Freimaurerische Star Trek Comics

Leider finden sich auch bei Star Trek Comics freimaurerische Symbole. Auf dem Cover des „Deep Space Nine“-Heftes „Terok Nor“ von Malibu sind auf dem Sockel einer Statue eindeutig Zirkel und Winkelmaß zu sehen. Dabei ist es eigentlich mehr als unwahrscheinlich, dass eine fremde Kultur wie die der Bajoraner der Freimaurerei frönt.

Eine Pyramide mit stilisiertem Auge gab es derweil auf einem älteren Comic zur Classic Serie. Eine weitere Pyramide, welche zwei Crewmitglieder illuminiert, findet sich oben links. Die Lizenz hatte damals übrigens Marvel, was den finsteren Dämon erklären dürfte, der eher einem Superheldencomic entsprungen zu sein scheint.

Der Knaller kommt aber noch. Im Comic „Spock“ macht eine finster dreinblickende Sternenflottenoffizierin die M-Handgeste, während sie die Worte „Was zum Teufel?“ ausspricht. In der deutschen Erstauflage ist das Bild obendrein noch ausgerechnet auf der Seite 66 zu finden.

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„Lucifer“ – Der Teufel geht in Serie

Seit dem 1. Februar 2017 läuft auf Pro7 jeden Mittwoch eine neue Serie mit dem bezeichnenden Titel „Lucifer“. Der Teufel (Tom Ellis) nimmt sich darin eine Auszeit und eröffnet einen Nachtclub namens „Lux“ in L.A. (Los Fallen Angeles).

Da in diesem Club höllisch viel los ist, bekommt der dunkle Fürst Unterstützung von der Dämonin Mazikeen (Lesley-Ann Brandt). Die kümmert sich aber nicht nur um seine Geschäfte, sondern ist außerdem Lucifers Leibwächterin, denn auf Erden ist er so verletzlich wie ein Mensch. Dennoch bringt sich Lucifer immer wieder in Gefahr, denn als Hobby hilft er Detective Chloe Decker (Lauren German) vom LAPD bei ihren Mordermittlungen. Zum einen reizt ihn das Verbrechen, zum anderen haben die meisten Fälle mit seiner Person zu tun. Oft sind nämlich seine Klienten involviert.

Er verhilft u.a. Künstlern zum großen Durchbruch, wofür er ihnen selbstverständlich irgendwann einen Gegengefallen abverlangt. Außerdem huldigen sie dem Teufel in ihren Werken. Das ist schon eine ziemlich unverhohlene Anspielung auf die Pop-Okkultur, deren Stars und Sternchen tatsächlich allesamt mehr oder weniger unverhohlen auf den Teufel anspielen und die gängige okkulte Symbolik in ihre Werke einbinden. Diesen sprichwörtlichen Pakt mit dem Teufel sind u.a. Marilyn Manson, Lady Gaga und Jay Z eingegangen.

Da fällt einem natürlich sofort Jay Z’s Lied „Lucifer“ ein, in dem er den Leibhaftigen als „Son of the Morning“ bezeichnet. Damit spielt der bekennende Freimaurer auf die Venus als Morgenstern an, welche in der okkulten Lehre mit Luzifer gleichgesetzt wird. Passend dazu heißt der Lucifer in der Serie mit Nachnamen „Morningstar“. Zufälle können hier wohl ausgeschlossen werden.

Das gilt auch für das nächste Hobby von Lucifer, der schon Chloes kleiner Tochter beibringt, dass sie tun soll, was immer sie will. Welch offensichtliche Anspielung auf Aleister Crowleys Lehrsatz: „Tu was du willst!“ Den hat wiederum Jay Z schon öffentlichkeitswirksam auf seinem Outfit platziert. Es scheint wohl nur eine Frage der Zeit, bis der Rapper einen Gastauftritt in der Serie bekommt. Das dürfte er dem Star der Serie schuldig sein.

Neben all den gängigen Klischees bietet die Serie selbstverständlich die üblichen okkulten Symbole. So ist auf einem Container, in dem Lucifer seine gestutzten Flügel lagert, ein achtzackiger Stern abgebildet.

Produziert wird die Serie übrigens von Jerry Bruckheimer, der schon des Öfteren für Disney tätig war. Neben der „Fluch der Karibik“-Reihe hat er dort u.a. den extrem okkulten Streifen „Duell der Magier“ produziert. Außerdem zeichnete er sich für „Das Vermächtnis der Tempelritter“ verantwortlich, womit er sich im Prinzip als Freimaurer geoutet hat. Eine seiner letzten Kinoproduktionen war der Exorzismusfilm „Erlöse uns vom Bösen“. Erlöst hat Bruckheimer die Welt aber keinesfalls. Das Gegenteil ist der Fall, denn als Republikaner hat er den Wahlkampf von George W. Bush unterstützt. „Lucifer“ ist also keineswegs seine erste Auftragsarbeit für den Teufel.

Ghostbusters – Eine katastrophale Geisterjagd

von Shinzon

26 Jahre war es still um die „Ghostbusters“. Statt einer Fortsetzung, wie es der Trailer impliziert, gibt es nun jedoch ein Reboot und dieses hat mit dem Original in etwa so viel zu tun wie Star Wars mit Star Trek. Eigentlich sogar noch weniger. Dabei ist die Besetzung der Geisterjäger mit weiblichen Darstellern gar nicht mal das Problem, sondern die fehlende Atmosphäre der Originalfilme.

01 Team

Schon im Vorfeld gab es viel Aufregung darüber, dass die Ghostbusters nun Frauen sind. Nun könnte man den betreffenden Kritikern Sexismus vorwerfen, würde der Film nicht selbst mit sexistischen Klischees spielen. So schmachten alle vier Geisterjägerinnen den strunzdummen Kevin (Chris Hemsworth) an, nur weil er gut aussieht und kräftige Muskeln hat. Sie geben ihm die Stelle als Bürohilfe nur aus rein dekorativen Zwecken, denn er ist sogar zu doof, um ein Telefon zu bedienen.

Die Sekretärin Janine (Annie Potts) aus den ersten beiden Filmen war vielleicht etwas abgedreht, aber bei weitem nicht derart unterbelichtet wie Kevin Beckman. Der ist einfach nicht witzig, sondern geistig behindert und darüber sollte man sich nicht lustig machen. Chris Hemsworth wird es hoffentlich noch bereuen, diese Rolle angenommen zu haben.

Das Rumgeschmachte der Geisterjägerinnen ist indes einfach nur unwürdig. Zumal die vier Frauen durchaus Potential gehabt hätten. Dr. Erin Gilbert (Kristen Wiig) ist offensichtlich an Dr. Igon Spengler angelehnt und zunächst die wissenschaftlich-rationale Stimme der Vernunft. Nach ihrer ersten Begegnung mit einem Geist, der sie von oben bis unten voll kotzt, benimmt sie sich dann leider nur noch wie ein kleines Kind auf einem Rummelplatz.

02 Kotzgeist

Ihre einstige Freundin Dr. Abigail Yates (Melissa McCarthy) passt indes auf keine der alten Rollen und ist einfach nur ausgeflippt. Allerdings nicht so ausgeflippt wie Dr. Jillian Holtzmann (Kate McKinnon), die für sämtliche technischen Erfindungen verantwortlich ist. Mit der Sicherheit nimmt sie es dabei nicht sehr genau und experimentiert wie ein verrückter Professor aus einer Comicverfilmung herum. Das ist durchaus unterhaltsam, aber sobald Kevin den Raum betritt, schmilzt auch sie dahin. Das Lecken an einem Pistolenlauf treibt den Sexismus schließlich auf die Spitze.

Blow-Job-Andeutung

Blow-Job-Andeutung

Die vierte im Bunde ist die Afroamerikanerin Patty Tolan (Leslie Jones), welche erst später zum Team dazu stößt. Ihre Rolle ist offensichtlich an Winston Zeddemore angelehnt, aber wie alle anderen Teammitglieder ebenfalls viel abgedrehter. Und da sind wir auch schon beim größten Kritikpunkt. Der Film ist eine reine Komödie ohne jeden Gruseleffekt. Das fängt schon beim Soundtrack an. Erzeugte dieser bei den Originalfilmen noch eine Gänsehaut, ist er beim Reboot einzig auf Spaß und Action ausgerichtet. Spannungsmomente gibt es aber ohnehin nicht, dazu fehlt es an Ernsthaftigkeit.

Die Charaktere sind allesamt stark überzeichnet und verhalten sich vollkommen unnatürlich. Sogar die Geister sind einfach nur grell und bunt. Zuul, Gozer oder Vigo waren weitaus gruseliger, ja schon direkt angsteinflößend. Die CGI-Monster haben maximal Unterhaltungswert, taugen aber sonst nicht mal für eine Geisterbahn. Sind die Menschen in den Originalfilmen noch kreischend vor den Kreaturen davongerannt, schießen die Besucher eines Metalkonzerts im der Neuverfilmung Selfies mit Satan. Der hockt auf Pattys Schultern, was eher lächerlich als gruselig wirkt.

04 Grüner Drache

05 Selfie

Sogar der dargebotene Okkultismus ist im Gegensatz zum Original total peinlich. So behauptet der Frontmann der Metalband, er hätte Satan heraufbeschworen, nur um kurz darauf einen Tritt von dem Dämon zu kassieren. Die Verbindung der Musikindustrie zum Satanismus wird hier ins Groteske gezogen. Der Gastauftritt von Ozzy Osbourne, der fragt, was seine Frau ihm in die Drogen getan hat, kann den Zuschauern bestenfalls nur ein müdes Lächeln entlockend.

Die Zahl des Teufels darf in einem solch okkulten Machwerk ebenfalls nicht fehlen, aber mit Herzchen dürfte das selbst dem Leibhaftigen zu blöde sein. So macht nicht mal die Sublimalsuche Spaß.

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Es wird aber noch enttäuschender, denn es wird viel zu früh verraten, dass der ganze Spuk das Werk eines Irren ist, der die Apokalypse aus dem Buch der Offenbarung heraufbeschwören will. Eigentlich kann man hier schon gar nicht mehr spoilern, da bereits der Trailer verrät, wer der Endgegner ist. Kein Geist, kein Dämon, sondern ein Mensch. Ein trauriger Typ, der als Kind gemobbt wurde und sich nun an der Welt rächen will. Ernsthaft?

Die Trauergestalt Rowan North (Neil Casey) platziert Geräte entlang von Ley-Linien, welche Portale zur Geisterwelt öffnen. Zumindest der Aspekt mit den Ley-Linien ist interessant, daraus hätte man eine halbwegs schaurige Handlung spinnen können. Gleiches gilt für die Ambitionen der Satanisten, mittels Technologie transdimensionale Portale öffnen zu wollen oder zumindest eine Dämoneninvasion zu inszenieren. Letztendlich kommen dabei jedoch auch ganz klassisch Spiegel zum Einsatz, was der Hexerei entlehnt ist.

07 Hexenspiegel

Die Farbe der Hexerei ist Grün und es fällt auf, dass die Geister ihre Farbe im Laufe des Films von Blau (Blue Beam) zu Grün wechseln. Das Höllentor am Ende bedient ebenfalls den Oz-Faktor.

08 Hellgate 1

09 Hellgate 2

Doch auch diese Aspekte funktionieren nicht. Rowan ist als Gegner einfach nicht ernst zu nehmen. Das beweist er schlussendlich, als er sich selbst tötet und von Kevin Besitz ergreift. In dessen Kopf war ja durchaus genügend Platz. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, jammert Rowan ständig herum, dass er zu Lebzeiten mehr hätte trainieren sollen. Ja, auch er ist neidisch auf Chris Hemsworths Körper. Den lässt er dann noch wie Peter Pan durch die Luft fliegen. Was für eine sinnlose und peinliche Anspielung.

(Bild folgt)

Geht es noch schlimmer? Ja! Denn als Rowans Geist Kevins Traumkörper verlässt, nimmt er die Gestalt des Ghostbusters-Logos an. Zunächst als Comiczeichnung, aber auch die 3D-Variante ist nicht wirklich gruselig. Schlussendlich wird er von den Geisterjägerinnen in das von ihm geschaffene Portal entsorgt, aus dem er hoffentlich nie wieder auftauchen wird.

11 Ghost

Um die Enttäuschung perfekt zu machen, sind alle Darsteller aus den Originalfilmen in neuen Rollen zu sehen. Es handelt sich also definitiv nicht um eine Fortsetzung, was so vielleicht auch besser ist. Dennoch wäre es nett gewesen, zum Beispiel Peter Venkman und Dana Barrett Händchen haltend auf einer Parkbank sitzen zu sehen, von wo aus sie das Geschehen mit den Worten „Es geht schon wieder los!“ kommentieren. Statt einer kleinen Hommage gibt es aber lediglich uninspirierte Cameo-Auftritte.

Die größte Rolle spielt dabei Bill Murray, der als Skeptiker Martin Heiss den Versuch unternimmt, die Geisterjägerinnen als Betrüger zu entlarven. Mit Sigourney Weaver darf er diesmal auch nicht anbandeln. Die unterstützt das Team am Ende in der Rolle der Mentorin Rebecca Gorin. Ernie Hudson mimt indes Pattys Onkel Bill, womit er seinem einstigen Stammcharakter noch am nächsten kommt. Dan Akroyd ist schlussendlich nur kurz als Taxifahrer zu sehen und Harold Ramis erlebte diese Katastrophe zum Glück nicht mehr. Der einstige Darsteller des Igon Spengler verstarb bereits 2014 und konnte nur noch als Geist am Set erscheinen.

Bleiben noch die Nebenrollen der Originalfilme. Während Rick Moranis einen Cameo-Auftritt ablehnt hat, ist Annie Potts wieder als Empfangsdame zu sehen. Leider aber nicht bei den Ghostbusters, was uns den unsäglich dummen Kevin erspart hätte. Stattdessen sitzt sie am Empfang des Hotels, in dem Rowan seine Weltuntergangsmaschine deponiert hat. Dort ist auch ein Wandbild zu sehen, welches an den Turm von Babylon erinnert.

(Bild folgt)

Slimer und der Marshmellowmann sind ebenfalls wieder mit von der Partie und als einzige in ihren alten Rollen zu sehen. In einer Szene nach dem Abspann gibt es dann noch einen weiteren kleinen Geist-Cameo. Als Patty die Tonbandstimmen noch einmal abhört, fragt sie, wer Zuul ist? Hoffentlich ist dies keine Anspielung auf eine Fortsetzung, denn auf ein klamaukiges Remake des ersten „Ghostbusters“-Films kann die Welt wahrlich verzichten.

Fazit: Der neue „Ghostbusters“ hat maximal oberflächlich mit den alten Filmen zu tun. Es gibt ein Team von Geisterjägern, die ein Auto mit der Bezeichnung Ecto1 haben und mit Nuklearlasern um sich ballern. Abgesehen von den Cameoauftritten einiger Originaldarsteller hören die Gemeinsamkeiten an diesem Punkt aber auch schon auf. Das Reboot ist eine grelle, völlig überdrehte Komödie, die krampfhaft versucht, witzig zu sein. Dabei reicht die Neuverfilmung jedoch nicht mal an den feinen Witz der ansonsten eher gruseligeren Originalfilme heran.

Um es kurz zu machen: Mit weiblichen Ghostbusters hätten die Fans der alten Filme noch leben können, aber nicht mit der abgedroschenen Handlung und dem flachen Humor, der gerade unter dem Türschlitz entfleucht ist. Das einzig Positive sind vielleicht noch die 3D-Effekte, doch auch die bunten CGI-Monster können den handgemachten Gruselkreaturen der Originalfilme nicht das Wasser reichen.

Ghostbusters II – Vigo, der Antichrist

von Shinzon

Fünf Jahre nach dem ersten Teil kam 1989 „Ghostbusters II“ in die Kinos. Diese Gruselkomödie gestaltete sich nicht minder okkult und apokalyptisch als der Vorgänger. Allerdings sollte diesmal kein extradimensionaler Dämon das Ende der Welt einläuten, sondern der wiederkehrende Geist eines finsteren Fürsten aus dem Mittelalter.

Alles beginnt mit einer Schleimpfütze, die den Kinderwagen von Dana Barrett (Sigourney Weaver) klaut und mitten auf einer belebten Straße abstellt. Es geht also schon mal um finstere Mächte, die ein Interesse an einem Neugeborenen (Will & Hank Deutschendorf) haben. Dieses stammt übrigens nicht von Dr. Venkman, der fünf Jahre zuvor mit Dana angebandelt hat. Der Vater bleibt anonym.

Wenigstens bekommen die Ghostbusters durch diesen Vorfall wieder etwas zu tun. Winston Zeddemore (Ernie Hudson) und Ray Stantz (Dan Akroyd) schlagen sich nämlich mehr schlecht als recht mit Auftritten auf Kindergeburtstagen durch. Doch nicht mal die Kids können den Geisterjägern noch etwas abgewinnen. Wenigstens Egon Spengler (Harold Ramis) hat noch einen passablen Posten am Institut für erweiterte theoretische Forschung. Dieses Institut befindet sich in einem klassischen Gebäude, dessen Eingang von zwei Säulen gesäumt ist.

01 Institut

Dana wendet sich zuerst an Egon, bei dem sie genau richtig ist. Er arbeitet nämlich an einer Theorie, der zufolge menschliche Emotionen Auswirkungen auf das physikalische Umfeld haben. Diese Theorie ist gar nicht mal so abwegig und wird inzwischen sogar von der realen Wissenschaft behandelt. Für die herrschende Elite ist sie auf jeden Fall der Grund, warum sie die Menschheit in Angst, Verzweiflung und Hass hält. Negative Emotionen erzeugen negative Schwingungen und darauf fahren die Satanisten voll ab. Das ist auch der Grund, warum es so viele Kriege, Armut und schlechtes Fernsehen gibt. In diesem Film wird das alles noch eine zentrale Bedeutung haben.

Wo wir schon mal bei schlechtem Fernsehen sind, Venkman moderiert inzwischen eine eigene Sendung, in der allerhand Esoteriker und Weltuntergangspropheten auftreten. Letzterer könnte allerdings recht behalten und spoilert die Zuschauer mit der Information, dass die Welt am Silvesterabend Punkt 0 Uhr untergehen wird. Statt 1989 hätte der Film also ebenso gut 2000 oder 2012 spielen können. Die UFO-Enthusiastin in Venkmans Sendung datiert den Weltuntergang gar auf den 14. Februar 2016, was inzwischen natürlich genauso obsolet ist, wie alle anderen Weltuntergangstermine. Immerhin ist aber zwischen 1989 und 1990 der Ostblock untergegangen, vielleicht wollte Hollywood ja darauf anspielen.

02 Esoterikshow

Die nächste Szene spielt in einem New Yorker Kunstmuseum. An der Fassade hängen ein roter und ein blauer Banner, womit wir die Freimaurerfarben schon mal abhaken können. Selbige finden sich noch einmal auf einer US-Flagge und einer Tricolore. Erstere sollte in den USA nicht weiter verwundern, letztere ist jedoch reine Freimaurerdeko.

03 Blau Rot

04 Blau Rot

Zu guter Letzt wären da noch reichlich Sonnensymbole.

05 Sonnensymbole

Dana Barrett ist vom Orchester in dieses Museum gewechselt, wo sie nunmehr als Restaurateurin arbeitet. Ihr Vorgesetzter ist der aufdringliche Dr. Janosz Poha (Peter McNicol), welcher gerade ein neues Gemälde in der Werkstatt aufstellen lässt. Es ist ein Portrait von Vigo (Wilhelm von Homburg), welches nicht nur sehr lebendig wirkt, sondern im wahrsten Sinne des Wortes eine Seele besitzt.

06 Verfluchtes Bild

Egon sucht in der Zwischenzeit Ray auf, der einen Laden für okkulte Bücher und anderen Esoterikschnickschnack betreibt. Der Laden hat natürlich die Hausnummer 33. Man sieht sie zwar nicht direkt, aber das Gebäude links daneben hat die Nummer 31.

07 Rays okkulter Buchladen

Im Laden gibt es gleich mal eine Pyramide mit Auge und Ray wünscht einem Kunden „viel Spaß beim Hexensabbath“. Als Geisterjäger muss man halt Geister heraufbeschwören, um nicht arbeitslos zu werden.

08 Pyramidenposter

Das Team von damals ist mit dem Eintreffen von Venkman auch schon fast komplett und natürlich erfährt dieser nun, dass seine alte Flamme erneut Stress mit Dämonen hat. Außerdem holt er ein bestelltes Buch mit dem Titel „Magische Pfade zu Reichtum und Macht“ ab, welches ebenfalls von einer Pyramide mit Auge geziert wird. Noch deutlicher kann man wohl kaum darauf hinweisen, dass so ziemlich alle Reichen und Mächtigen dieser Welt Freimaurer mit einem Hang zum Okkulten sind.

09 Pyramidenbuch

Mit dem Okkulten bekommen die Geisterjäger schon bald genug zu tun. Sie statten Dana einen Besuch ab und untersuchen ihre Wohnung. Als dort alles normal scheint, zeigt die besorgte Mutter ihnen die Stelle auf der Straße, an der der Kinderwagen stehen geblieben ist. Dort schlagen die Instrumente von Egon und Ray endlich Alarm. Irgendetwas muss sich unter der Straße befinden.

10 Parascanner

In der Nacht beginnen die drei, ein Loch in die Straße zu meißeln. Gerade, als Ray an einem Seil über einem Fluss aus Schleim baumelt, werden sie von der Polizei erwischt und verhaftet. Als sie Ray hochziehen, erwischt dieser eine Stromleitung und legt damit ganz Manhattan lahm. Das dürfte nicht gerade zur Strafmilderung beitragen.

11 Fluss aus Schleim

Im Museum wird unterdessen Janosz von Vigos Gemälde angequatscht. Er soll dem moldawischen Fürsten ein Kind beschaffen. Als er sich fragt, warum er das tun soll, schießen Blitze aus dem Antlitz von Vigo auf den Museumsdirektor nieder, der fortan unter Kontrolle des toten Fürsten steht. Bei dieser Szene darf natürlich ein achtzackiger Stern der Ištar in Schwarz/Weiß nicht fehlen.

12 Vigo_1

13 Vigo_2

Janosz weiß natürlich genau, wo er ein neugeborenes Kind finden kann und sucht noch in derselben Nacht Dana heim. Er fragt, ob er ihre Wohnung betreten darf, was diese ablehnt. Dämonen und Vampire sollte man niemals hereinbitten und offensichtlich ahnt sie etwas. Oder ihr ist Janosz schon im Normalzustand zu gruselig. Immerhin kann er den Stromausfall kompensieren, indem er seine Augen als Scheinwerfer benutzt.

14 Nachtsichtgerät

Am nächsten Tag beginnt die Gerichtsverhandlung der Geisterjäger. Winston ist dabei nur Gast, aber für die anderen sieht es nicht gut aus. Zumal ihr Anwalt kein geringerer als die Flachzange Louis Tully (Rick Moranis) ist. In seinem Eröffnungsplädoyer weist er gleich darauf hin, dass ihm die Geisterjäger geholfen haben, als er in einen Hund verwandelt war. Und das vor einem Richter, der nicht an Geister glaubt.

Zum Glück befindet sich unter den Beweistücken ein Glas mit dem psychoaktiven Schleim, der unter New Yorks Straßen fließt. Als der Richter Wexler (Harris Yulin) so richtig in Fahrt kommt und den Angeklagten wünscht, er könnte sie auf dem Scheiterhaufen verbrennen lassen, brodelt es im Einmachglas. Letztendlich explodieren die Geister zweier Hingerichteter aus dem Schleim, welche der Richter selbst einst zum Tod auf dem elektrischen Stuhl verurteilt hat.

16 Todeskandidaten

Mit diesen alten Bekannten konfrontiert, sieht sich Wexler genötigt, das Urteil aufzuheben und ebenso die einstweilige Verfügung, welche den Geisterjägern die Ausübung ihres Handwerks untersagt. Nachdem sie die beiden Todeskandidaten in ihren Geisterkerker gesperrt haben, sind sie wieder zurück im Geschäft. Janine Melnitz (Annie Potts) bekommt ebenfalls ihren alten Posten als Sekretärin zurück. Mit neuer Brille und Frisur sitzt sie wieder am Telefon und nimmt Aufträge entgegen, die sich mal wieder häufen. Sogar ein neues Logo haben sich die Geisterjäger gegönnt. Der durchgestrichene Geist macht nun eine V-Geste.

17 V-Logo

Neben der üblichen Geisterjagd experimentieren die Jungs mit dem psychoaktiven Schleim. Sie schreien ihn an, was heftige Reaktionen verursacht, und bringen sogar einen Toaster damit zum Tanzen. Für den ständig herumblödelnden Venkman die Gelegenheit, gleich noch eine V-Geste zu machen.

18 V-Geste

Nach der kleinen Vorstellung besucht Peter seine Ex Dana im Kunstmuseum, wo ihm Janosz das Bild von Vigo vorstellt. Dana ist vom einstigen Herrscher der Karpaten und Moldawiens weit weniger begeistert und bezeichnet den mächtigen Zauberer als „völkermordenden Wahnsinnigen“. Demnach wäre er für das Geistergenre das, was Dracula für das Vampirgenre ist. Obendrein hat er einen gruseligen Modegeschmack mit lauter Totenköpfen, was aber zu seinem Charakter passt.

19 Fürst Vigo_1

20 Fürst Vigo_2

Am Abend will Dana mit ihrem Baby baden, aber sie bekommt ungebetenen Besuch vom Blob. Dieser versucht, Klein Donald (im engl. Original Oscar) zu verschlingen.

21 Badewannenblob

Da ein Bad in psychoaktivem Schleim nicht so ihr Ding ist, flüchtet Dana in die Wohnung von Peter Venkman. Dort kommt sie aber vom Regen in die Traufe, denn der Schachbrettboden verheißt nichts Gutes.

22 Schachbrettboden

Am nächsten Tag statten die Geisterjäger erst einmal Vigo einen Besuch ab. Wie ihre Recherchen ergeben haben, lebte Vigo im 15. bis 16. Jahrhundert und erreichte ein stattliches Alter von 105 Jahren. Dabei starb er nicht mal eines natürlichen Todes, sondern wurde vergiftet, erstochen, erschossen, gevierteilt und zerhackt. Offenbar wollte man sicher gehen, dass er auch wirklich tot ist. Vigo wusste also, wie er sich beliebt macht. Kurz vor seinem endgültigen Tod kündigte er jedoch seine Wiederkehr an, um die Menschheit erneut mit seiner Herrschaft zu beglücken.

Von der Fotosession mit Vigo ist Museumsdirektor Janosz Poha wenig begeistert, doch er kann das Eindringen der Geisterjäger nicht verhindern. Vigo kann sich aber sehr wohl selbst um das Problem kümmern. So hypnotisiert er u.a. Ray mit seinem bösen Blick.

Dana wohnt dieser Szene nicht bei, da sie noch in Peters Wohnung weilt. Immerhin konnte sie dort ungestört baden. Als Venkman nach Hause kommt, lädt er die Mutter abends zum Essen ein, während er dem kleinen Donald seine Emanuelle-Sammlung empfiehlt. Ein Pornografiewitz gegenüber einem Neugeborenen ist wieder mal typisch für den pädophilen Sumpf von Hellywood und dieses Baby wird auch noch in ein okkultes Ritual hineingezogen.

Babysitter soll für den Abend Janine spielen, welche in ihrem Leopardenfellmantel und den grünen Handschuhen eine wandelnde Stilsünde ist. Da das Sexkätzchen ein wenig rollig ist, lädt sie Louis ein, sie in Venkmans Wohnung zu begleiten. Es dürfte klar sein, dass die Kombination der beiden nervigsten Charaktere in einer Katastrophe enden muss.

23 Sexkätzchen

Ray und Egon entwickeln derweil die Fotos des Vigo-Gemäldes. Diese sehen nicht ganz so aus, wie die beiden das Portrait in Erinnerung hatten. Auf den Fotografien ist der Fluss aus Schleim zu sehen, welcher unter New York brodelt. Kurz darauf fangen die Fotos Feuer, während sich die Tür der Dunkelkammer von Geisterhand abschließt. Dank Winstons Einschreiten entkommen Egon und Ray diesem Anschlag ganz knapp.

24 Schleimfluss

25 Feurige Fotos

Während Venkman Dana zum Essen ausführt, begeben sich die anderen drei über einen U-Bahntunnel in den New Yorker Untergrund, um den Fluss des Schleims zu untersuchen. Peters Entscheidung, diesem Trip nicht beizuwohnen, erweist sich als absolut richtig, denn was der Rest des Teams entdeckt, ist nicht gerade appetitlich. Zunächst treffen sie auf eine Galerie abgehakter Köpfe, die vermutlich islamistische Terroristen im U-Bahnschacht hinterlassen haben. Die Altersfreigabe ab 12 ist spätestens an dieser Stelle nicht mehr nachvollziehbar und Eltern sollten ihre Kinder von derartigen Szenen fernhalten.

26 Kopfgarten

Der nächste Schock besteht aus einem Geisterzug und so langsam ahnt Egon, dass irgendetwas das Team von seinen Forschungen abhalten will. Kurz darauf entdeckt Ray einen Zugang zum Schleimfluss. Egons Frage, wie viel negative Energie nötig sei, um einen Fluss dieser Größe zu erzeugen, erübrigt sich, denn der Big Apple ist ein Sumpf von Kriminalität und Sünde. Das Ergebnis verschlingt erst einmal Winston und um ihn zu retten, springen auch Ray und Egon in die Glibberbrühe.

27 Schleimbad

Als die drei wieder auftauchen, gehen sich Winston und Ray gegenseitig an die Gurgel. Egon kommt jedoch schnell darauf, dass es an dem Schleim liegt, der geradewegs auf das Kunstmuseum zufließt. Ihre Erkenntnisse müssen sie natürlich gleich Venkman auftischen und zwar beim Essen in einem Nobelrestaurant. Nachdem sie einige Snobs vollgeschleimt haben, werden sie abermals verhaftet und diesmal ist es Peter, der als Unbeteiligter außen vor bleibt. Irgendwie kommen Geisterjäger recht häufig mit dem Gesetz in Konflikt.

Während die Jungs auf dem Weg zum Bürgermeister sind, erwischt Dana die beiden Babysitter Janine und Louis in flagranti. In der Zeit, in der sie auf ihr Baby aufpassen sollten, haben sie gleich selbst eins gemacht. Nebenbei bemerkt nicht unweit eines Schabrettbodens, was einen Hauch von Sex-Magick hat.

28 In Flagranti

Beim Bürgermeister Larry (David Margulies) läuft es unterdessen nicht so prickelnd. Auf die Botschaft, dass sich alle negativen Emotionen der Stadt in einem explosiven Plasma manifestierten, kontert er nur, dass es jedermanns gottgegebenes Recht sei, sich mies zu fühlen und andere wie Dreck zu behandeln. Das bringt den American Way of Life ziemlich präzise auf den Punkt. Nachdem der Bürgermeister sie eiskalt abserviert hat, landen sie diesmal nicht im Knast, sondern in der Klapsmühle. Trotzdem ist dies eine Wiederholung des ersten Teils.

29 Einweisung

Wirklich reif für die Irrenanstalt ist indes der Museumsdirektor Janosz. Dieser hält gerade eine schwarze Messe vor dem Gemälde Vigos ab und quatscht mit dem künftigen Antichristen. Er schleimt sich regelrecht bei dem alten Schleimpilz ein und bittet ihn, Dana zur Frau haben zu dürfen, nachdem er Vigo deren Baby gebracht hat.

30 Schwarze Messe_1

31 Schwarze Messe_2

Vigo will Donald keineswegs missbrauchen oder gar opfern, sondern in dessen Körper wiedergeboren werden. Damit wird der satanistische Mythos bedient, Dämonen könnten in Menschen fahren, wobei es sich in der Realität allerdings eher um multiple Persönlichkeitsspaltung handelt. Dennoch beschreibt dieses Szenario sehr gut, was die Elite mit traumabasiertem Mind Control beabsichtigt. Und wo wir schon mal dabei sind, trägt Donald einen Winnie Puh Schlafanzug, was natürlich ein Disney-Erzeugnis ist.

33 Disney-Programmierung

Janosz fackelt nicht lange und zieht los, um das Baby abzuholen. Vigo hat ihm dafür ein paar Superkräfte mit auf den Weg gegeben. Jetzt ist sein Jünger transzendent und kann fliegen. Obendrein trägt er ein extrem schlechtes Mary Poppins Kostüm und kann seine Arme ausstrecken wie Mr. Fantastic.

34 Janosz Poppins_1

35 Janosz Poppins_2

Dana macht sich sofort auf den Weg ins Museum, wo sie zwischen den Säulen Jachin und Boas mit zwei illuminierten Weltkugeln hindurch muss.

36 Jachin & Boas

Drinnen liegt Donald bereits auf einem Altar, was bei entsprechendem Hintergrundwissen schon ein ziemlich heftiger Anblick ist. Der schwarz/weiße Reptiloidenstern ist dabei stets präsent.

37 Opferaltar

38 Fliegerass

Die Lage in der Stadt spitzt sich derweil immer mehr zu. Der Fluss aus Schleim steigt immer höher und hüllt das Museum komplett ein.

39 Pegelanstieg

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41 Wackelpudding_2

Auch andernorts bricht sich der Schleim Bahnen. Darunter bei einer Brodway-Show mit dem bezeichnenden Titel „Cannibal Girls“. Das satanisch-rote Pentagramm ist nicht weit.

42 Cannibal Girls

Direkt gelungen ist dagegen die kleine Botschaft gegen Pelzträger. Ob der Kostümdesigner Peta-Mitglied ist?

43 Bissiger Pelzmantel

Nebenher läuft noch die Titanic an den Docks ein, aber ansonsten sind die Dämonenangriffe eher wenig amüsant.

45 Titanic

44 Dämonenattacke

Zu allem Übel öffnet sich auch noch ein Hellgate und hüllt die Stadt in Dunkelheit.

46 Höllentor

Die Situation ist inzwischen dramatisch genug, dass der Bürgermeister erneut nach den Geisterjägern rufen lässt. Die kommen aber mit ihren Protonenstrahlern nicht durch den schleimigen Wackelpudding hindurch. Da es sich um negativen Schleim handelt, brauchen die Jungs ganz viel positive Energie und ein Symbol, welches die Massen mitzieht. Ein Blick auf das Nummerschild ihres Ecto 1A bringt die zündende Idee. Wer könnte eher Licht ins Dunkel bringen als die Sonnengottheit Mithras? Gemeint ist natürlich die Freiheitsstatue, welche auf dem Nummernschild in den Farben der Freimaurer abgebildet ist.

47 Ecto 1

Bevor die Statue im wahrsten Sinne des Wortes losgehen kann, wird sie erst einmal mit positivem Romantikschleim besudelt. Wie das dazu führen kann, dass sich die Freiheitsstatue mit einem Joystick steuern lässt, ist natürlich erklärungsbedürftig. Aber hey, es ist nur ein Film. Um die Stimmung etwas zu erheitern, gibt es noch etwas Musik von Sony. Bei so viel Product Placement fragt man sich wirklich, warum es bei der TV-Ausstrahlung noch zusätzliche Werbeunterbrechungen gibt?

48 Sony Walkman

Mit der Freiheitsstatue trampeln die Geisterjäger durch Manhattan schnurstracks zum Kunstmuseum. In der Fackel der Statue entzündet sich dabei ein echtes Feuer, mit welchem die Kuppel des Gebäudes durchschlagen wird. Erleuchtungssymbolik, wohin das Auge blickt.

49 Mithras_1

50 Mithras_2

Vigos Geburtstag findet durch diese Aktion ein jähes Ende, dabei war er schon mitten dabei, in Donald zu reinkarnieren.

51 Wiedergeburt_1

52 Wiedergeburt_2

Bevor es Vigo an den Kragen geht, wird erst einmal sein Jünger Janosz „abgespritzt“. Die Anspielung auf eine männliche Ejakulation ist nicht zu übersehen.

53 Abspritzen

Vigo hat sich indessen aus seinem Bild befeit, ist aber nicht leicht niederzumachen. Fürs Erste schickt er die Geisterjäger zu Boden.

54 Vigo tanzt für euch

Danach macht er sich an Donald ran und droht, sich mit ihm zu „vereinigen“. Wie herrlich doppeldeutig. Die Schreie des kleinen Nachwuchsschauspielers dürften in dieser Szene durchaus echt sein.

55 Kinderschreck

Die Vereinigung wird jäh unterbrochen, als die Massen vor dem Museum anfangen zu singen. Die positive Energie verbannt Vigo zurück in sein Gemälde, wo er endlich seine wahre Natur zeigt. Seine entstellte Fratze zeigt sogar Ansätze von Teufelshörnern.

56 Dämon

Abermals hypnotisiert Vigo Ray und ergreift schließlich von ihm Besitz.

57 Nicht Ray

Eine ordentliche Spermadusche mitten ins Gesicht beendet den Spuk jedoch.

58 Vollgewichst

Draußen vor dem Museum glaubt natürlich Louis, er hätte die Situation gerettet. Immerhin darf er sich freuen, nun zum Team zu gehören.

59 Louis

Dieses staunt nicht schlecht, als es das Bild betrachtet. Dieses zeigt nun die vier Ghostbusters mit Donald. Wie zur Hölle ist denn das passiert?

60 Erstaunen

61 Moderne Kunst

Am Ende werden die Ghostbusters wieder einmal gefeiert und bekommen auf Liberty Island Standing Ovations. Übrigens, wie ist die Freiheitsstatue eigentlich wieder auf ihren Sockel zurück gekommen?

62 Jubelfeier

Fazit: „Ghostbusters II“ steht dem ersten Teil in Sachen Okkultismus und Symbolik in nichts nach. Wieder einmal steht der Weltuntergang bevor, aber diesmal nicht durch die Wiederkehr einer sumerischen Gottheit, sondern durch einen moldawischen Antichristen. Die Einbeziehung eines Babys, wobei es sich ja eigentlich um zwei Kinderdarsteller handelt, ist dabei in hohem Maße besorgniserregend.

Berühmte Schauspieler wurden die beiden später nie. Stattdessen schlugen sie eine Laufbahn als Kampfsportler ein und gründeten eine Martial Arts Schule. Scheinbar haben sie sich den Vigo-Darsteller zum Vorbild genommen, denn der Deutsche Norbert Grupe alias Wilhelm von Homburg war lange Zeit Profiboxer. Zudem spielte er in einigen bekannten Filmen mit, darunter auch 1994 in dem ebenso hochgradig okkulten „Die Mächte des Wahnsinns“.

Ghostbusters – Gozer der Vernichter

von Shinzon

1984 kam mit „Ghostbusters“ eine Gruselkömodie in die Kinos, die schnell zum Kultfilm avancierte. Die wenigsten wissen jedoch, welch schaurige Botschaften in diesem okkulten Machwerk tatsächlich vermittelt werden. Es geht nämlich nicht um Geister, die in alten Schlössern spuken, sondern um dämonische Wesen aus höheren Dimensionen, die von Satanisten angebetet werden.

Bereits die Eröffnungsszene beginnt mit einer Löwenstatue vor einer Bibliothek, welche in diesem Kontext offensichtlich eine Repräsentation Satans darstellen soll. Im Gebäude wird auch gleich darauf eine Archivarin von einem Gespenst geprankt.

01 Löwenstatue

Die Ghostbusters sind zu diesem Zeitpunkt noch anderweitig beschäftigt. Dr. Peter Venkman (Bill Murray) arbeitet in einem Universitätsgebäude namens „Weaver Hall“, was ein lustiger Zufall ist, da Sigourney Weaver ebenfalls eine Hauptrolle im Film spielt.

03 Weaver Hall

Auf der Bürotür des Parapsychologen hat jemand „Venkman burn in Hell“ geschrieben, was wohl an seinem Umgang mit Probanden liegt. Bei einem Telepathietest lässt er nämlich die Frauen trotz geringer Trefferquote immer gewinnen, während er Männer selbst dann mit Elektroschocks bestraft, wenn sie die Symbole auf seinen Karten richtig erraten.

04 Burn in Hell

Die Hölle beschwört Venkman also selbst herauf. Unter anderem auch mit der ersten Karte, die er hochhält, welche ein umgedrehtes Pentagramm zeigt.

05 Satanic Pentagram

Bevor Peter weiter mit der weiblichen Probandin flirten kann, funkt ihm Ray Stantz (Dan Akroyd) dazwischen und erzählt ihm von der Geistererscheinung in der Bibliothek. Dort wartet bereits Dr. Egon Spengler (Harold Ramis) auf die beiden. Im Keller entdecken die drei zunächst Ektoplasma – eine rotzige Substanz, die Ende des 19. Jahrhunderts bei Seancen in Mode kam. Kurz darauf entdecken die Geisterjäger auch das verantwortliche Gespenst, welches zunächst nach einer verstorbenen Bibliothekarin aussieht. Bei genauerer Betrachtung handelt es sich jedoch um einen hässlichen Dämon. Keine menschliche Seele nimmt nach dem Tod eine solche Gestalt an.

06 Dämon

Wieder zurück an der Uni, werden die drei Parawissenschaftler vom Campus geworfen. Das Team entscheidet sich, in die freie Wirtschaft zu wechseln und kauft eine heruntergekommene Feuerwehrwache, welche fortan ihr Hauptquartier sein soll. Unterdessen kündigt sich in einem alten Apartmentblock am New Yorker Central Park der nächste Auftrag an. Das gruselige Gebäude sieht schon von weitem aus wie eine babylonische Ziggurat.

07 Ziggurat

Die dämonischen Steinfiguren an der Fassade verschärfen den gruseligen Eindruck zusätzlich. Wer möchte denn in einer solch abscheulichen Bude wohnen?

08 Dämonenfigur

Nun ja, Dana Barrett (Sigourney Weaver) wohnt dort. Diese steigt gerade aus einem gelben Sonnenwagen mit freimaurerischem Schachbrettmuster und bringt ihren Einkauf nach oben.

09 Sonnenwagen

Ihre Zimmernummer ist die 2206. Die 22 steht für das Stockwerk, womit das Zimmer auf dieser Ebene die satanische Nummer 6 hat. Aber im Vergleich zu dem, was noch kommt, ist dieses Zahlenspiel eher harmlos.

10 Zimmer 2206

Unterwegs wird Dana von ihrem nervigen Nachbar Louis Tully (Rick Moranis) aufgehalten. Als wäre der Tag damit noch nicht schlimm genug, fängt es in ihrer Wohnung sogleich an zu spuken, während ironischerweise kurz zuvor ein Werbespot der Geisterjäger im Fernsehen läuft. Erst springen ein paar Eier aus der Packung und fangen auf dem Tisch an zu braten und dann grunzt auch noch der Kühlschrank. In diesem hat sich gerade ein Höllentor aufgetan, in dessen Zentrum eine Pyramide mit abgehobener Spitze steht. Davor sitzt Baphomets Schoßhund und stellt sich Dana als Zuul vor.

11 Zuul Dimension

12 Zuul

Wieder zurück im Hauptquartier der Ghostbusters hat Ray einen alten Schrottwagen besorgt, der noch etwas aufgepimpt werden muss. Die Bude haben sie innerhalb von zwei Tagen komplett renoviert, was eine wirklich beachtliche Leistung ist, und am Einlass sitzt bereits die neue Sekretärin Janine Melnitz (Annie Potts). Der Laden ist also bereit, Dana als erste Kundin zu empfangen, mit der Peter Venkman auch gleich rumschäkert.

Miss Barret war in den letzten zwei Tagen nicht ganz so fleißig und hat nicht mal die Eier auf ihrem Küchentisch entsorgt. Zuul hat sich in der Zwischenzeit allerdings aus dem Kühlschrank verkrümelt, sodass dort noch nur Coca Cola Schleichwerbung auf Dr. Venkman wartet.

13 Coke Werbung

Wirklich helfen kann Peter ihr nicht und nach einigen weiteren Anmachversuchen und sexuellen Belästigungen schmeißt Dana ihn aus ihrer Wohnung. Der nächste Auftrag ist zum Glück etwas weniger attraktiv und führt das Team ins exklusive Sedgewick Hotel. Entweder übernachten dort nur Könige oder die Krone steht für etwas anderes.

15 Sedgewick Krone

Die Vorfälle beschränken sich auf den 12. Stock, wo die Ghostbusters erstmalig auf den grünen Slimer treffen. Um diesen eher harmlosen Fresssack von einem Gespenst einzufangen, richten sie mehr Schaden als Nutzen an. Obendrein raucht Ray auch noch trotz Rauchverbot. Ekelhafte Tabak-Werbung!

16 Raucher

Nachdem alle Kronleuchter im Speisesaal zerstört sind, ist der Schleimteufel endlich eingefangen und die Jungs haben tatsächlich noch die Dreistigkeit, eine Rechnung zu stellen.

17 Geisterjagd

Aber das dekadente Hotel kann es sich ja leisten. Immerhin haben sich die Betreiber schon vergoldete Venusmuscheln in den Wandnischen geleistet.

18 Venusmuschel

Apropos vergoldet. Im nächsten Zusammenschnitt von weiteren Geisterjagten sieht man eine vergoldete Statue, die offensichtlich Prometheus darstellen soll.

19 Prometheus

Die Ghostbusters sind derweil auf Erfolgskurs und erzeugen immer neue Schlagzeilen. Nach den ganzen paranormalen Vorfällen bekommt Ray sogar feuchte Träume von Geistern.

20 Spirituelle Belästigung

Die Auftragslage entwickelt sich dermaßen positiv, dass das Team Zuwachs benötigt. Dieser wird beim Vorstellungsgespräch gefragt, ob er auch an UFOs glaube. Oberflächlich betrachtet hat diese Frage nichts mit dem Berufsbild der Geisterjägers zu tun. Es sei denn, hier wird wieder einmal eine Verbindung zwischen Dämonen und Außerirdischen gestrickt.

Während Neuzugang Winston Zeddemore (Ernie Hudson) die Geisterfallen leeren darf, bringt Peter seiner Lieblingskundin neue Informationen. Zuul ist offenbar ein antiker Dämon, der von den Hethitern, Mesopotamiern und Sumerern angebetet wurde. Der Günstling von Gozer trieb sich also im alten Babylon herum. Die Namen der Dämonen sind natürlich frei erfunden, wichtig ist aber, worauf hier angespielt wird. Zuul und Gozer müssen einfach nur durch babylonische Gottheiten ausgetauscht werden und schon ergibt sich da ein Muster.

Bevor die Geisterjäger ihren größten Auftrag angehen, bekommen sie jedoch Besuch vom Umweltamt. Walter Peck (William Atherton) wirft den Parawissenschaftlern Umweltverstöße vor und tatsächlich platzt ihre Endlagerstätte für Dämonen bald aus allen Nähten. Als wäre das noch nicht schlimm genug, erwachen die dämonischen Steinfiguren auf dem Dach von Danas Gruselbude zum Leben. Übrigens genau in dem Moment, wo die Obelisken auf dem Dach von Blitzen getroffen werden. Das bestätigt natürlich die Theorie, dass diese phallischen Objekte Energieantennen sind.

21 Antenne

22 Energie

23 Erwachen

Kurz darauf bekommt Dana Barrett erneut Besuch von Zuul. Um sie an der Flucht zu hindern, wird sie von drei dämonischen Pranken gepackt, die aus ihrem Sessel kommen. Eine greift sie an die linke Brust, eine andere kommt ihr aus dem Schritt. Ziemlich sexistisch diese Dämonen.

24 Grabschgeist

26 Küchenhund_2

Während Zuul in Danas Körper fährt, crasht der andere Baphomet die Party ihres Nachbarn Louis und ergreift von diesem Besitz. Fortan nennt er sich Vinz Clortho, Schlüsselmeister von Gozer. Diese Szenen gehören zu den gruseligsten des gesamten Films. Und mal ehrlich, die Kreaturen sind das Werk von echten Hardcore-Satanisten.

27 Vinz_1

Baphomet 1

Als Peter erneut Dana besucht, hat diese sich als Lady in Rot verkleidet und gibt sich als Torwächter zu erkennen. Wie es sich für eine Femme Fatale gehört, spielt die besessene Dana die sexuelle Karte. Nur steht Dr. Venkman nicht auf knurrende Succubi, die einen Meter über ihrem Bett schweben. Das wäre jetzt eigentlich der passende Moment für einen Exorzisten.

31 Lady in Rot

30 Lady in Luft

Vinz Clortho belästigt indes Leute auf offener Straße und wird schließlich von der Polizei bei den Geisterjägern abgegeben. Diesen erzählt er von antiken Kataklysmen in Zeiten, zu denen Gozer zuletzt auf Erden weilte. Wie ein Infrarotbild zeigt, ist er von Baphomet besessen.

31 Besessen_1

32 Besessen_2

Passend dazu zitieren Ray und Winston auf der Heimfahrt aus dem Buch der Offenbarung. Das Brechen der sieben Siegel ist eine perfekte Parabel auf das, was Walter Peck am nächsten Morgen vorhat. Als dieser nämlich den Reaktor der Geisterjäger abschalten lässt, hat dies das erste Zeichen der nahenden Apokalypse zur Folge. Die Dämonen brechen aus dem Endlager aus und strömen als Orbs über den Big Apple.

Das gruselige an dieser Szene ist, dass sie stark an einige UFO-Sichtungen rund um den Globus erinnert, bei denen der Himmel jeweils von hellen Lichtbällen bedeckt ist. Es gibt sogar Videoaufnahmen, die zeigen, wie solche Orbs aus einem leuchtenden Riss kommen, bei welchem es sich um einen Dimensionsübergang handeln könnte.

33 Orbattacke

Aufgrund von Pecks arrogantem Verhalten wird New York von Dämonen heimgesucht und zu allem Übel ist auch noch der Schlüsselmeister entkommen. Übrigens gibt es im Illuminati Card Game von 1995 eine Karte, die einen ähnlichen Dämonenangriff ankündigt. Ein solches Szenario ließe sich gewiss mit einer Hologrammshow und Halluzinogenen im Trinkwasser inszenieren.

PlagueofDemons

Die Geisterjäger verpassen die Show jedoch, weil sie inhaftiert werden. In der Zelle erklärt Egon, was es mit dem gruseligen Gebäude auf sich hat, in dem Dana wohnt. Das Dach ist wie eine gigantische Antenne gebaut und er gibt zu bedenken, dass die Eisenkonstruktion dieselbe Telemetriestruktur aufweist, welche die NASA benutzt, um Pulsare aufzuspüren.

Die Verbindung der NASA zu paranormalem Hokupokus ist dabei keineswegs fiktiv, wenn man bedenkt, dass der Raketenwissenschaftler und Satanist Jack Parsons vor jedem Raketenstart okkulte Rituale abgehalten hat. Die wissenschaftliche Mission der NASA ist nur ein Themenfeld, welches für die Öffentlichkeit gedacht ist. Hinter dieser Fassade geht es um Kontakte mit Außerirdischen bzw. extradimensionalen Intelligenzen.

Doch zurück zu dem Gebäude, welches nichts anderes ist als ein Dimensionstor. Der Name des Architekten lautet Igor Szandor, wobei der Nachname eine Anspielung auf den zweiten Vornamen des Church of Satan Gründers Anton Szandor LaVey sein dürfte. Igor Szandor war ein antihippokratischer Arzt und gründete 1920 die Geheimgesellschaft der Gozer-Anbeter. Ob nun Gozer oder Satan angebetet wird, läuft auf dasselbe hinaus, allerdings war LaVey kein Arzt, sondern Organist. Mit dem Beruf wird wohl eher angedeutet, dass viele Ärzte Okkultisten und daher nicht unbedingt vertrauenswürdig sind.

Die Gozer-Anbeter führten jedenfalls bizarre Rituale auf dem Dach ihres Gebäudes durch, welche das Ende der Welt einläuten sollten. Nun, da sich das Ende nähert, fragt sich aber, wo dieser Geheimbund mit seinen über 1.000 Anhängern abgeblieben ist? Müssten die nicht alles daran setzen, die Geisterjäger von ihrem Heiligtum fernzuhalten? Wäre es nicht realistisch, wenn sie gesellschaftliche Schlüsselpositionen wie das Amt des Bürgermeisters besetzt hätten?

Dieser lässt die Ghostbusters stattdessen aus ihrer Zelle holen und küsst erst mal den Ring eines katholischen Kardinals, der wahrscheinlich Jesuit sein dürfte. Seltsamerweise weiß der Kirchenmann keinen Rat und hält den okkulten Zauber sogar für ein Zeichen Gottes. So werden also die Geisterjäger entsandt, die Welt zu retten. Das wird auch höchste Zeit, denn der Schlüsselmeister ist inzwischen beim Torwächter angekommen.

35 Küss den Ring

34 Beine breit

Vor der Ziggurat werden die Geisterjäger erst mal von einer Erdspalte verschluckt, entkommen dem Angriff jedoch. Ob die Gebete der Nonnen und Rabbis vor dem Gebäude wohl etwas genützt haben? Zuul und Vinz hatten derweil schon etwas mehr Spaß und haben sich auf dem Opferalter zwischen zwei Obelisken gepaart. Wie unter Alkoholeinfluss ist auch Sex unter Besessenheit keine gute Idee, da man zuweilen erschrecken kann, neben wem man danach aufwacht. Nun, zumindest Louis dürfte mit dem Ergebnis glücklich sein.

37 Opferaltar

Die Ghostbusters sind inzwischen im 22. Stockwerk angekommen. Diese Zahl an sich ist schon bedeutsam, aber von Danas Apartment geht es noch eine weitere Treppe hinauf. Das Höllentor öffnet sich also auf der Ebene Nummer 23 – die Zahl der Illuminaten, welche für Zerstörung steht.

38 22 plus 1

Leider kommen die Geisterjäger zu spät, denn das Höllentor öffnet sich bereits und die beiden Besessenen verwandeln sich in satanische Kreaturen. Als Zugabe gibt es noch einen roten Himmel. Der steht ja immer wieder im Zusammenhang mit der Apokalypse.

39 Dimensionstor_1

40 Dimensionstor_2

41 Verwandlung_1

42 Verwandlung_2

Das Dimensionstor ist natürlich eine Pyramide mit illuminierter Spitze und wird von zwei weiteren Obelisken flankiert, welche die Säulen Jachin und Boas repräsentieren.

43 Hellgate_1

44 Hellgate_2

Bei genauerer Betrachtung ist an einer Wand vor dem Höllentor noch ein Wassermannkopf zu sehen. Hier wird unverhohlen das esoterische Wassermannzeitalter angekündigt, welches durch Gozers alias Satans Ankunft eingeläutet wird.

45 Wassermann

Passend dazu fragt Gozer, ob Ray ein Gott ist. Dieser verneint zunächst, woraufhin Gozer die Geisterjäger mit Machtblitzen zu töten versucht. Okay, der Dämon ist ein Sith-Lord.

46 Gozer

47 Machtblitze

Nach der Attacke meint Winston zu Ray, dass er das nächste Mal auf die Frage, ob er ein Gott sei, mit „ja“ antworten soll. Damit wird wieder mal das esoterische Konzept von der Gottwerdung des Menschen propagiert, was zu dem Hinweis auf das Wassermannzeitalter passt. Gesagt getan setzen sie zum Gegenangriff an, doch Gozer löst sich einfach nur in Luft auf. Offensichtlich ist die Kreatur körperlos, wobei der Hinweis, dass Gozer jede Form annehmen kann, äußerst interessant ist. Der Dämon könnte also auch als Außerirdischer in Erscheinung treten, wenn er das wollte.

48 Gozerposer

Als körperlose Stimme fordert Gozer die vier auf, die Form des Vernichters zu wählen. Venkman nennt dazu als Beispiel den Hochgradfreimaurer Josef Stalin, was wohl kein Zufall sein dürfte. Die Wahl fällt allerdings dank Rays Kindheitserinnerungen auf den Marshmallow-Mann. Dieser trampelt erst mal eine Kirche nieder, was die Zerstörung des Christentums durch den Antichristen versinnbildlichen soll.

49 Kirchenkiller

Mit den Protonenstrahlern können sie das Monster lediglich in Brand setzen. Da die Welt ohnehin unterzugehen droht, entscheiden sich die Geisterjäger, die Ströme der Protonenstrahlen zu kreuzen. Dadurch wird das Höllentor versiegelt, der Marshmallow-Mann wird gegrillt und es gibt eine gigantische Explosion, die eigentlich keiner auf dem Dach hätte überleben können.

50 Gekreuzte Ströme

51 Explosion_1

Dem gutgläubigen Publikum zuliebe überleben es die Geisterjäger aber doch. Sogar Dana und Louis lassen sich aus den Kadavern der Höllenhunde schälen. Warum aber muss Dana dabei stöhnen, als hätte sie gerade den tollsten Orgasmus ihres Lebens gehabt? Wahrscheinlich dem männlichen Publikum zuliebe. Zum Schluss werden die Ghostbusters gebührend gefeiert und Dan Akroyd darf noch mal für Marlboro Werbung machen.

53 Malboromann

Fazit: Was auf den ersten Blick wie eine Komödie wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als extrem Furcht einflößender Horrortrip. „Ghostbusters“ zieht dabei von Freimaurersymbolik über theosophische Esoterik bis hin zum Satanismus wirklich alle Register. Es geht um nichts Geringeres als um die Ankunft des Antichristen, die Apokalypse und das anschließende Wassermannzeitalter. Das Ganze spielt dann auch noch im Big Apple, was ja an sich schon eine Anspielung auf den Sündenfall ist.

Hellywoodfire Clubs

In der Serie „Mit Schirm, Charme und Melone“ taucht in der vierten Staffel eine Neugründung des Hellfire Clubs auf, was ziemlich offensichtlich auf die Weiterexistenz des Originals anspielt. Der Hellfire Club in der Serie feiert allerdings nicht nur wilde Orgien, sondern führt auch Anschläge durch, mit welchen die britische Regierung gestürzt werden soll. Aber warum eigentlich? Besteht die Regierung nicht längst aus Mitgliedern des Hellfire Clubs?

Emma Peal (Diana Rigg) infiltriert den Club derweil als „Queen of Sin“. Im Ausstrahlungsjahr 1966 sorgte ihr entsprechendes Domina-Kostüm noch für einigen Wirbel. Viel bedeutsamer als das Outfit ist jedoch das von ihr zelebrierte Schlangeträgerritual. Der deutsche Episodentitel „Nacht der Sünder“ ist angesichts dessen wirklich passend. Der Originaltitel ist dagegen etwas dezenter, aber ebenso satanisch. „A Touch of Brimstone“ oder zu Deutsch „Ein Hauch von Schwefel“.

Ein Hauch von Höllenfeuer

Der französische Thriller „Demonlover“ von 2002 dreht sich um eine Webseite namens Hellfire Club. Eine Webseite mit sadomasochistischen Inhalten, die von einem Internetkonzern mit dem bezeichnenden Namen Demonlover betrieben wird? Ernsthaft, geht es noch offensichtlicher? Die französische Filmindustrie ist genauso von Satanisten durchseucht, wie Hellywood.

Demonlover - Hellfire Club

Im 2011 erschienen „X-Men: Erste Entscheidung“ findet die erste Begegnung mit den fiesen Mutanten um den Ex-Nazi Sebastian Shaw (Kevin Bacon) im Hellfire Club des Sündenpfuhls Las Vegas statt. Mit dabei ist Emma Frost (January Jones), welche sich in einen menschlichen Diamanten verwandeln kann. Angesichts der Rolle von Frauen in den Hellfire Clubs könnte dies auf eine Juwelenprogrammierung anspielen. Noch auffälliger ist jedoch der Mutant Azazel (Jason Flemyng), welcher wie der Leibhaftige höchstpersönlich aussieht.

Frostjuwel

Azazel

Wo wir schon mal bei den X-Men sind. In der Marvel-Comicserie „The Uncanny X-Men“ wurde bereits in den 1980ern eine Gegenspielergruppe namens „Hellfire Club“ eingeführt, welche nicht zufällig aus ultrareichen Großindustriellen besteht. Emma Frost ist deren White Queen, später läuft sie jedoch zu den X-Men über. Ergänzt wird sie durch den Black King, womit hier wieder einmal die freimaurerische Schwarz/Weiß-Symbolik bedient wird.

"Die Geburt eines legendären Bösen"

„Die Geburt eines legendären Bösen“

Halloween – Monsterspaß mit dunklem Hintergrund

von Shinzon

Jedes Jahr am 31. Oktober verkleiden sich kleine Kinder als Monster und Geister, ziehen von Haus zu Haus und sammeln dabei Süßigkeiten. Gibt es nichts Süßes, dann gibt es halt Saures. Die größte Popularität genießt das schaurige Treiben in den USA und auch in Europa breitet es sich zunehmend aus. Die Ironie dabei ist, dass Halloween keineswegs ein US-Export ist, sondern ursprünglich aus Europa stammt. Um genau zu sein aus Irland, wo es unter dem Namen Samhain bzw. Oíche Shamhn bekannt ist.

Samhain ist wahrscheinlich an den keltischen Monat Samoni angelehnt und kann als keltisches Neujahrsfest gesehen werden, wobei in alten irischen Rechtstexten aber auch das Beltane-Fest am 1. Mai als Jahresanfang genannt wird. In jedem Falle markiert die Nacht vom 31. Oktober zum 1. November den Beginn der dunklen Jahreszeit und ebenso dunkel sind die Traditionen dieses Festes.

In früheren Jahrhunderten zogen die Menschen keineswegs als Geister verkleidet durch die Straßen. Im Gegenteil glaubten sie, dass sich in dieser Nacht ein Zugang zu Verstorbenen und Wesen aus der anderen Welt öffnen würde, weshalb es ratsam war, das Haus lieber nicht zu verlassen. Es war also so ziemlich das genaue Gegenteil von dem, was Halloween oder auch die Neuinterpretation von Samhain im Neuheidentum heute sind.

Statt Süßigkeiten gab es in früheren Jahrhunderten zudem Blutopfer, welche dem Unterweltgott Cenn Crúach („Blutiger Kopf“) dargebracht wurden. Mit den Opfern wurden er und andere chthonische Gottheiten um Fruchtbarkeit gebeten. Bei der Anbetung des Cenn-Crúach-Idols zu Samhain soll des Weiteren der irische Sagenkönig Tigernmas gestorben sein und dabei drei Viertel der Iren mit in den Tod genommen haben. Er galt den irischen Kelten daher ebenfalls als ein Gott des Todes.

Über die Art der Blutopfer gibt es verschiedene Quellen. Laut der Encyclopædia Britannica wurden auf den Hügeln Irlands so genannte Knochenfeuer entzündet, was sich auf das Verbrennen der Knochen des Schlachtviehs bezieht. Böse Zungen behaupten indes, die Druiden hätten ein Kindesopfer auserwählt, in einen Weidenkorb gesteckt und darin lebendig verbrannt. Das Haus der Familie, welche ein Opfer zu bringen hatte, soll dabei mit einer ausgehöhlten Steckrübe markiert worden sein.

Es gibt zwar tatsächlich Hinweise auf derartige Opferungen, doch der Zusammenhang mit Samhain und den ausgehöhlten Rüben bzw. Kürbissen ist fraglich. Der offiziellen Version über die Herkunft der ausgehöhlten Steckrübe, die in den USA durch einen Kürbis ersetzt wurde, mangelt es allerdings noch mehr an Glaubwürdigkeit. Die so genannte Jack O’Lantern soll auf einen Hufschmied namens Jack Oldfield zurückgehen, welcher der Legende nach vor langer Zeit den Teufel mehrfach austrickste. Er soll den Leibhaftigen dabei erpresst haben, seine Seele in Ruhe zu lassen. Da der Trunkenbold Zeit seines Lebens aber nicht sonderlich tugendhaft war, soll er nach seinem Tod auch im Himmel abgewiesen worden sein.

Jack landete also wieder auf der Erde und damit er im Winter nicht fror, schenkte ihm der Teufel eine glühende Kohle, die der alte Oldfield in eine ausgehöhlte Rübe steckte. Seitdem soll seine verdammte Seele am Vorabend zu Allerheiligen mit der Laterne durch die Dunkelheit ziehen. Mehr als ein Märchen ist dies jedoch nicht.

Quelle

Halloween Kürbis

Nachweisbar ist lediglich, dass das Licht im Kürbis Bezüge zum Grablicht an Allerseelen hat. Warum dieses jedoch in eine Rübe bzw. einen Kürbis gesteckt wird, bleibt fraglich. Die Ursprünge des Brauchs sind ungeklärt, es könnte sich allerdings um eine Erntedank-Tradition handeln. Diese ist keineswegs nur in Irland und den USA verbreitet. In Rübenanbaugebieten innerhalb von Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es gleichermaßen den Brauch des Rübengeisterns, wenn auch ohne Kostüme.

Quelle

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das moderne Halloween Aspekte des irischen Samhains mit Traditionen des Erntedanks und des christlichen Allerseelen vermischt. Bei näherer Betrachtung ist diese Vermischung äußerst obskur, da die Elemente des heidnischen Totenfestes eindeutig überwiegen. Allerseelen mag zwar in denselben Zeitraum fallen und ebenfalls Bezüge zu Verstorbenen haben, doch der okkulte Charakter von Halloween lässt sich kaum leugnen.

In der Tat dürfte der Hype um die Monsterparty auf okkulte Geheimgesellschaften zurückzuführen sein, welche sowohl die Kontaktaufnahme zu Toten als auch die Anbetung dämonischer Entitäten propagieren. Auf alten Halloweenkarten sind daher nicht zufällig Hexenspiegel abgebildet. Es handelt sich um okkulte Transkommunikationsmittel. Zumindest wenn man daran glaubt, denn in der Realität funktioniert solcher Mumpitz selbstverständlich nicht.

Grußkarte von 1904

Grußkarte von 1904

Die meisten Kostüme stellen dementsprechend Geister, Monster, Hexen und andere unheimliche Gestalten dar. Behauptungen, die schrecklichen Verkleidungen wären dazu gedacht, Geister abzuhalten, sind einfach nur lächerlich. Im Gegenteil sind sie eine Verherrlichung des Okkulten.

Satansbraten

Das sehen auch die Satanisten so, die in der Halloweennacht bis heute Blutopfer darbringen. Das geht sogar so weit, dass in den einigen Bundesstaaten der USA vor Halloween der Verkauf von schwarzen Katzen und Hunden verboten ist. Zum einen, weil viele Kunden sie lediglich als Halloween-Deko missbrauchen und danach aussetzen, aber auch, weil die armen Tiere regelmäßig nach dem 31. Oktober in großer Zahl verstümmelt aufgefunden werden. Mancherorts tauchen gar menschliche Leichen auf, deren Verletzungen auf okkulte Rituale hindeuten. Es ist zwar nicht historisch belegt, ob es schon bei den alten Kelten Menschenopfer zu Samhain gab, aber heute gibt es sie auf jeden Fall.

Die gruseligen Abgründe des Samhain-Festes sind allerdings nicht der einzige Grund, warum Halloween heute ein wichtiges Datum im Kalender der Okkultisten ist. So wie das Beltane-Fest der Gegenpart zu Samhain ist, so ist die Walpurgisnacht das Gegenstück zu Halloween. Die beiden nächtlichen Feiern finden im Abstand von exakt 6 Monaten statt. Während die Nacht der Hexen Ende April jedoch eher eine Veranstaltung der Wicca und Neoheiden ist, verführt Halloween eine viel breitere Bevölkerungsmasse zum Okkultismus. Gruseln ist in und kaum einer hinterfragt das.

Transhumanistische Literatur

Auf dem Gebiet der transhumanistischen Literatur ist der amerikanische Autor William Gibson eine Art Superstar. Er prägte in seinen Werken u.a. die Begriffe „Cyberspace“ und „Matrix“, womit er als Anhänger des Singularitarianismus gelten kann. Seine wohl bedeutendste Schöpfung ist die Neuromancer-Trilogie, die zahlreiche Elemente des Transhumanismus enthält. Z.B. tragen fast alle Menschen Mikrochips, die sie intelligenter machen.

Im Neuromancer-Universum ist auch die Kurzgeschichte „Johnny Mnemonic“ angesiedelt, welche 1995 verfilmt wurde. Die Hauptrolle spielte Keanu Reeves, welcher später auch die Rolle des Neo in „Matrix“ übernahm.

Johnny Mnemonic

Der Australier Greg Egan ist ebenfalls ein Verfechter des Transhumanismus. In seinem Roman „Distress“ geht es um die künstliche Anpassung des Körpers an das moderne Selbstbild, was als „morphologische Freiheit“ glorifiziert wird. Zu Greg Egans weiteren transhumanistischen Werken zählen „Permutation City“, „Diaspora“, „Radieux“ und „Zendegi“.

Greg Egan

Erschienen sind einige von Egans Büchern übrigens im Verlag Le Belial. Belial ist ein biblischer Dämon und dementsprechend ist das Verlagslogo ein Baphometh-Kopf in einer umgedrehten Pyramide. Es ist wohl keine Verschwörungstheorie, angesichts dessen zu behaupten, dass die transhumanistische Agenda eine Ausgeburt des Satanismus ist.

Le Belial

Der amerikanische Schriftsteller Dan Simmons beschreibt in seinem Roman „Ousters“ aus dem Hyperion-Zyklus, wie ein Teil der Menschheit in den Weltraum auswandert und sich mittels Nanotechnologie an den neuen Lebensraum anpasst. Die Cyborgs blicken mit Hass und Furcht auf all jene zurück, die auf der Erde blieben und in ihren Augen Barbaren sind. In seinem späteren Werk „Ilium“ präsentiert Simmons indes Posthumane, die völlig von ihrer Technologie absorbiert worden sind.

Dan Simmons - Hyperoin

Noch weiter geht der deutsche Autor Dietmar Dath in seinem transhumanistischen Werk „Die Abschaffung der Arten“, in dem sich ein Teil der Menschheit durch gesteuerte Evolution in die „Gente“ verwandelt hat. Seine abscheuliche Horrorvision wurde 2008 in die Shortlist des Deutschen Buchpreises aufgenommen und 2009 als bester Roman mit dem Kurd-Laßwitz-Preis ausgezeichnet. Ebenso wie im Rest der Welt wird damit auch in Deutschland eine gezielte transhumanistische Agenda verfolgt, für die der Autor schon mal sein linkes (Horus)Auge betont.

Dietmar Dath Horusauge

In Frankreich wimmelt es ebenfalls von Transhumanisten. Einer von ihnen ist der Schriftsteller Michel Houellebecq, der in seinen Werken „Elementarteilchen“ und „Die Möglichkeit einer Insel“ beschreibt, wie die Menschheit beschließt, einer geschlechtslosen, aber dafür unsterblichen Spezies zu weichen. In letzterem Roman wird die transhumanistische Agenda von einer Sekte namens „Elohimiten“ vorangetrieben, was auf die Elohim anspielt. Nach prä-astronautischer Lesart waren die Elohim Außerirdische, welche einst die Menschheit erschaffen haben. Entsprechend sind die Elohimiten an die UFO-Sekte der Raelianer angelehnt.

Michel Houellebecq hegt offene Sympathien für die Raelianer, die 2002 von sich behaupteten, erfolgreich ein menschliches Baby geklont zu haben. Sie erwarten die Wiederkehr der außerirdischen Menschheitsschöpfer, die von ihnen als gottgleich verehrt werden. Trotz seiner Nähe zu dieser UFO-Sekte sowie Sympathiebekundungen für Josef Stalin wurden schon mehrere Werke von Houellebecq mit Literaturpreisen ausgezeichnet. Zuletzt sorgte er mit seinem Buch „Unterwerfung“ für Furore, indem er gezielt Angst vor einer Islamisierung Frankreichs schürt und offen Partei für die rechte Front National ergreift. Er wäre demnach einer esoterisch-faschistischen neuen Weltordnung also keineswegs abgeneigt.

Michael Houllebecq

Der 2012 erschiene Roman „Maschinenmann“ von Max Barry geht wieder mehr in die Richtung Cyborg-Agenda. Der Protagonist erhält zunächst nur eine Beinprothese, aber da er damit viel besser laufen kann, ersetzt er nach und nach immer mehr Körperteile.

Max Barry - Maschinenmann

2013 erschien Dan Browns „Inferno“, in dem ein transhumanistischer Wissenschaftler ein Virus erschafft, um aus seiner Sicht die Welt vor einer Überbevölkerung zu retten. Dan Brown ist bereits für seine wohlwollende Charakterisierung von Geheimgesellschaften wie den Freimaurern bekannt. Nun beschäftigt er sich also auch noch mit deren Agenda der Bevölkerungsreduktion. Als Vorlage für seinen Roman dürften dabei wohl die Georgia Guidestones gedient haben.

Dan Brown - Inferno

Thor – Marvels extradimensionaler Superheld

von Shinzon

Thor war der Donnergott der nordischen Sagenwelt und wurde von Marvel zum Superhelden uminterpretiert. Der Grundplot ist dabei gar nicht mal so abwegig, denn in der Tat war Thor der Sage nach der Beschützer von Midgard – der Erde.

Die Verfilmung der Comicreihe beginnt mit Thors Ankunft auf der Erde, doch kurz darauf folgt eine Rückblende, die seine Vorgeschichte erzählt. In dieser halfen die nordischen Götter den Menschen, die Eisriesen zu besiegen. Bei den Eisriesen handelt es sich um dämonische Kreaturen mit rot glühenden Augen, die den finsteren Planeten Jotunheim bewohnen.

Die Bewohner von Asgard scheinen jedoch nicht besser drauf zu sein. Während die Eisriesen das satanische Prinzip der Zerstörung vertreten, wirkt in Asgard alles stark luziferisch. Alle Göttergestalten tragen Helme mit Teufelshörnern. Allen voran der einäugige Odin, der mit seinem Kopfschmuck eher dem einäugigen Luzifer ähnelt. Wie praktisch, dass sich beide Charaktere in der Pop-Okkultur so schön verbinden lassen.

Thor Odin

Im Film ist Odin (Anthony Hopkins) der Vater von Thor (Chris Hemsworth) und Loki (Tom Hiddleston). Als er jedoch Thor als Thronerben bevorzug, schmiedet Loki einen Plan, die Vereidigung seines Bruders zu verhindern und die Eisriesen zu benutzen, um Odin zu beeindrucken. Hitzköpfig wie Thor ist, kommt er Loki jedoch zuvor und entfesselt einen Krieg mit den Eisriesen.

Für diese Tat wird er auf die Erde verbannt und kann seinen Hammer erst dann wieder benutzen, wenn er die nötige geistige Reife dafür erwirbt. Er landet da, wo der Film bereits begonnen hat und der Hammer kurz darauf in einem Krater, der alsbald von einer Schattenarmee des militärisch-industriellen Komplexes abgeschottet wird. Nur so nebenbei, den Hammer ziert ein Hexenknoten und er besitzt natürlich magische Kräfte.

Thor Hexenknoten

Das Wurmloch, durch welches Thor reist, ist eine Verlängerung der Regenbogenbrücke, die nach Asgard führt. Dies deckt sich mit der nordischen Mythologie. Allerdings ist in dieser nirgendwo die Rede davon, dass sich am Ende des Regenbogens ein Wurmlochgenerator in Form einer gigantischen weiblichen Brust befindet.

Thor Regenbogenbrücke

Thor Booptransporter

Ebenso wenig wird in der nordischen Mythologie der Torwächter Heimdall (Idris Elba) mit Teufelshörnern beschrieben. In Marvels Umsetzung kann der Regenbogen daher durchaus als Brücke zu Luzifer gesehen werden.

Thor Heimdall

An Sonnensymbolen besteht ebenfalls kein Mangel. Immerhin gibt es ohne Sonnenlicht keinen Regenbogen.

Thor Sonnensymbol

Bei der Ankunft auf der Erde hinterlassen Thor und seine Götterkollegen keltisch anmutende Muster auf dem Erdboden. Dies ist ganz offensichtlich eine Anspielung auf Kornkreise, für deren Entstehung mitunter extradimensionale Kräfte verantwortlich gemacht werden.

Thor Sandkreis

Auf der Erde begegnet Thor als erstes der Astrophysikerin Jane Foster (Natalie Portman), deren wissenschaftliches Weltbild er ganz nebenbei umstößt. Denn dort wo er herkommt, sind Wissenschaft und Magie dasselbe. Theosophisches Gedankengut in Reinkultur.

Als wäre noch nicht genug, erklärt Thor, wie die 9 Welten zusammenhängen. Die neun Kugeln erinnern bereits optisch an die Kabbalah und wie zur Bestätigung nimmt Thor auch noch das Wort „Weltenbaum“ in den Mund, um das Modell zu erklären. Obwohl die Kabbalah und der Weltbaum eng miteinander verbunden sind, gibt es aber einen kleinen Unterschied. Der Weltenbaum der nordischen Mythologie umfasst neun Welten, jeweils drei von Utgard, Midgard und Asgard. Bei der Kabbalah sind es hingegen zehn Sphären.

Thor Weltenbaum

Da Thor schon lange nicht mehr in Midgard war, muss er sich erst einmal in die moderne Kultur einleben, was zu mancher Situationskomik führt. Die Stadt, in der er sich aufhält, heißt Puente Antiguo, was übersetzt so viel wie „Antike Brücke“ bedeutet. Eine recht offensichtliche Anspielung darauf, dass dieser Ort ein Sternentor zur Götterwelt ist.

Thor Antike Brücke

Es folgt ein kleiner Kampf mit einem Zerstörerdämon und schlussendlich kehrt Thor nach Asgard zurück. Dort hat Loki bereits seinen Plan durchgezogen, Odin erst an die Eisriesen zu verraten, um ihn dann vor ihnen zu retten und als Held dazustehen. Seine Motivation wirkt zu diesem Zeitpunkt leicht wirr, da er kurz zuvor erfahren musste, dass Odin nicht sein richtiger Vater und er selbst ein adoptiertes Eiskind ist.

Thor Loki

Als Loki wider alle Vernunft und persönliche Rachemotive seine Heimatwelt zerstören will, greift Thor ein und zerstört die Regenbogenbrücke. Loki fällt von der Scheibenwelt, von der aus irgendeinem unlogischen Grund immer neues Wasser ins Nichts fließt, und ward bis „The Avangers“ nicht mehr gesehen.

In Asgard herrscht daraufhin wieder Friede, Freude, Eierkuchen, während sich auf der Erde die finstere Geheimgesellschaft S.H.I.E.L.D. neu formiert. Diese wirkt wie eine Mischung aus CIA, Militär und Freimaurerei. Ein faschistoider Haufen also, dem zu allem Übel eine antike Geheimwaffe in die Hände gefallen ist. Der Tesserakt in dabei in eine Matrix gebettet, welche die Form eines Hakenkreuzes hat.

Kubus

Fazit: Der Film ist actionlastig und bildgewaltig, allein die Story ist etwas dünn geraten. Des Weiteren hält „Thor“ sich zwar größtenteils an die nordische Sagenwelt, vermischt diese jedoch mit esoterischem Gedankengut und satanistischer Symbolik. Man hat den Eindruck, dass hier zwei Dämonenfraktionen um die Vorherrschaft kämpfen, während die Menschen nur sterbliches Kanonenfutter sind.

Der Film vermittelt den Eindruck, die Menschheit bräuchte extradimensionale Götterwesen und finstere Geheimgesellschaften zu ihrem Schutz. Insbesondere wird die Menschheit dabei vor der Wahrheit geschützt, indem S.H.I.E.L.D. alles abriegelt, die Beweise einkassiert und Zeugen verschwinden lässt. Und dann besitzen diese faschistoiden Men in Black auch noch die Chuzpe, sich als „die Guten“ zu bezeichnen.

Videoanalyse: Michael Jacksons Thriller

1982 erschien Michael Jacksons Album „Thriller”. Für die gleichnamige Single wurde ein aufwendiges Horrorvideo produziert, in welchem sich der Sänger in einen Werwolf verwandelt. Trotz des hochgradig okkulten Themas betonte Michael Jackson (1958-2009) gleich vorweg, dass er aufgrund seiner persönlichen Überzeugungen mit diesem Film nicht für den Glauben an das Okkulte werben wollte.

01 Hinweis

Das ist ein wenig ironisch, denn zu diesem Zeitpunkt war er bereits komplett von okkulten Symbolen umgeben. Der Hinweis ergibt aber dennoch Sinn, da Michael Jackson wohl tatsächlich nur ein Spielball der okkulten Musikmafia war. Er konnte sich ohnehin nie so ganz mit der satanistischen Elite anfreunden, die im Kern stark rassistisch ist und ihn als Afroamerikaner stets nur ausbeutete. Zwar wurde Jackson ab Mitte der 1980er durch die Hautkrankheit Vitiligo selbst zu einem Weißen, was er jedoch offen bedauerte. Er stand zu dem, was er war und kehrte Sony nach 2000 den Rücken zu.

Ab 2001 sprach er dann mehrfach sehr direkt von einer Verschwörung innerhalb der Musikindustrie, welche sein letztes Album in zahlreichen Negativkritiken verrissen hatte. Bei einem Auftritt am 15. Juni 2002 in London nannte er den damaligen Sony-Chef Tommy Mottola sogar den Teufel. 2009 wurde Jackson schließlich kurz vor dem Beginn seiner finalen Tournee mit dem Titel „This is it“ ermordet.

Gehen wir also davon aus, dass die okkulte Symbolik nicht auf Michael Jacksons eigenem Mist gewachsen ist. Dennoch ist sie in „Thriller“ für jedermann gut sichtbar.

02 Thriller

Das Video beginnt mit einem harmlosen Nachtspaziergang, bei dem Michael seiner Angebeteten einen Verlobungsring überreicht. Er teilt ihr außerdem mit, dass er nicht so wie die anderen Jungs ist. Was er damit meint, zeigt sich kurz darauf, als gegen Mitternacht der Vollmond sichtbar wird.

03 Vollmond

Als die Verwandlung zum Werwolf einsetzt, bekommt Michael nicht etwa Wolfsaugen, sondern Reptilienaugen.

04 Reptojacko

Nun, vielleicht ist er ja auch ein Werkater. So genau kann man das nicht einordnen, aber zumindest würde das seine geschlitzten Pupillen erklären.

05 Verwandlung_1

06 Verwandlung_2

Die nächste Minute hetzt Jacko seine Freundin durch den Wald. Wie sich jedoch herausstellt, ist alles nur ein Film, den er sich mit einer anderen Freundin ansieht. Deren Jacke hat ein blaues Leopardenfellmuster, was sie dezent zu seinem Sexkätzchen degradiert.

07 Sexkitten_1

08 Sexkitten_2

Michaels Freundin rennt aus dem Kino, wo es rechts neben dem Filmtitel gleich mal etwas Schleichwerbung für das verantwortliche Label Sony gibt.

09 Product Placement

Jacko folgt seiner Angebeteten und tänzelt zunächst einmal um sie herum. Auffällig ist, dass Sie eine Blau/Rot-Kombination trägt, während Michael komplett in satanisches Rot gekleidet ist.

10 BlauRot

Seine Worte sind ebenso wenig beruhigend:

„“It’s close to midnight
And something evil’s lurking in the dark
Under the moonlight
You see a sight that almost stops your heart”

“Es ist kurz vor Mitternacht
Und etwas Böses lauert im Dunkeln
Unter dem Mondlicht
Siehst du einen Anblick, der fast dein Herz anhält”

Passend dazu kommen die beiden an einem Friedhof vorbei, auf dem sich alsbald die Zombies aus ihren Gräbern erheben. Eine Stimme verkündet, dass es Mitternacht ist und die betreffenden Kreaturen auf der Suche nach Blut sind.

11 Friedhof

Es folgt der erste Zombiewalk in einem Musikvideo…

12 Zombiewalk

Als das Teeniepärchen von den Zombies umzingelt wird, verwandelt sich Michael plötzlich selbst in einen. Das ist nicht wirklich besser als die Verwandlung in einen Werwolf, ein paar Minuten zuvor. Offensichtlich ist Jacko der Anführer der Untoten und sie tanzen im wahrsten Sinne des Wortes nach seiner Pfeife.

„Cause this is Thriller, Thriller night
And no one’s gonna save you”

“Denn das ist Thriller, Thriller-Nacht
Und niemand wird dich retten“

13 Oberzombie

Seine Freundin flieht indes in eine verlassene Bruchbude, wo sie letztendlich in der Falle sitzt. Passend dazu heißt es im Text:

„You hear a door slam
And realize there’s nowhere left to run
You feel the cold hand
And wonder if you’ll ever see the sun
You close your eyes
And hope that this is just imagination”

“Du hörst die Türe zuknallen
Und realisiert, du kannst nirgendwo hin entkommen
Du fühlst eine kalte Hand
Und würdest dich wundern, wenn du jemals wieder die Sonne siehst
Du schließt deine Augen
Und hoffst, dass alles nur Einbildung ist“

Und tatsächlich: Als Michael nach ihr greift, wacht sie auf. Scheinbar war alles nur ein Traum. Oder doch nicht? In der letzten Einstellung blickt Michael Jackson noch einmal zurück und hat erneut Reptilienaugen. Rechts neben ihm steht ein weißer Obelisk, der den freimaurerisch-okkulten Charakter dieses Musikvideos noch einmal unterstreicht.

14 Reptoobelisk

Okkult ist auch die folgende Textpassage:

„They’re out to get you
There’s demons closing in on every side
They will possess you”

“Sie wollen dich bekommen,
Da sind Dämonen, die von allen Seiten kommen
Sie werden dich besetzen“

Das Lied ist voll von solch dämonischen Szenarios und dreht sich ausschließlich darum, Menschen zu schockieren und zu ängstigen. Selbstverständlich steht dies im Widerspruch zum Hinweis am Beginn des Videos, aber wie gesagt spiegelt dieser nur Michael Jacksons persönliche Meinung wieder und nicht die der Produzenten dieses okkulten Gruseltheaters.