From Dusk Till Dawn – Überflüssiges Blutvergießen in überflüssigem Serienformat

von Joe Doe

„From Dusk Till Dawn“ aus dem Jahr 1996 ist inzwischen ein absoluter Kultfilm, der mit einigen wirklich witzigen Gags aufwartet. Warum zum Henker sollte man diesen Streifen auf Serienlänge strecken und mit anderen Darstellern neu besetzen? Das ist ein Affront gegen die Fans des ursprünglichen Films und der kommt auch noch direkt vom Regisseur Robert Rodriguez. Ja, der Schöpfer des Franchise ist höchstpersönlich für dessen Niedergang verantwortlich!

Eigentlich kann es dafür nur einen Grund geben. Obwohl der Film von 1996 keineswegs frei von okkulter Symbolik war, wollte Rodriguez wohl noch tiefer in die Materie eintauchen und nebenbei noch ordentlich Geld scheffeln. Das fängt schon bei der Vorgeschichte an, die auf unsägliche fünf Episoden aufgeblasen wurde.

Im Zentrum stehen die Gecko-Brüder Seth und Richie. Im Original genial von George Clooney und Quentin Tarantino verkörpert, können die Seriendarsteller D.J. Cotrona und Zane Holtz schlichtweg nicht mithalten. Obendrein ist Richie, der schon im Original ein Psychokiller war, in der Serie noch um einiges ausgeflippter. Er schneidet seinen Opfer die Augen aus dem Kopf und drapiert sie in den Händen, nur um damit esoterische Symbolik zu bedienen. Das ist krank!

Wie sich herausstellt, sind die Stimmen in seinem Kopf, die ihm dies befehlen, durchaus real. In Berührung kommt er mit diesen Stimmen durch einen verfluchten Gegenstand, ein antikes Obsidianmesser der Maya mit allsehendem Auge.

Dieses allsehende Auge findet sich auch später im Titty Twister wieder. Schon damit toppt die Serie den Film in Sachen okkulter Symbolik um Längen!

Die Ouroboros darf natürlich auch nicht fehlen, kündigt sie doch an, worum es im Kern geht.

Völlig überflüssig ist die Rolle eines Rangers, der die Gecko-Brüder verfolgt und dabei Hilfe von Sex Machine bekommt. Dieser Charakter, der im Original von Tom Savini dargestellt wurde, wird in der Serie von Jake Busey völlig neu interpretiert. Er ist nun ein verrückter Archäologie-Professor, der einem alten Mayakult auf der Spur ist und deren Opferrituale gerne nachahmen würde. Das Einzige, was er mit dem Filmcharakter gemeinsam hat, ist die Pimmelknarre.

Eine Vampir-Stripperin ergreift die Waffe im Verlauf des Gemetzels im Titty Twister. Dies impliziert ziemlich unverhohlen einen Blowjob.

Völlig unverschuldet geraten der Pfaffe Jacob Fuller und seine beiden Kids in die Ereignisse, als sich die Gecko-Brüder ihr Wohnmobil aneignen und sie als Geiseln nehmen. Zumindest diesbezüglich hält sich die Serie weitgehend an den Film, auch wenn die ganze Familiengeschichte viel zu breit ausgeweitet wird. Jacob wird übrigens von Robert Patrick verkörpert, der schon in der Filmfortsetzung „Blood Money“ mitspielte. Allerdings in einer anderen Hauptrolle, während Harvey Keitel ursprünglich Jacob Fuller darstellte.

Im Titty Twister, der nun wirklich kein Etablissement für Kinder ist, gibt es erst einmal eine Peepshow, die ebenfalls unnötig mit neuen Handlungssträngen aufgeblasen wird. Immerhin an Satanico Pandemoniums Auftritt hat sich nicht viel geändert. Nur die Darstellerin Eliza González sowie die Neonschlangen im Hintergrund sind neu.

Satanico trat schon im Original als Schlangenträgerin auf, was auch hier wieder der Fall ist.

Allerdings fällt die Rolle des Schlangenträgers diesmal auch anderen Charakteren zu, darunter Richard Gecko.

Dabei sind die meisten der Charaktere selber Schlangen, könnten sich also selbst auf den Arm nehmen. Zwar hatten schon die Vampire im Film von 1996 eine reptiloide Gestalt, doch in der Serie sind sie mehr Schlangen als Vampire. Sie sind neuerdings auch immun gegen Weihwasser und Christuskreuze, haben nur eine leichte Sonnenallergie und den typischen Vampirtod sterben sie nur noch mit der Pflock-durchs-Herz-Methode.

Es scheint so, als würde hier weniger eine Vampirgeschichte erzählt als viel mehr etwas über die Reptiloiden offenbart. Genau wie bei diesen erkennt man sie zuerst an den geschlitzten Pupillen und das ist nun wirklich kein typisches Merkmal klassischer Vampire.

Die Vampirzähne sehen ebenfalls viel mehr wie Schlangenfangzähne aus und dazu passend gibt es die gespaltene Zunge.

Schlussendlich können die Schlangenmenschen ihre Gestalt komplett in ihre reptiloide Form ändern. Damit dürfte klar sein, woher der Vampirmythos tatsächlich kommt. Allerdings ist es Bullshit, dass Menschen durch Reptobisse selbst zu Reptiloiden werden. Daher wäre es besser gewesen, den Vampirplot ganz fallen zu lassen.

In der Serie kontrollieren die Reptiloiden die mexikanischen Verbrecherkartelle, die in der Realität tatsächlich Bezüge zum Satanismus haben. Diesbezüglich sei an den abartigen Drogenboss Adolfo Constanzo (1962-1989) erinnert, der die Hirne seiner rituell ermordeten Opfer gegessen hat. In der Serie „From Dusk Till Dawn“ spielen sich ganz ähnliche Szenen ab. Die Menschen werden regelrecht entsaftet, um die Reptiloiden mit Blutwein zu versorgen.

Satanico verbraucht dabei den größten Anteil, denn sie badet gern wie Gräfin Bathory in Blut.

Der Hauptgang besteht derweil aus geschredderten Menschenteilen. Willkommen beim Spirit Cooking im Titty Twister.

Der sieht von hinten übrigens immer noch wie eine Maya-Pyramide aus.

Auf die Vergangenheit wird im Verlauf der ersten Staffel sehr detailliert eingegangen, wobei diese den dritten Film „The Hangman’s Daughter“ völlig über den Haufen wirft. Satanico Pandemonium ist nämlich nicht mehr die Tochter eines Halunken, die im 19. Jahrhundert in eine Vampirella verwandelt wurde. Sie ist nunmehr eine verfluchte Maya-Priesterin und ihre rechte Hand ein Konquistador, der sie befreit hat. Dieser kam übrigens unter der Flagge der Templer nach Mexiko.

Der Spanier hat sie einst gerettet, denn sie war an einen Opferaltar gekettet, wo sie zwangsweise rituelle Menschenopferungen durchführen sollte. Spätestens beim Thema Menschenopfer zu Ehren einer Schlangengottheit sollten die Bezüge zur Realität offensichtlich werden, denn das ist offizielle Maya-Geschichte. Kukulkan lässt grüßen.

Allerdings opfern die Maya heute niemanden mehr. Das ist nunmehr Sache satanistischer Europäer.

Nur Richard Gecko wurde nicht als Opfer in den Tempel gelockt, sondern soll Satanicos neue rechte Hand werden, da sie ihres einstigen Retters inzwischen überdrüssig ist. Zuvor muss er jedoch noch eine Prüfung in einem Labyrinth bestehen. Es handelt sich um ein Labyrinth des Geistes, in dem die Gecko-Brüder wichtige Stationen ihres bisherigen Lebens erneut durchlaufen müssen. An die Hirnwäschethematik können wir also auch gleich einen Haken machen.

Nach bestandener Prüfung führt sich Richard oral eine Schlange ein. Da kommen einem doch gleich die Goa’Uld aus „Stargate“ in den Sinn, womit die Besessenheit durch Schlangenwesen ebenfalls abgehakt wäre.

Irgendwie war es aber schon klar, dass die Gecko-Brüder dem Satanismus zugeneigt sind. Beim großen Gemetzel sprengen sie zwar ein paar Reptos in die Luft, aber der per Handy ausgelöste Zündcode lautet 666.

Während die erste Staffel die Geschichte des einstigen Kultfilms neu interpretiert und quälend in die Länge zieht, geht die Serie ab der zweiten Staffel gänzlich eigene Wege. Gleich im Staffelauftakt gibt es erst einmal sexuelle Übergriffe im Zeichen eines schwarzen Pentagramms.

Die Szene spielt sich in einem Schlachthof ab, was erschreckende Parallelen zu „The Midnight Meat Train“ aufwirft. Auch dort arbeitet der Schlachter, der die Reptiloiden mit Menschenfleisch beliefert, in einer Fleischfabrik. Hat da etwa jemand bei Clive Barker abgeschrieben? Ab hier lohnt es sich wirklich nicht mehr, diese brutale Serie weiter zu verfolgen, die es auf abartige drei Staffeln gebracht hat. Die Bilder von kranken Typen, die Mäntel aus gegerbten Menschengesichtern tragen, sollte man sich lieber ersparen.

Fazit: Bis auf den Grundplot und eine Handvoll kopierter Szenen hat die Serie absolut nichts vom originalen „From Dusk Till Dawn“. Vor allem fehlen der ursprüngliche Witz und Charme. Stattdessen gibt es eine abgedroschene Story über Reptiloide. Die dürften zwar tatsächlich die Wurzel des Vampirmythos sein, doch haben die klassischen Vampire mit der Zeit völlig abweichende Eigenschaften erhalten. Diese sollten einfach nicht mit der Reptostory verwoben werden, es sei denn, man will bewusst die Realität dieses Zusammenhangs thematisieren. Dies ist hier jedoch nicht wirklich der Fall, denn weder zerfallen Reptiloide zu Staub noch können sie Menschen per Biss in Ihresgleichen verwandeln.

Seit 2017 ist es amtlich: Sexuelle Übergriffe in der Filmindustrie

von Joe Doe

Seit Jahren werden wir nicht müde, auf den Sumpf von sexueller Ausbeutung und insbesondere Pädophilie in der Filmindustrie hinzuweisen. Es gab schon lange dahingehende Aussagen, darunter vom ehemaligen Kinderstar Corey Feldman, der auf systematischen Missbrauch hingewiesen hatte. Wer etwas tiefer recherchierte, hätte also durchaus über die finsteren Abgründe Hollywoods Bescheid wissen können.

2010 verstarb Feldmans früherer Schauspielkollege Corey Haim an den Folgen seiner Drogensucht, welche auf die schweren Kindheitstraumata zurückgeführt werden kann. Und er war nicht der einzige ehemalige Kinderstar, der ein solch tragisches Ende nahm. 2003 erhängte sich Jonathan Brandis, der u.a. durch die Serie „SeaQuest DSV“ bekannt wurde. Zuvor hatte er Hauptrollen in hochgradig okkulten und zutiefst finsteren Kinderfilmen.

1990 spielte Brandis in „Die unendliche Geschichte II“ den Protagonisten Bastian Bux, der sich in die Geschichte eines Buches hineinlesen konnte. Das Siegel des Buches bestand aus ineinander verknoteten Ouroboros-Schlangen und im Verlauf der Handlung bekam er es mit grässlichen Dämonen zu tun. Außerdem stand er für einige Schwimmbadszenen halb nackt vor der Kamera.

Im gleichen Jahr spielte er die Rolle des Bill Denbrough in Stephen Kings „Es“, in dem es um einen kinderfressenden Clown geht. Das hat schon etwas von rituellen Kindstötungen, denn der Clown stellt sich als bösartiger Dämon heraus. Brandis erkrankte später an Alkoholismus und schweren Depressionen, die ihn schlussendlich in den Suizid getrieben haben. Ob auch sexueller Missbrauch dazu beigetragen hat ist noch nicht bekannt, denn er hinterließ keinen Abschiedsbrief.

Pssst, Hollywood hat ein dunkles Geheimnis.

Konkreter wird es dagegen bei der Neuverfilmung von Stephen Kings „Es“, welche 2017 in die Kinos kam. Der Kinderstar Finn Wolfhard, der darin die Rolle des Richie Tozier spielte und außerdem durch die Netflix-Serie „Stranger Things“ Bekanntheit erlangte, erhob 2017 schwere Vorwürfe gegen seinen inzwischen gefeuerten Agenten Tyler Grasham. Dieser soll neben Wolfhard auch zahlreiche weitere aufstrebende Kinderstars sexuell belästigt haben.

Quelle

Grasham sollte nicht der Einzige bleiben, dessen sexuelle Übergriffe in diesem Jahr für Schlagzeilen sorgten. 2017 rollte eine regelrechte Skandallawine über Hollywood hinweg. Im Zuge dessen meldete sich Corey Feldman erneut zu Wort und kündigte an, weitere Namen zu nennen. Er gab Pläne für einen ganzen Dokumentarfilm über Pädophilie in der Filmindustrie bekannt, wobei ein Teil des Budgets von 10 Mio. Dollar in den Schutz seiner Person fließen soll. Denn es steht fest, dass die Täter anonym bleiben wollen. Das wird auf Dauer jedoch nicht funktionieren, da langsam alle Dämme brechen.

Einige Namen sind bereits öffentlich bekannt, darunter der Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein. Dessen Kontakte zum Disney-Konzern lassen bereits nichts Gutes erahnen. So gehört Weinsteins einstige Produktionsfirma Miramax zu Disney. Seinen Bruder Robert Weinstein gründete indessen die Firma Dimension Films, ebenfalls eine Disney-Tochtergesellschaft. Für diese wirkte Harvey Weinstein als ausführender Produzent bei Kinderfilmen wie „Spy Kids“ mit. Als wäre das noch nicht verdächtig genug, unterstützte er die Wahlkämpfe von Bill und Hillary Clinton. Ist es nur Zufall, dass der Pizzagate-Skandal kurz vor dem Weinstein-Skandal kam?

Noch ist Harvey Weinstein jedoch nicht des Kindesmissbrauchs überführt. Bisher sind nur seine sexuellen Übergriffe auf Frauen bestätigt, was allerdings schlimm genug ist. Eine ganze Reihe namhafter Stars haben Vergewaltigungsvorwürfe gegen ihn erhoben. Darunter Angelina Jolie, Ashley Judd, Salma Hayek, Gwyneth Paltrow und Uma Thurman, um nur einige zu nennen. Sein Statement zu den Anschuldigungen lautete, dass er seine „Dämonen“ in den Griff bekommen müsse. Ja sicher doch, für Weinstein sind natürlich die bösen Dämonen an allem schuld, die er wahrscheinlich bei okkulten Ritualen heraufbeschworen hat. Vor Gericht werden ihm solche Ausflüchte hoffentlich nichts nützen!

Zumal die Anklage noch um schweres Stalking erweitert werden muss. Um seine Opfer einzuschüchtern, hatte Weinstein nämlich eine israelische Sicherheitsfirma von ehemaligen Mossad-Agenten auf seine Opfer angesetzt. Dies nützte ihm letztendlich aber nichts und seine Übergriffe führten zu der „MeToo“-Kampagne. Infolgedessen wurde Harvey Weinstein von seiner eigenen Produktionsfirma Weinstein Company vor die Tür gesetzt, die sich seitdem um Schadensbegrenzung bemüht.

Der Hashtag „MeToo“ wurde derweil durch die Schauspielerin Alyssa Milano geprägt, welche auf das Ausmaß und die Allgegenwärtigkeit von sexuellen Übergriffen aufmerksam machen wollte. Dies ist ihr gelungen. Es mag sein, dass einige der daran Beteiligten selbst hohe Funktionen innerhalb der Pop-Okkultur und sogar der Politik haben. Darunter Angelina Jolie, die für das Council on Foreign Relations aktiv Kriegspropaganda betreibt. Dennoch sollte die Kampagne nicht unterschätzt oder gar als von oben gewollt abgetan werden, da sie an der gesamten Scheinwelt der Filmindustrie rüttelt und dank ihr inzwischen schon international Sexualstraftäter überführt werden konnten.

Als einer der Bekanntesten wurde im Oktober 2017 der Schauspieler Kevin Spacey beschuldigt. Den Vorwurf erhob der ehemalige Teenie-Star Anthony Rapp, der 1986 im Alter von 14 Jahren auf einer Party sexuell von Spacey belästigt wurde. Außerdem wurde 2008 in einem Fall von sexueller Nötigung von Scotland Yard gegen Spacey ermittelt. Da die Vorwürfe von seinen Schauspielkollegen bestätigt wurden, strich Netflix mit sofortiger Wirkung seine Rolle in der Serie „House of Cards“. Kevin Spaceys Karriere dürfte damit beendet sein.

666-Geste mit Augenbetonung.

Ebenfalls von Netflix gefeuert wurde Danny Masterson, nachdem er ebenfalls von mehreren Frauen der Vergewaltigung beschuldigt wurde. Die beiden werden dabei noch längst nicht die Letzten gewesen sein, die ihren Job wegen sexueller Übergriffe verloren haben. Die Liste der Beschuldigten ist inzwischen derart lang, dass wir uns an dieser Stelle auf die bekanntesten Namen beschränken. Dazu zählen die Schauspieler Jason Beghe, John Jarratt, Robert Knepper, Jeremy Piven, Steven Seagall, Jeffrey Tambor und Ed Westwick, der KISS-Bassist Gene Simmons, der Regisseur und Produzent Brett Ratner sowie der Trickfilmregisseur John Lasseter (wieder mal Disney).

Komplette Liste hier.

In Deutschland hat die „MeToo“-Kampagne ebenfalls schon eine Karriere beendet. Zwar streitet Dieter Wedel die gegen ihn erhobenen Vorwürfe ab, legte sein Amt als Intendant der Bad Hersfelder Festspiele aber dennoch nieder. Außerdem nahm die Staatsanwaltschaft München Ermittlungen wegen des Anfangsverdachts einer nicht verjährten Sexualstraftat auf. Immerhin hat sich inzwischen eine ganze Reihe von Schauspielerinnen zu Wort gemeldet, die die sexuellen Übergriffe durch Wedel bezeugen können.

1975 soll es z.B. im Rahmen der Dreharbeiten zu der NDR-Serie „Pariser Geschichten“ zu einer Vergewaltigung in einem Waldstück gekommen sein. Die Schauspielerin Ester Gemsch beschrieb indes einen sexuellen Übergriff in einem Hotelzimmer von 1980, bei dem sie von Wedel an der Halswirbelsäule verletzt worden sei. Ihre Rolle wurde mit Ute Christensen neu besetzt, welche ebenfalls Vorwürfe gegen den Regisseur erhoben hat.

Die Schilderungen einiger der Opfer heben immer wieder die hohe Brutalität der Übergriffe hervor. Zudem scheint sich ein perfides System hinter dem widerwärtigen Treiben zu verbergen. Dies legen zumindest die Äußerungen von Corinna Harfouch hervor, obgleich sie selbst nicht zum Kreis der Betroffenen gehört. Zitat: „Viele haben gewusst, dass Wedel Schauspielerinnen schlecht behandelt und demütigt. Das war ein von allen gestütztes System.“

Wie solch ein System funktionieren kann, zeigte ebenfalls 2017 das Auffliegen einer bizarren Sado-Maso-Sekte, die sich als Selbsthilfegruppe NXIVM tarnte. Statt Hilfe erhielten die 70-80 rekrutierten Frauen jedoch Brandzeichen und wurden vom inneren Kreis auf brutalste Weise sexuell versklavt. Unter den Opfern, die allesamt einer Hirnwäsche unterzogen wurden, befand sich u.a. die bekannte „Denver-Clan“-Darstellerin Catherine Oxenberg.

Quelle

Allerdings sind Psychosekten in Hollywood keine Neuheit. Der ebenfalls im Zuge der „MeToo“-Kampagne beschuldigte Dustin Hoffman verteidigte z.B. in einem offenen Brief an den damaligen deutschen Bundeskanzler Helmut Kohl die berüchtigte $cientology-Sekte. Er verglich dabei das Verhalten Deutschlands gegenüber $cientology mit der Judenverfolgung im 3. Reich, was freilich an Absurdität kaum zu überbieten war. Welch enormen Einfluss die Sekte in Hollywood hat, muss wohl nicht extra erwähnt werden. Dustin Hoffmans sexuelle Belästigungen hingegen schon.

Pssst, nicht weitersagen.

Die sexuelle Ausbeutung hat in der Filmindustrie eine lange Tradition und bereits vor der „MeToo“-Kampagne waren unter anderem die Fälle von Bill Cosby und Roman Polanski bekannt. Cosby wurde erstmals im Jahr 2000 wegen sexueller Belästigung angezeigt, doch die Polizei verfolgte die Sache nicht weiter. 2005 folgte ein Strafrechtsverfahren, bei dem Andrea Constand konkretere Vorwürfe erhob. Sie wurde von Cosby betäubt und anschließend missbraucht. Das Verfahren wurde aber aus Mangel an Beweisen eingestellt und Cosby zahlte außergerichtlich ein Schweigegeld in Höhe von 3,38 Mio. Dollar.

2017 wurde der Fall neu aufgerollt, jedoch abermals ohne Urteil beendet. Bill Cosby gab die Tat bei diesem Prozess sogar zu, verteidigte sich jedoch, der Sex sei einvernehmlich gewesen. 2018 wartete ein weiterer Gerichtsprozess auf Cosby, in dem es um einen Missbrauchsfall aus dem Jahr 1976 ging. Diesmal gab es zwar endlich einen Schuldspruch, allerdings kam Cosby vorerst gegen Kaution wieder auf freien Fuß. Warum sich die Gerichte bei solchen Fällen schwer tun, könnte mitunter daran liegen, dass die „MeToo“-Vorwürfe bis in die US-Justiz reichen, was im Prinzip keinen mehr verwundern dürfte.

Vergleichsweise milde fiel auch die Strafe für Roman Polanski aus, obwohl dieser sich selbst für schuldig erklärte. Beim Strafprozess um die Vergewaltigung der damals 13 Jahre alten Samantha Jane Gailey von 1977 wurde bereits vorab die Anklage von Kindesmissbrauch auf „außerehelichen Geschlechtsverkehr mit einer Minderjährigen“ reduziert. Von den lächerlichen 90 Tagen Haftstrafe saß Polanski nur 42 Tage ab, der Rest wurde zur Bewährung ausgesetzt.

Bei Roman Polanski schließt sich zudem der Kreis von Kindesmissbrauch und Okkultismus. Bereits in „Tanz der Vampire“ (1967) posiert er vor Freimaurersymbolen. Seine Filme „Rosemaries Baby“ (1968) und „Die neun Pforten“ (1999) verherrlichen schließlich ganz offen den Satanismus und zeigen seine Verflechtungen in der High Society. Außerdem gewinnt in beiden Fällen am Ende der Teufel.

Ob der Teufel auch im realen Leben gewinnt, bleibt indes abzuwarten. Es stimmt zwar, dass die wenigsten Täter harte Strafen zu befürchten haben, was u.a. daran liegt, dass selbige auch in der Justiz und Politik zu finden sind. Allerdings könnte das Vertrauen der Massen in ihre gefeierten Stars und gewählten Politiker stark erschüttert werden. Die Täter wandern dann vielleicht nicht in den Knast, aber ihre Karrieren sind in den meisten Fällen beendet.

Es wäre zu wünschen, dass die Weltöffentlichkeit endlich aufwacht und begreift, wie die Unterhaltungsindustrie im Verborgenen funktioniert. Gleiches trifft natürlich auch auf die Politik, die Justiz und die Religionen zu. „Pizzagate“ und „MeToo“ waren erst der Anfang. Die Aufdeckung solcher Skandale ist im Informationszeitalter kaum noch aufzuhalten.

X Japan

Die 1982 gegründete japanische Rockband X Japan verdient eine genauere Betrachtung, denn hier haben wir nicht nur das X in seiner okkulten Bedeutung.

X Japan Logo

Der Drache mag für japanische Verhältnisse noch relativ unverdächtig wirken.

X Japan Drache

Der PhöniX ist dagegen schon eindeutig okkult.

PhöniX

Im wahrsten Sinne abgerundet wird das Ganze durch eine Ouroboros-Schlange in einer Mischung aus Hexagramm und Chaosstern.

X Ouroboros

Spiele für Pixelsauger

Die Liste der Vampirspiele ist zu lang, um sie hier vollständig wiederzugeben. Viele PC-Spiele basieren ohnehin auf Filmen, die wir noch an anderer Stelle nennen werden. Exemplarisch seien hier daher nur „Blade“ und „Underworld“ erwähnt.

Blade & Underworld

„Dracula“ brachte es bisher auf eine Trilogie, der man ansieht, dass sie vom „Sohn des Drachen“ handelt. Der zur Ouroboros gewundene Draco ist eine abgewandelte Variante des Symbols des Drachenordens.

Dracula Trilogie

Bei „Vampire: The Masquerade – Bloodlines“ haben die Blutsauger ihren Ursprung scheinbar in Ägypten, denn das Cover zeigt ein umgedrehtes Anch. Das Spiel ist die Fortsetzung von „Vampire: The Masquerade – Redemption“.

Vampire Bloodlines

In „Legacy of Kain“ reicht der Kampf zwischen Menschen und Vampiren offenbar sogar bis in biblische Zeiten zurück. Allerdings steht in der Bibel nichts davon, dass Kain ein Vampir war und seinen Bruder Abel ausgesaugt hat.

Legacy of Kain

Die „Legacy of Kain“-Reihe brachte es bisher auf 5 Spiele: „Blood Omen“ (1996), „Soul Reaver“ (1999), „Soul Reaver 2“ (2001), „Blood Omen 2“ (2002) und „Defiance“ (2003).

Blood Omen 2

Die längste Tradition hat die Spielreihe „Castlevania“, deren erster Teil bereits 1986 erschien. Zuletzt kam 2014 „Castlevania: Lords of Shadow 2“ auf den Markt.

Castlevania

Mit „Darkwatch“ gelangten die Vampire in den Wilden Westen.

Darkwatch

Für die ganz kleinen Zocker gibt es „Kid Dracula“ auf dem Game Boy.

Kid Dracula

Neben den reinen Vampirspielen gibt es noch einige Vampireinheiten in Rollenspielen wie „Heroes of Might and Magic“ oder „Skyrim“.

"Skyrim"

„Skyrim“

Vampirismus – Was steckt hinter dem Mythos?

von Joe Doe

Vampire sind mit Abstand die beliebtesten Horrorgestalten, die die Pop-Okkultur bevölkern. Die nächtlichen Blutsauger entstammen jedoch nicht gänzlich der Phantasie moderner Schriftsteller und Filmregisseure. Das heutige Bild der Vampire hat sich über Jahrtausende geformt und sich dabei auch realer Vorbilder bedient. Das Wort „Vampir“ stammt aus dem slawischen Sprachraum und dominiert seit spätestens 1732 die internationale Literatur.

Ebenfalls interessant ist das albanische Wort „dhampir“, welches aus den Wortteilen „dham“ für „Zahn“ und „pir“ für „trinken“ besteht. Dies weist bereits auf die spitzen Vampirzähne hin, mit denen die Blutsauger ihre Opfer beißen. Die ukrainische Gestalt des Upyr sowie der Upir in Weißrussland und der Slowakei könnte indes auf einen im Jahr 1047 n. Chr. erwähnten Fürsten namens Upir Lichyi in der Umgebung von Nowgorod zurückgehen. Zudem gibt es in Westrussland zwei Orte namens Upiry und Upirow, deren Bewohner behaupten, von Vampiren abzustammen.

Definitiv belegt ist dagegen die etymologische Herkunft des Obervampirs Dracula, den der irische Schriftsteller Bram Stoker (1847-1912) in seinem gleichnamigen Roman von 1897 in die Vampirliteratur einführte. Stoker holte sich seine Inspiration von Vlad III. (1431-1477), welcher keineswegs als Graf, sondern als Woiwode (vergleichbar mit dem dt. Titel eines Herzogs) über die Walachai (heute Rumänien) herrschte. Zu Transsilvanien, welches auch Siebenbürgen genannt wird, hatte Vlad III. zwar gute Beziehungen, allerdings war es niemals seine Heimat, wie es im heutigen Dracula-Mythos darstellt wird.

Ebenso fiktiv ist die Darstellung von Vlad III. als geflügelter Blutsauger, der kein Tageslicht verträgt. Die reale Grundlage für diesen Mythos ist jedoch durchaus blutrünstig, denn seine Gegner sowie Straftäter ließ der Despot bei lebendigem Leibe pfählen. Dies brachte ihm posthum den Beinamen Tepes (zu Deutsch „Pfähler“) ein. Zu Lebzeiten hatte Vlad III. indes den Beinamen Drăculea, wovon Bram Stoker seinen Dracula ableitete.

Man beachte den achtzackigen Stern der Ištar an der Krone.

Man beachte den achtzackigen Stern der Ištar an der Krone.

Drăculea bedeutet übersetzt so viel wie „Sohn des Drachen“ und bezieht sich auf die Mitgliedschaft seines Vaters Vlad II. im Drachenorden von König Sigismund von Luxemburg (1368-1437). Sigismund war seit 1387 König von Kroatien, zudem 1411-1415 König von Ungarn sowie römisch-deutscher König, seit 1419 König von Böhmen und zuletzt von 1433 bis zu seinem Tode römisch-deutscher Kaiser. Es ist schon recht seltsam, dass ein so mächtiger Herrscher 1408 ausgerechnet einen Drachenorden gründete. Nach außen hin gab sich der Orden zwar katholisch, doch sein wahrer Charakter offenbart sich in seinem Symbol. Es handelt sich um einen zur Ouroboros gekrümmten Drachen.

Drachenordenlogo

Wir haben hier also eine reptiloide Gestalt, die mit blutrünstigen Adeligen in Verbindung steht. Das führt uns direkt zur ungarischen Gräfin Elisabeth Báthory (1560-1614), welche angeblich im Blut von über 600 Jungfrauen badete, um ihren Alterungsprozess aufzuhalten. Zwar bezweifeln einige Historiker die Darstellung Elisabeth Báthorys als „Blutgräfin“, betrachtet man jedoch die satanistischen Machenschaften des europäischen Adels, erscheint die Geschichte nicht mehr vollkommen abwegig. Das Familienwappen des Báthory-Klans zeigt jedenfalls abermals einen zur Ouroboros geformten Drachen.

Báthory Wappen

Man kann nun zu recht behaupten, dass Vlad der Pfähler und die Blutgräfin den Vampirmythos maßgeblich geprägt haben. Unsterblich waren die beiden allerdings nicht und obgleich sie ziemlich blutrünstig waren, gibt es keine Belege dafür, dass sie das Blut ihrer Opfer getrunken haben. Alles in allem entsprechen diese historischen Figuren den gewohnten Darstellungen von Vampiren nur bedingt, denn mit Sicherheit konnten sie sich keineswegs in Fledermäuse verwandeln und kamen nicht des Nachts in Schlafzimmer geflogen.

Die Verbindung zu Fledermäusen ist ein Aspekt, der erst später hinzu kam und tatsächlich auf die nachtaktiven Vampirfledermäuse zurückgeführt werden kann, welche sich von Blut ernähren. Diese kommen jedoch nur in Amerika vor. Folgerichtig ist diese Herleitung frühestens auf das 16. Jahrhundert zu datieren, nachdem Amerika 1492 durch Christoph Kolumbus (wieder-)entdeckt wurde. Vampirfledermäuse sind daher maximal als Ergänzung des Vampirmythos zu betrachten.

Vampirfledermaus

Von Ethnologen wird der Vampirmythos indes auf den Glauben an Wiedergänger zurückgeführt, welcher vor allem in Südosteuropa verbreitet war. Ausgehend vom Karpatenraum hat sich dieser Glaube vor allem in Rumänien, Bulgarien, Albanien, Serbien, Ungarn und sogar bis nach Österreich verbreitet. Doch sind Wiedergänger wirklich die Vorlage für die modernen Vampire? Oder wird diese Erklärung nur herangezogen, um das Satanismusthema zu umgehen?

Wiedergänger haben nämlich so ziemlich nichts mit klassischen Vampiren gemein. Es handelt sich viel mehr um untote Menschen, die ihre Gräber verlassen und ruhelos umherirren. So z.B. der kroatische Bauer Jure Grando, welcher 1656 verstarb und 1672 aus seinem Grab gestiegen sein soll, um fortan das Dorf Kringa zu terrorisieren. Zwar wurde Grando später als erster Vampir schriftlich dokumentiert, doch scheint diese Bezeichnung nicht gerechtfertigt.

In der Folge kam es zu weiteren Vampiranschuldigungen gegen vermeintliche Untote. Wann und wo immer es zu rätselhaften Todesfällen kam, wurde die Schuld auf Untote geschoben. Vor allem zwischen 1718 und 1732 kam es in osteuropäischen Dörfern zu vermeintlichen Vampirepidemien. Da Viren und Bakterien noch weitgehend unbekannt waren, suchten die abergläubigen Menschen dieser Zeit nach einfachen Erklärungen. Zumindest ging die Schuld diesmal aber nicht an vermeintliche Hexen, sondern an Verstorbene. Die Enthauptungen und Pfählungen von Leichen waren zwar dennoch extrem unappetitlich und wären aus heutiger Sicht strafbar, aber zumindest waren die Betroffenen schon tot.

Ab 1732 wurden derartige Fälle schließlich wissenschaftlich und medizinisch untersucht, womit der Aberglaube an Wiedergänger schnell ein Ende fand. Ohnehin taugten die Wiedergänger des altertümlichen Volksglaubens nicht viel als Vorlage für klassische Vampire, da sie weder von Vampiren gebissen wurden, noch selbst Blut saugten. Am ehesten dienen sie als Vorlage für Zombies, wobei sogar letztere noch mehr mit Vampiren gemein haben, da sie Menschen anknabbern und auf diese Weise ihre Infektion verbreiten. Vergessen wir also die Wiedergänger, denn Vampire sind nicht wirklich als Untote zu verstehen, sondern viel eher als Unsterbliche.

Zumindest für die Lichtempfindlichkeit der Vampire gibt es durchaus eine passable wissenschaftliche Erklärung. Die Rede ist von der Stoffwechselkrankheit Porphyrie, bei der es zu einer Störung der Produktion des roten Blutfarbstoffes kommt. Ausgelöst wird die Krankheit entweder durch einen Gendefekt oder durch eine Vergiftung, z.B. mit Blei. Neben den psychischen Folgen gehören Lichtempfindlichkeit, schrumpfende Lippen, hervortretende Zähne und ein roter Belag auf den Zähnen zu den Symptomen. Das hört sich zusammengenommen schon sehr nach dem Aussehen eines klassischen Vampirs an.

Insbesondere die Lichtempfindlichkeit, die zur Verkrüppelung von Fingern und Nase führen kann. Das ist die wohl beste Erklärung dafür, dass Sonnenlicht für Vampire tödlich sein soll. Ein weiteres Mittel gegen die Blutsauger soll Knoblauch sein, was ebenfalls in Zusammenhang mit Porphyrie steht. Das in Knoblauch enthaltene Dialkylsufid verschlimmert nämlich die Symptome, sodass das Gewächs tatsächlich wie Gift auf Porphyrie-Kranke wirkt. Ähnlich wie bei Werwölfen die Hypertrichose scheint also im Falle der Vampire die Porphyrie die wahrscheinlichste Ursache des Mythos zu sein.

Bleibt aber noch die Frage nach dem Trinken von Blut. Tatsächlich erhalten Porphyrie-Patienten heutzutage Blutfarbstoffinjektionen, um die Krankheit zu lindern. Es wird vermutet, dass in früheren Jahrhunderten, als es diese Behandlungsmöglichkeit noch nicht gab, die Betroffenen Blut getrunken haben. Porphyrie ist zu allem Überfluss – dem Inzest sei dank – im deutschen und britischen Hochadel verbreitet. So soll der britische König George III. (1738-1820) unter der Krankheit gelitten haben und tatsächlich konnte anhand einer posthumen DNA-Analyse bei zwei seiner Nachfahren Porphyrie nachgewiesen werden. Bei einem weiteren Nachkommen von George III., der 1972 verstarb, wurde Porphyrie sogar noch zu Lebzeiten festgestellt.

Möglicherweise ist also tatsächlich etwas an dem Gerücht dran, demzufolge der europäische Hochadel Blut säuft. Allerdings scheint dies zumindest in einigen Fällen eher medizinische Hintergründe gehabt zu haben und ist leider kein Beweis dafür, dass das britische Königshaus aus Reptiloiden besteht. Ein Gegenbeweis für satanistische Menschenopfer ist der Verdacht auf Porphyrie jedoch ebenso wenig. Die Verstrickung der europäischen Königshäuser in okkulte Geheimgesellschaften und Kinderschänderskandale ist ein trauriger Fakt. Da das Trinken von menschlichem Blut in Satanismuskreisen durch dutzende unabhängige Zeugen bestätigt werden kann, sollte dieser Verdacht also keineswegs verworfen werden.

Zuweilen gehen Satanismus und Vampirismus sogar ganz offen Hand in Hand. Es gibt eine Reihe kruder Okkultisten, die schon in Freakshows im Fernsehen aufgetreten sind und dort behauptet haben, sich von Blut zu ernähren. Entgegen den Behauptungen wohl aber kaum von Blut allein, denn dafür ist das menschliche Verdauungssystem gar nicht ausgelegt. Die meisten dieser Freaks sind natürlich nur Hobbysatanisten und Gothic-Kids, deren romantische Vorstellung von Vampiren aus Hollywoodfilmen stammt. Es gibt allerdings auch wirklich gestörte Freaks und bekennende Satanisten, bei denen es kein reiner Spaß mehr ist.

Doch beschränkt sich der Blutkonsum allein auf menschliche Psychopathen? Glaubt man den Berichten über Reptiloidenbegegnungen, so trinken diese ebenfalls Menschenblut, essen allerdings auch Menschenfleisch. Zudem gibt es einige Hinweise darauf, dass zumindest ein Teil des Vampirmythos auf die Reptiloiden zurückgeht. Zum einen gibt es die bereits genannten Verbindungen von Drachenwesen zu Vlad III. und Elisabeth Báthory. Drachen gelten in Europa seit jeher als Menschenfresser, die in Sagen und Märchen Jungfrauen und kleine Kinder stehlen. Das lässt sich wiederum sehr gut mit den Kindstötungen und Jungfrauenopferungen im Satanismus zusammenfügen.

Weiterhin gibt es einige Vampirbeschreibungen, in denen die Blutsauger nicht mit spitzen Zähnen zubeißen, sondern das Blut mit spitzen Fingernägeln zapfen. Dies könnte eine Anspielung auf die Krallen der Reptiloiden sein. Zu guter letzt dürfte es wohl kaum ein Zufall sein, dass Vampire in der modernen Pop-Okkultur immer wieder als reptilienhafte Gestalten dargestellt werden.

Repto Butchers

Neben den Reptiloiden haben auch die Grey einen schlechten Ruf und einige menschliche Entführungsopfer berichten sogar, beide Spezies in Interaktion gesehen zu haben. Die Grey scheinen dabei eine untergeordnete Spezies zu sein, die die Drecksarbeit erledigt. Dazu gehören unter anderem die mysteriösen Viehverstümmelungen, die es rund um den Globus gibt. Neben Geschlechtsteilen und inneren Organen wird den Tieren oftmals auch sämtliches Blut abgezapft.

Eine Theorie besagt, dass die Viehverstümmelungen Teil von genetischen Experimenten sind. Einige andere Zeugen wollen jedoch beobachtet haben, wie die Grey in Tanks mit einer organischen Flüssigkeit steigen. Angeblich sollen sie sich über die Haut ernähren und aus diesem Grund ein regelmäßiges Blutbad nehmen. Báthory in Space.

Eine weitere Verschwörungstheorie besagt, dass die Reptiloiden und Grey Energievampire seien, die sich von der Angst ihrer Opfer ernähren. Das mag auf den ersten Blick unsinnig erscheinen und was die esoterischen Behauptungen von David Icke betrifft, handelt es sich auch um Unsinn. Im übertragenen Sinne sieht die Sache allerdings schon anders aus, denn emotionalen Vampirismus gibt es tatsächlich und das sogar unter Menschen.

Es handelt sich dabei natürlich nicht um eine Form der Ernährung, sondern um emotionale Ausbeutung. Psychotische Personen wie Adolf Hitler laden sich zum Beispiel am Jubel der Massen auf. Im Verlauf des 2. Weltkrieges, als es keine großen Parteitage mehr gab, baute Hitler in der Folge geistig stark ab. Es kann davon ausgegangen werden, dass er gegen Ende unter Depressionen litt, was schließlich in seinem Suizid gipfelte. Eine andere Form von emotionalem Vampirismus ist der Sadismus, bei dem sich die Täter am Leid ihrer Opfer ergötzen. Dies kann in den krassesten Fällen sogar sexuelle Ekstase beinhalten, wie am Beispiel von Sexualstraftätern, Frauenmördern und Kinderschändern gut nachvollzogen werden kann.

Der Begriff des Vampirismus kann sich also sowohl auf eine Affinität zu Blut, als auch auf Energievampirismus beziehen. Hinzu kommt der politische Vampirismus, der u.a. auf das Ausbluten besetzter Staaten während der Kolonialzeit sowie auf den Neokolonialismus angewandt werden kann. Mit Vampiren im klassischen Sinne hat das natürlich nichts mehr zu tun.

Kommen wir aber abschließend noch einmal auf die klassischen Vampire zurück und widmen uns der Frage, wie diese abgewehrt oder getötet werden können. Sonnenlicht und Knoblauch dürften wohl lediglich gegen Porphyrie-Kranke helfen. Da diese aber keine Gefahr sind, wäre ein solches Vorgehen ziemlich mies. Kruzifixe und Weihwasser dürften indes völlig nutzlos sein. Derartiger Aberglaube beruht sehr wahrscheinlich darauf, dass Vampire in früheren Jahrhunderten als dämonische Wesen galten, die in Opposition zu Gott stehen. Solche Waffen funktionieren also nur in Filmen und Romanen.

Die klassischste Variante, einen Vampir zu töten, ist das Treiben eines Pfahls durch das Herz. Diese Methode rührt von den Leichenschändungen her, mit denen die abergläubigen Osteuropäer bis ins frühe 18. Jahrhundert hinein vermeintlichen Wiedergängern das Handwerk legen wollten. Neben dem Köpfen lag die Pfählung der Toten damals stark im Trend. Selbstverständlich würden Enthauptungen und Pflöcke ins Herz so ziemlich alles umbringen – ob nun Menschen, Vampire, Fledermäuse oder Reptiloide. Es handelt sich also um bewehrte Methoden.

Neben den klassischen Mitteln gegen Vampire werden in der Pop-Okkultur auch immer wieder neue Methoden hinzugedichtet, mit denen den Blutsaugern das Handwerk gelegt werden kann. So greifen einige Autoren auf Silber zurück, welches eigentlich Werwölfen vorbehalten ist. In der Realität hat sich jedoch ausschließlich Quecksilber als giftig erwiesen. Ansonsten liegt noch Verbrennen hoch im Kurs, wobei sich Vampire bei Kontakt mit Sonnenlicht zuweilen spontan von selbst entzünden.

"Nosferatu" (1922)

„Nosferatu“ (1922)

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass der Vampirmythos mehrere Wurzeln hat und im Laufe der Jahrhunderte um immer neue Aspekte ergänzt wurde. Eigenschaften sowie Reaktionen auf bestimmte Abwehrmaßnahmen können dabei zum Teil wissenschaftlich erklärt werden. Darüber hinaus ist für einige Menschen aus dem Mythos inzwischen ein Lifestyle geworden – zuweilen in romantisierender Weise, im Satanismus jedoch auch mit kannibalistischem Hintergrund.

Die Apokalypse geht in Serie

Während es im Kino seit jeher ordentlich kracht, sorgte im Fernsehen die Serie „Millennium“ in der 1990er Jahren für Endzeitstimmung. Zunächst scheint es nur um Mordfälle zu gehen, welche Frank Black (Lance Henriksen) lösen muss. Am Ende dreht sich jedoch alles um eine Endzeitsekte, welche sich aus hochrangigen Mitgliedern von US-Behörden rekrutiert. Die Illuminaten lassen grüßen, wobei die Millennium-Gruppe allerdings eine Ouroboros statt der Eule als Logo hat.

Millennium

Die Serie schaffte es tatsächlich nicht ins neue Millennium, was aber kein Weltuntergang ist. Immerhin erhielt Frank Black noch einen Auftritt in Chris Carters erster Serie „Akte X“, wo er zu Silvester 1999 einmal mehr die Welt retten konnte. In Hollywood scheint man es indes nicht kapiert zu haben, dass das neue Millennium eigentlich erst 2001 begonnen hat.

The Wolf of Wall Street – Kapitalismus ist eine obszöne Orgie

von Joe Doe

Wer sind eigentlich diese Bankster und Broker, die die Anleger um Millionen betrogen und die Welt in die Krise gestürzt haben? Dieser Frage geht die Verfilmung von Jordan Belforts autobiografischem Bestseller nach. Die Antwort könnte dabei nicht heftiger ausfallen.

Bereits in der Ausbildung wird Belfort, dargestellt von Leonardo DiCaprio, mit Drogen und Sex konfrontiert. Von seinem Ausbilder lernt er, dass die Werte, die an der Börse gehandelt werden, eigentlich gar nicht real sind. Reales Geld wird erst beim Verkauf einer Aktie ausgeschüttet und dies gelte es zu verhindern. Aktien sollen gekauft, nicht verkauft werden. Das Risiko trägt dabei der Käufer, während dem Broker die Provision sicher ist.

Zunächst arbeitet Belfort bei L.F. Rotschild. Doch als die Firma nach dem Börsenkrach von 1987, der als „Schwarzer Montag“ in die Geschichte eingegangen ist, geschlossen wird, ist er erst einmal arbeitslos. Einen neuen Job findet er schließlich bei einem kleinen Brokerunternehmen in Long Island, welches mit Penny-Stocks handelt. Also Aktien von Unternehmen, die nicht viel wert sind.

Schon bald fährt er durch sein aggressives Marketing kräftige Provisionen ein. Schließlich gründet Jordan mit seinem Freund Donnie (Jonah Hill), dessen reale Vorlage Danny Porush ist, ein eigenes Unternehmen unter dem Namen Stratton Oakmont. Das Logo des Unternehmens ist ein Löwenkopf.

Löwenlogo

Eigentlich ist das Symbol der Börse der Stier und nicht der Löwe. Letzterer steht im Okkultismus für Satan und sieht man sich den verwerflichen Lebensstil der Broker an, versteht man, warum der Löwe im Film überall präsent ist.

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Auf einer von zahlreichen obszönen Sexpartys im Büro von Stratton Oakmont ist sogar kurz ein Schlangenträger zu sehen. Man hätte kaum deutlicher machen können, was für Figuren in dieser kapitalistischen Räuberhöhle das Sagen haben.

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Wobei die Pyramide in Belforts Büro vielleicht doch noch ein etwas direkterer Hinweis ist.

(Bild folgt)

Neben der einschlägigen Symbolik fallen vor allem die Drogen- und Sexorgien auf. Das ist kein schöner Anblick, aber andererseits ist es ganz gut, dass der Film die Verkommenheit des Finanzgesockses so drastisch zur Schau stellt. Wenn man in den Nachrichten von den Sexpartys eines Silvio Berlusconi oder Peter Hartz hört, hat man dazu eine gewisse Distanz, die alles halb so schlimm wirken lässt. In „The Wolf of Wall Street“ bekommt man dagegen erstmals eine Vorstellung davon, was für verkommene Schweine die Herrscher dieser Welt tatsächlich sind.

Die selbsternannte Elite des christlichen Abendlandes besitzt nur Geld statt Moral. Dabei können sie ihren Reichtum nicht einmal genießen, denn menschliche Empfindungen gehen diesen Subjekten vollkommen ab. Sie verbringen ihr Leben in einem Rauschzustand, den sie aus einer Mischung von Kokain, Sex und Geldgier ziehen. Der Kampf gegen Drogen und Prostitution ist dabei ein Witz, denn die herrschende Klasse gehört zu den Hauptkonsumenten. Hinzu kommen mindestens ebenso fragwürdige Vergnügungen wie Zwergenwerfen, was nebenbei bemerkt ziemlich menschenverachtend ist.

Doch dieser Lebensstil hat auch seinen Preis, was Jordan Belfort bald zu spüren bekommt. Die Trennung von seiner ersten Frau Teresa (Cristin Milioti) verkraftet er noch ganz gut, da er ohnehin schon eine andere am Start hat. Bitter wird es jedoch, als seine neue Frau Naomi (Margot Robbie) seine sexuellen Ausschweifungen erst mit einem Sexembargo abstraft und schließlich die Scheidung einreicht. Dabei nimmt sie auch gleich noch die gemeinsame Tochter mit und so langsam dämmert Belfort, dass seine Familie vielleicht das Wertvollste in seinem Leben war bzw. hätte sein sollen.

Kurz vor dem Ehedrama verliert er allerdings noch 20 Millionen, die er auf einem Schweizer Konto gebunkert hat und bei dem verzweifelten Versuch, das Geld zu retten, versinkt obendrein seine Yacht in einem Sturm. Als die Geldwäsche schließlich auffliegt, verliert Belfort seine Freiheit, wobei er allerdings nur 5 Jahre in einem Luxusknast absitzen muss. Eine lebenslängliche Haftstrafe in einem mexikanischen Gefängnis wäre weitaus angemessener gewesen, aber dann hätte er ja nicht sein Buch schreiben können und wir hätten niemals solch detaillierte Einblicke in das Leben der Broker erhalten.

Fazit: Mit „The Wolf of Wall Street“ hat Martin Scorsese sowohl eine obszöne Orgie als auch einen aufschlussreichen Lehrfilm abgeliefert. Einerseits stellt sich die Frage, ob die Zuschauermassen den Film richtig interpretieren oder sich eher daran ergötzen und ihn als Vorbild nehmen? Andererseits werden die Finanzhaie als das Gesocks entlarvt, was sie tatsächlich sind. Was letzteren Punkt betrifft, könnte die Demaskierung der Finanzwelt durchaus viele Menschen zum Nachdenken anregen und Zweifel am kapitalistischen System nähren.

Etwas anstrengend ist die Überlänge des Films. 3 Stunden Drogenrausch und Softpornografie sind mit Sicherheit nicht jedermanns Geschmack. Da der Trailer nichts von solchen Szenen erahnen lässt, sollten alle streng moralischen Menschen vorgewarnt sein.

Was der Trailer dagegen sehr wohl offenbart, ist das Logo von Red Granite Pictures. Na wenn das mal keine Ouroboros ist…

Red Granite Pics

Zum Schluss sei noch angemerkt, dass es einen weiteren Film mit dem Titel „The Wolf of Wall Street“ aus dem Jahr 1929 gibt, der in Deutschland unter dem Titel „Millionen um ein Weib“ erschien. Der Inhalt ist ähnlich und sogar der Name des Hauptcharakters, Jim Bredford, erinnert ein wenig an Jordan Belfort. Da Belfort aber eine reale Person ist, scheint diese Ähnlichkeit nur Zufall zu sein. Sein Spitzname „Wolf of Wall Street“ könnte dagegen durchaus auf den 1929er Film zurückgehen.

Conan der Schlangentöter

von Joe Doe

„Conan der Barbar“ basiert auf einer Reihe von Kurzgeschichten und einem Roman von Robert E. Howard, die ab 1932 verfasst wurden. Die meisten würden den Film wohl als trashigen Fantasy-Streifen abtun, doch er ist weit mehr als das.

Gleich zu Beginn wird offenbart, dass die Handlung nicht in einer Fantasy-Welt im Stil von „Herr der Ringe spielt“, sondern die Geschichte der Erde nach dem Untergang von Atlantis erzählt. Von seinem Vater erfährt der kleine Conan (Jorge Sanz), dass einst Riesen auf der Erde lebten und ihr Geschlecht von den Göttern durch Feuer vom Himmel ausgerottet wurde. Das ist Prä-Astronautik in Reinkultur.

Die Welt, in der Conan aufwächst, ist in die Steinzeit zurückgefallen. Sein Vater erzählt ihm vom Geheimnis des Stahls, welches aus Atlantis überliefert wurde und gegenüber anderen Völkern einen großen Vorteil darstellt. Das stählerne Schwert kann in dieser Hinsicht als atlantisches Erbe betrachtet werden und zeigt, dass die untergegangene Hochkultur technologisch bereits sehr weit fortgeschritten war.

Das friedliche Leben des jungen Conan findet ein jähes Ende, als die Bruderschaft der Schlange in sein Heimatdorf einfällt.

Schlangenbruderschaft_2

Alle Erwachsenen werden brutal niedergemetzelt, während die Kinder gefangen genommen und versklavt werden. Durch den Tod ihrer Eltern, die noch die alten Geschichten kannten, werden sie von ihren Wurzeln getrennt. Genau diese Entfremdung von der eigenen Geschichte musste nach dem realen Untergang von Atlantis die gesamte Menschheit erfahren. Ein Zustand, der bis heute anhält.

Spießgesellen

Nachdem Conan mit ansehen musste, wie seine Mutter vom Reptilienherrscher Thulsa Doom (James Earl Jones) geköpft wurde, wird er zur Zwangsarbeit verpflichtet, die er bis ins Erwachsenenalter verrichten muss. Die Mühle, die er sein halbes Leben lang bedienen muss, ist dabei von besonderem Interesse. Sie dient nämlich keinem erkennbaren Zweck, außer dem, dass sie menschliche Sklaven ihrer Energie beraubt.

Zudem fällt auf, dass an der Spitze, die optisch einer Fleur de Lys ähnelt, eine krokodilähnliche Figur sitzt. Die Fleur de Lys ist ein Symbol des Hochadels und verweist daher auf die royale Reptilienkaste. Darunter befinden sich humanoid wirkende Reptilienfratzen, die an die Besucher aus der Serie „V“ erinnern und auf die reptiloiden Gestaltwandler anspielen dürften. Ganz unten laufen schließlich die Menschen wie in einem Hamsterrad. Es ist ziemlich offensichtlich, dass hier die reptiloide Hierarchie dargestellt wird, in der die Menschen ganz unten in der Machtpyramide stehen.

Watchmen

Machtpyramide

Als Erwachsener muss Conan (Arnold Schwarzenegger) zu Unterhaltungszwecken an Gladiatorenkämpfen teilnehmen. Sein Ausbilder trägt einen Baphomet als Kopfschmuck, welcher verdeutlicht, wer für die barbarischen Kämpfe verantwortlich ist.

Satanischer Kopfschmuck

Durch die jahrelange Zwangsarbeit und die gnadenlose Brutalität verliert Conan seine Menschlichkeit und jegliches Mitgefühl. Er steht in diesem Lebensabschnitt stellvertretend für die hirngewaschenen Massen, die auf ihre niedersten Instinkte reduziert worden sind und ihren Mitmenschen ohne zu zögern den Schädel einschlagen, wenn es von ihnen verlangt wird.

Zur Belohnung erhält er Frauen, womit einmal mehr seine niedersten Instinkte bedient werden. Zudem betreiben die Herrschenden ein Zuchtprogramm, denn die Nachfrage nach weiteren Sklaven mit viel Muskeln und wenig Hirn ist groß. In der betreffenden Szene befindet sich Conan in einem Käfig, was verdeutlicht, dass die Reptiloiden in den Menschen lediglich Nutztiere sehen.

Käfighaltung

Durch eine schicksalhafte Fügung erhält Conan wenig später die Freiheit und erst jetzt beginnt er, eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Diese ist selbstverständlich auf Rache an Thulsa Doom aus, der vor vielen Jahren Conans Familie abschlachtete.

Zunächst muss er jedoch eine Wüste durchqueren und flieht vor einem Rudel Wölfe in eine Höhle. Dort thront ein Skelett vor einem Bildnis des untergehenden Atlantis. Von diesem erhält der Barbar ein Schwert aus wertvollem Stahl.

Atlantis

Neben Atlantis findet sich auch eine Anspielung auf die Raumstation Elysium, die als symbolisches Himmelsrad von Conan als Halskette getragen wird.

Himmelsrad_1

Himmelsrad_2

Auf seiner weiteren Reise begegnet Conan einer allein lebenden Hexe, die ihm sagen kann, wo er nach Thulsa Doom suchen muss. Als Gegenleistung verlangt sie Sex, während dem sie sich in eine Reptiloidin verwandelt. Angeblich nähren sich die Reptiloiden nicht nur von Angst und Hass, sondern auch von sexueller Energie. Dies könnte der Ursprung der Legenden über Succubi sein.

Succubus_1

Succubus_2

Als der ausgelaugte Krieger in einer Stadt ankommt, verbündet er sich dort mit dem Dieb Subotai (Gerry Lopez). Von einem Händler erfahren die beiden, dass der Turm, der den Ort dominiert, der Tempel einer neuartigen Religion von Schlangenanbetern ist, die sich seit einigen Jahren über die bekannte Welt ausbreitet. Eine Welt, die den Gesichtern nach in Asien liegt, wo es seit jeher Legenden über Drachen gibt. Mit Sicherheit kein Zufall.

Die Religion der Schlangenanbeter kann indessen mit dem Satanismus gleichgesetzt werden, der eben kein neuzeitliches Phänomen, sondern schon mehr als 10.000 Jahre alt ist. Das ist in etwa der Zeitrahmen, in dem auch der Film spielt. Für die Reptiloiden sind solche Zeiträume im Gegensatz zu uns Menschen jedoch überschaubar. Der Anführer des Kultes, Thulsa Doom, ist bereits über 1.000 Jahre alt.

In Anbetracht solcher Lebenserwartungen der wahren Herrschenden verwundert es keineswegs, dass die frühen Satanisten sich kaum von den heutigen unterscheiden. Sie beten Schlangenwesen an, was die Brücke zur Gestalt Luzifers in der Genesis schlägt. Diesen Schlangen bringen sie Menschenopfer dar, welche in der Regel schöne Jungfrauen sind. Das Ritual wird vor einem allsehenden Auge zelebriert, welches von Geheimbünden wie den Freimaurern bestens bekannt ist.

Jungfrauenopfer_1

Jungfrauenopfer_2

Der Tempelturm der Steinzeitsatanisten ist ein gigantischer, reptiloider Phallus, der die Macht der Elite symbolisiert.

Phallusturm

Im Tempel selbst finden sich allerlei Schlangenstatuen. Zwei Schlangen stechen dabei besonders hervor. Eine steht vor einem Mondsymbol, eine andere befindet sich vor einem Sonnensymbol. Freimaurerische Dualität.

Sonnenschlange

Zudem ist die Mondschlange eine Ouroboros, wie man sie u.a. bei der Theosophischen Gesellschaft wieder findet. Die satanisch-luziferischen Geheimorden unserer Zeit können also als direkte Nachfolger bzw. Abspaltungen der Bruderschaft der Schlange angesehen werden. Wie es um deren Menschenliebe steht, beweisen indessen die zahlreichen Totenschädel, mit denen die Ouroboros im Film garniert ist.

Ouroboros

Zusammen mit der blonden Valeria (Sandahl Bergman), die Conan und Subotai vor dem Tempel kennen lernen, rauben sie die Kronjuwelen aus der Schlangengrube der Bruderschaft. Darunter befindet sich auch das so genannte Auge der Schlange. Als die Riesenschlange während des Raubzugs erwacht, töten Conan und Subotai das dämonische Tier. Zu dritt entkommen sie und Conan verliebt sich wenig später unsterblich in Valeria.

Conan der Schlangentöter

Der nächste lukrative Auftrag wird dem Trio von König Osric (Max von Sydow) erteilt. Seine weltlichen Reichtümer sind für ihn wertlos geworden, da Thulsa Doom ihm das wichtigste genommen hat. Seine Tochter ist zur Bruderschaft der Schlange übergelaufen und er will sie zurück haben. Außerdem befürchtet er, seine Tochter könnte sich gegen ihn wenden und präsentiert einen Dolch, mit dem ein anderer König von dessen Sohn ermordet wurde. Der Dolch ist dem Zeichen der realen Bruderschaft der Schlange nachempfunden und hat Teufelshörner am Griffende.

Schlangendolch

Zunächst dringt Conan allein zum heiligen Berg der Bruderschaft vor. Er schlägt einen Priester k.o. und mischt sich in dessen zeremoniellem Gewand unter die Massen. Als Thulsa Doom an der Spitze der Treppe erscheint, wo wieder einmal das allsehende Auge samt Zirkel und Winkelmaß der Freimaurer prangt, fliegt die Tarnung jedoch auf.

Masonic Eye

Sofort schreien einige „Tod dem Ungläubigen“, was ein wenig an die Worte Albert Pikes erinnert, dass in der neuen Weltordnung kein Platz für diejenigen sei, die Luzifer nicht als ihren Gott anerkennen werden. Die Anhänger Thulsa Dooms verhalten sich im Übrigen wie naive Blumenkinder, was als Hinweis auf die pseudospirituelle Täuschung durch die New Age-Philosophie verstanden werden kann. Nur der harte Kern des Kultes besteht aus wissenden Satanisten.

Dooms Eye

Thulsa Doom lässt jedenfalls Gnade gegenüber Conan walten und versucht ihm, seine Ideologie näher zu bringen. Dennoch muss er ihn bestrafen, da der Mensch ein kostbares Kronjuwel gestohlen und eins von Thulsas Kindern ermordet hat. Er lässt Conan wie Jesus an einem Baum kreuzigen, wo er langsam zugrunde gehen soll.

Conans Kreuzigung

Seine Freunde können ihn jedoch retten und bringen sie zum Hexenmeister Akiro (Mako), der Geister beschwört, die Conans Wunden heilen sollen. Der feuerrote Himmel, der das Ritual begleitet, lässt dabei nichts Gutes erahnen. Es scheint fast so, als würde sich ein Tor zur Hölle öffnen, aus dem dämonische Extradimensionale strömen.

Roter Höllenhimmel

Wieder genesen, dringen Conan, Valeria und Subotai in den Berg von Thulsa Doom ein. Die folgenden Szenen sind bemerkenswert, da sie sämtliche Theorien über die Reptiloiden bestätigen. Diese leben in unterirdischen Höhlen, in denen Menschen gequält, getötet und gegessen werden. Die Bilder der „Küche“ sind umso erschreckender, wenn man sich vor Augen hält, dass es solche Untergrundbasen tatsächlich geben könnte.

Höllenqualen

Während sich seine menschlichen Verbündeten einer kurzweiligen Sexorgie hingeben, sitzt Thulsa Doom vor einer vergoldeten Wand und wartet auf seine soylentgrüne Menschenfleischsuppe. Die Szene erinnert sehr stark an die Sexorgien, welche in diversen Logen als Dankeschön für die Mitarbeit an der neuen Weltordnung zelebriert werden.

Orgie

Nun wissen wir also auch, zu wessen Ehren derartige Rituale abgehalten werden. Neben der Vorwegnahme von Stanley Kubricks „Eyes Wide Shut“ findet sich aber noch ein weiteres pikantes Detail in der Szene. Links und rechts neben Thulsa Doom befinden sich zwei Löcher in der Wand, durch die er den Raum in seiner reptiloiden Gestalt betritt und verlässt. Diese Löcher befinden sich keineswegs zufällig am Fuße zweier Bäume.

Thulsa Doom weist damit erstaunliche Parallelen zu Nidhöggr aus der nordischen Mythologie auf. Dieser schlangenartige Drache, dessen Name so viel wie „der hasserfüllt Schlagende“ bedeutet, lebte der Legende nach am Weltenbaum Yggdrasil.

Schlangenlöcher

In der Folge werden die drei Eindringlinge Zeugen, wie sich Thulsa Doom in eine Schlange verwandelt. An dieser Stelle sollte darauf hingewiesen werden, dass ein Jahr später die Serie „V – Die außerirdischen Besucher kommen“ anlief, die sich ebenfalls um reptiloide Gestaltwandler drehte. David Icke kam hingegen erst acht Jahre später auf diese Thematik, was nahe legt, dass er wohl eher ein Filmjunkie als ein Aufklärer ist.

Formwandler_2

Formwandler_3

Formwandler_4

Conan, Valeria und Subotai gelingt es, etwas Chaos zu stiften und anschließend zu fliehen. Dabei schlägt sich Valeria durchaus gut gegen ihre männlichen Gegner, was in Anbetracht der üblichen sexistischen Klischees, welche für das Actionkino dieser Zeit noch üblich waren, erfreulich ist. Leider wird sie auf der Flucht von einem Schlangenpfeil getroffen, der sie ins Jenseits befördert.

Beim Hexer Akiro angekommen bleibt Conan nichts anderes übrig, als ihren Leichnam zu verbrennen und Fallen für das anrückende Heer von Thulsa Doom zu bauen. Man merkt, dass er die Sache sehr persönlich nimmt und trotz der zahlenmäßigen Überlegenheit der Schlangenanbeter, überlebt keiner von ihnen den Angriff.

Ihr Anführer flieht zurück zu seinem Berg, wo er in der Nacht darauf seine verbliebenen Anhänger auf die neue Weltordnung einschwört. Er lässt sie mit Fackeln aufmarschieren, die laut seiner Aussage das Licht der Erleuchtung repräsentieren. Damit weist er zusätzlich Parallelen zu Luzifer, dem Lichtbringer, auf. Denkt man in diesem Zusammenhang an die Fackelmärsche der Nazis, wird weiterhin offensichtlich, wessen Geistes Kind die okkulte Thule (= Thulsa) Gesellschaft ist.

Lichtträger

Conan schleicht sich indes von Rache getrieben auf den Tempelberg und enthauptet Thulsa Doom vor den Augen seiner Jünger.

Thulsas Tod

Sein Bann ist damit gebrochen und seine einstigen Anhänger löschen ihre Fackeln. Die Menschheit ist von der Geisel der Reptiloiden befreit und Conan krönt sich selbst zum König. Ende!

Erwachen

Fazit: „Conan der Barbar“ ist einer der okkultesten Filme überhaupt und randvoll mit Freimaurersymbolik. In großen Teilen wird in diesem Werk offenbart, wer den Planeten wirklich kontrolliert und wie sich die Menschheitsgeschichte nach dem Untergang von Atlantis entwickelte.

Dabei gibt es jedoch eine große Täuschung. Einen Helden wie Conan hat es wohl nie gegeben und die Menschheit wurde definitiv nicht von Thulsa Doom befreit, zumal dieser ohnehin nie alleine war. Wären wir heute frei, wäre die Welt eine andere. Stattdessen sind die Symbole der Bruderschaft der Schlange allgegenwärtig. Schlangen- und Drachenkulte findet man sowohl in antiken Kulturen als auch in der heutigen Pop-Okkultur, die von Freimaurern, Theosophen, Scientologen und anderen Reptilienanbetern kontrolliert wird.

Trotz des geschichtsrevisionistischen Endes ist „Conan der Barbar“ dennoch ein bemerkenswerter Film, der viel Geheimwissen preisgibt. Wer sich für die Reptiloiden-Thematik sowie die Bruderschaft der Schlange interessiert, sollte sich den Streifen unbedingt ansehen!