Der Armageddon Song Contest 2019

von Anton Nymous

Es war eine sehr symbolträchtige Entscheidung, den Eurovision Song Contest 2019 in Tel Aviv stattfinden zu lassen. Schon im Vorfeld gab es harsche Kritik aufgrund der desolaten Menschenrechtslage in Israel. Erst kurz vor dem ESC gab es wieder Luftangriffe auf den Gazastreifen sowie Schüsse auf unbewaffnete Demonstranten an der Grenze. Noch im selben Monat eine große internationale Party zu feiern war eine Geschmacklosigkeit gegenüber den Toten und Verletzten.

Die Kritik kam nicht etwa von Rechtsaußen, denn Nazis scheren sich nicht um Menschenrechte. Israel hat viel mehr selbst eine rechte Regierung, welche die Palästinenser und auch andere Minderheiten zunehmend ausgrenzt. Von daher war es schon direkt überraschend, dass man auf den Affront verzichtete, den ESC in Jerusalem auszutragen.

Doch Botschaften gingen auch von der eigentlichen Hauptstadt Tel Aviv aus. So war das Logo des ESC nicht etwa ein sechszackiger Davidstern, sondern ein aus Dreiecken zusammengesetztes Pentagramm.

Auf und über der Bühne gab es ebenfalls jede Menge Pyramiden.

In Israel wimmelt es von Pyramiden, was ein deutlicher Hinweis darauf ist, wer in diesem Land wirklich das Sagen hat. Israel ist mitnichten ein jüdischer Staat, sondern ein Freimaurerkonstrukt.

Gleiches gilt für den ESC. Zwar ist nicht jede Band Teil dieses Systems, denn die Menschen aus den Teilnehmerländern entscheiden mit darüber, wer sie vertreten darf. Die okkulte Popkultur wurde dafür aber ausreichend im Finale von Madonna vertreten. Und damit wurde es am 18. Mai zum Ende noch einmal richtig interessant.

Der Auftritt begann mit einem Chor in schwarzen Kutten und in einem ebensolchen Kostüm trat auch Madonna selbst auf die Bühne. Der Chor war von Säulenpaaren umgeben und das ganze Szenario in düsteres Rot getaucht, was stark an eine satanische Messe erinnerte. Der teilweise rot angestrahlte Bogen im Hintergrund wirkte indes wie Teufelshörner.

Nachdem Madonna ihre Kapuze zurückgezogen hatte, offenbarte sie eine Klappe auf dem linken Horusauge. Als wäre das noch nicht offensichtlich genug, war auf der Augenklappe ein X abgebildet. Ein X auf einer runden Augenklappe? Wenn das mal nicht an das satanistische XO angelehnt war, auch bekannt als „Herz des Siegel von Nodens“, welches mit dem Zeichen des Tieres identisch ist. Ein weiteres X, welches auch als gekreuzte Knochen gelesen werden konnte, befand sich auf ihrer schwarzen Kutte. Zur Bedeutung dieser Todessymbolik kommen wir aber noch.

Während der schwarzen Messe sang Madonna „Like a Prayer“. Was da wohl gepredigt wurde, kann sich jeder denken. Noch schlimmer war jedoch das zweite Lied, was nicht nur musikalisch grauenhaft war. Bevor Madonna mit ihrem blechern verzerrten Gekrächzte loslegte, warfen die Chorsänger ihre Kutten ab und tanzten in weißen Kleidern mit Blumenkränzen auf dem Kopf umher, was zweifelsfrei ein Symbol für Unschuld darstellen sollte. Nicht ins Konzept passten dagegen die Gasmasken. Wurde hier ein Krieg angekündigt?

Anders lässt sich das kaum deuten, zumal einige der Gasmaskentänzer später wie tot auf den Treppenstufen verteilt lagen. Übrigens nur die Frauen in Weiß und die Männer in Schwarz. Tote Bauern auf dem globalen Schachbrett, wenn man so will. Oder eben die Yin/Yang-Symbolik.

Links und rechts der Säulen waren zudem Umrisse der amerikanischen Freiheitsstatue mit abgebrochenem Arm sowie Hochhausruinen zu sehen. Der Hintergrund war wie durch einen Atomblitz hell erleuchtet. So oft, wie New York nun schon in Filmen atomar zerstört wurde, um was wetten wir, dass das bald wirklich kommt?

Ob die tumben Massen die Bilder der Zerstörung überhaupt wahrgenommen haben? Wir schon! Und die ständig wiederholte Botschaft „Everybody is coming to the future“ bedeutete in diesem Kontext wohl, dass so unser aller Zukunft aussehen wird.

Dazu haben dann noch die Engel in ihre Posaunen geblasen, womit ganz klar das biblische Motiv aus der Johannesoffenbarung bedient wurde. Und wo liegt laut Bibel das Armageddon? Richtig: Im heutigen Israel!

Zum Schluss sang Madonna „We can light up the dark“ und ab da änderte sich die Szenerie. Die Tänzer nahmen ihre Gasmasken ab, im Hintergrund erstrahlten Sterne und Madonna ging mit ihrem ebenfalls blechern klingenden Co-Sänger die Treppe zwischen den Säulen empor. Damit konnte nur der Aufstieg der neuen Weltordnung nach dem 3. Weltkrieg gemeint sein. Und die erleben nur die technologisch veränderten Transhumanen mit ihren mechanischen Stimmen.

Zum Schluss waren dann noch zwei Tänzer mit israelischer und palästinensischer Flagge auf dem Rücken zu sehen, die Hand in Hand die Treppe empor stiegen. Ein Statement für Frieden im Nahen Osten oder doch eher für die Vereinigung aller Menschen unter einer Weltregierung? Immerhin verbeugten sich hier Jude und Muslima vor einer satanistischen Hohepriesterin.

Auf den sonstigen Popschrott und Musikantenstadl gehen wir an dieser Stelle nicht näher ein. Wer Langeweile hat, kann die ganzen Pyramiden ja gerne selbst zählen. Wenn diese dann noch mit Blau/Rot-Symbolik kombiniert sind, sollte jedem klar sein, welche Bands dazugehören.

Auf dem gesamten ESC gab es lediglich einen Hoffnungsschimmer und das war die isländische Industrial-Band Hatari. Als Antikapitalisten, die es sich zum Ziel gemacht haben, den Kapitalismus zu stürzen, standen sie gegen den ganzen Zirkus.

Außerdem nutzten Hatari ihre Teilnahme für eine Kritik an Israels Politik. Bei den Jurys fielen sie damit zwar weitgehend durch, aber vom Publikum bekamen sie über 180 Punkte, was zu lauten Buh-Rufen in der Veranstaltungshalle führte. Allein für diesen Aufruhr hat sich das Einschalten doch noch gelohnt. Mal davon abgesehen waren Hatari musikalisch Spitze und haben sich den 10. Platz wohl verdient.

Eigentlich hätten sie sogar auf den ersten Platz gehört, denn die Band steht gegen jede Form der Diktatur und den Populismus, der gerade in Europa grassiert. Mit ihrem Hit „Der Hass wird siegen“, haben sie der verlogenen Konsumgesellschaft die Maske heruntergerissen, sie als Betrug und Illusion entlarvt. Ihre im Liedtext geäußerte Analyse „Europa wird zusammenbrechen“ ist geradezu prophetisch, denn genau das erleben wir gerade.

Songtext

Einige haben den Weckruf als solchen verstanden und zumindest haben Hatari für einiges Aufsehen gesorgt. Leider hat sich die breite Masse nach wie vor für inhaltsleeren Popschrott und grauenhafte Volksmusik entschieden. Doch der 10. Platz gibt Anlass zur Hoffnung.

Bleibt zum Schluss die Frage, wann Deutschland endlich mal eine ambitionierte Band ins Rennen schickt? Sister Sister haben total abgelost, obgleich sie nicht ganz so furchtbar peinlich wie Guildo Horn, Stefan Raab und Lena waren. Warum schicken wir nicht mal eine aussagekräftige Band wie z.B. Blind Passenger zum ESC?

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Fight Club – Die Loge zur schlagenden Seife

von Shinzon

In einer Welt wie Hollywood, die von okkulten Geheimgesellschaften durchsetzt ist, verraten Filme oft mehr als die meisten Zuschauer annehmen. Insbesondere gilt dies für Werke, die sich direkt dem Thema der Geheimgesellschaften widmen. Die Romanverfilmung „Fight Club“ ist auf diesem Gebiet der mit Abstand düsterste, brutalste und aufschlussreichste Einblick, den Hollywood allen Normalsterblichen gewährt.

Der Vorspann präsentiert sich als Fahrt durch Nervenbahnen, was im Nachhinein noch Sinn ergeben wird, da sich die Handlung sehr stark auf die Psyche des Protagonisten konzentriert. Der sitzt mit einer Pistole im Mund auf einem Stuhl gefesselt und steckt mitten in einem Terrorszenario, welches mit den Worten „Ground Zero“ kommentiert wird. Doch dazu später mehr, denn der Anfang ist eigentlich das Ende. 1999 war es durchaus noch innovativ und cool, einen Film mit dem Finale zu beginnen. Heute macht das jeder zweite Regisseur und spoilert damit das Publikum.

Nach diesem holprigen Einstieg geht der Ich-Erzähler (Edward Norton) zurück zum Anfang seiner Geschichte. Zu dem Zeitpunkt vertreibt er sich die Zeit damit, in diversen Selbsthilfegruppen Mitleid zu erregen. Selbstverständlich hat er weder Hodenkrebs noch irgendetwas anderes, aber was soll er halt tun, wenn ihm langweilig ist und er nicht schlafen kann?

Um sein eintöniges Leben detailliert auszubreiten macht er noch einmal einen Sprung sechs Wochen zurück. Dabei schildert er seinen öden Job und sein Konsumverhalten. Bei der Gelegenheit gibt es gleich mal etwas Schleichwerbung in Bild und Wort. Zunächst für eine namhafte Café-Kette und dann noch für ein allseits bekanntes Möbelhaus. Grund genug, den Film schon jetzt ätzend zu finden.

01 Starbucks

02 Ikea

Der Konsumterror macht allerdings auch dem Protagonisten zu schaffen, der wegen seiner Schlaflosigkeit einen Arzt konsultiert. Dieser empfiehlt ihm, zur Hodenkrebs-Selbsthilfegruppe zu gehen, um zu sehen, was Leiden wirklich bedeutet. In der Gruppe lernt er Bob (Meat Loaf) kennen, der ihm noch ein guter Freund werden wird. Wenn man genau hinschaut, sieht man in dieser Szene noch einen weiteren Charakter, zu dem er eine enge Beziehung aufbauen wird. Es handelt sich um ein Subliminal im Bruchteil einer Sekunde, welches bereits andeutet, dass der Ich-Erzähler meschugge ist.

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Es dauert nicht lange und der Protagonist wird süchtig nach Selbsthilfegruppen. Von den anonymen Alkoholikern über Tuberkulose bis hin zu Krebs probiert er alles aus. In einer Esoterikgruppe macht er dabei das erste Mal einen Ausflug in seine eigene Psyche, wo ihm sein tierischer Begleiter in Form eines Pinguins begegnet. Eine solche Schlüsselszene kommt natürlich nicht ohne entsprechende Symbolik aus. Auf der Tasse der Esoteriktante prangt eine Pyramide in Regenbogenfarben.

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Nach einigen deprimierenden Abenden begegnet der Ich-Erzähler einer weiteren Lügnerin, die ihr Elend nur vortäuscht. Marla Singer (Helena Bonham Carter) ist sogar noch um einiges dreister und geht als Frau in die Hodenkrebs-Selbsthilfegruppe. Obendrein ist sie noch um einiges abgeschmackter, ein absolutes Wrack. Sie geht allein aus dem Grund in solche Gruppen, weil es billiger als Kino ist und es obendrein gratis Kaffee gibt.

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Zunächst ist der Protagonist von Marla genervt, doch letztendlich ist er genauso ein Elendstourist wie sie. Vielleicht ist das der Grund, warum sie ihm bei der nächsten autogenen Sitzung anstelle des Pinguins erscheint. Anschließend stellt er sie zur Rede und die beiden tauschen ihre Telefonnummern aus.

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Beruflich ist der Ich-Erzähler viel für seine Autofirma unterwegs und entscheidet über Rückrufaktionen. Der Job ist offenbar so ätzend, dass er sich zuweilen wünscht, bei einem Flugzeugabsturz oder Crash zu sterben. In Hinblick auf das Finale sollte man die Flugzeugkatastrophennummer im Hinterkopf behalten, denn daraus ergibt sich noch ein kleiner 9/11-Hinweis.

08 Flugzeugcrash

Auf einer seiner Flugzeugreisen kommt der Protagonist mit einem Sitznachbar, einem Seifeverkäufer namens Tyler Durden (Brad Pitt), ins Gespräch, der rein zufällig einen Aktenkoffer des gleichen Typs hat. Der gleiche Koffer ist bereits die zweite Andeutung der Auflösung. Eine weitere Andeutung ist der Name Tyler, denn der Tiler ist ein Logenbeamter, der für die Deckung der Loge sorgt und die Einladungen verteilt. Genau diese Aufgaben wird Tyler kurze Zeit später übernehmen. Doch so weit ist die Handlung noch nicht.

Was folgt, ist eine Verkettung ungünstiger Ereignisse. Zunächst wird der Koffer des Ich-Erzählers am Flughafen einkassiert. Kaum kommt er zu Hause an, steht sein Apartment in Flammen. Das ist der erste konkrete Hinweis auf ein brennendes Hochhaus, was noch von Bedeutung sein wird.

09 Brand

Die Einrichtung des Apartments liegt auf der Straße verstreut. Darunter ein Yin-Yang-Tisch, welcher für die freimaurerische Dualität steht.

10 Yin-Yang-Tisch

Wo Zerstörung herrscht, da ist die 23 meist nicht weit. In dieser Szene finden wir sie einmal als Nummer auf dem Helm eines Feuerwehrmanns…

11 23-Helm

…und dann noch als Quersumme von Marla Singers Telefonnummer (5+5+5+1+3+4=23).

12 Marla 23

Zunächst ruft der nunmehr Obdachlose Marla an, legt aber gleich wieder auf. Stattdessen probiert er es bei Tyler, dessen Visitenkarte er noch bei sich hat. Neben zwei gefallenen Engeln steht dort auch Tylers Telefonnummer und so nimmt das Schicksal seinen Lauf.

13 Visitenkarte

In einer Bar unterhalten sich die beiden über den Sinn und Unsinn der Konsumgesellschaft. Zumindest der Aspekt, dass wir Sklaven unseres Konsums sind und uns zu sehr mit unseren Besitztümern identifizieren, ist dabei gar nicht mal so verkehrt. Allerdings ist Tyler ziemlich verlogen, wenn er diese Weltsicht verneint, nur um gleichzeitig zu saufen und kurz darauf seinem Gegenüber eine Zigarette anzubieten. Er selbst ist Sklave seines Alkohol- sowie Tabakkonsums und offensichtlich wird an dieser Stelle genau für diese Produkte Schleichwerbung gemacht.

14 Kippen

15 Alk

Nach dem Verlassen der Spelunke bietet Tyler seinem neuen Kumpel an, bei ihm zu übernachten. Allerdings nur unter der Bedingung, dass er von ihm geschlagen wird. Bevor dieser Grundstein für die gemeinsame Karriere der beiden gelegt wird, gibt es aber noch vorab ein paar Infos zu Tyler. Dieser hatte einst einen Teilzeitjob als Filmvorführer, den er schändlich missbraucht hat, um unterschwellige Sexbildchen in Kinderfilme zu schneiden.

Es ist schon beachtlich, dass Hollywood hier eines seiner dunkelsten Geheimnisse offenbart, denn tatsächlich wimmelt es in Kinderfilmen von unterschwelligen Sexbotschaften. Dies ist einerseits Teil einer psychologischen Programmierung, hat andererseits aber auch rituelle Hintergründe, weil es schlichtweg pervers ist. Um letzteren Aspekt zu verdeutlichen, trägt Durden in der fraglichen Szene ein T-Shirt mit Pentagrammen.

16 Filmcutter

Als wäre dieses obszöne Hobby nicht schlimm genug, kellnerte Durden darüber hinaus in einem Nobelrestaurant, wo er die Soßen mit Pisse verfeinerte und in essen rotzte. Eine rundum widerliche Person, die den Ich-Erzähler nun aus lauter Langeweile zu einer Schlägerei auffordert. Irrwitzigerweise finden die beiden Gefallen am Schmerz und verabreden, dass sie sich bei Gelegenheit mal wieder gegenseitig die Kuchenbude einhauen sollten.

Im Anschluss nimmt Durden seinen neuen Kumpel mit nach Hause, wobei sein Heim eine leer stehende Abrissbude ist. Offenbar ist der Seifenverkäufer ein Hausbesetzer und mag ein heruntergekommenes Ambiente. Zunächst ist der Ich-Erzähler davon abgestoßen, doch nach einem Monat gewöhnt er sich an die dreckige Umgebung. Ebenso gewöhnt er sich an die ewigen Prügeleien, an denen immer mehr Raufbolde teilnehmen. Sein Prügelkamerad Tyler nutzt die Gelegenheit, um etwas Schleichwerbung für das Pornomagazin Hustler zu machen.

18 Hustler

Als die Gruppe groß genug ist, fragen die beiden den Barbetreiber, ob er ihnen den Keller zur Verfügung stellt. Dies ist die Geburtsstunde des Fight Clubs, welcher wie eine Geheimgesellschaft strukturiert ist und genau acht Regeln hat. Die erste Regel des Fight Clubs lautet, niemand verliert ein Wort über den Fight Club. Natürlich ist das eine Anlehnung an das Verschwiegenheitsgebot der Freimaurer. Um zu verdeutlichen, wie wichtig Verschwiegenheit in einer Geheimloge ist, lautet die zweite Regel ebenfalls, dass niemand ein Wort über den Fight Club verliert.

Die restlichen Regeln betreffen die Kämpfe, wobei jedes Neumitglied auf jeden Fall an die Reihe kommt. Damit wäre also auch das Aufnahmeritual abgehakt. Was die Brutalität angeht, kommt diese bei den Freimaurern natürlich nur symbolisch in einigen Ritualen vor. Der Fight Club ähnelt in dieser Hinsicht mehr einem Sportklub und tatsächlich gibt es unter reichen Schnöseln in Beverly Hills sogar echte Fight Clubs, in denen sich gelangweilte Millionäre gegenseitig die Falten aus dem Gesicht bügeln. Kranke Welt…

In den folgenden Szenen geht es im Grunde nur um Selbstzerstörung. Das ist genau das gegenteilige Extrem zur Selbstveredelung der Freimaurer. Auf der einen Seite falsche Schönheitsideale, auf der anderen Selbstgeißelung. Den gesunden Mittelweg sucht man in diesem stumpfsinnigen Machwerk vergebens. Die rohe Gewalt ist einfach nur ekelerregend und dumm.

Nach acht Wochen meldet sich schließlich Marla beim Ich-Erzähler. Sie ist immer noch in den Selbsthilfegruppen unterwegs und hat ihren Konkurrenten vermisst. In dessen neuer Gruppe sind jedoch nur Männer zugelassen, was eine weitere Parallele zu den Freimaurern sowie deren Service Clubs darstellt. Zumindest waren die früher einmal für Frauen tabu, inzwischen ist das ja nicht mehr so. Der Fight Club ist daher wohl als Lobhymne auf alte Zeiten zu verstehen.

In der folgenden Nacht hat er Protagonist wilde Sexträume von Marla, die er am nächsten Morgen überraschend in seiner Bruchbude antrifft. Es wird schnell klar, dass Tyler und die „Elendstouristin“ von nun an eine Beziehung auf vorwiegend physischer Basis führen. Zumindest braucht sie dann nicht länger ihren vergammelten Dildo.

19 Dildo

Während das Leben des Protagonisten zusehends den Bach runtergeht, hat die Polizei neue Hinweise zum Brand in seiner Wohnung. Jemand ist eingebrochen und hat die Bude mit Dynamit gesprengt. Es war also keineswegs ein Zufall, der sein Leben ruiniert und ihn in die Fänge der Geheimgesellschaft getrieben hat. Noch bleibt allerdings rätselhaft, wer das Apartment abgefackelt hat. Der Detective verspricht, am Fall dran zu bleiben, während ironischerweise ein flammender Totenkopf an der Pinwand hinter ihm hängt.

20 Totenkopf

Als nächstes zeigt Tyler Durden dem Ich-Erzähler, wie man Seife herstellt. Dafür brauchen die beiden als erstes Fett, welches sie aus einer Klinik stehlen. Die Seife ist also aus Mensch gemacht. Ein Nebenprodukt von dem Ekelzeug ist Glycerin, was zusammen mit Salpetersäure Nitroglycerin ergibt. Die Lehrstunde in Chemie wird später noch von zentraler Bedeutung sein, denn es bleibt nicht bei der Seifenproduktion.

Immerhin hat die Hauptrolle mit der Seife einen guten Nebenverdienst, denn im ursprünglichen Job läuft es nicht so gut. Kein Wunder, wenn er dort stolz seine blauen Flecken zur Schau stellt, am Arbeitsplatz raucht und seinem Chef mit einem Amoklauf droht. Der Fight Club hat einen sehr negativen Effekt auf ihn und dann stellt sich auch noch heraus, dass sein ehemaliger Kumpel Bob ebenfalls Mitglied ist und sich in Selbstzerstörung übt.

Zu diesem Zeitpunkt beginnt Tyler, politisch zu werden. Wie bei den Freimaurerlogen wird aus einem ursprünglich unpolitischen Herrenklub ein Werkzeug für einen spirituellen Krieg, den Durden der Welt erklärt. Just in dem Moment wird die Bande vom eigentlichen Barbesitzer Lou aufgesucht, der nicht gerade davon begeistert ist, dass der Betreiber den Keller für den Fight Club zu Verfügung gestellt hat. Tyler lässt sich von ihm verprügeln, lacht ihn aus und spritzt ihn mit seinem Blut voll. Damit wäre die Sache geklärt und Tyler gibt den anderen Clubmitgliedern erstmalig eine Hausaufgabe. Jeder soll mit einem Fremden eine Schlägerei anfangen und diese verlieren. Obwohl im Film immer wieder eine ablehnende Haltung gegenüber der Konsumgesellschaft propagiert wird, ist das die Gelegenheit für weiteres Product Placement.

21 PR

Vom Ich-Erzähler erwartet man nun, dass er eine Schlägerei mit seinem Boss anfängt, doch stattdessen erpresst er diesen. Als er gefeuert werden soll, fordert er Lohnfortzahlung als Schweigegeld, ansonsten würde er die Firmengeheimnisse ausplaudern. Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen fängt er eine Prügelei mit sich selbst an, um seinen Chef damit zu belasten. Als er sich selbst verprügelt, muss er an seinen ersten Kampf mit Tyler denken, was im Nachhinein noch eine tiefere Bedeutung haben wird.

Der Fight Club politisiert sich indessen immer weiter. Durden vergibt an alle Mitglieder Hausaufgaben in versiegelten Umschlägen. Die meisten Aufgaben haben mit Randalen zu tun, manche haben aber auch den Charakter von bizarren Streichen. So rasieren seine Männer die Affen im Zoo, löschen die Filme in einer Videothek oder bringen Plakate an, die dazu raten, den heimischen Rasen mit altem Motoröl zu düngen. Die Botschaft lautet in jedem Falle Chaos.

22 Motoröl

Während die Chaosagenten in der Stadt wüten, merkt Tyler Durden an, dass sich bereits weitere Fight Clubs in anderen Städten gegründet haben. Wie die Freimaurerei breitet sich ihre Organisation über ein Netzwerk von Logen aus. Und wie die Freimaurerei hinterlassen sie eine Spur der Verwüstung. Allerdings mit dem Unterschied, dass sie selbst Hand anlegen, statt Soldaten, Polizei und bezahlte Aufständische für sich arbeiten zu lassen. Außerdem greifen sie auch die Symbole der herrschenden Elite an, was wieder einmal Raum für Schleichwerbung bietet. Die Auswahl der Firmen ist dabei keineswegs zufällig, tauchen dabei doch ein Doppelblitz und der angebissene Apfel des Sündenfalls auf.

23 Doppelblitz & Apfel

Die finale Aufgabe erledigt Tyler Durden selbst. Es handelt sich um ein Menschenopfer, für welches er sich einen asiatischen Verkäufer aussucht. Er lässt den armen Kerl zwar vorerst laufen, setzt ihm jedoch eine Frist um seinen Lebenstraum, Tierarzt zu werden, umzusetzen. Sollte sein zufällig ausgewähltes Opfer versagen, droht Tyler damit, ihn zu Hause aufzusuchen und zu erschießen.

Was den Fight Club selbst betrifft, startet Tyler ebenfalls die nächste Eskalationsstufe und baut sein Haus zu einer Terrorzentrale aus. Ins Zentrum seiner Macht lässt er nur die härtesten Mitglieder. Um deren Willen sowie ihre Loyalität zu testen, schickt er sämtliche Anwärter zunächst weg. Nur jene, die sich dadurch nicht abschrecken lassen und drei Tage vor seiner Haustür ausharren, nimmt er schließlich in seinen engsten Kreis auf.

Das Ganze grenzt schon an Hirnwäsche und folgt den typischen Mustern einer Terrorzelle. Im Haus gehen die Demütigungen dann erst einmal weiter, wobei das Ziel in absolutem Gehorsam besteht. Die Männer werden zu Soldaten umerzogen, mit denen Tyler eine Armee aufbaut. Nur der Ich-Erzähler hat zuweilen Mitleid und als Durden seinen Kumpel Bob wegen dessen Titten beleidigt, offenbart er ihm, dass das nur ein Test ist und er ausharren soll. Später wird er es noch bereuen, Bob in die Terrorzelle gebracht zu haben.

Zunächst läuft das „Projekt Chaos“ noch zur vollsten Zufriedenheit von Durden. Die Streiche werden jedoch immer radikaler und erzeugen Sachschäden in Millionenhöhe. Der Ich-Erzähler kann über einen Gebäudebrand in Form eines Smilies längst nicht mehr lachen.

24 Smilie

Selbstverständlich reagieren die Behörden, doch Tylers Macht reicht bereits so weit, dass er eine Veranstaltung der örtlichen Polizei infiltrieren und den Chefermittler bedrohen kann. Der Terroristenführer erklärt seinem Opfer, dass seine Leute sämtliche Aspekte der Gesellschaft kontrollieren und passend dazu spielt sich die Einschüchterung auf einem freimaurerischen Schachbrettboden ab.

25 Schachbrettboden_1

26 Schachbrettboden_2

Bei der Aktion begreift der Ich-Erzähler nicht nur, dass Tyler total durchdreht, sondern auch, dass dieser eine neue Nummer 1 hat. Er erteilt Durden eine Lektion, indem er den blonden Jüngling bei einem Fight solange zusammenschlägt, bis nichts mehr von dessen Gesicht übrig ist. Er kommentiert die Tat mit den Worten, dass er einfach etwas Schönes kaputt machen musste. Später stellt er Tyler zur Rede, weil dieser ihn nicht in „Projekt Chaos“ eingeweiht hat. Er erhält dabei noch mehr Informationen, nämlich, dass Durden sein Apartment in die Luft gesprengt hat.

Durden hatte von Anfang an die Kontrolle über ihn und als nächstes provoziert er einen Autounfall. Besser hätte es nicht auf den Punkt gebracht werden können, dass der Protagonist auf einen Abgrund zurast und nicht mehr aussteigen kann. In der Nacht darauf erläutert Durden, wo dieser seine Zukunft sieht. Es ist wohl kein Zufall, dass dabei das Rockefeller Center erwähnt wird. Die Rockefellers sind eine der mächtigsten Familiendynastien des Planeten und auch Chaosagenten müssen von irgendjemandem finanziert werden.

Als der Ich-Erzähler wieder zu sich kommt, ist Tyler verschwunden und kurz darauf herrscht helle Aufregung, weil der erste neuste Terroranschlag ein Todesopfer auf Seiten des Fight Clubs gefordert hat. Auf der Flucht wurde Bob erschossen und nachdem er bereits die Hoden verloren hatte, ist er nun auch noch sein Hirn los. Mr. Noname trägt am Tod seines Kumpels weit mehr Schuld, als er glaubt, doch es genügt bereits, dass er ihn überhaupt ins Team geholt hat.

Der Anschlag an sich ist übrigens die nächste Anspielung auf 9/11 und noch weit konkreter als die bisherigen Andeutungen, die eher subtil waren. Ziel des Anschlag ist nämlich eine Sonnenkugel in einem Brunnen und exakt dieselbe Anordnung war bis zum 11. September 2001 auch auf dem Gelände des World Trade Centers in New York zu finden.

27 Sonnenkugel_1

Die Sprengung der goldenen Kugel hat darüber hinaus eine okkulte Bedeutung. Die Chaosagenten sind Diener der Finsternis und stürzen hier symbolisch den Sonnengott. Es handelt sich um die gleiche Aussage wie die Tötung Ras ist „Stargate“, welche zur Machtergreifung des Schlangengottes Apophis führt. Nicht, dass Ra auch nur einen Deut besser gewesen wäre…

28 Sonnenkugel_2

29 Sonnenkugel_3

Im Prinzip handelt es sich beim Kampf der Dunkelheit gegen das Licht um nichts anderes als um freimaurerische Dualität. Um dies zu verdeutlichen, rollt die Sonnenkugel in ein Café, welches mit Schachbrettmustern auf dem Boden sowie auf den Tischen dekoriert ist.

30 Sonnenkugel Schachbrett

Die Bude von Tyler Durden ist indes mit einem Oktagonfenster dekoriert. Die gleiche Symbolik war auch schon an den Türen der Bar zu finden, wo alles angefangen hat.

31 Oktagonfenster

17 Oktagonfenster

Nachdem der Fight Club dem verstorbenen Robert Paulson gehuldigt hat, findet der Ich-Erzähler die Flugtickets von Durden. Er beschließt, alle Orte aufzusuchen, wo von seinem einstigen Freund Logen gegründet wurden. Seine Reisen eignen sich darüber hinaus prima, um über die Fluglinien etwas Blau/Rot-Symbolik einzubringen.

32 Freimaurerflug

In jeder Stadt, die der Protagonist besucht, existiert bereits ein Fight Club, doch kein Mitglied gibt ihm Auskunft über Tyler Durden. Entweder haben die Betreffenden Tyler noch nicht persönlich gesehen oder sie machen seltsame Andeutungen. Schließlich gerät Mr. Noname an einen schwer verletzten Barmann, der ihn „Sir“ nennt. Als er ihn nach Durden befragt, glaubt der zunächst an einen Test. Schließlich wird ihm offenbart, dass er selbst Tyler Durden ist.

Als der Ich-Erzähler anfängt, an seinem Verstand zu zweifeln, ruft er Marla an, um sie zu fragen, ob sie jemals miteinander im Bett waren. Von ihr erfährt er, dass er sie mal scheiße behandelt und dann wieder nett und ja, er ist Tyler Durden. Er leidet unter multipler Persönlichkeitsstörung und kommuniziert dabei mit seinem Alterego. Das erklärt auch, warum Marla und sein Alterego nie gemeinsam mit ihm in einem Raum waren.

Im Klartext heißt das auch, dass er sein Apartment selbst gesprengt und sich anschließend auf dem Parkplatz der Bar selbst verprügelt hat. Unterbewusst war er mit seinem Leben so unzufrieden, dass eine zweite Persönlichkeit die Kontrolle übernommen und dummerweise eine Terrorgruppe gegründet hat. Deren Mitglieder sind inzwischen überall, sodass alle Warnungen zu den geplanten Anschlägen im Nichts verlaufen. Seine letzte Hoffnung ist die Polizei, bei der er sich selbst anzeigt.

Im Verhör erzählt er dem Beamten, dass es inzwischen Ableger des Fight Clubs in 5 bis 6 weiteren Städten gibt. Da er die Städte erst kürzlich bereist hat, sollte er eigentlich die genaue Zahl kennen. Die 5 und 6 sind daher als okkulte Anspielungen auf das Pentagramm und Hexagramm zu verstehen. Zu Tylers Entsetzen gibt es im Polizeidepartment sogar einige, die derartige Symbolik verstehen. Der Fight Club hat nämlich schon längst die Polizei infiltriert.

Doch damit nicht genug hat Tyler zu seinen eigenen Ungunsten die Anweisung gegeben, alle Menschen aus dem Weg zu räumen, die Projekt Chaos gefährden. Das schließt ihn selbst mit ein und daher nützen auch seine Abbruchbefehle nichts mehr. Er hat die Kontrolle über den Fight Club verloren, was einmal mehr eine Parallele zur Realität darstellt. Die Hochgradfreimaurer glauben auch, sie könnten die Welt kontrollieren und tatsächlich ist ihr Einfluss sehr groß. Doch das Chaos, welches sie anrichten, wächst ihnen regelmäßig über den Kopf.

Geglückt ist der Freimaurerelite aber zumindest das 9/11-Ritual, welches in diesem Film sehr detailliert angekündigt wird. Die geplanten Anschläge des Fight Clubs richten sich nämlich gegen Banken und tatsächlich waren im World Trade Center Komplex auch einige Banken sowie die Börsenaufsicht untergebracht. Mit dem World Financial Center befand sich zudem ein weiterer Bankenkomplex in unmittelbarer Nähe.

Im Gegensatz zur Realität benutzen Tyler Durdens Leute keine Flugzeuge, aber eine dahingehende Anspielung gab es ja schon in der ersten Hälfte des Films. Außerdem war das mit den Flugzeugen ohnehin nur eine CGI-Nummer. Genau wie im Film waren die Gebäude des World Trade Centers mit Sprengstoff voll gestopft. Diesen haben die Clubmitglieder in den Tiefgaragen deponiert, wo auch bei 9/11 die ersten Detonationen erfolgten. Obendrein gab es schon in den 1990er einen missglückten Anschlag auf das WTC, bei dem eine Autobombe in der Tiefgarage platziert wurde. Die Verbindung steht also.

Bevor das finale kommt, kämpft der Ich-Erzähler noch etwas mit sich selbst. Er will die erste Bombe entschärfen, wird dabei aber von seinem Alterego angegriffen. Seltsamerweise wird er auf dem Überwachungsvideo wie von Geisterhand über den Boden geschleift. Scheinbar handelt es sich in seinem Fall also gar nicht um eine multiple Persönlichkeitsspaltung, sondern um dämonische Besessenheit. Gerade bei Opfern okkulter Gehirnwäsche kommt es tatsächlich vor, dass diese glauben, bei ihren gespaltenen Persönlichkeiten handele es sich um Dämonen. Es gibt von einigen namhaften Stars diverse Andeutungen.

33 Dämonenmacht

Selbstverständlich muss das mit den Dämonen nicht stimmen, aber psychisch Erkrankte erkennen den Unterschied meist nicht. Die multiple Persönlichkeitsstörung kann zuweilen mit schizophrenen Wahnvorstellungen einhergehen, die einen Stimmen hören und sogar imaginäre Personen sehen lassen. Genau das trifft auf Tyler Durden zu. Am bedenklichsten ist dabei die Tatsache, dass dieser Verrückte verdammt viel Macht angehäuft hat. Die Aussage dahinter lautet natürlich, dass wir von geisteskranken Psychopathen regiert werden, was durchaus den Tatsachen entspricht.

Dafür könnte es wiederum keinen besseren Beweis geben, als das 9/11-Ritual sowie der zwanghafte Trieb, dieses im Voraus anzukündigen. Drei Minuten vor dem Showdown findet sich der Ich-Erzähler wieder am Beginn und sein Alterego hält ihm eine Pistole in den Mund. Tyler sagt zu ihm: „3 Minuten, es ist so weit. Der Anfang. Ground Zero.“ Dieser Satz steckt voller okkulter Anspielungen.

Die Dreifaltigkeit sparen wir uns dabei mal. Der Anfang meint natürlich den Beginn einer neuen Weltordnung, welche mit den 9/11-Anschlägen begonnen hat. Ground Zero ist seit diesem Ereignis wohl so ziemlich jedem Menschen auf dem Planeten ein Begriff und bezeichnet die Stelle, an der einst die Zwillingstürme des World Trade Center standen. Allerdings wurde der Begriff erst am 11. September 2001 dahingehend umgedeutet. 1999, als „Fight Club“ in die Kinos kam, bezeichnete Ground Zero noch den Einschlagsort einer Atombombe und nicht etwa den Ort eines Terroranschlags. Woher wussten die Filmemacher von der Umdeutung zwei Jahre später? Oder sollten sie gar gezielt das Kinopublikum vorab auf dieses Neusprech konditionieren?

Doch kommen wir zurück zur Filmhandlung. Tyler erklärt seinem ersten Ich, dass er gleich den Zusammenbruch des Weltfinanzsystems erleben werde. Wir erinnern uns, dass sehr bald nach 9/11 die US-Immobilienblase platzte und in der Folge eine weltweite Finanzkrise ausbrach. Der Film schlägt also gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

Zum Leidwesen des Ich-Erzählers wird er den Showdown nicht allein erleben. Seine Leute haben Marla aufgegriffen und bringen sie zu ihm. Um sein Alterego loszuwerden, schießt sich Tyler in den Kopf. Tatsächlich verschwindet daraufhin der Dämon, der ihn so lange beherrscht hat. Er selbst bleibt jedoch am Leben, weil er sich nur ein Loch in den Kiefer geschossen hat.

Das Zerstörungswerk kann er allerdings nicht mehr aufhalten. Zusammen mit Marla sieht er sich den Zusammenbruch der Hochhäuser an. Darunter befinden sich in der Mitte auch die Twin Towers und die Verantwortlichen haben sogar ein Flugzeug in die Szene eingebaut, welches auf die Zwillingstürme zufliegt. Da es sich hierbei um eine Spezialeffektaufnahme handelt, kann davon ausgegangen werden, dass alles ganz bewusst so platziert wurde. Wer es platziert hat verraten Tyler und Marla indem sie zwischen sich ein „M“ für „Mason“ formen.

34 WTC Flugzeug

Fazit: Es gibt kaum einen anderen Film, der so offensichtlich von Geheimgesellschaften handelt und dabei gleich noch offenbart, dass diese von irren Psychopathen gegründet wurden. Der Fight Club konzentriert sich dabei explizit auf Chaosagenten, denn um eine neue Weltordnung zu erschaffen, muss die alte erst einmal im Chaos versinken. Dieses wird bereits vorab angekündigt, wobei sogar die meistgestellte Frage aller Skeptiker beantwortet wird: Wie kann eine so große Verschwörung funktionieren? Weil alle Beteiligten zum harten Kern von Geheimgesellschaften wie den Freimaurern gehören, die alle Schlüsselpositionen besetzen und absolut verschwiegen sind.

Die breite Masse der Bevölkerung scheint diese Fakten leider immer noch nicht realisiert zu haben. Allerdings werden sich die Betreffenden daher auch schwer tun, den Sinn des Films zu verstehen. Das, was übrig bleibt, wenn man das Kernthema außer Acht lässt, ist nichts weiter als ein düsterer Abgrund. „Fight Club“ ist ein vollkommen negativer Trip durch die Hölle und dem etwas abgewinnen zu wollen kommt Selbstkasteiung gleich. Aber genau darum geht es ja augenscheinlich auch.

Videoanalyse: Peter Gabriel – Sledgehammer

Peter Gabriel ist einigen wohl noch als Frontmann der Band Genesis bekannt. Allerdings veröffentlichte er auch einige Soloplatten, darunter die „So“ von 1986. Die bekannteste Single aus diesem Album dürfte „Sledgehammer“ sein, für die Gabriel 1987 den MTV Video Award erhielt. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr, denn was die tumben Massen nur als bunte Abfolge surrealistischer Bilder wahrnehmen, ist die die Geschichte vom freimaurerischen Aufstieg des Stars.

Das Video beginnt mit der Zeugung und Geburt des Menschen Peter Gabriel. Das Erste, was man vom fertigen Produkt zu sehen bekommt, ist natürlich das allsehende Auge.

1 Augenbetonung

Nach ein paar spastischen Zuckungen wird Gabriel in den Sternenhimmel versetzt, wo er symbolisch die Rolle des Saturns einnimmt. Auf seinen Schienenringen fährt eine Lokomotive, die gleich die zweite Augenbetonung ermöglicht.

2 Saturnkopf

Danach verwandelt er sich in einen schlecht geschminkten Schlumpf. Für den gut sichtbaren Übergang am Hals hätte er seinen Maskenbildner mal lieber feuern sollen, denn so reicht es leider nicht für eine Ehrenmitgliedschaft in der Blue Men Group.

3 Schlumpf

Seinen Friseur kann Peter bei der Gelegenheit gleich mit vor die Tür setzen. Das Einzige, was noch beknackter aussieht als seine Perücke aus Zuckerwatte, sind die beiden Autoscooter. Diese sind wie selbstverständlich in den Farben Blau und Rot gehalten.

4 Perücke

Den Part, in dem sich Peters Gesicht in Obstsalat verwandelt, sparen wir uns einfach mal. Kommen wir lieber gleich zum interessanten Teil, wo sich seine Hände in Vorschlaghämmer verwandeln, mit denen er sich selbst die Kuchenbude einschlägt. Das mit dem Behauen des rauen Steins nimmt er da vielleicht doch etwas zu wörtlich.

5 Der behaune Stein

Aus unerfindlichen Gründen schlüpft durch die unsanfte Gesichtsmassage ein kleiner Peter aus dem Gesicht des großen Peters. Das sieht nicht nur eklig aus, sondern verschafft uns gleich die nächste Augenbetonung. Die Augen des siamesischen Gesichtszwillings sind dagegen vollkommen weiß, als wäre die Kreatur eine Art innerer Dämon. Irgendwie erinnert das Ganze auch an Evil Ash aus „Armee der Finsternis“, der allerdings erst 6 Jahre später ins Kino kam.

Das Genital dieses Wesen ist schlussendlich genau da, wo Peters Mund ist, womit hier ein Blow Job angedeutet wird. Immerhin wurde derartiges in den 1980ern noch durch ein Feigenblatt abgedeckt, die Spermien im Hintergrund machen das aber wieder wett.

6 Blow Job

Zusätzlich gibt es noch etwas Schwarz/Weiß-Symbolik, wobei angesichts des Samenergusses an der Tapete hier wohl auf die Vereinigung des Männlichen und Weiblichen angespielt wird.

7 Schwarz-Weiß

Als nächstes kriechen zwei Dämonen in Peter Gabriels Kopf.

8 Dämonen im Kopf

Der bekommt sogleich einen Hammer gereicht und zaubert mit diesem ein Ei herbei. Wenn man die bisherige Symbolik des Videos Revue passieren lässt, hat man es hier mit einem weiteren Fruchtbarkeitssymbol zu tun.

9 Hammer Ei

Den ganzen Eiertanz mit den Broilern und den anderen Chicks sparen wir uns ebenfalls. Am Ende legt sich Gabriel erschöpft in einen Sessel und legt dabei die Hand aufs Herz. Wenn er sich bis dahin noch nicht als Freimaurer geoutet hat, wäre dieser Punkt spätestens damit abgehakt.

10 Hand aufs Herz

Als Peter wieder aufwacht, hat er sich in ein Sternbild verwandelt und hämmert am Nachthimmel unermüdlich weiter. Da antike Kulturen ihre Götterwelt auf den Sternenhimmel übertragen haben, kann dies eigentlich nur auf die Gottwerdung des Menschen anspielen. Das würde auch zum Rest des Videos passen, welches mit der Befruchtung einer Eizelle anfängt. Es folgt die Geburt, das behauen den rauen Steins und am Ende der Aufstieg in himmlische Sphären.

11 Augestiegener Meister

Winter’s Tale – In der Hölle ist es kalt

von Shinzon

Mit „Winter’s Tale“ liefert der jüdische Regisseur und Produzent Akiva Goldsman ein eher christlich inspiriertes Werk über den Konflikt zwischen Gut und Böse ab. Im Zentrum dessen steht Peter Lake (Colin Farrell), der wie einst Moses als Baby von seinen Eltern in einem kleinen Holzboot ausgesetzt wird. Doch nicht, weil etwa der US-Präsident alle erstgeborenen Söhne töten will, sondern weil seinen Eltern die Einreise in die USA verweigert wurde und sie auf eine bessere Zukunft für ihren Sohn hoffen.

Moses Lake

Jahre nachdem Peter an der Küste New Yorks angeschwemmt wurde, ist aus dem kleinen Hoffnungsträger ein Kleinkrimineller geworden. Sein ehemaliger Boss Pearly Soames (Russell Crowe) ist jedoch unzufrieden mit ihm und hat ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt. Kurz bevor die Mafiaschergen Peter erwischen, bekommt dieser jedoch unerwartet Hilfe von einem weißen Pferd, welches mit Engelsschwingen über ein hohes Tor und die Mafiosi hinweg fliegt.

Spätestens hier ist die Grenze zum Märchen überschritten. Und mehr noch, die jüdisch-christliche Mythologie wird mit griechischen Fabelwesen vermischt. Zwar wird behauptet, bei dem Pferd handele es sich um einen Boten Gottes und um die Verwirrung komplett zu machen, soll dieser ein schwarzer Hund namens Athansor sein, der als weißes Pferd erscheint. Doch das macht alles offensichtlich überhaupt keinen Sinn, zumal es noch eine weitere Anspielung auf die griechische Astrologie gibt. Peter versteckt sich nämlich auf dem Dachboden einer Bahnhofshalle und direkt neben seiner Luke findet sich das Sternbild Pegasus.

Pegasus_1

Pegasus ist es schließlich zu verdanken, dass Peter seine große Liebe Beverly Penn (Jessica Brown Findlay) bei seinem letzten Raubzug begegnet. Das Haus des Pressemoguls Isaac Penn (William Hurt), auf welches das Pferd ihn aufmerksam macht, ist nämlich keineswegs verlassen. Während ihre Familie auf Achse ist, muss Beverly wegen ihrer Tuberkulose das Haus hüten.

Sie bietet dem Einbrecher eine Tasse Tee an, weil das im New York des Jahres 1916 das übliche Verfahren zu sein scheint, wenn man von einem Dieb mit einer Waffe bedroht wird. Die beiden verlieben sich ineinander, was jedoch zur Folge hat, dass Beverly ins Fadenkreuz von Pearly Soames gerät. Dieser hat eine Vision von ihr, nachdem er in einem Nobelrestaurant einen Kellner getötet hat, weil dieser ihm keinen Uhu servieren konnte.

Mit dem Uhu scheint hier die Eule der Illuminaten gemeint zu sein, denn wer genau hinsieht, erkennt schon früh, dass Peters ehemaliger Boss ein Dämon ist. Dieser will verhindern, dass Peter seiner Geliebten das Leben rettet. Doch als er sie gerade mit dem Tod bedroht, erscheint Peter wie ein Prinz auf seinem weißen Ross und rettet die holde Maid. Übrigens passen in dieser Szene die beiden Löwen vor dem Haus sehr gut zu der Satanistenhorde.

Drecksviecher

Peter flieht mit Beverly auf ein Anwesen ihrer Familie im Norden. Offensichtlich ist ihr Vater ein wohlhabender Freimaurer, denn ein Fenster seiner fürstlichen Villa zeigt ziemlich deutlich ein Hexagramm.

(Bild folgt)

Dort angekommen gehen die hanebüchenen Übertreibungen in die zweite Runde. Beverly bringt dank ihres Fiebers sämtlichen Schnee unter ihren Füßen augenblicklich zum Schmelzen. Nur die Beruhigung ihres Herzens lässt das Wasser sofort wieder zu Schnee kristallisieren. Solcher Unsinn überrascht allerdings nicht wirklich, da sich ohnehin gerade ein Wunder anbahnt.

Pearly, der dieses Wunder verhindern soll, kann die beiden indes nicht weiter verfolgen, da diese Region für seinesgleichen aus vertraglichen Gründen Tabu ist. Einem Kenner der Außerirdischenthematik kommt hier schnell der Gedanke, dass die Erde in verschiedene Besatzungszonen aufgeteilt sein könnte und Pearly zu den Reptiloiden gehört.

Wie sich schon kurz darauf herausstellt, ist diese Annahme wieder einmal ein Volltreffer. Pearly ersucht nämlich bei seinem Boss um eine Ausnahmegenehmigung und sein Boss ist niemand geringeres als Luzifer (Will Smith) höchstpersönlich. Als der Teufel einen kleineren Wutanfall hat, zeigt er sogar seine reptiloiden Zähne. Dieser Effekt ist direkt aus „V – Die Besucher“ kopiert.

Luzifereptiloid

Da Luzifer seinem Dämon Pearly keine Ausreisegenehmigung erteilt, heuert dieser den gefallenen Engel Gabriel (Finn Wittrock) an, um Beverly zu vergiften. Dies gelingt tatsächlich und Beverly stirbt nach dem Liebesspiel in Peters Armen. Obwohl er den göttlichen Hinweisen folgt, die er durch Beverlys kleine Schwester erhält, kann Peter Beverly nicht mit einem Kuss im Dornröschenbett ins Leben zurückholen. Er verliert sie für immer.

Beverly wird auf einem Friedhof in New York zwischen Freimaurern und Jesuiten begraben, wie ein genauer Blick auf einige der umliegenden Gräber enthüllt.

Bei den Gräbern

Als wäre der Verlust noch nicht schlimm genug, wird Peter nach der Beerdigung in New York von Pearlys Satanistenclique aufgemischt und von der Brooklyn Brücke gestürzt. Während die Satansjünger ihn für tot halten, hat Gott noch weitaus boshaftere Pläne für ihn. Peters Gedächtnis wird gelöscht und Gott verdammt ihn zur Unsterblichkeit.

Schwarz/Weiß-Klischee

Schwarz/Weiß-Klischee

Im New York der Gegenwart vertreibt sich Peter als Straßenkünstler die Zeit, bis er von einem kleinen Mädchen angerempelt wird. Wie durch göttliche Fügung beginnt er, seine Vergangenheit neu zu entdecken und trifft dabei die Mutter des kleinen Mädchens wieder. Virginia (Jennifer Connelly) arbeitet in einem Pressearchiv, wo sie ein fast 100 Jahre altes Foto von Peter und Beverly entdeckt. Während Peters Erinnerungen zurückkehren, kommt Virginia aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Durch einen weiteren Zufall stellt sich heraus, dass Virginias Vorgesetzte Beverlys jüngere Schwester Willa (Eva Marie Saint) ist. Diese müsste laut der Chronologie des Films inzwischen über 100 Jahre alt sein, macht jedoch einen für dieses Alter erstaunlich frischen Eindruck. Willa wirkt sowohl körperlich als auch geistig eher wie knapp 70.

Während Peter alte Bekanntschaften feiert, entdeckt Pearly, der inzwischen ein modernes Verbrechersyndikat leitet, dass sein Erzfeind noch am Leben ist. Er sucht erneut Luzifer auf, der ihm jedoch nur eine Genehmigung für Peters weitere Verfolgung erteilen will, wenn Pearly bereit ist, seine Unsterblichkeit aufzugeben und ein Mensch zu werden.

Der Film erweckt an dieser Stelle den Eindruck, als seien die Reptiloiden dabei, den Konflikt zu verlieren. Luzifer ist eindeutig in der Defensive und gewährt seinem eifrigsten Dämon keine Rückendeckung bei dessen Vorhaben. Von göttlicher Seite gibt es indes für Peter diesmal mehr Unterstützung, nachdem der angeblich allwissende Arsch da oben zugesehen hat, wie einer seiner ehemaligen Engel Beverly vergiftete.

Als Peter gerade bei Virginia und deren Tochter zu Besuch ist, wird das Haus von Pearlys Leuten gestürmt. Die drei fliehen auf das Dach, wo Pegasus im letzten Moment landet, um sie in Sicherheit zu fliegen. Ein fliegendes Pferd fällt natürlich mitten in New York niemandem auf. Aber okay, der Film ist ja zur Hälfte Fantasy.

Pegasus_3

Die drei werden von Pegasus zum einstigen Anwesen der Penn-Familie gebracht, wo immer noch das wundersame Dornröschenbett im Wintergarten steht. Dort soll Peter sein Wunder wirken, denn wie sich herausgestellt hat, ist Virginias krebskranke Tochter sein wahres Ziel. Aus diesem Grund heftet sich auch Pearly samt Gefolge wieder an Peters Fersen, um das Wunder zu verhindern.

Seine Männer fahren über das zugefrorene Gewässer vor dem einstigen Penn-Anwesen und Pegasus schlägt das Eis gnädigerweise ein, um die Brut ersaufen zu lassen. Peter muss also nur noch den Endgegner Pearly im Zweikampf besiegen, was erwartungsgemäß gelingt. Kein Mitleid für den Dämon, er hatte immerhin um seine Sterblichkeit gebettelt.

Im Anschluss braucht Peter nur noch die zwischenzeitlich verstorbene Tochter von Virginia zu küssen und schon entfaltet sich das Wunder. Zum Glück küsst er sie nur auf die Stirn und nicht auf den Mund, was man schnell hätte missverstehen können. So bleibt am Ende nur noch die Frage, warum Gott nicht auch im Falle von Beverly ein Wunder zugelassen hat?

Immerhin darf Peter nach getaner Arbeit mit Pegasus zum Himmel aufsteigen, wo er zu einem Stern wird, der direkt neben Beverlys Stern erstrahlt. Selbstverständlich leuchten die beiden unweit des Orion, womit zum Abschluss abermals die Astrologie bedient wird.

Orionstern

Fazit: Es fällt schwer, „Winter’s Tale“ nur einem Genre zuzuordnen. Der Film vereint die Merkmale eines Liebesdramas und Gangsterstreifens mit Fantasy-Elementen, Esoterik und diversen Mythologien. Im Zentrum steht allerdings zweifelsfrei der Kampf zwischen Gut und Böse. Interessant ist dabei an der Rolle Luzifers, dass sie von dem $cientology-Sympathisanten Will Smith verkörpert wird. Akiva Goldsman arbeitete zwar schon mehrfach als Produzent mit Smith zusammen, dennoch ist diese Wahl fragwürdig. Für die Rolle des Xenu wäre der „Prinz von Hell Air“ wohl besser geeignet gewesen.

Nett gemacht scheinen indes lediglich die Lichtspielereien. Allerdings steckt darin schon wieder sehr viel Esoterik. Es wimmelt geradezu von Orbs.

Illumination_1

Zudem fragt man sich, welche Aussage sich dahinter verbirgt, wenn ein Dämon mit Illuminationen spielt.

Illumination_2

Eine weitere Erwähnung ist die Romanvorlage von „Winter’s Tale“ aus dem Jahr 1983 wert, welche aus der Feder des Mark Helprin stammt und vor Esoterik nur so strotzt. Helprin, der neben seiner US-Staatsbürgerschaft noch eine zweite israelische hat und dem dortigen Militär angehörte, ist ein erklärter Gegner der Internetkultur und tritt für ein verschärftes Urheberrecht ein. Wie es scheint, kann er nicht mit Kritik umgehen und hätte wohl gern, dass sie aus dem Netz verschwindet, sobald auch nur der Titel eines seiner Werke erwähnt wird.

Allerdings sollte Helprin vorsichtig mit seinen Wünschen sein, denn in „Winter’s Tale“ kopiert er selbst zahlreiche Elemente aus der Bibel sowie der griechischen Mythologie. Die Geschichte vom Kampf Gut gegen Böse, die er erzählt, ist im Kern einige Jahrtausende alt und findet sich bereits bei Zarathustra. Ein zu strenges Urheberrecht könnte ihn daher vielleicht die Hände kosten.

Videoanalyse: Verbotene Früchte von In Strict Confidence

Nachdem In Strict Confidence auf ihrem unheiligen Album „Holy“ bereits die Hure Babylon besungen haben, greifen sie in ihren Werken „Exile Paradise“ und „Where Sun and Moon unite“ erneut biblische Themen auf.

Die beiden Albencover zeigen Adam und Eva als Schlangenträger, wobei die Augen der Schlange dämonisch rot leuchten. Die Körper des Paares sind schwarz/weiß bemalt, was die freimaurerische Dualität widerspiegelt. Die gleiche Dualitätssymbolik entsteht noch einmal, wenn man die beiden Platten nebeneinander stellt.

ISC Schlangenträger

Von den musikalisch durchaus interessanten Titeln beider Alben sticht einer besonders hervor. Die Single-Auskopplung „Forbidden Fruit“ (Dt. „Verbotene Frucht“) dreht sich komplett um den Sündenfall, was im dazugehörigen Video auch entsprechend in Szene gesetzt wird.

ISC Sündenfall

Die Schlange Luzifer begegnet uns gleich zu Beginn.

Serpifer

Es folgt eine Betonung auf das allsehende Auge des Ra.

Augenbetonung Schlangenmann

Adam und Eva schlendern derweil noch als unschuldige Kinder durch das Paradies, der Baum der Erkenntnis ist nicht weit.

Adam und Eva

Der Sänger betritt als Schlangenträger die Bühne. Um zu verdeutlichen, dass er auf der Seite Luzifers steht, singt er:

„In the garden of delight – Angels breathing bliss
But the sweetest touch of all – is the serpents kiss”

“Im Garten der Freude verströmen Engel Glückseligkeit
Doch die süßeste Berührung ist der Kuss der Schlange“

Schlangenmann

Die Frucht vom Baum der Erkenntnis wird selbstverständlich klischeehaft als roter Apfel dargestellt.

Forbidden Fruit

Die Schlange ist nicht weit und im Text geht es weiter:

„And she whispers in your ear – try my fruit of lust
I’m the queen of ecstasy – in God you cannot trust”

“Und sie flüstert in dein Ohr: Koste meine Frucht der Begierde
Ich bin die Königin der Ekstase – In Gott kannst du nicht vertrauen“

An dieser Stelle fällt auf, dass hier nicht von der Frucht der Erkenntnis die Rede ist, sondern von der „Frucht der Begierde“. Die Menschen werden von Luzifer also gar nicht zur Erleuchtung geführt, sondern zur Auslebung ihrer tierischen Triebe verführt. Die Verherrlichung animalischer Triebhaftigkeit ist tatsächlich ein Kernelement des Okkultismus, insbesondere des Satanismus, und findet sich vor allem in der Sexualmagie wieder. Angesichts der teilweise obszönen Rituale stellt sich die Frage, in wie weit ein rein triebgesteuerter Mensch, der mit den Genitalien statt mit dem Gehirn denkt, überhaupt erleuchtet sein kann?

Offenbar wird die Vertreibung aus dem Paradies im Gegensatz zum Buch Genesis hier korrekt dargestellt. Die Menschheit war einst viel höher entwickelt, doch wurde sie mit den niedersten Instinkten verführt und so zum Tier degradiert. Derartige Sündenfälle finden sich in der modernen Gesellschaft zuhauf. Statt ihre Schädel mit Wissen und Weisheit zu füllen, frönen die meisten Menschen lieber den von Massenmedien propagierten Genüssen wie Konsumrausch, Alkohol, Tabak und natürlich triebhaftem Sex ohne echte Liebe.

Durch dieses hirnlose Verhalten, welches keinen Platz für nachhaltiges Denken lässt, verliert die Menschheit tatsächlich das Paradies, welches die Erde einst war. Allerdings nicht durch Vertreibung, sondern durch Zerstörung. Folgerichtig heißt es im Text weiter:

„Sleep with the snake and you become – a victim of the dark
for the mistress of the devil – loves to break a Heart

Now it’s time to pay the price – painful is the cost
In the dawn of innocence – your paradise is lost”

“Schlaf mit der Schlange und du wirst ein Opfer der Finsternis
Die Mätresse des Teufels liebt es, ein Herz zu brechen

Jetzt ist es Zeit, den Preis zu zahlen – schmerzhaft sind die Kosten
In der Dämmerung der Unschuld ist dein Paradies verloren“

Während dieser Zeilen werden Adam und Eva von einem Augenblick zum nächsten erwachsen. Mit ihren Armen und Beinen formen sie eine Pyramide mit der Spitze nach unten.

Armdreieck

Während des Refrains kommt die Schlange Luzifer wieder ins Spiel, doch ihre Frucht sieht nun weit weniger appetitlich aus. Der Apfel scheint geradezu am Verrotten zu sein.

Rotten Fruit

Zum Schluss wird noch einmal das Logo der Band eingeblendet, wobei das „S“ sich wie eine Schlange windet.
ISC Logo

Mars Attacks – Fiese Dämonen vom roten Planeten

von Shinzon

Tim Burton ist bekannt für seine surrealistischen Filme, voll von okkulter Symbolik. Es verwundert daher nicht, dass sein „Mars Attacks“ der durchgeknallteste Invasionsfilm aller Zeiten ist. Der Streifen basiert dabei auf einer Sammelkartenserie aus dem Jahr 1962, welche Tim Burton noch aus seinen Kindertagen kennt.

So ziemlich alle Kernelemente des Films basieren auf den Trading Cards. Diese zeigen einige sehr drastische Szenen, auf denen Menschen auf grausame Weise getötet und verstümmelt werden. Man bedenke, dass diese Sammelbilder für Kinder gedacht waren.

Sticker Nr 11

Sticker Nr 19

Die Verfilmung geht in eine ähnliche Richtung, überschreitet dabei aber die Grenze zum Klamauk. Bereits der Aufbruch der Marsianer ist vollkommen surrealistisch und schräg. Die Oberfläche des roten Planeten erinnert eher an Filme aus 1950ern als an die Realität. Die Erde, die eigentlich ein kleiner blauer Punkt sein sollte, erscheint zudem so groß am Firmament, als sei der Mars einer ihrer Monde.

Aufbruch Mars

Auf der Erde werden zunächst einmal die Hauptcharaktere vorgestellt. Darunter der US-Präsident (Jack Nicholson) und die Familie Norris, bei denen zwei Illuminateneulen im Wohntrailer hängen.

Eulenwandschmuck

Ein beträchtlicher Teil der Handlung dreht sich um eine Handvoll Leute aus Las Vegas. Zu diesen zählt der Ex-Boxer Byron Williams (Jim Brown), der einen Job als Casinosecurity hat.

Ägypter

Das Pyramidencasino gibt es tatsächlich, doch man muss nicht lange raten, warum sich der Freimaurer Tim Burton ausgerechnet für diesen Schauplatz entschieden hat.

Las Vegas Pyramide

In Las Vegas treibt sich weiterhin ein ausgeflippter Unternehmer (Jack Nicholson in einer Zweitrolle) herum, der ebenfalls starke Bezüge zur Freimaurerei aufweist. Auf seinem Jackett findet sich z.B. ein allsehendes Auge.

Allsehende Augenjacke

Aber vielleicht ist er ja eher ein Anhänger der Bruderschaft des Saturns. Denn dieser Planet ziert in seinem Empfangszimmer nicht nur die Wände, sondern auch die Säulen Jachin und Boas.

Saturnsäulen

Etwas später taucht im Casino noch einmal ein Arrangement mit drei Säulen auf, bei welchem im Vordergrund aufrechte sowie umgedrehte Pentagramme zu sehen sind.

Pentagramme & Säulen

In einer Bettszene gibt es zu guter letzt noch ein schwarz/weißes Yin und Yang-Symbol, während die Decke im Blau/Rot der Freimaurergrade gehalten ist.

Masonic Sex

Doch zurück zur Handlung. Die Marsianer landen zunächst in der Wüste Nevadas, was wohl eine Anspielung auf die Area 51 sein soll. Empfangen werden sie u.a. von einer Esoterikspinnerin, was symbolisch für die okkulten Praktiken auf dem Gelände der Geheimbasis stehen könnte.

Esoteriktante

Ankunft

Man denke in diesem Zusammenhang an den verängstigen Area 51-Whistleblower, der in einer Livesendung bei Art Bell behauptete, dass die Aliens in Wirklichkeit bösartige extradimensionale Wesen sind. In „Mars Attacks“ entpuppen sich die Marsianer ebenfalls als dämonische Kreaturen. Anfangs behaupten sie noch, in Frieden zu kommen, nur um dann alle Anwesenden auf möglichst grausame Art und Weise abzuschlachten.

Aliensbotschafter

Grausamkeit

Die Reporterin Nathalie Lake (Sarah Jessica Parker) lassen die Marsianer als einzige am Leben, um sie für ihre abscheulichen Experimente zu missbrauchen.

Bizarre Experimente_1

Bizarre Experimente_2

In dieser Szene sieht man im Hintergrund auch einen Clown in einem Wasserglas. Ob dieser von der Erde stammt oder wohl eher als Anspielung auf die „Killer Klowns from outer Space“ zu verstehen ist?

Clown im Glas

Nach dem ersten Massaker versuchen es die Marsianer erneut mit ihrer Friedensmasche und landen in Washington D.C. Im Kongress sind deutlich zwei Rutenbündel zu sehen, welche den römischen Einfluss auf die USA zeigen. Rutenbündel finden sich in den Vereinigten Staaten tatsächlich überall.

Rutenbündel im Kongress

Prof. Kessler (Pierce Brosnan) verdeutlicht derweil noch einmal die freimaurerischen Einflüsse mit einem Krawattengriff.

Brosnans Krawattengriff

Im Anschluss wird der Kongress von den Marsianern ausgelöscht. Eine ziemlich unverhohlene Andeutung, dass Project Blue Beam das Ende der Demokratie einläuten wird. Grandma Norris (Sylvia Sidney) bricht angesichts des Niedergangs der Demokratie sogar in Freude aus.

Kongress_1

Kongress_2

Prof. Kessler wird indes von den Aliens entführt und auf besonders abscheuliche Weise in seine Einzelteile zerlegt. Zu Menschenverstümmelungen soll es im Zusammenhang mit dem Entführungsphänomen tatsächlich schon gekommen sein. Dass der Kopf dabei am Leben bleibt, ist jedoch eher unrealistisch.

Human Mutilations

Ein wenig Ironie steckt ebenfalls in dieser Szene, denn kurz zuvor leitete Prof. Kessler noch eine Alienautopsie. Als Pluspunkt für die Menschheit ist dabei zu werten, dass der Marsianer wenigstens schon tot war.

Alien Autopsy

Auf der Erde läuft die Invasion indes weiter. In der US-Hauptstadt versuchen die Marsianer das Weiße Haus zu infiltrieren, um den Präsidenten zu ermorden.

Obelsikalien

In Paris verhandeln die Marsianer indes auf dem Schachbrettboden der französischen Regierung. Das Bodenmuster ist gar nicht mal so weit hergeholt, denn bisher waren und sind alle französischen Staatsoberhäupter Freimaurer.

Zerstörtes Paris_1

Es ist daher nicht wirklich ein Verlust, dass die Invasoren kurz darauf in ihren üblichen Blutrausch verfallen und die Logenbrüder einschmelzen. Im Hintergrund fällt indes ein Wahrzeichen der Freimaurer.

Zerstörtes Paris_2

Gleiches gilt für Washington D.C., wo der Obelisk fällt.

Zerstörtes Washington Monument

In London zerstören die Invasoren den Big Ben…

London Attacks_1

London Attacks_2

…und die Pyramide in Las Vegas kommt ebenfalls nicht ungeschoren davon. So langsam werden einem die Marsianer fast sympathisch.

Zerstörte Pyramide

Nur die Zerstörung des wunderschönen Taj Mahal muss man ihnen wirklich übel nehmen.

Zerstörtes Taj Mahal

Hinzu kommt, dass ihre Flagge eine Pyramide mit Auge an der Spitze zeigt. Die Marsianer sind also doch nicht die erhofften Erlöser, die die Erde von der Freimaurerei säubern. Sie sind einfach nur generell menschenverachtend. Das sollte die irdische Elite vielleicht berücksichtigen, wenn sie geheime Verträge mit extradimensionalen Wesen abschließt. Vielleicht enden sie ja auch mit einer Pyramidenfahne im Rücken, wer weiß…

Marsflagge

Die Erlösung von den Marsianer bringt indes die schrille Musik von Grandma Norris. Diese ist bereits für menschliche Ohren das reinste Gift. Den Aliens explodiert hingegen der Kopf davon. Die Welt ist gerettet!

Schlechte Musik

Fazit: „Mars Attacks“ ist auf der einen Seite extrem schrill und hat durchaus einige gute Gags zu bieten. Andererseits ist er absolut menschenverachtend und die Marsianer werden einzig von einer dämonischen Boshaftigkeit getrieben. Die Gründe für ihren Angriff sind weder Ressourcen, noch die Eroberung des Planeten oder die Versklavung der Menschheit. Sie sind schlichtweg Sadisten, die jemanden zum Quälen brauchen.

Dinosaurier oder Extradimensionale?

Im „Super Mario Bros.“-Film von 1993 überleben einige Dinosaurier den Asteroideneinschlag vor 65. Mio Jahren und entwickeln sich zu intelligenten Humanoiden weiter.

Doch wird in diesem Trashfilm nicht nur die Dinosaurierthese bedient. Die menschlich aussehenden Reptiloiden bewohnen obendrein eine Paralleldimension, von der aus sie die Eroberung der Erde planen. Das kommt einem irgendwie bekannt vor…

Super Mario Koopa Gang

So richtig hat Koopa den Dreh mit dem Formwandeln aber noch nicht raus. Wenn’s etwas mehr als eine Reptilienzunge sein soll, muss er schon zu seinem De-Evolutionator greifen.

Super Mario Koopa_1

Super Koopa morphing_2

Super Mario Koopa_2

Super Koopa morphing_5

Einige Dinos haben sich jedoch gar nicht erst zu Humanoiden weiterentwickelt.

Super Mario Yoshi_1

Und was fressen Reptos am liebsten? Okay, die alte Schabracke ist selbst ein humanoides Reptil, aber das tut der Symbolik keinen Abbruch.

Super Menschenfresser

Apropos Symbolik. Davon gibt es in „Super Mario Bros.“ natürlich reichlich. Die de-evolutionierten Gumba tragen z.B. alle eine geflügelte Sonne am Kragen.

Super Gumba

Die Pyramiden sind ebenfalls allgegenwärtig. Teilweise sind ganze Wände damit ausgekleidet.

Super Mario Pyramiden_2

Der letzte Schrei ist jedoch die illuminierte Variante als Straßenbeleuchtung.

Super Mario Pyramiden_1

Auf der Erde gibt es dagegen nur eine symbolische Fackel für das Licht Luzifers.

Super Mario Fackel

Luigi trägt indessen ein Ying Yang-Symbol auf dem T-Shirt.

Super Mario Ying Yang_1

Um die Schwarz/Weiß-Symbolik abzurunden, trägt er anfangs ein schwarzes und am Ende ein weißes T-Shirt mit diesem Symbol.

Super Mario Ying Yang_2

Da Luigi die Prinzessin bekommt, bleibt Mario nur die fette Lady in Rot. Eine echte Repto-Romanze.

Super Mario Lady in Rot_1

Zum Schluss noch ein Freimaurergruß von den Super Masonic Brothers.

Super Mario Victory

Gamma Ray – No World Order

Auf diesem Cover haben wir wirklich alles, was dazu gehört. Auf der linken Seite sehen wir die Apokalypse unter der freimaurerischen Pyramide mit Auge. Geht es nach der okkulten Elite, soll nach dem Inferno die esoterische neue Weltordnung folgen, die auf der rechten Seite unter eine Pyramide mit Ying Yang-Symbol dargestellt ist. Das erinnert ein wenig an die Bildergalerie des Flughafens von Denver, aber in diesem Fall haben wir die neue Weltordnung unseren galaktischen Raumbrüdern zu verdanken, deren Raumschiffe über der Stadt schweben. Schlussendlich ist das Gesamtbild in den Farben der Freimaurergrade – Blau und Rot – gehalten.

Gamma_Ray-No_World_Order

Offenbar erwarten Gamma Ray jedoch nicht die Ankunft der Mayagötter, sondern den ägyptischen Gott Horus.

Land Of The Free 2002

Der Schachbrettboden – Dualitätssymbol und Dimensionsübergang

Der Schachbrettboden gehört zur Grundausstattung einer jeden Freimaurerloge. Auf ihm finden sämtliche Rituale von der Initiation bis zur nachgespielten Ermordung Hiram Abiffs statt.

Victoria Lodge 474

Außerdem findet er sich in Gebäuden, auf die die Freimaurer großen Einfluss hatten oder haben. Darunter Kirchen, Gerichtsgebäude, Schulen und Restaurantketten.

Amtsgericht Gotha

Symbolisch steht der Schachbrettboden für die Dualität, sei es nun von Gut und Böse, Weiblich und Männlich oder Tag und Nacht. In dieser Dualität findet das irdische Leben statt, welches durchaus mit einer Partie Schach vergleichbar ist. Der Schachbrettboden kann auch verkürzt durch Schwarz/Weiß-Muster dargestellt werden. Ein weiteres Dualitätssymbol ist das ebenfalls schwarz/weiße Yin-Yang.

Schachbrettmuster können darüber hinaus für Übergänge aller Art stehen, seien sie nun historischer oder persönlicher Natur. Sie markieren Wendepunkte, wobei bereits die Initiation auf dem freimaurerischen Schachbrettboden einen Wendepunkt in der persönlichen Entwicklung des Lehrlings darstellt. Ferner können Schachbrettmuster, ähnlich wie Spiegel, für einen Dimensionsübergang stehen. Diesseits und Jenseits sowie Traum und Realität bilden dabei ebenfalls eine Art der Dualität.