Die 5. Welle – Willkommen im Kinder-Bootcamp

von Shinzon

Das Invasionsthema ist einfach nicht tot zu kriegen. Der nächste Alienangriff rollt gleich in 5 Wellen über die Kinoleinwand. Dabei werden wieder einmal Kindersoldaten eingesetzt wie schon bei „Ender’s Game“. In beiden Fällen handelt es sich um Jugendbuchverfilmungen. Offensichtlich wollen Autoren wie Richard Yancey die junge Generation darauf einstimmen, dass sie in Kriegszeiten aufwachsen wird.

Der Film beginnt, wie so oft, mitten in der Handlung und springt dann zurück zum Anfang. Diese Erzählweise ist so ausgelutscht wie ätzend, da sie schon viel zu früh viel zu viel verrät. In „Transcendence“ wurde sogar schon die Auflösung in den ersten Minuten gezeigt und damit jede Spannung ruiniert. In „Die 5. Welle“ wissen wir nun bereits, dass die Außerirdischen die Menschheit an den Rand der Ausrottung gebracht haben, bevor sie überhaupt angekommen sind.

Die Ankunft geschieht ganz plötzlich und erst einmal passiert nix. Die Mutterschiffe, welche ein wenig wie aus „District 9“ wirken, schweben einfach nur so vor sich hin und da sich die Besucher nicht vorstellen, werden sie schlicht die „Anderen“ genannten. Erst nach Tagen wird der Menschheit mit einem globalen EMP der Strom abgeschaltet. Dabei gibt es die ersten Toten, die allerdings nur ein Kollateralschaden abstürzender Flugzeuge sind. Aus Sicht des Blue Beam Project könnte die erste Welle problemlos mit irdischer Technologie inszeniert werden.

District 9 like UFO

Die zweite Welle besteht aus Tsunamis, die sämtliche Küstenmetropolen hinfort spülen. Diesmal gehen die Opferzahlen in die Millionen, was durchaus beabsichtigt scheint. Tsunamis können durch Seebeben ausgelöst werden und die Möglichkeit von Erdbebenwaffen hat schon Nikola Tesla erwähnt. Die dritte Welle besteht aus einem modifizierten Grippevirus, welches der militärisch-industrielle Komplex schon seit Jahrzehnten gentechnisch erzeugen kann.

Die vierte Welle besteht aus Schläfern der Besucher, die schon lange auf der Erde leben und wie Menschen aussehen. Wie ungemein praktisch, denn derartiges könnte mit Manchurian-Kandidaten inszeniert werden. Dabei wird auch gleich die Paranoia-Karte ausgespielt, denn niemand kann mehr irgendwem trauen. Warum sich hier ein Vergleich mit den irdischen Möglichkeiten lohnt? Weil genau dieses Szenario von US-Präsident Ronald Reagan (1911-2004) in mehreren Reden vor der UN-Vollversammlung angekündigt wurde. Dort sagte er: „Und jetzt frage ich Sie, ist nicht längst eine außerirdische Macht unter uns?“ Es gibt sogar eine kleine Anspielung auf diese NWO-Reden, denn im Film wird kurz das UN-Gebäude eingeblendet.

UN-Gebäude

Die Menschen sammeln sich in abgelegenen Flüchtlingslagern, darunter auch Cassie Sullivan (Chloë Grace Moretz) mit ihrem Vater (Ron Livingston) und ihrem kleinen Bruder. Ihre Mutter (Maggie Siff) hat bereits die Vogelgrippe dahingerafft und es wird nicht ihr letzter Verlust sein. Wenig später kommt ein Militär-Konvoi ins Flüchtlingscamp und warnt vor der herannahenden 4. Welle. Da nur wenige Fahrzeuge repariert werden konnten, werden die Kinder als erste evakuiert.

Cassies kleiner Bruder vergisst natürlich seinen Teddy vergessen hat, weswegen sie noch einmal zurück eilt und so die Abfahrt verpasst. Durch diesen blöden Zufall wird sie Zeuge, wie die Erwachsenen vom Militär massakriert werden. Noch scheint alles wie ein Missverständnis, denn einer der Zivilisten hatte eine Waffe, weshalb das Unglück seinen Lauf genommen hat. Doch es dämmert einem schon an dieser Stelle, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.

Verunsichert durch die Paranoia, erschießt Cassie wenig später selbst einen unschuldigen Zivilisten in einem Tankstellenmarkt. Dieser ist scheinbar verletzt und als er in seine Jacke greift, glaubt sie, er würde eine Waffe ziehen. Wie sich allerdings nach seinem Ableben herausstellt, handelte es sich nur um ein metallenes Kruzifix. Diese Szene ist von immenser okkulter Bedeutung, denn hier wird nichts anderes als die Zerstörung des Christentums durch die Ankunft der Außerirdischen angedeutet.

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Während Cassie auf der Suche nach ihrem Bruder durch die Straßen und Wälder irrt, kommen die eingesammelten Kids auf der Wright-Patterson Airforce Base an. Diese steht in der Realität tatsächlich schon seit Jahrzehnten in Verbindung mit UFO-Sichtungen. Es soll dort unterirdische Anlagen geben, in denen abgestürzte UFOs untergebracht sind, ähnlich wie in Area 51. Zumindest die unterirdischen Anlagen gibt es auch im Film zu sehen. Manöver finden allerdings im Freien statt, was bemerkenswert ist.

Wer noch einigermaßen Grips in der Birne hat, bemerkt spätestens hier, dass an dieser Situation überhaupt nichts stimmt. Überall finden Schießübungen statt, es fahren Autos und es fliegen Helikopter herum. Aber den Aliens, die den gesamten Planeten mit Drohnen nach überlebenden Menschen absuchen, scheint das vollkommen egal zu sein. Dabei müssten Militärbasen doch zu den allerersten Angriffszielen zählen, um potentielle Gegenschläge im Keim zu ersticken.

In der Basis ist indes die neue Weltordnung ausgebrochen. Die Kinder und Jugendlichen bekommen bei der Ankunft erst einmal einen RFID-Chip ins Genick implantiert. Dieser Eingriff wird damit begründet, dass man sie so schneller von den Besuchern unterscheiden kann, da diese ja wie Menschen aussehen. Vergleichbare Szenarios gab es bereits in Serien wie „The Event“. Mit humanoiden Außerirdischen ließe sich in der Tat genügend Paranoia verbreiten, um die massenhafte Implantierung von RFID-Chips zu rechtfertigen. Jeder, der den Eingriff ablehnt, würde sich automatisch verdächtig machen. Wir können also davon ausgehen, dass die RFID-Agenda zusammen mit dem Blue Beam Project umgesetzt wird.

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Nachdem die Chips verabreicht wurden, wird den jungen Rekruten ein Menschenkind gezeigt, welches von einem außerirdischen Hirnparasiten befallen sein soll. Dieser Parasit wird durch eine Spezialbrille sichtbar. Wer noch alle Hirnzellen beisammen hat, kann sich sofort denken, dass solche Bilder leicht zu fälschen sind und wie sich später herausstellt, ist genau das der Fall. Alles nur Show und das so offensichtlich, dass sich hier jede Spoiler-Warnung erübrigt.

Illusionsbrille

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Die Rekruten müssen das vermeintlich infizierte Kind töten, was natürlich nur ein Test ist. Ein ziemlich drastischer Test, der die Kids entmenschlichen soll, denn später werden sie noch mit echter Munition auf echte Menschen schießen. Zunächst bekommen sie aber noch eine Ausbildung im Boot-Camp. Wirklich interessant ist dabei, dass nur Kinder und Jugendliche rekrutiert werden, weil diese am leichtesten zu beeinflussen sind. Die neue Weltordnung will die nächste Generation, alle anderen können ausgemerzt werden. Auf diese Weise werden die Heranwachsenden vollkommen entwurzelt und allein vom Militär erzogen. Das Ziel ist eine absolut gehorsame Restmenschheit, die unfähig ist, kritisch zu denken und Befehle zu hinterfragen.

Dennoch merken einige Kinder auf dem Schlachtfeld, dass sie nur benutzt werden. Zum einen stellen sie recht schnell fest, dass Krieg kein Videospiel ist, sondern eine absolut traumatische Erfahrung. Als Cassies alter Schuldfreund Ben (Nick Robinson) sich den RFID-Chip entfernt, wird den anderen plötzlich ein Hirnparasit in seinem Kopf angezeigt, obwohl er kurz zuvor noch sauber war. Es dämmert ihnen, wozu die Chips in Wirklichkeit da sind. Nur wer einen trägt, wird von der Software als uninfizierter Mensch angezeigt. Das bedeutet im Klartext, dass die Kids die ganze Zeit auf überlebende Menschen geschossen haben. Überraschung: Sie sind die 5. Welle!

Das wiederum bedeutet, dass die Militärs unter Führung von Colonel Vosch (Liev Schreiber) die außerirdischen Invasoren sind. Eine bemerkenswerte Aussage, zumal sie nicht erst seit gestern auf der Erde sind. Hier wird unverhohlen darauf angespielt, dass die Aliens schon lange den Planeten kontrollieren. Sie haben schon vor Jahren die Regierungen und insbesondere den militärisch-industriellen Komplex infiltriert bzw. überhaupt erst gegründet. Der Film geht da nicht allzu sehr ins Detail, aber man kann es sich denken. Zumal in der Basis eine fette 33 zu sehen ist, welche unterschwellig auf das Kontrollsystem der Freimaurer verweist.

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Die Erde gehört nicht uns, das ist die klare Botschaft des Films. Als Ben Vosch vorwirft, dass die Invasoren eine ganze Spezies ausrotten, statt mit der Menschheit zu koexistieren, verweist dieser darauf, dass die Menschheit nicht besser ist. Da hat er nicht ganz Unrecht, denn die Menschen rotten täglich dutzende Spezies aus. Manche davon waren zuvor nicht einmal entdeckt. Die Rücksichtslosigkeit, mit der wir den Regenwald abholzen, die Umwelt vergiften, Kriege führen und die Landschaft zumüllen, delegitimiert uns tatsächlich als Herrscher über den Planeten. Wenn wir nicht bald eine 180° Wende in unserem Verhalten hinbekommen, wäre es für die Natur wirklich besser, wenn wir verschwinden würden. Traurig, aber wahr.

Allerdings sind nicht alle Menschen schlecht und auch nicht Aliens böse. Es gibt einige, die den Planeten nicht für sich allein wollen. Cassie lernt auf ihrer Reise Evan Walker kennen, der sich als außerirdischer Schläfer herausstellt. Er gehörte zu denen, die alle verbliebenen Erwachsenen eliminieren sollten. Doch als er sich in Cassie verliebt, rettet er ihr das Leben. Er folgt ihr bis zur Wright-Patterson Airforce Base, die er erst mal gründlich zerlegt. Das erinnert ein wenig an die 5. Kolonne in der Serie „V – Die Besucher“. Immerhin erscheinen die Aliens damit nicht mehr als so eindimensionale als Bösewichter. Das ist ein Pluspunkt, denn von fiesen Invasoren, die alles kurz und klein hauen, gibt es wahrlich genug. „Independence Day 2“ steht ja ebenfalls schon in den Startlöchern.

Am Ende scheitert die 5. Welle und einer Handvoll Kinder gelingt die Flucht. Ein Großteil wird jedoch abtransportiert und weiter hirngewaschen. Die Romanfortsetzung wird daher wohl noch als Filmfortsetzung in die Kinos kommen.

Fazit: „Die 5. Welle“ ist ein weiterer Invasionsstreifen, der uns auf das Kommende einstimmen soll. Im Gegensatz zu den meisten Invasionsfilmen, die nur aus Action und Gemetzel bestehen, wird hier allerdings ein wenig mehr offenbart. Zu den Kernthemen gehören künstliche Katastrophen, Designerviren, RFID-Chips, Kindersoldaten und Gedankenkontrolle. Die Fake-Invasion wird der finale Akt zur Etablierung der neuen Weltordnung und so deutlich wie in diesem Film wird das sonst nur noch in „Akte X“ angesprochen. Man beachte, dass beides nahezu zeitgleich veröffentlicht wurde.

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Verschwörungstheorie? Verschwörungsfakt!

Die meisten Fälle sind inzwischen allseits bekannt. Die Nummer 3 dürften jedoch nur wenige kennen. Die US-Regierung infizierte 1946-1948 in Kooperation mit der Rockefeller Foundation rund 1.500 Menschen in Guatemala mit Syphilis – angeblich um die Wirksamkeit von Penicilline zu testen. Steuerfinanzierte Menschenexperimente mit Biowaffen in Ländern des armen Südens – wie nett. Dazu noch etwas inszenierter Terror, Mind Control, Media Control und totale Überwachung.

The Return of the First Avenger – Und der Beginn einer neuen Weltordnung

von Shinzon

2014 kehrte „Captain America“ nach nur drei Jahren auf die Kinoleinwand zurück. In seinem zweiten Abenteuer bekommt er jedoch kaum Gelegenheit, sich ins 21. Jahrhundert zu integrieren. Nachdem er in „The Avengers“ bereits eine dämonische Alieninvasion zurückschlagen musste, wird er nun mit der neuen Weltordnung konfrontiert.

Gleich in der Eröffnungsszene taucht schon der erste Obelisk auf, immer mit einer spiegelnden Wasserfläche und einer Repräsentation der weiblichen Brust in der Nähe. Ein Sinnbild für freimaurerische Dualität sowie das Prinzip „wie im Himmel, so auf Erden“.

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Vor dieser Szenarie joggt Steve Rogers (Chris Evans) durch Washington, wobei der genetisch verbesserte Superheld alle anderen überholt. Auf seiner morgendlichen Tour lernt er den Veteranen Sam Wilson (Anthony Mackie) kennen und tauscht mit ihm Kriegsgeschichten aus. Neben dem Pathos gibt es in Steves Liste verpasster historischer Ereignisse noch etwas Platz für Apple-Schleichwerbung.

CA2_03 Apple Jobs

Kurz darauf wird Captain America von der S.H.I.E.L.D.-Agentin Natascha Romanoff (Scarlett Johansson) abgeholt. Zusammen mit ihr und einem Agententeam wird er zu einem von Piraten gekaperten Schiff geschickt, welches S.H.I.E.L.D. gehört. Sie sollen die Lemurian Star zurückerobern und die Geiseln befreien. Interessant ist dabei der Name des Schiffes, welcher auf den untergegangenen Kontinent Lemuria anspielt.

Selbstverständlich glückt die Mission, wobei es zu einigen ordentlichen Schlägereien kommt. Allerdings läuft nicht alles reibungslos, denn Natascha hat noch eine andere Mission, bei der es um die Bergung von geheimen Daten geht. Anschließend geht es zurück nach Washington ins Hauptquartier von S.H.I.E.L.D. Das Gebäude ist in drei Flügel und einen Kernbereich unterteilt. Die drei ist eine heilige Zahl und steht u.a. für die ersten drei Grade der Freimaurerei. Zudem bildet das Gebäude eine abgerundete Triskele und wird sogar Triskelion genannt.

CA2_04 The Triskelion

In der Empfangshalle steht das S.H.I.E.L.D.-Logo – ein Adler, in dem sowohl Zirkel und Winkelmaß als auch ein M für „Mason“ angedeutet sind. Das ist nicht weiter verwunderlich, handelt es sich bei S.H.I.E.L.D. doch um eine Mischung aus Geheimgesellschaft und militärisch-industriellem Komplex.

CA2_05 Adler

CA2_05 Adler +

Im Hauptquartier gerät Steve Rogers erst einmal mit Nick Fury (Samuel L. Jackson) aneinander, der ihn über „mehrdimensionale Bereichsbildung“ aufklärt. Mit anderen Worten gibt es Missionen innerhalb von Missionen, über die nicht alle Teilnehmer bescheid wissen. Worum es bei Nataschas Mission ging, offenbart Fury dem aufgebrachten Superhelden, indem er ihn in das Projekt „Insight“ einweiht.

Es handelt sich um drei Heli-Carrier, die etwas moderner sind, als jener, der im ersten „Avengers“-Film zu sehen war. Diese fliegenden Waffenplattformen sollen mit sämtlichen Überwachungssatelliten vernetzt werden und so im suborbitalen Flug jedes menschliche Ziel rund um den Globus präzise ausmerzen können. Fury verkündet stolz, dass die Präzisionswaffen 1.000 Ziele pro Minute eliminieren können.

CA2_06 Insight Carrier

CA2_07 Insight Satellit

Der Einsatz soll dabei präventiv erfolgen. Mit anderen Worten werden potentielle Feinde ohne Gerichtsverfahren hingerichtet, bevor sie überhaupt ein Verbrechen begangen haben. Das geht sogar Captain America zu weit, der korrekt anmerkt, dass S.H.I.E.L.D. der Welt eine Waffe an den Kopf hält und es „Schutz“ nennt. Projekt Insight ist in seinen Augen ein Instrument der Angst und er lehnt jede Beteiligung seinerseits ab.

Im Anschluss schwelgt Rogers ein wenig in Erinnerungen, indem er seine Ausstellung im Smithsonian-Museum besucht. Von so viel US-Pathos bekommt man schnell Brechreiz.

CA2_08 Pathos

In einer Filmvorführung sieht er seine Jugendliebe Peggy Carter (Hayley Atwell) und beschließt, sie im Altenheim zu besuchen. Das ist die wohl stärkste Charakterszene des gesamten Films, da hier offensichtlich wird, was Rogers durch seinen 70-jährigen Kälteschlaf verloren hat. Etwas später besucht er noch Sam, der Veteranen mit posttraumatischem Stresssyndrom betreut. Auch gibt es wieder etwas unterschwelligen Pathos sowie Brust- und Phallussymbolik im Hintergrund.

CA2_09 Brust Phallus

Der Rest des Films besteht dann nur noch aus Action-Krachbumm. Als nächstes steht dabei Nick Fury im Mittelpunkt. Dieser muss feststellen, dass er nicht auf die Daten der Lemurian Star zugreifen kann. Da er ganz oben in der Kommandohierarchie steht, ist das äußerst ungewöhnlich. Er will daraufhin Projekt Insight verschieben und teilt dies seinem Vorgesetzten Alexander Pierce (Robert Redford) mit. Kurz darauf wird Fury von S.H.I.E.L.D.-Agenten angegriffen, die als Polizisten getarnt sind. Eine gute Gelegenheit für etwas Schwarz/Weiß-Symbolik.

CA2_10 Autos Schwarz-Weiß

Am Ende der Verfolgungsjagd wird der Einäugige von einem geheimnisvollen Maskierten mit Roboterarm angegriffen, kann diesem jedoch entkommen. Abends lauert Nick Fury seinem Nummer 1 Superhelden Rogers in dessen Wohnung auf. Er kann jedoch nicht offen mit ihm reden, da die Wohnung verwanzt ist – auf seinen eigenen Befehl hin. Ein klassisches Eigentor, da er seiner Geheimorganisation nicht mehr trauen kann. Er schafft es gerade noch, dies Rogers schriftlich mitzuteilen, bevor er angeschossen wird. Er gibt ihm einen USB-Stick mit den Daten der Lemurian Star und rät ihm, niemandem zu vertrauen, bevor er zusammenbricht.

Kurz darauf eilt ihm seine Nachbarin zu Hilfe, die sich als Agent 13 zu erkennen gibt. Captain America hält sich nicht lange mit solch okkulten Zahlenspielereien auf, sondern verfolgt den Schützen. Er springt einfach aus dem Fenster und rennt im Nachbargebäude durch die geschlossenen Türen, als bestünden diese aus Pappe. Auf einem Dach stellt er schließlich den Killer, der sich als der geheimnisvolle Maskierte herausstellt. Dieser ist ihm in Sachen Stärke jedoch ebenbürtig und kann entkommen. Übrigens ist der rote Stern auf dem Roboterarm des unbekannten keineswegs als Hinweis auf die Sowjetunion zu verstehen. Es handelt sich um ein satanistisches Pentagramm.

CA2_11 Rotstern

Im Krankenhaus kämpfen die Ärzte vergeblich um Nick Furys Leben und Agent Hill (Cobie Smulders) nimmt seine vermeintliche Leiche mit. Steve Rogers wird indes zum S.H.I.E.L.D.-Hauptquartier gerufen, wo ihn Pierce darüber aufklärt, dass Nick Fury die Piraten angeheuert hatte, um die Lemurian Star zu kapern. Nun geht also auch noch ein Inside Job auf seine Verantwortung. Doch warum sollte Fury dies tun und wer ist hier wirklich der Bösewicht?

Pierce fährt fort, er und Fury wären sich darüber einig gewesen, dass man alte Welten erst zerstören muss, bevor eine neue, bessere Welt aufgebaut werden kann. Das ist die erste Andeutung auf eine neue Weltordnung, zu deren Durchsetzung die alte Ordnung zerstört werden muss. Ob die neue Welt wirklich eine bessere ist, daran muss ernsthaft gezweifelt werden. Zumal Pierce Captain America verdächtig oft darüber ausfragt, was Fury ihm vor seinem Tod mitteilen wollte.

Rogers meint dazu lediglich, dass er ihm riet, niemandem zu vertrauen. Ein weiser Rat, denn auf dem Weg nach draußen wird Steve im Fahrstuhl von Rumlow (Frank Grillo) und einem Dutzend weiterer S.H.I.E.L.D.-Agenten angegriffen. Selbstverständlich kann er sowohl den Schlägern als auch einem Jet mit Maschinengewehr entkommen. Allerdings sitzt ihm von nun an S.H.I.E.L.D. im Nacken, da Pierce ihn offiziell zum Feind erklärt.

Auf der Flucht schaut Rogers zunächst im Krankenhaus vorbei, wo er den USB-Stick mit den sensiblen Daten deponiert hat. Agent Romanow hat diesen bereits sichergestellt und weiß auch einiges über den Mörder von Nick Fury. Sie hatte selbst schon eine Begegnung mit dem „Winter Soldier“. Von nun an steht sie Captain America bei dessen Suche nach der Wahrheit zur Seite, während Pierce den UN-Sicherheitsrat über Nick Furys Absichten belügt. Leider lässt sich der Sicherheitsrat überzeugen, Projekt Insight wieder aufzunehmen.

Bei dem Versuch, die Verschlüsselung der Daten auf dem USB-Stick zu knacken, werden Rogers und Romanoff erneut mit Apple-Schleichwerbung konfrontiert.

CA2_12 Applewerbung

Das ist aber nicht das Schlimmste, denn die KI auf dem Stick hat S.H.I.E.L.D. alarmiert. Die beiden entkommen den Agenten durch geschickte Tarnung, doch die Zuschauer entkommen nicht dem Product Placement, von welchem es in der Einkaufsgalerie reichlich gibt. Ein Laden heißt darüber hinaus auch noch Rainbow.

CA2_14 Rainbow

CA2_13 Hard Rock

Die Daten konnten die zwei Flüchtligen zwar nicht entschlüsseln, aber dafür konnten sie ihre Quelle zurückverfolgen, die in einer verlassenen S.H.I.E.L.D.-Basis nahe New Jersey liegt. Dort entdecken die beiden einen versteckten Fahrstuhl, der sie in eine hochgeheime Computerschaltzentrale bringt. Nun wird es interessant, denn der antiquierte Computer erkennt Rogers und Romanoff. Die Software entpuppt sich als das Bewusstsein von Arnim Zola (Toby Jones), ein Naziwissenschaftler, der einst für Red Skull bei der Geheimorganisation Hydra arbeitete.

CA2_15 Red Skull

Hydra ist das Nazigegenstück zu S.H.I.E.L.D. und wie Zola den beiden offenbart, wurde S.H.I.E.L.D. von Hydra-Agenten infiltriert. Diese wurden nach dem Ende des zweiten Weltkriegs über Operation Paperclip in die USA geholt, was sich nun bitter rächt. Die Nazis konnten die Welt nicht mit Gewalt unterwerfen, also haben sie die Menschheit dazu gebracht, ihre Freiheit freiwillig aufzugeben. Hydra hat Krisen genährt, Kriege angezettelt und die Geschichte umgeschrieben. Es sollte so viel Chaos wie möglich geschaffen werden, damit die Menschheit ihre Freiheit für Sicherheit aufgibt.

Das kommt einem doch alles recht bekannt vor. 9/11, inszenierter Terror, anschließend Krieg gegen den Terror und das alles, um den Patriot Act und andere Instrumente zur Schaffung eines Polizeistaates durchzusetzen. In der Realität waren dafür u.a. die Präsidenten Bush zuständig, deren Vorfahr Prescott Bush in den 1930er und -40er Jahren tatsächlich mit den Nazis kollaborierte. In diesem Film steckt also durchaus viel Wahrheit, obgleich es gar keine Infiltration durch deutsche Nazis brauchte. Es verhält sich eher so, dass amerikanische Faschisten wie Prescott Bush und Henry Ford das Naziregime in Deutschland von Anfang an unterstützten und nach dessen Niederlage ihre Brüder in die vereinigten Staaten holten.

Der Knaller ist natürlich, als Zola von „Hydras neuer Weltordnung“ spricht. Er hätte auch direkt George Bush senior zitieren können, der 1991 in aller Öffentlichkeit die neue Weltordnung verkündete. Die USA werden tatsächlich von Faschisten regiert, deren Ziel die Schaffung einer neuen Weltordnung ist. Hydra kann dabei sowohl mit der deutschen Thule-Gesellschaft als auch mit Skull and Bones gleichgesetzt werden.

Zola kann es sich leisten, Captain America alles zu offenbaren, denn eine Rakete ist längst auf dem Weg zur Basis. Allerdings gelingt es Rogers, sich und Natascha mit seinem Schild vor der Explosion und den herabregnenden Trümmern zu retten. Als klar ist, dass die beiden entkommen sind, setzt Pierce den Winter Soldier auf die Flüchtigen an. Der Buddhakopf in Alexanders Wohnung wirkt dabei etwas deplatziert, denn sonderlich spirituell ist der Nazi nicht. Im Gegenteil erschießt er seine Haushaltshilfe vor dem Buddhakopf, als diese noch einmal zurück kommt und den Winter Soldier sieht.

CA2_16 Buddha

Steve und Natascha suchen zunächst bei Sam Unterschlupf und schmieden dort neue Pläne, wie sie gegen Hydra vorgehen können. Ihr erster Anlaufpunkt ist S.H.I.E.L.D.-Agent Jasper Sittwell (Maximiliano Hernández), den sie mit Sams Hilfe auf ein Dach entführen und verhören. Von Sittwell erfahren sie, dass Zolas Algorithmus dazu dient, sämtliche Daten über alle Menschen zu sammeln und auszuwerten. Alle, die Hydras neuer Weltordnung gefährlich werden könnten, sollen anschließend eliminiert werden. Das betrifft ein paar Millionen Menschen, die mit einem Schlag ins Jenseits befördert werden sollen.

Der Zola-Algorithmus klingt verdächtig nach Prism. Sitwells Aussage, dass wir in einem digitalen Zeitalter leben, in dem unser Surfverhalten und unsere Accounts in sozialen Netzwerken alles über uns preisgeben, ist daher hoch brisant. Es ist tatsächlich nur eine Frage der Zeit, bis die NSA etwas mit den gewonnenen Daten anfängt und die USA damit beginnen, alle potentiellen Bedrohungen auszuschalten. Dies betrifft keineswegs nur Terroristen, sondern jeden vom Antifaschisten bis zum kritischen Journalisten. Das ist die Kernaussage dieses Films.

Mit Sitwells Hilfe wollen die drei Widerständler bei Projekt Insight eindringen und die Helicarrier stoppen. Unterwegs werden sie jedoch vom Winter Soldier aufgehalten, der Sitwell kaltstellt und zusammen mit anderen Hydra-Agenten ein ganzes Stadtviertel in Schutt und Asche legt. Über den Mangel an Realismus in dieser Schlacht braucht man nicht viele Worte zu verlieren. Captain America legt einige Stürze hin, die selbst einen genetisch verbesserten Menschen umbringen würden.

Agent Romanoff muss ebenfalls einstecken und kassiert die zweite Kugel vom Winter Soldier. Im letzten Moment eilt ihr Rogers zu Hilfe und nimmt es mit dem Cyborg auf. Während der Schlägerei verliert dieser seine Maske und Rogers identifiziert ihn als Bucky, seinen ehemaligen Freund und Kameraden James Buchanan Barnes (Sebastian Stan). Dieser reagiert verwirrt, als er „Bucky“ genannt wird und lässt von Captain America ab.

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Der und seine beiden Freunde werden kurz darauf von S.H.I.E.L.D.-Agenten festgenommen. Die Hinrichtung wird aufgrund eines TV-Helikopters verschoben und natürlich entkommen die drei auf dem Transport, da sie unerwartete Hilfe von Agent Hill erhalten. Hill bringt die Flüchtigen zu einer geheimen Basis, wo Nick Fury auf sie wartet. Totgeglaubte leben länger.

Bucky wird von der Gegenseite ebenfalls in eine geheime Einrichtung verfrachtet, wo ihm die Erinnerung an seine Gefangennahme durch Hydra während des zweiten Weltkrieges langsam ins Gedächtnis zurückkommt. Er ist ein Hirnwäscheopfer und als er zu erkennen gibt, dass er sich wieder zu erinnern beginnt, wird er erneut einer Elektroschocktherapie unterzogen. Project Monarch lässt grüßen und nur so nebenbei hat auch die CIA damals von Naziverhörmethoden abgeschaut.

CA2_19 Monarch-Programmierung

Nick Fury erläutert in der Zwischenzeit, wie sich die Helicarrier ausschalten lassen. Die Serverplatten aller drei Waffenplattformen müssen ausgetauscht werden, damit ihre Systeme übernommen werden können und der Befehl erteilt werden kann, sie aufeinander feuern zu lassen. Captain America geht dieser Plan nicht weit genug. Er will nicht nur die Carrier ausschalten, sondern die komplette S.H.I.E.L.D.-Organisation, da sie von Hydra durchseucht ist. Eine Entscheidung, die Steve Rogers durchaus sympathisch erscheinen lässt, denn die Menschheit wird niemals sicher sein, solange es auch nur eine okkulte Geheimgesellschaft mit Zugang zu militärischer Gewalt gibt.

Bevor Captain America in die finale Schlacht zieht, holt er sich noch schnell seine alte Uniform aus dem Museum. Die macht ihn dann wieder ziemlich unsympathisch, denn der amerikanische Pathos mit Freimaurerfarben und Pentagramm tut einfach nur in den Augen weh. Nebenbei bemerkt ist es kein Zufall, dass Captain Amerika ein weißes Pentagramm trägt, während das vom Winter Soldier rot ist. Das ist wieder einmal typische Venus-Symbolik, wobei der Held das aufbauende luziferische Prinzip vertritt und der Gegner das zerstörende Prinzip Satans. Natürlich sind beide miteinander befreundet und obwohl sie gegeneinander kämpfen, können sie sich nicht gegenseitig töten, weil sie zwei Seiten derselben Medaille sind.

CA2_20 Masonic Man

Während Pierce den UN-Sicherheitsrat einlullt, dringen Rogers und Co. ins S.H.I.E.L.D.-Hauptquartier ein und verkünden über die Lautsprecheranlage, dass S.H.I.E.L.D. von Hydra infiltriert wurde und Pierce der Anführer der Verschwörung ist. Alle, die nicht zu Hydra gehören, müssen sich nun entscheiden, welcher Seite sie folgen. Captain America kann mit seinen Worten einige Verbündete rekrutieren und somit Chaos im Hauptquartier stiften. Dennoch können die Helicarrier starten, was die Lage verkompliziert und zu einer dramatischen Luftschlacht führt. Sam ist dabei eine echte Hilfe, da er mit seinen Flügeln im wahrsten Sinne des Wortes einen guten Wingman abgibt.

CA2_22 Wingman

Während Steve und Sam die Serverplatten der Carrier austauschen, hat Natascha sich als UN-Beauftragte getarnt ins Büro von Pierce geschlichen. Sie überwältigt seine Wachen und stellt alle Daten von Hydra und S.H.I.E.L.D. ins Internet, was das Ende der beiden Geheimgesellschaften bedeutet. Um die Verschlüsselung der Insight-Daten aufzuheben, braucht es indes noch einen zweiten Mitarbeiter der S.H.I.E.L.D.-Führungsebene und da kommt Nick Fury ins Spiel. Bei der Begegnung zwei so hochrangiger Logenbrüder wie Fury und Pierce ist das freimaurerische Hexagon nicht weit.

CA2_23 Hexagon

Jetzt braucht Nick nur noch sein verletztes Horusauge in den Irisscanner halten und schon ist der Zugriff gestattet.

CA2_24 Horusauge

In der Zwischenzeit muss sich Captain America mit seinem ehemaligen Kumpel Bucky rumschlagen und Sam kümmert sich derweil um Rumlow. Nur Pierce steht nicht so auf Fausttänze und bedient sich stattdessen heimtückischer Methoden. Mit seinem Smartphone löst er elektrische Ladungen in den biometrischen Chips aus, die er den Vertretern des UN-Sicherheitsrats beim Einlass ausgehändigt hat. Wer da noch behauptet, dass RFID-Chips nicht töten könnten…
CA2_25 Killerchips

Während Agent Romanoff Pierce mit einem Trick ablenken kann und Fury ihn kurzerhand erschießt, gelingt es Rogers, die letzte Serverplatte auszutauschen. Kurz bevor Hydra sämtliche loyalen S.H.I.E.L.D.-Agenten ausschalten kann, loggt Hill die drei Carrier als Ziele ein, die sich daraufhin gegenseitig unter Feuer nehmen.

CA2_26 Ersatzziele

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Der Tag ist gerettet. Außer für Captain Amerika, der noch an Bord eines der Carrier festsitzt und für Sam, der in im Hauptgebäude um sein Leben rennen muss, da eben dieser Carrier geradewegs in die Bude hinein rast.

CA2_29 Crash

Steve Rogers sollte ebenfalls die Beine in die Hand nehmen, doch stattdessen rettet er Bucky, nur um aus lauter Dankbarkeit Prügel von seinem ehemaligen Kumpel zu kassieren. Letztendlich rettet Barnes seinen alten Kameraden aber doch, nachdem beide in die Tiefe gestürzt sind. Nun ist der eine zwar ein Cyborg und der andere genetisch verbessert, aber dass beide den Sturz in die Tiefe überleben, ist der Gipfel der Unglaubwürdigkeit.

Da S.H.I.E.L.D. nach diesem Showdown aufgelöst wird, müssen sich die Mitarbeiter woanders bewerben. Agent Carters Tochter kommt bei der CIA unter, Agent Hill bei Stark Industries und die Hydra-Verräter im Gefängnis. Natascha Romanoff muss sich indes vor einem Untersuchungsausschuss des Kriegsministeriums rechtfertigen und Nick Fury bereitet die Jagd auf die Reste von Hydra vor. Captain America hat derweil andere Pläne und will seinen alten Kumpel Bucky suchen.

Bevor sich die Wege von Natascha und Steve trennen, gibt sie ihm einen Abschiedskuss und rät ihm zu einem Date mit Sharon Carter alias Agent 13. Wenn man die Mutter nicht bekommt, nimmt man halt die Tochter. Dabei wäre Natascha sicherlich auch eine gute Partie gewesen, doch vielleicht hat ihr Tarnname „Black Widow“ Steve abgeschreckt.

Fazit: „The Return of the First Avenger“ bietet wie kaum ein anderer Film Einblick in die Pläne zur Errichtung einer faschistischen neuen Weltordnung. Die Parallelen zur Realität sind dabei extrem beängstigend. Zwar wird S.H.I.E.L.D. und damit auch Hydra am Ende vernichtet, aber was danach kommt, bleibt offen. Die Sache scheint jedenfalls noch nicht gegessen zu sein und wer den Pentagrammregen in ersten Minute des Abspanns geduldig über sich ergehen lässt, erhält bereits einen kleinen Vorgeschmack auf den nächsten „Avengers“-Film „Age of Ultron“. Baron von Stucker (Thomas Kretschmann) erwähnt dabei noch einmal ausdrücklich, dass S.H.I.E.L.D. und Hydra zwei Seiten einer Medaille waren, während er Lokis Waffe aus dem ersten „Avengers“-Film begutachtet

CA2_31 Lokis Waffe

Nach dem Rest des Abspanns gibt es zusätzlich noch eine Ankündigung des nächsten „Captain America“-Abenteuers. Offensichtlich werden Roger und Bucky sich schon bald wieder sehen.

X-Men: Zukunft ist Vergangenheit – Terminator vs. Mutanten

von Shinzon

Die „X-Men“-Filme zählen zu den besten Comicverfilmungen, da sie nicht auf reine Action angelegt sind, sondern auch gesellschaftskritische Fragen aufwerfen. Die Mutanten stehen dabei stellvertretend für ethnische und andere Minderheiten. Der Konflikt zwischen „normalen“ Menschen und Mutanten ist folgerichtig eine Parabel auf Fremdenfeindlichkeit und die Angst vor dem Unbekannten.

Unter den Mutanten gibt es zwei Lager, die unterschiedlich mit diesem wachsenden Konflikt umgehen. Die eine Gruppe um Prof. Charles Xavier (Patrick Stewart) setzt auf eine friedliche Lösung, während sich die Gruppe um Xaviers ehemaligen Freund und Kollegen Erik Lehnsherr alias Magneto (Ian McKellen) auf einen Krieg gegen die Menschheit vorbereitet. Man kann Magneto seine Einstellung nicht einmal übel nehmen, stammt er doch aus einer jüdischen Familie, die von den Nazis ermordet wurde. Inzwischen werden er und seinesgleichen nicht mehr wegen der Religion verfolgt, sondern wegen ihrer Gene.

Im fünften Teil der „X-Men“-Saga (die beiden Wolverine-Filme nicht mitgezählt) scheint Magneto letztendlich recht zu behalten. Der Film beginnt in einer nahen Zukunft, in der allerdings kein Krieg zwischen Menschen und Mutanten tobt, sondern nahezu unbesiegbare Roboter Jagd auf die Mutanten machen. Letztendlich töten die so genannten Sentinels sogar normale Menschen, deren Kinder möglicherweise Mutanten werden könnten. Es ist ein entsetzliches Massaker, in dessen Folge gigantische Leichenberge in Massengräbern verscharrt werden.

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Diese finstere neue Weltordnung steht in der Tradition von freimaurerischen Säuberungsphantasien wie man sie u.a. auf einem Gemälde des Denver Flughafens findet. Für die anfallenden Leichenberge sollen in den USA bereits an einigen Orten große Felder mit Massensärgen bereitstehen. Die Parallelen zwischen Film und Realität werfen einmal mehr die Frage auf, wofür die Mutanten sinnbildlich stehen? Tauschen wir einfach mal die genetische Evolution mit der Bewusstseinsevolution aus und schon stellen wir fest, dass alle kritisch denkenden Menschen gemeint sind, die das Spiel der Herrschenden durchschauen.

Die normalen Menschen in „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ werden indes von den Maschinen versklavt. Statt der unscheinbaren RFID-Chips tragen die Sklaven auffällige Kontrollchips im Genick, damit auch jeder Kinobesucher kapiert, was da läuft.

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Wirklich kreativ ist dieser Grundplot allerdings nicht. Weder in Hinblick auf die Realität noch auf die Filmindustrie. Maschinen, die in einer düsteren Zukunft einen Großteil der Menschheit auslöschen und die wenigen Überlebenden versklaven, gab es schon in der „Terminator“-Reihe. Bisher hatten die „X-Men“-Filme derartiges Abgekupfere nicht nötig, was schon mal ein Minuspunkt für den neusten Teil der Reihe ist.

Wie in den ersten drei „Terminator“-Filmen wird auch in „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ jemand in der Zeit zurück geschickt, um die Maschinen aufzuhalten. Prof. Xavier und Magneto haben sich notgedrungen wieder einmal verbündet und können sich ein ums andere Mal vor den Kampfrobotern retten, indem sie Shadowcats Fähigkeit nutzen, den Verstand eines anderen Menschen einen Tag in die Vergangenheit zu schicken. Zumindest als Fähigkeit ist das neu, denn früher konnte Kitty Pryde (Ellen Page) nur durch Wände gehen.

Das erste Mal wird diese Fähigkeit in Moskau gezeigt. Das Bild der zerstörten russischen Hauptstadt ist angesichts der aktuellen weltpolitischen Lage von besonderer Signalwirkung. Es könnte als unverhohlene Kriegsandrohung verstanden werden.

Moskau Attacke

Nachdem das vorletzte Versteck der Mutanten in Moskau ausgehoben wurde, bleibt den Mutanten nur noch ein weiterer Unterschlupf in China. Das soll dann wohl das nächste Angriffsziel nach dem Überfall des Westens auf Russland sein. Für die Mutanten ist es auf jeden Fall das Ende der Fahnenstange. Es würde ihnen nichts nutzen, einen Tag in die Vergangenheit zu reisen, um sich selbst vor der kommenden Invasion zu warnen.

China Attacke

Es bleibt nichts anderes übrig, als jemanden viel weiter in die Vergangenheit zu schicken, um die Erschaffung der Sentinels im Vorfeld zu verhindern. Dies ist jedoch nicht ohne Risiko, da der Verstand des Betreffenden umso mehr Schaden nimmt, je weiter die Reise geht. Daher entschließt sich Logan alias Wolverine (Hugh Jackman), die Reise anzutreten, da seine Mutation alle körperlichen Wunden heilen lässt. Doch halt: war da nicht von geistigen Schäden die Rede? Demnach hätte nicht der Mutant mit den stärksten regenerativen Fähigkeiten gehen müssen, sondern der mit dem stärksten Verstand.

Natürlich würde der Film völlig anders verlaufen, wenn Prof. Xavier die Zeitreise antreten würde und aus dramaturgischen Gründen schickt man dann doch lieber den Publikumsliebling. Wolverine erwacht in seinem eigenen Körper im Jahr 1973. Sofort macht er sich auf den Weg zum jungen Prof. Xavier (James McAvoy), der seine Schule für Hochbegabte zu dieser Zeit geschlossen hat und sich in seinem eigenen Elend suhlt.

Seine telepathischen Fähigkeiten hat Xavier mit einem Serum unterdrückt, welches es ihm gleichzeitig erlaubt, wieder laufen zu können. Wirklich Sinn macht das nicht, denn entweder gibt es eine Heilung für Querschnittslähmung oder nicht. Auf solche halben Sachen hätte man problemlos verzichten können, doch offensichtlich hatte der Schauspieler McAvoy einfach keinen Bock, den ganzen Film über im Rollstuhl zu sitzen. Sein Schauspielkollege Nicholas Hoult hatte indes wohl keinen Nerv, ständig das aufwendige Makeup von Beast zu tragen, sodass dieser sich nunmehr auf Wunsch zurückverwandeln kann.

Charles Xavier von der Zeitreisegeschichte zu überzeugen, ist anfangs recht schwierig, zumal dieser Wolverine in recht negativer Erinnerung hat. In „X-Men: erste Entscheidung“ lehnte Logan nämlich jede Zusammenarbeit ab. Erst viel später stieß er zu den X-Men dazu und kann das frühere Ich von Charles erst überzeugen, sich seiner Mission anzuschließen, nachdem er ihm von Dingen erzählt, die er unmöglich wissen kann. Nachprüfen kann Xavier die Geschichte erst, nachdem er sein Medikament abgesetzt hat und seine telepathischen Fähigkeiten schrittweise zurückkehren.

Prof X

Die Mission, zu der Wolverine, Charles und Beast aufbrechen, besteht darin, dem Erfinder der Kampfroboter das Leben zu retten. Klingt grotesk, ist aber so. Denn der Mord, den die Gestaltwandlerin Mystique (Jennifer Lawrence) an Bolivar Trask zu begehen beabsichtigt, wird die Politiker von der Notwendigkeit seiner Erfindung überzeugen. Zudem wird die Gestaltwandlerin in der Folge dem Militär in die Hände fallen und Trask wird es gelingen, seine Sentinels mit ihrer DNS zu perfektionieren.

Wolverine und seine Gefährten müssen Mystique also aufhalten, wozu sie die Hilfe des jungen Magneto (Michael Fassbender) benötigen. Dumm nur, dass dieser in einer ausbruchsicheren Zelle unter dem Pentagon schmort. Bei seiner Befreiung erhalten sie jedoch die Hilfe des flinken Quicksilver (Evan Peters), der sich so rasant bewegen kann, dass die Wachen gar nicht bemerken, wie ihnen geschieht.

Pentagonfenster

Die Reise geht für die Fünf weiter nach Frankreich, wo gerade der Friedensschluss zwischen den USA und Vietnam stattfindet. Mystique nimmt die Gestalt eines vietnamesischen Offiziers an, um Trask am Verhandlungstisch zu töten. Gerade im letzten Moment gelingt es den anderen Mutanten, sie aufzuhalten. Dabei schlägt Magneto wieder einmal über die Stränge und verpasst Mystique eine Kugel. Doch damit liefert er Trask genau die DNS, welche dieser braucht, und verursacht obendrein ein großes, öffentliches Aufsehen.

Mystique Paris

Wolverine hat indessen ganz andere Probleme. Durch eine Begegnung mit Major Stryker, der später noch schlimme Experimente mit ihm anstellen und sein Skelett mit Adamantium beschichten wird, gerät Logan in Aufregung. Dadurch reißt der Kontakt in die Vergangenheit ab. Sein früheres Ich weiß plötzlich nicht, wie es nach Frankreich gekommen ist, während sein zukünftiges Ich in Panik um sich schlägt und dabei Shadowcat verletzt. Die Zeit wird dadurch noch knapper und es gelingt Kitty nur mit Mühe, ihn wieder in die Vergangenheit zurück zu bringen.

Wieder zurück in den Vereinigten Staaten des Jahres 1973 schmieden Magneto und Mystique neue Pläne, das Sentinelprogramm zu stoppen. Erik verdrahtet die Prototypen der Kunststoffroboter mit Schienensträngen, um sie auf die Menschen loszulassen und Raven schlüpft einmal mehr in eine andere Gestalt, um Trask auf der öffentlichen Vorstellung der Sentinels zu erschießen. Allerdings haben sich die beiden nicht abgesprochen und natürlich fahren ihnen auch die Mutanten um Professor X wieder in die Parade.

Magneto fährt allerdings noch größere Geschütze auf und lässt ein ganzes Sportstadion davon schweben. Dieses lässt er dann um das Weiße Haus herabfallen, um seine Opfer einzuschließen. Deren Flucht in einen unterirdischen Bunker nutzt herzlich wenig, denn dieser ist aus Metall und stellt für Erik kein Hindernis dar. Interessant an dieser Szene ist, dass der Showdown in einem Stadion stattfindet. Anspielungen auf ein Megaritual in einem Stadion gibt es in letzter Zeit sehr häufig, darunter auch in „Batman – The Dark Knight Rises“. Das Weiße Haus taucht ebenfalls immer wieder als Angriffsziel auf und im neusten „X-Men“-Film werden beide Ziele sogar kombiniert.

Stadioncrasher_2

Washington Attacke

Die finale Schlacht droht, einen üblen Ausgang zu nehmen. Wolverine wird von Magneto in den nächst besten Fluss entsorgt und Mystique steht mit einer Waffe vor Bolivar Trask. Letztendlich gelingt es Charles jedoch, seine einstige Freundin zu überzeugen, einen anderen Weg einzuschlagen. Da die Kampfroboter zum Werkzeug eines Mutanten geworden sind, während andere Mutanten die politische Elite um Präsident Nixon (Mark Camacho) gerettet haben, wird das Sentinelprogramm eingestellt.

Die Zukunft, in der die letzten überlebenden Mutanten gerade noch von den Sentinels niedergemetzelt wurden, ist nicht die Zukunft, in die Wolverine zurückkehrt. Er erwacht zwar wieder im Jahr 2023, allerdings in Prof. Xaviers Schule für Hochbegabte. Der Lauf der Geschichte wurde zum Besseren gewendet und alles ist wieder Friede, Freude, Eierkuchen.

Selbstverständlich lohnt es sich, wie bei allen „X-Men“-Filmen, den Abspann abzuwarten, denn danach gibt es noch eine kleine Zugabe. Diesmal wird ein Mutant präsentiert, der Comiclesern als „Apocalypse“ bekannt sein dürfte. Passend zu seinem Namen stehen im Hintergrund die vier Reiter der Apokalypse.

Apocalypse Horsemen

Man wird Zeuge, wie dieser Mutant im antiken Ägypten die Pyramiden von Gizeh per Gedankenkraft zusammenfügt und als Gottkönig verehrt wird. Hier wird ganz massiv die Prä-Astronautik bedient.

Es würde nicht weiter verwundern, wenn im nächsten Teil mit dem bezeichnenden Titel „X-Men: Apokalypse“ Aliens die große Rolle spielen werden und herauskommt, dass die Mutationen das Ergebnis der Auskreuzung von Menschen und Außerirdischen sind. Eine Anspielung darauf bietet bereits der Name der Mutantin Jean Grey, welche durch die Veränderung der Zeitlinie wieder unter den Lebenden weilt. Jean klingt nämlich dem englischen Gene sehr ähnlich und dreht man den Namen um, erhält man Grey Gene. Die Grey greifen bekanntlich schon seit zehntausenden von Jahren in die menschliche Evolution ein und da wären wir wieder bei den ägyptischen Pyramiden. Man darf also gespannt sein, was uns Regisseur Bryan Singer im sechsten Teil der „X-Men“-Reihe auftischt.

Fazit: „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ ist der bisher schwächste Teil der Reihe, da zu sehr bei Filmen wie „Terminator“ geklaut und die Story nach belieben zurecht konstruiert wurde. Zudem ist die Action arg übertrieben. Konnte man die Mutantenstory in „X-Men: Erste Entscheidung“ noch gut mit der Kubakrise verknüpfen, werden die historischen Ereignisse nun ganz öffentlich umdefiniert, sodass sie sich nicht mehr mit der Realität zusammenführen lassen. Immerhin hat man für die jüngeren Versionen der Mutanten wieder dieselben Schauspieler verpflichtet wie im Vorgängerfilm, sodass wenigstens noch etwas Kontinuität übrig bleibt.

Vollkommen schlecht ist der Film zwar nicht. Die Handlung ist trotz alledem unterhaltsam und für gutes Popkornkino reicht es. Das Niveau der ersten drei Teile wird jedoch nicht erreicht.

Things to come – Dinge, die lieber nicht kommen sollten

von Shinzon

Herbert George Wells (1866-1946) ist vor allem wegen seiner Werke „Krieg der Welten“ und „Die Zeitmaschine“ bekannt. Während „Krieg der Welten“ der wohl frühste Beitrag zur Blue Beam Agenda ist, treibt „Die Zeitmaschine“ die Zweiklassengesellschaft auf die Spitze. Zudem wird in der 1960er Verfilmung zu letzterem Roman bereits ein dritter Weltkrieg thematisiert.

Der zweite Weltkrieg spielt indes im Auftakt von „Things to come“ eine zentrale Rolle – ein Roman, der passender Weise 1933 erschien. Passend, weil darin der polnische Korridor als Ursache des zweiten Weltkrieges beschrieben wird, was sich später bewahrheiten sollte. Ebenso lag Wells mit dem Kriegsausbruch nur ein Jahr daneben. Im Roman ist es das Jahr 1940, in der Realität 1939.

Weiterhin sagte Wells in „Things to come“ den U-Bootkrieg und Raketen als Kriegsmittel voraus. Vergleichbare Waffen gehörten zwar bereits zum Arsenal des ersten Weltkriegs, eine technologische Weiterentwicklung dieser Waffen war daher nicht überraschend. Dennoch waren Wells Vorhersagen insgesamt betrachtet derart präzise, dass sich die Frage stellt, ob er Kenntnis von den Kriegsplänen der Elite hatte? Unwahrscheinlich ist dies nicht, da er selbst Mitglied in elitären Geheimgesellschaften wie dem Hermetic Order of the Golden Dawn war, dem auch Aleister Crowley angehörte.

Bereits 1936 wurde „Things to come“ verfilmt, wobei Großbritannien in Sachen Spezialeffekte neue Maßstäbe setzte. Die dargebotene Zukunftsvision ist jedoch weniger eine Fiktion als viel mehr die Androhung einer neuen Weltordnung. Auf der Rückseite der DVD liest sich das so: „Eines Tages kommt ein schwarz gekleideter Fremder in einem futuristischen Flugzeug in die Stadt und verkündet das Ende des Elends. Es ist der ehemalige Everytown-Bewohner John Cabal, der mit Gleichgesinnten an einer NEUEN WELTORDNUNG arbeitet. Wird ihm und seinen Komplizen die Wiederherstellung des Friedens gelingen?“

Komplizen ist eigentlich ein negativ besetztes Wort, welches in Zusammenhang mit Verbrechen genannt wird. Es dürfte also klar sein, dass es in dieser Romanverfilmung um keinen echten Frieden geht. Zudem taucht der Begriff der „neuen Weltordnung“ nicht nur in der Beschreibung, sondern auch im Film selbst auf.

Die Handlung spielt in „Everytown“, was frei übersetzt „jede Stadt“ bedeutet. Ein Wortspiel, welches wenig diskret darauf hinweist, dass die ganze Welt von den kommenden Ereignissen betroffen sein wird. Alles beginnt an Weihnachten im Jahr 1940 und was gäbe es für ein schöneres Geschenk, als einen hübschen, kleinen Weltkrieg? Passend dazu bekommen die Kinder Kriegsspielzeug vom Weihnachtsmann, damit auch die Kleinen ihren Spaß daran haben.

Militarismus für Kinder

Immerhin wird die Sinnlosigkeit des Krieges sehr gut auf den Punkt gebracht. Am eindringlichsten ist eine Szene, in der ein abgestürzter Bomberpilot ein kleines Mädchen mit seiner Gasmaske vor dem Giftgas rettet, welches er kurz zuvor noch selbst abgeworfen hat. Er muss erkennen, dass der Feind kein Monster ist, sondern ein unschuldiges Kind. „Things to come“ kann also durchaus als Antikriegsfilm angesehen werden. Doch der zweite Weltkrieg, welcher im Film erst im satanischen Jahr 1966 endet, ist ein beabsichtigtes Problem für die darauf folgende Lösung.

Everytown

Nach dem Krieg liegt die Welt in Trümmern und die Menschheit wird zusätzlich durch eine unbekannte Krankheit gebeutelt, welche die Hälfte aller Kriegsüberlebenden dahinrafft Damit wäre das Ziel der Bevölkerungsreduktion abgehakt. Die Erkrankten rennen wie willenlose Zombies umher und werden auch wie solche abgeknallt.

Die neue Weltordnung ist jedoch noch nicht perfekt. In Großbritannien hat ein grausamer Despot (Ralph Richardson, 1902-1983) die Macht ergriffen. Zunächst dankt man ihm, dass er alle Infizierten der Zombieseuche erschießen lassen und damit alle anderen gerettet hat. In „Star Trek“ gibt es einen ähnlichen Charakter namens Colonel Green, der alle radioaktiv kontaminierten Menschen nach dem 3. Weltkrieg euthanasieren lässt.

Despot

Mitten in diesem schaurigen Szenario landet ein Mann in einer schwarzen Uniform mit einem modernen Flugzeug. Es handelt sich um John Cabal (Raymond Massey, 1896-1983), der schon vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges ein entschiedener Kriegsgegner war. Nun gehört er zur Bruderschaft der Effizienz – einer meritokratischen Elite, welche der Welt ihre Ordnung aufzwingen will. Es ist sehr bezeichnend, dass im Zentrum dieser Elite die Familie Cabal steht. Dieser Name, der übersetzt „Kabale“ heißt, weist nämlich überdeutlich auf die politische Intrige hinter der neuen Weltordnung hin.

John Cabal tritt dem Warlord gegenüber und stellt sich ihm als „Wächter über die Welt“ vor. Er gehört also zu den Watchmen, die über allen Dingen stehen. In dieser Funktion stellt Cabal dem Kriegsherrn ein Ultimatum. Als dieser ihn darauf hinweist, dass sein Land ein souveräner Staat ist, antwortet Cabal: „Wir erkennen keine unabhängigen, souveränen Staaten an. Wir wollen sie abschaffen!“

Diese Bemerkung ist schon sehr extrem. Erst werden alle souveränen Staaten als Diktaturen verunglimpft, nur damit in der Folge eine globale Diktatur der vermeintlichen Vernunft als Erlösung angepriesen werden kann. Dass souveräne Staaten auch demokratisch und gerecht sein können, wird geleugnet. Aber wer will schon einen dritten Weg gehen, wenn die Weltherrschaft lockt?

Der Despot lässt sich jedenfalls nicht beeindrucken und lässt John Cabal einsperren. Nach einem weiteren Feldzug, bei dem er neue Ressourcen erobern kann, lässt der Warlord den Gefangenen an seiner eigenen Flugzeugflotte schrauben, während Cabals alter Freund Dr. Harding (Maurice Braddell) Treibstoff und Giftgas produzieren soll.

In aller Heimlichkeit führt die Frau des Despoten, die einen etwas höheren Bildungsgrad besitzt, ein Gespräch mit Cabal. Als sie von ihrem Gatten dabei erwischt wird, versucht sie ihn zur Diplomatie zu überzeugen, da sie die Überlegenheit der Watchmen erkennt. Doch ihr Mann lässt sich nicht überzeugen.

Der Ingenieur Richard Gordon (Derrick De Marney, 1906-1978) ist hingegen schon seit der Ankunft Cabals von dessen Weltanschauung überzeugt. Er schafft es, ein Flugzeug zu reparieren und flieht damit zum Hauptquartier der Bruderschaft der Effizienz in Basra. Allerdings dürfte die Tankfüllung eines alten Doppeldeckers wohl kaum für den Flug von Großbritannien in den Irak reichen. Ein kleiner Logikfehler.

Kein Zufall ist hingegen, dass das Hauptquartier der Wächter im antiken Babylon liegt. Spätesten daran wird offensichtlich, dass das freimaurerische Weltreich, welches hier angestrebt wird, das wieder auferstandene Babylon ist.

Basra

Dank Gordon erfahren die Wächter der neuen Weltordnung von der Festnahme Cabals und schwärmen sogleich davon, da sie nun jemanden haben, an dem sie ihr „neues Friedensgas“ ausprobieren können. Zwar hat der Despot Geiseln, doch das Friedensgas dient nur der Betäubung, sodass es problemlos eingesetzt werden kann. Die Wächter gewinnen die Schlacht um England und damit die Weltherrschaft.

Ein Opfer gibt es allerdings doch: Der Boss ist tot und damit auch die alte Weltordnung. Cabal verkündet vollmundig: „Unsere Arbeit fängt erst an. Denn jetzt müssen wir die Welt neu ordnen!“ Die Menschen beginnen daraufhin mit dem Bau einer gigantischen unterirdischen Stadt. Nur vor wem müssen sie ihr Utopia denn unter der Erde verstecken, wo doch angeblich der Weltfrieden eingekehrt ist? Immerhin sind die Spezialeffekte für die damalige Zeit bahnbrechend.

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Kaum ist das Utopia errichtet, schon werden Stimmen laut, dass diese neue Ordnung nicht besser als die alte sei. Anlass ist der Bau einer Weltraumkanone, die Menschen zu den Sternen schießen soll. Zum Glück hat der Schritt in den Weltraum in der Realität für keine Rebellion gesorgt. Die Menschheit nimmt es im Gegenteil eher gelassen hin. Zudem hat die Menschheit den Sprung in den Weltraum viel eher geschafft, als von H.G. Wells angekündigt.

In dieser Zukunft des Jahres 2036 wird John Cabal als großer Held verehrt und sein Urenkel Oswald Cabal (ebenfalls Raymond Massey) ist der Präsident des Regierungsrates. Sein Gegner ist ein Aufrührer, der das Zeitalter des wissenschaftlichen Fortschritts aufhalten und die Mondkanone zerstören will. Damit werden Kritiker der neuen Weltordnung einmal mehr zu stumpfsinnigen Idioten erklärt, die alles Schöne und Gute gefährden. Leider entspricht dies sogar zumindest teilweise der Wahrheit, wenn man an die christliche Rechte oder radikale Islamisten denkt, welche die Wissenschaft verteufeln.

Oswald Cabal rechtfertigt seine Pläne für die erste Mondlandung, welche als gefährlich erachtet werden, indes mit folgenden Worten: „Leiden an sich ist nicht falsch, wenn es dem einen Ziel dient.“ Hier dringt einmal mehr die menschenverachtende Haltung der Freimaurer durch. Auf der einen Seite verunglimpfen sie Fortschrittsgegner, auf der anderen wollen sie selbst Fortschritt um jeden Preis. An einen für alle Seiten genehmen Mittelweg denken sie gar nicht erst.

Die Massen lassen sich derweil wieder einmal leicht manipulieren und versammeln sich um den Aufrührer. Im Zentrum des Platzes steht ein freimaurerischer Obelisk, welcher wieder einmal zeigt, dass auch der Niedergang der neuen Weltordnung gewollt ist. Die Zeitalter des Erschaffens und Zerstörens sollen sich bis in alle Ewigkeit gegenseitig ablösen, so will es der geisteskranke Dualitätsglaube der Freimaurer.

Subtopia Obelisk

Die Barbarei kehrt dementsprechend zurück, doch bevor sie ihr Werk vollenden kann, gelingt es Cabal die beiden Astronauten, darunter seine Tochter Catherine (Pearl Argyle), zum Mond zu befördern. In der letzten Szene sinniert er darüber, dass die Menschheit immer weiter nach vorne streben und den Weltraum erobern wird. So wie er es sagt, klingt es direkt wie eine Drohung. In einer besseren Gesellschaft als dieser Meritokratie hätte der Fortschritt dagegen wohl nichts Düsteres. Erst die Verdorbenheit der globalen Elite macht den Fortschritt dazu.

Sternenmensch

Fazit: Die Verfilmung von „Thing to come“ gilt als ein Meisterwerk der Filmgeschichte. Doch ähnlich wie bei Metropolis handelt es sich um Propaganda für die neue Weltordnung. In Sachen Symbolik übertreibt es der Film zwar nicht allzu sehr und beeindruckt stattdessen durch atemberaubende Spezialeffekte. Doch die Botschaft kommt in Form von Worten unmissverständlich daher. Jeder Gegner der neuen Weltordnung wird dabei als Extremist, Despot und Vollidiot dargestellt. Es werden die schlechtesten Beispiele für menschliches Handeln herbeizitiert, um die neue Weltordnung zu rechtfertigen.

H.G. Wells kann mit Fug und Recht als einer der größten NWO-Propagandisten bezeichnet werden. Neben „Things to come“ glorifizieren auch andere seiner Werke die neue Weltordnung. Eines seiner Sachbücher von 1939 trägt sogar den Titel „The New World Order“.

In einem weiteren Sachbuch namens „Die offene Verschwörung – Aufruf zur Weltrevolution“ schreibt er ganz unverblümt darüber, wer in der Weltgeschichte welche Ziele verfolgt. Die Pyramide mit Auge auf dem Cover lässt ebenfalls keinerlei Zweifel zu, was der selbsternannte Sozialist Wells Zeit seines Lebens anstrebte. Er vertrat eine stark pervertierte Form des Sozialismus, welcher nur eine scheinbare Aufhebung der Klassengesellschaft zum Ziel hat, während eine meritokratische Elite weiterhin im Hintergrund die Fäden zieht.

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Georgia Guidestones – Die 10 Gebote der neuen Weltordnung

von Shinzon

Die Georgia Guidestones, welche in Elbert County im US-Bundesstaat Georgia stehen, wurden 1978 von einer Person mit dem Pseudonym R.C. Christian in Auftrag gegeben. Es ist bis heute nicht bekannt, welche Person sich für den modernen Megalithbau verantwortlich zeichnet. Als gesichert kann nur gelten, dass der oder die Verantwortlichen sehr viel Geld und Einfluss besitzen müssen. Außerdem stammen die Betreffenden offensichtlich aus dem Umfeld der Rosenkreuzer, denn R.C. Christian spielt auf die fiktive Figur des Christian RosenCreutz an.

Das Monument, welches 1980 von der Firma Elberton Granite Finishing Company errichtet wurde, ist etwa 6 Meter hoch besteht aus 6 Granitplatten mit einem Gesamtgewicht von ca. 100 Tonnen. Die vier äußeren Blöcke sind astronomisch an der Mondbahn ausgerichtet. In Augenhöhe befindet sich auf der Nord-Süd-Achse ein Loch, durch welches man in einer klaren Nacht auf den Nordstern blicken kann. Im Mittelstein befindet sich ein weiterer Schlitz, durch den das Sonnenlicht zu den beiden Sonnenwenden sowie Tag- und Nachtgleichen auf bestimmte Punkte strahlt. Diese astrologischen Details findet man auch bei antiken Megalithbauten, weshalb die Georgia Guidestones zuweilen als „amerikanisches Stonehenge“ bezeichnet werden.

Auf den vier äußeren Platten stehen die 10 Gebote für ein kommendes „Zeitalter der Vernunft“, die in den Sprachen Englisch, Spanisch, Arabisch, Hebräisch, Chinesisch, Hindu und Swahili nachzulesen sind. Zusätzlich gibt es Übersetzungen in den antiken Sprachen Babylonisch, Altgriechisch, Sanskrit und in altägyptischen Hyroglyphen. Man könnte in dem Monument also ein modernes Gegenstück zum Stein von Rosetta sehen, wobei es allerdings seltsam anmutet, dass Latein als Sprache der Wissenschaft fehlt.

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In der unmittelbaren Nähe befindet sich zusätzlich eine Steintafel am Boden, auf der die Eckdaten des Monuments (Datum der Errichtung, geografische Ausrichtung, physikalische Eigenschaften, enthaltene Sprachen usw.) nachzulesen sind. Interessant ist, dass das Wort „Pseudonym“ hinter „R.C. Christian“ falsch geschrieben wurde. Es stellt sich die Frage, ob es sich bei dem Schreibfehler „Pseudonyn“ nur um einen peinlichen Fehler handelt oder um einen versteckten Hinweis.

Versteckt ist unter dem Stein auf jeden Fall eine Zeitkapsel. Vielleicht erfahren wir ja nach deren Ausgrabung mehr über die Verantwortlichen, die sich auf der Tafel lediglich als „A small group of Americans who seek the Age of Reason“ ausgeben. Auf Deutsch übersetzt heißt dies so viel wie „Eine kleine Gruppe von Amerikanern, welche nach dem Zeitalter der Vernunft suchen“. Wirklich vernünftig klingen deren 10 Gebote allerdings nur zum Teil. Diese lauten auf Deutsch wie folgt:

1. „Halte die Menschheit unter 500 Millionen
in fortwährendem Gleichgewicht mit der Natur“

Man könnte natürlich auch 7 Milliarden und mehr Menschen im Gleichgewicht mit der Natur halten. Voraussetzung wäre jedoch die Überwindung des Kaputtalismus, welcher regenerative Energien und ökologische Landwirtschaft sowie Produktion unterdrückt. Die Masse der Menschen ist nur bedingt Schuld an der Zerstörung der Natur, da man sie in Abhängigkeit und Unwissenheit hält. Die Hauptschuld tragen die Banken sowie Öl-, Chemie-, Pharma-, Gentechnik- und Rüstungskonzerne. Von deren Reduzierung ist jedoch nichts zu lesen. Stattdessen wird auf den Guidestones zum Massenmord aufgerufen.

2. „Lenke die Fortpflanzung weise
um Tauglichkeit und Vielfalt zu verbessern.“

Das ist pure Eugenik und spiegelt das freimaurerische Ziel von der Veredelung des Menschen wieder. Im Klartext wird hier eine strenge Geburtenkontrolle gefordert, nach der „Untaugliche“ sich nicht fortpflanzen sollen. Zu diesem Zwecke gab es bereits Sterilisationsprogramme in den USA und dem 3. Reich.

Auf der anderen Seite sollen „genetisch wertvolle“ Menschen gezielt miteinander gepaart werden. Das erinnert doch stark an das Projekt Lebensborn und die Naziphantasien von der Schaffung „reinrassiger Arier“. Offensichtlich will die Elite eine perfekte Sklavenrasse züchten – „zäh wie Leder, flink wie Windhunde und hart wie Kruppstahl“. Darüber hinaus natürlich auch fleißig, belastbar und gehorsam.

3. „Vereine die Menschheit
mit einer neuen, lebendigen Sprache.“

Die Elite will zwar genetische Vielfalt, aber keine Sprachvielfalt, was im Widerspruch zu dem Monument selbst steht. Offensichtlich wollen die Verantwortlichen einfach nur Geld für Dolmetscher sparen. Wie super das funktioniert, hat man bereits bei Esperanto oder Volapük gesehen. Das nächste Mal können wir es ja mit Klingonisch versuchen.

4. „Beherrsche Leidenschaft – Glauben – Tradition
und alles sonst mit gemäßigter Vernunft.“

Hier wird nun deutlich, dass es um absolute Herrschaft geht. Dies zu erreichen ist wohl der wahre Grund, warum man die Weltbevölkerung unter einer Milliarde halten will. Denn die aktuelle Weltlage zeigt, dass die Herrschenden gar nichts auf Dauer beherrschen können. Die Vernunft ist indes das Einzige, bei dem man sich nicht mäßigen sollte. Zu viel Vernunft würde aber wohl wiederum bedeuten, dass absolute Herrschaft gar nicht so erstrebenswert ist.

5. „Schütze die Menschen und Nationen
durch gerechte Gesetze und gerechte Gerichte.“

Diesen Punkt könnte man glatt unterschreiben, denn Gerechtigkeit ist es, woran es der Welt momentan mangelt. Mit gerechten Gesetzen und Gerichten wären zudem Abkommen wie der ESM oder TTIP hinfällig. Vorausgesetzt natürlich, man meint es mit der Gerechtigkeit ernst.

6. „Lass alle Nationen ihre eigenen Angelegenheiten selbst/intern regeln
und internationale Streitfälle vor einem Weltgericht beilegen.“

Auch dieses Gebot klingt absolut begrüßenswert und könnte aus der Charta der „Vereinten Föderation der Planeten“ in „Star Trek“ stammen. Doch läuft diese Forderung nach nationaler Souveränität nicht der geplanten Weltregierung zuwider? Immerhin müsste man vor der Etablierung eines Eine-Welt-Staates erst einmal die Nationen abschaffen.

7. „Vermeide belanglose Gesetze
und unnütze Beamte.“

Daran ist ebenfalls nichts auszusetzen. Doch warum fängt man dann nicht in Deutschland mit der Abschaffung des SGB II und der Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens an? Der Verwaltungsapparat der Jobcenter ist nämlich immens und all die Sanktionen überfordern schon jetzt die Sozialgerichte.

8 „Schaffe ein Gleichgewicht zwischen den persönlichen Rechten und
den gesellschaftlichen/sozialen Pflichten.“

Und wieder ein vernünftiger Punkt, der sich nicht in den aktuellen Entwicklungen widerspiegelt.

9. „Würdige Wahrheit – Schönheit – Liebe
im Streben nach Harmonie mit dem Unendlichen.“

10. „Sei kein Krebsgeschwür für diese Erde
Lass der Natur Raum.“

Auch die letzten beiden Punkte sind absolut sinnvoll. Jedem vernunftbegabten Menschen dürfte klar sein, dass ein Raubbau an der Natur zum eigenen Untergang führt. Ebenso ist nichts Falsches daran, Wahrheit, Schönheit und Liebe zu würdigen.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die ersten vier Gebote im krassen Gegensatz zu den weiteren 6 Geboten stehen. Das ist vergleichbar mit der Bibel, wo es zwar in den Zehn Geboten heißt „Du sollst nicht töten!“, während es an anderer Stelle plötzlich wieder okay ist, Andersdenkende zu massakrieren. Auf den Guidestones wird von Liebe und Harmonie geschrieben, aber zuvor soll erst einmal die Bevölkerung drastisch reduziert und die Überlebenden nach eugenischen Gesichtspunkten selektiert werden. Egal, wer hinter dem Monument steckt, der Betreffende muss offenbar geisteskrank sein.

Oder aber die positiven Gebote dienen einer esoterischen Agenda. Die meisten Menschen sehnen sich von Natur aus nach Gerechtigkeit, Harmonie, Liebe und einem spirituellen Umgang mit der Natur. Das ist vollkommen normal und in Ordnung. Diese Sehnsucht wurde jedoch schon häufig für völlig Gegenteiliges missbraucht. So wirbt die CDU z.B. mit Begriffen wie „Freiheit“, doch am Ende kommt immer nur Marktradikalismus dabei heraus. Bedienen die Georgia Guidestones also gezielt unsere Sehnsüchte, um uns auf das luziferische Wassermannzeitalter einzuschwören? Wenn das das Ziel ist, so hat dieses Monument seinen Zweck verfehlt, da bereits in den ersten beiden Geboten eine Abscheulichkeit zutage tritt, die kein Mensch mit genügend Grips befürworten kann.

Es sollte angesichts dessen nicht weiter verwundern, dass der Megalithbau 2008 mit Farbbeuteln und roten Schriftzügen geschändet wurde. Unter den Sprüchen befanden sich vor allem Parolen gegen die „New World Order“ und Sprüche wie „Ihr werdet keinen Erfolg haben“. So weit so gut. Leider fanden sich aber auch religiöse Slogans, die auf eine christlich-fundamentalistische Urheberschaft schließen lassen. Vorwürfe wie „Obama is a Muslim“ können zudem als islamfeindlich gedeutet werden und spiegeln das Gedankengut der Tea Party-Bewegung wider. Und das, obwohl das wahre Feindbild Satanismus an anderer Stelle durchaus erkannt wurde.

Seit dem Farbanschlag wird das Monument jedenfalls videoüberwacht. Einen Gerichtsprozess dürften allerdings auch zukünftige Gegner kaum fürchten. Sie könnten maximal wegen Vandalismus von der Staatsanwaltschaft angeklagt werden, da die Eigentümer selbst ihre Anonymität aufgeben müssten, wenn sie Strafanzeige erstatten würden. Es gibt zwar die Möglichkeit, Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten, aber nicht Anzeige von Unbekannt.

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Der 3. Weltkrieg in Star Trek

„Star Trek“ hat nicht ohne Grund so viele Fans, denn es zeichnet eine optimistische Zukunft, ohne Krieg, Hunger und Krankheit. Die Menschen leben in einer freien Gesellschaft ohne Geld, in der sich jeder selbst verwirklichen kann. Das klingt alles schön und gut, hat aber einen Haken.

Denn bevor durch den Erstkontakt mit den Vulkaniern die Föderation entstand, tobte auf der Erde der 3. Weltkrieg mit rund 600 Millionen Toten. Im Anschluss etablierten sich in vielen Regionen brutale Regime, die mit eiserner Hand regierten. Darunter das Regime von Colonel Green, der den Genpool mittels Massenmord von radioaktiv verseuchten Mutanten säuberte. Die Epoche ging als postatomare Schreckenszeit in den Kanon von Star Trek ein.

Colonel Green

Colonel Green

Des Weiteren kam es noch vor dem 3. Weltkrieg zu den eugenischen Kriegen, in denen genetisch verbesserte Menschen nach der Weltherrschaft strebten. Unter ihnen auch ein gewisser Khan Noonien Singh, dem später Captain Kirk begegnen sollte. Es fällt nebenbei bemerkt auf, dass sowohl Khan als auch Green Uniformen in satanischem Rot tragen.

Eugenic Wars

Die ferne Zukunft von „Star Trek“ mag rosig erscheinen, doch für unsere nahe Zukunft sagen die Serien gleich zwei verheerende Kriege und eine brutale Postapokalypse voraus. Da möchte man doch am liebsten gleich in 23. Jahrhundert flüchten.