Die weiße Taube – Mehr als nur ein Friedenssymbol

von Shinzon

Die weiße Taube wurde 1949 auf dem Pariser Weltfriedenskongress zum Friedenssymbol erklärt, obwohl Tauben alles andere als friedliche Tiere sind und sich vor allem untereinander eher aggressiv verhalten. Entworfen wurde die Friedenstaube von Pablo Picasso (1881-1973), welcher auch seiner am Abend des Kongresses geborenen Tochter den Namen Paloma (spanisch für Taube) gab. 1955 erhielt er für seine Lithografie den Weltfriedenspreis.

Pablo Picassos Friedenstaube (1949)

Pablo Picassos Friedenstaube (1949)

Die Friedenstaube ist bis heute ein verbreitetes Symbol der Friedensbewegung. In der DDR wurde ihr sogar ein Kinderlied mit dem Titel „Kleine weiße Friedenstaube“ gewidmet.

Friedenstaube

Ihr Ursprung liegt jedoch keineswegs in der modernen Friedensbewegung. Die Taube ist ein biblisches Symbol und stammt aus dem Alten Testament. Genauer gesagt aus der Sintflut-Erzählung, in der Noah eine Taube ausschickt, die mit einem Ölzweig im Schnabel zurückkehrt. Dies sollte ein Zeichen sein, dass Gott seinen Krieg gegen die Menschheit für beendet erklärt hat.

Friedenstaube Noah

Das von Johannes Paul II. eingeführte vatikanische Ritual, bei dem der Papst zum Angelusgebet eine weiße Taube steigen lässt, scheint oberflächlich betrachtet daran angelehnt zu sein. Allerdings ist im Alten Testament nur von einer Taube die Rede und nicht explizit von einer weißen Taube.

Vatikantauben

2015 wurden die Tauben, welche Papst Franziskus mit zwei Kindern steigen ließ, von einer Krähe und einer Möwe attackiert. Zwar überlebten die Tiere, dennoch wurden die traditionellen Tauben 2016 aus Tierschutzgründen durch Luftballons ersetzt. Es mag wie ein finsteres Omen wirken, dass kurz vor dem finalen Ausbruch des 3. Weltkrieges die Friedenstauben angegriffen wurden. Das wirft schon fast die Frage auf, ob die Krähe und die Möwe vielleicht darauf abgerichtet waren?

Bird Attack

Wenn die Taube nun ein Friedenssymbol ist, welches seine Wurzeln im Alten Testament hat, warum tauchen Tauben gleichermaßen in der okkulten Symbolik auf? Und warum sind diese immer explizit weiß? Das hat astrologische Hintergründe, denn die weiße Taube am Himmel gleicht dem glänzenden Morgenstern Luzifer. Es handelt sich also um ein Venussymbol.

Verwendung findet die weiße Taube u.a. in der Freimaurerei und bei den Rosenkreuzern. Neben dem Adler gilt sie als Vogel des Lichts, was abermals auf den Lichtbringer Luzifer anspielt. Darüber hinaus ist sie ein Symbol weiblicher Fruchtbarkeit, womit wir wieder bei der römischen Fruchtbarkeitsgöttin Venus wären. Diese ist identisch mit der griechischen Aphrodite, der babylonischen Astarte sowie der ägyptischen Isis. Die Bedeutung der weißen Taube erstreckt sich also auf all diese Göttinnen und teilweise werden diese sogar mit Taube dargestellt.

Venus mit Taube - Jacques François Courtin (1780)

Venus mit Taube – Jacques François Courtin (1780)

Es wäre durchaus denkbar, dass die Verwendung weißer Tauben in der Friedensbewegung und im Vatikan entsprechende okkulte Hintergründe hat. Dennoch müssen zumindest bei der Friedenstaube Abstriche gemacht werden. Zum einen wegen der biblischen Symbolik mit der Taube, die einen Ölzweig hält. Der Ölzweig ist dabei das ausschlaggebende Element, denn die Venustaube im Okkultismus trägt diesen nicht. Zum anderen hat sich die Taube als Friedenssymbol etabliert und wird von den meisten Menschen in diesem Kontext verstanden. Es sollte daher genau darauf geachtet werden, in welchem Zusammenhang die Symbolik der weißen Taube benutzt wird.

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Sonnensymbole – Licht heißt Leben

von Shinzon

Ohne die Sonne wäre das Leben wie wir es kennen kaum denkbar. Ohne Sonnenlicht gäbe es keine Photosynthese und damit keinen Sauerstoff in der Erdatmosphäre. Zudem bilden Pflanzen, neben Mikroorganismen, die Grundlage der Nahrungskette. Das tierische Leben verfügt darüber hinaus über Augen und obgleich es durchaus Tiere gibt, die in völliger Dunkelheit überleben können, wäre für die meisten tagaktiven Spezies das Leben ohne Licht doch eher traurig.

Das schließt natürlich uns Menschen mit ein. Sonne macht glücklich und das nicht nur, weil ihr Licht die Vitamin-D-Bildung in der Haut antreibt. Die Abwesenheit von Sonnenlicht verursacht psychische Probleme, die bis hin zu Depressionen reichen können. Ein paar verregnete Tage am Stück schlagen vielen Menschen bereits aufs Gemüt und in den dunklen Wintermonaten ist die Selbstmordrate am höchsten.

Angesichts der weitreichenden biologischen, psychologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen der Sonne ist es nicht verwunderlich, dass sie seit Menschengedenken verehrt wird. Diese Verehrung hat dabei sogar ganz pragmatische Gründe, denn tagsüber kann man am Sonnenstand lassen sich die Jahreszeiten ablesen, was die Grundlage eines jeden Kalendersystems ist.

Im Sonnenkalender bilden die Winter- und Sommersonnenwenden sowie die Tag-Nacht-Gleichen wichtige Orientierungspunkte. Sonnenwendfeiern können bereits für die Steinzeit belegt werden und Megalithbauten wie Stonehenge sind präzise auf solche Ereignisse ausgelegt. Es sollte nicht verwundern, dass der Wintersonnenwende bei alledem die größte Bedeutung zukommt, denn ab diesem Punkt werden die Tage wieder länger und es steigt die Vorfreude auf den nächsten Frühling, der neue Fruchtbarkeit verspricht. Bei alljährlichen Feiern wie dem Eisenacher Sommergewinn siegt schließlich die Sonne über den Winter.

Sommergewinn

Bis zu diesem Punkt ist die Sonnenanbetung noch absolut verständlich und fernab irgendwelcher okkulten Umtriebe. Die Probleme begannen erst mit der Personifizierung der Sonne als Gottheit. Die Liste der Sonnengötter ist sehr lang. Allein im antiken Ägypten gab es im Laufe der Zeit 6 Sonnengötter, von denen Ra, Horus und Aton die bekanntesten sind. Die Perser kannten u.a. Mithra, der auch in Rom als Mithras verehrt wurde.

Statue der Mithras

Die Römer übernahmen zudem den Lichtgott Apollo von den Griechen und hatten vier weitere eigene Sonnengötter, von denen Sol der wichtigste war. Sol ist heute die wissenschaftliche Bezeichnung der Sonne, wohingegen das deutsche Wort „Sonne“ sowie das englische „Sun“ von der germanischen Göttin Sunna abgeleitet sind. Eine vollständigere Liste der Sonnengötter gibt es hier.

Sonne

Wo es keinen separaten Sonnengott gab, wurden indes andere Gottheiten darum gebeten, die Sonne scheinen zu lassen. Solche naiven Vorstellungen wurzelten in einer Zeit, in der die betreffenden Menschen noch nichts über die Gestalt und Funktionsweise unseres Sonnensystems wussten. Zuweilen führte solch primitiver Aberglauben gar zu blutrünstigen Ritualen wie den berüchtigten Opferzeremonien der Maya zu Ehren Kukulkans.

Ähnlich naiv gestaltet sich bei genauerer Betrachtung aber auch der moderne Monotheismus. Dieser geht laut dem alten Testament auf Abraham zurück, dessen 12 Söhne die Urväter der 12 Stämme Israels sein sollen. Historisch belegbar ist diese Geschichte nicht. Ein historischer Fakt ist dagegen der Atonkult des Pharao Amenophis IV., dessen Herrschaftszeit in die Mitte des zweiten Jahrtausends vor Beginn der Zeitrechnung fällt. Das ist in etwa die Zeit, in der auch Abraham eingeordnet wird.

Aus wissenschaftlicher Sicht gilt Amenophis IV. als Begründer des Monotheismus. Er verbot kurzerhand die Anbetung aller Götter mit Ausnahme von Aton. Sein angenommener Name Echnaton bedeutet in etwa so viel wie „Der Aton dient“. Seine neue Hauptstadt benannte er ebenfalls nach seinem einzigen Gott Achet-Aton. Symbol für den einzigen Gott war eine Sonnenscheibe.

Echnaton_2

Mit Echnatons Tod wurde der Atonkult zerschlagen und die alten Götter kehrten in die Tempel zurück. Doch war dies wirklich das Ende des ägyptischen Monotheismus? Fakt ist, dass Moses ein Ägypter war, der zusammen mit seiner Glaubensgemeinschaft ca. ein halbes Jahrhundert später von Ramses II. aus Ägypten vertrieben wurde. Die zeitliche Nähe lässt inzwischen auch seriöse Historiker und Archäologen vermuten, dass Moses möglicherweise einem Teil der ägyptischen Priesterschaft angehörte, die Echnatons Monotheismus im Untergrund fortführte. Damit wäre das Judentum im Ursprung ein pharaonischer Sonnenkult.

Im babylonischen Exil übernahm das Judentum auch Aspekte aus dem Zoroastrismus. Aus dieser persischen Religion stammt unter anderem das duale Prinzip eines Schöpfergottes (Ahura Mazda) auf der einen und eines Teufels (Ahriman) auf der anderen Seite. Das Judentum blieb also kein reiner Sonnenkult, sondern entwickelte sich weiter und übernahm dabei Aspekte zahlreicher anderer, auch polytheistischer Religionen.

Vom Judentum spaltete sich wiederum nach dem Tod von Jesus das Christentum ab und später auch der Islam. Von allen drei monotheistischen Religionen finden sich im Christentum bis heute die meisten Sonnensymbole. Das fängt schon beim Kreuz an, welches den jährlichen Sonnenverlauf zeigt. Das kurze obere Ende steht dabei für die Wintersonnenwende, der lange untere Teile für die Sommersonnenwende und die beiden gleich langen Enden des Querbalkens für die Tage-Nacht-Gleichen. In einigen Darstellungen wird das Kreuz sogar durch einen Kreis ergänzt, der für den ewigen Kreislauf der Jahreszeiten steht. Dieses Symbol kannten bereits die Kelten vor ihrer Christianisierung.

Keltenkreuze

Am offensichtlichsten ist die Bedeutung des kreuzes als Sonnensymbol bei der Neoapostolischen Kirche.

Neoapostolisches Sonnenkreuz

Es gibt allerdings noch weitaus konkretere Sonnendarstellungen in Kirchen und dem Vatikan.

Man beachte die Betonung des Horusauges.

Man beachte die Betonung des Horusauges.

Nicht zu vergessen des Logo des Jesuitenordens, welches die Buchstaben „IHS“ in einem Sonnenkranz zeigt.

Jesuitenkirche

Der allgegenwärtige Heiligenschein repräsentiert ebenfalls die Sonne und erinnert stark an die Sonnenscheiben, die einige ägyptische Gottheiten über dem Kopf trugen. Hier werden die antiken Wurzeln des Christentums im Aton-Kult offensichtlich.

Heiligenschein

Mehr Sonnensymbolik gibt es eigentlich nur noch in der Freimaurerei. Zum einen wäre da die geflügelte Sonne, welche ebenfalls aus dem antiken Ägypten stammt und bereits bei den Sumerern zu finden war.

gefluegelte-sonne-altes-aegypten

Die reine Sonnenscheibe ist allerdings noch weiter verbreitet und vor allem in der Architektur omnipräsent. In der Regel wird die Sonnenscheibe von zwei quadratischen Elementen umrahmt, wodurch wiederum der Eindruck einer geflügelten Sonne entsteht. Jeder kann für sich selbst das Experiment machen, durch eine beliebige Stadt zu spazieren und diese Sonnendarstellungen zu zählen. Es werden in jedem Falle hunderte sein, die sich meist unter oder über Fenstern, an Balken oder auf Türen befinden. In jedem Fall kann davon ausgegangen werden, dass der Architekt oder Bauherr ein Freimaurer war.

Sonnensymbol 1

Sonnensymbol 2

Weitere Sonnensymbole finden sich auf Staatsflaggen wie z.B. der von Japan oder Tibet. Mit Freimaurerei muss dies aber nicht immer zu tun haben, da die entsprechenden Sonnenkulte in eine Zeit weit vor der Gründung der ersten Loge zurückreichen.

Flagge Japan

Die japanische Sonnengöttin Amaterasu.

Die japanische Sonnengöttin Amaterasu.

Interessanterweise war die Sonnenanbetung auch im eher atheistisch geprägten Ostblock weit verbreitet. Sonnensymbole gab es dabei sowohl in der Sowjetunion als auch in der DDR, ganz konkret bei der Freien Deutschen Jugend (FDJ). Ein freimaurerischer Hintergrund ist nicht auszuschließen, sollte jedoch nicht überbewertet werden.

FDJ Sonne

Neben der goldenen Sonne, die aus nachvollziehbaren Gründen durch alle Zeitalter hinweg verehrt wurde, gibt es auch noch die schwarze Sonne, die u.a. von den Nazis angebetet wurde. Gemeint ist damit der Planet Saturn, der für Satan steht. Während die helle Sonne das Leben verkörpert, repräsentiert die schwarze Sonne folgerichtig den Tod. Es ist daher einleuchtend, dass sie den Boden des Obergruppenführersaals in der Wewelsburg ziert, dem Zentrum von Heinrich Himmlers SS.

Black Sun Wewelsburg

Alois Irlmaier – Der deutsche Nostradamus

Vom Orakel von Delphi über Nostradamus bis hin zu Rasputin gab es über alle Jahrhunderte mehr oder weniger bekannte Medien, welche die Zukunft vorhersagten. Einige von ihnen hatten eine natürliche Gabe, andere bedienten sich okkulter Praktiken wie Astrologie und Kabbalistik. Zuweilen arbeiteten sogar naturwissenschaftlich orientierte Astronomen wie Johannes Kepler nebenbei als Hofastrologen.

Zu den Kunden gehörten Kaiser, Könige und Zaren, aber auch Nazis wie Adolf Hitler, Heinrich Himmler und Rudolf Heß waren von den Prophezeiungen des Nostradamus und anderer Seher fasziniert. So weit, so bekannt. Etwas überraschender ist dagegen, dass auch in unserer modernen Zeit Staatsoberhäupter den Rat von Astrologen suchten und immer noch suchen. Darunter Konrad Adenauer, Helmut Kohl, François Mitterrand und Ronald Reagan.

Der bayrische Brunnenbauer und Wünschelrutengänger Alois Irlmaier (1894-1959) ist der bekannteste deutsche Seher, der im Gegensatz zu den eher schwammigen Versen von Nostradamus sehr präzise Angaben machte. Seine Fähigkeiten entwickelten sich ab 1928 und während des 2. Weltkrieges sagte Irlmaier die Einschlagsorte von Bomben voraus, was vielen Menschen das Leben rettete. Jene, die ihm nicht glaubten und die besagten Stellen nicht mieden, fanden hingegen den Tod.

Nach dem Krieg wurde Alois Irlmaier 1947 vor dem Amtsgericht in Laufen (Bayern) wegen Betrug und Gaukelei angeklagt. Der entsprechende Paragraph stammte noch aus der Nazizeit. Während des Prozesses soll Irlmaier dem Richter offenbart haben, dass dessen Frau ihn betrüge, was sich als wahr herausstellte. Der Prozess endete mit einem Freispruch. Das Gericht einigte sich darauf, dass nicht festzustellen sei, ob der Angeklagte tatsächlich keine seherischen Fähigkeiten habe.

Alois Irlmaier starb am 26. Juli 1959 im Alter von 65 Jahren an Lungenkrebs. Er hinterließ eine Vielzahl von erstaunlichen Prophezeiungen, von denen sich die meisten bereits erfüllt haben oder gerade im Moment erfüllen. Im Gegensatz zu vielen anderen Propheten bediente sich Irlmaier jedoch nie okkulter Praktiken, um Aussagen über die Zukunft zu treffen. Im Gegenteil äußerte er sogar zuweilen, dass er diese Gabe der Präkognition lieber nicht hätte, denn er sah auch höchst unerfreuliche Dinge voraus.

Die bedrückendste Prophezeiung betrifft den 3. Weltkrieg. Im Hochsommer eines nicht näher benannten Jahres soll Russland Europa angreifen und innerhalb weniger Tage bis zum Rhein vorstoßen. Der Vormarsch soll ebenso plötzlich durch eine Armada von weißen Vögeln (Flugzeugen oder Drohnen) aus dem Süden gestoppt werden, die Eier (Bomben) mit einer giftigen Substanz über Osteuropa abwerfen, um den russischen Nachschub abzuschneiden.

Während sich Russland langsam wieder zurückzieht, soll Paris brennen und London im Meer versinken. Nach weniger als drei Monaten soll der Krieg bereits zu Ende sein, noch bevor es zu einer nuklearen Auseinandersetzung kommt. Nach einer dreitägigen Finsternis, während der alle sterben sollen, die das Haus verlassen oder auch nur ein Fenster öffnen, soll wieder Frieden in Europa einkehren. Von einem goldenen Zeitalter ist die Rede.

Analysieren wir die Situation einmal etwas genauer. Viele dachten bis 1989, dass der Krieg von der Sowjetunion ausgehen werde. Das hatte Irlmaier jedoch nie behauptet und die Wende in Osteuropa strafte die Fehlinterpretationen Lügen. Nun herrscht jedoch eine neue Eiszeit zwischen Europa und Russland. Die jahrelange Osterweiterung der NATO sowie der CIA-gesteuerte Umsturz in der Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen drängen Russland immer weiter in die Defensive. Gleichzeitig wird Putin zum neuen Feindbild aufgebaut, sodass der Eindruck einer russischen Aggression entsteht. In Wirklichkeit sind es jedoch die USA und ihre NATO-Vasallen, die Russland in einen Krieg drängen.

Mit Alois Irlmaier müssen wir natürlich nachsichtig sein, denn er sah nur die offensichtlichen Konsequenzen und kannte die politischen Hintergründe nicht. Da wir jedoch einen Wissensvorsprung haben, sind die Vorhersage der russischen Niederlage sowie die Installierung einer prowestlichen Regierung in Moskau äußerst besorgniserregend. Das goldene Zeitalter des Friedens könnte sich daher schnell als esoterisches Wassermannzeitalter herausstellen, welches äußerlich positiv erscheint, aber im Kern luziferisch ist. Zumal Irlmaier eine Rückkehr der Monarchie in Teilen Europas vorhergesagt hat und wir wissen, was für ein parasitäres Satanistengeschmeiß der europäische Hochadel ist!

Doch wie genau die Zukunft aussehen wird, lehrt uns ohnehin die Zeit. Weitaus klarer erscheinen dagegen Irlmaiers Prophezeiungen für die Zeit vor Ausbruch des Krieges. Er sah einen großen Wohlstand voraus, der sich jedoch schnell ins Gegenteil verkehren werde. Tatsächlich gab es bis in die 1990er Jahre hinein eine wirtschaftliche Blütezeit. Doch nach dem Wegfall des sozialistischen Ostblocks gab es keinen Grund mehr, den Menschen den Kapitalismus schmackhaft zu machen. Es folgte ein nie da gewesener Sozialabbau, Hartz IV, Lohndumping und Leiharbeit.

Laut Irlmaier sollte der soziale Niedergang mit einem Sittenverfall einhergehen und um diesen bestätigt zu finden, braucht man sich nur einmal das Unterschichtenfernsehen ansehen oder die Musik von Lady Gaga, Kesha, Haftbefehl und den ganzen Aggro Berlin-Rappern anzuhören. Die große Zahl von Fremden, die nach Europa kommen werden, hat sich ebenfalls bestätigt, auch wenn Irlmaier nicht die Hintergründe im Detail nannte. Die Aufstände, die Paris verwüsten werden, haben übrigens ihre Wurzel sowohl in der sozialen Verelendung als auch in der verfehlten Integrationspolitik. In der Tat kam es sogar schon zu einigen größeren Ausschreitungen in der französischen Hauptstadt.

Weitere Anzeichen des nahenden Krieges sind ein extrem warmer Winter und eine hohe Inflation, die revolutionäre Aufstände in Europa zur Folge haben wird. Beunruhigender kann es eigentlich schon nicht mehr werden, denn der letzte Winter 2014/2015 war ungewöhnlich warm. Die Schneetage in weiten Teilen Europas konnte man an einer Hand abzählen. Es ist dabei unerheblich, dass der Winter in Nordamerika erheblich kälter ausfiel und New York nach einem Blizzard lahm gelegt war. Irlmaier bezog sich mit seinen Vorhersagen fast ausschließlich auf Europa.

Für die Inflation gibt es ebenfalls erste Hinweise. So begann die EZB schon vor einigen Wochen mit dem Druck von 2 Billionen Euro. Eine Inflation scheint da vorprogrammiert und einen ersten Protest gegen die Europäische Zentralbank gab es bereits am 18. März in Frankfurt. Offenbar waren die Ausschreitungen bei der Eröffnung des babylonischen Bankenturms nur der Auftakt für etwas weitaus Größeres. Die revolutionären Unruhen sollen sich dabei auf Deutschland, Frankreich und Italien konzentrieren. In Italien soll darüber hinaus der Papst vertrieben werden, was interessant ist, denn auch laut Prophezeiungen des Malachias soll Franziskus der letzte Papst sein.

Neben den Aufständen soll es auch zu drei politischen Morden in Europa kommen. Boris Nemzow wäre der Erste. Sind die beiden ukrainischen Politiker der nunmehr oppositionellen Janukowitsch-Partei, zu denen sich inzwischen Nationalisten bekannt haben, Nummer 2 und 3? Leider gab es in den beiden Fällen keinen großen Pressewirbel und politischer Mord steht in der Ukraine auf der Tagesordnung. Werden also noch zwei weitere, bekanntere Politiker ermordet werden? Vielleicht sogar in Deutschland? Man denke nur an die jüngsten Morddrohungen gegen den ersten LINKE-Ministerpräsidenten Bodo Ramelow.

Das letzte Vorzeichen des 3. Weltkrieges soll schlussendlich ein neuer Krieg im Nahen Osten sein. Nun sind Auseinandersetzungen zwischen Israel und Palästina nichts Neues, die flammen immer wieder auf. Eine neue Dimension eröffnet sich jedoch durch den IS im Norden von Syrien und dem Irak. Damit wäre also auch dieser Punkt abgehakt und wir alle dürfen auf den Sommer 2015 gespannt sein. Für den Fall der Fälle sollten wir uns schon mal mit Vorräten eindecken und unsere Kellerräume gemütlich einrichten. Wenn dieses Jahr nichts Schlimmes passiert, können wir immer noch aufatmen und ohnehin sollten wir jetzt nicht in Panik ausbrechen, sondern lieber die Zeit des relativen Friedens genießen.

Hexenkulte – Naturreligion oder Okkultismus?

von Shinzon

Die Bezeichnung „Hexe“ war ursprünglich ein Kampfbegriff der Inquisition, mit welchem die Verfolgung und Ermordung unzähliger Frauen legitimiert wurde. Zwar wurden den Betreffenden okkulte Praktiken sowie ein Bund mit dem Teufel unterstellt, doch entsprach dies fast nie der Wahrheit. Der katholischen Kirche ging es vorrangig darum, Andersdenkende zu eliminieren, wobei die entsprechenden Methoden der Inquisition selbst zutiefst satanisch waren.

Der Hexerei beschuldigte Frauen und Männer wurden zunächst gefoltert, um ihnen Geständnisse abzuringen. Ein Widerstehen der Folter wurde dabei als Beweis für magisches Wirken gewertet. Es war also egal, ob eine angeklagte Person gestand oder auf ihrer Unschuld beharrte, denn so etwas wie einen Rechtsstaat gab es zu dieser Zeit schlichtweg nicht.

Ähnlich verliefen die menschenverachtenden Hexenproben wie das Unterwassertauchen. Ertranken die Frauen, galt dies zwar als Beweis ihrer Unschuld, aber das nützte ihnen freilich nichts. All jene, die die Luft etwas länger anhalten konnten, landeten indes auf dem Scheiterhaufen oder Richtblock. Der Inquisition konnte man es einfach nicht recht machen und in der Regel endete ein Hexenprozess so oder so mit dem Tod.

Hexenprobe & Verbrennung

Das Verbrennen bei lebendigem Leibe traf nicht nur Frauen, die als Hexen diffamiert wurden, sondern auch männliche Querdenker. Das bekannteste Beispiel dürfte Giordano Bruno sein, welcher am 17. Februar 1600 in Rom verbrannt wurde, weil er auf dem heliozentrischen Weltbild und der Pluralität der Welten beharrte. Seine Hinrichtung wurde erst am 12. März 2000 von Papst Johannes Paul II. zum Unrecht erklärt, was recht deutlich zeigt, wie lange der Vatikan noch hinter den Gräueltaten der Inquisition stand.

Das Standardwerk dieser speziellen Form von christlicher Nächstenliebe war der 1486 in Speyer veröffentlichten „Hexenhammer“. Dieses vorrangig frauenverachtende Buch aus der bluttriefenden Feder des Dominikaners Heinrich Kramer (1430-1505) wurde bis ins 17. Jahrhundert hinein in 29 Auflagen gedruckt und verbreitet. Eines der letzten europäischen Todesopfer dieses Irrsinns war die gerade einmal 15jährige Dorothee Elisabeth Tretschlaff, welche am 17. Februar 1701 in Fergitz (Uckermark, Deutschland) enthauptet wurde.

Hexenhammer

Es ist geradezu zynisch, dass sich die Missionare im gerade neu entdeckten Amerika von den Opferritualen der Maya und Azteken entsetzt zeigten, während sie selbst in Europa die Verbrennung und Enthauptung von geschätzten 40.000-60.000 Menschen zelebrierten. Die Frauenquote betrug dabei, im Gegensatz zu heutigen Konzernvorständen, stolze 80%. Eine vollständige Aufarbeitung der Verbrechen von Kirche und Staat zu Zeiten der Inquisition steht noch aus. Der Vatikan musste sich zudem nie für diese Taten verantworten. Allerdings trifft die katholische Kirche auch nicht die alleinige Schuld. Zum einen gab es auch Kleriker, die sich gegen Hexenprozesse aussprachen (z.B. der Jesuit Friedrich Spee von Langenfeld) und zum anderen trieben in manchen Fällen auch weltliche Gerichte Verfolgungen voran.

Die Frage, ob es zur Zeit der Inquisition tatsächlich Hexenkulte gab, erscheint angesichts der angerichteten Gräuel direkt unangemessen. Mit Sicherheit gab es noch Reste alter, heidnischer Orden wie die Druiden und gewiss wäre ein Bekenntnis zum Heidentum Grund genug für eine Verurteilung durch die Inquisition gewesen. Die wirklich üblen Kulte überlebten jedoch in Geheimgesellschaften, welche nicht etwa von der Inquisition verfolgt wurden, sondern seit jeher die Kontrolle über die Vatikan hatten.

All die Symbole antiker Sonnen-, Osiris- und Saturnkulte, die im und um den Petersdom zu finden sind, werfen die Frage auf, ob die Inquisition in Wirklichkeit sogar ein satanisches Opferritual war? Haben die Kleriker am Ende genau das praktiziert, wovor sie die christliche Bevölkerung Europas angeblich schützen wollten? Menschenopfer zählen jedenfalls zu den okkulten Praktiken und nicht etwa zu dem, was Jesus einst predigte.

So ziemlich alle Opfer der Inquisition waren unschuldige Zivilisten. In erster Linie traf es christliche Querdenker, die das katholische Weltbild infrage stellten oder sich der alternativen Naturheilkunde verschrieben hatten. Eine weitere Opfergruppe waren psychisch Erkrankte. Schizophrenie und Epilepsie konnten schnell als Anzeichen dämonischer Besessenheit ausgelegt werden. Gleiches galt für die unbewusste Einnahme von Halluzinogenen, die sich zuweilen aufgrund von Schimmelpilzbefall im Getreide fanden. Oft reichte es jedoch schon aus, von einem böswilligen Nachbarn oder Neider denunziert zu werden bzw. einer politischen Intrige zum Opfer zu fallen.

Alles in allem kann davon ausgegangen werden, dass 99% aller Opfer der Inquisition absolut gar nichts mit Okkultismus am Hut hatten. Die ersten Hexenzirkel bildeten sich ironischerweise erst viel später in Anlehnung an die klischeehaften Darstellungen aus dem Hexenhammer und menschenverachtenden Märchen wie „Hänsel und Gretel“. Von Klerikern und Märchenerzählern geprägte Darstellungen von Frauen mit spitzen Hüten, die auf Besen reiten und schwarze Katzen als Haustiere halten, wurden dabei teilweise von Okkultisten übernommen.

Hexe

Während es für manche Hobbyhexen nur ein Halloweenspaß ist, sehen sich die meisten modernen Hexenzirkel in erster Linie als spirituelle Gegenreligion zum Katholizismus. Satanisten findet man in den unteren Rängen der Wicca eher selten. Die meisten Wicca, welche im frühen 20. Jahrhundert aufkamen, sehen sich eher als Naturreligion mit neoheidnischen Einflüssen. Die Bewegung gibt sich tolerant und erhebt im Gegensatz zu den drei monotheistischen Weltreligionen keinen Alleingültigkeitsanspruch.

Alles in allem scheinen die Wicca eher harmlos zu sein und die große Mehrheit handelt wohl tatsächlich in dem Glauben, sich und der Welt etwas Gutes zu tun. Dennoch bedient sich der Wicca-Kult okkulter Symbole wie dem Pentagramm und praktiziert weiße Magie. Es ist ohne Bedeutung, ob die Anhänger im Pentagramm ein Schutzsymbol sehen und schwarze Magie ablehnen. In dem Moment, in dem sie sich dem Okkultismus öffnen, machen sie sich zu Sklaven eines Kontrollsystems.

Gleiches gilt für das zentrale Event der Hexerei, die Walpurgisnacht am 30. April. Dort treffen sich alljährlich Wicca, Esoteriker und Spaßtouristen, ohne zu wissen, dass sich dort auch Hardcore-Satanisten herumtreiben. Ironischerweise ist diese okkulte Feier nach der heiligen Walburga (ca. 710-779) benannt, einer englischen Äbtissin, die in Deutschland Heiden bekehrte. Ihrer wurde am 1. Mai gedacht, wobei die neun Tage davor die Kirchglocken zur Abwehr von Hexenumtrieben geläutet wurden. Populär wurde die Umdeutung ihres Namens durch J.W. Goethes „Faust“, was angesichts seines hohen Ranges innerhalb der Freimaurerei und Illuminaten wohl beabsichtigt war.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass weiße Magie nicht besser ist als schwarze Magie, denn es sind zwei Seiten ein und derselben Medaille. Es handelt sich in beiden Fällen um esoterischen New Age Aberglauben und wer sich diesem öffnet, verschließt sich damit dem wissenschaftlichen Rationalismus. Es mag sein, dass die Intentionen der meisten Wicca positiver Natur sind, doch letztendlich propagieren sie die New Age Philosophie.

Das ist fatal, denn hinter dem New Age verbirgt sich die Agenda der Satanisten. Natürlich vertreten die Esoteriker nach außen hin das Gute, denn die meisten Menschen sprechen nun einmal genau darauf an. Welcher spirituell eingestellte Charakter würde sich schon bewusst dem Bösen öffnen? Das Böse muss sich daher von Zeit zu Zeit in einen Schafspelz kleiden, um weiterhin an der Macht zu bleiben. Das gilt genauso für das Christentum, welches von pädophilen Satanisten kontrolliert wird, als auch für die Hexenzirkel und Freimaurerlogen.

Die Wicca sind, ähnlich wie die Johanneslogen, ein Lockmittel für gutgläubige Menschen auf der Suche nach sich selbst und ihrem Platz im Universum. Es wäre daher auch völlig unangebracht, zur zweiten großen Hexenjagd zu blasen. Hier hilft nur Aufklärung. Dabei ist es keineswegs falsch, spirituelle Lebensweisen zu fördern und die Verbindung zu Mutter Natur zu suchen. Nur reichen dafür eben Meditationen und Spaziergänge im Wald völlig aus. Man muss dafür kein Pentagramm auf den Boden malen und heidnische Gottheiten anrufen.

Wer einmal mit solch okkultem Gedöns anfängt, läuft stets Gefahr, in einen Abgrund aus schwarzer Magie und Esoterik zu fallen. Genau das verbirgt sich nämlich hinter der scheinbar harmlosen Wicca-Bewegung. Diese wurde von dem englischen Okkultisten Gerald Brousseau Gardner (1884-1964) begründet, welcher zuvor anderen Hexenzirkeln wie dem Rosicrucian Order Crotona Fellowship angehörte. Das allein mag noch unauffällig erscheinen, doch 1946 lernte er Aleister Crowley kennen und wurde Mitglied in dessen Ordo Templi Orientis, in welchem er den VII. Grad erreichte.

Gerald Gardner

Gerald Gardner

Nach Crowleys Tod im Jahr darauf blieb Gardner mit dessen Schüler Kenneth Grant (1924-2011) in Kontakt. Weitere Verbindungen hatte Gardner zum Okkultisten Austin Osman Spare (1886-1956) und zu Ross Nichols (1902-1975), dem Gründer des Ordens der Barden, Ovaten und Druiden. Wohin das Auge blickt, finden sich Verbindungen der Hexerei zum Satanismus.

Der ehemalige Hexenmeister John Todd (1949-2007) behauptete sogar, dass er als Mitglied einer Hexenfamilie bis in die innersten Kreise der Illuminaten aufgestiegen sei. Tatsächlich belegt sind seine lange Drogenkarriere sowie mehrere Fälle von Kindesmissbrauch, wegen denen er einige Zeit im Gefängnis verbrachte. Später konvertierte er zum Christentum und hielt Vorträge über den wahren Zweck der Hexerei, für welche er nach eigenen Angaben im US-Militär labile Soldaten rekrutierte. Er sprach außerdem über den Okkultismus der Elite und war davon überzeugt, dass diese Dämonen beschwört, welche sich auch hinter dem UFO-Phänomen verbergen sollen.

Todd wird vom Establishment selbstverständlich als Verschwörungstheoretiker geführt, wobei es seiner Glaubwürdigkeit sicherlich wenig nützt, dass er in einer Nervenheilanstalt gestorben ist. Doch obwohl es berechtigte Zweifel daran gibt, dass er gleichauf mit den Rothschilds und Rockefellers zum innersten Zirkel der Illuminaten gehörte, scheinen einige seiner Behauptungen durchaus plausibel zu sein. So lässt sich die Verbindung des Wicca-Gründers zu Aleister Crowleys Ordo Templi Orientis mit Leichtigkeit anhand seriöser Quellen nachweisen. Ebenso ist das okkulte Treiben der herrschenden Elite längst kein Geheimnis mehr. Völlig abwegig sind seine Vorträge also keineswegs.

Als wäre die dargelegte Verbindung der Hexerei zum Satanismus noch nicht genug, erhielten die Schwarzmagier im 3. Reich noch weitere höchst unerfreuliche Fürsprecher. So veranlasste der hochgradige Okkultist Heinrich Himmler eine geheime Untersuchung über den Genozid an den vermeintlichen Hexen durch die Inquisition, obgleich es sich bei deren Opfern gar nicht wirklich um Hexen handelte.

Ziel von Himmlers Geheimoperation war es selbstverständlich, den Massenmord den Juden in die Schuhe zu schieben. Dies musste jedoch erwartungsgemäß misslingen, da allzu offensichtlich Vertreter des christlichen Klerus für die Inquisition verantwortlich waren. Unterstützt wurden sie dabei von den achso germanischen Bauern, welche keine Gelegenheit ausließen, Abweichler zu denunzieren. Zu den Abweichlern gehörten auch schon mal die Juden, welchen man ähnliches nachsagte, wie den vermeintlichen Hexen. Darunter der Klassiker schlechthin: Kindesmord.

In gewisser Weise bilden die Juden und die Opfer der Inquisition eine Schicksalsgemeinschaft – die einen vergast und verbrannt, die anderen lebendig verbrannt. Einen rituellen Charakter kann man zudem sowohl bei der Inquisition als auch beim Holocaust erkennen. Es ist eine geradezu bittere Ironie, dass die Naziokkultisten sich für Hexerei im klassischen Sinne begeisterten und dafür jene Opfer missbrauchten, denen man die Hexerei lediglich nachsagte. Der Gipfel ist jedoch, dass die Nazis die Opferzahlen der kirchlichen Inquisition mit 100.000 stark übertrieben darstellten, während sie selbst rund 6 Millionen Juden auf dem Gewissen hatten.

Eine weitere düstere Parallele bietet der ehemalige Hauptsitz der SS, die Wewelsburg bei Paderborn. In deren Gemäuern sollen im 17. Jahrhundert der Hexerei Beschuldigte gefangen gehalten und gefoltert worden sein. Himmler ließ seinerseits im Zuge der Pogromnacht von 1938 Juden in den gleichen Kellern einsperren und foltern. Heute dient die schaurige Kulisse satanistischen Logen als heimliches Domizil für ihre menschenverachtenden Kindesmissbrauchs- und Opferrituale. Ebenso wie Himmler glauben die Satanisten, dass sich die negativen Energien der Vergangenheit dort sammeln.

Während Himmler nun in Nazideutschland seine SS zu einem modernen Hexenorden ausbaute, trug sich jenseits des Ärmelkanals Obskures zu. Im Januar 1944 wurde das Medium Helen Duncan als Hexe verhaftet. Hintergrund dieses letzten offiziellen Hexenprozesses in Europa war die Preisgabe militärischer Geheimnisse während einer Seance, von denen Duncan eigentlich nichts hätte wissen dürfen. Obwohl niemals bewiesen werden konnte, woher sie die Informationen hatte, berief man sich auf ein Antihexereigesetz aus dem Jahr 1735, um die Frau aus dem Verkehr zu ziehen.

Dem Witchcraft Act zufolge kann jeder der Hexerei angeklagt werden, der versucht, die Toten zu beschwören. Gleichgültig ob Helen Duncan nun ein echtes Medium war oder ihren zahlenden Kunden nur eine Show lieferte, stellten ihre Aktivitäten einen solchen Versuch der Transkommunikation dar. Der gesamte Prozess mag aus rationaler Sicht absurd klingen, aber tatsächlich fürchtete das britische Militär eine Gefährdung der Landung in der Normandie, da das Medium den geheimen D-Day hätte preisgeben können.

Während Helen Duncan aus eher pragmatischen Gründen zu 9 Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt wurde, kam es in ländlichen Gegenden Europas nach dem 2. Weltkrieg zu weiteren Hexenverfolgungen, die gänzlich auf bäuerlichem Aberglauben beruhten. Ein Fall aus der Lüneburger Heide scheint dabei aus dem finstersten Mittelalter zu stammen, trug sich aber in der Mitte des 20. Jahrhundert zu.

Im Jahre 1950 hatte es der Bauer Johannes Bading in dem Dorf Barum (bei Lüneburg) zu einem bescheidenen Wohlstand gebracht. Als eines seiner Pferde erkrankte und starb, glaubte er sofort an den Fluch einer Hexe und suchte den Rat eines Hexenbanners. Dieser sagte dem Bauern, dass die erste Person, die nach seinen Maßnahmen den Hof betritt, die Hexe sein muss. Dummerweise war dies die beste Freundin der Familie. Am Ende richtete sich der Hexenwahn aber gegen die Familie Bading selbst und brachte die Tochter schlussendlich in eine Nervenheilanstalt.

Dieser Fall zeigt recht deutlich, wozu der Aberglaube Menschen bringen kann. Bis in die 1970er Jahre hinein gab es in deutschen Dorfapotheken obskure Mittel gegen Hexenzauber und in einigen Regionen dieser Welt hält sich der Hexenglaube bis heute, was zuweilen sogar Todesopfer fordert Entsprechende Beispiele gibt es aus Saudi-Arabien, Papua-Neuguinea, Uganda und Tansania. Allein in letzterem Land wurden zwischen 1994 und 1998 rund 5.000 vermeintliche Hexen gelyncht.

Auf der anderen Seite gibt es tatsächlich okkulte Hexenzirkel mit engen Verbindungen zum Satanismus. Diese sind ebenso geisteskrank und gefährlich, wie jene abergläubigen Menschen, die aufgrund von alltäglichem Unglück und Erkrankungen unschuldige Mitbürger der Hexerei beschuldigen.

Aus dem ganzen Hexenwahn lassen sich nur zwei Konsequenzen ziehen. 1. darf es zu keiner erneuten Hexenjagd kommen. Sämtlicher Aberglaube muss im Zeitalter der Wissenschaft überwunden werden. 2. sollte jeder Mensch die Finger von okkulten Zirkeln lassen, gleichgültig, ob diese sich der weißen oder schwarzen Magie verschrieben haben. Im besten Falle sind Hexenbretter, Tarotkarten und Channelings einfach nur esoterischer Mumpitz und Zeitverschwendung. Im schlimmsten Fall kommt man vielleicht tatsächlich mit Dimensionen in Kontakt, die man besser meiden sollte. Was sich auch hinter all dem Hexenzauber verbirgt, es ist nichts Gutes.

Der erste und der vermeintlich letzte Exorzismus

Den ersten großen Hit unter den Exorzismusfilmen landete 1973 die Romanverfilmung von „Der Exorzist“. In diesem wird der Jesuitenpater Damien Karras (Jason Miller), der durch den Tod seiner Mutter an Gott zu zweifeln beginnt, mit einem Fall von Besessenheit konfrontiert. Die 12-Jährige Regan (Linda Blair/Eileen Dietz) steht unter der Kontrolle von Pazuzu, der bei einer Ausgrabung im Nordirak entfesselt wurde.

„Der Exorzist“ setzte seinerzeit Maßstäbe für das Genre. Die Bilder und Zitate wurden oft kopiert und parodiert.

Der Exorzist

1977 folgte „Der Exorzist II“ und 1990 „Der Exorzist III“. Der vorerst letzte Teil der Reihe, „Exorzist: Der Anfang“, erschien 2004 und erzählt die Vorgeschichte der anderen drei Filme. An den ersten Teil kam allerdings keine der Fortsetzungen heran, obgleich der letzte Teil mit einer Flut von Spezialeffekten aufwarten konnte.

Die bekannteste Parodie auf das Original dürfte indes die Exorzismusszene aus „Scary Movie 2“ sein.

Der fragwürdigste Exorzismusfilm kam 2005 in die Kinos. Im Gegensatz zu den fiktiven Horrorschockern erhebt „Der Exorzismus von Emily Rose“ nämlich den Anspruch, auf wahren Begebenheiten zu basieren. Gemeint ist hier der Exorzismus von Anneliese Michel in Bayern, der 1976 zum Tod der Studentin führte.

Allerdings weicht der Film nicht nur beim Namen der Betroffenen stark von der Realität ab. In Hollywood kommt man zu dem Schluss, dass Dämonen aus der Hölle existieren, Anneliese Michel tatsächlich besessen und der Pfarrer somit unschuldig an ihrem Tod war. Ein Film, in dem Exorzismen als Hokuspokus abgetan und psychische Erkrankungen als Ursache herangezogen werden, existiert dagegen bis heute nicht.

Anscheinend steht die Verbreitung des Glaubens an Exorzismen ganz weit oben auf der okkulten Agenda. Die Exorzismusfilme sprießen in den letzten Jahren regelrecht wie Pilze aus dem Boden. 2011 ließ sich sogar Anthony Hopkins in „The Rite – Das Ritual“ dazu herab, einen skeptischen Jungpfarrer (Colin O’Donoghue) von der Existenz des dämonischen Treibens zu überzeugen. Angeblich basiert auch dieser Film auf wahren Begebenheiten und bereits im Trailer wird ein Bischof aus der New York Times zitiert.

The Rite Hopkins

Bereits ein Jahr später folgte „Devil Inside“. Wie bereits in „The Rite“ spielt auch in diesem Werk ein Großteil der Handlung wieder in Rom. Da stellt sich einem direkt die Frage, welchen Einfluss der Vatikan auf Hollywood hat?

Devil Inside Vatikan

Devil Inside Besessene

Im selben Jahr erschien „Possession“, in dem allerdings mal ausnahmsweise nicht Vertreter des Vatikans die Teufelsaustreibung vornehmen. Da das betroffene Mädchen von einem Dibbuk besessen ist, kommt für den Job nur ein jüdischer Geistlicher infrage.

Possession Dibbuk

Bereits 2010 sollte eigentlich schon „Der letzte Exorzismus“ stattfinden. Der Titel wurde jedoch nicht nur durch die zahlreichen anderen Exorzismusfilme obsolet, sondern auch durch die Fortsetzung „Der letzte Exorzismus: The next Chapter“ von 2013.

Der erste Teil beginnt immerhin recht kritisch mit einem Exorzismusschwindler (Patrick Fabian), welcher (leicht-)gläubigen Menschen das Geld aus der Tasche zieht. Mit einigen technischen Spielereien lässt er Kruzifixe qualmen und dergleichen mehr.

Am Ende bekommt er es aber doch wieder mit einem echten Fall von Besessenheit zu tun. Und mehr noch: Er kommt einem Satanskult auf die Schliche, dem auch der Bruder der Besessenen angehört. Nachdem schon der gesamte Film im Found-Footage-Stil erzählt wird, erinnert auch sein Ende stark an die „Paranormal Activity“-Reihe.

Papa Razzi zieht sich zurück

von Shinzon

Seit rund 700 Jahren wurde keine Papstrente mehr ausgezahlt, da seither alle Päpste bis zum Tod regierten. Nun trat Benedikt XVI überraschend von seinem Amt zurück.

Sonnenkult und allsehendes Auge

Sonnenkult und allsehendes Auge

Für die Medien ist das die Story des Jahres und dabei hat das Jahr gerade erst angefangen. Bei Maischberger und Co. gibt es eigene Themenabende zum Papstrücktritt, bei denen sich alle Welt das Maul über ein solch banales Ereignis zerreißt. Menschen, die sich selbst für wichtig halten – so genannte Meinungsmacher – debattieren über die Gründe des Rücktritts und welch großartige Figur der Weltgeschichte Papa Razzi doch angeblich sei. Wichtig war er insbesondere für die neue Weltordnung, die er offen propagierte.

Bei alledem fehlt erwartungsgemäß jegliche Kritik. Denn der ehemalige Hitlerjunge Ratzinger stand auch später noch dem ein oder anderen faschistischen Diktator nahe. Als Präfekt der Glaubenskongregation lieferte er z.B. Befreiungstheologen an die Messer lateinamerikanischer Militärjuntas aus. Nächstenliebe gilt halt nur für diejenigen Glaubensbrüder, die dem Kommunismus abschwören. Also keine Nächstenliebe für Jesus, der seinerzeit die Hehler aus dem Tempel von Jerusalem warf und heute sicherlich auch mit der korrupten Vatikanbank aufgeräumt und die P2-Loge vor die Tür gesetzt hätte.

Doch kommen wir noch einmal zurück auf die Glaubenskongregation. Dies ist die Nachfolgeorganisation der heiligen Inquisition. Diese ist inzwischen zwar davon abgekommen, Menschen lebendig zu verbrennen, doch wie gesagt hat sie kein Problem damit, Befreiungstheologen an Diktatoren auszuliefern. Das Ergebnis ist in beiden Fällen tödlich.

Nebenbei hat Papa Razzi sich noch schützend hinter Antisemiten und Holocaustleugner wie Bischof Richard Williamson gestellt und räumte die Fälle von Kindesmissbrauch nur widerwillig ein, da dies immerhin bedeutete, den Imageschaden zu bestätigen. Legendär sind weiterhin seine krankhafte Homophobie und sein erbitterter Antikommunismus. Die Gleichstellung aller Menschen lehnt der Vatikan natürlich strikt ab und was die Homosexualität angeht, ist man noch nicht auf den Gedanken gekommen, dass wenn es einen Gott gibt, dieser die Homosexualität folgerichtig hätte erfunden haben müssen.

Nun ja, solch verbohrtes Denken ist andererseits aber auch nicht verwunderlich, wenn man als von Menschen ernannter Stellvertreter Gottes auf Erden (ein klarer Fall von Amtsanmaßung) einem Altherrenclub entstammt, der sich seiner eigenen Sexualität schämt und der Welt ein Zölibat vorgaukelt. Dabei weiß doch die halbe Welt schon längst, dass die Nutten beiderlei Geschlechts im Vatikan ein und aus gehen.

Wie man es auch dreht und wendet, man muss diesem Popen keine Träne nachweinen, zumal er ja ohnehin noch am Leben ist. Man muss sich dagegen eher wundern, dass einem die Massenmedien immer Angst von einem islamischen Gottesstaat machen, während der letzte verbliebene christliche Gottesstaat – der Vatikan – trotz seiner Machenschaften stets in ein positives Licht gerückt wird.

Das umgedrehte Satanskreuz

von Shinzon

Streng genommen ist das Kreuz ein heidnisches Symbol, welches den Sonnenstand im Laufe eines Jahres darstellt. Die zwei gleichlangen Arme stehen dabei für die beiden Tag- und Nachtgleichen, das kurze Ende für die Wintersonnenwende, an der die Sonne ihren niedrigsten Stand hat und das lange Ende für die Sommersonnenwende, die den höchsten Sonnenstand markiert.

Allerdings steht das Kreuz ebenso für die Hinrichtung von Jesus‘ und wird von den Christen daher mit den Werten des „Propheten“ verbunden. Das mag zwar irgendwie makaber sein, hat sich aber so eingebürgert. Das umgedrehte Kreuz bedeutet folgerichtig die Umkehrung der christlichen Werte.

Kreuzigung

Irrwitzigerweise findet das umgedrehte Kreuz auch im Vatikan Verwendung. Offiziell soll es sich bei dem umgedrehten Kreuz um das so genannte Petruskreuz handeln. Dieser ließ sich der Legende nach aus Demut vor Jesus mit dem Kopf nach unten kreuzigen. Sollte im Vatikan aber nicht das aufrechte Jesuskreuz an erster Stelle kommen?

papst-johannes

In Anbetracht der Fülle an okkulten und altbabylonischen Symbolen im Vatikan mag man diesen Ausflüchten nicht so recht glauben. Man könnte ja sonst ebenso gut auf den Gedanken kommen, dass dieses Mitglied der Black Metal-Band Dummi Borgir ein Anhänger des heiligen Petrus sei.

Dimmu+Borgir+Mustis

Das Templerkreuz

von Shinzon

Das rote Kreuz auf weißem Grund war das Zeichen der Tempelritter und findet sich auf zahlreichen zeitgenössischen Darstellungen der Kreuzzüge wieder.

Es gibt einige Varianten des roten Kreuzes auf weißem Grund. Zum einen die durchgezogene Variante, die über die ganze Fläche (ob Schild, Kleidung etc.) geht. Eine weitere Variante mit dreieckigen Einkerbungen an den Enden wird heute von den Maltesern verwendet. Interessanter Weise eine kirchliche Organsiation.

Malteserkreuz

Das ist deshalb interessant, weil die katholische Kirche die Tempelritter verbieten und verfolgen lassen hatte. Dennoch findet man das Templerkreuz bis heute im Vatikan. Möglicherweise könnte dies daran liegen, dass es sich um ein sehr viel älteres Symbol aus dem antiken Babylon handelt, welches die Sonne repräsentierte.

Dies ist bei weitem nicht das einzige babylonische Symbol im Vatikan. Die Mitra ist z.B. dem babylonischen Fischkopf nachempfunden.

Das babylonische Sonnenkreuz findet sich indessen nicht nur im Vatikan und bei den Tempelrittern wieder. Das eiserne Kreuz des deutschen Militärs hat denselben Ursprung, auch wenn es schwarz statt rot ist. Es wurde von allen deutschen Armeen verwendet, von der Reichswehr über die Wehrmacht bis hin zur Bundeswehr. Töten und sterben für eine okkulte Elite.

Babylonisches Sonnenkreuz

Eisernes Kreuz