Die 5. Welle – Willkommen im Kinder-Bootcamp

von Shinzon

Das Invasionsthema ist einfach nicht tot zu kriegen. Der nächste Alienangriff rollt gleich in 5 Wellen über die Kinoleinwand. Dabei werden wieder einmal Kindersoldaten eingesetzt wie schon bei „Ender’s Game“. In beiden Fällen handelt es sich um Jugendbuchverfilmungen. Offensichtlich wollen Autoren wie Richard Yancey die junge Generation darauf einstimmen, dass sie in Kriegszeiten aufwachsen wird.

Der Film beginnt, wie so oft, mitten in der Handlung und springt dann zurück zum Anfang. Diese Erzählweise ist so ausgelutscht wie ätzend, da sie schon viel zu früh viel zu viel verrät. In „Transcendence“ wurde sogar schon die Auflösung in den ersten Minuten gezeigt und damit jede Spannung ruiniert. In „Die 5. Welle“ wissen wir nun bereits, dass die Außerirdischen die Menschheit an den Rand der Ausrottung gebracht haben, bevor sie überhaupt angekommen sind.

Die Ankunft geschieht ganz plötzlich und erst einmal passiert nix. Die Mutterschiffe, welche ein wenig wie aus „District 9“ wirken, schweben einfach nur so vor sich hin und da sich die Besucher nicht vorstellen, werden sie schlicht die „Anderen“ genannten. Erst nach Tagen wird der Menschheit mit einem globalen EMP der Strom abgeschaltet. Dabei gibt es die ersten Toten, die allerdings nur ein Kollateralschaden abstürzender Flugzeuge sind. Aus Sicht des Blue Beam Project könnte die erste Welle problemlos mit irdischer Technologie inszeniert werden.

District 9 like UFO

Die zweite Welle besteht aus Tsunamis, die sämtliche Küstenmetropolen hinfort spülen. Diesmal gehen die Opferzahlen in die Millionen, was durchaus beabsichtigt scheint. Tsunamis können durch Seebeben ausgelöst werden und die Möglichkeit von Erdbebenwaffen hat schon Nikola Tesla erwähnt. Die dritte Welle besteht aus einem modifizierten Grippevirus, welches der militärisch-industrielle Komplex schon seit Jahrzehnten gentechnisch erzeugen kann.

Die vierte Welle besteht aus Schläfern der Besucher, die schon lange auf der Erde leben und wie Menschen aussehen. Wie ungemein praktisch, denn derartiges könnte mit Manchurian-Kandidaten inszeniert werden. Dabei wird auch gleich die Paranoia-Karte ausgespielt, denn niemand kann mehr irgendwem trauen. Warum sich hier ein Vergleich mit den irdischen Möglichkeiten lohnt? Weil genau dieses Szenario von US-Präsident Ronald Reagan (1911-2004) in mehreren Reden vor der UN-Vollversammlung angekündigt wurde. Dort sagte er: „Und jetzt frage ich Sie, ist nicht längst eine außerirdische Macht unter uns?“ Es gibt sogar eine kleine Anspielung auf diese NWO-Reden, denn im Film wird kurz das UN-Gebäude eingeblendet.

UN-Gebäude

Die Menschen sammeln sich in abgelegenen Flüchtlingslagern, darunter auch Cassie Sullivan (Chloë Grace Moretz) mit ihrem Vater (Ron Livingston) und ihrem kleinen Bruder. Ihre Mutter (Maggie Siff) hat bereits die Vogelgrippe dahingerafft und es wird nicht ihr letzter Verlust sein. Wenig später kommt ein Militär-Konvoi ins Flüchtlingscamp und warnt vor der herannahenden 4. Welle. Da nur wenige Fahrzeuge repariert werden konnten, werden die Kinder als erste evakuiert.

Cassies kleiner Bruder vergisst natürlich seinen Teddy vergessen hat, weswegen sie noch einmal zurück eilt und so die Abfahrt verpasst. Durch diesen blöden Zufall wird sie Zeuge, wie die Erwachsenen vom Militär massakriert werden. Noch scheint alles wie ein Missverständnis, denn einer der Zivilisten hatte eine Waffe, weshalb das Unglück seinen Lauf genommen hat. Doch es dämmert einem schon an dieser Stelle, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.

Verunsichert durch die Paranoia, erschießt Cassie wenig später selbst einen unschuldigen Zivilisten in einem Tankstellenmarkt. Dieser ist scheinbar verletzt und als er in seine Jacke greift, glaubt sie, er würde eine Waffe ziehen. Wie sich allerdings nach seinem Ableben herausstellt, handelte es sich nur um ein metallenes Kruzifix. Diese Szene ist von immenser okkulter Bedeutung, denn hier wird nichts anderes als die Zerstörung des Christentums durch die Ankunft der Außerirdischen angedeutet.

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Während Cassie auf der Suche nach ihrem Bruder durch die Straßen und Wälder irrt, kommen die eingesammelten Kids auf der Wright-Patterson Airforce Base an. Diese steht in der Realität tatsächlich schon seit Jahrzehnten in Verbindung mit UFO-Sichtungen. Es soll dort unterirdische Anlagen geben, in denen abgestürzte UFOs untergebracht sind, ähnlich wie in Area 51. Zumindest die unterirdischen Anlagen gibt es auch im Film zu sehen. Manöver finden allerdings im Freien statt, was bemerkenswert ist.

Wer noch einigermaßen Grips in der Birne hat, bemerkt spätestens hier, dass an dieser Situation überhaupt nichts stimmt. Überall finden Schießübungen statt, es fahren Autos und es fliegen Helikopter herum. Aber den Aliens, die den gesamten Planeten mit Drohnen nach überlebenden Menschen absuchen, scheint das vollkommen egal zu sein. Dabei müssten Militärbasen doch zu den allerersten Angriffszielen zählen, um potentielle Gegenschläge im Keim zu ersticken.

In der Basis ist indes die neue Weltordnung ausgebrochen. Die Kinder und Jugendlichen bekommen bei der Ankunft erst einmal einen RFID-Chip ins Genick implantiert. Dieser Eingriff wird damit begründet, dass man sie so schneller von den Besuchern unterscheiden kann, da diese ja wie Menschen aussehen. Vergleichbare Szenarios gab es bereits in Serien wie „The Event“. Mit humanoiden Außerirdischen ließe sich in der Tat genügend Paranoia verbreiten, um die massenhafte Implantierung von RFID-Chips zu rechtfertigen. Jeder, der den Eingriff ablehnt, würde sich automatisch verdächtig machen. Wir können also davon ausgehen, dass die RFID-Agenda zusammen mit dem Blue Beam Project umgesetzt wird.

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Nachdem die Chips verabreicht wurden, wird den jungen Rekruten ein Menschenkind gezeigt, welches von einem außerirdischen Hirnparasiten befallen sein soll. Dieser Parasit wird durch eine Spezialbrille sichtbar. Wer noch alle Hirnzellen beisammen hat, kann sich sofort denken, dass solche Bilder leicht zu fälschen sind und wie sich später herausstellt, ist genau das der Fall. Alles nur Show und das so offensichtlich, dass sich hier jede Spoiler-Warnung erübrigt.

Illusionsbrille

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Die Rekruten müssen das vermeintlich infizierte Kind töten, was natürlich nur ein Test ist. Ein ziemlich drastischer Test, der die Kids entmenschlichen soll, denn später werden sie noch mit echter Munition auf echte Menschen schießen. Zunächst bekommen sie aber noch eine Ausbildung im Boot-Camp. Wirklich interessant ist dabei, dass nur Kinder und Jugendliche rekrutiert werden, weil diese am leichtesten zu beeinflussen sind. Die neue Weltordnung will die nächste Generation, alle anderen können ausgemerzt werden. Auf diese Weise werden die Heranwachsenden vollkommen entwurzelt und allein vom Militär erzogen. Das Ziel ist eine absolut gehorsame Restmenschheit, die unfähig ist, kritisch zu denken und Befehle zu hinterfragen.

Dennoch merken einige Kinder auf dem Schlachtfeld, dass sie nur benutzt werden. Zum einen stellen sie recht schnell fest, dass Krieg kein Videospiel ist, sondern eine absolut traumatische Erfahrung. Als Cassies alter Schuldfreund Ben (Nick Robinson) sich den RFID-Chip entfernt, wird den anderen plötzlich ein Hirnparasit in seinem Kopf angezeigt, obwohl er kurz zuvor noch sauber war. Es dämmert ihnen, wozu die Chips in Wirklichkeit da sind. Nur wer einen trägt, wird von der Software als uninfizierter Mensch angezeigt. Das bedeutet im Klartext, dass die Kids die ganze Zeit auf überlebende Menschen geschossen haben. Überraschung: Sie sind die 5. Welle!

Das wiederum bedeutet, dass die Militärs unter Führung von Colonel Vosch (Liev Schreiber) die außerirdischen Invasoren sind. Eine bemerkenswerte Aussage, zumal sie nicht erst seit gestern auf der Erde sind. Hier wird unverhohlen darauf angespielt, dass die Aliens schon lange den Planeten kontrollieren. Sie haben schon vor Jahren die Regierungen und insbesondere den militärisch-industriellen Komplex infiltriert bzw. überhaupt erst gegründet. Der Film geht da nicht allzu sehr ins Detail, aber man kann es sich denken. Zumal in der Basis eine fette 33 zu sehen ist, welche unterschwellig auf das Kontrollsystem der Freimaurer verweist.

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Die Erde gehört nicht uns, das ist die klare Botschaft des Films. Als Ben Vosch vorwirft, dass die Invasoren eine ganze Spezies ausrotten, statt mit der Menschheit zu koexistieren, verweist dieser darauf, dass die Menschheit nicht besser ist. Da hat er nicht ganz Unrecht, denn die Menschen rotten täglich dutzende Spezies aus. Manche davon waren zuvor nicht einmal entdeckt. Die Rücksichtslosigkeit, mit der wir den Regenwald abholzen, die Umwelt vergiften, Kriege führen und die Landschaft zumüllen, delegitimiert uns tatsächlich als Herrscher über den Planeten. Wenn wir nicht bald eine 180° Wende in unserem Verhalten hinbekommen, wäre es für die Natur wirklich besser, wenn wir verschwinden würden. Traurig, aber wahr.

Allerdings sind nicht alle Menschen schlecht und auch nicht Aliens böse. Es gibt einige, die den Planeten nicht für sich allein wollen. Cassie lernt auf ihrer Reise Evan Walker kennen, der sich als außerirdischer Schläfer herausstellt. Er gehörte zu denen, die alle verbliebenen Erwachsenen eliminieren sollten. Doch als er sich in Cassie verliebt, rettet er ihr das Leben. Er folgt ihr bis zur Wright-Patterson Airforce Base, die er erst mal gründlich zerlegt. Das erinnert ein wenig an die 5. Kolonne in der Serie „V – Die Besucher“. Immerhin erscheinen die Aliens damit nicht mehr als so eindimensionale als Bösewichter. Das ist ein Pluspunkt, denn von fiesen Invasoren, die alles kurz und klein hauen, gibt es wahrlich genug. „Independence Day 2“ steht ja ebenfalls schon in den Startlöchern.

Am Ende scheitert die 5. Welle und einer Handvoll Kinder gelingt die Flucht. Ein Großteil wird jedoch abtransportiert und weiter hirngewaschen. Die Romanfortsetzung wird daher wohl noch als Filmfortsetzung in die Kinos kommen.

Fazit: „Die 5. Welle“ ist ein weiterer Invasionsstreifen, der uns auf das Kommende einstimmen soll. Im Gegensatz zu den meisten Invasionsfilmen, die nur aus Action und Gemetzel bestehen, wird hier allerdings ein wenig mehr offenbart. Zu den Kernthemen gehören künstliche Katastrophen, Designerviren, RFID-Chips, Kindersoldaten und Gedankenkontrolle. Die Fake-Invasion wird der finale Akt zur Etablierung der neuen Weltordnung und so deutlich wie in diesem Film wird das sonst nur noch in „Akte X“ angesprochen. Man beachte, dass beides nahezu zeitgleich veröffentlicht wurde.

Arthur Weihnachtsmann – Rationalisierungswahn am Nordpol

von Shinzon

„Arthur Weihnachtsmann“ ist keiner von diesen gewöhnlichen, anheimelnden Weihnachtsfilmen, sondern besticht durch seinen Witz und perfekte Animation. Er hätte das Zeug zum Klassiker, wenn da nicht einige unterschwellige Andeutungen wären.

Arthur ist der jüngere Sohn des aktuellen Weihnachtsmannes und steht damit in einer langen Tradition von Weihnachtsmännern. Leider hat er Höhenangst und ist obendrein ziemlich tollpatschig, weshalb er in der Poststelle arbeitet und dort sämtliche Weihnachtswünsche aus aller Welt entgegen nimmt. Das Verteilen der Geschenke übernimmt indes sein Bruder Steve mit einem ganzen Heer von Elfen. Der Vater der beiden ist lediglich das Aushängeschild.

Steve Weihnachtsmann ist ein typischer Geschäftsmann, der in Begriffen wie Effizienz denkt. Er liefert pünktlich und korrekt, die Fehlerquote geht gegen 0. Durch eine kleine Panne wird nur ein Geschenk nicht ausgeliefert. Als der Fehler auffällt, tut Steve ihn als geringfügig ab. Nur Arthur handelt im Geist von Weihnachten, demnach kein Kind vergessen werden darf. Zusammen mit seinem Großvater und der Elfe Bryony macht er sich auf, das letzte Geschenk auszuliefern.

Das ist die Handlung in knappen Worten. Kommen wir nun zur Symbolik. Bei Arthurs Bruder Steve fällt auf, dass sein Weihnachtsmannoutfit im Flecktarnmuster gehalten ist und auch Papa Weihnachtsmann hat einen Uniformfetisch. Das wirkt schon sehr militaristisch und passt irgendwie nicht zu einem Kinderfilm. Da Opa Weihnachtsmann für die Weihnachten zweier Weltkriege verantwortlich war und daher schon mal mit Militärmütze zu sehen ist, könnte das militärische Outfit des aktuellen und insbesondere des zukünftigen Weihnachtsmannes darauf hindeuten, dass die heutige Generation ebenfalls mit einem Weltkrieg konfrontiert werden wird.

Militäroutfit_1

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03 Militäroutfit_3

Auch die Elfen tragen Flecktarnanzüge und verhalten sich wie eine Spezialeinheit für verdeckte Operationen.

04_Black Ops Elfen

Weiterhin prahlt Steve, dass er ein moderneres Kommunikationssystem als das Pentagon hat und obendrein steht der Nordpol unter totaler Videoüberwachung. Doch warum eigentlich? Terroristen dürfte es dort kaum geben und illoyale Elfen, die Geschenke stehlen, wohl ebenso wenig.

05_Northpole Watch

In der Mission Control des Nordpols sieht man indes, wer mit wem gegen wen Krieg führen wird. Im Zentrum steht das Weiße Haus und rechts daneben der Buckingham Palast. Der wichtigste Partner bzw. Vasall dieser Koalition ist Deutschland, welches links gleich mehrfach zu sehen ist. Zu guter Letzt wäre da noch der Kreml, welcher unterhalb des Weißen Hauses zu sehen ist. Damit wären dann wohl beide Seiten des 3. Weltkrieges klar definiert.

06_Kriegsparteien

Fehlt nur noch die Rekrutierung des Kanonenfutters. Das bekannte Uncle Sam-Plakat mit der Aufschrift „I want you für U.S. Army“ taucht hier leicht abgewandelt als Uncle Santa mit dem Spruch „Have you been good?“ auf.

7_I want you

Ein weiterer Hinweis auf den bevorstehenden Weltkrieg ist die Hausnummer des Mädchens, welches bei der Geschenkverteilung vergessen wurde. Es ist die Nummer 23, welche in der okkulten Numerologie für Zerstörung steht.

08_Hausnummer 23_1

09_Hausnummer 23_2

Ihren Brief an den Weihnachtsmann wirft Gwen in einen Briefkasten, der 5:45 Uhr geleert wird. Hitler erklärte seinerzeit Polen den Krieg mit den Worten: „Ab 5:45 Uhr wird jetzt zurück geschossen“.

10_5 Uhr 45

Apropos Polen.

11_Polen

Der Brief selbst enthält eine Zeichnung von Gwen, auf welcher der Weihnachtsmann brennt. Eine weitere ziemlich heftige Anspielung.

12_Burn after Reading

Das klingt jetzt alles etwas drastisch? In etwa so drastisch wie das Logo der Produktionsfirma Aardman Animations, welche sich für den Film verantwortlich zeichnet. Das Logo zeigt ein umgedrehtes, rotes Satanspentagramm und ist von oben bis unten mit Blut beschmiert. Derartiges erwartet man doch eher bei einem Horrorfilm.

Weitere Pentagramme gibt es im Film natürlich reichlich.

13_Pentagrammstern

Das Tannenbaumlogo des Weihnachtsmannes erinnert indes an eine dreistufige Pyramide.

14_Weihnachtspyramide

Eine Pyramide mit abgehobener Spitze gibt es in Form einer Alarmanlage neben der Hausnummer 23.

15_23 Pyramide

Dann wäre da noch ein Hexagon neben einer weiteren Hausnummer 23.

16_23 Hexagon

Und wo wir schon mal dabei sind, ist die Quersumme von Arthurs Personalnummer 3776 ebenfalls 23. Das leuchtet sogar irgendwie ein, denn immerhin ist er es, der die Welt ins Chaos stürzt.

17_3776 gleich 23

Und da kommen wir von der okkulten Symbolik zurück zur Irrfahrt von Arthur und Opa Weihnachtsmann, welche gleich zu Beginn und auch später noch mal am Vollmond vorbei führt.

18_Vollmond_1

19_Vollmond_2

Neben den Kriegsanspielungen gibt es nämlich noch ein weiteres wichtiges Thema in „Arthur Weihnachtsmann“. Der Blue Beam-Theorie zufolge soll direkt im Anschluss an den 3. Weltkrieg eine Alieninvasion inszeniert werden, welche der letzte Akt in der Etablierung einer neuen Weltordnung sein wird. Der erste Hinweis darauf wäre der Schlitten des Weihnachtsmannes, welcher einem UFO gleich über den Großstädten dieser Welt schwebt.

20_S1-Schlitten_1

21_S1-Schlitten_2

22_S1-Schlitten_3

Arthur und sein Opa sind zwar mit dem älteren Modell unterwegs, sorgen allerdings durch ihr tollpatschiges Verhalten ebenfalls für einige UFO-Sichtungen. Dabei tauchen sie sogar auf dem Radar des Flughafens von Toronto auf. UFO-Forscher dürften diese Anspielung verstehen, da es tatsächlich zahlreiche Radaraufzeichnungen von unidentifizierten Flugobjekten gibt, die nicht mit unserer konventionellen Flugzeugtechnologie erklärt werden können.

23_UFO auf Radar_1

24_UFO auf Radar_2

Bei einem Zwischenstopp in Idaho, wo sie eine Rentierattrappe entwenden, geraten die beiden an einen Einsiedler, der Arthur für einen Außerirdischen hält.

25_Weihnachtsmarsianer

Obendrein sorgt ihr torkelnder Schlitten für eine weitere UFO-Sichtung.

26_UFO-Schlitten

Die Irrfahrt der beiden inkompetenten Weihnachtsmänner gipfelt in einer weltweiten UFO-Hysterie, welche schnell die Nachrichten dominiert.

27_Alien Hysterie_1

28_Alien Hysterie_2

29_Alien Hysterie_3

Selbstverständlich heißt die Menschheit die vermeintlichen Besucher nicht willkommen. Im Gegenteil hält man sie für das personifizierte Böse.

30_Face of Evil

Und was passiert, wenn die Menschheit einen gemeinsamen Feind hat? Richtig: Alle Nationen vereinen sich.

31_One World

Arthur und sein Opa geben der Welt natürlich das, was die Herrschenden erwarten. Da es sich bei den Weihnachtsmännern jedoch um Menschen in einem Fake-UFO handelt, wird damit ziemlich unverhohlen ein Inside Job angedeutet.

32_UFO-Tarnung_1

33_UFO-Tarnung_2

Bei der ganzen Invasionsthematik dürfen UFO-Sekten natürlich nicht fehlen. Einen wirklich gut versteckten Hinweis gibt es in Arthurs Arbeitszimmer. Dort steht auf einem Regal ein Buch, dessen Titel halb verdeckt ist. Der lesbare teil lautet „NTOLOGY“. Ob hier „$CIENTOLOGY“ gemeint ist?

34_Ntology

Fazit: Oberflächlich betrachtet ist „Arthur Weihnachtsmann“ ein sehr witziger Weihnachtsfilm mit einigen wirklich guten Gags. Schaut man jedoch etwas genauer hin, entdeckt man überall Anspielungen auf Militarismus und Krieg. Das zweite große Thema, die gefakte Alieninvasion, ist dagegen keineswegs unterschwellig, sondern begleitet Arthurs gesamte Reise um den Globus.

35_Ho Ho Horror

Ein Menschenfeind weniger

Die CDU trauert derzeit um Philipp Mißfelder, der heute im Alter von nur 35 Jahren an einer Lungenembolie verstorben ist. Doch wer war Philipp Mißfelder eigentlich? Seine politische Karriere begann er 1993 mit dem Eintritt in die Junge Union. Von da an ging es steil bergauf. 1998 bis 2000 war er Bundesvorsitzender der Schüler-Union und ab 1999 saß er bereits im CDU-Bundesvorstand. Ab 2005 war er Abgeordneter im deutschen Bundestag, wo er zuletzt außenpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion war. 2006 trat er zudem der parteieigenen Konrad-Adenauer-Stiftung bei.

Bei solch einem kometenhaften Aufstieg kann es nicht mit rechten Dingen zugehen, zumal Missfelder das Charisma eines feuchten Handtuchs hatte. Tatsächlich war Missfelder Mitglied in einer ganzen Reihe von Stiftungen und Think Tanks. Darunter auch im Elitenetzwerk der Atlantik-Brücke, deren Vorstand er ab 2013 angehörte. Seltsamerweise war er gleichzeitig Mitglied im Deutsch-Russischen Forum und stellte sich gegen die Sanktionen der EU.

Alles in allem war er jedoch ein imperialistischer Menschenfeind und Sozialdarwinist, mit einem ausgeprägten Hass auf Schwächere. Das Renteneintrittsalter von 67 hielt er für zu niedrig und über die Menschen, die sich ein Leben lang kaputt malocht haben, sagte er 2003 Folgendes: „Ich halte nichts davon, wenn 85-Jährige noch künstliche Hüftgelenke auf Kosten der Solidargemeinschaft bekommen (…) Früher seien die Leute schließlich auch auf Krücken gelaufen.“ Die Union dankte es ihm, indem er seit Anfang 2008 zusammen mit dem Vorsitzenden der Senioren-Union den Arbeitskreis „Zusammenhalt der Generationen“ der CDU Deutschlands leiten durfte.

Doch nicht nur die Alten und Schwachen, zu denen er selbst nun nie gehören wird, waren ihm ein Dorn im Auge. Auch für die Armen hatte er nur Verachtung übrig. So bezeichnete er die Anhebung des Hartz-IV-Regelsatzes für Kinder zum 1. Juli 2009 als „Anschub für die Tabak- und Spirituosenindustrie“. Selbstredend, dass er als Abgeordneter des deutschen Bundestages stets für Verschärfungen des Hartz-IV-Regimes stimmte.

Am wenigsten hatte er jedoch für die Gegner kapitalistischer Ausbeutung und Knechtschaft übrig. Die friedlichen G8-Gegner verglich er z.B. mit den Terroristen der RAF. Außenpolitisch legte er ähnliche Maßstäbe an und befürwortete daher den NATO-Angriffskrieg gegen Libyen. Damit Deutschland auch zukünftig genügend Soldaten hat, die in solch unnötigen Kriegen verheizt werden können, wollte Mißfelder die Wehrpflicht zu einer allgemeinen Dienstpflicht für Männer ausweiten. Natürlich ohne dabei selbst seinen Arsch an der Front zu riskieren.

Sollten wir wirklich um so einen Kriegstreiber und Menschenfeind trauern? Immerhin wird er dem Gesundheitssystem nun nicht mehr auf der Tasche liegen, wenn er mit 85 ein neues Hüftgelenk braucht. Karma is a Bitch!

Der Rotary-Club – Gutes tun, um Schlechtes zu vertuschen

von Shinzon

Rotary Clubs verstehen sich als Service-Clubs, die nach außen hin wohltätige Ziele verfolgen. In Wirklichkeit handelt es sich jedoch um Frontorganisationen der Freimaurer. Es stimmt zwar, dass nicht alle Gründungsmitglieder Freimaurer waren, doch bereits der erste Rotary Club, welcher am 23. Februar 1905 in Chicago gegründet wurde, war von Logenbrüdern wie Gustav Löhr durchsetzt.

Der Name beruht auf den ständig wechselnden Treffpunkten der Gründungsmitglieder – Rotary kommt also von Rotation. Heute rotieren meist nur noch die Ämter, die jährlich neu besetzt werden. Weltweit gibt es inzwischen über 34.000 Rotary Clubs in 166 Ländern, denen rund 1,2 Millionen Menschen angehören. In Deutschland sind es 1006 Clubs mit rund 51.000 Mitgliedern, die sich hierzulande Rotarier nennen. Organisiert sind die weltweiten Clubs in einem Dachverband namens Rotary International, dessen Hauptsitz sich in Evanston (USA) befindet.

Das Logo der Rotarier ist ein Zahnrad mit 6 Streben, die ein Hexagramm bilden.

Rotary International

Einige Abzeichen zeigen sogar unverhohlen Zirkel und Winkelmaß der Freimaurer in der Mitte des Zahnrades. Wer also glaubt, dass die bloße Mitgliedschaft von Freimaurern im Rotary International nichts zu bedeuten hätte, wird hiermit eines Besseren belehrt.

RotaryWheelMason

Das ist bereits Grund genug, um auf Abstand zu diesen Clubs zu gehen, doch es wird noch weitaus düsterer. Die deutschen Rotary Clubs passten sich nämlich sehr schnell den Verhältnissen unter der Naziherrschaft an und schlossen 1933 alle jüdischen Mitglieder aus oder drängten sie zum Austritt. Einige Clubs waren allerdings auch schon vor 1933 frei von Juden und Marxisten.

Etwas anders gingen die Rotarier mit ihren freimaurerischen Mitgliedern um. Nach dem Verbot der regulären Logen am 17. August 1935 dienten die Rotary Clubs den Logenbrüdern als Zuflucht, in der sie sich weiterhin organisieren konnten. Diese Ausweichmöglichkeit existierte jedoch nur noch zwei weitere Jahre, da die deutschen Rotary Clubs am 4. September 1937 unter Hugo Grille aufgelöst wurden. Grille war sowohl Governor der deutschen Rotary Clubs als auch NSDAP-Mitglied und es ist offensichtlich, welche Karriere für ihn Vorrang hatte.

In der DDR sowie den Staaten des Warschauer Paktes waren die Rotarier verboten. Einerseits wegen ihrer Nähe zur Freimaurerei, aber den Ausschlag gaben wohl ihre engen Beziehungen zum Westen, insbesondere zu den USA. Nach dem Mauerfall breiteten sich die Rotarier sofort wieder über den Osten aus. Der erste Club wurde bereits am 17. Juni 1990 in Dresden wieder neu ins Leben gerufen, wo er ursprünglich 1928 gegründet worden war.

In ihrer abwechslungsreichen Geschichte haben es die Rotarier nicht einmal versäumt, selbst Geschichte zu schreiben. 1945 beteiligten sich 49 Rotary-Mitglieder an der Erarbeitung der Charta der Vereinten Nationen und die UNESCO wurde sogar auf Basis einer Rotary-Konferenz gegründet. Bis heute ist Rotary International als NGO ein offizieller Beobachter der Vereinten Nationen und damit in bester Gesellschaft des Lucis Trust sowie anderer okkulter Gruppierungen, die sich am Aufbau einer neuen Weltordnung beteiligen.

Es dürfte angesichts dessen nicht weiter verwundern, dass auch Angela Merkel Mitglied des Rotary Club ist. Allerdings waren Frauen bei den Rotariern nicht immer willkommen. Die ach so humanistische Organisation schloss bis 1987 die Hälfte der Menschheit komplett von der Mitgliedschaft aus. Die Aufnahme von Frauen musste erst durch kalifornische Gerichte erzwungen werden, nachdem einzelne Clubs in den 1970ern gegen Rotary International geklagt hatten. Der Dachverband hatte die betroffenen Clubs zuvor ausgeschlossen, weil diese eigenmächtig Frauen aufgenommen hatten.

Obwohl sich in der Richtung inzwischen einiges geändert hat, sind die Rotary Clubs dennoch nicht für alle Menschen offen. Ähnlich wie bei den Freimaurern muss man für die Mitgliedschaft vorgeschlagen werden und anschließend muss ein Aufnahmeausschuss über die Mitgliedschaft entscheiden. Es ist also kein Zufall, dass die Rotarier eine extrem elitäre Vereinigung von reichen Säcken sind. Sie sorgen selbst dafür, dass sich kein Pöbel in ihre Reihen verirrt.

Aber immerhin sammeln die Rotarier für die Ärmsten. In der Thüringer Allgemeine vom 4. Juni 2010 ist in einem Artikel über die Distriktskonferenz in Erfurt zu lesen, dass der Rotary Club Gotha u.a. Spenden für die Diakonie gesammelt hat und den Jugendclub Big Palais in Gotha unterstützt. Außerdem verkündete der damalige Governor Prof. Heinemeyer im Interview stolz, dass einem afghanischen Jungen eine Operation finanziert wurde.

Dieses Beispiel ist gleichermaßen rührend wie entlarvend. Denn während die Rotarier einem einzelnen afghanischen Kind geholfen haben, waren es Clubmitglieder wie Angela Merkel, Tankred Schimpanski und Thomas de Maizière, die im Bundestag überhaupt erst für den Afghanistankrieg gestimmt haben. Das Motto „Tue Gutes und rede darüber“ ist angesichts solcher Verlogenheit absolut zynisch. Gleiches gilt für die Rotary-Prinzipien von Frieden und Völkerverständigung. Alles nur Maskerade, denn die Rotarier im Bundestag sind für sämtliche Kriegseinsätze und Sanktionen gegen Länder wie Russland und Kuba mitverantwortlich. Im Umkehrschluss müsste es also heißen „Tue Schlechtes und schweige darüber“.

Der TA-Artikel enthält aber noch mehr interessante Informationen, die unsere gesamte Demokratie infrage stellen. So werden als Mitglieder des Rotary Club sowohl Erfurts ehemaliger Bürgermeister Manfred Ruge (CDU) als auch der amtierende Bürgermeister Andreas Bausewein (SPD) aufgezählt. Die Erfurter hatten also die Wahl zwischen einem Rotarier und einem Rotarier. Wenn jetzt noch aufgedeckt würde, wer auf den Wahlzetteln alles Freimaurer ist, würde den meisten Wählern wohl die Kinnlade runterklappen.

Apropos Freimaurer. Was deren Verbindung zum Rotary Club angeht, konnte sich die Thüringer Allgemeine den Wink mit dem Zaunpfahl nicht verkneifen und setzte einen Artikel über eine 3.000 Jahre alte Mumie über den Bericht zur Distriktskonferenz der Rotarier. Die Freimaurer haben bekanntlich einen Faible für das antike Ägypten und so ist diese Artikelkombination gewiss kein Zufall.

Am rechten Rand ist dann noch ein Artikel über eine Übung der Bundeswehr zu finden, was die heimliche Kriegslüsternheit der Rotarier gut unterstreicht. Selbstverständlich verbergen die Clubmitglieder diese, so gut sie nur können. Z.B. erklärte Andreas Bausewein Erfurt erst zur Friedensstadt, nur um anschließend mit der Bundeswehr zum Neujahrsempfang anzustoßen, ihre Kriegseinsätze zu loben und die Kindertagesstätte „Springmäuse“ vom Militär mitfinanzieren zu lassen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Rotary International eine hochgradig verlogene Organisation ist, deren eigentliches Ziel darin besteht, Kriegstreibern und NWO-Unterstützern einen wohltätigen Anstrich zu geben. Es handelt sich um eine hochgradig elitäre Organisation, die obendrein eine Vorauswahl für die Freimaurerei darstellt. Wer nämlich die Aufnahme bei den Rotariern geschafft hat, steht unter Observation und wer ins Profil passt, bekommt eine Einladung ins nächst höhere Level.

Die Oscarverleihung und der Tanz ums goldene Kalb

Die Idee einer Filmpreisverleihung geht auf Louis B. Mayer (1885-1957) zurück. Der damalige Leiter der Metro-Goldwyn-Mayer-Studios wollte damit der Krise entgegenwirken, in der sich die Filmindustrie in den 1920er Jahren befand. Er war eines von 33 Gründungsmitgliedern der Academy of Motion Picture Arts and Sciences.

Die Zahl 33 weißt bereits auf die freimaurerische Natur der Academy hin, welche von namhaften Regisseuren, Produzenten und Studiobossen ins Leben gerufen wurde. Darunter der Mitbegründer von Warner Brothers Jack L. Warner (1892-1978), Cecil B. DeMille (1881-1959) und Douglas Fairbanks (1883-1939) – allesamt Freimaurer.

Es ist offensichtlich, dass eine solche Jury nicht unparteiisch ist. Tatsächlich verliehen Mayer, Warner, DeMille, Fairbanks und so ziemlich alle anderen Academy-Mitglieder Oscars an sich selbst. Hier von Manipulation zu sprechen ist also vollkommen berechtigt.

Woher der Name Oscar stammt, ist heute nicht mehr nachvollziehbar. Als der Preis am 11. Mai 1929 zum ersten Mal verliehen wurde, hieß er noch Academy Award of Merit. Die Bezeichnung Oscar tauchte erstmals 1931 auf.

Über die Form der knapp 34 cm großen Statue ist dagegen schon mehr bekannt. Das Design stammt von Cedric Gibbons (1893-1960), dem wichtigsten Art Director, den MGM seinerzeit zu bieten hatte. Selbstverständlich war Gibbons eines der 33 Gründungsmitglieder der Academy und hat sich, wie alle anderen, gleich mal selbst mit einem Oscar ausgezeichnet.

In der Körperhaltung erinnert der Oscar an den ägyptischen Gott Ptah, was man vor allem an der Stellung der Hände erkennt. Bei genauerer Betrachtung hält der Oscar sogar ein Zeptar wie jenes von Ptah, allerdings ohne Anch an der Spitze. Eine solche Anspielung würde durchaus Sinn machen, denn Ptah wurde im antiken Memphis nicht nur als Schöpfergott verehrt, sondern galt auch als Schutzgott der Handwerker. In gewisser Weise ist auch das Filmgeschäft ein Handwerk und die Filmschaffenden sind Schöpfer fiktiver Welten.

Oscar Ptah

Um den Bezug zum antiken Ägypten weiter zu verdeutlichen, wurde 2013 ein neues der Logo Academy of Motion Picture Arts and Sciences vorgestellt. In diesem wird aus dem „A“ eine Pyramide, vor welcher Ptah wie ein Hohepriester aufgestellt ist.

Academy Award

Auf die gleiche Weise wurde auch der Schriftzug „OSCAR“ abgeändert.

Oscars Logo

Die Verleihung der vergoldeten Statue, die im Kern aus einer Nickel-Kupfer-Silber-Legierung besteht, ähnelt selbstverständlich dem Tanz ums goldene Kalb. Der ganze Pomp um Stars und Sternchen ist eine willkommene Ablenkung für die tumben Massen. Dabei kann dann auch gleich noch die eine oder andere politische Agenda bedient werden. 2015 ging z.B. der Oscar für den besten Tonschnitt an den Militärpropagandafilm „American Sniper“. Nominiert war dieser sogar in der Kategorie bester Film, in welcher sich jedoch „Birdman“ durchsetzte.

American Sniper erschossen

Der kriegsverherrlichende Propagandafilm „American Sniper“ spielte in kürzester Zeit über 400 Mio. US-Dollar ein. Im Film sieht man u.a., wie Chris Kyle auf ein Kind schießt, welches als gefährlicher Jihadist dargestellt wird. Der Regisseur Clint Eastwood verteidigte sein Werk – offenbar in einem Anflug geistiger Umnachtung – dennoch als Antikriegsfilm.

Der echte Sniper, Chris Kyle (1974-2013), war bis zu seinem Tod von der Richtigkeit seines Handelns überzeugt. Er tötete 255 Menschen, wovon 160 Abschüsse offiziell bestätigt sind. Es ist wohl typisch amerikanisch, dass ein solcher Massenmörder in den USA als Held gefeiert wird.

Ironischerweise wurde Chris Kyle am 2. Februar 2013 von einem anderen Irakkriegsveteran auf einem Schießplatz erschossen. Obwohl der Täter Eddie Ray Routh unter posttraumatischem Stress leidet, wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt. Auch das ist wieder einmal typisch. Töte einen Menschen und du bist ein Mörder. Töte hunderte Menschen und du bist ein Held!

Edge of Tomorrow – Und täglich grüßt die Alieninvasion

von Shinzon

Mit „Edge of Tomorrow“ kommt wieder einmal ein Invasionsstreifen mit Tom Cruise in die Kinos. Der $cientologe hatte bereits die Hauptrolle in „Krieg der Welten“ und „Oblivion“, wobei insbesondere Letzterer ein Feuerwerk freimaurerischer Symbolik war. Ganz ohne solche Andeutungen kommt „Edge of Tomorrow“ ebenfalls nicht aus, dennoch besticht der Film durch eine spannende Erzählweise.

Allerdings entwickelt sich die Spannung erst im Laufe des Films. Zunächst bekommt man erst einmal eine Nachrichtenrückblende serviert, in der erläutert wird, wie Europa von außerirdischen Wesen, im Film „Mimics“ genannt, eingenommen wurde. Im Anschluss stellt sich Major William Cage (Tom Cruise) bei seinem Vorgesetzten General Brigham (Brendan Gleeson) vor. Er gibt sich als Nachrichtenoffizier aus, der keinerlei Ambitionen zum Kämpfen hat. Sein Charakter ist wenig sympathisch und obendrein feige, sodass es kaum Mitleid erregt, als er an die Front abkommandiert wird.

In Handschellen wird Cage ins nächste Militärlager abgeführt, wo er sich nicht gerade beliebt macht und lediglich einen unzureichenden Crashkurs statt einer Ausbildung erhält. Schon am nächsten Tag geht es an die Front, wobei stark auf die Landung in der Normandie während des 2. Weltkriegs angespielt wird. Mit ähnlich fatalem Ergebnis, versteht sich.

Normandie

William Cage wird kurzerhand ins Kampfgeschehen abgeworfen, nachdem sein Flugtransporter abgeschossen wurde. Mit seinem Kampfanzug kann er mangels Erfahrung überhaupt nicht umgehen, was bei seinen Kameraden einigen Spott hervorruft. Kurz nach der Landung wird Cage von einem blauen Alpha-Alien attackiert und bekommt im Zweikampf dessen Blut ins Gesicht gespritzt. Die blaue Substanz ätzt ihm die Gesichtshaut weg und er stirbt einen äußerst hässlichen Tod.

Kurz darauf wacht er jedoch wieder am Tag vor der Invasion Frankreichs in Handschellen auf. Er befindet sich wieder im Militärlager jenseits des Ärmelkanals und alles beginnt von vorn. Sein Vorwissen nutzt ihm allerdings nicht viel und kaum hat er eine Katastrophe verhindert, wird er von der nächsten dahingerafft. Als er schließlich die Veteranin Rita Vrataski (Emily Blunt) rettet, sagt diese ihm, dass er sie nach dem Aufwachen aufsuchen soll. Die beiden sterben erneut, aber immerhin hat William in den nächsten Zeitschleifen eine Verbündete, die als „Engel von Verdun“ bekannt ist. Damit wäre dann auch der 1. Weltkrieg mit einer historischen Anspielung bedient.

Von Rita erfährt er, dass sie ebenfalls mit blauem Alienblut in Kontakt kam und einige Zeitschleifen durchlebte. Als sie ihre Vorgesetzen darauf aufmerksam machen wollte, wurde sie für verrückt erklärt und sogar medizinischen Experimenten unterzogen. Nachdem sie in einer Zeitschleife eine Bluttransfusion bekam, war die Wirkung des Alienblutes schließlich aufgehoben, sodass nur noch William die Fähigkeit besitzt, den letzten Tag zurück zu setzen.

In den folgenden Zeitschleifen wird er von Rita trainiert, sodass er den Kampfanzug beherrscht und die Schritte der Mimics voraussehen kann. All dies nützt jedoch nichts. Die Schlacht in der Normandie ist nicht zu gewinnen und wie Cage bei einer Desertion aus dem Militärlager erfahren muss, wird kurz darauf London von den Mimics überrannt. Die britische Hauptstadt ist inzwischen ein neues Lieblingsziel für Hollywoods Zerstörungsorgien, was auf eine Ankündigung schließen lässt.

London Headquarters

Mimic Attack London

Nachdem alle Versuche, den Schlachtverlauf zu ändern, gescheitert sind, wenden sich William und Rita an den Physiker Dr. Carter (Noah Taylor). Dieser erklärt Major Cage, dass die Mimics zentral von einem Omega-Alien gesteuert werden. Die Spezies hat also ein Schwarmbewusstsein und die Alpha-Aliens dienen dazu, sämtliche Schlachtverläufe zu speichern. Mit jedem Tod reisen sie in die Vergangenheit, wo sie ihr Wissen an das Omega-Alien übermitteln. Dieses kann so den Schlachtverlauf vorhersehen und entsprechend reagieren, bis der Planet komplett eingenommen ist.

Für die Menschen bedeutet dies, möglichst keine Alphas umzubringen, da dies dem Gegner einen Wissensvorsprung verschafft. Stattdessen müssen Rita und William das Omega ausfindig machen und töten. Dazu muss William auf eine Vision warten, die er nach einem weiteren Tod tatsächlich erhält. Offenbar hat sich das Omega-Alien in einem Staudamm in den Schweizer Alpen verschanzt und so werden die nächsten Zeitschleifen dafür genutzt, diesen ausfindig zu machen.

Wie immer läuft alles schief und letztendlich muss Cage seine Gefährtin opfern, um ans Ziel zu gelangen. Blöd nur, dass sich das Omega-Alien dort gar nicht aufhält. Die telepathische Vision war eine Falle und so beginnt die Suche von vorn. In einer weiteren Vision erfährt Cage schließlich, dass sich das Mutteralien in Paris aufhält, doch über die Normandie dorthin zu kommen, scheint unmöglich.

Zusammen mit Rita entschließt er sich, General Brigham aufzusuchen und ihn zu überzeugen, ein Kommando nach Paris zu schicken. Diese Szene erlebt William nicht zum ersten Mal, doch durch sein Vorwissen scheint er Brigham endlich überzeugen zu können, dass er durch die Zeit reisen kann. Nach den gescheiterten letzten Versuchen lässt Brigham ihn diesmal gehen, doch draußen warten wieder einmal die Soldaten, um ihn und Rita zu verhaften.

Beim nächsten Versuch fliehen die beiden mit einem Auto, landen nach einem Unfall jedoch im Krankenhaus. Dort bekommt Major Cage eine Bluttransfusion, was bedeutet, dass er beim nächsten Mal sterben nicht zurückkehren kann. Wenn er diesmal stirbt, dann bleibt er tot. Er muss also irgendwie nach Paris kommen, um das Omega-Alien zu töten.

Für diese Mission rekrutiert er seine Kameraden, die ihn natürlich nicht so gut kennen, wie er sie. Da sie auf ihn nicht hören würden, muss Rita sie überzeugen. Das gelingt recht schnell, da sie eine bekannte Veteranin ist, die als Heldin gefeiert wird und überall auf Propaganda-Plakaten zu sehen ist. Dieser „Join the Army“-Mist ist einer der großen Minuspunkte des Films.

Join the Army

Der nächste Minuspunkt erwartet die fahnenflüchtigen Helden im vom Krieg gezeichneten Paris. Bereits der Endgegner in „Oblivion“ war eine umgedrehte Pyramide mit Auge. Das Omega-Alien in „Edge of Tomorrow“ verbirgt sich indes unter der Glaspyramide des Louvre. Offensichtlicher geht es wohl nicht.

Louvre Landing

Natürlich wird der Transporter kurz nach Ankunft über Paris abgeschossen und einige Kameraden müssen sich opfern, um das Wrack näher an den Louvre zu befördern. Am Ende bleiben nur noch Rita und William übrig, um das Omega zu erledigen. Da dieses jedoch von einem Alpha bewacht wird, muss Rita für ein Ablenkungsmanöver sorgen, sodass William in Ruhe ins Wasser springen und zum Omega abtauchen kann. Dieses tötet er dann in Taliban-Manier mit einem Granatengürtel.

Nun wäre das sicherlich ein akzeptables Ende gewesen – der Held opfert sich, um die Menschheit zu retten. Doch wie in „Oblivion“ kehrt Tom Cruise auch diesmal zurück. In „Oblivion“ geschah dies in Form eines Klons, in „Edge of Tomorrow“ drückt man dagegen einfach den Reset-Knopf. Im Wasser befindet sich nämlich auch das Alpha-Alien, welches Major Cage einmal mehr mit seinem Blut infiziert. Dieser wacht dann einige Tage vor der Landung in der Normandie auf und erfährt in den Nachrichten, dass die Alieninvasion vorbei ist.

So ganz logisch ist das allerdings nicht. Warum verschwindet das Omega in der Vergangenheit, obwohl es in der Zukunft getötet wurde? Müsste es nicht noch vorhanden sein und das Wissen des getöteten Alphas aufsaugen? Es wäre wohl besser gewesen, den Film ein paar Minuten eher enden zu lassen. Nicht unbedingt besser für die gefallenen Soldaten, aber für die Logik des Films.

Der Abspann kann ebenfalls nicht wirklich überzeugen. In diesem bekommt man noch einmal die militärischen Kampfanzüge im Detail präsentiert, was den Eindruck eines Werbespots für einen Rüstungskonzern erweckt. Die Rüstungsindustrie arbeitet nämlich tatsächlich schon seit Jahren an Exoskeletten für Soldaten. Mit diesen sollen sich die Kämpfer der Zukunft schneller bewegen und größere Lasten tragen können. So weit hergeholt ist das zur Schau gestellte Kriegsgerät also keineswegs.

Totenkopfhelm

Fazit: Der Anfang und das Ende von „Edge of Tomorrow“ sind zwar etwas holprig, doch insgesamt ist die Handlung sehr spannend erzählt. Die Bilder sind natürlich bombastisch und die Action wird hier und da mit etwas Witz garniert. Abzüge gibt es hingegen vor allem in Sachen Kriegspropaganda und Blue Beam-Konditionierung.

Hinzu kommt, dass die Grundidee aus „Und täglich grüßt das Murmeltier“ (1993) geklaut ist. Ein Jahr zuvor gab es allerdings schon die Star Trek TNG Episode „Déjà vu“ (1992), womit das Thema ursprünglich aus der Science Fiction stammt. So verwundert es nicht, dass „Edge of Tomorrow“ trotz abgekupfertem Plot durchaus gut funktioniert und dem Thema einige neue Facetten abgewinnt.

Weiterhin zeigt der Film auch in Sachen Invasionsthema neue Facetten, da er endlich mal in Europa statt in den USA spielt. Und da dachte man schon, die Aliens seien gänzlich auf die Vereinigten Staaten fixiert. Wer Science Fiction mag und die ewigen Invasionsreißer noch nicht leid ist, wird „Edge of Tomorrow“ also durchaus unterhaltsam finden.

Der neue Godzilla – Zurück zu den Wurzeln

von Shinzon

Der Godzilla-Mythos wurde 1954 geboren und kann als Metapher auf die Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki gesehen werden. Diese durften damals im japanischen Film nicht direkt thematisiert werden. Zudem wurde am 1. März 1954 die Besatzung des japanischen Fischerbootes Glücklicher Drache V verstrahlt, als dieses in den Wirkungsbereich eines US-amerikanischen Nuklearwaffentests auf dem Bikini-Atoll geriet. In jedem Falle wurde das radioaktive Monster von Atomwaffeneinsätzen inspiriert und kann daher als Aufarbeitung eines nationalen Traumas gesehen werden.

Der Name Gojira ist ein Kunstwort, welches sich aus Gorira (deutsch: Gorilla) und Kujira (deutsch: Wal) zusammensetzt. Im Englischen wurde daraus schließlich Godzilla. Das Monster, welches sogar einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame hat, startete als kleine Miniaturpuppe. Am Ende starb dieses Gummimonster zwar, kehrte jedoch in 28 japanischen Filmen zurück.

Das Design schwankte dabei stets ein wenig. Mal war Godzilla ein gemeines Monster, dann durfte er wiederum die Menschheit vor anderen Monstern retten und bekam ein dementsprechend freundlicheres Gesicht. In den meisten Filmen wurde Godzilla von einem Mann in einem Gummianzug gespielt, der durch Miniaturstädte trampelt. Dem setzte erst Roland Emmerich mit der ersten amerikanischen Verfilmung ein Ende.

Emmerichs Godzilla enttäuschte jedoch auf ganzer Linie. Insbesondere die Japaner erkannten ihren Godzilla nicht wieder, der ausschließlich in New York sein Unwesen trieb. Japanische Schauspieler suchte man vergeblich, dafür wurde ein dümmlicher Plot um eine Handvoll französischer Geheimagenten eingeflochten, welche das erledigen mussten, wozu die US-Armee offensichtlich nicht imstande war. Ohnehin enttäuschten die oberflächlichen Charaktere, die angesichts der Katastrophe lieber Beziehungsprobleme diskutierten. Zum Glück starb auch dieser Godzilla am Ende des Films, womit sich eine Fortsetzung erübrigte.

Nun gibt es eine neue amerikanische Godzilla-Verfilmung, welche strenge Auflagen aus Japan bekam. So musste z.B. ein Teil der Handlung in Japan spielen. Dort leben Joe Brody (Bryan Cranston) und seine Frau Sandra (Juliette Binoche) zusammen mit ihrem Sohn Ford. Joe ist für die Erdbebensicherheit eines Kernkraftwerkes zuständig und wie es das Schicksal will, kommt es ausgerechnet an seinem Geburtstag zur Katastrophe, bei der seine Frau stirbt.

15 Jahre später muss ihn sein Sohn Ford (Aaron Taylor-Johnson) aus einem japanischen Gefängnis abholen, da er wieder einmal in die Quarantänezone um die Kraftwerksruine eingedrungen ist. Joe vermutet schon seit Anfang an, dass die Katastrophe von damals kein Erdbeben als Ursache hatte, sondern etwas Merkwürdiges am Unglücksort geschieht. Vielleicht eine Anspielung darauf, dass Fukushima keiner Naturkatastrophe zum Opfer gefallen ist?

Jedenfalls kann Joe seinen Sohn überzeugen, noch einmal mit ihm in ihr ehemaliges Zuhause zurückzukehren, wo sie feststellen, dass es gar keine Verstrahlung gibt. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Quarantänezone werden die beiden einmal mehr verhaftet. Zumindest erfahren sie aber, was genau in der Kraftwerksruine vor sich geht.

Dort wächst ein insektoides Riesenmonster heran, welches sich von Radioaktivität ernährt. Dieses war vor 15 Jahren auf den Philippinen geschlüpft, wo der Konzern Monarch bei Minenarbeiten auf das Skelett eines urzeitlichen Riesenprädators gestoßen war. Dieser wurde offensichtlich von den parasitären Insekten dahingerafft. Natürlich hat der Konzern diese Entdeckung, ebenso wie die wahren Gründe der Reaktorkatastrophe, verschwiegen.

Der Name des Konzerns ist bei alledem etwas befremdlich. Immerhin war Monarch ein Hirnwäscheprogramm der CIA. Im Film geht es jedoch nicht um Gedankenkontrolle, sondern um radioaktive Urzeitmonster. Eine Verballhornung von Tepco wäre in diesem Falle wesentlich nahe liegender gewesen.

Godzilla Monarch

Gelungener ist da schon die Bezeichnung Muto für die insektoiden Wesen. Das klingt wie eines der zahlreichen Monster aus den japanischen Godzilla-Filmen, doch dahinter verbirgt sich eine Abkürzung, die für „Massiver Unidentifizierter Terrestrischer Organismus“ steht. Kreativ war man auch beim Design und bei der Hintergrundgeschichte. In den alten Filmen waren Godzilla und seine Gegner wahlweise das Ergebnis von Atomwaffen, mythologische Figuren oder gar außerirdischer Herkunft. Regisseur Gareth Edwards versucht es dagegen mit einer paläontologischen Erklärung.

Dieser zufolge stammen Godzilla und die Mutos aus einer Zeit, in der die Erde noch wesentlich radioaktiver war und dementsprechend ernähren sich diese Wesen auch von Kernenergie. Ein wenig aberwitzig ist das schon, doch wer es naturwissenschaftlich ganz korrekt will, sollte Monsterfilme meiden. Dem Film an sich schadet diese Erklärung jedenfalls nicht.

Im Gegenteil, die historisch inkorrekten Ausschmückungen sind sogar ziemlich amüsant. So erläutert Dr. Serizawa (Ken Watanabe), dass sämtliche Atomwaffentests im Pazifik in Wirklichkeit gar keine Tests waren, sondern die Amerikaner versucht haben, Godzilla damit zu erledigen. Natürlich sind diese Versuche fehlgeschlagen und bedeuteten für den Urgiganten eher Fütterungszeiten. Allerdings ist das ganz gut so, denn Godzilla wird noch gebraucht.

In der japanischen Reaktorruine ist nämlich längst der erste Muto geschlüpft und hat dabei Joe Brody getötet. Der nunmehr Vollwaise Ford wird indes herangezogen, da er nach seinem Vater am meisten über den Muto weiß. Dieser kommuniziert im Ultraschallbereich, jedoch nicht mit Godzilla, sondern mit dem noch wesentlich größeren Weibchen. Dieses schlüpft kurz darauf in einem Atommülllager in der Wüste von Nevada und trampelt erst einmal Las Vegas nieder. Dort erwischt es neben dem Eifelturm auch die Nachbildung der Freiheitsstatue.

Statue of Destruction

Kurz zuvor kloppt sich Godzilla schon einmal mit dem Männchen auf Hawaii. Dieser Schauplatz ist wohl nicht zufällig gewählt worden, denn Japan und die USA verbindet eine gemeinsame Geschichte um diese Inselgruppe. Diesmal stehen jedoch beide Länder auf derselben Seite und so dient Hawaii der Weitergabe des Staffelstabes, denn die Handlung wechselt nun von Japan zur Westküste der USA.

Ob nun der von Godzilla ausgelöste Tsunami auf Hawaii oder die finale Schlacht in San Francisco – die Monsterkämpfe wirken diesmal bedrückend real. Hier trampeln weder Typen im Gummikostüm durch Miniaturstädte, noch verschonen halbfertige CGI-Monster verschreckte Kameramänner zwischen ihren Zehen. In dieser Verfilmung geht es wirklich ans Eingemachte und das bedeutet tausende Todesopfer. Der dargebotene Realismus erinnert dabei mehr an einen Katastrophenfilm als an einen Monsterschinken.

Ford überlebt die Attacke auf den Flughafen von Hawaii nur knapp, wo er in einer Einschienenbahn feststeckt. Die Mutos können nämlich zur Verteidigung elektromagnetische Impulse (EMPs) ausstoßen, die sämtliche Technik vorübergehend lahm legen. Das Militär ist damit so ziemlich machtlos.

Ford Brody, der in den US-Streitkräften als Bombenentschärfer dient, wird daher zur Westküste der USA abkommandiert und baut dort einen mechanischen Zünder in eine Atombombe ein, mit der man alle drei Urzeitmonster mit einem Streich erledigen will. Vorzugsweise auf dem offenen Ozean, aber blöderweise treffen die Viecher etwas eher in San Francisco ein. Dort crasht Godzilla erst einmal das Wahrzeichen der Stadt – die Golden Gate Brücke.

Godzilla Gate Bridge

Da die Stadt noch nicht vollkommen evakuiert ist, schickt man Ford mit einem Stoßtrupp per Fallschirm in die Kampfzone, um die Atombombe wieder zu entschärfen. Es wirkt geradezu gespenstisch, wenn die Soldaten wie gefallene Engel in die apokalyptische Szenerie eintauchen.

Fallen Soldiers

Alternativ soll die Bombe so weit wie möglich aufs Meer gebracht werden. Als sich das Gehäuse des Sprengkopfs tatsächlich nicht öffnen lässt, schnappen sich die Soldaten daher die Atombombe und bringen sie zum Hafen. Die Mutomama ist davon wenig erfreut, hat sie den Nuklearsprengkopf doch gerade erst als Hochzeitsgeschenk vom Mutomännchen überreicht bekommen. Noch weniger begeistert ist das Weibchen jedoch von der Tatsache, dass Ford ihre Brut mit der konventionellen Explosion eines Tanklasters auslöscht. Für den Stoßtrupp scheint das letzte Stündlein geschlagen zu haben.

Erst in letzter Sekunde kommt die Rettung in Form von Godzilla daher, der erst noch mit dem Mutomännchen zu kämpfen hatte. Während die Riesenechse der Mutomama sein radioaktives Plasma in den Rachen speit und ihr anschließend den Kopf abreißt, gelingt es Ford zwar nicht, die Atombombe zu entschärfen, aber zumindest bringt er sie raus aufs Meer. Okay, eigentlich würden auch aus dieser Entfernung die meisten Menschen in San Francisco innerhalb kürzester Zeit an der Strahlenkrankheit sterben und an die armen Fische denkt ebenfalls keiner. Denselben Filmfehler kennen wir aber bereits aus „Batman – The Dark Knight rises“. Da kann man nur froh sein, dass Ford bereits einen Sohn hat, denn mit weiteren Kindern wird es wohl eher nix.

Nach dem Sieg über die Mutos liegt der Retter Godzilla wie tot in den Trümmern von San Francisco, was fast schon traurig ist. Doch manchmal leben Todgeglaubte bekanntermaßen länger…

Fazit: Der neue „Godzilla“ ist mit Abstand der beste Film der Reihe. Dabei haben sich die Macher wirklich Mühe gegeben, eine Brücke vom klassischen japanischen Monsterkino zum modernen Katastrophenfilm zu ziehen. Der Streifen ist nicht gar zu abgefahren, die Bilder sind größtenteils sogar erschreckend realistisch, aber dennoch wird der Film dem Original gerecht.

Dies liegt vor allem an der Darstellung des Hauptcharakters. Schien Roland Emmerichs Godzilla eher aus dem „Jurassic Park“ ausgebrochen zu sein, hält sich Gareth Edwards Version optisch sehr nah am Original. Allerdings ist sein Godzilla mit rund 108 Metern Höhe mehr als doppelt so groß wie der erste Godzilla von 1954, der lediglich auf 50,5 Meter kam. Das Speien von blauen Nuklearstrahlen mag indes etwas unrealistisch wirken, aber auch dies ist eine Hommage an das Original. Die Fans und insbesondere die japanischen Zuschauer werden es zu schätzen wissen.

Nun hält sich Godzilla aber nicht nur optisch, sondern auch charakterlich sehr nah an einige seiner Vorgänger. Er ist alles andere als ein hirnloser Menschenfresser, sondern rettet die Menschheit letztendlich sogar. Aus diesem Grund darf er auch am Leben bleiben und sich friedlich ins Meer zurückziehen. Damit dürfte dann wohl auch möglichen Fortsetzungen der Weg geebnet sein.

Grund zur Vorfreude gibt der aktuelle „Godzilla“ auf alle Fälle. Wirklich negativ fällt eigentlich nur die enge Zusammenarbeit mit dem US-Militär auf, welchem im Abspann wieder einmal ausgiebig gedankt wird. Dabei kommen die Streitkräfte gar nicht mal gut weg, sondern wirken ziemlich machtlos. Die Charaktere sind indes zwar nicht wirklich tiefgründig, reagieren im Gegensatz zu denen aus Emmerichs Kassenflop aber zumindest natürlich und handeln aus nachvollziehbaren Motiven.

Alles in allem können sowohl die treuen Fans der alten „Godzilla“-Filme als auch das frische Publikum sehr zufrieden mit diesem Film sein. Für all die Spannung, Unterhaltung und Bildgewalt lohnt sich der Ticketkauf an der Kinokasse auf jeden Fall.