Videoanalyse: Ariana Grande will befreit werden

Ariana Grande ist ein aufgehender Stern am Himmel der Pop-Okkultur. Sie wurde 1993 als Tochter von sizilianischen Einwanderern in Florida geboren und begann mit 16 eine Schauspielkarriere bei Nickelodeon. Nachdem sie einige Werke bekannter Popstars wie Lady Gaga coverte, erhielt sie 2011 ihren ersten Plattenvertrag.

Wie bei vielen Kinder- und Jugendstars finden sich auch bei ihr deutliche Anzeichen für rituellen Missbrauch und Gedankenkontrolle. In ihren Liedern gibt es z.B. häufig Rückwärtsbotschaften wie „Send help!“ oder „Help me, my life is heavy.“ Es geht aber auch ganz offensichtlich. Insbesondere in ihren Musikvideos gibt es richtig üble Darstellung von physischer sowie psychischer Versklavung, Satanismus und New Age. Als Beispiel soll hier das Video zu „Break free“ analysiert werden.

Oberflächlich betrachtet ist der Musikclip von Chris Marrs Piliero an Science Fiction Filme wie „Barbarella“ angelehnt und wurde von Ariana Grande über Twitter mit Alienbildern beworben. Allerdings wirken Teile des Videos eher wie die Hölle, womit hier wieder einmal die Alien-Dämonen-Verbindung propagiert wird. Ähnliches gab es bereits bei Katy Perrys Single „ET“.

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Das erste Symbol dürfte eine Fleur de Lys sein, die Arianas Stirn ziert. In einer Einstellung schließt sie außerdem ihr rechtes Auge, um das linke Horusauge zu betonen. Diese Anlehnung an den Science Fiction Klassiker Metropolis wurde offiziell übrigens nicht zugegeben.

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Das nächste Symbol ist eine Abwandlung des Siegels von Satan. Die einzelnen Elemente wurden zwar etwas anders arrangiert, aber sie sind alle vorhanden. Die Pyramide ist gleichzeitig das V, zeigt aber nach oben statt nach unten. Das X in der Mitte ist gleichzeitig der überkreuzte Teil, der eigentlich um 90° gedreht unter die Pyramidenspitze gehört. Warum das Siegel Satans leicht entstellt wurde, kann viele Gründe haben. Vielleicht damit es nicht allzu offensichtlich ist oder um es patentieren lassen zu können.

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Interessant ist, dass Ariana dieses Symbol ihrer Versklavung abreißt und zertritt. Der Titel „Break free“ spielt also darauf an, dass sie sich eigentlich aus der satanistischen Knechtschaft befreien möchte. Bekräftigt wird dies durch die Zeile: „Tried to hide it, fake it, I can’t pretend anymore“/„Ich habe es versucht zu verstecken, zu faken, ich kann nicht mehr vortäuschen“.

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Wie wörtlich die Gefangenschaft zu nehmen ist, in der sie sich befindet, zeigt die nächste Einstellung. Diese zeigt ihre Mitgefangenen in Käfigen. Übrigens sind diesmal auch Männer dabei.

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Der Gefängniswärter ist nicht zufällig ein reptiloides Alien, welches das Siegel Satans trägt. An Offensichtlichkeit ist dieses Video nun wirklich nicht mehr zu überbieten.

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Ariana erschießt den Repto, lässt die Gefangenen frei und singt dabei: „This is the part when I say I don’t want it“/“„Das ist der Part, an dem ich sage, dass ich es nicht will“. Dumm nur, dass die Musikindustrie sie nicht gehen lassen wird. Es hat schon etwas Perverses, dass Ariana einer solchen Illusion ausgesetzt wird, die abrupt endet, als sie von weiteren Alienwärtern gestellt wird. Diese bilden ein Dreieck mit ihr in der Mitte.

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Nur so nebenbei bemerkt ist das eine Alien aus Star Wars geklaut. Allerdings gehört Star Wars ja nunmehr zu Disney und die TV-Premiere von „Break free“ fand auf dem Disney-Channel statt. Zufälle können bei diesem finsteren Konzern wohl ausgeschlossen werden.

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Nachdem Ariana ihre Häscher brutal hingerichtet hat, darf sie sich erst einmal für das männliche Publikum ausziehen. Diese sexistische Szene ist tatsächlich an „Barbarella“ angelehnt.

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Übrigens, wer genau hinschaut, entdeckt unter ihren Brüsten eine Pyramide mit Auge.

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Zwischendurch bekommt sie es noch mit einem satanischen Roboter zu tun.

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Diesen besiegt Ariana mit Raketen, die aus ihren Hupen schießen. Ja, auch das ist sexistisch.

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Leider wird sie von einer Kralle des Roboters erwischt und erneut gefangen genommen. Diesmal wird sie von einem Höllenfürsten zwischen die Säulen Jachin und Boas gekettet, welche ebenfalls das Siegel Satans tragen.

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Der Höllenfürst selbst trägt das Symbol der Kabbalah, den so genannten Sephiroth oder Weltenbaum.

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Wer das Video aufmerksam verfolgt hat, dem wird bereits aufgefallen sein, dass Ariana ein rotes Armband am linken Handgelenk trägt. Dieser Schmuck ist typisch für Anhänger der okkulten Kabbalah und wurde u.a. durch Madonna populär.

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Ariana gelingt es, ihre Ketten zu sprengen und dem Teufelsknecht das Kabbalah-Symbol zu stehlen. Sie nimmt also seine Religion an. Anschließend befördert sie ihn in die Hölle. Diese Szene kommentiert sie mit den Worten: „This is the part when I break free, cause I can’t resist it no more“/„Das ist der Part, bei dem ich mich befreie, denn ich kann das nicht mehr aushalten”. Hier wird ihr Wunsch deutlich, aus dem Alptraum auszubrechen, den die Satanisten um sie herum geschaffen haben. Doch genau mit diesem Wunsch wird sie von ihnen verhöhnt.

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Es ist wie mit dem Laserlippenstift, den sie in den Händen hält. Sieht nach außen hübsch aus, aber man verbrennt sich daran. Gegen Darth Sidious hätte sie mit dem Teil ohnehin keine Chance.

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Am Ende des Videos wird Ariana auf ein Raumschiff hoch gebeamt und gelangt so in die scheinbare Freiheit.
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An Bord darf sie erst einmal Ganesha küssen. Kabbalah trifft auf Hinduismus, theosophischer geht es kaum noch.

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Apropos Kabbalah und Theosophie, das Raumschiff scheint mit Vril-Energie zu fliegen.

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Der Sinn und Zweck dieses Videos sollte klar sein. Der Sklavenplanet ist die Erde und als einziger Ausweg aus der Knechtschaft wird die Esoterik angeboten. Am Anfang befreit Ariana zwar noch ihre Mitgefangenen, doch am Ende darf nur sie auf der Party der Elite tanzen, weil sie deren Religion angenommen hat. Welche Rolle die Aliens dabei spielen, kann sich jeder denken.

In einem Interview, welches am 5. November 2013 veröffentlich wurde, sprach Ariana u.a. von einer „Geister/Dämonen-Erfahrung“, die sie laut eigenen Aussagen hatte. Angeblich wurde sie eines Nachts von einer „massiven schwarzen Masse“ in ihrem Schlafzimmer aufgesucht. Sie hatte sich davor gefürchtet, will dann aber das Bewusstsein verloren haben und erst wieder aufgewacht sein, als die Kreatur verschwunden war. Klingt nach einer typischen Entführung durch die Grey, aber in diesem Fall könnte es auch mit Satanismus zu tun haben. Sie beschreibt es immerhin selbst als Dämon und genau auf diesem Ereignis basiert ihre Single „Break free“. Es ist also keine Sache der Interpretation.

Quelle

Ghostbusters II – Vigo, der Antichrist

von Shinzon

Fünf Jahre nach dem ersten Teil kam 1989 „Ghostbusters II“ in die Kinos. Diese Gruselkomödie gestaltete sich nicht minder okkult und apokalyptisch als der Vorgänger. Allerdings sollte diesmal kein extradimensionaler Dämon das Ende der Welt einläuten, sondern der wiederkehrende Geist eines finsteren Fürsten aus dem Mittelalter.

Alles beginnt mit einer Schleimpfütze, die den Kinderwagen von Dana Barrett (Sigourney Weaver) klaut und mitten auf einer belebten Straße abstellt. Es geht also schon mal um finstere Mächte, die ein Interesse an einem Neugeborenen (Will & Hank Deutschendorf) haben. Dieses stammt übrigens nicht von Dr. Venkman, der fünf Jahre zuvor mit Dana angebandelt hat. Der Vater bleibt anonym.

Wenigstens bekommen die Ghostbusters durch diesen Vorfall wieder etwas zu tun. Winston Zeddemore (Ernie Hudson) und Ray Stantz (Dan Akroyd) schlagen sich nämlich mehr schlecht als recht mit Auftritten auf Kindergeburtstagen durch. Doch nicht mal die Kids können den Geisterjägern noch etwas abgewinnen. Wenigstens Egon Spengler (Harold Ramis) hat noch einen passablen Posten am Institut für erweiterte theoretische Forschung. Dieses Institut befindet sich in einem klassischen Gebäude, dessen Eingang von zwei Säulen gesäumt ist.

01 Institut

Dana wendet sich zuerst an Egon, bei dem sie genau richtig ist. Er arbeitet nämlich an einer Theorie, der zufolge menschliche Emotionen Auswirkungen auf das physikalische Umfeld haben. Diese Theorie ist gar nicht mal so abwegig und wird inzwischen sogar von der realen Wissenschaft behandelt. Für die herrschende Elite ist sie auf jeden Fall der Grund, warum sie die Menschheit in Angst, Verzweiflung und Hass hält. Negative Emotionen erzeugen negative Schwingungen und darauf fahren die Satanisten voll ab. Das ist auch der Grund, warum es so viele Kriege, Armut und schlechtes Fernsehen gibt. In diesem Film wird das alles noch eine zentrale Bedeutung haben.

Wo wir schon mal bei schlechtem Fernsehen sind, Venkman moderiert inzwischen eine eigene Sendung, in der allerhand Esoteriker und Weltuntergangspropheten auftreten. Letzterer könnte allerdings recht behalten und spoilert die Zuschauer mit der Information, dass die Welt am Silvesterabend Punkt 0 Uhr untergehen wird. Statt 1989 hätte der Film also ebenso gut 2000 oder 2012 spielen können. Die UFO-Enthusiastin in Venkmans Sendung datiert den Weltuntergang gar auf den 14. Februar 2016, was inzwischen natürlich genauso obsolet ist, wie alle anderen Weltuntergangstermine. Immerhin ist aber zwischen 1989 und 1990 der Ostblock untergegangen, vielleicht wollte Hollywood ja darauf anspielen.

02 Esoterikshow

Die nächste Szene spielt in einem New Yorker Kunstmuseum. An der Fassade hängen ein roter und ein blauer Banner, womit wir die Freimaurerfarben schon mal abhaken können. Selbige finden sich noch einmal auf einer US-Flagge und einer Tricolore. Erstere sollte in den USA nicht weiter verwundern, letztere ist jedoch reine Freimaurerdeko.

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04 Blau Rot

Zu guter Letzt wären da noch reichlich Sonnensymbole.

05 Sonnensymbole

Dana Barrett ist vom Orchester in dieses Museum gewechselt, wo sie nunmehr als Restaurateurin arbeitet. Ihr Vorgesetzter ist der aufdringliche Dr. Janosz Poha (Peter McNicol), welcher gerade ein neues Gemälde in der Werkstatt aufstellen lässt. Es ist ein Portrait von Vigo (Wilhelm von Homburg), welches nicht nur sehr lebendig wirkt, sondern im wahrsten Sinne des Wortes eine Seele besitzt.

06 Verfluchtes Bild

Egon sucht in der Zwischenzeit Ray auf, der einen Laden für okkulte Bücher und anderen Esoterikschnickschnack betreibt. Der Laden hat natürlich die Hausnummer 33. Man sieht sie zwar nicht direkt, aber das Gebäude links daneben hat die Nummer 31.

07 Rays okkulter Buchladen

Im Laden gibt es gleich mal eine Pyramide mit Auge und Ray wünscht einem Kunden „viel Spaß beim Hexensabbath“. Als Geisterjäger muss man halt Geister heraufbeschwören, um nicht arbeitslos zu werden.

08 Pyramidenposter

Das Team von damals ist mit dem Eintreffen von Venkman auch schon fast komplett und natürlich erfährt dieser nun, dass seine alte Flamme erneut Stress mit Dämonen hat. Außerdem holt er ein bestelltes Buch mit dem Titel „Magische Pfade zu Reichtum und Macht“ ab, welches ebenfalls von einer Pyramide mit Auge geziert wird. Noch deutlicher kann man wohl kaum darauf hinweisen, dass so ziemlich alle Reichen und Mächtigen dieser Welt Freimaurer mit einem Hang zum Okkulten sind.

09 Pyramidenbuch

Mit dem Okkulten bekommen die Geisterjäger schon bald genug zu tun. Sie statten Dana einen Besuch ab und untersuchen ihre Wohnung. Als dort alles normal scheint, zeigt die besorgte Mutter ihnen die Stelle auf der Straße, an der der Kinderwagen stehen geblieben ist. Dort schlagen die Instrumente von Egon und Ray endlich Alarm. Irgendetwas muss sich unter der Straße befinden.

10 Parascanner

In der Nacht beginnen die drei, ein Loch in die Straße zu meißeln. Gerade, als Ray an einem Seil über einem Fluss aus Schleim baumelt, werden sie von der Polizei erwischt und verhaftet. Als sie Ray hochziehen, erwischt dieser eine Stromleitung und legt damit ganz Manhattan lahm. Das dürfte nicht gerade zur Strafmilderung beitragen.

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Im Museum wird unterdessen Janosz von Vigos Gemälde angequatscht. Er soll dem moldawischen Fürsten ein Kind beschaffen. Als er sich fragt, warum er das tun soll, schießen Blitze aus dem Antlitz von Vigo auf den Museumsdirektor nieder, der fortan unter Kontrolle des toten Fürsten steht. Bei dieser Szene darf natürlich ein achtzackiger Stern der Ištar in Schwarz/Weiß nicht fehlen.

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Janosz weiß natürlich genau, wo er ein neugeborenes Kind finden kann und sucht noch in derselben Nacht Dana heim. Er fragt, ob er ihre Wohnung betreten darf, was diese ablehnt. Dämonen und Vampire sollte man niemals hereinbitten und offensichtlich ahnt sie etwas. Oder ihr ist Janosz schon im Normalzustand zu gruselig. Immerhin kann er den Stromausfall kompensieren, indem er seine Augen als Scheinwerfer benutzt.

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Am nächsten Tag beginnt die Gerichtsverhandlung der Geisterjäger. Winston ist dabei nur Gast, aber für die anderen sieht es nicht gut aus. Zumal ihr Anwalt kein geringerer als die Flachzange Louis Tully (Rick Moranis) ist. In seinem Eröffnungsplädoyer weist er gleich darauf hin, dass ihm die Geisterjäger geholfen haben, als er in einen Hund verwandelt war. Und das vor einem Richter, der nicht an Geister glaubt.

Zum Glück befindet sich unter den Beweistücken ein Glas mit dem psychoaktiven Schleim, der unter New Yorks Straßen fließt. Als der Richter Wexler (Harris Yulin) so richtig in Fahrt kommt und den Angeklagten wünscht, er könnte sie auf dem Scheiterhaufen verbrennen lassen, brodelt es im Einmachglas. Letztendlich explodieren die Geister zweier Hingerichteter aus dem Schleim, welche der Richter selbst einst zum Tod auf dem elektrischen Stuhl verurteilt hat.

16 Todeskandidaten

Mit diesen alten Bekannten konfrontiert, sieht sich Wexler genötigt, das Urteil aufzuheben und ebenso die einstweilige Verfügung, welche den Geisterjägern die Ausübung ihres Handwerks untersagt. Nachdem sie die beiden Todeskandidaten in ihren Geisterkerker gesperrt haben, sind sie wieder zurück im Geschäft. Janine Melnitz (Annie Potts) bekommt ebenfalls ihren alten Posten als Sekretärin zurück. Mit neuer Brille und Frisur sitzt sie wieder am Telefon und nimmt Aufträge entgegen, die sich mal wieder häufen. Sogar ein neues Logo haben sich die Geisterjäger gegönnt. Der durchgestrichene Geist macht nun eine V-Geste.

17 V-Logo

Neben der üblichen Geisterjagd experimentieren die Jungs mit dem psychoaktiven Schleim. Sie schreien ihn an, was heftige Reaktionen verursacht, und bringen sogar einen Toaster damit zum Tanzen. Für den ständig herumblödelnden Venkman die Gelegenheit, gleich noch eine V-Geste zu machen.

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Nach der kleinen Vorstellung besucht Peter seine Ex Dana im Kunstmuseum, wo ihm Janosz das Bild von Vigo vorstellt. Dana ist vom einstigen Herrscher der Karpaten und Moldawiens weit weniger begeistert und bezeichnet den mächtigen Zauberer als „völkermordenden Wahnsinnigen“. Demnach wäre er für das Geistergenre das, was Dracula für das Vampirgenre ist. Obendrein hat er einen gruseligen Modegeschmack mit lauter Totenköpfen, was aber zu seinem Charakter passt.

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Am Abend will Dana mit ihrem Baby baden, aber sie bekommt ungebetenen Besuch vom Blob. Dieser versucht, Klein Donald (im engl. Original Oscar) zu verschlingen.

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Da ein Bad in psychoaktivem Schleim nicht so ihr Ding ist, flüchtet Dana in die Wohnung von Peter Venkman. Dort kommt sie aber vom Regen in die Traufe, denn der Schachbrettboden verheißt nichts Gutes.

22 Schachbrettboden

Am nächsten Tag statten die Geisterjäger erst einmal Vigo einen Besuch ab. Wie ihre Recherchen ergeben haben, lebte Vigo im 15. bis 16. Jahrhundert und erreichte ein stattliches Alter von 105 Jahren. Dabei starb er nicht mal eines natürlichen Todes, sondern wurde vergiftet, erstochen, erschossen, gevierteilt und zerhackt. Offenbar wollte man sicher gehen, dass er auch wirklich tot ist. Vigo wusste also, wie er sich beliebt macht. Kurz vor seinem endgültigen Tod kündigte er jedoch seine Wiederkehr an, um die Menschheit erneut mit seiner Herrschaft zu beglücken.

Von der Fotosession mit Vigo ist Museumsdirektor Janosz Poha wenig begeistert, doch er kann das Eindringen der Geisterjäger nicht verhindern. Vigo kann sich aber sehr wohl selbst um das Problem kümmern. So hypnotisiert er u.a. Ray mit seinem bösen Blick.

Dana wohnt dieser Szene nicht bei, da sie noch in Peters Wohnung weilt. Immerhin konnte sie dort ungestört baden. Als Venkman nach Hause kommt, lädt er die Mutter abends zum Essen ein, während er dem kleinen Donald seine Emanuelle-Sammlung empfiehlt. Ein Pornografiewitz gegenüber einem Neugeborenen ist wieder mal typisch für den pädophilen Sumpf von Hellywood und dieses Baby wird auch noch in ein okkultes Ritual hineingezogen.

Babysitter soll für den Abend Janine spielen, welche in ihrem Leopardenfellmantel und den grünen Handschuhen eine wandelnde Stilsünde ist. Da das Sexkätzchen ein wenig rollig ist, lädt sie Louis ein, sie in Venkmans Wohnung zu begleiten. Es dürfte klar sein, dass die Kombination der beiden nervigsten Charaktere in einer Katastrophe enden muss.

23 Sexkätzchen

Ray und Egon entwickeln derweil die Fotos des Vigo-Gemäldes. Diese sehen nicht ganz so aus, wie die beiden das Portrait in Erinnerung hatten. Auf den Fotografien ist der Fluss aus Schleim zu sehen, welcher unter New York brodelt. Kurz darauf fangen die Fotos Feuer, während sich die Tür der Dunkelkammer von Geisterhand abschließt. Dank Winstons Einschreiten entkommen Egon und Ray diesem Anschlag ganz knapp.

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25 Feurige Fotos

Während Venkman Dana zum Essen ausführt, begeben sich die anderen drei über einen U-Bahntunnel in den New Yorker Untergrund, um den Fluss des Schleims zu untersuchen. Peters Entscheidung, diesem Trip nicht beizuwohnen, erweist sich als absolut richtig, denn was der Rest des Teams entdeckt, ist nicht gerade appetitlich. Zunächst treffen sie auf eine Galerie abgehakter Köpfe, die vermutlich islamistische Terroristen im U-Bahnschacht hinterlassen haben. Die Altersfreigabe ab 12 ist spätestens an dieser Stelle nicht mehr nachvollziehbar und Eltern sollten ihre Kinder von derartigen Szenen fernhalten.

26 Kopfgarten

Der nächste Schock besteht aus einem Geisterzug und so langsam ahnt Egon, dass irgendetwas das Team von seinen Forschungen abhalten will. Kurz darauf entdeckt Ray einen Zugang zum Schleimfluss. Egons Frage, wie viel negative Energie nötig sei, um einen Fluss dieser Größe zu erzeugen, erübrigt sich, denn der Big Apple ist ein Sumpf von Kriminalität und Sünde. Das Ergebnis verschlingt erst einmal Winston und um ihn zu retten, springen auch Ray und Egon in die Glibberbrühe.

27 Schleimbad

Als die drei wieder auftauchen, gehen sich Winston und Ray gegenseitig an die Gurgel. Egon kommt jedoch schnell darauf, dass es an dem Schleim liegt, der geradewegs auf das Kunstmuseum zufließt. Ihre Erkenntnisse müssen sie natürlich gleich Venkman auftischen und zwar beim Essen in einem Nobelrestaurant. Nachdem sie einige Snobs vollgeschleimt haben, werden sie abermals verhaftet und diesmal ist es Peter, der als Unbeteiligter außen vor bleibt. Irgendwie kommen Geisterjäger recht häufig mit dem Gesetz in Konflikt.

Während die Jungs auf dem Weg zum Bürgermeister sind, erwischt Dana die beiden Babysitter Janine und Louis in flagranti. In der Zeit, in der sie auf ihr Baby aufpassen sollten, haben sie gleich selbst eins gemacht. Nebenbei bemerkt nicht unweit eines Schabrettbodens, was einen Hauch von Sex-Magick hat.

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Beim Bürgermeister Larry (David Margulies) läuft es unterdessen nicht so prickelnd. Auf die Botschaft, dass sich alle negativen Emotionen der Stadt in einem explosiven Plasma manifestierten, kontert er nur, dass es jedermanns gottgegebenes Recht sei, sich mies zu fühlen und andere wie Dreck zu behandeln. Das bringt den American Way of Life ziemlich präzise auf den Punkt. Nachdem der Bürgermeister sie eiskalt abserviert hat, landen sie diesmal nicht im Knast, sondern in der Klapsmühle. Trotzdem ist dies eine Wiederholung des ersten Teils.

29 Einweisung

Wirklich reif für die Irrenanstalt ist indes der Museumsdirektor Janosz. Dieser hält gerade eine schwarze Messe vor dem Gemälde Vigos ab und quatscht mit dem künftigen Antichristen. Er schleimt sich regelrecht bei dem alten Schleimpilz ein und bittet ihn, Dana zur Frau haben zu dürfen, nachdem er Vigo deren Baby gebracht hat.

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Vigo will Donald keineswegs missbrauchen oder gar opfern, sondern in dessen Körper wiedergeboren werden. Damit wird der satanistische Mythos bedient, Dämonen könnten in Menschen fahren, wobei es sich in der Realität allerdings eher um multiple Persönlichkeitsspaltung handelt. Dennoch beschreibt dieses Szenario sehr gut, was die Elite mit traumabasiertem Mind Control beabsichtigt. Und wo wir schon mal dabei sind, trägt Donald einen Winnie Puh Schlafanzug, was natürlich ein Disney-Erzeugnis ist.

33 Disney-Programmierung

Janosz fackelt nicht lange und zieht los, um das Baby abzuholen. Vigo hat ihm dafür ein paar Superkräfte mit auf den Weg gegeben. Jetzt ist sein Jünger transzendent und kann fliegen. Obendrein trägt er ein extrem schlechtes Mary Poppins Kostüm und kann seine Arme ausstrecken wie Mr. Fantastic.

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Dana macht sich sofort auf den Weg ins Museum, wo sie zwischen den Säulen Jachin und Boas mit zwei illuminierten Weltkugeln hindurch muss.

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Drinnen liegt Donald bereits auf einem Altar, was bei entsprechendem Hintergrundwissen schon ein ziemlich heftiger Anblick ist. Der schwarz/weiße Reptiloidenstern ist dabei stets präsent.

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Die Lage in der Stadt spitzt sich derweil immer mehr zu. Der Fluss aus Schleim steigt immer höher und hüllt das Museum komplett ein.

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Auch andernorts bricht sich der Schleim Bahnen. Darunter bei einer Brodway-Show mit dem bezeichnenden Titel „Cannibal Girls“. Das satanisch-rote Pentagramm ist nicht weit.

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Direkt gelungen ist dagegen die kleine Botschaft gegen Pelzträger. Ob der Kostümdesigner Peta-Mitglied ist?

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Nebenher läuft noch die Titanic an den Docks ein, aber ansonsten sind die Dämonenangriffe eher wenig amüsant.

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Zu allem Übel öffnet sich auch noch ein Hellgate und hüllt die Stadt in Dunkelheit.

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Die Situation ist inzwischen dramatisch genug, dass der Bürgermeister erneut nach den Geisterjägern rufen lässt. Die kommen aber mit ihren Protonenstrahlern nicht durch den schleimigen Wackelpudding hindurch. Da es sich um negativen Schleim handelt, brauchen die Jungs ganz viel positive Energie und ein Symbol, welches die Massen mitzieht. Ein Blick auf das Nummerschild ihres Ecto 1A bringt die zündende Idee. Wer könnte eher Licht ins Dunkel bringen als die Sonnengottheit Mithras? Gemeint ist natürlich die Freiheitsstatue, welche auf dem Nummernschild in den Farben der Freimaurer abgebildet ist.

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Bevor die Statue im wahrsten Sinne des Wortes losgehen kann, wird sie erst einmal mit positivem Romantikschleim besudelt. Wie das dazu führen kann, dass sich die Freiheitsstatue mit einem Joystick steuern lässt, ist natürlich erklärungsbedürftig. Aber hey, es ist nur ein Film. Um die Stimmung etwas zu erheitern, gibt es noch etwas Musik von Sony. Bei so viel Product Placement fragt man sich wirklich, warum es bei der TV-Ausstrahlung noch zusätzliche Werbeunterbrechungen gibt?

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Mit der Freiheitsstatue trampeln die Geisterjäger durch Manhattan schnurstracks zum Kunstmuseum. In der Fackel der Statue entzündet sich dabei ein echtes Feuer, mit welchem die Kuppel des Gebäudes durchschlagen wird. Erleuchtungssymbolik, wohin das Auge blickt.

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Vigos Geburtstag findet durch diese Aktion ein jähes Ende, dabei war er schon mitten dabei, in Donald zu reinkarnieren.

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Bevor es Vigo an den Kragen geht, wird erst einmal sein Jünger Janosz „abgespritzt“. Die Anspielung auf eine männliche Ejakulation ist nicht zu übersehen.

53 Abspritzen

Vigo hat sich indessen aus seinem Bild befeit, ist aber nicht leicht niederzumachen. Fürs Erste schickt er die Geisterjäger zu Boden.

54 Vigo tanzt für euch

Danach macht er sich an Donald ran und droht, sich mit ihm zu „vereinigen“. Wie herrlich doppeldeutig. Die Schreie des kleinen Nachwuchsschauspielers dürften in dieser Szene durchaus echt sein.

55 Kinderschreck

Die Vereinigung wird jäh unterbrochen, als die Massen vor dem Museum anfangen zu singen. Die positive Energie verbannt Vigo zurück in sein Gemälde, wo er endlich seine wahre Natur zeigt. Seine entstellte Fratze zeigt sogar Ansätze von Teufelshörnern.

56 Dämon

Abermals hypnotisiert Vigo Ray und ergreift schließlich von ihm Besitz.

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Eine ordentliche Spermadusche mitten ins Gesicht beendet den Spuk jedoch.

58 Vollgewichst

Draußen vor dem Museum glaubt natürlich Louis, er hätte die Situation gerettet. Immerhin darf er sich freuen, nun zum Team zu gehören.

59 Louis

Dieses staunt nicht schlecht, als es das Bild betrachtet. Dieses zeigt nun die vier Ghostbusters mit Donald. Wie zur Hölle ist denn das passiert?

60 Erstaunen

61 Moderne Kunst

Am Ende werden die Ghostbusters wieder einmal gefeiert und bekommen auf Liberty Island Standing Ovations. Übrigens, wie ist die Freiheitsstatue eigentlich wieder auf ihren Sockel zurück gekommen?

62 Jubelfeier

Fazit: „Ghostbusters II“ steht dem ersten Teil in Sachen Okkultismus und Symbolik in nichts nach. Wieder einmal steht der Weltuntergang bevor, aber diesmal nicht durch die Wiederkehr einer sumerischen Gottheit, sondern durch einen moldawischen Antichristen. Die Einbeziehung eines Babys, wobei es sich ja eigentlich um zwei Kinderdarsteller handelt, ist dabei in hohem Maße besorgniserregend.

Berühmte Schauspieler wurden die beiden später nie. Stattdessen schlugen sie eine Laufbahn als Kampfsportler ein und gründeten eine Martial Arts Schule. Scheinbar haben sie sich den Vigo-Darsteller zum Vorbild genommen, denn der Deutsche Norbert Grupe alias Wilhelm von Homburg war lange Zeit Profiboxer. Zudem spielte er in einigen bekannten Filmen mit, darunter auch 1994 in dem ebenso hochgradig okkulten „Die Mächte des Wahnsinns“.

Ghostbusters – Gozer der Vernichter

von Shinzon

1984 kam mit „Ghostbusters“ eine Gruselkömodie in die Kinos, die schnell zum Kultfilm avancierte. Die wenigsten wissen jedoch, welch schaurige Botschaften in diesem okkulten Machwerk tatsächlich vermittelt werden. Es geht nämlich nicht um Geister, die in alten Schlössern spuken, sondern um dämonische Wesen aus höheren Dimensionen, die von Satanisten angebetet werden.

Bereits die Eröffnungsszene beginnt mit einer Löwenstatue vor einer Bibliothek, welche in diesem Kontext offensichtlich eine Repräsentation Satans darstellen soll. Im Gebäude wird auch gleich darauf eine Archivarin von einem Gespenst geprankt.

01 Löwenstatue

Die Ghostbusters sind zu diesem Zeitpunkt noch anderweitig beschäftigt. Dr. Peter Venkman (Bill Murray) arbeitet in einem Universitätsgebäude namens „Weaver Hall“, was ein lustiger Zufall ist, da Sigourney Weaver ebenfalls eine Hauptrolle im Film spielt.

03 Weaver Hall

Auf der Bürotür des Parapsychologen hat jemand „Venkman burn in Hell“ geschrieben, was wohl an seinem Umgang mit Probanden liegt. Bei einem Telepathietest lässt er nämlich die Frauen trotz geringer Trefferquote immer gewinnen, während er Männer selbst dann mit Elektroschocks bestraft, wenn sie die Symbole auf seinen Karten richtig erraten.

04 Burn in Hell

Die Hölle beschwört Venkman also selbst herauf. Unter anderem auch mit der ersten Karte, die er hochhält, welche ein umgedrehtes Pentagramm zeigt.

05 Satanic Pentagram

Bevor Peter weiter mit der weiblichen Probandin flirten kann, funkt ihm Ray Stantz (Dan Akroyd) dazwischen und erzählt ihm von der Geistererscheinung in der Bibliothek. Dort wartet bereits Dr. Egon Spengler (Harold Ramis) auf die beiden. Im Keller entdecken die drei zunächst Ektoplasma – eine rotzige Substanz, die Ende des 19. Jahrhunderts bei Seancen in Mode kam. Kurz darauf entdecken die Geisterjäger auch das verantwortliche Gespenst, welches zunächst nach einer verstorbenen Bibliothekarin aussieht. Bei genauerer Betrachtung handelt es sich jedoch um einen hässlichen Dämon. Keine menschliche Seele nimmt nach dem Tod eine solche Gestalt an.

06 Dämon

Wieder zurück an der Uni, werden die drei Parawissenschaftler vom Campus geworfen. Das Team entscheidet sich, in die freie Wirtschaft zu wechseln und kauft eine heruntergekommene Feuerwehrwache, welche fortan ihr Hauptquartier sein soll. Unterdessen kündigt sich in einem alten Apartmentblock am New Yorker Central Park der nächste Auftrag an. Das gruselige Gebäude sieht schon von weitem aus wie eine babylonische Ziggurat.

07 Ziggurat

Die dämonischen Steinfiguren an der Fassade verschärfen den gruseligen Eindruck zusätzlich. Wer möchte denn in einer solch abscheulichen Bude wohnen?

08 Dämonenfigur

Nun ja, Dana Barrett (Sigourney Weaver) wohnt dort. Diese steigt gerade aus einem gelben Sonnenwagen mit freimaurerischem Schachbrettmuster und bringt ihren Einkauf nach oben.

09 Sonnenwagen

Ihre Zimmernummer ist die 2206. Die 22 steht für das Stockwerk, womit das Zimmer auf dieser Ebene die satanische Nummer 6 hat. Aber im Vergleich zu dem, was noch kommt, ist dieses Zahlenspiel eher harmlos.

10 Zimmer 2206

Unterwegs wird Dana von ihrem nervigen Nachbar Louis Tully (Rick Moranis) aufgehalten. Als wäre der Tag damit noch nicht schlimm genug, fängt es in ihrer Wohnung sogleich an zu spuken, während ironischerweise kurz zuvor ein Werbespot der Geisterjäger im Fernsehen läuft. Erst springen ein paar Eier aus der Packung und fangen auf dem Tisch an zu braten und dann grunzt auch noch der Kühlschrank. In diesem hat sich gerade ein Höllentor aufgetan, in dessen Zentrum eine Pyramide mit abgehobener Spitze steht. Davor sitzt Baphomets Schoßhund und stellt sich Dana als Zuul vor.

11 Zuul Dimension

12 Zuul

Wieder zurück im Hauptquartier der Ghostbusters hat Ray einen alten Schrottwagen besorgt, der noch etwas aufgepimpt werden muss. Die Bude haben sie innerhalb von zwei Tagen komplett renoviert, was eine wirklich beachtliche Leistung ist, und am Einlass sitzt bereits die neue Sekretärin Janine Melnitz (Annie Potts). Der Laden ist also bereit, Dana als erste Kundin zu empfangen, mit der Peter Venkman auch gleich rumschäkert.

Miss Barret war in den letzten zwei Tagen nicht ganz so fleißig und hat nicht mal die Eier auf ihrem Küchentisch entsorgt. Zuul hat sich in der Zwischenzeit allerdings aus dem Kühlschrank verkrümelt, sodass dort noch nur Coca Cola Schleichwerbung auf Dr. Venkman wartet.

13 Coke Werbung

Wirklich helfen kann Peter ihr nicht und nach einigen weiteren Anmachversuchen und sexuellen Belästigungen schmeißt Dana ihn aus ihrer Wohnung. Der nächste Auftrag ist zum Glück etwas weniger attraktiv und führt das Team ins exklusive Sedgewick Hotel. Entweder übernachten dort nur Könige oder die Krone steht für etwas anderes.

15 Sedgewick Krone

Die Vorfälle beschränken sich auf den 12. Stock, wo die Ghostbusters erstmalig auf den grünen Slimer treffen. Um diesen eher harmlosen Fresssack von einem Gespenst einzufangen, richten sie mehr Schaden als Nutzen an. Obendrein raucht Ray auch noch trotz Rauchverbot. Ekelhafte Tabak-Werbung!

16 Raucher

Nachdem alle Kronleuchter im Speisesaal zerstört sind, ist der Schleimteufel endlich eingefangen und die Jungs haben tatsächlich noch die Dreistigkeit, eine Rechnung zu stellen.

17 Geisterjagd

Aber das dekadente Hotel kann es sich ja leisten. Immerhin haben sich die Betreiber schon vergoldete Venusmuscheln in den Wandnischen geleistet.

18 Venusmuschel

Apropos vergoldet. Im nächsten Zusammenschnitt von weiteren Geisterjagten sieht man eine vergoldete Statue, die offensichtlich Prometheus darstellen soll.

19 Prometheus

Die Ghostbusters sind derweil auf Erfolgskurs und erzeugen immer neue Schlagzeilen. Nach den ganzen paranormalen Vorfällen bekommt Ray sogar feuchte Träume von Geistern.

20 Spirituelle Belästigung

Die Auftragslage entwickelt sich dermaßen positiv, dass das Team Zuwachs benötigt. Dieser wird beim Vorstellungsgespräch gefragt, ob er auch an UFOs glaube. Oberflächlich betrachtet hat diese Frage nichts mit dem Berufsbild der Geisterjägers zu tun. Es sei denn, hier wird wieder einmal eine Verbindung zwischen Dämonen und Außerirdischen gestrickt.

Während Neuzugang Winston Zeddemore (Ernie Hudson) die Geisterfallen leeren darf, bringt Peter seiner Lieblingskundin neue Informationen. Zuul ist offenbar ein antiker Dämon, der von den Hethitern, Mesopotamiern und Sumerern angebetet wurde. Der Günstling von Gozer trieb sich also im alten Babylon herum. Die Namen der Dämonen sind natürlich frei erfunden, wichtig ist aber, worauf hier angespielt wird. Zuul und Gozer müssen einfach nur durch babylonische Gottheiten ausgetauscht werden und schon ergibt sich da ein Muster.

Bevor die Geisterjäger ihren größten Auftrag angehen, bekommen sie jedoch Besuch vom Umweltamt. Walter Peck (William Atherton) wirft den Parawissenschaftlern Umweltverstöße vor und tatsächlich platzt ihre Endlagerstätte für Dämonen bald aus allen Nähten. Als wäre das noch nicht schlimm genug, erwachen die dämonischen Steinfiguren auf dem Dach von Danas Gruselbude zum Leben. Übrigens genau in dem Moment, wo die Obelisken auf dem Dach von Blitzen getroffen werden. Das bestätigt natürlich die Theorie, dass diese phallischen Objekte Energieantennen sind.

21 Antenne

22 Energie

23 Erwachen

Kurz darauf bekommt Dana Barrett erneut Besuch von Zuul. Um sie an der Flucht zu hindern, wird sie von drei dämonischen Pranken gepackt, die aus ihrem Sessel kommen. Eine greift sie an die linke Brust, eine andere kommt ihr aus dem Schritt. Ziemlich sexistisch diese Dämonen.

24 Grabschgeist

26 Küchenhund_2

Während Zuul in Danas Körper fährt, crasht der andere Baphomet die Party ihres Nachbarn Louis und ergreift von diesem Besitz. Fortan nennt er sich Vinz Clortho, Schlüsselmeister von Gozer. Diese Szenen gehören zu den gruseligsten des gesamten Films. Und mal ehrlich, die Kreaturen sind das Werk von echten Hardcore-Satanisten.

27 Vinz_1

Baphomet 1

Als Peter erneut Dana besucht, hat diese sich als Lady in Rot verkleidet und gibt sich als Torwächter zu erkennen. Wie es sich für eine Femme Fatale gehört, spielt die besessene Dana die sexuelle Karte. Nur steht Dr. Venkman nicht auf knurrende Succubi, die einen Meter über ihrem Bett schweben. Das wäre jetzt eigentlich der passende Moment für einen Exorzisten.

31 Lady in Rot

30 Lady in Luft

Vinz Clortho belästigt indes Leute auf offener Straße und wird schließlich von der Polizei bei den Geisterjägern abgegeben. Diesen erzählt er von antiken Kataklysmen in Zeiten, zu denen Gozer zuletzt auf Erden weilte. Wie ein Infrarotbild zeigt, ist er von Baphomet besessen.

31 Besessen_1

32 Besessen_2

Passend dazu zitieren Ray und Winston auf der Heimfahrt aus dem Buch der Offenbarung. Das Brechen der sieben Siegel ist eine perfekte Parabel auf das, was Walter Peck am nächsten Morgen vorhat. Als dieser nämlich den Reaktor der Geisterjäger abschalten lässt, hat dies das erste Zeichen der nahenden Apokalypse zur Folge. Die Dämonen brechen aus dem Endlager aus und strömen als Orbs über den Big Apple.

Das gruselige an dieser Szene ist, dass sie stark an einige UFO-Sichtungen rund um den Globus erinnert, bei denen der Himmel jeweils von hellen Lichtbällen bedeckt ist. Es gibt sogar Videoaufnahmen, die zeigen, wie solche Orbs aus einem leuchtenden Riss kommen, bei welchem es sich um einen Dimensionsübergang handeln könnte.

33 Orbattacke

Aufgrund von Pecks arrogantem Verhalten wird New York von Dämonen heimgesucht und zu allem Übel ist auch noch der Schlüsselmeister entkommen. Übrigens gibt es im Illuminati Card Game von 1995 eine Karte, die einen ähnlichen Dämonenangriff ankündigt. Ein solches Szenario ließe sich gewiss mit einer Hologrammshow und Halluzinogenen im Trinkwasser inszenieren.

PlagueofDemons

Die Geisterjäger verpassen die Show jedoch, weil sie inhaftiert werden. In der Zelle erklärt Egon, was es mit dem gruseligen Gebäude auf sich hat, in dem Dana wohnt. Das Dach ist wie eine gigantische Antenne gebaut und er gibt zu bedenken, dass die Eisenkonstruktion dieselbe Telemetriestruktur aufweist, welche die NASA benutzt, um Pulsare aufzuspüren.

Die Verbindung der NASA zu paranormalem Hokupokus ist dabei keineswegs fiktiv, wenn man bedenkt, dass der Raketenwissenschaftler und Satanist Jack Parsons vor jedem Raketenstart okkulte Rituale abgehalten hat. Die wissenschaftliche Mission der NASA ist nur ein Themenfeld, welches für die Öffentlichkeit gedacht ist. Hinter dieser Fassade geht es um Kontakte mit Außerirdischen bzw. extradimensionalen Intelligenzen.

Doch zurück zu dem Gebäude, welches nichts anderes ist als ein Dimensionstor. Der Name des Architekten lautet Igor Szandor, wobei der Nachname eine Anspielung auf den zweiten Vornamen des Church of Satan Gründers Anton Szandor LaVey sein dürfte. Igor Szandor war ein antihippokratischer Arzt und gründete 1920 die Geheimgesellschaft der Gozer-Anbeter. Ob nun Gozer oder Satan angebetet wird, läuft auf dasselbe hinaus, allerdings war LaVey kein Arzt, sondern Organist. Mit dem Beruf wird wohl eher angedeutet, dass viele Ärzte Okkultisten und daher nicht unbedingt vertrauenswürdig sind.

Die Gozer-Anbeter führten jedenfalls bizarre Rituale auf dem Dach ihres Gebäudes durch, welche das Ende der Welt einläuten sollten. Nun, da sich das Ende nähert, fragt sich aber, wo dieser Geheimbund mit seinen über 1.000 Anhängern abgeblieben ist? Müssten die nicht alles daran setzen, die Geisterjäger von ihrem Heiligtum fernzuhalten? Wäre es nicht realistisch, wenn sie gesellschaftliche Schlüsselpositionen wie das Amt des Bürgermeisters besetzt hätten?

Dieser lässt die Ghostbusters stattdessen aus ihrer Zelle holen und küsst erst mal den Ring eines katholischen Kardinals, der wahrscheinlich Jesuit sein dürfte. Seltsamerweise weiß der Kirchenmann keinen Rat und hält den okkulten Zauber sogar für ein Zeichen Gottes. So werden also die Geisterjäger entsandt, die Welt zu retten. Das wird auch höchste Zeit, denn der Schlüsselmeister ist inzwischen beim Torwächter angekommen.

35 Küss den Ring

34 Beine breit

Vor der Ziggurat werden die Geisterjäger erst mal von einer Erdspalte verschluckt, entkommen dem Angriff jedoch. Ob die Gebete der Nonnen und Rabbis vor dem Gebäude wohl etwas genützt haben? Zuul und Vinz hatten derweil schon etwas mehr Spaß und haben sich auf dem Opferalter zwischen zwei Obelisken gepaart. Wie unter Alkoholeinfluss ist auch Sex unter Besessenheit keine gute Idee, da man zuweilen erschrecken kann, neben wem man danach aufwacht. Nun, zumindest Louis dürfte mit dem Ergebnis glücklich sein.

37 Opferaltar

Die Ghostbusters sind inzwischen im 22. Stockwerk angekommen. Diese Zahl an sich ist schon bedeutsam, aber von Danas Apartment geht es noch eine weitere Treppe hinauf. Das Höllentor öffnet sich also auf der Ebene Nummer 23 – die Zahl der Illuminaten, welche für Zerstörung steht.

38 22 plus 1

Leider kommen die Geisterjäger zu spät, denn das Höllentor öffnet sich bereits und die beiden Besessenen verwandeln sich in satanische Kreaturen. Als Zugabe gibt es noch einen roten Himmel. Der steht ja immer wieder im Zusammenhang mit der Apokalypse.

39 Dimensionstor_1

40 Dimensionstor_2

41 Verwandlung_1

42 Verwandlung_2

Das Dimensionstor ist natürlich eine Pyramide mit illuminierter Spitze und wird von zwei weiteren Obelisken flankiert, welche die Säulen Jachin und Boas repräsentieren.

43 Hellgate_1

44 Hellgate_2

Bei genauerer Betrachtung ist an einer Wand vor dem Höllentor noch ein Wassermannkopf zu sehen. Hier wird unverhohlen das esoterische Wassermannzeitalter angekündigt, welches durch Gozers alias Satans Ankunft eingeläutet wird.

45 Wassermann

Passend dazu fragt Gozer, ob Ray ein Gott ist. Dieser verneint zunächst, woraufhin Gozer die Geisterjäger mit Machtblitzen zu töten versucht. Okay, der Dämon ist ein Sith-Lord.

46 Gozer

47 Machtblitze

Nach der Attacke meint Winston zu Ray, dass er das nächste Mal auf die Frage, ob er ein Gott sei, mit „ja“ antworten soll. Damit wird wieder mal das esoterische Konzept von der Gottwerdung des Menschen propagiert, was zu dem Hinweis auf das Wassermannzeitalter passt. Gesagt getan setzen sie zum Gegenangriff an, doch Gozer löst sich einfach nur in Luft auf. Offensichtlich ist die Kreatur körperlos, wobei der Hinweis, dass Gozer jede Form annehmen kann, äußerst interessant ist. Der Dämon könnte also auch als Außerirdischer in Erscheinung treten, wenn er das wollte.

48 Gozerposer

Als körperlose Stimme fordert Gozer die vier auf, die Form des Vernichters zu wählen. Venkman nennt dazu als Beispiel den Hochgradfreimaurer Josef Stalin, was wohl kein Zufall sein dürfte. Die Wahl fällt allerdings dank Rays Kindheitserinnerungen auf den Marshmallow-Mann. Dieser trampelt erst mal eine Kirche nieder, was die Zerstörung des Christentums durch den Antichristen versinnbildlichen soll.

49 Kirchenkiller

Mit den Protonenstrahlern können sie das Monster lediglich in Brand setzen. Da die Welt ohnehin unterzugehen droht, entscheiden sich die Geisterjäger, die Ströme der Protonenstrahlen zu kreuzen. Dadurch wird das Höllentor versiegelt, der Marshmallow-Mann wird gegrillt und es gibt eine gigantische Explosion, die eigentlich keiner auf dem Dach hätte überleben können.

50 Gekreuzte Ströme

51 Explosion_1

Dem gutgläubigen Publikum zuliebe überleben es die Geisterjäger aber doch. Sogar Dana und Louis lassen sich aus den Kadavern der Höllenhunde schälen. Warum aber muss Dana dabei stöhnen, als hätte sie gerade den tollsten Orgasmus ihres Lebens gehabt? Wahrscheinlich dem männlichen Publikum zuliebe. Zum Schluss werden die Ghostbusters gebührend gefeiert und Dan Akroyd darf noch mal für Marlboro Werbung machen.

53 Malboromann

Fazit: Was auf den ersten Blick wie eine Komödie wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als extrem Furcht einflößender Horrortrip. „Ghostbusters“ zieht dabei von Freimaurersymbolik über theosophische Esoterik bis hin zum Satanismus wirklich alle Register. Es geht um nichts Geringeres als um die Ankunft des Antichristen, die Apokalypse und das anschließende Wassermannzeitalter. Das Ganze spielt dann auch noch im Big Apple, was ja an sich schon eine Anspielung auf den Sündenfall ist.

R.I.P.D. – Tote Cops versus Dämonen

von Shinzon

Wenn verstorbene Cops auf Dämonenjagd geschickt werden, so kann das eigentlich nur in okkultem Klamauk ausarten. Und genau darum geht es in „R.I.P.D“, was für „Rest in Peace Department“ steht.

Zu Beginn ist Nick Walker (Ryan Reynolds) allerdings noch beim Bostoner Police Department beschäftigt. Er hat alles, was man zum Glücklichsein braucht: Einen Orangenbaum im Garten, darunter einen Goldschatz, der später noch von Bedeutung sein wird, und eine hübsche Frau (Stephanie Szostak). Als Letztere joggen geht, rückt auch schon der erste Obelisk ins Bild.

Erster Obelisk

So wirklich perfekt ist Nicks Glück natürlich nicht, denn das Gold in seinem Garten ist eigentlich Beweismaterial. Er bekommt ein schlechtes Gewissen und überlegt, die Artefakte abzugeben. Dies teilt er dummerweise seinem Kollegen Bobby Hayes (Kevin Bacon) mit, welcher ebenfalls einige Goldbrocken mitgehen lassen hat. Dummerweise deshalb, weil der nix von dem Plan hält und seinen Kameraden bei einer Drogenrazzia kurzerhand über den Haufen schießt.

Damit wäre also geklärt, wie und warum Nick Walker ins R.I.P.D. versetzt wird. Als er feststellt, dass er nicht mehr ganz so lebendig ist, geht es ab nach oben. Das Ende des Tunnels ist dabei recht eigenartig und widerspricht den Nahtoderlebnissen der meisten Menschen. Licht gibt es dort zwar, aber dieses ist blau und hat die Form eines abstrahierten Hexagramms.

Hexagontunnel

Auf der anderen Seite wartet auch nicht etwa Gott oder die verstorbene Verwandtschaft, sondern die Polizeibeamtin Proctor (Marie-Luise Parker). Diese klärt Nick erst einmal über seine Situation auf (100 Jahre R.I.P.D. oder Jüngstes Gericht) und brennt ihm anschließend seine neue Marke in den Astralleib. Ein wenig fraglich an dieser Szene ist das Product Placement. Seit wann gibt’s im Jenseits Geld?

Brausewerbung

Als nächstes lernt Nick seinen neuen Partner Roy Pulsipher (Jeff Bridges) kennen, welcher gar nicht vom neuen Teamwork begeistert ist. Nick ist indessen wenig begeistert, dass er durch ein Klo zurück auf die Erde gespült wird und wir sind wenig begeistert, dass es dort erst einmal Pentagramme hagelt. Darunter auch auf dem gelben Sonnenwagen der beiden.

Pentagramme_1

Pentagramme_2

Das Symbolspiel geht auf Nicks Beerdigung noch etwas weiter. Auf dem Friedhof steht er zwischen zwei Säulen (Jachin & Boas), durch welche die Sonne hindurch scheint.

Zwischen Jachin & Boas

Eine Reihe Obelisken in unmittelbarer Nähe des Grabes dürfen natürlich genauso wenig fehlen. Wie wir später erfahren werden, dienen Obelisken als Blitzableiter für Jenseitsenergie.

Obelsiken am Grab_2

Als Zugabe gibt es noch etwas Fremdschämen, als Nick zu Julia rennt und sie anspricht, als würde er noch leben. Peinlich ist das deshalb, weil er für die Sterblichen nun aussieht, wie ein alter, verwirrter Chinese. Sein Partner Roy hat da schon mehr Glück, denn der erscheint den Lebenden als heiße Blondine. Zusammen geben die beiden ein recht ungewöhnliches Paar ab.

Nach dem Abstecher auf den Friedhof gibt es die erste Lektion im Festnehmen von verkommenen Seelen. Diese verbreiten schlechtes Karma, was Pflanzen verwelken und Technik kaputtgehen lässt. Hinter all den Defekten stecken also doch keine Gremlins, sondern fiese Verstorbene. Ebenfalls ungewöhnlich ist die Tatsache, dass die Toten in Gestalt von Lebenden für selbige sichtbar auftreten. Unsichtbaren Geisterspuk gibt es in diesem Film nicht.

Dafür aber übel verrottete Seelen, die in verschimmelten Absteigen leben und zu hässlichen Dämonen mutieren, wenn man ihnen indisches Essen unter die Nase reibt. Der erste stinkende Mistsack ist gleich ein Volltreffer, denn er kotzt Goldbrocken, nachdem Nick den Kerl mit dessen eigenen Arm verprügelt hat. Die Goldklumpen passen, wie es der Zufall so will, zu den Artefakten, die Nick in seinem Garten vergraben hat. Sie landen also erst einmal als Beweisstücke in der Asservatenkammer, welche ein recht merkwürdiges Zahlensystem hat. Die Kamera schwenkt dabei auf die 999 in weiß und schwarz.

999 Code

Als nächstes besuchen Nick und Roy einen Informanten im Baseballstadion, wo es die 66 gleich noch richtig herum gibt.

66 Stadion_1

Die 23 ist ebenfalls nicht weit.

23 Stadion

Abgesehen von etwas Numerologie ist aus dem Informanten aber nichts herauszubekommen. Dennoch scheint er etwas zu wissen, weshalb die beiden Jenseitscops ihm eines der Beweisstücke überlassen und sich an seine Fersen heften. Zu Nicks Überraschung trifft sich der nutzlose Informant mit seinem Expartner Bobby Hayes und übergibt diesem den Goldklumpen. Hayes führt die beiden wiederum zu Nicks Haus, wo er die heimlich vergrabenen Goldstücke seines toten Exkollegen einsammelt und obendrein dessen Frau anbaggert.

Mit dem Goldkoffer geht es weiter zu einem Hehler, der sich als wirklich fieser Fettsack herausstellt. Die Festnahme endet natürlich wieder in einem Fiasko und die beiden Cops müssen ihn verfolgen. Als erstes latscht der Fettsack vor einen auffälligen LKW mit der Aufschrift „Who but W.B. Mason“. Wer steckt wohl dahinter, wenn nicht die Freimaurer.

Mason Truck

Es folgt ein wenig Klamauk, wobei es schon stark übertrieben ist, wenn ein alter Chinese von einem Auto erschlagen wird, unbeschadet wieder aufsteht und mit einer Banane auf eine widerwärtige Kreatur zielt. Sein Kollege, der ja als Blondine wahrgenommen wird, hängt indessen mit einer Fönharpune am Fettsack, der wie Spiderman die Gebäude hochklettert. Das schlimmste an dem Drama ist jedoch, dass der Hehler den beiden entkommt.

Selbstverständlich gibt das erst mal ziemlichen Ärger, doch von oben naht Rettung in Form einer Nachricht. Dieser zufolge sind die Goldartefakte Teile eines Obelisken, der als Stab von Jericho bekannt ist.

Info Artefakt

Dieser wurde nicht grundlos zerbrochen und in alle Winde zerstreut, da er sonst die Toten auf die Erde regnen lassen würde. Mit anderen Worten handelt es sich um den Schlüssel zu einem Höllentor.

Info Hellgate

Leider werden Roy und Nick von dem Fall abgezogen und suspendiert. Die Auszeit nutzt Nick, um erneut seine Frau aufzusuchen, die sich jedoch von ihm abwendet. Es folgt ein kleines Wortduell mit Roy, in dessen Verlauf die beiden auf die Idee, kommen, dass Nicks Exkollege Bobby Hayes ein Dämon sein könnte.

Der trifft sich gerade mit einem anderen Fiesewicht und bekommt von ihm ein weiteres Artefakt überreicht. Seine Kontaktperson hat eine weitere 66 auf dem Trikot.

66 Trikot

Das Artefakt parkt Bobby in einem Behälter mit altsumerischen Keilschriftzeichen.

Keilschriftbox

Bevor Nick und Roy Bobby ergreifen, wird dieser von Julia über den kleinen Chinesen informiert, womit er natürlich vorgewarnt ist. Die nächste Szene ist daher wenig überraschend, wird aber zumindest mit einem ironischen Spruch im Hintergrund aufgeheitert. Das Plakat ist in der freimaurerischen Blau/Rot-Symbolik gehalten.

Dead Broke

Bei der Verhaftung stellt sich heraus, dass Bobby ein ganz übler Dämon ist, der sogar ein ganzes Haus zum Zerfall bringt. Er lässt sich allerdings ohne Widerstand abführen, weil er nur so zu den fehlenden Artefakten in der himmlischen Asservatenkammer gelangt. Dort stellt sich ein kugelförmiges Artefakt als Spezialbombe heraus, welche das R.I.P.D. lahm legt, und schon können er und seine Leute den Laden leer räumen. Eine von Bobbys Kumpanen hat übrigens ein ziemlich ausgebranntes Horusauge.

Horuslady

Die Bande entkommt und in den Straßen von Boston werden bei der anschließenden Schießerei einige tote Cops getötet. Ja, auch Tote können sterben. Doch die Zeit für Action ist sehr knapp, also geht es per Verfolgungsjagd weiter. Auf dem Weg zum Commonwealth Building gibt es noch eine 33…

33 Boston

…und auf dem Dach des Zielortes die dazugehörigen Farben der Freimaurergrade.

Boston Blau Rot

Der Obelisk nimmt dort langsam Gestalt an…

Goldständer

…und sein Kernstück ist ein X.

X-Stein

Aber eine Zutat fehlt noch. Um das Höllentor zu aktivieren braucht es das Blut einer Jungfrau. Nicks Freundin Julia ist das perfekte Menschenopfer.

Blutopfer

Als sich das Hellgate komplett öffnet, macht Bobby die passende Geste, um die Toten zu begrüßen.

Bobby Baphomet

So viel Zum Thema, dass Obelisken Energieleiter sind…

Obeliskenblitz_1

Obeliskenblitz_2

Selbstverständlich gelingt es Roy, den Obelisk zu zerstören. Nick befördert indes Bobby ins Jenseits vom Jenseits. Als Belohnung bekommt er einen Moment mit Julia, die ihn während einer Nahtoderfahrung so sehen kann, wie er einst war. Roy bekommt hingegen nur einen neuen Hut. Aber immerhin darf er sein Blondinen-Outfit behalten, während Nick eine neue Identität als Mädchen mit Zahnspange bekommt. Und wo sie schon gestorben sind, da sterben sie noch heute.

Fazit: R.I.P.D. ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Lachnummer. Und das ist schon die positive Seite. Denn neben einigen guten Gags bietet der Film sonst nur Okkultismus pur. Obelisken, die Türen zur Totenwelt öffnen und Untote, die sich in Dämonen verwandeln – das ist die Kernaussage des Films.

28_Boston Hellgates

Videoanalyse: Katy Perry in Ägypten

Das Video zu Katy Perrys Single „Dark Horse“ spielt in der antiken ägyptischen Stadt Memphis, was erwartungsgemäß zu einem Feuerwerk freimaurerischer Symbolik führen muss. Immerhin basiert ein Großteil der Freimaurerei auf dem Isis- und Osiriskult von anno dazumal. Darüber hinaus gibt es innerhalb der Freimaurerei einen Memphis-Mizraim-Ritus, welcher von Napoleon nach Europa eingeführt wurde.

DH_1 Memphis

Katy sitzt zunächst auf einem Boot, welches auf dem Nil fährt. Sie ist zwischen zwei Säulen (Jachin & Boas) platziert und auf dem Dach findet sich ein altägyptisches Sonnensymbol.

DH_2 Boot

Auf ihren weißen Haaren ist ein blaues Auge des Ra mit einer Pyramide darüber eingefärbt.

DH_3 Auge des Ra

In der nächsten Szene sieht sie schon etwas ägyptischer aus und thront in einem Tempel, umringt von Vertretern des blauen Volkes. Natürlich mangelt es auch in dieser Szene nicht an Säulen.

DH_4 Tempel_1

DH_5 Tempel_2

Bei genauerer Betrachtung wirkt ihr Outfit, einmal abgesehen von der Frisur und dem geflügelten Skarabäusanhänger, wenig ägyptisch. Ihr Kopfschmuck erinnert eher an Mickeymausohren, was auf eine mögliche Disney-Programmierung hinweist. Die Tänzerinnen neben ihr deuten indes auf eine Sexkätzchen-Programmierung hin, die bei Katy Perry sehr häufig zu finden ist.

Abgerundet wird die Mind Control Collage durch die Schlange auf dem Kopf, welche allerdings tatsächlich typisch für die ägyptischen Pharaonenhäuser war. Die Frage lautet nun, ob Katy Perry ebenfalls von einem Goa’Uld besessen ist?

DH_6 Mickey

In ihrem Tempel bekommt Katyopatra Besuch von einem einäugigen Mann, der sich mit der Geste der Hand aufs Herz als Freimaurer zu erkennen gibt.

DH_7 Einauge

Katy begrüßt den Reisenden mit den Worten „Do you wanna play with Magick?“ Hier geht es jedoch nicht um schwarze Magie, sondern um Gehirnwäsche. Passend dazu holt der Besucher einen großen Edelstein unter seinem Umhang hervor. Dazu muss man wissen, dass Juwelen während der Programmierung als Belohnung eingesetzt werden und später als Trigger fungieren können, um bestimmte angelernte Verhaltensmuster abzurufen.

DH_8 Juwel_1

DH_9 Juwel_2

Bei Katy Perry hat man offensichtlich das komplette Programm durchgezogen. Kein Wunder, dass sie sofort auf den dargebotenen Trigger anspringt und ihre antrainierten Gesten abspult.

DH_10 Horusauge

Das Abdecken des linken Auges hatten wir schon bei Lady Gaga, deren Trigger allerdings das Wort „The Lord“ war.

Zwischendurch wird immer wieder auf das Boot zurück geblendet, wo es eine weitere Anspielung auf ein anderes Hirnwäscheopfer gibt. Die Geste mit dem wehenden Kleid, welche hier in Sichtweite einer Pyramide vor der aufgehenden Sonne Ra abgefeiert wird, erinnert wohl kaum Zufällig an Marilyn Monroe.

DH_11 Marilyn

In der nächsten Szene wird Katys Mind Control Handler nach getaner Arbeit von der Sphinx zu Staub verwandelt. So viel zum Thema falscher Umgang mit Magick.

DH_12 Bestrafung_1

DH_13 Bestrafung_2

Übrig bleibt nur ein weiterer Klunker für Katys Sammlung.

DH_14 Bestrafung_3

In einem weiteren Arrangement sieht man Katy zwischen einer Handvoll ägyptischer Gottheiten. Sie trägt eine Schlange, während sie selbst vom Totengott Anubis getragen wird. Möglicherweise wird hier auf ihr baldiges Ableben angespielt. Gerade weibliche Stars sind einem knappen Verfallsdatum unterworfen und eignen zugleich hervorragend als Opfer.

DH_16 Schlangenträgerin_2

DH_15 Schlangenträgerin_1

Ihr Sarkophag im Anubislook steht jedenfalls schon mal bereit. Aus diesem steigt der Rapper Juicy J, der Katy ein „Beast“ nennt und mit dem US-amerikanischen Massenmörder Jeffrey Dahmer vergleicht, welcher seine Opfer teilweise aufaß.

„Uh, she’s a beast, I call her Karma
She eat your heart out like Jeffrey Dahmer”

DH_17 Anubissarg

Und wo wir schon einmal bei Anubis sind: Dieser wacht auch über den neuen Flughafen von Denver. Dort finden wir zudem ein dunkles Pferd (im Volksmund „Bluecifer“ geannnt). Könnte sich hier eine Parallele zum Songtitel „Dark Horse“ ergeben?

Anubis & Dark Horse

In der Tat tauchte ein ähnliches dunkelblaues Pferd mit rotglühenden Augen auch bei Katys Grammy Award Liveauftritt auf.

Katy BlueciferKatys Ableben könnte indes etwas mit dem Verzehr von zu viel Süßigkeiten zu tun haben. Diese werden der Naschsexkatze in der nächsten Szene in Form einer Pyramide dargereicht. Von oben aus betrachtet ergibt sich zudem die Form eines allsehenden Auges.

DH_18 Naschpyramide

DH_19 Naschauge

Als sie einen Bissen zu sich nimmt und kurz darauf fast erstickt, ist der Baphomet nicht weit.

DH_20 Baphosweet

Der Konditor hat in jedem Fall nicht mehr lang zu leben, so fett wie der ist.

DH_21 Fettsack

Allerdings verwandelt ihn Perry ebenfalls zu Staub, bevor er einem Schlaganfall zum Opfer fallen kann.

DH_22 Bittersweet

Als Artefakt hinterlässt er einen Kelch, dessen Inhalt Katy gierig herunter schlingt.

DH_23 Gral_1

DH_24 Gral_2

Zwischendrin folgt ein viertes Arrangement, indem Katy über und über mit Gold behängt ist.

DH_25 Goldmarie

Oben links finden wir zudem einen Hasen, der möglicherweise als Anspielung auf „Alice im Wunderland“ ein weiterer Hinweis auf Mind Control sein könnte. Allerdings könnte es sich auch um das Sternbild des Hasen unweit des Orion handeln. Die Pharaonen waren sehr auf Astrologie bedacht und der Orion war für sie ein Abbild des Osiris. Zusammen mit den Sternbildern des Hasen sowie dem kleinen und großen Hund bildet Osiris/Orion eine astrologische Jagdszene.

DH_26 Lepus

Doch zurück zu Katyopatra. Der nächste Tribut kommt in Form einer antiken Hopperkarre daher. Als Kühlerfigur dient der Kopf eines Apis.

DH_27 Apis

Auch mit diesem Präsent ist Katy offenbar dermaßen unzufrieden, dass sie den altägyptischen Gebrauchtwagenhändler in Staub verwandelt. Übrig bleiben nur zwei Plüschwürfel (Kuben) mit okkulten Symbolen.

DH_28 Würfel

Diese lässt sich Katyopatra an ihre Sänfte hängen, welche bereits mit vergoldeten Schlangen und Skorpionen geschmückt ist.

DH_29 Skorpione

Ihr nächster Gast ist ein Reptiloid.

DH_30 Lord Kroko

Für diesen darf sie erst einmal einen Stripdance hinlegen. Sie ist eben doch keine Königin, sondern nur eine Zwangsprostituierte der Illuminaten.

DH_31 Stripperin

Für ihre Dienste erhält sie einen süßen Wauwau, von dem sie nun endlich begeistert ist. Tiere werden zuweilen zur Programmierung von Hirnwäscheopfern gebraucht, wobei diese aber später oft getötet werden, um zusätzliche Traumata zu erzeugen.

DH_32 Wauzi

Nach dieser Belohnung erscheint endlich der Pharao höchstpersönlich. Selbstverständlich trägt er das Symbol der freimaurerischen Weltherrschaft – eine Pyramide mit Auge.

DH_33 RamsesDie Untergebenen des Pharaos sind von roter Hautfarbe und stehen damit im Kontrast zu Katyopatras blauen Wächtern. Man darf dieses Video ja nicht beenden, ohne auch die hohen Freimaurergrade aufmarschieren zu lassen.

DH_34 blaue und rote Grade

Im Schlepptau haben die Logenbrüder eine Pyramide, deren Spitze Katy Perry erklimmt.

DH_36 Pyramidenspitze

Oben angekommen, darf sie dann noch einmal mit Magick spielen und ihre Flügel ausbreiten. Offenbar verkörpert sie Horus, dessen Auge traditionell an der Spitze der Pyramide steht. Sie singt von einem „Storm“ und der Himmel färbt sich rot.

DH_35 Katy Horus

Zum Schluss gibt es noch einmal eine Panoramaansicht der Pyramide, welche wie ein Goa’Uld-Mutterschiff über dem Boden schwebt.

DH_37 Goauldkreuzer

Der Pharao verwandelt sich diesmal nicht in Staub, sondern in einen Köter. Diese Szene kann man wohl nur als Schlussgag verstehen.

DH_38 Schweinehund

Der Freimaurerschurz – Überbleibsel der Steinmetztradition

von Shinzon

Der Freimaurerschurz (zuweilen auch Freimaurerschürze) stammt ursprünglich aus der Steinmetztradition und ist ein Symbol für die Arbeit. Bei dieser trugen die mittelalterlichen Steinmetze zum Schutz Schürzen aus Leder, die bis zu den Knöcheln reichten und eine Klappe mit Knopfloch zur Befestigung hatten. Die heutigen Freimaurerschurze sind zumeist aus Leinenstoff und reichen nicht einmal bis zum Knie.

Die Klappe wurde allerdings beibehalten, wobei ihre Stellung zuweilen als Gradabzeichen verwendet wird. Sie kann verschiedene Formen aufweisen, wobei runde Klappen eher selten sind. Meist sind die Klappen dreieckig, womit gleichzeitig eine Pyramide mit der Spitze nach unten dargestellt wird. Zuweilen wird sogar ein allsehendes Auge in diese Pyramidenform eingefügt.

Schurz Pyramide mit Auge

Die meisten Freimaurerschurze sind weiß oder haben zumindest eine weiße Grundfarbe, welche für die angeblichen ethischen Grundsätze der Freimaurerei steht. Bei den Johanneslogen kommen blaue Einfassungen hinzu, im schottischen Ritus rote Einrahmungen. Doch Vorsicht, eine rote Umrandung kann auch für den Meistergrad in einer Johannesloge stehen. Andere Farben sind eher selten und hängen von den jeweiligen Logen ab.

Schürzendreieck

Schürzen für Lehrling, Geselle & Meister

Schürzen für Lehrling, Geselle & Meister

Hinzu kommen verschiedene Verzierungen aus dem reichen Fundus der Freimaurersymbole. Darunter Winkel, Taus, Hexagramme und vieles mehr. Bei den Johanneslogen sind zudem bis zu drei Bandrosen üblich, welche die Grade Lehrling, Geselle und Meister anzeigen.

Freimaurerschürze mit Taus

Freimaurerschürze mit Taus

Mit zunehmender Dekadenz, vor allem in der Hochgradfreimaurerei, nehmen auch die Verzierungen zu. Teilweise sind die Schurze derart mit goldenen Symbolen oder aufwendigen Motiven überladen, dass sie schon albern wirken.

Freimaurerschürze

Zu guter Letzt kommen bei einigen Hochgradlogen auch satanistisch-okkulte Symbole wie das umgedrehte Pentagramm vor.

Freimaurerschürze Jachin & Boas

Quelle 1

Quelle 2

Ein Sternentor in der Nähe des Saturns?

Das Cover der „Time Odyssey“ von Vinnie Moore ist in mehrfacher Hinsicht interessant.

Zunächst wären da unten rechts die Säulen Jachin & Boas sowie eine dritte Säule. Unten links findet sich hingegen der Saturn, auf den zusätzlich die angedeutete Sichel in einem der Urzeiger anspielt. In der Mitte des Mondes (offensichtlich nicht der Erdmond) öffnet sich eine Tür in eine andere Dimension. Es ist wohl kein Zufall, dass dieses Sternentor in unmittelbarer Nähe des Saturns dargestellt wird.

Vinnie Moore - Time Odyssey

Es ergeben sich erstaunliche Parallelen zu einigen Werken aus Literatur und Film. Z.B. findet der erste Kontakt mit Außerirdischen in Arthur C. Clarks „2001: Odyssey im Weltraum“ im Orbit des Saturns statt. Der Schwarze Monolith oder auch Kubus ist dabei im Okkultismus eng mit dem Saturn verknüpft. In Stanley Kubricks Verfilmung aus dem Jahr 1968 wurde die Handlung jedoch in den Jupiterorbit verlegt.

Schwarzer Monolith

Im neusten „Superman“-Film „Man of Steel“ tritt der neugeborene Held ebenfalls im Orbit des Saturns in unser Sonnensystem ein. Und schlussendlich haben dann auch noch die Decepticons in „Transformers 2“ eine Basis auf einem der Saturnmonde.

Es stellt sich also die Frage, was uns die verantwortlichen Autoren über den Saturn sagen wollen? Befindet sich im Orbit des Saturns ein dunkles Sternentor und hat dieses vielleicht mit dem Hexagon am Nordpol des Saturns zu tun?

John Carter – Die Rosenkreuzer des Mars

von Shinzon

Der Film „John Carter – Zwischen zwei Welten“ basiert auf der gleichnamigen Buchreihe von Edgar Rice Burroughs (1875-1950), die ab 1917 in elf Bänden erschien. Die folgende Kritik bezieht sich auf die Verfilmung aus dem Hause Disney und nicht auf den grottigen Mockbuster von The Asylum.

Als Burroughs seine Geschichten verfasste, war noch nicht bekannt, dass der Mars ein toter Planet ist. Passenderweise ist die Story im ausgehenden 19. Jahrhundert angesiedelt und dreht sich um das Sterben des roten Planeten. Verantwortlich für den Niedergang des Mars ist Sab Than (Dominic West), der König der mobilen Stadt Zodanga.

Zodanga

Sab Than ist ein recht machtgieriges und blutrünstiges Individuum, welches nach der absoluten Herrschaft strebt. Ein Traum, der zu Beginn des Films in Scherben liegt, als er gerade eine entscheidende Schlacht verliert. Doch plötzlich werden alle gegnerischen Himmelsschiffe zerstört und drei engelsgleiche Wesen steigen zu ihm herab und vertrauen ihm eine Waffe an, die ihn unbesiegbar macht.

Götterwaffe_3

Bereits diese Szene ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Zunächst wäre da die prä-astronautische Komponente, denn diese Darstellung erinnert doch sehr stark an Begegnungen diverser irdischer Persönlichkeiten mit höheren Wesen. Da wäre z.B. Hesekiel in der Bibel oder Alexander der Große, der nach einer Erscheinung am Himmel eine Schlacht gewann. Auch Jeanne d’Arc und Hildegard von Bingen kommen einem in den Sinn, die ihren Aussagen nach Kontakt zu himmlischen Wesen hatten.

Überlegene Waffen der Götter kommen ebenfalls in einigen Legenden vor. Man denke nur an den Donnerkeil von Zeus, Poseidons Dreizack, das Schwert Excalibur und dergleichen mehr. Der Austausch von Technologie zieht sich dabei bis zu heutigen Gerüchten über angebliche Geheimverträge irdischer Schattenregierungen mit Aliens, was die Anfangsszene von John Carter nur noch brisanter macht.

Götterwaffe_1

Götterwaffe_2

Ein anderer Aspekt dieser Szene ist die engelsgleiche Darstellung der Fremden, die an so genannte „aufgestiegene Meister“ aus der New Age-Bewegung erinnert. Auf diesen Aspekt muss an späterer Stelle noch einmal eingegangen werden, denn die gefallenen Engel haben nicht die besten Absichten. Dies dürfte bereits zu Beginn klar sein, denn immerhin helfen sie einem Bösewicht.

Aufgestiegene Thernmeister

Nach diesem Einstieg wird die Handlung erst einmal auf der Erde fortgesetzt, wo Edgar Rice Burroughs (Daryl Sabara) das Erbe seines Onkels John Carter antritt. Der Name des Neffen ist natürlich eine allzu offensichtliche Hommage an den Autor der Romanvorlage.

Im Nachlass seines Onkels findet Ed neben einem Maya-Kalender auch ein Tagebuch, in dem er von dessen Reise zum Mars erfährt.

Marskalender

Diese beginnt im wilden Westen, wo John Carter als ehemaliger Soldat der Konföderierten von den Streitkräften der Nordstaaten gefangen genommen wird. Diese bieten ihm an, für die andere Seite zu arbeiten. Carter ist jedoch wenig an diesem Angebot interessiert, da er andere Zukunftspläne hat. Ihm gelingt die Flucht und er schlägt sich zu einer Höhle durch, in der er kurz zuvor einen Goldschatz entdeckt hat.

Dort begegnet er einem der mysteriösen Engelswesen, die sich selbst Therns nennen und auf dem Mars Gott spielen. Carter erschießt das transdimensionale Wesen und nimmt ihm ein seltsames Gerät ab, welches ihn direkt auf den roten Planeten transferiert.

Teleporter

Zunächst weiß er nicht, wo er sich befindet und plagt sich mit der geringeren Schwerkraft herum. Dabei sollte erwähnt werden, dass es Menschen auf dem Mars wegen der geringeren Gravitation tatsächlich im wahrsten Sinne des Wortes leicht haben. Aber solche Luftsprünge, wie sie John Carter hinlegt, sind dennoch stark übertrieben.

Auf seiner Erkundungstour entdeckt er kurz darauf ein Nest, in dem madenartige Wesen zu schlüpfen beginnen. Aus den kleinen grünen Männchen werden später einmal große grüne Männchen mit vier Armen und diese sind wenig über den Fremdling begeistert. Kurz bevor die Tharks John Carter auf eine erneute Reise – diesmal ins Jenseits – schicken, erbarmt sich einer der ihren und sammelt den Menschen als Kuriosität ein.

Grünes Männchen

Carters Gönner Tars Tarkas (Willem Dafoe) gehört zu den wenigen mitfühlenden Individuen seines spartanischen Volkes. Dieses kennt nur das Recht des Stärkeren, eliminiert alle Jungen, die es nicht rechtzeitig aus ihren Eiern schaffen und frönt schaurigen Freizeitbeschäftigungen wie Gladiatorenkämpfen. Mit dem menschlichen Volk des Mars teilen sie zwar den Planeten, aber kein Mitgefühl. Als zwei Luftschiffe der sich bekriegenden Städte Zodanga und Helium am Horizont erscheinen, sind die Tharks daher auch eher erheitert über das Gemetzel.

John Carter lässt der Konflikt dagegen nicht so kalt. Er rettet die hübsche Prinzessin Dejah Thoris vor ihrem Sturz in die Tiefe und legt sich nebenbei gleich noch mit Sab Than an, mit dem die Thronfolgerin der Stadt Helium zwangsverheiratet werden soll.

Nachdem sich Sab Than zunächst zurückziehen muss, erkundet John Carter zusammen mit Dejah den heiligen Tempel der Tharks, in dessen antiken Reliefs sie sich Antworten erhoffen. John geht es darum, zu erfahren, wie das mysteriöse Gerät der Fremden funktioniert, um damit zur Erde zurückkehren zu können. Die wissenschaftlich begabte Dejah will dagegen hinter das Geheimnis des Neunten Strahls kommen, mit welchem sich unbegrenzt freie Energie gewinnen lässt.

Bei letzterem Punkt ist interessant, dass Dejahs Experimente von den Fremden sabotiert werden, was ebenso auf fast sämtliche realen Experimente zur Gewinnung von Vakuumfeldenergie auf der Erde zutrifft. Freie Energie wird mit allen Mittel unterdrückt. Viele Forscher wurden bereits sabotiert, finanziell in den Ruin getrieben und sogar ermordet. Inzwischen beschränkt man sich darauf, Physiker wie Prof. Dr. Claus Turtur lächerlich zu machen und in die Esoterik-Ecke abzuschieben. Die Profite der Energiekonzerne sowie der Öl- und Atomlobby sind dabei wohl die treibende Kraft, aber eventuell nicht die Einzige.

Im Film ist die blaue Energie die Machtquelle der Therns und daher auch der Schlüssel, technologisch zu ihnen aufzuschließen. Das kommt nicht von ungefähr, denn der neunte Strahl spielt auf den neunten Grad der Rosenkreuzer an, mit dessen Erreichen die Betreffenden als gottähnlich gelten. Derartiges wollen die Therns natürlich verhindern. Kurioserweise ergibt sich hier ein Umkehrschluss zur Serie „V – Die Besucher“, in der die Reptiloiden der Menschheit ihre ebenfalls blaue Energie als Geschenk anbieten.

Blaue Energie

Die Suche nach dem Geheimnis der blauen Energie und der Bedienungsanleitung für den Teleporter müssen Carter und die Marsprinzessin auf der Flucht fortsetzen. Denn nachdem ihnen schon die Therns und ihre Marionette Sab Than auf den Fersen sind, haben sie mit dem Betreten des heiligen Tharktempels deren wichtigstes Tabu gebrochen und sich dieses Volk damit zum Feind gemacht. Da Tars Tarkas leibliche Tochter Sola (Samantha Morton) bei der Bewachung des Tempels versagt hat und deswegen die Todesstrafe bekommen soll, verhilft ihr Vater den Dreien zur Flucht.

Zusammen erreichen sie den Fluss Is, an dessen Ufer sie die Säulen Jachin und Boas durchqueren.

Säulen am Fluss

Die Reise geht zu Wasser weiter, auf dem sie schließlich eine Inselanlage der Therns finden. Diese ist überraschend schlecht bewacht, sodass John und Dejah ungehindert eindringen und an die gewünschten Informationen gelangen können. Anhand der Hologrammdarstellungen kann John der Marsprinzessin zudem endlich beweisen, dass er von einer anderen Welt stammt. Dejahs Volk kennt die Erde als Jasoom, während sie ihren eigenen Planeten Barsoom nennen.

Als die beiden endlich damit fertig sind, die Beziehungen ihrer beiden Welten zu verbessern, wartet draußen schon ein anderer Stamm Tharks, der von den Therns aufgehetzt wurde. Auf dem Wasser können sie noch problemlos vor ihren Häschern fliehen, die von den Klippen aus nur Speere nach ihnen werfen können. Doch zurück am Ufer werden sie überwältigt.

Für den Erdling stellen die Tharkhorden allerdings kein Problem dar, er metzelt sich einfach durch sie hindurch. Spätestens hier beginnen Carters Superkräfte echt zu nerven, denn er benimmt sich fast wie Superman auf der Erde. Allerdings sind es diese Superkräfte, die Sab Thans Interesse wecken, weshalb er Carter vorerst am Leben lässt. Dejah ergibt sich indes ihrem Schicksal und willigt in die Hochzeit mit ihrem Widersacher ein, da dies der einzige Weg zu sein scheint, den Krieg der beiden Städte zu beenden. Allerdings schickt sie noch einen ihrer Leute aus, um Carter aus den Klauen ihren zukünftigen Gatten zu befreien.

Unterschwellige Augensymbolik.

Unterschwellige Augensymbolik.

Als John Carter aus der Stadt hinaus schleichen will, begegnet er einem Thern, der überraschend redselig ist und ihm offenbart, was hinter den Kulissen geschieht. Die Therns streiten die Verantwortung für die Zerstörung des Mars ab und sehen sich lediglich als Verwalter der Zerstörung. Sie erdreisten sich, das Schicksal anderer Welten zu lenken, was eine Parallele zu den mysteriösen Hutträgern aus dem ähnlich gearteten Film „Der Plan“ (2011) darstellt.

In „Der Plan“ antworten die Fremden auf die Frage, ob sie Engel seien: „So wurden wir auch schon genannt.“ Ob ihr Boss Gott oder Luzifer ist, lässt der Film indes offen. In „John Carter – Zwischen zwei Welten“ haben die Therns hingegen keinen Meister, wobei ihr verwerfliches Verhalten sie definitiv in die Ecke der gefallenen Engel rückt.

Weiterhin beunruhigend ist die Tatsache, dass sie ihre Gestalt verändern und unerkannt unter den Marsmenschen wandeln können. Diese Fähigkeit wird einigen realen Aliens immer wieder von Whistleblowern und Augenzeugen nachgesagt, weshalb diese Filmszene als Anspielung auf die Realität angesehen werden könnte.

Thernverwandlung_1

Thernverwandlung_2

Thernverwandlung_3

Wie John Carter später erfährt, sind die Therns auch auf der Erde aktiv und beeinflussen die menschliche Entwicklung ebenfalls negativ. Die Bruderschaft der Schlange lässt grüßen, auch wenn Disney es versäumt, die irdischen Kollaborateure und ihr Netz aus okkulten Geheimbünden zu erwähnen.

Zumindest auf dem Mars haben die Therns ihre Rechnung jedoch ohne John Carter gemacht. Dieser kehrt mit einer gekaperten Flugmaschine zu den Tharks zurück, um sie für den Kampf gegen Sab Than zu gewinnen. Dummerweise wurde Tars Tarkas nach seiner Fluchthilfeaktion eingekerkert und zusammen mit seiner Tochter und Carter soll er in der Arena an zwei hässliche Marsaffen verfüttert werden. Natürlich gelingt es dem Erdling, die Viecher zu erledigen und obendrein den Anführer der Tharks zu enthaupten. Kein Disney-Kinderfilm ohne Blutbad!

Blutsport

Säulen Arena

Durch seinen Sieg in der Arena, welche wieder einmal mit zwei Säulen geschmückt ist, gelingt es John Carter, die Tharks von seiner Mission zu überzeugen. Allerdings muss er feststellen, dass die mobile Stadt Zodanga verlassen ist und Sab Thans Truppen sich bereits in Helium aufhalten. Er fliegt schon mal vor, um die Hochzeit des marsianischen Oberilluminaten mit Dejah zu verhindern, denn es dürfte inzwischen klar sein, dass diese nicht den erhofften Frieden, sondern eine feindliche Übernahme bringen wird.

Die Hochzeitsvorbereitungen sind bereits in vollem Gange und noch marschieren die Truppen von Zodanga und Helium Seite an Seite. Erstere tragen dabei rote und Letztere blaue Flaggen. War ja klar, dass die friedlichen und gleichermaßen unwissenden Herren von Helium die niederen Freimaurergrade repräsentieren, während Sab Than der satanistischen Hochgradfreimaurerei angehört.

BlauRot-Parade_1

BlauRot-Parade_2

Das Ende ist natürlich vorhersehbar und die Guten gewinnen. Sab Than findet den verdienten Tod und John Carter heiratet die hübsche Prinzessin. Doch der Einfluss der Therns ist keinesfalls beendet. Als Carter sich entschließt, auf dem Mars zu bleiben, und sein erbeutetes Teleportationsgerät aus dem Fenster pfeffert, wird er von einem Thern überrascht, der ihn zur Erde zurück schickt. Ohne eigenen Teleporter kann er nämlich nicht wieder auf den Mars zurückkehren und den Therns dort nicht weiter ins Handwerk pfuschen.

Auf der Erde entwickelt Carter den Plan, zu behaupten, er hätte einen weiteren Teleporter gefunden, was die Aufmerksamkeit der Intrigenspinner auf ihn lenkt. Er fingiert seinen eigenen Tod und lockt so einen Thern in die Falle, um ihm dessen Teleporter abzuknöpfen. Mit diesem kann er wieder zu seiner marsianischen Frau zurückkehren, doch nicht, ohne seinen Neffen als Beschützer anzuheuern.

Interessanterweise bleibt sein physischer Körper nämlich auf der Erde zurück und wenn dieser getötet wird, stirbt auch sein Abbild auf dem Mars. Das ist deshalb interessant, weil es nahe legt, dass John Carter gar nicht physisch auf den Mars reist, sondern eine Astralreise unternimmt. Existiert die Zivilisation auf Barsoom letztendlich nur auf astraler Ebene?

Fazit: Optisch ist der Film zweifelsohne gelungen und mit Sicherheit dem Mockbuster von The Asylum vorzuziehen. An Spannung und Action mangelt es dem Streifen ebenfalls nicht. Gleiches gilt für hintergründige Anspielungen auf die Beeinflussung unterentwickelter Zivilisationen durch extradimensionale Kräfte. Zumindest verrät der Film aber auch, dass diese Wesen tot umfallen, wenn man auf sie schießt. Das lässt hoffen.

Mars Attacks – Fiese Dämonen vom roten Planeten

von Shinzon

Tim Burton ist bekannt für seine surrealistischen Filme, voll von okkulter Symbolik. Es verwundert daher nicht, dass sein „Mars Attacks“ der durchgeknallteste Invasionsfilm aller Zeiten ist. Der Streifen basiert dabei auf einer Sammelkartenserie aus dem Jahr 1962, welche Tim Burton noch aus seinen Kindertagen kennt.

So ziemlich alle Kernelemente des Films basieren auf den Trading Cards. Diese zeigen einige sehr drastische Szenen, auf denen Menschen auf grausame Weise getötet und verstümmelt werden. Man bedenke, dass diese Sammelbilder für Kinder gedacht waren.

Sticker Nr 11

Sticker Nr 19

Die Verfilmung geht in eine ähnliche Richtung, überschreitet dabei aber die Grenze zum Klamauk. Bereits der Aufbruch der Marsianer ist vollkommen surrealistisch und schräg. Die Oberfläche des roten Planeten erinnert eher an Filme aus 1950ern als an die Realität. Die Erde, die eigentlich ein kleiner blauer Punkt sein sollte, erscheint zudem so groß am Firmament, als sei der Mars einer ihrer Monde.

Aufbruch Mars

Auf der Erde werden zunächst einmal die Hauptcharaktere vorgestellt. Darunter der US-Präsident (Jack Nicholson) und die Familie Norris, bei denen zwei Illuminateneulen im Wohntrailer hängen.

Eulenwandschmuck

Ein beträchtlicher Teil der Handlung dreht sich um eine Handvoll Leute aus Las Vegas. Zu diesen zählt der Ex-Boxer Byron Williams (Jim Brown), der einen Job als Casinosecurity hat.

Ägypter

Das Pyramidencasino gibt es tatsächlich, doch man muss nicht lange raten, warum sich der Freimaurer Tim Burton ausgerechnet für diesen Schauplatz entschieden hat.

Las Vegas Pyramide

In Las Vegas treibt sich weiterhin ein ausgeflippter Unternehmer (Jack Nicholson in einer Zweitrolle) herum, der ebenfalls starke Bezüge zur Freimaurerei aufweist. Auf seinem Jackett findet sich z.B. ein allsehendes Auge.

Allsehende Augenjacke

Aber vielleicht ist er ja eher ein Anhänger der Bruderschaft des Saturns. Denn dieser Planet ziert in seinem Empfangszimmer nicht nur die Wände, sondern auch die Säulen Jachin und Boas.

Saturnsäulen

Etwas später taucht im Casino noch einmal ein Arrangement mit drei Säulen auf, bei welchem im Vordergrund aufrechte sowie umgedrehte Pentagramme zu sehen sind.

Pentagramme & Säulen

In einer Bettszene gibt es zu guter letzt noch ein schwarz/weißes Yin und Yang-Symbol, während die Decke im Blau/Rot der Freimaurergrade gehalten ist.

Masonic Sex

Doch zurück zur Handlung. Die Marsianer landen zunächst in der Wüste Nevadas, was wohl eine Anspielung auf die Area 51 sein soll. Empfangen werden sie u.a. von einer Esoterikspinnerin, was symbolisch für die okkulten Praktiken auf dem Gelände der Geheimbasis stehen könnte.

Esoteriktante

Ankunft

Man denke in diesem Zusammenhang an den verängstigen Area 51-Whistleblower, der in einer Livesendung bei Art Bell behauptete, dass die Aliens in Wirklichkeit bösartige extradimensionale Wesen sind. In „Mars Attacks“ entpuppen sich die Marsianer ebenfalls als dämonische Kreaturen. Anfangs behaupten sie noch, in Frieden zu kommen, nur um dann alle Anwesenden auf möglichst grausame Art und Weise abzuschlachten.

Aliensbotschafter

Grausamkeit

Die Reporterin Nathalie Lake (Sarah Jessica Parker) lassen die Marsianer als einzige am Leben, um sie für ihre abscheulichen Experimente zu missbrauchen.

Bizarre Experimente_1

Bizarre Experimente_2

In dieser Szene sieht man im Hintergrund auch einen Clown in einem Wasserglas. Ob dieser von der Erde stammt oder wohl eher als Anspielung auf die „Killer Klowns from outer Space“ zu verstehen ist?

Clown im Glas

Nach dem ersten Massaker versuchen es die Marsianer erneut mit ihrer Friedensmasche und landen in Washington D.C. Im Kongress sind deutlich zwei Rutenbündel zu sehen, welche den römischen Einfluss auf die USA zeigen. Rutenbündel finden sich in den Vereinigten Staaten tatsächlich überall.

Rutenbündel im Kongress

Prof. Kessler (Pierce Brosnan) verdeutlicht derweil noch einmal die freimaurerischen Einflüsse mit einem Krawattengriff.

Brosnans Krawattengriff

Im Anschluss wird der Kongress von den Marsianern ausgelöscht. Eine ziemlich unverhohlene Andeutung, dass Project Blue Beam das Ende der Demokratie einläuten wird. Grandma Norris (Sylvia Sidney) bricht angesichts des Niedergangs der Demokratie sogar in Freude aus.

Kongress_1

Kongress_2

Prof. Kessler wird indes von den Aliens entführt und auf besonders abscheuliche Weise in seine Einzelteile zerlegt. Zu Menschenverstümmelungen soll es im Zusammenhang mit dem Entführungsphänomen tatsächlich schon gekommen sein. Dass der Kopf dabei am Leben bleibt, ist jedoch eher unrealistisch.

Human Mutilations

Ein wenig Ironie steckt ebenfalls in dieser Szene, denn kurz zuvor leitete Prof. Kessler noch eine Alienautopsie. Als Pluspunkt für die Menschheit ist dabei zu werten, dass der Marsianer wenigstens schon tot war.

Alien Autopsy

Auf der Erde läuft die Invasion indes weiter. In der US-Hauptstadt versuchen die Marsianer das Weiße Haus zu infiltrieren, um den Präsidenten zu ermorden.

Obelsikalien

In Paris verhandeln die Marsianer indes auf dem Schachbrettboden der französischen Regierung. Das Bodenmuster ist gar nicht mal so weit hergeholt, denn bisher waren und sind alle französischen Staatsoberhäupter Freimaurer.

Zerstörtes Paris_1

Es ist daher nicht wirklich ein Verlust, dass die Invasoren kurz darauf in ihren üblichen Blutrausch verfallen und die Logenbrüder einschmelzen. Im Hintergrund fällt indes ein Wahrzeichen der Freimaurer.

Zerstörtes Paris_2

Gleiches gilt für Washington D.C., wo der Obelisk fällt.

Zerstörtes Washington Monument

In London zerstören die Invasoren den Big Ben…

London Attacks_1

London Attacks_2

…und die Pyramide in Las Vegas kommt ebenfalls nicht ungeschoren davon. So langsam werden einem die Marsianer fast sympathisch.

Zerstörte Pyramide

Nur die Zerstörung des wunderschönen Taj Mahal muss man ihnen wirklich übel nehmen.

Zerstörtes Taj Mahal

Hinzu kommt, dass ihre Flagge eine Pyramide mit Auge an der Spitze zeigt. Die Marsianer sind also doch nicht die erhofften Erlöser, die die Erde von der Freimaurerei säubern. Sie sind einfach nur generell menschenverachtend. Das sollte die irdische Elite vielleicht berücksichtigen, wenn sie geheime Verträge mit extradimensionalen Wesen abschließt. Vielleicht enden sie ja auch mit einer Pyramidenfahne im Rücken, wer weiß…

Marsflagge

Die Erlösung von den Marsianer bringt indes die schrille Musik von Grandma Norris. Diese ist bereits für menschliche Ohren das reinste Gift. Den Aliens explodiert hingegen der Kopf davon. Die Welt ist gerettet!

Schlechte Musik

Fazit: „Mars Attacks“ ist auf der einen Seite extrem schrill und hat durchaus einige gute Gags zu bieten. Andererseits ist er absolut menschenverachtend und die Marsianer werden einzig von einer dämonischen Boshaftigkeit getrieben. Die Gründe für ihren Angriff sind weder Ressourcen, noch die Eroberung des Planeten oder die Versklavung der Menschheit. Sie sind schlichtweg Sadisten, die jemanden zum Quälen brauchen.

Der Tempel Salomons und die Rolle von Hiram Abif

von Shinzon

Der sagenumwobene Tempel König Salomons war der erste Tempel von Jerusalem, welcher 957-951 v.Z. auf dem Zion erbaut und im Jahr 586 v.Z. während der Eroberung Jerusalems durch die Babylonier unter König Nebukadnezar II. zerstört wurde. Der Tempel mit den Maßen 60 Ellen Länge, 20 Ellen Breite und 30 Ellen Höhe soll u.a. die legendäre Bundeslade beherbergt haben. So viel zur offiziellen Geschichtsschreibung, die sich weitestgehend mit dem Alten Testament deckt. Letzteres mag daran liegen, dass das Alte Testament die einzige Quelle überhaupt ist, weshalb manche Historiker sowohl die Existenz des Tempels als auch die König Salomons anzweifeln.

Salomons Tempel

Um den Tempelbau ranken sich allerdings noch eine Handvoll Mythen, für die es lediglich Indizien gibt. U.a. beschäftigt sich die Prä-Astronautik sehr stark mit der Regentschaft König Salomons, der beim Bau des Tempels außerirdische Hilfe bekommen haben soll. Zudem soll er einen „fliegenden Teppich“ besessen haben, was als Fluggerät gedeutet werden kann.

Die Freimaurer haben indes ihre ganz eigene Version der Geschichte des Tempelbaus. An diesem waren phönizische Baumeister beteiligt, zu denen ein gewisser Hiram Abif gehört haben soll, der von König Hiram I. entsendet worden sei. Der Freimaurerlegende nach soll Hiram Abif von drei seiner Gesellen ermordet worden sein, die an seine Geheimnisse gelangen wollten.

Logisch: Wenn man jemandem seine Geheimnisse entlocken will, legt man ihn um. Macht voll Sinn! Natürlich wurden Hiram Abifs Geheimnisse nie enthüllt, da Tote nun mal nicht sprechen können. Zumindest wenn man kein Medium oder andere Mittel der Transkommunikation parat hat.

Hiram Abifs Leichnam soll indessen außerhalb der Stadtmauern Jerusalems versteckt worden sein, bis ihn König Salomon schließlich fand und angemessen bestatten ließ. Die historische Korrektheit der Legende darf bezweifelt werden.

Im dritten Grad der Freimaurerei wird die Ermordung Hiram Abifs bis heute in einem Ritual nachgestellt.

Hiram Abif

Bei den muslimischen Futuwwa-Bünden gibt es interessanterweise ein ähnliches Ritual, in dessen Zentrum anstelle Hirams ein Mann namens Ali der Kalif steht, der von Charidschiten erschlagen worden sein soll. Der älteste nachweisbare Zweig der islamischen Männerbünde, die al-Banna, ist wohl kaum zufällig ein Orden der Baumeister. Das arabische Wort „Banna“ heißt übersetzt „Maurer“, was die Nähe zu den Freimaurern zusätzlich verdeutlicht. Der Gründer des sunnitischen Geheimordens, Maaruf Karkhi († 815), wurde von seinen Anhänger gar als König Salomon verehrt.

Doch zurück zu den Freimaurern. In deren Symbolsprache findet sich nicht nur der Tempel Salamons wieder, wie auf folgendem Bild eines Hauswappens im thüringischen Gotha.

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Weiterhin finden sich die Säulen vom Eingang des salomonischen Tempels in der freimaurerischen Symbolik wieder. Eine moderne Anlehnung an den Tempelaufbau konnte bis 2001 im Herzen von Manhattan bewundert werden. Die Rede ist vom World Trade Center, dessen zwei Türme die Säulen Jachin und Boas darstellten. Direkt dahinter befand sich das WTC Nr. 7, welches auch unter dem Namen „Salomon Brothers Building“ bekannt war. „Salomon Brothers“ war eine Investmentbank, die 1910 von den Brüdern Arthur, Herbert und Percy Salomon gegründet und 1998 nach einer empfindlichen Strafzahlung wegen Marktmanipulation von der Travelers Group (später Citigroup) aufgekauft wurde. Immerhin ein passender Name in Anbetracht der zwei Türme.

WTComplex

Eine etwas konkretere Nachbildung wurde zwischen 1680 und 1692 im Auftrag des Hamburger Ratsherrn Gerhard Schott angefertigt. Dieses Modell ist allerdings von barocken Architekturvorstellungen geprägt, welche natürlich freimaurerische Symbole beinhaltet. Darunter das typische Sonnensymbol sowie das Bündnis.

Salomons Freimaurertempel

Das Modell kann im Hamburger Museum besichtigt werden.