Die satanische Kunst von Marina Abramovic

Marina Abramovic ist eine serbische Performance-Künstlerin, die jüngst durch ihre Verstrickung in den Pizzagate-Skandal in die Schlagzeilen geriet. In einer E-Mail hatte sie Tony Podesta und dessen Bruder John zu einem „Spirit Cooking“ eingeladen. Eine genauere Recherche scheint also lohnenswert. Allerdings geben die offiziellen Quellen wenig über ihre okkulten Hintergründe her, sondern liefern mehrheitlich nur biografische Eckdaten.

Marina wurde am 30. November 1946 in Belgrad geboren und war das Kind von Partisanen. Ihr Vater war ein Nationalheld und einer ihrer Großonkel von 1930 bis 1937 Patriarch der Serbisch-Orthodoxen Kirche. Man sollte also meinen, dass sie aus einem gut situierten, christlichen Elternhaus entstammt. Das traf allerdings auch auf Aleister Crowleys Familie zu. Der Grund für die Rebellion liegt in beiden Fällen in der strengen Erziehung, was die Abkehr von den Eltern durchaus nachvollziehbar macht. So wurde Marina von ihrer Mutter geschlagen und durfte bis ins Alter von 29 Jahren das Haus nach Einbruch der Nacht nicht mehr verlassen.

Abramovic‘s Studienzeit an der Akademie der Bildenden Künste in Belgrad von 1965 bis 1970 war also von Leid geprägt, was vielleicht ihren düsteren Stil erklären mag. Ihre satanistischen Züge haben jedoch andere Wurzeln. Nach einem kurzzeitigen Interesse am Buddhismus und einer damit einhergehenden Tibetreise, öffnete sich Marina zunehmend der Esoterik. Die Theosophin Helena Petrovna Blavatsky (1831-1891) gehört seither zu Marinas wichtigsten Vorbildern. Ebenso scheint sie sich für Aleister Crowleys Thelema-Lehre zu interessieren, denn daher stammt nämlich das widerwärtige Ritual des Spirit Cookings.

Der wohl entscheidendste Einfluss dürfte allerdings der österreichische Aktionskünstler Hermann Nitsch sein, der für seine blutigen Menschenopferszenen bekannt ist. Abramovic wirkte 1975 an einer dieser schauerlichen Aufführungen mit.

Hermann Nitsch

Hermann Nitsch

Kunst liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters, aber wer auf solche abartigen Inszenierungen steht, muss schon ein kranker Satanist sein. Die Szenen könnten glatt aus einem Schlachthaus stammen und entbehren nicht eines rituellen Charakters. Nitsch kann dabei als wichtigste Inspirationsquelle von Marina Abramovic gelten, deren Performances zuweilen große Ähnlichkeit mit denen ihres Idols haben. Das Betrifft vor allem die massenhafte Verwendung von Schlachtabfällen.

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Menschen sind in den Augen der Künstlerin ebenfalls nicht viel mehr als Fleisch, das zu besonderen Anlässen serviert wird. Zu ihren gruseligsten Werken gehört eine Torte in Form einer nackten, erdolchten Frau. Offenbar eine Anspielung auf rituellen Kannibalismus.

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Weiterhin finden sich auch zahlreiche Anspielungen auf rituelle Menschenopfer, woran von Seiten der Massenmedien jedoch keinerlei Anstoß genommen wird.

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Auf Wikipedia wird Abramovics gesamtes Werk verharmlost und alles Abartige verschwiegen. Lediglich auf die sexuellen Perversionen wird in einem kurzen Abschnitt eingegangen. Es geht dabei um den Kunstfilm „Balkan Erotic Epic“ aus dem Jahr 2005, der sich um vermeintliche Sexual- und Fruchtbarkeitsriten auf dem Balkan dreht. Es darf jedoch bezweifelt werden, dass Szenen, in denen Frauen ihre Brüste in die Sonne und ihre Vulva in den Regen halten oder Männer im Freien masturbieren und den Boden penetrieren, auch nur im entferntesten etwas mit serbischer Kultur und Tradition zu tun haben.

Das Ganze erinnert dann doch eher an okkulte Sexualmagie, wie sie im Ordo Templi Orientis praktiziert wird. Außerdem erinnert der Pornostreifen an den Titel der 120. Performance von Marinas Idol Hermann Nitsch, welche nur ein Jahr vor den Dreharbeiten zu ihrem Film zelebriert wurde. Das so genannte Orgien-Mysterien-Theater begann am 1. Juni 2004 in Nitschs privatem Schloss Prinzendorf und dauerte bis zum Sonnenuntergang des Folgetages.

Es handelte sich jedoch nicht um eine reine Sexorgie, sondern um ein blutrünstiges Ritual, für welches ein Stier und fünf Schweine geschlachtet wurden. Außerdem wurden 600 Liter echtes Blut verwendet. In dieser Kulisse wurden dann nackte Frauen an Kreuze gebunden, womit offensichtlich Jesus verhöhnt werden sollte.

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Abramovic selbst arbeitet ebenfalls mit echten Tierkadavern und posierte schon mal als Frau in satanischem Rot mit einem gehäuteten Ziegenkopf. Was im Deep Web illegal unter der Bezeichnung „Crush Porn“ kursiert, darf die serbische Künstlerin ganz offen als Kunst deklarieren. Warum schreitet da eigentlich keine Tierschutzorganisation ein?

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Bei derartigen Darstellungen, seien es nun jene von Abramovic oder Nitsch, dürfte den meisten normalen Menschen wohl das große Kotzen kommen. Zudem ist der zur Schau gestellte Satanismus unübersehbar. Das wirft die Frage auf, warum Abramovic international gefeiert wird und sich vor Angeboten von Universitäten kaum retten kann? Man kann kaum anders, als hier ein gewaltiges satanistisches Netzwerk hinter einem Großteil der modernen Kunstszene zu vermuten.

Es ist unglaublich wo Marina Abramovic überall herumgekommen ist, nachdem sie zunächst an der Kunstakademie von Belgrad lehrte und anschließend von 1976 bis 1989 hauptsächlich mit ihrem damaligen Lebensgefährten Ulay performte. Anfang der 1990er war sie Gastdozentin an der Académie des Beaux-Arts in Paris sowie an der Hochschule der Künste in Berlin. Von 1992 bis 1996 war sie Professorin an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und von 1997 bis 2004 an der Hochschule für bildende Künste Braunschweig. 2005 zog Abramovic schließlich nach New York, wo sie die Independent Performance Group gründete. Nach deren Auflösung 2007 kaufte sie 2008 ein Theater in Hudson.

An Auszeichnungen mangelt es der Okkultistin ebenfalls nicht. Erwähnt seien hier der Goldene Löwe (1997), der niedersächsische Kunstpreis (2003), mehrere Ehrendoktorwürden sowie das österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst, welches ihr 2008 vom damaligen Bundespräsidenten und Bilderberger Heinz Fischer (SPÖ) verliehen wurde.

2012 wurde Abramovic zudem in die Jury der 69. Internationalen Filmfestspiele von Venedig berufen. Es sollte also nicht verwundern, warum immer wieder satanistische Künstler ausgezeichnet werden, wenn Ihresgleichen in den Jurys sitzen. Die gesamte Unterhaltungsindustrie ist dermaßen korrumpiert, dass überhaupt nur diejenigen eine Chance haben, die zum Club gehören.

Wie stark die Verbindungen Abramovic‘s zu anderen satanistischen Künstlern sind, zeigte sich 2010 im New Yorker Museum of Modern Art, welches in diesem Jahr von Mitte März bis Ende Mai eine Retrospektive ihrer Arbeiten ausstellte. Zeitgleich fand eine Performance statt, bei der die Lady in Rot einfach an einem Tisch saß und schwieg. Auf der gegenüberliegenden Seite konnten die Besucher Platz nehmen. Diese Gelegenheit nutzten u.a. die Schauspielerinnen Sharon Stone und Tilda Swinton sowie die Sängerinnen Björk und Lady Gaga.

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Letztere war sogar schon bei einem Spirit Cooking von Abramovic eingeladen. Wer immer noch daran zweifelt, was es damit auf sich hat, sollte vielleicht einen Blick auf das folgende Bild werfen, welches die beiden beim genüsslichen Naschen von Körperflüssigkeiten zeigt. Ob der Körper in dem Blutbad noch lebt, kann man nur hoffen, auf jeden Fall ist es aber ein extrem Ekel erregendes Ritual.

Spirit Cooking mit Lady Gaga.

Spirit Cooking mit Lady Gaga.

Der Mix aus Körpersäften wird zuweilen im Anschluss zum Beschmieren von Wänden benutzt. Man achte dabei auf die okkulten Symbole, darunter die Zahl des Tieres 666, ein Pentagramm und ein Hexagramm. Am praktizierten Satanismus bleibt damit ebenfalls kein Zweifel.

Von der breiten Öffentlichkeit werden Gestalten wie Lady Gaga und Marina Abramovic selbstverständlich nur als abgedrehte Künstlerinnen wahrgenommen, die mit ihren bizarren Darbietungen Millionen kassieren. In Wahrheit zelebrieren sie jedoch ihren Satanismus unverhohlen in der Öffentlichkeit und dürften sich köstlich darüber amüsieren, dass kaum jemand ihr Treiben hinterfragt. Die Öffentlichkeit kümmert es ja nicht einmal, wenn Abramovic mit halbnackten Kindern posiert, womit wir wieder beim eingangs erwähnten Pizzagate-Skandal wären.

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Ebenso hinterfragt niemand die offen zur Schau gestellten okkulten Symbole, welche ganz klar in Richtung Satanismus zeigen. Abramovic ließ sich schon sehr früh mit einschlägigen Symbolen ablichten. Auf dem folgenden Foto von 1974 trägt sie eine Halskette, welche die typische Freimaurerpyramide mit Auge zeigt.

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Rituale mit Pentagrammen durchziehen ihre gesamte Karriere und es darf davon ausgegangen werden, dass sie über die okkulte Bedeutung des Drudenfußes informiert ist.

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Der Skorpion ist eigentlich nicht ihr Sternzeichen, sondern nach offizieller Lesart der Schütze.

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Bezieht man jedoch den Schlangenträger ein, wäre dies ihr Sternzeichen. Zumindest verkörpert Marina den Schlangenträger gerne mal und betont dabei gleich noch ihr linkes Horusauge. Ebenso ist sie auf dem Cover ihrer Biografie als Schlangenträgerin zu sehen. Wer mehr über Marina Abramovic erfahren möchte, sollte vielleicht auch einen Blick in dieses Buch hinein werfen. Aber Vorsicht, es könnte Übelkeit verursachen.

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„Regression“ – Ein ernstes Thema wird verspottet

von Shinzon

Es gibt eine ganze Reihe von Filmen über sexualmagische Rituale in satanistischen Kreisen, von denen Stanley Kubricks „Eyes Wide Shut“ aus dem Jahr 1999 der wohl bekannteste ist. Allerdings zeigen solche Werke immer nur Sexorgien unter Erwachsenen. Ritueller Kindesmissbrauch wurde dagegen nie wirklich offen thematisiert, sondern bestenfalls unterschwellig angedeutet. „Regression“ nimmt sich nun dieses heiklen Themas an, doch wer eine ehrliche Aufarbeitung erwartet, wird leider enttäuscht.

Der Film wirbt gleich zu Beginn damit, dass er auf wahren Begebenheiten beruht. Das wird später noch sehr wichtig sein, wenn es um die Schlussfolgerungen geht. Die angeblichen Ereignisse sollen sich jedenfalls 1990 in mehreren Gemeinden von Minnesota abgespielt haben, wofür stellvertretend der fiktive Ort Hoyer stehen soll. Gedreht wurde der Film allerdings in Kanada und Spanien. Es darf daher bezweifelt werden, dass tatsächlich vor Ort recherchiert wurde.

Zur Eröffnung gibt es gleich mal das umgedrehte Satanskreuz, gefolgt vom aufrechten Christenkreuz. Wie in der Hölle, so im Himmel. Der Truck, in dem das Christenkreuz hängt, gehört John Gray (David Dancik), was im Prinzip schon verrät, dass er kein Satanist ist.

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Kurz darauf gesteht John, seine Tochter Angela (Emma Watson) vergewaltigt zu haben, obwohl er sich nicht daran erinnern kann. Das ergibt aber überhaupt keinen Sinn, denn solche Verbrechen werden in der Regel vom Opfer verdrängt und nicht vom Täter. Überhaupt macht John Gray einen sehr verwirrten Eindruck und gesteht im Prinzip nur deshalb, weil er nicht glauben kann, dass seine Tochter lügt. So wie er argumentiert, würde er ihr wohl sogar glauben, wenn sie behaupten würde, der Himmel sei grün.

Detective Bruce Kenner (Ethan Hawke) übernimmt den Fall und fährt mit einem Kollegen zum Haus der Grays, wo er Angelas Großmutter Rose (Dale Dickey) über das Geständnis ihres Sohnes informiert. Als Kenner das Zimmer von Angela sehen möchte, weist nicht etwa Rose ihm den Weg, sondern sein Kollege George Nesbitt (Aaron Ashmore). Dieser kennt sich so gut in dem Haus aus, weil er ein Freund der Familie ist.

Im Haus wirkt alles unverdächtig, ja geradezu christlich, weshalb Nesbitts Verhalten zu diesem Zeitpunkt das einzig Seltsame ist. So schaltet er auf der Rückfahrt eine Radiosendung über Satanismus weg, weil er offenbar nicht möchte, dass sich Kenner mit diesem Thema beschäftigt. Es scheint, als würde hier eine Brotkrumenspur gelegt.

Am nächsten Tag versucht der Psychologe Kenneth Raines (David Thewlis), das noch seltsamere Verhalten von John Gray zu erklären. Er rät zu einer Hypnose-Regression, womit wir beim Kernthema des Films wären. Es geht nämlich um nichts anderes als um die öffentliche Wahrnehmung dieses Themas, welche hier manipuliert werden soll. Wer ein Interesse daran hat, verrät bereits unterschwellig die Nummer an der Tür des Psychologen. Es ist die 303 oder kurz gefasst die 33 Grade der Freimaurerei nach Schottischen Ritus. Wer jetzt noch eine wahrheitsgetreue Aufarbeitung von Fällen rituellen Kindesmissbrauchs erwartet, setzt sich den Hut wahrscheinlich mit dem Hammer auf.

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Die Regressionssitzung beginnt damit, dass Detective Kenner die Mitschrift von Angela Grays Aussage vorliest. Allein das ist schon ein grober Verstoß, denn kein ernstzunehmender Therapeut würde eine Hypnose mit der vorgefertigten Meinung einer anderen Person beginnen. Die anschließenden Fragen sind allesamt manipulativ und suggerieren bereits die Antworten. Zudem liest Kenner weiter die Aussagen von Grays Tochter laut vor. So sieht dieser sich letztendlich selbst seine Tochter vergewaltigen.

Es ist mehr als offensichtlich, dass die Hypnose-Regression als Mittel der Wahrheitsfindung demontiert werden soll. Es stimmt zwar, dass den Probanden durch suggestive Frage alles möglich eingeredet werden kann. Man könnte ihnen sogar weismachen, sie seien ein Hund, wonach sie dann bellend auf allen Vieren herumlaufen, bis der Hypnotiseur ein Codewort nennt. Das machen allerdings nur Show-Hypnotiseure und Scharlatane.

Hypnotiseure, die ihr Handwerk verstehen, würden niemals suggestive Fragen stellen oder gar absichtlich falsche Erinnerungen implantieren. Wenn die Fragen objektiv gestaltet werden (Wer sind Sie? Wo sind Sie? Was passiert dort gerade?), kann dies sehr wohl echte unterdrückte Erinnerungen zutage fördern. Im Film bekommt man jedoch nur die total falsche Herangehensweise präsentiert, die jeder verantwortungsbewusste Psychologe ablehnen würde.

Das geht schließlich sogar so weit, dass Professor Raines dem armen Gray einredet, dass er die Ereignisse nicht durch seine Augen sieht, sondern jemand anderes beteiligt ist. Doch warum sieht John dann alles aus der Ich-Perspektive? Hypnose kann ja wohl kaum die Erinnerungen eines Fremden zutage fördern.

Schlussendlich fragt Raines, ob jemand im letzten Jahr in Grays Haus gewesen sei. Wieder eine manipulative Frage, denn binnen eines Jahres waren mit Sicherheit mehrere Gäste dort. Da Detective Nesbitt ein Freund der Familie ist, baut Gray ihn in die falsche Erinnerung ein und zack gibt es einen weiteren Tatverdächtigen. Bruce Kenner verhaftet seinen Kollegen, der zwar mangels Beweisen bald wieder frei ist, aber seinen Job verliert.

Weiter geht es zur Kirche, wo Kenner erstmals Angela befragt. Diese hat ihrem Vater bis dato nur eine Vergewaltigung angelastet, doch nachdem der Ermittler ein Ritual erwähnt, spinnt sie ihre Geschichte weiter. Plötzlich wimmelt es von vermeintlichen Satanisten und natürlich kann Angela auch George Nesbitt identifizieren. Immerhin ist er unter den ganzen Fotos der Einzige, zu dem sie einen Bezug hat.

Der Fall erzeugt langsam mediale Aufmerksamkeit und eine Reportage über Satanismus beflügelt Detective Kenner in seiner Theorie des rituellen Missbrauchs. Kurz zuvor erhält John Gray Besuch von Reverend Murray (Lothaire Bluteau), der ihm weitere Details von Angelas Geschichte um die Ohren haut. Er soll seiner Tochter ein umgedrehtes Kreuz in den Leib gebrannt haben. Da er nicht ganz zurechnungsfähig ist, gibt Gray dies zu und wie Angela dem Detective später zeigt, hat sie tatsächlich eine solche Narbe.

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In einer Einsatzbesprechung der Polizei macht sich ein junger Kollege derweil über Satanismus lustig. Er hält geopferte Babys und Snuff-Filme für bescheuert. Spätestens an dieser Stelle wird offensichtlich, dass der Regisseur Alejandro Amenábar beabsichtigt, diese ernsten Themen als Verschwörungstheorien zu diskreditieren. Ganz so, als gäbe es weder Satanismus noch Snuff-Filme.

Das ist geradezu zynisch, da Amenábar die Snuff-Industrie bereits 1996 in seinem Werk „Tesis – Der Snuff Film“ thematisiert hat. Die Protagonistin in diesem Film hieß interessanterweise ebenfalls Angela, allerdings kam diese damals noch einem echten Skandal auf die Spur. Inzwischen verleugnet Amenábar die Existenz solcher Grausamkeiten, obwohl sie jederzeit für jedermann im Deep Web verfügbar sind. Wenn hier also etwas bescheuert ist, dann ist es „Regression“.

Doch bevor der Fall Angela aufgedeckt wird, verrennen sich Detective Kenner und Professor Raines erst noch etwas weiter in ihre Theorie. Sie suchen Angelas Bruder Roy in Pittsburg auf, der ihnen allerdings nur offenbart, dass sein Vater ein Alkoholiker war und sich seine Mutter deshalb das Leben genommen hat. Erst unter Hypnose erzählt er etwas von Leuten mit schwarzen Kapuzen, die nachts in sein Zimmer gekommen sind. Dumm nur, dass Kenner ihm genau das kurz zuvor eingeredet hat, womit diese Regression wieder absolut suggestiv und daher nicht zu gebrauchen ist.

Zumindest fallen den beiden Ermittlern einige Widersprüche zwischen den Aussagen von Angela und der Hypnosesitzung ihres Bruders auf. Leider deuten sie diese falsch und schließen nun die Großmutter in den möglichen Täterkreis ein. Die alte Frau bekommt daraufhin einen Nervenzusammenbruch und verfällt dem Alkohol.

Bruce Kenners Phantasie wird indes immer weiter beflügelt. Zum einen bekommt er eine FBI-Akte zum Thema Satanismus in die Hände, zum anderen flößt Angela ihm immer weiter Angst ein. Sie erzählt ihm etwas von schwarzen Messen, Unzucht, Folter, Kindstötungen und Kannibalismus. Außerdem warnt sie ihn, dass man nun auch ihn töten würde und kurz darauf spricht sie von merkwürdigen Personen, die sie anstarren. Dies sei eine Todesdrohung.

Ab diesem Punkt wird Bruce restlos paranoid und schon bald sieht auch er Leute, die ihn zu beobachten scheinen. In der darauffolgenden Nacht wird er von einigen Satanisten in schwarzen Kutten heimgesucht, die ihn mit einer Injektion paralysieren. Als erstes sieht er eine alte Frau, die den Zeigefinger vor den Mund hebt. Eine Geste der Verschwiegenheit.

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Danach wird eine Frau in roter Robe in sein Schlafzimmer geführt, die ihn vergewaltigt. Normalerweise soll die Lady in Rot nur verführen, doch in dieser Situation ist Bruce kaum in der Lage, abzulehnen.

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Die umstehenden Satanisten machen derweil Erpresserfotos. Eine typische Taktik von Satanisten, um sich das Schweigen von Mitwissern zu sichern.

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Zum Schluss verwandelt sich die nackte Schönheit ist eine hässliche, runzlige Alte, deren weiße Augen auf dämonische Besessenheit hindeuten. Kurz darauf wacht Bruce auf und alles entpuppt sich als übler Traum.

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Noch hält Bruce jedoch an seiner Paranoia fest. Als nächstes konfrontiert er Rose Gray mit den Zeichnungen ihres Sohnes, die den Teufel und schwarze Messen zeigen. Doch halt, solche Bilder zeichnen doch sonst die Opfer, also müsste derartiges doch von Angela kommen. Ein Täter, der alles verdrängt und Bilder wie ein 8-jähriger kritzelt, hat absolut nichts mit wahren Begebenheiten zu tun.

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In der Nacht darauf bekommt Rose Halluzinationen von einer schwarzen Teufelskatze, dreht durch und springt aus dem Fenster. Es mag zwar sein, dass die Anschuldigungen die alte Frau sehr mitgenommen haben, aber dass es sie in den sprichwörtlichen Wahnsinn treibt, ist etwas arg dick aufgetragen. Die Halluzinationen lassen sich eigentlich nur durch bunte Pilze erklären.

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Bruce ergeht es jedoch nicht viel besser. In seiner Wohnung stapeln sich Schriften über satanische Symbole und das Böse. Ironischerweise ist dabei seine Dienstwaffe nie weit. Das wäre eine nette Bildsprache, wenn es auf Polizeigewalt anspielen sollte.

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Allerdings braucht Bruce die Waffe für sein Sicherheitsempfinden, denn kurz zuvor hat er einen Drohanruf bekommen. So langsam dreht auch er aufgrund der psychischen Belastung und Überarbeitung durch, was üble Folgen hat. Auf dem Friedhof lässt er sich im Schatten eines Obelisken von Angela zu einem Kuss verleiten, was vom Reverend beobachtet wird. Nun ist er tatsächlich erpressbar. Nur nicht so, wie anfangs gedacht. Wie sich nämlich kurz darauf für die Zuschauer herausstellt, steckt Angela selbst hinter den Drohanrufen.

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Im Prinzip ist der Fall damit schon gelöst, doch nicht für Bruce. Der muss erst noch einen weiteren Alptraum durchleben, in dem er unter Drogen in die Satanssekte eingeweiht wird. Man führt ihn zu einem Altar, auf dem eine schwarze Katze sitzt und miaut. Doch bei genauerer Betrachtung liegt dort ein Baby und schreit.

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Wie sich das Baby wohl bei den Dreharbeiten gefühlt haben muss?

Wie sich das Baby wohl bei den Dreharbeiten gefühlt haben muss?

Im nächsten Moment bekommt er Beifall und stellt fest, dass er Blut an den Händen kleben hat.

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Detective Kenners Paranoia erreicht nun ihren Höhepunkt. Erst geht er im Revier auf Nesbitt los, der nur seine Sachen abholt, dann weigert er sich zu glauben, dass Angela sich die Narbe in Form eines umgedrehten Kreuzes selbst zugefügt hat. Schließlich kommt ihm dann aber doch die Erkenntnis. Erst erfährt er von John Gray, dass dieser ein evangelikaler Christ ist, der sich selbst die Schuld daran gibt, dass sein Sohn schwul ist. Ähm, okay. Und deshalb gesteht er eine Vergewaltigung an seiner Tochter, die nie stattgefunden hat?

Als nächstes entdeckt Bruce eine Suppenwerbung, auf welcher die alte Frau aus seinen Träumen abgebildet ist. Ebenso wie im Traum hält die Werbeoma den Zeigefinger vor den Mund. Ganz so, als wollte sie damit sagen: „Psst, es gibt Satanismus. Aber ihr sollt gefälligst glauben, alles wäre nur Bullshit!“

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Das ist jetzt die Auflösung? Angela ist eine eiskalte Lügnerin, die ihre Familie hasst und Aufmerksamkeit auf sich lenken will. Ihr Vater, ein ehemaliger Junkie und Alkoholiker, ist komplett weich in der Birne, leidet unter einem Schuldkomplex und hat deshalb alles auf sich genommen. Die ganzen Hypnoseregressionen sind ein Schwindel, der vom ehrgeizigen Professor Raines vorangetrieben wurde und Bruce hat sich aus allem Möglichen eine Verschwörungstheorie gebastelt. Der Rest ist Massenhysterie.

Einzig die Verfolgung durch zwei schwarz vermummte Typen hat sich Bruce Kenner nicht eingebildet. Die lauern ihm in seiner Wohnung auf und greifen ihn an. Doch welch Überraschung, es sind keine Satanisten. Es ist sein ehemaliger Kollege George Nesbitt mit einem Kumpan. Dieser wollte sich einzig an Kenner rächen, weil er durch dessen falsche Anschuldigungen seinen Job verloren hat. So unschuldig der Polizist im Film auch sein mag, in der Realität hängen oft Polizeibeamte mit in der Satanistenszene drin, weshalb es fast immer gelingt, Missbrauchsfälle zu vertuschen. Eine böse Anspielung, die hier, wie alles andere verleugnet wird.

Der Film endet damit, dass Detective Kenner durch seinen paranoiden Verschwörungswahn Angela geholfen hat, ihre Familie sowie das Leben seines Kollegen Nesbitt zu zerstören. Kurz vor dem Abspann wird noch behauptet, dass es in Folge der Massenhysterie ähnliche Vorfälle gab, bei denen jedoch nie Beweise für rituellen Missbrauch durch satanische Sekten gefunden wurden. Dies ist eine bedenkliche Verzerrung der Tatsachen. Zwar gab es Vorfälle wie den der McMartin Preschool in den 1980ern, wo die Verdächtigen nach jahrelangen Prozessen freigesprochen wurden, nachdem keine Beweise für ihre Schuld gefunden werden konnten. Das bedeutet jedoch nicht, dass das Thema an sich eine Erfindung ist.

Fazit: „Regression“ gibt sich nicht einmal ansatzweise Mühe, das Thema des rituellen Missbrauchs objektiv aufzuarbeiten. Stattdessen werden alle tatsächlichen Beweise ignoriert und Satanssekten als reine Verschwörungstheorie abgetan. Das ist ein heftiger Tritt ins Gesicht aller Opfer, von denen es weltweit Millionen gibt.

Für Emma Watson muss es dabei besonders heftig gewesen sein, bei dieser Verleugnungskampagne mitzumachen. Immerhin spielte sie als Kinderstar in den hochgradig okkulten „Harry Potter“-Filmen mit und über die pädophilen Machenschaften der Filmindustrie hat Ex-Kinderstar Corey Feldman schon vor Jahren alles gesagt. Weiterhin spielte Watson 2015 in „Colonia Dignidad“ mit. Einem Film über eine reale Sekte in Chile, deren Anführer Paul Schäfer (1921-2010) sich nachweislich an Kindern vergriffen hat. Also ist Kindesmissbrauch doch keine bloße Einbildung.

Der Angriff auf die Hypnoseregression geht in eine ähnliche Richtung. So wie sie im Film dargestellt wird, ist sie selbstverständlich komplett unseriös. Nur hat das eben nicht allzu viel mit der Realität zu tun. Hinzu kommt, dass Missbrauchsopfer wie Cathy O’Brien sich durchaus auch ohne Hypnoseregression sehr detailliert an ihre Erlebnisse erinnern können und teils sogar ärztliche Befunde für die an ihnen begangen Verbrechen vorlegen können. Das wird im Film ebenfalls komplett ausgeblendet.

Wie es scheint, will die Filmindustrie mit diesem Machwerk alle Anschuldigungen unter den Teppich kehren. Die Zuschauer sollen glauben, dass sowohl der in der Filmindustrie weit verbreitete Satanismus als auch sämtliche prominenten Fälle von Kindesmissbrauch nichts als ein Schwindel sind. Die Lüge, die dieser Film verbreitet, ist so offensichtlich und ungeheuerlich, dass eigentlich kein vernunftbegabter Mensch darauf hereinfallen sollte. Leider tun es manche trotzdem.

Kinoplakat mit Betonung auf das Horusauge.

Kinoplakat mit Betonung auf das Horusauge.

Ghostbusters – Gozer der Vernichter

von Shinzon

1984 kam mit „Ghostbusters“ eine Gruselkömodie in die Kinos, die schnell zum Kultfilm avancierte. Die wenigsten wissen jedoch, welch schaurige Botschaften in diesem okkulten Machwerk tatsächlich vermittelt werden. Es geht nämlich nicht um Geister, die in alten Schlössern spuken, sondern um dämonische Wesen aus höheren Dimensionen, die von Satanisten angebetet werden.

Bereits die Eröffnungsszene beginnt mit einer Löwenstatue vor einer Bibliothek, welche in diesem Kontext offensichtlich eine Repräsentation Satans darstellen soll. Im Gebäude wird auch gleich darauf eine Archivarin von einem Gespenst geprankt.

01 Löwenstatue

Die Ghostbusters sind zu diesem Zeitpunkt noch anderweitig beschäftigt. Dr. Peter Venkman (Bill Murray) arbeitet in einem Universitätsgebäude namens „Weaver Hall“, was ein lustiger Zufall ist, da Sigourney Weaver ebenfalls eine Hauptrolle im Film spielt.

03 Weaver Hall

Auf der Bürotür des Parapsychologen hat jemand „Venkman burn in Hell“ geschrieben, was wohl an seinem Umgang mit Probanden liegt. Bei einem Telepathietest lässt er nämlich die Frauen trotz geringer Trefferquote immer gewinnen, während er Männer selbst dann mit Elektroschocks bestraft, wenn sie die Symbole auf seinen Karten richtig erraten.

04 Burn in Hell

Die Hölle beschwört Venkman also selbst herauf. Unter anderem auch mit der ersten Karte, die er hochhält, welche ein umgedrehtes Pentagramm zeigt.

05 Satanic Pentagram

Bevor Peter weiter mit der weiblichen Probandin flirten kann, funkt ihm Ray Stantz (Dan Akroyd) dazwischen und erzählt ihm von der Geistererscheinung in der Bibliothek. Dort wartet bereits Dr. Egon Spengler (Harold Ramis) auf die beiden. Im Keller entdecken die drei zunächst Ektoplasma – eine rotzige Substanz, die Ende des 19. Jahrhunderts bei Seancen in Mode kam. Kurz darauf entdecken die Geisterjäger auch das verantwortliche Gespenst, welches zunächst nach einer verstorbenen Bibliothekarin aussieht. Bei genauerer Betrachtung handelt es sich jedoch um einen hässlichen Dämon. Keine menschliche Seele nimmt nach dem Tod eine solche Gestalt an.

06 Dämon

Wieder zurück an der Uni, werden die drei Parawissenschaftler vom Campus geworfen. Das Team entscheidet sich, in die freie Wirtschaft zu wechseln und kauft eine heruntergekommene Feuerwehrwache, welche fortan ihr Hauptquartier sein soll. Unterdessen kündigt sich in einem alten Apartmentblock am New Yorker Central Park der nächste Auftrag an. Das gruselige Gebäude sieht schon von weitem aus wie eine babylonische Ziggurat.

07 Ziggurat

Die dämonischen Steinfiguren an der Fassade verschärfen den gruseligen Eindruck zusätzlich. Wer möchte denn in einer solch abscheulichen Bude wohnen?

08 Dämonenfigur

Nun ja, Dana Barrett (Sigourney Weaver) wohnt dort. Diese steigt gerade aus einem gelben Sonnenwagen mit freimaurerischem Schachbrettmuster und bringt ihren Einkauf nach oben.

09 Sonnenwagen

Ihre Zimmernummer ist die 2206. Die 22 steht für das Stockwerk, womit das Zimmer auf dieser Ebene die satanische Nummer 6 hat. Aber im Vergleich zu dem, was noch kommt, ist dieses Zahlenspiel eher harmlos.

10 Zimmer 2206

Unterwegs wird Dana von ihrem nervigen Nachbar Louis Tully (Rick Moranis) aufgehalten. Als wäre der Tag damit noch nicht schlimm genug, fängt es in ihrer Wohnung sogleich an zu spuken, während ironischerweise kurz zuvor ein Werbespot der Geisterjäger im Fernsehen läuft. Erst springen ein paar Eier aus der Packung und fangen auf dem Tisch an zu braten und dann grunzt auch noch der Kühlschrank. In diesem hat sich gerade ein Höllentor aufgetan, in dessen Zentrum eine Pyramide mit abgehobener Spitze steht. Davor sitzt Baphomets Schoßhund und stellt sich Dana als Zuul vor.

11 Zuul Dimension

12 Zuul

Wieder zurück im Hauptquartier der Ghostbusters hat Ray einen alten Schrottwagen besorgt, der noch etwas aufgepimpt werden muss. Die Bude haben sie innerhalb von zwei Tagen komplett renoviert, was eine wirklich beachtliche Leistung ist, und am Einlass sitzt bereits die neue Sekretärin Janine Melnitz (Annie Potts). Der Laden ist also bereit, Dana als erste Kundin zu empfangen, mit der Peter Venkman auch gleich rumschäkert.

Miss Barret war in den letzten zwei Tagen nicht ganz so fleißig und hat nicht mal die Eier auf ihrem Küchentisch entsorgt. Zuul hat sich in der Zwischenzeit allerdings aus dem Kühlschrank verkrümelt, sodass dort noch nur Coca Cola Schleichwerbung auf Dr. Venkman wartet.

13 Coke Werbung

Wirklich helfen kann Peter ihr nicht und nach einigen weiteren Anmachversuchen und sexuellen Belästigungen schmeißt Dana ihn aus ihrer Wohnung. Der nächste Auftrag ist zum Glück etwas weniger attraktiv und führt das Team ins exklusive Sedgewick Hotel. Entweder übernachten dort nur Könige oder die Krone steht für etwas anderes.

15 Sedgewick Krone

Die Vorfälle beschränken sich auf den 12. Stock, wo die Ghostbusters erstmalig auf den grünen Slimer treffen. Um diesen eher harmlosen Fresssack von einem Gespenst einzufangen, richten sie mehr Schaden als Nutzen an. Obendrein raucht Ray auch noch trotz Rauchverbot. Ekelhafte Tabak-Werbung!

16 Raucher

Nachdem alle Kronleuchter im Speisesaal zerstört sind, ist der Schleimteufel endlich eingefangen und die Jungs haben tatsächlich noch die Dreistigkeit, eine Rechnung zu stellen.

17 Geisterjagd

Aber das dekadente Hotel kann es sich ja leisten. Immerhin haben sich die Betreiber schon vergoldete Venusmuscheln in den Wandnischen geleistet.

18 Venusmuschel

Apropos vergoldet. Im nächsten Zusammenschnitt von weiteren Geisterjagten sieht man eine vergoldete Statue, die offensichtlich Prometheus darstellen soll.

19 Prometheus

Die Ghostbusters sind derweil auf Erfolgskurs und erzeugen immer neue Schlagzeilen. Nach den ganzen paranormalen Vorfällen bekommt Ray sogar feuchte Träume von Geistern.

20 Spirituelle Belästigung

Die Auftragslage entwickelt sich dermaßen positiv, dass das Team Zuwachs benötigt. Dieser wird beim Vorstellungsgespräch gefragt, ob er auch an UFOs glaube. Oberflächlich betrachtet hat diese Frage nichts mit dem Berufsbild der Geisterjägers zu tun. Es sei denn, hier wird wieder einmal eine Verbindung zwischen Dämonen und Außerirdischen gestrickt.

Während Neuzugang Winston Zeddemore (Ernie Hudson) die Geisterfallen leeren darf, bringt Peter seiner Lieblingskundin neue Informationen. Zuul ist offenbar ein antiker Dämon, der von den Hethitern, Mesopotamiern und Sumerern angebetet wurde. Der Günstling von Gozer trieb sich also im alten Babylon herum. Die Namen der Dämonen sind natürlich frei erfunden, wichtig ist aber, worauf hier angespielt wird. Zuul und Gozer müssen einfach nur durch babylonische Gottheiten ausgetauscht werden und schon ergibt sich da ein Muster.

Bevor die Geisterjäger ihren größten Auftrag angehen, bekommen sie jedoch Besuch vom Umweltamt. Walter Peck (William Atherton) wirft den Parawissenschaftlern Umweltverstöße vor und tatsächlich platzt ihre Endlagerstätte für Dämonen bald aus allen Nähten. Als wäre das noch nicht schlimm genug, erwachen die dämonischen Steinfiguren auf dem Dach von Danas Gruselbude zum Leben. Übrigens genau in dem Moment, wo die Obelisken auf dem Dach von Blitzen getroffen werden. Das bestätigt natürlich die Theorie, dass diese phallischen Objekte Energieantennen sind.

21 Antenne

22 Energie

23 Erwachen

Kurz darauf bekommt Dana Barrett erneut Besuch von Zuul. Um sie an der Flucht zu hindern, wird sie von drei dämonischen Pranken gepackt, die aus ihrem Sessel kommen. Eine greift sie an die linke Brust, eine andere kommt ihr aus dem Schritt. Ziemlich sexistisch diese Dämonen.

24 Grabschgeist

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Während Zuul in Danas Körper fährt, crasht der andere Baphomet die Party ihres Nachbarn Louis und ergreift von diesem Besitz. Fortan nennt er sich Vinz Clortho, Schlüsselmeister von Gozer. Diese Szenen gehören zu den gruseligsten des gesamten Films. Und mal ehrlich, die Kreaturen sind das Werk von echten Hardcore-Satanisten.

27 Vinz_1

Baphomet 1

Als Peter erneut Dana besucht, hat diese sich als Lady in Rot verkleidet und gibt sich als Torwächter zu erkennen. Wie es sich für eine Femme Fatale gehört, spielt die besessene Dana die sexuelle Karte. Nur steht Dr. Venkman nicht auf knurrende Succubi, die einen Meter über ihrem Bett schweben. Das wäre jetzt eigentlich der passende Moment für einen Exorzisten.

31 Lady in Rot

30 Lady in Luft

Vinz Clortho belästigt indes Leute auf offener Straße und wird schließlich von der Polizei bei den Geisterjägern abgegeben. Diesen erzählt er von antiken Kataklysmen in Zeiten, zu denen Gozer zuletzt auf Erden weilte. Wie ein Infrarotbild zeigt, ist er von Baphomet besessen.

31 Besessen_1

32 Besessen_2

Passend dazu zitieren Ray und Winston auf der Heimfahrt aus dem Buch der Offenbarung. Das Brechen der sieben Siegel ist eine perfekte Parabel auf das, was Walter Peck am nächsten Morgen vorhat. Als dieser nämlich den Reaktor der Geisterjäger abschalten lässt, hat dies das erste Zeichen der nahenden Apokalypse zur Folge. Die Dämonen brechen aus dem Endlager aus und strömen als Orbs über den Big Apple.

Das gruselige an dieser Szene ist, dass sie stark an einige UFO-Sichtungen rund um den Globus erinnert, bei denen der Himmel jeweils von hellen Lichtbällen bedeckt ist. Es gibt sogar Videoaufnahmen, die zeigen, wie solche Orbs aus einem leuchtenden Riss kommen, bei welchem es sich um einen Dimensionsübergang handeln könnte.

33 Orbattacke

Aufgrund von Pecks arrogantem Verhalten wird New York von Dämonen heimgesucht und zu allem Übel ist auch noch der Schlüsselmeister entkommen. Übrigens gibt es im Illuminati Card Game von 1995 eine Karte, die einen ähnlichen Dämonenangriff ankündigt. Ein solches Szenario ließe sich gewiss mit einer Hologrammshow und Halluzinogenen im Trinkwasser inszenieren.

PlagueofDemons

Die Geisterjäger verpassen die Show jedoch, weil sie inhaftiert werden. In der Zelle erklärt Egon, was es mit dem gruseligen Gebäude auf sich hat, in dem Dana wohnt. Das Dach ist wie eine gigantische Antenne gebaut und er gibt zu bedenken, dass die Eisenkonstruktion dieselbe Telemetriestruktur aufweist, welche die NASA benutzt, um Pulsare aufzuspüren.

Die Verbindung der NASA zu paranormalem Hokupokus ist dabei keineswegs fiktiv, wenn man bedenkt, dass der Raketenwissenschaftler und Satanist Jack Parsons vor jedem Raketenstart okkulte Rituale abgehalten hat. Die wissenschaftliche Mission der NASA ist nur ein Themenfeld, welches für die Öffentlichkeit gedacht ist. Hinter dieser Fassade geht es um Kontakte mit Außerirdischen bzw. extradimensionalen Intelligenzen.

Doch zurück zu dem Gebäude, welches nichts anderes ist als ein Dimensionstor. Der Name des Architekten lautet Igor Szandor, wobei der Nachname eine Anspielung auf den zweiten Vornamen des Church of Satan Gründers Anton Szandor LaVey sein dürfte. Igor Szandor war ein antihippokratischer Arzt und gründete 1920 die Geheimgesellschaft der Gozer-Anbeter. Ob nun Gozer oder Satan angebetet wird, läuft auf dasselbe hinaus, allerdings war LaVey kein Arzt, sondern Organist. Mit dem Beruf wird wohl eher angedeutet, dass viele Ärzte Okkultisten und daher nicht unbedingt vertrauenswürdig sind.

Die Gozer-Anbeter führten jedenfalls bizarre Rituale auf dem Dach ihres Gebäudes durch, welche das Ende der Welt einläuten sollten. Nun, da sich das Ende nähert, fragt sich aber, wo dieser Geheimbund mit seinen über 1.000 Anhängern abgeblieben ist? Müssten die nicht alles daran setzen, die Geisterjäger von ihrem Heiligtum fernzuhalten? Wäre es nicht realistisch, wenn sie gesellschaftliche Schlüsselpositionen wie das Amt des Bürgermeisters besetzt hätten?

Dieser lässt die Ghostbusters stattdessen aus ihrer Zelle holen und küsst erst mal den Ring eines katholischen Kardinals, der wahrscheinlich Jesuit sein dürfte. Seltsamerweise weiß der Kirchenmann keinen Rat und hält den okkulten Zauber sogar für ein Zeichen Gottes. So werden also die Geisterjäger entsandt, die Welt zu retten. Das wird auch höchste Zeit, denn der Schlüsselmeister ist inzwischen beim Torwächter angekommen.

35 Küss den Ring

34 Beine breit

Vor der Ziggurat werden die Geisterjäger erst mal von einer Erdspalte verschluckt, entkommen dem Angriff jedoch. Ob die Gebete der Nonnen und Rabbis vor dem Gebäude wohl etwas genützt haben? Zuul und Vinz hatten derweil schon etwas mehr Spaß und haben sich auf dem Opferalter zwischen zwei Obelisken gepaart. Wie unter Alkoholeinfluss ist auch Sex unter Besessenheit keine gute Idee, da man zuweilen erschrecken kann, neben wem man danach aufwacht. Nun, zumindest Louis dürfte mit dem Ergebnis glücklich sein.

37 Opferaltar

Die Ghostbusters sind inzwischen im 22. Stockwerk angekommen. Diese Zahl an sich ist schon bedeutsam, aber von Danas Apartment geht es noch eine weitere Treppe hinauf. Das Höllentor öffnet sich also auf der Ebene Nummer 23 – die Zahl der Illuminaten, welche für Zerstörung steht.

38 22 plus 1

Leider kommen die Geisterjäger zu spät, denn das Höllentor öffnet sich bereits und die beiden Besessenen verwandeln sich in satanische Kreaturen. Als Zugabe gibt es noch einen roten Himmel. Der steht ja immer wieder im Zusammenhang mit der Apokalypse.

39 Dimensionstor_1

40 Dimensionstor_2

41 Verwandlung_1

42 Verwandlung_2

Das Dimensionstor ist natürlich eine Pyramide mit illuminierter Spitze und wird von zwei weiteren Obelisken flankiert, welche die Säulen Jachin und Boas repräsentieren.

43 Hellgate_1

44 Hellgate_2

Bei genauerer Betrachtung ist an einer Wand vor dem Höllentor noch ein Wassermannkopf zu sehen. Hier wird unverhohlen das esoterische Wassermannzeitalter angekündigt, welches durch Gozers alias Satans Ankunft eingeläutet wird.

45 Wassermann

Passend dazu fragt Gozer, ob Ray ein Gott ist. Dieser verneint zunächst, woraufhin Gozer die Geisterjäger mit Machtblitzen zu töten versucht. Okay, der Dämon ist ein Sith-Lord.

46 Gozer

47 Machtblitze

Nach der Attacke meint Winston zu Ray, dass er das nächste Mal auf die Frage, ob er ein Gott sei, mit „ja“ antworten soll. Damit wird wieder mal das esoterische Konzept von der Gottwerdung des Menschen propagiert, was zu dem Hinweis auf das Wassermannzeitalter passt. Gesagt getan setzen sie zum Gegenangriff an, doch Gozer löst sich einfach nur in Luft auf. Offensichtlich ist die Kreatur körperlos, wobei der Hinweis, dass Gozer jede Form annehmen kann, äußerst interessant ist. Der Dämon könnte also auch als Außerirdischer in Erscheinung treten, wenn er das wollte.

48 Gozerposer

Als körperlose Stimme fordert Gozer die vier auf, die Form des Vernichters zu wählen. Venkman nennt dazu als Beispiel den Hochgradfreimaurer Josef Stalin, was wohl kein Zufall sein dürfte. Die Wahl fällt allerdings dank Rays Kindheitserinnerungen auf den Marshmallow-Mann. Dieser trampelt erst mal eine Kirche nieder, was die Zerstörung des Christentums durch den Antichristen versinnbildlichen soll.

49 Kirchenkiller

Mit den Protonenstrahlern können sie das Monster lediglich in Brand setzen. Da die Welt ohnehin unterzugehen droht, entscheiden sich die Geisterjäger, die Ströme der Protonenstrahlen zu kreuzen. Dadurch wird das Höllentor versiegelt, der Marshmallow-Mann wird gegrillt und es gibt eine gigantische Explosion, die eigentlich keiner auf dem Dach hätte überleben können.

50 Gekreuzte Ströme

51 Explosion_1

Dem gutgläubigen Publikum zuliebe überleben es die Geisterjäger aber doch. Sogar Dana und Louis lassen sich aus den Kadavern der Höllenhunde schälen. Warum aber muss Dana dabei stöhnen, als hätte sie gerade den tollsten Orgasmus ihres Lebens gehabt? Wahrscheinlich dem männlichen Publikum zuliebe. Zum Schluss werden die Ghostbusters gebührend gefeiert und Dan Akroyd darf noch mal für Marlboro Werbung machen.

53 Malboromann

Fazit: Was auf den ersten Blick wie eine Komödie wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als extrem Furcht einflößender Horrortrip. „Ghostbusters“ zieht dabei von Freimaurersymbolik über theosophische Esoterik bis hin zum Satanismus wirklich alle Register. Es geht um nichts Geringeres als um die Ankunft des Antichristen, die Apokalypse und das anschließende Wassermannzeitalter. Das Ganze spielt dann auch noch im Big Apple, was ja an sich schon eine Anspielung auf den Sündenfall ist.

Dark Shadows – Mind Control für Vampire

von Shinzon

Ursprünglich war “Dark Shadows” eine Vampirserie, die von 1966 bis 1971 lief. 1991 folgte eine Neuauflage und 2012 schließlich der Kinofilm von Tim Burton. Den ersten Barnabas Collins spielte Jonathan Frid (1924-2012), welcher noch kurz vor seinem dahinscheiden einen kleinen Cameo-Auftritt in Burtons Remake hatte. Seine einstige Rolle wurde indes von Johnny Depp verkörpert, was nicht passender hätte sein können, da es in diesem Film doch weniger um Vampire als vielmehr um Mind Control geht.

Zudem strotzt der Film nur so vor Freimaurersymbolik. Noch bevor es richtig losgeht, sieht man bereits eine Galionsfigur an einem Schiff, welche einen Sonnenkranz über dem Kopf trägt und die typische M-Handgeste macht.

01 Galionsfigur

Diese Szene spielt im Jahr 1760 und handelt von Barnabas’ Reise nach Amerika, wo seine Eltern ein Fischereiunternehmen aufbauen. Sogar das Fischerdorf, in dem er aufwächst, ist nach seiner Familiendynastie benannt. Unweit von Collinsport liegt das private Anwesen namens Collinwood, welches ziemlich düster erscheint.

Gruselbude

Die wahre Finsternis tritt jedoch 15 Jahre später in Form der Hexe Angelique Bouchard (Eva Green) in Barnabas’ Leben. Sie liebt ihn, doch als er sie zurückweist, tötet sie seine Eltern durch einen Fluch. Es kommt also schon früh schwarze Magie ins Spiel, die stark an Voodoo erinnert.

03 Voodoo

Barnabas studiert daraufhin selbst okkulte Bücher. Darin findet er den wahren Namen Satans: Mephistopheles. Das goldene „M“ auf rotem Grund erinnert dabei stark an das McDonalds-Logo. Eine groteske Schleichwerbung für teuflisch schlechten Fraß.

04 McPhisto

Nach Barnabas’ Eltern muss auch seine Geliebte Josette (Bella Heathcote) dran glauben. Diese wandelt unter dem Einfluss der Hexe zum Widow’s Hill und stürzt sich in den Tod. Josette ist dabei nicht sie selbst sondern steht unter einer Art okkulter Gedankenkontrolle. Sie reagiert wie ferngesteuert, was im späteren Verlauf des Films noch interessant wird.

05 Manchurian Josette

Als Barnabas seiner Geliebten in den Tod folgen will, überlebt er den Sturz in die Tiefe. Angelique hat ihn dazu verdammt, ein Vampir zu sein.

06 Vampirisiert

Anschließend hetzt die Hexe den Pöbel gegen ihn auf und lässt ihn lebendig begraben. Wenn sie ihn nicht haben kann, soll ihn keine haben und sein Leiden soll bis in alle Ewigkeit andauern. Die Szene könnte natürlich auch im Bohemian Grove spielen.

07 Lebendig begraben

Weiter geht es im Jahr 1972, also in der Zeit, in der die Originalserie gerade abgesetzt worden war. Zu den Klängen der wundervollen Ballade „Nights in White Satin“ von The Moody Blues sitzt Victoria Winters (ebenfalls Bella Heathcote) im Zug und starrt Löcher in die Luft. Man merkt auf den ersten Blick, dass die Reinkarnation von Josette ebenfalls unter Mind Control steht. Als sie für ihr Vorstellungsgespräch als Gouvernante probt, gibt sie sich zudem zwei verschiedene Namen, was ein deutlicher Hinweis auf eine multiple Persönlichkeitsspaltung ist.

08 Mind Control Vicky

Weiterhin trägt sie, ebenso wie Josette, blaue Kleidung, diesmal mit roten Knöpfen und weißer Bluse darunter. Kurzum die Farben der Freimaurer.

09 Blau-Weiß-Rot

In Collinsport angekommen, gibt es erst einmal Schleichwerbung für Shell.

10 Shell Schleichwerbung

Nachdem Victoria von ein paar Hippies mitgenommen und am Anwesen abgesetzt wurde, wird sie vom verzottelten Hausmeister Willie (Jackie Earle Haley) in der heruntergekommenen Collinsbude begrüßt. Immerhin gibt es hier noch keine Schachbrettböden und dergleichen. Die gesamte Deko hat mit maritimen Dingen wie Wasser, Fischen und Seepferdchen zu tun. Das sollte nicht weiter verwundern, da die Collins bekanntlich im Fischereigewerbe tätig waren.

Das Vorstellungsgespräch führt die Tante des kleinen David, für den Victoria die Nanny spielen soll. Elizabeth Collins Stoddard (Michelle Pfeiffer) stellt die Bewerberin sofort ein, nachdem diese sich gegen Frauenrechte ausgesprochen hat. Als erstes suchen die beiden Elizabeths Tochter Carolyn (Chloë Grace Moretz) auf. Für eine Fünfzehnjährige ist deren Auftreten stark übersexualisiert und später werden bei Tisch noch einige anrüchige Masturbationsanspielungen über sie gemacht.

11 Carolsin

Beim Essen lernt Victoria Elizabeths Bruder Roger Collins (Jonny Lee Miller) und Dr. Julia Hoffman (Helena Bonham Carter) kennen. Der gestörte Sohn David (Gulliver McGrath) taucht zunächst als Gespenst zum Essen auf. Darunter trägt er einen gestreiften Pyjama, der an Häftlingskleidung erinnert. Doch wer hält ihn gefangen? Die CIA im Rahmen von MK Ultra?

12 David Pyjama

Gleich in der ersten Nacht begegnet Victoria dem Geist von Josette, die ihr die Ankunft von Barnabas ankündigt. Aber Moment mal, sollte sie nicht eigentlich deren Reinkarnation sein? Immerhin handelt es sich ja um dieselbe Schauspielerin.

13 Josettes Geist

Josettes Geist behält jedenfalls Recht, denn in derselben Nacht stoßen Bauarbeiter auf den Sarg des Vampirs. Dieser erweist sich für seine Befreiung als ziemlich undankbar und saugt erst einmal alle Anwesenden aus. Wie später zu hören ist, handelt es sich um insgesamt 11 Opfer, was auf die freimaurerische Dualität anspielt. 11 müssen sterben, damit einer leben kann.

Kurz nach der Mahlszeit wird Barnabas von einem hellen Schein erfasst. Es handelt sich um eine Leuchtreklame von McDonalds, die er sofort mit Mephistopheles in Verbindung bringt. Dann war die Initiale in dem alten Schmöker also tatsächlich Schleichwerbung und obendrein steht die Burgerbude mit dem Teufel im Bunde.

14 Blutsauger

15 McDonalds

Kurz darauf wird Barnabas fast von einem Auto angefahren. Selbstverständlich kennt er weder Autos noch Asphaltstraßen und auch Collinsport kommt ihm seltsam fremd vor. So ist das wohl, wenn man fast 200 Jahre verpennt hat. Als er endlich auf seinem alten Anwesen ankommt, trifft er ausgerechnet auf Willie, den er sogleich hypnotisiert, um Antworten zu erhalten. Die hätte er aber wohl auch ohne den Jedi-Trick bekommen.

16 Hypnose

Immerhin hat Willie gute Nachrichten für ihn. 4 Mitglieder seiner Familie leben noch. Doch halt! Barnabas hatte keine Kinder und auch keine Geschwister, wie kann er also Nachkommen haben? Der erste große Filmfehler. Kein Fehler ist es dagegen wohl, dass der Vampir bei Betreten seines Hauses zuerst die Statue von Poseidon befummelt – ausgerechnet der Gott mit dem Dreizack, welcher auch in Mephistos Händen zu finden ist.

17 Dreizack

Der jüngste Spross der Collins spielt derweil mit Dinosaurierfiguren. Nach einer Schallplatte von T.Rex schon die zweite Anspielung auf Reptiloide.

18 Dinos

Barnabas schreitet zunächst an David und Carolyn vorbei und befummelt die Marmorfiguren am Kamin. Das Auge des Seepferdchens stellt bei genauerer Betrachtung einen Stern der Ištar dar.

19 Ischtar-Auge

Als Barnabas endlich seinen jüngsten Erben entdeckt, bleibt ihm nicht viel Zeit, sich mit ihm bekannt zu machen. Elizabeth unterbricht die Szene und glaubt zunächst an einen üblen Scherz. Während des folgenden Wortgefechts gibt es nebenher wieder etwas Blau/Rot-Symbolik.

20 Blau-Rot-Roboter

Als Beweis für seine Identität offenbart Barnabas der Dame des Hauses einige Geheimtüren und -mechanismen des Anwesens. Dabei stellt sich heraus, wo Vampire wandeln, sind Wölfe nicht weit.

26 Wölfe

Am überzeugendsten ist für sie jedoch, dass Barnabas kein Spiegelbild hat, was sie bei einem Abstecher in einen Geheimgang bemerkt.

22 Kein Spiegelbild

Nachdem sie von dem Vermögen weiß, welches unter dem Haus schlummert, geht Elizabeth einen Pakt mit ihrem Ahnen ein. Dieser soll seine Identität gegenüber den anderen geheim halten, was sich aufgrund seiner ständigen altertümlichen Äußerungen als schwierig erweist. Geheimnisse sind wohl eher Elizabeths Ding, was sich u.a. in ihren Eulen-Ohrringen äußert, die als Anspielung auf die Illuminaten gewertet werden können.

23 Eulenohrringe

In Konkurrenz zum Fischereibetrieb der Collins steht die Firma Angelbay, welche der erblondeten Angelique gehört. Deren Auto ist natürlich rot, während ihre Mitarbeiter die Farben der Freimaurer tragen. Mit anderen Worten steht sie an der Spitze der Machtpyramide.

24 Rotes Auto

Als Angelique von den 11 Toten erfährt, ahnt sie von Barnabas’ Rückkehr und sucht ihn in seinem Haus auf. Dieser ist wenig angetan von dieser Begegnung, denn die Hexe hat ihm alles genommen. Sogar seiner Familie hat sie mit ihrem Konkurrenzkonzern das Geschäft ruiniert und sie ist mit ihren Demütigungen noch nicht am Ende. Allerdings schmeißt sie sich ihm andererseits auch gleich wieder an den Hals, denn sie begehrt ihn nach wie vor.

Durch geschickte Manipulation gelingt es Elizabeth schließlich, Barnabas zu ermutigen, den Kampf gegen die Hexe aufzunehmen. Er lässt daraufhin das Anwesen renovieren und baut das Familienunternehmen wieder auf. Er schafft, was Elizabeth jahrzehntelang vergeblich versucht hat.

25 Schwarzer Schirm

Um Fische zu verarbeiten, brauchen die Collins natürlich noch einen Kapitän mit einem Fangschiff. Diesen finden sie in Silas Clarney. Gespielt wird dieser von keinem geringeren als Christopher Lee, was ein kleiner Insider-Gag ist, denn Barnabas erhält hier Hilfe von dem Dracula-Darsteller schlechthin. Kapitän Clarney muss allerdings erst noch überzeugt werden, was Barnabas abermals mit dem Jedi-Trick gelingt. Auch das ist ein Insider, denn Christopher Lee spielte ebenfalls den abtrünnigen Jedi Count Dooku, der zu dunklen Seite überlief.

26 Christopher Lee

Im Hause Collins offenbaren sich derweil einige Geheimnisse. Elizabeths Bruder Roger beobachtet, wie Barnabas aus dem Geheimversteck unter dem Kamin steigt und die Familienpsychologin Dr. Hoffman findet während einer Hypnosesitzung heraus, dass Barnabas ein Vampir ist. Der alte Blutsauger selbst interessiert sich indes für Flirttipps, mit denen er das Herz von Victoria erobern kann. Dafür konsultiert er ausgerechnet Carolyn, der er zu einer baldigen Nutzung ihres gebärfähigen Beckens rät. Direkt neben der damals noch minderjährigen Schauspielerin findet sich in dieser Szene ein Schmetterling, der zusammen mit den sexuellen Anspielungen kein gutes Zeichen ist. Aber zum Projekt Monarch kommen wir später noch.

27 Schmetterling

Neben Barnabas findet sich in derselben Szene ein geflügeltes allsehendes Auge. Das Plakat ist zudem in Blau/Rot gehalten und direkt daneben findet sich noch ein kleines blaues Bild von einem Gesicht, dessen linkes Auge ebenfalls hervorgehoben ist.

28 Geflügeltes Auge

In der darauf folgenden Nacht metzelt der alte Collins eine Gruppe unschuldiger Hippies dahin. Zwar bedauert er seinen Durst, dennoch zeigt sich einmal mehr, welch abartige Kreatur er ist. Er hätte zumindest Jagd auf Verbrecher machen können, statt auf friedliche Blumenkinder. Obendrein wird hier die Chance auf einen Gag verpasst, denn er wird von dem Hippieblut nicht mal high. Im Kern ist diese Szene daher eher als Ablehnung des Pazifismus zu verstehen, denn Satanisten lieben den Krieg.

Wo es Barnabas nun nach Blut und Liebe dürstet, verlangt es Angelique einzig nach Kontrolle. Es stinkt sie an, dass die Geschäfte der Collins wieder laufen und ihren eigenen Profiten tatsächlich abträglich werden. In ihrem Konferenzzimmer findet sich übrigens die freimaurerische Galionsfigur vom Beginn des Films.

29 Angeliques Mettingroom

Zunächst bietet sie ihrem einstigen Angebeteten einen Deal an. Sie wünscht sein Familienunternehmen aufzukaufen und auch privat mit ihm zu fusionieren. Ihre Flirttechniken lassen natürlich sehr zu wünschen übrig, denn während sie ihn verbal verführt, legt sie ihm die Hand an den Hals. Normalerweise macht ein Freimaurer diese Geste nur bei sich selbst und nicht als Drohung gegen andere.

30 Angeliques Hand am Hals

Beim folgenden Liebesakt entpuppt sich Angelique als nicht ganz menschlich. Zunächst wächst ihr spontan ein zweites Paar Arme. Außerdem zerkratzt sie mit ihren langen Fingernägeln die gesamte Einrichtung.

31 Vier Arme

Ihrer gespaltenen Zunge nach zu urteilen ist sie ein getarnter Reptiloid, was dann auch gleich ihr hohes Alter von über 200 Jahren erklären würde.

32 Reptozunge

Barnabas hat allen Grund dazu, die letzte Stunde zu bereuen. Ebenso seine offenen Worte, denn nach diesen entlässt Angelique ihn mit der Drohung, ihn zu zerstören, wenn er sich ihr nicht hingibt. Das hat er jedoch keineswegs vor. Im Gegenteil will er einen Ballabend veranstalten, um die Beliebtheit seiner Familie im Kaff wiederherzustellen. Tipps erhält der antike Vampir dabei von Carolyn, die Alice Cooper auf der Party sehen will. Der ist natürlich als Schlangenträger auf einem Magazin abgebildet.

33 Alice Schlangenträger

Die Party erfüllt tatsächlich Carolyns Erwartungen. Barnabas hat die Bude wahrlich wieder zum Glänzen gebracht und alles, inklusive der Diskokugel, besorgt. Am Eingang begrüßen die Lavalampen Jachin und Boas die Besucher.

34 Jachin und Lava

Sogar an zwei Tänzerinnen in Käfigen hat der alte Lustknabe gedacht.

35 Frauen in Käfigen

Alice Cooper spielt sich in dieser Szene übrigens selbst. Da er schon immer so abgehalftert aussah, fällt es kaum auf, dass er 40 Jahre jünger sein müsste. Barnabas fällt zu diesem Anblick nur ein, dass Alice das „hässlichste Frauenzimmer“ ist, welches er je gesehen hat.

36 Hässliches Frauenzimmer

Übrigens ist der Auftritt Coopers in einer Zwangsjacke wieder einmal eine Anspielung auf den Missbrauch von Psychiatriepatienten für Gedankenkontrollexperimente. Direkt im Anschluss offenbart Victoria dem Hausherren nämlich ihre Kindheitsgeschichte. Da sie schon früh Geister sehen und mit ihnen kommunizieren konnte, wurde die Kleine von ihren Eltern in eine Nervenklinik eingewiesen.

37 MK-Ultra-Opfer_1

38 MK-Ultra-Opfer_2

Victoria, die eigentlich Maggie Evans heißt, wurde einer Elektroschocktherapie unterzogen. Das ist eine direkte Bezugnahme auf das Projekt Monarch der CIA, bei welchem ebenfalls Elektroschocks angewandt wurden, um Patienten zu traumatisieren und ihr Bewusstsein zu manipulieren.

39 Monarch-Programm

Das erklärt nicht nur die ganzen Schmetterlinge, sondern auch Victorias starren Blick in der ersten Szene. Ihr Ausbruch aus der Klinik, in der sie fast ihr gesamtes Leben verbracht hat, liegt nämlich erst wenige Tage zurück. Der Geist von Josette hat sie schließlich auf die Stelle im Haus der Collins aufmerksam gemacht.

40 Stellenanzeige

Während Barnabas ihrer Lebensgeschichte lauscht, trifft vor dem Haus bereits die Konkurrenz ein. Es war ja klar, dass Angelique als Lady in Rot zur Party kommt, immerhin müsste inzwischen jeder kapiert haben, dass sie ein Teufel ist.

41 Angelique in Rot

Fatal ist hier jedoch nicht nur die Femme, sondern vor allem, dass sie ihren Angebeteten mit Victoria herumknutschen sieht. Da bekommt sie gleich Risse im Gesicht, die ihr linkes Auge betonen. Fast so wie der Blitz in den Gesichtern von David Bowie und Lady Gaga.

42 Augennarbe

Auch der Vampirfürst muss am Tag darauf eine für ihn abscheuliche Entdeckung machen. Dr. Hoffman hat ihm nicht etwa Blut abgezapft, um eine Heilung für ihn zu finden. Im Gegenteil benutzt sie sein Blut, um selbst wie er zu werden. Das hat etwas von Gräfin Bathory, die in Jungfrauenblut badete, um nicht zu altern. Mit dem einzigen Unterschied, dass Julia nicht in Barnabas’ Blut badet, sondern es sich als Transfusion injiziert. Die Strafe darauf lautet Tod und ihre Leiche verklappt der Hausherr zusammen mit Willie des Nachts im Meer.

43 Doctor Bathory

Am nächsten Tag erwischt Barnabas seinen Nachfahren Roger beim Versuch, das Familienerbe zu plündern. Er stellt ihn vor die Wahl, ein vorbildlicher Vater für David zu werden oder das Anwesen zu verlassen. Tatsächlich entschließt sich der Arsch, abzureisen und seinen Sohn im Stich zu lassen. David, der im Film eine absolute Nebenrolle spielt, wird kurz darauf fast von der herabstürzenden Diskokugel erschlagen. Bei seiner Rettung outet sich das Familienoberhaupt als Vampir und fängt kurz darauf im Tageslicht Feuer. Keine gute Wendung, denn nun haben David und Victoria Angst vor ihm.

44 Sonnenlicht

Für den alten Collins ist das Maß damit voll. Wutentbrannt stapft er in Angeliques Büro und fordert sie auf, den Fluch von ihm zu nehmen. Die lässt sich jedoch keineswegs einschüchtern, droht ihm stattdessen, Victoria wie einst Josette von der Klippe springen zu lassen. Sie stellt ihn ein letztes Mal vor die Wahl, an ihrer Seite zu herrschen oder abermals für einige Jahrhunderte in einem Sarg zu schmoren. Er trifft die moralisch richtige Entscheidung, welche ihn allerdings ratzfatz in einen Sarg befördert.

Bevor sie seinen Sarg in die Familiengruft bringt, fackelt Angelique noch die Fischfabrik der Collins ab. Es bleibt kein Zweifel am Zorn dieser garstigen Hexe. In der Familiengruft der Collins wird übrigens ein Steinaltar von einem Freimaurerhandschlag geziert.

45 Freimaurerhandschlag

Als nächstes führt die Hexe die Polizei samt einem wütenden Mob zum Anwesen der Collins. Dort stellt sich Barnabas, den der kleine David inzwischen wieder befreit hat, freiwillig unter der Bedingung, dass auch Angelique verhaftet wird. In dieser Szene gibt es wieder ein interessantes Detail über die Collins. Nachdem sie nun schon als Freimaurer geoutet sind, offenbaren die Türgriffe des Eingangsportals ihre religiöse Gesinnung. Sie bilden ein umgedrehtes Satanskreuz.

46 Satanskreuz

Vor den Augen des Mobs entlarvt Barnabas Angelique als Hexe, indem er sie beißt und sie daraufhin Risse bekommt. Sie hat allerdings auch ein paar coole Tricks drauf und kotzt ihn mit Reptiloidengift voll. Woher kommt einem das nur bekannt vor? Ach ja: „Mortal Combat“!

47 Reptokotze

Um dem Fass die Krone aufzuschlagen, entpuppt sich Carolyn kurz darauf als Werwölfin. Was das jetzt zur Handlung beitragen soll, bleibt fraglich.

48 Wolfgirl

Bei dem folgenden Show Down wird das Anwesen der Collins so ziemlich komplett zerstört. Die Polizei und der wütende Mob sind indes ohne ersichtlichen Grund verschwunden. Dafür taucht der Geist von Davids ermordeter Mutter auf und hängt die Hexe in den Kronleuchter. Und wozu die ganze Effektschlacht? Am Ende schenkt Angelique Barnabas ihr Herz und stirbt! Wenn das so ist, das hätte sie auch gleich tun können.

49 Herzilein

Zum Schluss muss Barnabas nur noch seine geliebte Victoria vor dem Sturz vom Widow’s Hill retten. Da er sie nicht aufhalten kann, beißt er sie im Fall und verwandelt sie damit in einen Vampir. Ein Happy End sieht anders aus, denn statt den Fluch zu beenden, hat er ihn ausgeweitet und nun gibt es schon zwei Blutsauger. Nein halt, sogar drei, denn Julia Hoffman ist am Meeresgrund zu neuem Leben erwacht.

51 Vicky Vampire

Fazit: „Dark Shadows“ ist mehr als nur ein Vampirfilm und Remake der alten Serie. Zwar gibt es hier und da einige witzige Szenen, z.B. wenn Barnabas eine Lavalampe erforscht oder nach der Frau im Fernseher sucht. Aber auch das Label Komödie wäre hier deplaziert. Im Kern handelt es sich um ein Drama über Gehirnwäsche und Manipulation. Ob nun die Hexenflüche, denen Josette zum Opfer fällt, die Folter durch Elektroschocks, die Victoria erleiden musste, oder die ständigen Hypnoseangriffe, mit denen Barnabas seine Mitmenschen unter Kontrolle bringt.

Das Thema Gedankenkontrolle ist allgegenwärtig und spiegelt sich sogar in Johnny Depps Sonnenbrille wieder, die bei genaurer Betrachtung blaue Gläser hat. Der Schauspieler ist fast immer mit blauen Sonnenbrillen oder anderen blauen Farbtriggern zu sehen. Angeblich trägt er die blauen Brillen, weil er fast blind ist. Doch wie sollen blaue Brillengläser dagegen helfen? Und warum trägt er meist irgendeinen anderen blauen Gegenstand, wenn er mal keine Brille auf hat?

Johnny Depp Farbtrigger

Stichwort „Project Bluebird“. Dieses Mind Control Programm der CIA lief von 1949 bis 1950 und war ein Vorläufer von MK Ultra. Zu den Methoden des Project Bluebird gehörte u.a. Hypnose, wovon es in „Dar Shadows“ mehr als reichlich gibt. Schlussendlich finden wir den blauen Vogel sogar als Tattoo auf Johnny Depps rechtem Unterarm.

Johnny Depp Bluebird

Wolfcop – Sex, Drugs und Satanismus

von Shinzon

Nach dem Vampir-Hype kommen Werwölfe gleich an zweiter Stelle. Zuweilen treffen beide Spezies sogar aufeinander, wie z.B. in den „Twilight“- und „Underworld“-Filmen. Streng genommen ist „Wolfcop“ ebenfalls ein solches Crossover, doch steht der Werwolf hier eindeutig im Vordergrund und die Blutsauger sind keine richtigen Vampire. Aber auch sonst bricht diese Horrorkomödie mit den gewohnten Genre-Regeln.

Bereits im Vorspann konfrontiert der Drehbuchautor und Regisseur Lowell Dean die Zuschauer mit Szenen eines schwarzmagischen Rituals, welche mit entsprechend satanistischer Symbolik garniert sind. Das umgedrehte Satanspentagramm ist dabei von zentraler Bedeutung und wird gegen Ende des Vorspanns mit dem allsehenden Auge kombiniert.

01 Pentagramm_1

02 Pentagramm_2

Apropos allsehendes Auge – ein solches gibt es bereits vor Beginn des Films im Clip der Produktionsfirma Ascot Elite Entertainment zu sehen. Es dürfte also klar sein, wohin die Reise geht.

Ascot Eye

Das Erste, was nach dem Vorspann zu sehen ist, sind leere Alkoholflaschen und das Bild einer nackten Frau. Damit wären bereits in der ersten Minute die Alkohol- und Sex-Agenda abgehakt.

03 Quote mit Titte

Außerdem erfahren die Zuschauer gleich zu Beginn, dass Polizeisergeant Lou Garou (Leo Fafard) ein Säufer ist. Sein Name ist übrigens eine Anspielung auf „loup garou“, das französische Wort für Werwolf. Wer diese Sprache versteht, weiß also bereits, wer bald zum Werwolf mutieren wird. Wer auf Lous Sheriffstern am Ärmel achtet, weiß zudem, dass die Gemeinde Woodhaven von Satanisten kontrolliert wird. Während nämlich andere Sheriffsterne 6 bis 7 Zacken haben, handelt es sich bei der Polizei von Woodhaven um ein umgedrehtes Pentagramm.

04 Alkoholiker

Lou passt wahrhaftig in die Gemeinde, denn dort findet gerade ein Trink- und Schießfestival statt. Betrunkene Waffennarren – das kann eigentlich nur in einer Katastrophe enden.

05 Drink & Shoot

Während Sergeant Garou erst mal seinen Kater auskotzt und mit Restalkohol im Blut Auto fährt, gibt es bereits einen ersten kleinen Hinweis, dass in Woodhaven noch mehr vor sich geht als saufen und ballern. Überall hängen Vermisstenanzeigen für Hunde und Katzen. Das perfekte Szanario für ein paar Zahlenspielereien. Die Telefonnummer für die vermisste Katze ergibt z.B. in der Quersumme 33. Obendrein heißt das arme Tier auch noch „Nipples“, was wohl auf die zahlreich vorhandenen Nippel anspielt, mit denen der Film um Quote beim männlichen Publikum ringt.

06 Nipple Cat

Tittengraffitis stehen auch bei den Schmierfinken der Stadt hoch im Kurs. Nebenbei sprayen sie aber gleich noch die Zahl des Teufels an Hauswände. So viel okkulte Symbolik in den ersten drei Minuten ist schon wirklich rekordverdächtig.

07 666 Graffiti

Weiter geht es mit etwas Alkohol- und Aspirinschleichwerbung. Natürlich nur für den Fall, dass jemand noch nicht mitbekommen hat, dass Lou ein Alkoholproblem hat.

08 Alkoholwerbung

Der erste Anruf führt Lou zu seinem Saufkumpel und Waffenhändler Willie Higgins (Jonathan Cherry), der ihm etwas von okkulten Ritualen im Wald erzählt und ein Video von einem Pentagramm an einem Baum zeigt. „Das Zeichen des Antichristen“, wie er meint.

09 Baumpentagramm

In dieser Szene gibt es bereits zwei diskrete Hinweise darauf, was sich hinter dem satanistischen Treiben verbirgt. Zum einen trägt Willie ein T-Shirt mit einer Fledermaus. Das deutet auf Vampirismus hin und es ist auch kein Zufall, warum ausgerechnet Willie mit derartigen Motiven herumläuft.

<10 Fledermausmann

Lou trinkt indes aus einer Tasse mit einem Grey-Kopf, womit eine Verbindung zwischen Vampirismus und Außerirdischen hergestellt wird. Auf den ersten Blick mag die Platzierung solcher Symbole vielleicht zufällig wirken, doch am Ende wird es durchaus noch Sinn ergeben.

11 Believe

Sergeant Garous nächste Station ist die Dorfspelunke, in der sein zukünftiges Schicksal bereits angekündigt wird. Dort läuft er nämlich an einer Wolfsfigur vorbei.

12 Wolffigur

In der Kneipe bleibt es nicht lange friedlich, denn zuerst taucht der örtliche Drogenboss (Jesse Moss) auf, gefolgt von dem Bürgermeisterkandidaten Terry Wallace (Ryland Alexander), der verspricht, die Stadt von Kriminellen zu säubern. Der ideale Zeitpunkt, um ein paar weitere Pentagramme zu platzieren und mit den Freimaurerfarben zu spielen.

13 Terry Button

Der Rest des Tages vergeht wie im Flug, ohne dass Lou das Geringste erreicht. In der Nacht wagt er sich dann jedoch in den Wald, um den Hinweisen von Higgins nachzugehen. Natürlich ist gerade Vollmondnacht und im Wald treiben sich keineswegs nur jugendliche Metalheads herum.

14 Vollmondnacht

Nachdem er Terry kopfüber an einem Baum hängend gefunden hat, bekommt Lou eine übergebraten und das Letzte, was er sieht, sind einige schwarz gekleidete Teufelsanbeter.

15 Satanistenpack

Am nächsten morgen wacht der Trunkenbold total verkatert auf, was an und für sich nichts Ungewöhnliches ist. Seltsam ist nur, dass sein Hemd nach Hund riecht und sein Bart direkt nach der Rasur nachwächst. Am meisten beunruhigt ihn jedoch das umgedrehte Pentagramm, welches man ihm in die Brust geritzt hat.

16 Pentagrammnarben

Kaum hat er den Schock verdaut, wird er zum Fundort einer Leiche in den Wald gerufen. Der Tote ist Terry Wallace, welcher nun ganz gewiss nicht mehr Bürgermeister werden wird. Sein Hals ist wie von einem Tier zerfetzt, weshalb das Trink- und Schießfestival abgesagt wird. Zuletzt fiel das Festival vor 32 Jahren aus und rein zufällig gab es damals ebenfalls eine Sonnenfinsternis, wie sie derzeit kurz bevorsteht. Lou, der sonst wahrlich kein guter Ermittler ist, dämmert allmählich, dass es da einen Zusammenhang geben muss.

Bevor er jedoch seine Recherchen beim allabendlichen Kneipenbesuch vertiefen kann, wird ihm plötzlich schlecht. Er muss die Bardame Jessica (Sarah Lind) kurz allein lassen, auf die wegen der roten Schuhe wohl eher der Namen Dorothy gepasst hätte. Oder soll damit eher angedeutet werden, dass sie die Lady in Rot ist?

17 Rote Schuhe

Rot kommt es auf dem Klo auch aus Lou, was eigentlich ein Fall für den Notarzt wäre. Die erste Verwandlung zum Werwolf ist immer die schmerzhafteste. Ironischerweise hängt über dem Pissoir das Plakat einer Veranstaltung mit dem passenden Titel „Wildman“, welche an einem Freitag den 13. stattfindet. Ein okkultes Datum gepaart mit einem weiteren Hinweis auf Lykantropie, welcher mit dem Veranstaltungsort „Tooth & Nail“ noch etwas auf die Spitze getrieben wird. Die Zähne und Nägel von Lou werden nämlich in den nächsten Sekunden ungewöhnlich scharf.

18 Friday 13

19 Verwandlung

Nachdem Lou im wahrsten Sinne des Wortes sein Gesicht verloren und zwei Kleinkriminelle geschlachtet hat, die Jessicas Kneipe überfallen wollten, wacht er an ein Bett gefesselt auf. Wie sich herausstellt, hat sein Kumpel Willie ihn betäubt und mitgenommen. Um Lou zu beweisen, dass er ein Werwolf ist, kocht er ihm Rührei mit blauem Eisenhut, allerdings hätte bei der hoch giftigen Zutat wohl jeder gespuckt. Während Lou nun damit konfrontiert wird, dass er ein Werwolf ist, zieht Higgins Vergleiche zu Vampiren und trägt dabei abermals ein Fledermaus-T-Shirt.

20 Fledermausvamp 2

An der Arbeit erwartet den Wolfcop ein grausiger Tatort, aber noch ahnt niemand, dass er für die beiden Toten verantwortlich ist. Allerdings findet seine Kollegin Tina (Amy Matysio) ein Gesicht auf der Toilette, welches große Ähnlichkeit mit Lou hat.

21 Facelifting

Nach der Tatortbesichtigung geht Officer Garou wieder seinen Recherchen nach und findet heraus, dass das Verschwinden seines Vaters Ed Garou im Zusammenhang mit den Ereignissen vor 32 Jahren steht. Er selbst war damals erst 10. Bei dem Versuch, die Puzzlestücke miteinander zu verbinden, fallen ihm schließlich wieder die okkulten Symbole ein.

22 Brennendes Pentagramm

Lou leiht sich ein Buch über okkulte Mythologie aus. In diesem steht etwas über das Ritual der Bluttaufe, bei welchem ein Werwolf in einer Vollmondnacht durch ein menschliches Blutopfer geschaffen wird und nicht wie üblich durch einen Werwolfsbiss.

24 Bluttaufe_1

25 Bluttaufe_2

26 Bluttaufe_3

Der Bluttaufe wird schon bald das Ritual der Abrechnung folgen. Zwar sind Werwölfe bei Vollmond nahezu unverwundbar, doch während einer Sonnenfinsternis sind sie geschwächt und damit angreifbar.

27 Abrechnung

Bei der Abrechnung geht es darum, den Werwolf ausbluten zu lassen. Und wer säuft dieses Blut als wäre es Fanta? Laut dem okkulten Buch stecken reptiloide Gestaltwandler hinter allem, welche auch gleich mit dem umgedrehten Pentagramm sowie dem allsehenden Auge in Verbindung gebracht werden. Für diejenigen, die sich schon etwas ausführlicher mit Satanismus und dem damit verbundenen Schlangenkult beschäftigt haben, ist dieser Auftritt der Reptos wahrlich keine Überraschung. Eher eine Bestätigung.

28 Shapeshifters

In der folgenden Nacht will Higgins die Verwandlung von Lou mit seiner Videokamera dokumentieren. Bevor es losgeht, kommt jedoch Tina vorbei und offenbart ihrem Kollegen, dass ihr Vater, dem einst die Dorfkneipe gehörte, vor 32 Jahren verschwand und Ed Garou als einziger nach ihm suchte, bis auch er wenig später verschwand. Lou hat die Parallelen zu seinem eigenen Schicksal und dem Tod von Terry Wallace natürlich längst erkannt.

Kaum ist Tina wieder aus dem Haus, beginnt Lous Verwandlung. Passend zu seinem neuen Outfit verlangt er diesmal nach einem „Wildmen Kentucky Bourbon“. Selbst als Wolf ist er noch ein Säufer.

30 Wildmen

Als nächstes will er seinen Hunger mit Donuts stillen, doch da diese alle sind, beschließt er, die Zelle zu verlassen. In die hatte ihn Willie eigentlich aus Sicherheitsgründen gesteckt. Doch Lou merkt an, dass er nicht einfach nur ein Wolf, sondern ein Wolfcop ist und wie es sich für einen Cop gehört, muss er erst einmal zum nächsten Donutladen. Dort läuft gerade ein Überfall, der ziemlich mies für die Ladenräuber ausgeht.

31 Donutladen

Nach getaner Arbeit wird erst einmal das Polizeiauto umgestylt. Mit der aufgemotzten Karre geht es dann weiter zur örtlichen Drogenscheune, wo sich der Gangsterboss gerade Crystal Meth reinzieht.

32 Meth

Was nun kommt, sind jedoch keine Drogenhalluzinationen. Wolfcop nimmt die Bude komplett auseinander, wobei einige Gangster ihr Gesicht oder gar ihren Kopf verlieren. Am Ende explodiert die Scheune und damit auch der gesamte Drogenmarkt.

33 Gesichtsverlust

Wieder zurück im Revier gibt Jessica sich als Rotkäppchen und versorgt den großen, bösen Wolf mit Alkohol.

34 Rotkäppchen

Das ist aber nicht das Einzige, womit sie ihm dienen kann. Was in den folgenden zweieinhalb Minuten geschieht, lässt sich nur noch mit dem Wort „Zoophilie“ beschreiben.

35 Sodomie

Wie sich nach der fragwürdigen Nummer herausstellt, ist Rotkäppchen nicht ganz diejenige, für die sie sich ausgibt. Jessica betäubt die Bestie mit einem Drink und verwandelt sich kurz darauf in Bürgermeisterin Bradley (Corinne Conley). Das ist dann wohl ein diskreter Hinweis darauf, dass reptiloide Gestaltwandler an der Spitze der Machtpyramide stehen und ihre menschlichen Gegenkandidaten ausradieren, sofern sie Aussicht auf einen Wahlerfolg haben. Für Lou ist es darüber hinaus ein ziemlich fieser Schock, dass sich die heiße Jessica in ein gruseliges, altes Reptil verwandelt.

35 Reptil

Am nächsten Morgen wird Wolfcop von Jessica/Bradley und Willie Higgins in den Wald abtransportiert. Überraschung, sein bester Kumpel ist auch ein Gestaltwandler. Und nicht nur der, sondern ebenso Lous Boss Ray (Aiden Devine), welcher zudem als Chef des Drogenkartells unterwegs ist. Es ist schon praktisch, wenn man seine Gestalt nach Belieben verändern kann. Außerdem erklärt dieses Doppelspiel, warum die Polizei nie ernsthaft etwas gegen das organisierte Verbrechen in Woodhaven unternommen hat. Das Kaff ist schon seit 200 Jahren fest in der Hand der Reptos, die alle gesellschaftlichen Schlüsselpositionen besetzen.

36 Bürgermeisterin

38 Reptoclique

Um ihre Macht weiterhin zu erhalten, müssen sich die Echsenmenschen schon bald wieder am Blut eines Werwolfs nähren. Die Sonnenfinsternis nähert sich bereits ihrem Höhepunkt und Ray Repto hat sogar die passende Schutzbrille dabei. Vor dem rechten Auge ein Pentagon und vor dem linken ein Hexagon.

39 Sonnenbrille

40 Sofi

Willies Fledermaus-T-Shirt ergibt nun ebenfalls endlich einen Sinn, denn er ist es, der Lous Blut zapft. Kurz nachdem das Blutsaufen so richtig in Fahrt kommt, erhält Lou unerwartete Hilfe von Tina, die zuerst Higgins mit dem Snipergewehr eliminiert. Allerdings haben es die beiden nicht nur mit den verbliebenen zwei Reptos zu tun, sondern auch mit Chief Rays Drogengangstern. Der blutige Showdown beginnt, in dessen Verlauf Wolfcop die Drogenmafia dezimiert und Tina ihre Konkurrentin Jessica/Bradley ausschalten darf. Nach dem Tod verwandelt sich die Echsenfrau schließlich in ihre ursprüngliche Form.

41 Toter Repto

Selbstverständlich gewinnen die Guten und alle drei Reptos finden den Tod. Ein wenig überraschendes Ende, für das noch einmal kräftig Fleischwunden verteilt werden.

Fazit: „Wolfcop“ ist alles andere als ein gewöhnlicher Werwolffilm. Zum einen ist er hochgradig okkult, zum anderen offenbart er die Verbindung zwischen Satanismus und gestaltwandlerischen Reptiloiden. Wer etwas auf die Symbolik achtet, kommt schon sehr früh dahinter, dass Woodhaven von Satanisten beherrscht wird, denn der Sheriffstern ist ein umgedrehtes Pentagramm mit zwei Schwertern und genau diese Kombination findet sich auch im Buch über okkulte Mythologie wieder. Mit einem Repto als Polizeichef ist das sicherlich kein Zufall.

42 Pentagramm mit Schwertern

Der Rest des Horrorschinkens besteht eigentlich nur noch aus Alkoholwerbung, nackter Haut und Gemetzel. Abgesehen von etwas Situationskomik ist der Film auch nicht besonders witzig. Interessant ist er maximal für diejenigen, die über die okkulten Abgründe von Hollywood recherchieren, wobei sich dieselben Muster wie in Dutzenden anderer Filme ergeben.

Haarige Stars am Vollmondhimmel – Teil 2

Die größte Popularität erreichten die Werwölfe in den 1980ern. „American Werewolf“ (Originaltitel: „An American Werewolf In London“) von 1981 gilt als Klassiker des Genres. Das Makeup und die Spezialeffekte waren wegweisend für alle weiteren Werwolfsfilme.

American Werewolf 1981

Trotz des Erfolgs kam die Fortsetzung „American Werewolf in Paris“ erst 1997 in die Kinos.

American Werewolf in Paris 1997

1981 kam mit „Ein Werwolf beisst sich durch“ (Originaltitel: „Full Moon High“) auch eine Werwolfkomödie in die Kinos.

Ein Werwolf beisst sich durch 1981

Hinzu gesellten sich die Literaturverfilmungen „Wolfen“ (nach Louis Striebers „Wolfsbrut) und der erste Teil der Howling-Reihe, in Deutschland unter dem Titel „Das Tier“.

The Howling 1981

„Das Tier II“ (Originaltitel: „Howling II: My Sister is a Werewolf“) folgte 1985. Zwei Jahre später kam der dritte Teil, diesmal unter dem deutschen Titel „Wolfmen“. Im englischen Original liefen alle Teile weiter unter der Bezeichnung „Howling“ mit fortlaufender Nummerierung. „Howling IV: The Original Nightmare“ erschien bereits 1988. „Howling V: Rebirth“ ließ wieder zwei Jahre auf sich warten. Der fünfte Teil erschien in Deutschland endlich unter dem Originaltitel, allerdings ohne den Zusatz.

„Final Attack” (Originaltitel: „Howling VI: The Freaks“) erschien 1991, „Howling: New Moon Rising” 1995 und zuletzt „The Howling: Reborn” 2011.

The Howling Reborn 2011

Ein echtes Kuriosum stellt der sowjetische Historienfilm “Die Wolfspfote“ von 1983 dar. In der Regel machten die Werwölfe nämlich einen großen Bogen um den ehemaligen Ostblock. Im Jahr darauf machte der „Monster Dog“ die Filmsets in Spanien und den USA unsicher. In Großbritannien brach indes „Die Zeit der Wölfe“ an, welcher auf einer Kurzgeschichte von Angela Carter basiert. In dieser Literaturverfilmung kam dann endlich auch Rotkäppchen ins Spiel.

Die zeit der Wölfe 1984

1985 kam „The Adventures of a Two-Minute Werewolf” ins Fernsehen und Stephen Kings “Der Werwolf von Tarker Mills“ ins Kino.

Der Werwolf von Tarker Mills 1985

Im selben Jahr kam die Komödie „Teen Wolf“ mit Michael J. Fox in die Lichtspielhäuser. Der Film erfreute sich ausreichender Beliebtheit, um 1987 eine Fortsetzung auf das Publikum loszulassen.

Teen Wolf 1985

1988 erschien u.a. „Lone Wolf“. In „Underground Werewolf“ (Originaltitel: „Cellar Dweller“) aus demselben Jahr erweckt eine Künstlerin einen Comic-Werwolf zum Leben.

Underground Werewolf 1988

Es geht allerdings noch etwas skurriler, wie „Curse of the Queerwolf“ zeigt.

Course of the Queerwolf 1988

Weiterhin erschien 1988 „Meine Mutter ist ein Werwolf“.

Meine Mutter ist ein Werwolf 1988

„Anthony III“ von 1991 verband den Werwolf-Mythos mit dem Fenriswolf der nordischen Mythologie. 1992 ging es weiter mit „Mad at the Moon“ und 1993 mit „Full Eclipse“.

Full Eclipse 1993

1994 durfte Jack Nicholson in „Wolf – Das Tier im Manne“ sein Revier markieren.

Wolf 1994

Das Folgejahr konnte nicht mit so hochkarätig besetzten Filmen aufwarten. „Shriek of the Lycanthrope“ ist weitgehend unbekannt und das „Metal Beast“ der wohl hässlichste Werwolf überhaupt.

Metal Beast 1995

Die Verfilmung von Wayne Smiths „Thor“ unter dem Titel „Bad Moon“ floppte 1995 ebenfalls. In Europa lief „Bad Moon“ erst gar nicht in den Kinos an und erschien in Deutschland nur auf VHS-Kasette. 1996 kam noch ein „Werewolf“ und der weibliche Konterpart „Die Wolfsfrau“.

Die Wolfsfrau 1996

Im deutschen Krimi „Sieben Monde“ aus dem Jahr 1998 wird der Verdacht lediglich auf einen Werwolf gelenkt, aber wie bereits bei „Die Werwölfin“ von 1946 ist kein echter Werwolf im Spiel. Leer gingen die Genrefans 1998 allerdings nicht aus, denn in diesem Jahr erschienen „The Werewolf Reborn!“ und „The Wolves of Kromer“. Zudem gab einen Kurzfilm mit dem Titel „Lycanthrophobia“ und im Jahr darauf „Lycanthrope“.

Lycanthrope 1999

Zum Ende des Millenniums erschien mit „Frankenstein vs. the Werewolf Reborn” wieder ein Crossover, welches zudem „The Werewolf Reborn!“ fortsetzte. Weiterhin startete 2000 die „Ginger Snaps“-Trilogie mit „Ginger Snaps – Das Biest in dir“. 2004 folgte „Ginger Snaps II – Entfesselt“ und 2005 das Prequel „Ginger Snaps III – Der Anfang“, welcher 1815 spielt. Wirklich gut war jedoch nur der erste Teil.

Ginger Snaps 2000

2001 folgte den beiden Mädels das „Wolfgirl“ in einem Fernsehfilm.

Wolfgirl 2001

Ein Jahr später bekamen es ein paar britische Soldaten in den schottischen Highlands mit Werwölfen zu tun und wurden so zu „Dog Soldiers“.

Dog Soldiers 2002

Ebenfalls 2002 kam „Wolves of Wall Street“ heraus. Dieser sollte nicht mit „The Wolf of Wall Street“ von 2014 verwechselt werden, denn es handelt sich mitnichten um die Lebensgeschichte eines Börsenspekulanten, sondern um einen homoerotischen Werwolfstreifen.

Wolves of Wall Street 2002

2003 stieg Japan mit „Werwolf Warrior – Kampf der Dämonen“ ins Werwolf-Business ein. Ebenso dämonisch kam in diesem Jahr der amerikanische „DarkWolf“ daher.

DarkWolf 2003

Weiterhin startete 2003 die „Underworld“-Reihe, in der die Lykaner einmal mehr gegen Vampire antreten. 2006 folgte „Underworld – Evolution“, 2009 das Prequel „Underworld – Aufstand der Lykaner“ und 2012 „Underworld – Awakening“.

Underworld 2003

2004 erschien u.a. „Wild Country“. Außerdem mischte Spanien wieder mit und lieferte „Romasanta – Im Schatten des Werwolfs“ ab, während Japan die Fortsetzung „Werewolf Warrior 2 – Die Rückkehr“ nachschob.

Romasanta 2004

Im Darauf folgenden Jahr beglückte Wes Craven die Werwolffans mit seinem „Verflucht“. Außerdem trieben der „Mexican Werewolf“ und „The Beast of Bray Road“ 2005 ihr Unwesen.

The Beast of Bray Road 2005

2006 begann mit „Big Bad Wolf“, der in Deutschland auch unter dem Titel „Night of the Werewolf – Er wird dich zerfleischen!“ vertrieben wurde.

Big Bad Wolf 2006

Ansonsten bot das Jahr mit „Horrors of War“ einen Weltkriegswerwolffilm und in „Werewolf in a Women’s Prison“ räumte ein Lykaner in einem Frauenknast auf, der von BDSM-Freaks geleitet wird. Offensichtlich ist kein Thema zu krude, um es nicht mit einem Werwolf zu verbinden. 2006 gab es allerdings auch klassische Werwolfslasher wie „The Feeding“…

The Feeding 2006

…und „Skinwalkers“.

Skinwalkers 2006

2007 kamen „Blood and Chocolate“…

Blood & Chocolate 2007

…sowie „Lycan – Angriff der Werwölfe“

Lycan Angriff der Werwölfe 2007

Glücklicherweise blieb der Menschheit zumindest „Werewolf Women of the SS“ erspart, da es sich nur um einen Faketrailer der Grindhouse-Reihe von Tarantino und Rodriguez handelte.

2008 kam „Never Cry Werewolf“ ins Fernsehen.

Never Cry Wolf 2008

Außerdem begann mit „Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen“ die Trilogie nach den Romanen von Stephenie Meyer. In dieser Reihe treffen wieder einmal Werwölfe auf Vampire, doch diesmal herrscht ein distanzierter Frieden zwischen ihnen. Der Konflikt ergibt sich aus der Liebe des Lykaners Jacob (Taylor Lautner), der mit dem Vampir Edward (Robert Pattinson) um die Gunst von Isabella (Kristen Stewart) ringt. Laaangweilig! Die Fortsetzungen „New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde“ und „Eclipse – Bis(s) zum Abendrot“ erschienen 2009 und 2010.

Twilight Jacob

Im Jahr des dritten Teils kam auch die erste wohlverdiente Parodie „Beilight: Bis(s) zum Abendbrot“. War diese Komödie trotz 4 Nominierungen für die Goldene Himbeere dennoch recht lustig, stürzte die Fortsetzung „Die Beilight Saga – Breaking Wind Bis(s) einer heult!“ dank niederstem Fäkalhumor total ab.

2009 erschien ebenfalls nichts wirklich Gutes zum Thema Werwölfe. Im Fernsehfilm „Thor: Der Hammer Gottes“ durften sich Wikinger mit Werwölfen kloppen, jetzt fehlen nur noch die Gallier. 2010 glänzte dann wieder mit der Neuverfilmung von „Der Wolfsmensch“ aus dem Jahr 1941. Doch trotz Benicio del Toro und Anthony Hopkins in den Hauptrollen, blieb „Wolfman“ hinter den Erwartungen zurück.

Wolfman 2010

Weiterhin erschienen 2010 „Die Nacht der Wölfe“, welcher im 17. Jahrhundert spielt. In einem vergleichbaren Zeitraum ist auch „ Red Riding Hood – Unter dem Wolfsmond“ angesiedelt. Diese durchaus spannende Adaption von „Rotkäppchen“ aus dem Jahr 2011 deutet das Märchen der Gebrüder Grimm einmal mehr zu einer Werwolfsgeschichte um.

Red Riding Hood 2011

Im selben Jahr tischten die Spanier den Gnrefans „Game of Werewolves – Die Jagd beginnt“ auf, welcher das Thema humoristisch verarbeitet.

Game of Werewolves 2011

„Hyenas“ war indes ein kruder Versuch, die Werwolfsthematik auf Hyänen zu übertragen.

Hyenas 2011

Vollkommen für die Tonne war derweil „Strippers vs. Werewolves“. Klingt lustig, ist es aber nicht. Robert Englund spielte schon im wesentlich witzigeren „Zombiestrippers“ mit, ansonsten haben die Filme jedoch nichts miteinander zu tun.

Stripppers vs Werewolves 2011

2012 kam mit „A Werewolf Boy“ überraschend ein Werwolffilm aus Südkorea. Aus den USA kam indes „Werwolf – Das grauen lebt unter uns“.

Werwolf - Das Grauen 2012

Im folgenden Jahr erschien „Wer“. Wer, wie was, wieso weshalb, warum? Das weiß keiner. Weiter geht es im Jahr 2014, in dem mit „When Animals Dream“ Dänemark ins Werwolfgeschäft einstieg. Um international anerkannt zu werden, wurde der Film gleich in freimaurerischem Blau/Rot beworben.

Wenn Tiere träumen 2014

Ebenfalls 2014 kam „Wolfcop“ aus Kanada. „Dirty Harry … only hairier“.

Wolfcop 2014

Zu guter letzt wäre da noch “Wolves“, womit klar sein dürfte, dass auch weiterhin jährlich neue Werwolfsfilme erscheinen werden. Diese Liste wird daher stets unvollständig bleiben.

Wolves 2014

Neben all den Werwolfsfilmen und Crossovern gibt es noch eine ganze Flut von Filmen und Serien, in denen Werwölfe in Nebenrollen auftreten. Darunter der mexikanische „El Castillo des los Monstruous“ (1958), „Da lacht die Gänsehaut“ (1960), „Dracula und seine Opfer“ (1969), „Der Todesschrei der Hexen“ (1970), „Transylvania 6-5000“ (1985), „Monster Busters“ (1987), „Van Helsing“ (2004), Sirius Black in „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ (2004) und „Dylan Dog: Dead of Night“ (2010).

Videoanalyse: Moonspell und der böse Wolf

Die portugiesische Gothic Metal-Band Moonspell kann gleich mit mehreren Songs zum Thema (Wer)Wölfe aufwarten. Bereits auf ihrem Debütalbum „Wolfheart“ finden sich u.a. Songtitel wie „Full Moon Madness“ und „Wolfshade“.

Moonspell - Wolfheart

Weitere Titel zum Thema sind „Wolves From The Fog“ und „Lickanthrope“. Das Video zu letzterem Song ähnelt dem Film „Red Riding Hood“ und macht ebenfalls aus dem Märchen „Rotkäppchen“ eine Werwolfsgeschichte. Bezugnahmen auf das Märchen der Gebrüder Grimm gibt es dabei sowohl in Wort als auch in Bild.

„Little red riding hood
Godspeed, prostitute”

01 Rotkäppchen

Rotkäppchen sucht offenbar einen Hellfire Club auf, in dem direkt neben leicht bekleideten Tänzerinnen ein kleiner, nackter Junge angeboten wird. Eine sehr direkte Anspielung auf rituellen Kindesmissbrauch.

02 Abuse

Unter dem pentagrammartigen Bandlogo gibt es weitere Unzucht. Dabei erscheint kurz ein Regenbogen, der von Luzifers Präsenz kündet. Da Luzifer in der okkulten Astrologie mit dem Planeten Venus assoziiert wird, heißt es im Text entsprechend:

„Under the stars, under Venus”

03 Pentagrammunzucht

In der abgeschmackten Spelunke begegnet Rotkäppchen zudem einem einäugigen Mann…

04 Einauge

…und zwei dämonischen Clowns.

05 Evil Clowns

An der Wand hängt hinter einer Tänzerin eine Sense – Symbol für den Grim Reaper.

06 Sense

Dem Tod läuft Rotkäppchen einen Tisch weiter über den Weg, wo ein paar Idioten russisches Roulette spielen.

07 Russisch Roulette_1

08 Russisch Roulette_2

Kurz vor dem Höhepunkt des Videos begegnet die Lady in Rot dem Betreiber der Spelunke. Dieser ist ein Reptiloid, wie man unschwer an seinen spitzen Zähnen erkennen kann.

09 Repto

Nachdem das geklärt wäre, kommt endlich Sänger Fernando Ribeiro zum Zug. Das umgedrehte Pentagramm am Hals sagt eigentlich schon alles über dessen Gesinnung.

10 Satanist

Er passt also perfekt in die Rolle des Werwolfs.

11 Verwandlung_1

12 Verwandlung_2

Rotkäppchen gerät ihm allerdings zur Femme Fatale, die ihn kurzerhand köpft. Also nix mit:

„Ride the bitch to ecstasy
Can’t go wrong, lickanthrope!”

13 Enthauptung_1

14 Enthauptung_2

Videoanalyse: Lil Wayne kündigte Amoklauf von Aurora an

Das Video „My Homies Still“ von Lil Wayne feat. Big Sean steckt nicht nur voller Andeutungen auf Tod, sondern nimmt direkten Bezug auf den Aurora-Amoklauf vom 20. Juli 2012. Die Single erschien nur wenige Wochen zuvor am 1. Juni 2012.

Gleich zu Beginn des Videos sieht man mehrere Schaufensterpuppen, die zerteilt und erschossen werden.

MHS 01 Opfer_1

MHS 02 Opfer_2

MHS 03 Opfer_3

Es ist gewiss kein Zufall, dass ausgerechnet Puppen gezeigt werden, denn genau das sieht die herrschende Elite in uns Menschen. Wir sind Spielzeug, welches von sadistischen Kindern nach Lust und Laune zerstört wird. Übrigens gab es eine solche Symbolik bereits in der „Dr. Who“-Episode „Rose“, welche am 26. März 2005 ausgestrahlt wurde und den Anschlag auf einen Londoner Bus am 7. Juli 2005 ankündigte. Auch in dieser Serie wurden die Opfer als Schaufensterpuppen dargestellt.

77 Ankündigung

Auf dem Bus des realen Anschlags war zudem eine Anzeige mit einer Reihe Pentagrammen und dem Slogan „Outright Terror – Bold and Brillant“ zu sehen. Frei übersetzt: „Offener Terror – Auffallend und brillant“. Das ist schon kein Wink mit dem Zaunpfahl mehr, sondern mit dem gesamten verdammten Gartenzaun. Von daher sparen wir uns an dieser Stelle die unzähligen Ungereimtheiten dieser Inszenierung…

77 Inside Job

…und kehren zurück zu Lil Waynes Video. Kaum ist der Rapper zur Tür hinaus, schon begrüßt er die Zuschauer mit dem Satansgruß.

MHS 04 Lil Baphomet

Die erste Frau kommt indes gleich mit einer Betonung des linken Auges daher.

MHS 05 Augenbetonung

Als nächstes sehen wir einen Panda. Diese Bärengattung ist spätestens seit dem Rapper Cro als Symbol im Umlauf, doch die wenigsten wissen, was es damit auf sich hat. Zum einen haben Pandas die Farben des freimaurerischen Schachbretts, doch in erster Linie sind sie Todessymbole. Ihr weißer Kopf mit den schwarzen Augenhöhlen erinnert nämlich stark an einen Totenschädel. Das passt natürlich vortrefflich zur Gesamtaussage des Videos.

MHS 06 Panda

Weiterhin fällt ein Elefant auf, der sich nach seinem ersten Auftritt in ein helles Violett färbt. Dieser Elefant könnte auf den hinduistischen Gott Ganesha anspielen, welcher jedoch mit überwiegend positiven Eigenschaften gesegnet ist. Hier wäre der Dämon Kali passender gewesen, in dessen Zeitalter der Zerstörung (Kali-Yuga) wir uns derzeit befinden.

MHS 07 Gensha

Das erste Skelett lässt nicht lange auf sich warten und chillt mit Lils Homie Big Sean.

MHS 08 Skelett

Was nun folgt, ist die erste Anspielung auf „Batman“, was noch von zentraler Bedeutung sein wird. Der billige Abklatsch von Cat Woman tanzt in einem Käfig, der für die sexuelle Versklavung der Tänzerinnen im Video steht.

MHS 09 Cat Woman im Käfig

Neben Cat Woman finden wir im Video auch einen weiblichen Baphomet. Die hornige Lady flüstert einer Schaufensterpuppe ins Ohr, was offenbar auf die Weitergabe geheimer Informationen der satanistischen Kabale anspielt. Vielleicht Informationen über das nächste geplante Ritual?

MHS 10 Baphomet Girl_1

MHS 11 Baphomet Girl_2

Kurz nach der Einführung dieser beiden okkulten Charaktere wird die Realität in Lils Wohnung auf den Kopf gestellt. Überdies scheint der Rapper ein ziemlicher Assi zu sein, denn in seinem Zimmer wimmelt es von Schaben.

MHS 12 umgekehrte Realität_1

Man beachte, dass Lil Wayne in diesem Arrangement schwarz/weiße Kleidung trägt. Sein Homie ist etwas schlichter in ein T-Shirt gekleidet, welches ebenfalls schwarz/weiß ist und auf dem „Famous“ steht.

MHS 13 umgekehrte Realität_2

Um „famous“ (zu deutsch „berühmt“) zu werden, muss man zum Club gehören. Dies deutet die 88 auf dem T-Shirt an, welche hier ausnahmsweise mal nicht für den Nazicode „88=HH=Heil Hitler!“ steht. Die 88 ist ein Vielfaches von 11 und kann vorwärts wie rückwärts sowie auf dem Kopf stehend gelesen werden. Es handelt sich also um ein Zeichen der Dualität, welches in der Szene mal oben, mal unten – wie im Himmel, so auf Erden – zu sehen ist.

MHS 14 88

Das ist aber noch nicht alles. 8+8 ergibt 16 und der Amoklauf ereignete sich im Century 16 Theater.

Century 16

Als nächstes sieht man Lil Wayne nachts durch die Straßen rappen. Dabei leuchten seine Augen grün, was auf dämonische Besessenheit anspielt. Tatsächlich stammt die Single „My Homies Still“ vom Album „I Am Not a Human Being II“, zu Deutsch „Ich bin kein menschliches Wesen“. Grün ist indes die Farbe des Riddlers aus „Batman“, doch dazu später mehr.

MHS 15 Dämonaugen

Auf den nächtlichen Straßen begegnet uns auch der Panda wieder. Er steht hinter einem Motorrad und mit der Totenkopfsymbolik im Hinterkopf fällt einem hier sofort der „Ghost Rider“ ein, der die Seelen der Verdammten einsammelt.

MHS 16 Panda

Makaber geht es mit einer Trophäenwand weiter, an der weibliche Köpfe vor einem Rautenmuster hängen. Selbst wenn hier nur Lil Waynes sexuelle Jagderfolge gemeint sein sollten, wäre das schon ziemlich krank und obendrein frauenverachtend. Es scheint jedoch mehr dahinter zu stecken, denn die Frau oben in der Mitte betont einmal mehr ihr linkes Auge und hat ein drittes Auge im Mund. Die Stirn der Frau unten rechts ist indes mit einem Sonnensymbol verziert.

MHS 17 Trophäenwand

Die nächste Szenerie führt uns ins Speisezimmer, wo auf der rechten Seite des Tisches zwei Sexkätzchen sitzen, während auf der linken Seite Lady Baphomet und Frau Schafsbock sitzen. Die Frau mit dem weißen Schafskopf trägt ein rotes Kleid, sie repräsentiert also die Venus in ihrer Rolle als Luzifer und Satan. Zu guter Letzt steht auf dem Tisch eine Salatschüssel mit mehreren allsehenden Augen.

MHS 18 Diner_1

MHS 20 Diner_2

Zu beachten ist außerdem, dass alle Frauen Masken tragen, als kämen sie gerade von den Dreharbeiten zu „Eyes Wide Shut“.

MHS 21 Eyes Wide Shut

Eine Frau trägt jedoch statt einer Maske einen Käfig. Der Kopf im Käfig ist ein Symbol für Gedankenkontrolle und lässt das traurige Schicksal von Lil Waynes Sexsklavinnen erahnen.

MHS 22 Kopf im Käfig

Zum Schluss wird es dann richtig interessant. Nachdem mit Cat Women schon eine Brücke zu „Batman – The Dark Knight rises“ geschlagen wurde, sieht man Lil Wayne und seine Homies in einem Kinosaal herumhampeln, in dem Skelette drapiert sind. Batman, Kino, Leichen – das führt uns direkt zum Aurora-Massaker. In der ersten Kameraeinstellung greifen sich Wanye und einer seiner Freunde an Kopf, so als ob sie vor Schüssen in Deckung gehen und es sind exakt 12 Skelette zu sehen – die Zahl der Ermordeten während der „Batman“-Premiere.

MHS 23 12 Skelette

Es hätte allerdings noch weitaus schlimmer kommen können, denn in späteren Einstellungen sind bis zu 15 Skelette zu sehen.

MHS 24 15 Skelette

In der letzten Einstellung verabschiedet sich der besessene Lil Wayne mit einer weiteren okkulten Geste.

MHS 25 Demonic Man

Kommen wir zum Schluss noch kurz auf Amoklauf zu sprechen, der vom damals 24-jährigen James Eagan Holmes begangen wurde. Holmes studierte bis zur Tat an der University of California in Riverside ausgerechnet Neurowissenschaften. Während seiner Studienzeit nahm er an einem Gehirnforschungsprogramm teil und erhielt dafür ein Budget von 26.000 $. Obwohl er ein Elitestudent war, stieg er aus diesem Programm aus, nachdem er beim Examen durchgefallen war.

Das klingt schon alles recht merkwürdig und es wird gemunkelt, dass die CIA in das Programm involviert gewesen sei. Zudem soll ein Großvater von Holmes bei der CIA gearbeitet haben. Handelte es sich bei ihm also um einen Manchurian-Kandidaten? Dafür spräche auch, dass Holmes selbst bei seiner Gerichtsverhandlung auf nicht schuldig wegen Unzurechnungsfähigkeit plädierte. Vielleicht könnte er damit sogar Recht haben.

Die Massenmedien gehen dieser Spur selbstverständlich nicht nach. Stattdessen behaupten sie fälschlicherweise, dass sich Holmes als den Joker aus den Batman-Comics betrachtet habe. Das stimmt jedoch nicht. Er hatte seine Haare orange gefärbt und es gibt nur einen Batman-Gegner mit einer solchen Haarfarbe, nämlich den Riddler. Das entbehrt nicht einer gewissen Ironie, denn der Amoklauf ist tatsächlich ein Rätsel.

Jim Carrey als Riddler in "Batman Forever" (1995) und James Holmes.

Jim Carrey als Riddler in „Batman Forever“ (1995) und James Holmes.

Wo wir schon mal bei Batman sind: In einem Comic von 1986 (!) findet sich ebenfalls eine Ankündigung des Ereignisses. In fraglichem Batman-Comic eröffnet nämlich ein durchgeknallter Psychopath das Feuer in einem Kinosaal. Interessanterweise berichtete die britische Daily Mail Online noch am Tag des Amoklaufs von dieser Verbindung und verwies darauf, dass der Attentäter Holmes vom Comic inspiriert worden sein könnte. Was für eine außerordentlich gründliche Recherche für einen so kurzen Zeitabstand. Fast so, als wären die fraglichen Comicseiten zum Zeitpunkt der Tat bereits eingescannt gewesen…

Comic 86_1

Im Kino des Comics läuft übrigens ein Streifen mit dem Titel „Satan XXX“. Damit dürften die Drahtzieher des Amoklaufs wohl feststehen.

Comic 86_2

Apropos 1986, da war doch was… Ach ja, im Film „Batman – The dark Knight rises“, der während des Amoklaufs lief, gibt es ebenfalls einen Anschlag auf ein Football-Stadion. Im Vordergrund ist ein Spieler mit gelbem Trikot zu sehen. Die Nummer des Trikots: 86! Ist dies nur ein Zufall oder ein Wink mit dem Zaunpfahl? Und last but not least: Wird im Film schon der nächste Terrorakt auf ein Sportereignis angekündigt?

Anschlag Stadion 86

Hollywoods Langohren

Obwohl der Osterhase ursprünglich aus Teilen Deutschlands stammt, hat sich der Eierbote inzwischen weltweit als Symbol durchgesetzt. 2011 hatte er seinen großen Filmauftritt in „Hop – Osterhase oder Superstar?“

Während der Weihnachtsmann traditionell am Nordpol wohnt, wurde das Heim des Osterhasen in diesem Film auf die Osterinsel verlegt. Eigentlich hat dieses Eiland nichts mit dem Fest zu tun, außer dass der niederländische Seefahrer Jakob Roggeveen (1659-1729) im Jahr 1722 an Ostern als erster Europäer auf der Insel landete. Die Verortung des Osterhasen auf dieser Insel ist also ein moderner Hollywood-Mythos. Angereichert ist dieser mit den üblichen Symbolen. Hop will nämlich Rockstar werden und dementsprechend zeigen die Osterküken den Baphomet.

Hop Osterhase

Der bekannteste Hollywoodhase dürfte indes Bugs Bunny sein. Die Looney Tunes wurden vom Warner Brothers Studio produziert und die Synchronstimme der bekanntesten Charaktere, darunter Bugs Bunny, Daffy Duck und Sylvester, war der 32° Freimaurer Mel Blanc (1908-1989).

Mel Blanc Bugs Bunny

Mel Blanc Sylvester

Melvin Blanc Card

Noch schlimmer sieht es bei der Disney-Tochterfirma Touchstone Pictures aus, welche 1988 „Roger Rabbit“ produzierte. Der Film steckt voll unterschwelliger Sexbotschaften, wobei die größte Perversion nicht einmal wirklich versteckt ist. Roger Rabbit ist nämlich mit einer Menschenfrau zusammen und seltsamerweise hat bisher noch keiner kritisiert, dass dies eine ziemlich offensichtliche Anspielung auf Zoophilie ist. Jessica Rabbit ist darüber hinaus eine typische Frau in Scharlachrot, inklusive ihrer Haare, die immer ein Auge verdecken.

Roger Rabbit

Wer jetzt glaubt, damit sei der Gipfel der Geschmacklosigkeit erreicht, der hat noch nicht die 1978er Verfilmung des Kinderbuches „Unten am Fluss“ gesehen. Deren Altersfreigabe von FSK 6 kann in anbetracht der abartigen Gewaltdarstellungen eigentlich nur ein schlechter Scherz sein. Erst wird der Kaninchenbau von Menschen ausgeräuchert, anschließend verstümmeln sich die Karnickel gegenseitig und werden von Fressfeinden zerfleischt. Der perfekte Film, um Kinder nachhaltig zu traumatisieren.

Die öffentliche Kritik richtete sich allerdings nur gegen die Darstellung der weiblichen Kaninchen als Gebärmaschinen. Derartiger Sexismus ist zwar ebenfalls unschön, ist aber nicht der Hauptgrund, warum die Verfilmung auf den Index gehört. Doch statt dieses Gemetzel aus den Kinderzimmern zu verbannen, wurden noch einige Hörspiele und 1999-2001 sogar eine Serie nachproduziert.

Unten am Fluss aus Blut

Damit wären wir eigentlich schon bei den Erwachsenenfilmen. In „Donnie Darko“ von 2001 wird selbiger von einem gruseligen Hasen heimgesucht, der sich als Typ aus der Zukunft herausstellt.

Donnie Darko

In „Chappie“ von 2015 wird die Menschheit wieder einmal von Polizeirobotern unterdrückt, doch eines der Fabrikate entwickelt ein eigenes Bewusstsein. Aus unerfindlichen Gründen haben die Maschinen Köpfe, die an Hasen erinnern. Wirklich niedlich sind sie jedoch nicht!

Chappie

Iron Sky 2 – Keine Spenden für Illuminaten!

Seit kurzem kursieren bei Youtube die ersten Trailer für „Iron Sky 2“. Nun mag der erste Teil zwar ganz unterhaltsam sein und sich mit beißender Satire über die Verschwörungstheorie der Reichsflugscheiben lustig machen, dennoch enthielt er bereits einiges an Freimaurersymbolik. Es dürfte also nicht verwundern, dass die US-Präsidentin auch in der Fortsetzung als Lady in Rot auftritt und dabei die merkelsche Pyramide nach unten zeigt.

IS2 Merkelgeste

In ihren Brillengläsern spiegelt sich ein Atompilz, in dessen Zentrum der Washington Monument Obelisk steht. Durch dieses Arrangement entsteht der Eindruck, als hätte der Palin-Abklatsch Reptilienaugen. Sauron lässt grüßen.

IS2 Reptoaugen

Wie bereits am Ende von Teil 1 angedeutet, bricht auf der Erde ein Atomkrieg aus. In Washington D.C. wird dabei hinter der weiblichen Brust und dem Phallus des Osiris das Pentagon getroffen. Die Präsidentin muss aus dem Weißen Haus fliehen.

IS2 Atomkrieg

Ihre Reise führt sie in die Antarktis, wo sie den Eingang zur inneren Erde entdeckt. Die Hohlwelttheorie liegt auf der Beliebtheitsskala brauner Esoterik gleich hinter den Reichsflugscheiben. Allerdings dürfte dieser Mythos weit weniger Stoff für eine Satire bieten, da er bereits von sich aus absolut lächerlich ist.

IS2 Hohlwelt

Im Erdinnern entdeckt die Präsidentin sogleich eine Mayapyramide, was Erinnerungen an „Alien vs. Predator“ weckt. Letzterer war allerdings bodenständiger und zeigte lediglich eine unterirdische Höhle und keine Hohlwelt. Die Wahrscheinlichkeit, unter dem antarktischen Eis Pyramiden zu entdecken, ist dabei gar nicht mal so abwegig und verdient es eigentlich nicht, mit dem Hohlweltmumpitz auf eine Stufe gestellt zu werden.

IS2 Mayapyramide

Zu allem Überfluss kommt der Präsidentin dann auch noch ein Nazi auf einem T-Rex entgegen geritten. Sollten nicht eher die Reptiloiden die Nazis kontrollieren als umgekehrt? Interessant ist auf jeden Fall der kurze Wortwechsel. Die Präsidentin sagt: „It’s done./Es ist vollbracht.“, woraufhin der Nazi meint: „Good. Than we can begin./Gut. Dann können wir beginnen.“ Was ist vollbracht und was soll beginnen? Offenbar hat die US-Präsidentin die ganze Zeit über für die Nazireptos gearbeitet und die Erde absichtlich ins Chaos gestürzt, um die Welt auf die Ankunft der kommenden Rasse (Reptos? Hybriden?) vorzubereiten.

IS2 Nazidino

Am Ende des Trailers kommt dann noch das Logo der Vril-Gesellschaft ins Spiel, welches man im ersten Teil schändlicherweise vergessen hatte. Diese Gesellschaft von geisteskranken Nazi-Okkultisten ist allerdings mehr Mythos als Realität und basiert auf dem 1871 erschienen Buch „The Coming Race“ von Edward George Bulwer-Lytton. Der Untertitel von „Iron Sky“ spielt mehr als offensichtlich auf dieses Werk an. In einem wichtigen Punkt weicht der Film jedoch von der Romanvorlage ab, denn in dieser lebt die Übermenschenrasse lediglich in Höhlen unter der Erde. Die Theorie der hohlen Erde kommt im Buch nicht vor.

IS2 Vril-Logo

Ein völlig anderes Logo ruft zum Schluss zu einer weiteren Crowdfunding-Aktion auf. Nun war der erste Teil von „Iron Sky“ allerdings nicht gerade erfolglos an den Kinokassen und man sollte meinen, dass die Einspielergebnisse und DVD-Verkäufe genügend Profit für eine Fortsetzung eingebracht hätten. Zudem haben sich schon damals einige große Hollywoodstudios in die Produktion eingeklinkt und so erscheint die Spendenaktion doch arg überflüssig. Es geht wohl lediglich darum, sich eine Erwähnung in den Endcredits zu erkaufen und die Produzenten damit noch etwas reicher zu machen. Diese sind natürlich längst dort angekommen, wo die meisten Hollywoodgrößen bereits sind – bei den Freimaurern. Man beachte übrigens die geschlitzte Reptilienpupille des Auges in der Pyramide.

IS2 Illuminati