ansonsten sind die Dämonenangriffe eher wenig amüsant.

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44 Dämonenattacke

Zu allem Übel öffnet sich auch noch ein Hellgate und hüllt die Stadt in Dunkelheit.

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Die Situation ist inzwischen dramatisch genug, dass der Bürgermeister erneut nach den Geisterjägern rufen lässt. Die kommen aber mit ihren Protonenstrahlern nicht durch den schleimigen Wackelpudding hindurch. Da es sich um negativen Schleim handelt, brauchen die Jungs ganz viel positive Energie und ein Symbol, welches die Massen mitzieht. Ein Blick auf das Nummerschild ihres Ecto 1A bringt die zündende Idee. Wer könnte eher Licht ins Dunkel bringen als die Sonnengottheit Mithras? Gemeint ist natürlich die Freiheitsstatue, welche auf dem Nummernschild in den Farben der Freimaurer abgebildet ist.

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Bevor die Statue im wahrsten Sinne des Wortes losgehen kann, wird sie erst einmal mit positivem Romantikschleim besudelt. Wie das dazu führen kann, dass sich die Freiheitsstatue mit einem Joystick steuern lässt, ist natürlich erklärungsbedürftig. Aber hey, es ist nur ein Film. Um die Stimmung etwas zu erheitern, gibt es noch etwas Musik von Sony. Bei so viel Product Placement fragt man sich wirklich, warum es bei der TV-Ausstrahlung noch zusätzliche Werbeunterbrechungen gibt?

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Mit der Freiheitsstatue trampeln die Geisterjäger durch Manhattan schnurstracks zum Kunstmuseum. In der Fackel der Statue entzündet sich dabei ein echtes Feuer, mit welchem die Kuppel des Gebäudes durchschlagen wird. Erleuchtungssymbolik, wohin das Auge blickt.

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Vigos Geburtstag findet durch diese Aktion ein jähes Ende, dabei war er schon mitten dabei, in Donald zu reinkarnieren.

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Bevor es Vigo an den Kragen geht, wird erst einmal sein Jünger Janosz „abgespritzt“. Die Anspielung auf eine männliche Ejakulation ist nicht zu übersehen.

53 Abspritzen

Vigo hat sich indessen aus seinem Bild befeit, ist aber nicht leicht niederzumachen. Fürs Erste schickt er die Geisterjäger zu Boden.

54 Vigo tanzt für euch

Danach macht er sich an Donald ran und droht, sich mit ihm zu „vereinigen“. Wie herrlich doppeldeutig. Die Schreie des kleinen Nachwuchsschauspielers dürften in dieser Szene durchaus echt sein.

55 Kinderschreck

Die Vereinigung wird jäh unterbrochen, als die Massen vor dem Museum anfangen zu singen. Die positive Energie verbannt Vigo zurück in sein Gemälde, wo er endlich seine wahre Natur zeigt. Seine entstellte Fratze zeigt sogar Ansätze von Teufelshörnern.

56 Dämon

Abermals hypnotisiert Vigo Ray und ergreift schließlich von ihm Besitz.

57 Nicht Ray

Eine ordentliche Spermadusche mitten ins Gesicht beendet den Spuk jedoch.

58 Vollgewichst

Draußen vor dem Museum glaubt natürlich Louis, er hätte die Situation gerettet. Immerhin darf er sich freuen, nun zum Team zu gehören.

59 Louis

Dieses staunt nicht schlecht, als es das Bild betrachtet. Dieses zeigt nun die vier Ghostbusters mit Donald. Wie zur Hölle ist denn das passiert?

60 Erstaunen

61 Moderne Kunst

Am Ende werden die Ghostbusters wieder einmal gefeiert und bekommen auf Liberty Island Standing Ovations. Übrigens, wie ist die Freiheitsstatue eigentlich wieder auf ihren Sockel zurück gekommen?

62 Jubelfeier

Fazit: „Ghostbusters II“ steht dem ersten Teil in Sachen Okkultismus und Symbolik in nichts nach. Wieder einmal steht der Weltuntergang bevor, aber diesmal nicht durch die Wiederkehr einer sumerischen Gottheit, sondern durch einen moldawischen Antichristen. Die Einbeziehung eines Babys, wobei es sich ja eigentlich um zwei Kinderdarsteller handelt, ist dabei in hohem Maße besorgniserregend.

Berühmte Schauspieler wurden die beiden später nie. Stattdessen schlugen sie eine Laufbahn als Kampfsportler ein und gründeten eine Martial Arts Schule. Scheinbar haben sie sich den Vigo-Darsteller zum Vorbild genommen, denn der Deutsche Norbert Grupe alias Wilhelm von Homburg war lange Zeit Profiboxer. Zudem spielte er in einigen bekannten Filmen mit, darunter auch 1994 in dem ebenso hochgradig okkulten „Die Mächte des Wahnsinns“.

Mystery Men – Die beknacktesten Superhelden

von Shinzon

Wer schon immer mal Superhelden mit überflüssigen Kräften erleben und dabei mit okkulten Symbolen bombardiert werden wollte, der ist bei den „Mystery Men“ genau richtig. Dieser sinnlose Streifen aus dem Jahr 1999 hat alles, was man nie sehen wollte. An den Kinokassen geriet diese Verfilmung des „Flaming Carrot Comics“ von Dark Horse aus gutem Grund zum Flop.

Alles beginnt mit einer Ü80-Party, auf der ein GILF ältere Damen anbaggert. An der Theke gibt es statt Drinks Medizin und auf der Tanzfläche werden nicht die Beine, sondern die Räder geschwungen. Wer genau hinschaut, entdeckt unter den Gästen auch einen Shriner.

01 Shriner

Die Party wird plötzlich von einer Gang namens Red Eyes gecrasht, die alle Wertsachen einsackt. Doch die Superhelden sind schon da, um sie zu vermöbeln. Darunter der Schaufler (William H. Macy), der Blue Raja (Hank Azaria), Meister des Tafelsilbers, und Mr. Furious (Ben Stiller), dessen Superkraft es ist, wütend zu werden. Außerdem schmückt er sich mit Pentagrammen, die er vom Schrottplatz aufgesammelt hat, auf dem er arbeitet.

Blue Raja

Blue Raja

Der Schaufler

Der Schaufler

Mister Furious

Mister Furious

05 Furious Pentagramm

Selbstverständlich bekommen die selbsternannten Superhelden erst mal eine Supertracht Prügel. Erst als Captain Amazing (Greg Kinnear) auftaucht, beziehen auch mal die Bösewichter Haue. Am Ende ist Amazing der strahlende Held und obwohl er selbst ein Milliardär ist, lässt er sich von Großkonzernen wie Pepsi sponsern. Sein Kostüm ist eine Werbetafel auf zwei Beinen.

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Während Captain Amazing den ganzen Ruhm erntet, werden die anderen drei Versager von der Polizei ausgelacht. Die Beamten tragen Lederklamotten, wie man sie sonst nur als Klischees in Schwulenbars kennt, und so bezeichnet Mr. Furious sie als „Ledertunten“. Er hätte sie auch Freimaurer nennen können, denn ihre Mützen werden durch ein Schachbrettmuster geziert.

06 Schachbrettbullen

Captain Amazing ist indes keinesfalls so glücklich, wie es nach außen den Anschein hat. Er braucht einen Superschurken als Gegner, doch die hat er längst alle hinter Gitter gebracht. Um endlich wieder große Schlagzeilen machen zu können, fasst er den sagenhaft dämlichen Entschluss, den Gangster Casanova Frankenstein aus der Irrenanstalt zu holen.

In der Irrenanstalt, wo Frankenstein gerade auf die Freimaurerhymne „Ode an die Freude“ anspielt, legt Lance Hunt alias Captain Amazing ein gutes Wort für den Kriminellen ein. Der Anstaltsleiter, welcher aus unerfindlichen Gründen einen Sowjetorden trägt, entlässt den Insassen daraufhin. Das Unglück nimmt seinen Lauf.

09 Sowjetman

In Champion City (was für ein dämlicher Name) sitzen derweil die drei Versager in einem Restaurant und philosophieren darüber, ob Lance Hunt Captain Amazing ist. Das spielt auf all die Superhelden an, die im normalen Leben eine Brille tragen und deshalb von niemandem erkannt werden. Zumindest dieser Seitenhieb ist absolut gerechtfertigt. Ansonsten versagt der Film mit seiner abgeschmackten Gotham-Version jedoch als Satire auf Superheldenfilme.

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Die Hauptfiguren sind einfach zu platt. Der Schaufler ist ein Familienvater, dessen Frau von seinen nächtlichen Streifzügen wenig begeistert ist. Der blaue Raja ist noch schlimmer, denn er wohnt mit über 40 noch bei Mutti und klaut deren Tafelsilber, um damit Ganoven zu bewerfen. Mr. Furious ist indes ein absoluter Loser, der es nicht schafft, das Team zusammen zu halten. Am Ende fährt er allein zur Residenz von Casanova Frankenstein. Übrigens ein wahrer Tempel der Dekadenz.

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Dort spielt der Bösewicht erst mal auf den Sündenfall an, um zu unterstreichen, wie böse er ist. Allerdings versäumt er es, in den Apfel hinein zu beißen, weil er von seiner Psychiaterin unterbrochen wird. Diese stand die ganze Zeit auf seiner Seite und hat ihn deshalb für geheilt erklärt, obwohl er dies offensichtlich nicht ist.

14 Sündenfall

Als erstes sprengt der Irre dann auch gleich mal die Irrenanstalt, wobei dieser Akt des Vandalismus Captain Amazing auf den Plan ruft. So schlau, wie dieser immer tut, ist er allerdings nicht. Zunächst verwechselt er den Begriff „Antagonisten“ mit „Anthroposophen“, womit hier Rudolf Steiners Esoterikerverein beworben wird. Allerdings nur in der deutschen Übersetzung. Schließlich fällt Amazing auch noch auf einen dummen Trick herein und lässt sich gefangen nehmen. Natürlich wundert sich niemand, dass nach dem Verschwinden des Milliardärs Lance Hunt auch Captain Amazing aus der Öffentlichkeit verschwindet.

Am darauf folgenden Abend versuchen Mr. Furious, Blue Raja und der Schaufler, in die Residenz von Casanova einzudringen und Captain Amazing zu befreien. Die Aktion endet damit, dass sie von ein paar Disko-Typen verprügelt werden, nachdem sie diese dumm angemacht haben.

15 Drei Deppen

Offensichtlich sind sie den Bösewichten hoffnungslos unterlegen und so beschließen sie, ihr Team zu vergrößern. Sie besiegeln ihren Entschluss mit dem Baphomet-Gruß.

16 Baphomets

Als erstes suchen sie den unsichtbaren Bengel (Kel Mitchell) auf, der allerdings nur unsichtbar werden kann, wenn niemand zusieht. Nun, zumindest ist er ein guter Netzwerker und kennt sämtliche potentiellen Mitbewerber, sodass er fürs Erste mitmachen darf. Im Restaurant stößt dann noch der verpickelte Spleen (Paul Reubens) zum Team, dessen Fähigkeit es ist, zu furzen, wenn man an seinem Finger zieht. Spätestens an dieser Stelle verflüchtigt sich das restliche Niveau unter dem Türschlitz hindurch.

Im Garten des Schauflers organisieren die fünf Superversager ein Casting, bei dem nur Knallchargen aufschlagen. Darunter der Waffler, der Ballerinamann und zwei sich zankende Wonder Women. Erst nach Ende der Party trifft mit der Bowlerin eine Bewerberin ein, die es letztendlich ins Team schafft. Sie hat zwar keine Superkräfte, aber dafür eine Superwaffe. Es handelt sich um eine intelligente Bowlingkugel, in der sie den Schädel ihres ermordeten Vaters einarbeiten lassen hat. Ziemlich kranker Scheiß, zumal sie auch noch mit dem Schädel redet.

17 Bowlingschädel

Die erste Aktion des verstärkten Teams besteht darin, Casanova Frankensteins Limousine zu ramponieren. Einer seiner Discoboys zeigt wieder mal den Baphomet, als dieser die Verfolger bemerkt.

18 Discomet

Casanovas rechte Hand (Eddie Izzard) prahlt indes damit, dass er den Vater der Bowlerin ermordet hat. Diese reagiert darauf sehr ungehalten und schickt ihre Bowlingkugel in den Kampf.

19 Todesbowling

Die ganze Nummer hat natürlich ein Nachspiel und nach einer nächtlichen Sauftour lauern Casanovas Discoboys den sechs Superknallchargen vor deren Wagen auf. Gibt es eigentlich ein dämlicheres Auftreten für Gangster als den Discostyle?

20 Discogang

In letzter Sekunde werden die Supertrottel von einem mysteriösen Helden namens Sphinx gerettet. Der Name sagt eigentlich schon alles. Ursprünglich sollte dieser Charakter schon früher im Film auftauchen und in einer geschnitten Szene hätte man gleich die Pyramide mit Auge als Tattoo auf seiner Hand gesehen. Übrigens wieder mit einem Reptilienauge.

21 Sphinx Tattoo

Auf dem Kostüm der Sphinx ist das Zeichen der Freimaurer ebenfalls deutlich zu sehen. Die Frage, warum dieser grottige Film für den Saturn Award in der Kategorie beste Kostüme nominiert war, erübrigt sich damit wohl.

22 Sphinx Cape

Die Sphinx wird der Lehrmeister des Teams und trainiert die Superhelden in der Kampfkunst. Außerdem klopft er die ganze Zeit spirituelle Sprüche, bis es Mr. Furious reicht. Roy, wie er mit bürgerlichem Namen heißt, verlässt den Schatten der Pyramide und geht von nun an eigene Wege.

23 Stoffpyramide

Die Sphinx gedenkt, den Verlust von Arbeitskraft durch Feuerkraft auszugleichen. Diese holen sich die Superhelden bei dem GILF von der Ü80-Party. Dr. Heller (Tom Waits) betreibt nämlich eine Waffenschmiede in einem verlassenen Freizeitpark. Natürlich sind die Waffen alle nicht tödlich, wie der Tornado in der Dose. Gefährliche Waffen dürfen nur die Bösewichte tragen. Die Zeit war damals halt noch nicht reif für „Deadpool“.

Mr. Furious flirtet in der Zwischenzeit mit der Kellnerin Monica (Claire Forlani), die endlich auf seine Avancen eingeht. Sie überredet ihn, sich dem Team wieder anzuschließen, womit das Team wieder komplett wäre. Zusammen machen sie sich auf den Weg, Captain Amazing aus den Klauen von Casanova Frankenstein zu retten.

Letzterer hat alle kriminellen Banden der Stadt zu einem rauschenden Fest eingeladen. Darunter eine Studentenverbindung, die wegen tödlicher Rituale vorbestraft ist. Wer muss da nicht sofort an Skull & Bones denken?

24 Gangsterbanden

Draußen überwachen der Spleen und der unsichtbare Junge die Lage. Als es plötzlich anfängt zu stinken, ist diesmal nicht der Spleen schuld, sondern ein Stinktier, welches es mit dem Bein des Spleens treibt. Diese überflüssige Szene spielt sich im Licht des Vollmondes statt, wobei über Champion City irgendwie jede Nacht Vollmond ist.

25 Vollmondromanze

Zum krönenden Abschluss der Party will Casanova eine Superwaffe vorstellen, mit der er Champion City zu terrorisieren gedenkt. Zunächst will er sie an Captain Amazing testen, doch da kommen ihm Mr. Furious, Blue Raja, die Bowlerin und der Schaufler zuvor. Bei dem Versuch, den Star der Stadt zu retten, grillen sie ihn aus Versehen und Amazing endet als abstraktes Kunstwerk. Welch Ironie, dass jene, die tödliche Waffen ablehnen, mit einer ebensolchen gerade jemanden aus dem eigenen Team erledigen. Obwohl, eigentlich hat Captain Amazing den ganzen Schlamassel überhaupt erst verursacht. Karma is a Bitch!

26 Autsch_1

26 Autsch_2

27 Autsch_3

Entsetzt treten die sechs Superidioten den Rückzug an und suchen den Rat der Sphinx. Zwischenzeitlich outet sich der Blue Raja gegenüber seiner Mutter als Gabelwerfer, was diese überraschend positiv aufnimmt. Sie übergibt ihm sogar das Tafelsilber seiner Oma. Die Frau des Schauflers droht ihrem Mann dagegen mit Scheidung. Roy holt sich derweil einen Abschiedskuss von Monica. Nachdem alle sich in ihre neuen Outfits geworfen haben, sind die glorreichen Sieben bereit, Casanova Frankenstein den Arsch aufzureißen.

28 Glorreiche 7

Mit einem Panzerwagen penetrieren die Superhelden den Partysaal von Casanovas Villa und entwaffnen die Schurken erst einmal mit einem Supermagneten. Um am Superlaser der Schurkenresidenz vorbei zu kommen, brauchen sie einen Unsichtbaren und siehe da, die Kräfte des unsichtbaren Jungen sind tatsächlich real. Nur schwinden sie auch tatsächlich, als alle ihn ansehen und so steht er ziemlich entblößt da. Irgendwie ist es schon rassistisch, dass es den einzigen Afroamerikaner im Team trifft.

29 Unsichtbar

30 Sichtbar

Nach dem Rassismus gibt es noch etwas Sexismus. Die Schrumpfkanone lässt nämlich keine Menschen schrumpfen, sondern lediglich die Klamotten der Girlie-Gang eingehen. Hier gibt es für das männliche Publikum nackte Hintern.

31 Sexismus

Nachdem die glorreichen Sieben alle Gangster ausgeschaltet haben, darf zum Schluss Mr. Furious noch mal so richtig wütend werden.

33 Wutbürger

Er schmeißt den Casanova in dessen eigene Superwaffe, die übrigens eine sechseckige Form aufweist, und rettet Monica aus den Klauen des Bösewichts.

34 Gerechte Strafe

Bei der Zerstörung der Superwaffe kommt derweil die Bowlingkugel zum Einsatz, die es schwer beschadet übersteht.

35 Schädelwaffe_1

36 Schädelwaffe_2

Diesmal sind es die Mystery Men, auf welche die Presse draußen wartet. Scheinbar interessiert sich sogar das israelische Fernsehen für die Truppe, denn das Mikrophon einer Reporterin wird von hebräischen Buchstaben geziert.

37 Israel TV

Fazit: Was für ein bundesligareifer Schwachsinn! Außer einem Sammelsurium okkulter Symbole hat dieser Film absolut nichts zu bieten. Die „Zieh an meinem Finger!“-Witze sind dabei echt das Sahnehäubchen der Niveaulosigkeit. In die Tonne damit!

Höllenodyssee mit Hennessy

Wer zu viel Cognac trinkt, kann durchaus einen bösen Trip erleben. Wie böse, veranschaulicht ein Spot der Marke Hennessy. Dieser beginnt mit blauem Wasser, welches noch von Bedeutung sein wird. Das Wasser wird alsbald in feuriges Rot getaucht, um die übliche Farbsymbolik abzufeiern. Die Kapitelnamen sollen indes die Eigenschaften des Getränks vermitteln.

01 Blaues Wasser

02 Chapter I

Das zweite Kapitel spielt in einer Wüste, womit ein Bezug zum antiken Ägypten hergestellt wird.

03 Chapter II

Das allsehende Horusauge lässt nicht lange auf sich warten.

04 Sonnenauge

Es folgt ein Mann, der in einen mehrfach gebrochenen Spiegel blickt. Dieser wird kurz darauf in satanisches Rot getaucht.

05 Spiegelsaal

06 Spiegelsaal rot

Das dritte Kapitel beginnt erst mal ganz unauffällig in einer Motorradwerkstatt.

07 Chapter III

Doch auch hier ist das allsehende Auge nicht weit.

08 Horusauge

Auffällig ist außerdem der Schmuck der Mechaniker. Neben einem Totenkopfring sticht hier besonders ein Armband hervor. Dieses zeigt zwei sich überkreuzende Motorkolben, die optisch stark an freimaurerische Schlägel erinnern.

09 Totenkopfring

Auf der Rückseite einer Jacke wird offenbar das Wassermannzeitalter angekündigt. Seltsam nur, dass dieser grimmige Wassermann Vampirzähne hat.

10 Wassermannjacke

Bevor das Wassermannzeitalter anbricht, muss das alte Zeitalter aber erst in Flammen enden.

11 Chapter IV

Im vierten Kapitel wird das Motiv des Wassermanns noch einmal wiederholt.

12 Wassermann

Es könnte sich aber auch um Moloch handeln.

13 oder Moloch

Als Zugabe gibt es noch eine Hand mit Auge. Dieses Symbol ist insbesondere in der Esoterik-Szene verbreitet, welche das Wassermann-Zeitalter herbeisehnt.

14 Hand mit Auge

Die Schokolade bezieht sich wohl wieder auf den Geschmack des Gesöffs. Aber vielleicht geht es hier auch um das Ritual des Eintauchens.

15 Chapter V

16 Eintauchen

Das sechste Kapitel steht schließlich ganz im Zeichen des Vollmondes.

17 Chapter VI

Es zeigt ein infernalisches Zerstörungswerk, bei welchem die Natur geopfert wird.

18 Zerstörter Wald

Das siebte Kapitel kommt endlich zu Sache und bewirbt das Produkt.

19 Chapter VII

Auch hier gibt es wieder eine Betonung auf das linke Horusauge.

20 Horusauge

Das Produkt wird zum Schluss in den Freimaurerfarben Blau und Rot dargeboten. Ein Farbschema, welches den gesamten Spot durchzieht.

21 Blau-Rot

Das „X.O.“ steht hier übrigens wie bei allen alkoholischen Getränken für „extra old“. Angesichts der okkulten Symbole im Werbespot könnte sich hier allerdings durchaus eine Doppelbedeutung ergeben.

22 XO

Der Regisseur dieses Hennessy-Spots ist übrigens der Däne Nicolas Winding Refn, welcher u.a. den extrem brutalen „Only God Forgives“ (2013) verbrochen hat. Ausgerechnet beim 66. Filmfest 2016 (666) in Cannes wurde er mit seinem bezeichnenden Werk „The Neon Demon“ zum dritten Mal für den Hauptpreis nominiert. Selbstredend, dass dieser Mann weiß, was er tut.

Nicolas Winding Refn

Sabotage – Arni und seine Freimaurer-Gang

von Shinzon

Es ist ja nicht so, dass Filme mit Arnold Schwarzenegger allesamt schlecht wären. Sein Comeback hat uns einige interessante Actionkracher wie „The Last Stand“ und „Escape Plan“ beschert. Wer diese Filme mag, sollte jedoch einen weiten Bogen um „Sabotage“ machen, denn der hat mit beiden erstgenannten nichts gemeinsam. Er ist brutal, blutrünstig und vollgestopft mit Satanismus.

Breacher (Arni) führt ein Sondereinsatzkommando der Anti-Drogen-Behörde DEA an, doch er und sein Team sind genauso kriminell wie die Drogenbosse. Statt die Gangster vor Gericht zu bringen, stehlen die Drogencops deren Geld. Bei diesem Coup gibt es gleich mal ein versifftes Scheißhaus zu sehen und auch die anschließende Bergungsaktion in der Kanalisation überschreitet die Kotzgrenze. Die ganzen verschmierten Fäkalien sind definitiv noch abstoßender als das viele Blut.

Die Bergung der Millionenbeute birgt aber noch eine unangenehmere Überraschung. Das Geld ist nämlich weg. Zu allem Übel spricht sich die krumme Tour auch noch herum, was die Karrieren von Breachers Team zu ruinieren droht. Ab sofort stehen sie unter Beobachtung, weshalb es schon fast wieder gut für sie ist, dass es keine belastende Beute gibt.

Für den Actionhelden Arni ist der korrupte Cop eine ziemlich ungewöhnliche Rolle. Nur in einer Szene darf Schwarzenegger er selbst sein und in einem Fitnessstudio pumpen gehen. Ansonsten passt hier gar nichts, nicht mal das olle Tattoo am Hals. Der Totenschädel mit Zylinder scheint fast anzudeuten, dass Arni für die Rolle des Meisters vom Stuhl(gang) etwas zu alt ist.

01 Tattoo Zylinder

Sein DEA-Team schmückt sich mit ähnlich okkulten Tattoos. Neben noch mehr Totenschädeln gibt es u.a. auch einen Skorpion.

02 Tattoos Schädel

03 Tattoo Skorpion

Die harten Jungs und das harte Mädel hängen in einer heruntergekommen Bruchbude ab, wo der Teufel schon mal im Detail steckt. Das ist schon kein Wink mit dem Zaunpfahl mehr, sondern mit dem gesamten Gartenzaun. Aber es kommt noch dicker.

04 Der Teufel im Detail_1

05 Der Teufel im Detail_2

Auf dem Sandsack gibt es ein weiteres Detail. Eine umgedrehte Pyramide mit einem Tau. Rechts daneben eine Flagge mit Totenkopf und gekreuzten Knochen.

06 Tau-Pyramide

Auf einer weiteren schwarzen Flagge sind irgendwelche arabischen Schriftzeichen abgebildet. Die könnte fast von islamistischen Terroristen stammen.
07 Flagge

Außerhalb der Baracke prangt ein großes Schild, welches ebenfalls eine nähere Betrachtung verdient. Am auffälligsten ist darauf ein schwarzer Vogel mit Totenschädel, der gelinde gesagt angsteinflößend ausschaut. Das ist aber noch nicht alles. Rechts darüber ist das Sternbild des Orion zu sehen, welches die astrologische Jagdszene am Nachthimmel dominiert. Eine Andeutung der Jagd, die bald eröffnet wird. Etwas unklar ist dagegen die Bedeutung des Alpha und Omega, was eigentlich eine Bezeichnung für Gott ist.

08 Schild

Als Breacher bei seinem Team eintrifft, verkündet er, dass sie wieder im Geschäft sind und gibt ihnen ihre Marken zurück. Sofort geht es zum Training, wo Breacher feststellen muss, dass die Frau in seinem Team selbst drogenabhängig ist. Da ist sie bei der DEA ja goldrichtig. Das Training findet jedenfalls in einer vergammelten Fabrik statt, wo es gleich noch die Pyramide mit Auge oben drauf gibt.

09 Pyramide mit Auge

Vor diesem expliziten Freimaurersymbol quatscht Breacher mit einem Teammitglied (Sam Worthington), welches sich „Monster“ nennt und eine Träne unter dem Auge tätowiert hat. Letzteres Detail ist ein Knastcode und kann u.a. für einen begangenen Mord stehen. Da passt mal wieder alles zusammen. Kriminelle Logenbrüder mit Bezug zum Satanismus und Menschenschlächterei.

10 Monster_1

Auch im zweiten Durchgang ist es wieder das Monster, das direkt vor der Pyramide steht.

13 Monster-Pyramide_2

Im Anschluss geht es erst mal in den Stripklub. Zeit für Sexismus. Aber sollen die Jungs es genießen, denn kurz darauf beginnt irgendwer, die Mitglieder von Breachers DEA-Team einen nach dem anderen umzubringen. Der Erste wird in seinem Wohntrailer auf einem Bahngleis abgestellt, was ziemlich übel ausgeht. Die Leichenteile werden über hundert Meter verteilt und der Regisseur David Ayer verschont das Publikum wieder einmal nicht mit Detailansichten. Wer schon immer mal wissen wollte, wie sich Polizeibeamte an einem Unfallort fühlen, ist hier genau richtig. Wer jedoch schwache Nerven hat, sollte diese Bilder der Gewalt hingegen lieber überspringen bzw. den Film komplett meiden.

Die weiteren Morde sind gleichermaßen unästhetisch und die erste Spur scheint zu der Drogenmafia zu führen, welcher Breachers Team die Kohle geklaut hat. Das klingt zunächst logisch, denn Motiv und Methoden passen. Außerdem wurden in der Vergangenheit schon Breachers Frau und Sohn grausam von der mexikanischen Drogenmafia zu Tode gefoltert. Also machen die Cops erst mal Jagd auf die Drogengangster.

Wie bereits beim Training wird auch im Einsatz wieder eine Pyramide mit Auge platziert. Diesmal sogar mit Zirkel und Winkelmaß, mit besten Grüßen von der Hellywood-Loge. Na wenn das mal kein Hinweis auf die wahren Drahtzieher hinter den Crystal Meth-Laboren ist…

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15 Freimaurerposter_2

Was die Freimaurer von Jesus halten, zeigen sie einen Raum weiter. Dort wird ein Drogendealer niedergeschossen und das Blut spritzt auf einen Jesus am Kreuz.

16 Jesus Opfer

Als Zugabe gibt es noch eine 6 in exakt 3 Kameraeinstellungen. Hier steckt der Teufel wirklich im Detail.

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Und zum krönenden Abschluss gibt es noch ein paar Pentagramme. Man wird den Verdacht einfach nicht los, dass es sich hier um rituelle Blutopfer handelt. Zur Belohnung gönnt sich die drogensüchtige Drogenermittlerin Lizzy (Mireille Enos) erst mal etwas Meth, denn was wäre ein solches Opferritual ohne den besonderen Kick? Schon Aleister Crowley hat sich so ziemlich alles rein gepfiffen, was der Drogenmarkt zu bieten hat.

18 Pentagramme

Wie sich letztendlich herausstellt, stammten die Fingerabdrücke der Dealer von zwei Leichen, die in einem Gewässer versenkt wurden. Der Mörder kommt also aus den eigenen Reihen und schon bald weiß Breacher nicht mehr, wem er noch trauen kann. Einzig die Ermittlerin Caroline Brentwood (Olivia Williams) ist als Außenstehende noch vertrauenswürdig und hilft ihm.

Das Team bricht indes endgültig auseinander. Lizzy betrügt Monster mit dessen Kollegen Sugar (Terrence Howard) und eben diese beiden sind für die ganze Mordserie verantwortlich. Nachdem Lizzy die Leiche ihres Ex Monster in den Kühlschrank gestopft hat, damit er länger frisch bleibt, wird sie von Breacher aufgespürt. Es folgt eine Verfolgungsjagd, die für Lizzy und Sugar hässlich endet. Nachdem sich die beiden einen Radfahrer als Kühlerfigur zugelegt haben, krachen sie in einen Abschleppwagen. Sugar wird dabei zerteilt und Lizzy im Kofferraum schwer verletzt.

19 Blutrünstig

Bevor Breacher sie erledigt, gesteht er ihr noch, dass er das Geld genommen hat. Indirekt ist also er für den ganzen Schlamassel verantwortlich. Das Geld brauchte er, um die Polizei in Mexiko zu bestechen und so den Aufenthaltsort der Mörder seiner Familie zu erfahren. Diesen Plan setzt er schlussendlich in die Tat um und knallt die Drogengangster in einer mexikanischen Bar ab. Diese sind bereits passend gekleidet.

20 Schädeljacke

Ebenso passend ist das Plakat hinter Breacher an der Wand. Darauf steht „Sin, Sin, Sin“, was herrlich doppeldeutig ist. Das spanische „sin“ bedeutet nämlich „ohne“, während das englische „Sin“ für „Sünde“ steht. Ohne Sünde ist Breacher aber keinesfalls, da er für seine Rache gestohlen, gelogen und gemordet hat. Es lässt sich daher doch eher als „Sünde, Sünde, Sünde“ lesen.

21 Sin Sin Sin

Fazit: „Sabotage“ ist ein extrem brutaler, blutrünstiger Film, der schwer auf der Seele lastet. Entweder man fühlt sich danach schlecht oder man verroht. Um es auf das letzte Bild herunter zu brechen: Der gesamte Film ist eine Sünde. Die Symbole derer, die dieses satanische Werk verbrochen haben, sind dabei überall präsent. Zudem zeigt sich an diesem Streifen wieder einmal sehr schön die Verbindung zwischen Freimaurerei und Satanismus.

The Purge: Anarchy – Der Widerstand wächst

von Shinzon

„The Purge“ präsentiert uns eine Zukunftsvision der USA, in der alle Straftaten für eine Nacht erlaubt sind. Dreht sich der erste Teil noch um das Schicksal einer Familie, deren Sohn einem Obdachlosen das Leben rettet, ist der „The Purge: Anarchy“ etwas größer angelegt. Statt einem kleinen Akt des Widerstandes, welcher das politische System infrage stellt, gibt es diesmal eine offene Rebellion.

Die Handlung beginnt am späten Nachmittag des 21. März 2023 (Quersumme 13), um 4:34 Uhr (Quersumme 11). Die Regierung feiert sich dafür, dass die Arbeitslosenquote bei nur noch 5% liegt und immer weniger Menschen in Armut leben. Das hat jedoch nichts mit der Schaffung gut bezahlter Arbeitsplätze zu tun, wie sich schon bald herausstellt. Ebenso wird durch die Purge die Kriminalität nicht gesenkt, sondern auf eine Nacht konzentriert. Dabei entstehen ganz neue Betätigungsfelder für kriminelle Banden. Doch dazu später mehr.

Eva Sanchez (Carmen Ejogo) gehört zur unteren Einkommensklasse und arbeitet im Restaurant von Mrs. Crawley (nein, nicht Crowley). Sie muss sich nach Feierabend beeilen, um sich rechtzeitig vor Beginn der Purge in ihrer Wohnung zu verbarrikadieren. Andere Leute, darunter Sergeant Leo (Frank Grillo), bereiten sich indes schon auf die Jagd vor. Er handelt aus Rache, da sein Sohn bei einem Autounfall mit Fahrerflucht getötet wurde.

Das Ehepaar Liz (Kiele Sanchez) und Shane (Zach Gilford) gehört indes zur Mittelschicht und will die Nacht in Ruhe daheim verbringen. Um nicht in Staus zu geraten, fahren sie durch Nebenstraßen, wo die Einwohner bereits ihre Häuser vernageln. Shane zappt ganz entspannt durch das Fotoalbum auf seinem Tablet-PC und stößt dabei auf einen Schnappschuss, der ihn und seine Frau mit Freimaurergesten zeigt. Sie macht das „V“, während er mit „M“-Geste posiert.

01 V & M

Auf den großen Monitoren in der Stadt läuft bereits die staatliche Propaganda, verkündet durch den neuen Gründungsvater Donald Talbot. Ob der Vorname des Politikers wohl eine Anspielung auf Donald Trump ist? Es würde auf alle Fälle passen.

02 Propaganda

Im Internet schaut sich Evas Tochter Cali (Zoe Soul) derweil Videos einer revolutionären Gruppe an, welche die Purge als das gottlose Ritual verurteilt, was sie nun einmal ist. An dieser Stelle wird zum ersten Mal offensichtlich, dass es einen organisierten Widerstand gibt. Großvater Rico (John Beasley) ist davon jedoch wenig begeistert und bezeichnet die Botschaft als „Scheiß“. Dabei müsste er es besser wissen, denn er gehört zur Unterschicht und hasst die Purge-Nacht.

03 Stimme des Widerstands

Liz und Shane haben in der Zwischenzeit ihre erste Begegnung mit einem Gang-Mitglied. Der Typ hat sein Gesicht wie einen Totenschädel geschminkt und sich ein umgedrehtes Satanskreuz auf die Stirn gemalt.

04 Cro

Das erinnert stark an die Maske des deutschen Rappers Cro und erklärt sogleich, warum dieser eine Pandamaske trägt. Das Gesicht des Pandas wirkt wie ein Totenschädel und genau deshalb liegen Pandas momentan so im Trend. Cro kopiert im Prinzip Sido, nur geht er etwas dezenter vor.

Satanic Panda

Ein anderes Gangmitglied trägt eine Maske mit der Aufschrift „God“. Damit ist die Gottwerdung des Menschen gemeint, denn in der Purge-Nacht darf jeder über Leben und Tod anderer entscheiden. Noch expliziter kann man nun wirklich nicht darauf hinweisen, welch satanisches Ritual die Säuberung ist.

05 Falscher Gott

Wie sich kurz darauf zeigt, hat die Gang das Auto von Liz und Shane manipuliert, sodass sie nach wenigen hundert Metern auf der Strecke bleiben. Obwohl die Purge noch nicht begonnen hat, werden sie bereits gejagt.

Eva und Cali sitzen indes daheim vorm Fernseher, wo die Sendung „News 13“ den Countdown anzählt. Wo Menschen geopfert werden, ist der Schlangenträger nicht weit. Das Programm wird unterbrochen und nach einem kurzen staatlichen Hinweis über die Regeln der Säuberung ertönen die schrecklichen Sirenen, welche den Beginn des Massakers verkünden. Ab nun bricht die Hölle über die USA herein.

06 News 13

Doch nicht nur auf den Straßen wird gemordet. Wie Eva feststellen muss, hat sich ihr Vater für 100.000 $ an eine reiche Satanistenfamilie verkauft, damit die ihn auf einer Snuff-Party töten kann. Da er ohnehin schwer krank war, wollte er seiner Tochter und Enkelin einen Gefallen tun. Das mag zwar nobel klingen, doch es ist sowohl moralisch verwerflich als auch naiv. Es mag zwar sein, dass seine Hinterbliebenen das Geld gut gebrauchen könnten, aber dazu müssen sie erst einmal selbst die Nacht überleben. Den Großvater ersetzt es ihnen in jedem Fall nicht und bei dem, was die Satanistenbrut mit Opa Rico vorhat, wäre die Krankheit die angenehmere Art des Abtritts gewesen.

07 Auf zur Schlachtbank

08 Snuff-Party

Wie aufs Stichwort werden Eva und Cali von ihrem Vergewaltigernachbar Diego (Noel Gugliemi) überfallen, der sein inneres Biest an den beiden herauslassen will. Bevor der dreckige Schuft loslegen kann, dringen jedoch Special Forces in das Gebäude ein. Während Regierungsbeamte und Militär Immunität genießen und nicht angegriffen werden dürfen, nehmen sie selbst sehr wohl an der Säuberung teil.

09 Stormtrooper

Die beiden Frauen werden vor einen LKW gezerrt, wo sie auf ihre Hinrichtung warten. Wie sich herausstellt, benutzen die neuen Gründungsväter das Militär, um gezielt Armenviertel zu dezimieren. Der Verdacht, dass die Säuberung ein staatliches Ausrottungsprogramm gegen Arme, Arbeitslose und Obdachlose ist, wäre damit bestätigt.

10 Gründungsvater

Leo, der noch einen Funken Menschlichkeit in sich trägt, schreitet ein und knallt die Soldaten über den Haufen. Den Gründungsvater schießt er ebenfalls an und rettet damit das Leben der zwei Frauen. Liz und Shane, die noch immer vor der Gang fliehen, retten sich indes in Leos Auto. Als er die beiden in seinem gepanzerten Wagen erwischt, bleibt nicht viel Zeit zum diskutieren. Die Gang rückt bereits an und der Senator erholt sich ebenfalls. So bleibt Leo nichts anderes übrig, als mit vier Passagieren weiterzufahren.

Die Reise währt jedoch nicht lange, denn der Motor hat eine Salve vom Regierungstruck abbekommen. Leo ist nach wie vor entschlossen, zu seinem Ziel weiter zu ziehen und die anderen im Stich zu lassen. Erst als Eva ihm verspricht, dass er das Auto einer Freundin haben kann, wenn er die vier zur dieser in Sicherheit bringt, kehrt er um und hilft ihnen weiter. Einmal mehr siegt seine menschliche Seite, wenn auch diesmal aus pragmatischen Gründen.

Während die fünf weiter fliehen, wird das Nachrichtennetzwerk exakt 6 Stunden vor Ende der Purge vom Widerstand gehackt. Der Sprecher der Rebellen prangert diesmal nicht nur die Säuberung an, sondern das kapitalistische System als Ganzes. Zudem kündigt er Vergeltungsmaßnahmen gegen die reiche Elite an. Passend dazu betreten die Flüchtlinge gerade das Bankenviertel, in dem nicht viel los ist. Bankraub ist zwar ebenfalls ein für 12 Stunden erlaubtes Delikt, doch die Banken sind nicht blöde und haben ihre Reserven rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Irgendwie erinnert der mordende Pöbel ein wenig an Pegida, denn die machen ebenfalls immer einen Bogen um die Bankenviertel.

Immerhin einer hat sich jedoch erbarmt und einen Börsenmakler aufgeknüpft. Scheinbar war hier der Widerstand aktiv, denn eine Straße weiter steht ein verlassener Regierungstruck mit einer Handvoll toter Soldaten drum herum. Wie zur Bestätigung entdecken die fünf ein Graffiti von den Rebellen an der nächsten Wand.

11 Bösenmakler

Im Truck selbst finden die Flüchtigen eine gigantische Überwachungsanlage, die auf öffentliche Kameras zugreift. Einige Monitore zeigen Stadtpläne, auf denen bestimmte Gebäude in sozialen Problemvierteln markiert sind. Ein weiteres Indiz für die wahren Absichten, welche die Gründungsväter mit der Purge verfolgen. Und eine Warnung, dass noch mehr Trucks unterwegs sind, welche Leo wegen seines Angriffs auf Regierungsbeamte auf dem Kicker haben.

12 Big Brother

13 Angriffsziele

Als der nächste Truck auftaucht und an der nächsten Ecke schon wieder der mordende Pöbel wartet, entschließen sich die Überlebenden, den Rest der Strecke in der U-Bahn zurückzulegen. Dort fragt Cali Leo, warum er ihnen geholfen hat. Sie meint, dass purgen, egal aus welchem Grund, falsch ist. Zwar rät Leo ihr, den Mund zu halten, dennoch weiß er in seinem tiefsten Innern, dass sie recht hat. Um Cali zu schützen, überlässt er ihr sogar seine schusssichere Weste.

Kurz darauf treffen die fünf auf einige Obdachlose. Die sind zwar harmlos, aber genau deshalb eine leichte Beute sind. Die Jäger lassen nicht lange auf sich warten und benehmen sich in einem „Mad Max“-Szenario.

14 Mad Max Bande

Shane und Liz halten den anderen den Rücken frei, damit sie entkommen können. Zwar gelingt es ihnen, die Verfolger zu erledigen, doch Shane fängt sich dabei eine Kugel ein. An der Blue Line Station gehen alle wieder an die Oberfläche, um der Hölle in der U-Bahn zu entkommen. Oder wartet die Hölle nicht eher an der Oberfläche? Die satanische Zahl 6 ist jedenfalls nicht weit.

15 Blue Line 6

Sie schaffen es zwar alle zu Evas Freundin Tanya (Justina Machado), doch sie wurden von einer Überwachungskamera aufgezeichnet und ein Regierungstruck ist bereits unterwegs zu ihnen. Da soll noch mal einer behaupten, die Überwachung diene unserem Schutz!

16 Verkehrskamera

17 Trucks

In Tanyas Wohnung scheint es zunächst sicher zu sein, überall stehen christliche Symbole und die Familie distanziert sich von der Purge. Das sollte Leo langsam auch tun, denn das versprochene Auto gibt es gar nicht. Bevor er so richtig sauer auf Eva werden kann, dreht die Mitbewohnerin Lorraine (Roberta Valderrama) durch und erschießt ihre Schwester Tanya. Offenbar ist ihr Macker mit ihrer eigenen Schwester fremdgegangen. Der passende Zeitpunkt für Leo und Co. sich zu verabschieden, zumal ihnen das Militär schon an den Fersen klebt.

Sie können den Schergen der Gründungsväter zwar entkommen, doch sie laufen direkt vom Regen in die Traufe. Auf der anderen Seite des Zauns wartet bereits die Gang und verschleppt alle in ihrem Transporter. Erstaunlicherweise wollen die Gangster aber gar niemanden töten. Für sie ist die Purge ein Geschäft. Sie sammeln die Überlebenden auf und verkauften sie an reiche Säcke, welche sie dann auf Snuff-Partys meistbietend weiterverhökern.

18 Für eine Handvoll Dollar

Die feine Gesellschaft aus Politikern, Geschäftsleuten, Entertainern und reichen Erben sitzt bei Musik und alkoholischen Getränken beisammen und ersteigert sich ihre Opfer, welche sie gleich darauf in einer vorpräparierten Jagdarena dahinschlachtet. Das wirklich Üble an dieser Szene ist, dass es vergleichbare Snuff-Partys tatsächlich gibt und kriminelle Banden in die Belieferung mit frischen Mordopfern verstrickt sind.

19 Feine Gesellschaft

20 Auktion

Vor der Jagd stellen sich die Jäger noch kurz zum Gebet auf. Doch die beten nicht zu Gott, sondern zu den neuen Gründungsvätern.

21 Gebet

Der Rest der High Society schaut dem Treiben durch eine kugelsichere Scheibe zu. Zwar sind die Opfer unbewaffnet und bewegen sich durch einen dunklen Parkour, während schwer bewaffnete Jäger mit Nachtsichtgeräten Jagd auf sie machen, aber sicher ist sicher. Die Szene ist so dekadent wie menschenverachtend.

22 Zuschauer

Leo gelingt es dank seiner Militärausbildung dennoch, fünf der Gegner auszuschalten, woraufhin die letzten zwei das Weite suchen. Die feine Gesellschaft ist offensichtlich sehr darüber entsetzt, dass es plötzlich einige der Ihren trifft. Das spiegelt exakt die geistige Einstellung der Superreichen wider. In der Menschheit sehen sie nur wertlose Tiere, bestenfalls noch eine Ressource, aber wehe es erwischt ihresgleichen.

In dem Fall greifen sie ganz schnell zu unfairen Methoden. Als sich das Blatt für die Opfer wendet, schickt die Dame des Hauses einen Truppe Bewaffneter in die Arena, gegen den die Überlebenden keine Chance haben. Shane fällt dem feigen Angriff als erster zum Opfer. Doch dann geschieht plötzlich etwas Unerwartetes. Das Gebäude wird von Rebellen gestürmt, die auch verbotenen Sprengstoff verwenden. So fühlt sich das an, wenn plötzlich jemand anders die Regeln macht und die Millionäre die Gejagten sind. Ein herrliches Gefühl, denn die Rebellen töten nicht aus Spaß, sondern für die Gerechtigkeit.

Auffällig ist, dass die meisten der Rebellen Afroamerikaner sind. Allen voran ihr charismatischer Anführer Carmelo (Michael K. Williams). Auch darin zeigen sich Parallelen zur Realität, denn die Afroamerikaner zählen, neben anderen Minderheiten, zu den Hauptopfern von Armut und staatlicher Repression. Das ist gewiss nicht die Art von Bürgerkrieg, welche sich die Elite wünscht. Deren Definition von Bürgerkrieg entspricht eher der Purge, also wenn weiße Rassisten Jagd auf Schwarze und reiche Trumps Jagd auf Arme machen. „Fuck you, neue Gründungsväter!“

23 Gegenschlag

Während sich Liz dem Widerstand anschließt, um Shanes Ermordung zu rächen, will Leo immer noch sein Werk vollenden. Im Parkhaus klaut er der Veranstalterin der Snuff-Party erst mal das Auto. Leider erschießt er sie nicht, obwohl sie es absolut verdient hätte. Aber vielleicht will er auch einfach nicht mehr so sein, wie die Elite ihn haben will. Jedenfalls jagt er der arroganten Millionärin einen gewaltigen Schrecken ein. Da fühlt sie sich auf einmal gar nicht mehr so überlegen.

Mit dem erbeuteten Auto fährt Leo zu dem Haus des Mannes, der seinen Sohn unter Alkoholeinfluss totgefahren hat. Eva und Cali begleiten ihn und Cali versucht noch ein letztes Mal, ihn von seiner Rache abzuhalten. Er geht dennoch ins Haus und stellt den Kerl im Schlafzimmer. Er zerrt ihn aus dem Bett, konfrontiert ihn mit seiner Tat und legt ihm ein Messer an die Kehle.

Als er das Haus wieder verlässt, wird er vom neuen Gründungsvater angeschossen, der nun seine Rache einfordert. Bevor er ihm den Rest gibt, erklärt er noch, warum er damit bis kurz vor Ende der Purge-Nacht gewartet hat. Er wollte, dass Leo erst sein Opfer tötet, bevor er Leo tötet. Der fiese Politbonze wollte es vermeiden, ein Leben zu retten, denn seiner Ansicht nach töten die Amerikaner nicht genug. Das ist auch der Grund, warum Seinesgleichen mit dem Militär nachhilft. Sie wollen die Bevölkerung kontrollieren und das funktioniert nur, wenn man sie drastisch reduziert. Allen voran die Armen, die kaum oder keine Steuern zahlen und daher als nutzlose Esser erachtet werden.

25 Schlechter Mensch

Kurz bevor der Gründervater zum finalen Todesschuss ansetzt, wird er unvermittelt von einem Kopfschuss erwischt. Abgefeuert wurde er vom Hausbesitzer. Überraschung, Leo hat den Mann verschont, was nun wiederum ihm das Leben gerettet hat. Er hat seine Seele gereinigt, wenn auch nicht im Sinne der neuen Gründungsväter. Er fand seine Erlösung durch Vergebung. Der Tod seines Sohnes war kein vorsätzlicher Mord, sondern ein Unfall. Mord wäre es gewesen, sich am Verantwortlichen zu rächen.

Die Purge-Nacht endet, bevor die Regierungssoldaten ihrerseits den toten Gründungsvater rächen können. Eva und Cali sind sichtlich stolz auf Leo und begleiten ihn zum Krankenhaus. Statt jemanden zu töten, hat Leo drei Leben gerettet. Das ist schon fast ein Happy End.

27 Happy End

Fazit: „The Purge: Anarchy“ setzt den ersten Teil der Reihe gekonnt fort. Dabei ist er keineswegs so blutrünstig, wie die Handlung vermuten lässt. Statt einem hirnlosen Massaker gibt es viel Stoff zum Nachdenken. Denn obwohl die Säuberung ein satanisches Ritual ist, geht es im Kern doch darum, in dieser unmenschlichen Welt seine Menschlichkeit zu bewahren. Außerdem bekommt die Elite, die diesen ganzen Opferzirkus veranstaltet, endlich das, was sie verdient.

28 Bewaffnete Staaten von Amerika

Babalon im Zeichen des Skorpions

Auf dem neusten Album der Harsh-Elektroband Hocico ruht ein verstümmelter Skorpion auf einer ausgeschmückten Abwandlung des Babalon-Siegels. Mit dem siebenzackigen Stern outen sich die beiden Mexikaner erneut als Satanisten. Garniert wird die morbide Kollage dann noch mit Totenschädeln.

Ofensor Scorpio

D-Generation X

Die D-Generation X war eine Wrestlergruppe innerhalb des WWE, welche 1997 bis 2000 sowie 2006 bis 2010 bestand. Die Frage nach dem okkulten Hintergrund des X erübrigt sich, da die rebellischen Auftritte und obszönen Gesten der DX für sich sprechen. Zudem sind wir bereits auf die satanistischen Umtriebe des World Wrestling Entertainment eingegangen.

D-Genital X

Natürlich kommen die geistig de-generierten Clowns nicht ohne Baphomet-Gesten aus.

D-Generation Baphomet

Im X versteckt sich zuweilen ein Doppelblitz.

D Generation X Blitz

Auf dem folgenden Bild wird dann noch ein entweihtes Kreuz mit Totenschädel gekrönt und das X mit einem babylonischen Kreuz verziert, welches schon die Templer nutzten.

D Generation X

Saltatio Mortis auf Zirkustour

Das Cover des neuen Saltatio Mortis Albums „Zirkus Zeitgeist” zeigt einen hässlichen Clown mit freimaurerischem Zylinder, auf dem ein Kirchturm und ein Minarett stehen. Rechts auf der Halskrause läuft ein weiterer Freimaurer mit Zylinder und links steht eine Himmelsleiter.

Saltatio Mortis - Zirkus Zeitgeist

Die Bandfotos sind auch nicht besser. Sie zeigen die komplette Truppe als Clowns. Einer hat dabei wieder einen Zylinder auf und ein Pentagramm ums Auge. Ein anderer betont sein linkes Auge mit einem Schachbrettmuster und der Typ hinter ihm trägt ein schwarz/weiß gestreiftes Shirt. Als Zugabe gibt es links im Bild noch einen Schädel mit gekreuzten Knochen und einen achtzackigen Stern darüber. Zu guter Letzt sieht man im Hintergrund eine Skyline mit zwei rauchenden Türmen rechts im Bild.

Saltatio Mortis Clowntruppe

Steve Earle kommt nicht mehr lebend da raus

2011 erschien das Album „I’ll Never Get Out of This World Alive” des amerikansichen Country-Sängers Steve Earle. Mit dieser Welt meint er dabei wohl kaum den Planeten Erde, sondern eher die Welt der Geheimbünde. Darauf deutet zumindest das Cover des Albums hin, welches im Zentrum ein Pentagramm mit allsehendem Auge zeigt. An den Ecken finden sich weitere Pentagramme, links ein umgedrehtes Satanskreuz, rechts ein Totenschädel und überall verteilt mehrere Sonnensymbole.

Steve Earle - Never get out of this World alive

Alles in allem scheinen sich die Aussagen von Cathy O’Brien zu bestätigen, dass die Country-Szene mit Satanisten durchseucht ist. Titel wie „The Devil’s Right Hand“ und „Sweet Little ’66“ sprechen da für sich. Allerdings liegt Earle mit seinem Urteil „I’ll Never Get Out of This World Alive” völlig falsch, denn Cathy O’Brien gelang es sehr wohl, die finstere Welt des Satanismus lebend zu verlassen und sie ist damit keineswegs allein.