5 dunkle Disney-Geheimnisse

Multi deckt weitere finstere Disney-Geheimnisse auf. Die Anspielung auf die Illuminaten hatten wir schon, das Elternsterben sollte ebenfalls jedem aufgefallen sein. Einige Dinge sind jedoch erst bei näherem Hinsehen zu erkennen. So wurde der Bösewicht Scar aus „König der Löwen“ gehäutet und taucht als Umhang in „Herkules“ wieder auf. Ebenso erschreckend ist eine Szene aus „Die Schöne und das Biest“, welche ein Zimmer mit zerstörten Gegenständen zeigt. Mit dem Wissen, dass alle Gegenstände im Schloss verzauberte Menschen sind, kann das Biest als grausamer Serienmörder überführt werden. Man bedenke, dass diese Filme für Kinder gedacht sind.

Wem das nicht reicht, hier noch ein paar Drogen-, Sex- und Nazianspielungen:

Advertisements

Freimaurerische Comic-Industrie

von Shinzon

Comics bzw. im gehobenen Sprachgebrauch Graphic Novels sind keineswegs nur Bilderbücher für Kinder. Es handelt sich um eine eigene Kunstform, die inzwischen international von einer breiten Fangemeinschaft geschätzt wird. Es gibt die verschiedensten Zeichenstile, die in der Regel jahrelange Übung und zuweilen sogar ein Kunststudium voraussetzen.

Die Geschichte der Comics reicht streng genommen bis zu den ersten bildhaften Darstellungen in der Steinzeit zurück und umfasst ebenso die Bildsprache der antiken Ägypter, die ihre historischen Ereignisse in Wandgemälden verewigten. Humorvolle Karikaturen, wie man sie heutzutage in Zeitungen findet, kamen indes erst im 18. Jahrhundert auf. Die Kombination von cartoonhaften Zeichnungen mit Text in einem Panelrahmen entwickelte schließlich Anfang des 19. Jahrhunderts Rodolphe Töpffer (1799-1846), welcher als Vater des modernen Comics gilt. Seine Werke begeisterten u.a. den Freimaurer und Illuminaten Johann Wolfgang Goethe.

Die Bezeichnung „Comic“ entstand allerdings erst Ende des 19. Jahrhunderts in den USA und bezog sich zunächst auf halbseitige Comicstrips in Zeitungen. Der erste moderne Comic mit Sprechblasen kam ebenfalls aus den USA. „The Yellow Kid“ von 1895 stammte aus der Feder von Richard Felton Outcault (1863-1928), welcher seine Karriere als technischer Zeichner bei Thomas Edison begonnen hatte.

Comichefte mit Fortsetzungsgeschichten entwickelten sich derweil zuerst in Europa, genau genommen in Frankreich und Belgien. Zu den ersten Comicserien zählten u.a. „Tim und Struppi“, welche 1929 vom belgischen Comiczeichner Georges Prosper Remi alias Hergé (1907-1983) entwickelt wurden. Während der Zeit der deutschen Besatzung fügte sich Hergé den Nazis und illustrierte u.a. das antijüdische Buch „Fables“ von Robert de Vroylande. Auch andere Werke Remis aus diesem Zeitraum weisen antisemitische und rassistische Elemente auf. Angeblich sei Hergé kein überzeugter Nazi gewesen, doch seine Darstellungen von Afrikanern als minderwertige Sklavenrasse finden sich durchgängig in seinen Comics.

In den USA ließen die ersten Comichefte ebenfalls nicht lange auf sich warten, wobei sich vor allem das Genre der Superheldencomics herauskristallisierte. Spätestens ab diesem Punkt werden die Einflüsse der Freimaurer und Okkultisten offensichtlich, wenn man sich das Genre genauer betrachtet. Die bedeutendsten Verlage sind in dieser Hinsicht DC und Marvel, wobei letzterer inzwischen zum Disney-Konzern gehört. Dieser bediente mit seinen Lustigen Taschenbüchern bis zur Übernahme von Marvel vor allem die junge Leserschaft. Über Disney muss eigentlich nicht viel gesagt werden, das ist freimaurerische Hirnwäsche.

Bei Marvel sieht es dementsprechend nicht anders aus, der Verlag hat gleich eine ganze Illuminati-Serie im Programm.

Das Marvel-Urgestein Stan Lee ist ebenfalls nicht unumstritten. Er hat nicht nur einige hochgradig okkulte Superhelden wie Daredevil und Doctor Strange erdacht, sondern wurde auch schon von Mitarbeitern wegen seelischen Missbrauchs angeklagt. Seine Cameo-Auftritte in sämtlichen Marvel-Filmen mögen durchaus amüsant sein, doch scheint er im realen Leben alles andere als ein netter Opa zu sein.

Im Prinzip nehmen sich die großen Comicverlage nicht viel, wenn es um okkulte und freimaurerische Symbolik geht. Am offensichtlichsten ist jedoch die seit 1999 erscheinende Comicreihe „Liga der außergewöhnlichen Gentlemen“ von Alan Moore und Kevin O’Neill. In deren grafischen Erzählungen sind Zirkel und Winkelmaß allgegenwärtig.

Bei der Reihe „Human Target“ ist es hingegen der freimaurerische Schachbrettboden, der sämtliche Cover ziert. Es gibt natürlich einen blauen und einen roten Band.

Neben den westlichen Comics gibt es noch die japanische Variante des Mangas. Die Ursprünge der Manga-Kunst sind nicht eindeutig belegbar, die ersten japanischen Comics gab es allerdings bereits um 1900. Während des 2. Weltkriegs spielten Comics eine Rolle in der japanischen Propagandamaschinerie.

Die moderne Manga-Kunst, welche sich durch übergroße Augen sowie winzige Nasen der Charaktere auszeichnet, kam schließlich nach dem 2. Weltkrieg auf. Insbesondere die Darstellung von Frauen als vollbusige Sexbomben mit Gesichtern von Teenagern ist nicht nur in ästhetischer Hinsicht fragwürdig. Auf die Spitze getrieben wird dieses pädophil anmutende Frauenbild in den pornografischen Hentais.

Es gibt natürlich auch zeichnerisch durchaus gelungene Klassiker wie „Ghost in the Shell“. Diese bedienen jedoch oftmals Themen wie Transhumanismus und die Freimaurerpyramide ist selbst im fernen Japan nicht weit.

Die Rosenkreuzer – Bindeglied zwischen Freimaurerei und Satanismus

von Shinzon

Die Bezeichnung Rosenkreuzer sowie das goldene Kreuz mit der Rose wirken auf den ersten Blick christlich und tatsächlich basiert der Geheimbund auf einer literarischen Figur des Theologen Johann Valentin Andreae (1586-1654). Mit seinem Werk „Chymische Hochzeit Christiani Rosencreutz“ wollte dieser eine Generalreformation der Lebensumstände und Wissenschaften anregen, womit Andreae als Vordenker der Aufklärung gesehen werden kann.

Die Absichten hinter der Schrift waren an und für sich ehrenwert und der Orden des Christian Rosencreutz eine reine Fiktion. Einige Zeitgenossen von Andreae missverstanden dessen Werk jedoch. Sie glaubten irrtümlich, bei Christian Rosencreutz handele es sich um eine reale historische Person und so gründeten sie in Tübingen eine Reformbewegung nach seinem Vorbild. Einer dieser Reformer war der Theologe Johann Amos Comenius (1592-1670), welcher die erste Rosenkreuzerbruderschaft leitete. Auch er war ein Mann der Wissenschaften und die Reformbewegung als Ganzes hatte Anteil an der Gründung der Royal Society, der britischen Akademie der Wissenschaften.

Es ist wichtig zu wissen, dass weder diese Reformbewegung noch Andreae selbst etwas mit den heutigen Rosenkreuzern zu tun hatten. Diese gründeten sich erst rund 140 Jahre später und beriefen sich auf zwei weitere Manifeste, welche bewusst die Geschichte verfälschten. In der „Fama Fraternitatis“ von 1614 wurde eine Bruderschaft der Rosenkreuzer im 14. Jahrhundert verortet und in der dazugehörigen Verteidigungsschrift „Confessio Fraternitatis“ von 1615 war von einer „löblichen Brüderschaft des hoch geehrten Rosen Creutzes“ die Rede. Obwohl beide Werke geschichtsrevisionistisch sind, tragen sie doch den Keim der Aufklärung in sich, was angesichts der späteren Ziele der Rosenkreuzer überraschend ist.

Der erste Orden der Gold- und Rosenkreuzer, welcher sich irgendwann um das Jahr 1757 in Frankfurt am Main formierte, vertrat nämlich so ziemlich das genaue Gegenteil von dem, was Andreae beabsichtigt hatte. Die modernen Rosenkreuzer bildeten sich im Umfeld der deutschen Hochgradfreimaurerei und vertraten von Anfang an ein antiaufklärerisches Weltbild, voll von Alchemie, Magie und Kabbalistik. Statt Wissenschaft und Gesellschaft zu reformieren, verschrieben sich die Rosenkreuzer dem mystischen Irrationalismus und Illuminismus.

Wo wir schon mal beim Irrationalismus sind: Entgegen den historischen Tatsachen verorten die Rosenkreuzer ihre Anfänge in den Zeiten von Moses und manche sogar in der Genesis. Adam wäre demnach der erste Rosenkreuzer gewesen, was natürlich in jeder Hinsicht totaler Schwachsinn ist. Die wahren Initiatoren des ersten Rosenkreuzerordens hießen Johann Christoph von Woellner (1732-1800) und Johann Rudolf von Bischoffwerder (1741-1803). Beide waren Hochgradfreimaurer und Staatsmänner unter Friedrich Wilhelm II. von Preußen (1744-1797).

Letzterer trat später ebenfalls den Rosenkreuzern bei und wurde Zeuge einer der ersten Geisterbeschwörungen auf Schloss Charlottenburg. Offenbar war er recht leichtgläubig, denn das ganze Theater war lediglich eine Inszenierung. Séancen gehören bis heute zum Repertoire der Rosenkreuzer, wobei die Führungsriege natürlich wissen muss, dass alles nur Show ist. Der gesunde Menschenverstand muss ernsthaft an dieser Organisation zweifeln, doch wie gesagt vertritt diese den Irrationalismus.

Schlimm wird es, wenn solch krude Vereine politische Macht gewinnen. Diese hatten sie leider von Anfang an, denn unter Friedrich Wilhelm II. wurden von Bischoffwerder zum Kriegsminister und von Woellner zum Kultusminister ernannt. In diesen Funktionen schafften sie es sogar, das Bündnis zwischen preußischer Staatskirche und Aufklärungsprotestantismus aufzukündigen. Allerdings endete dieser Einfluss, als Friedrich Wilhelm II. fünf Jahre vor seinem Tod auf Abstand zu den Rosenkreuzern ging. Ob er wohl bemerkt hat, dass er von ihnen übers Ohr gehauen wurde?

Interessant war während der Gründungsphase der Rosenkreuzer auch deren Verhältnis zu anderen Geheimbünden. Während sich die Johannesfreimaurerei den Zielen der Aufklärung verschrieben hatte, unterstützte die Hochgradfreimaurerei den antiaufklärerischen Kurs der Rosenkreuzer. Es kam in der Folge schon damals zu zahlreichen Doppelmitgliedschaften. Ein positives Verhältnis suchten die Rosenkreuzer weiterhin zu den Jesuiten, mit deren Unterstützung sie den aufklärerischen Illuminatenorden Adam Weißhaupts ausrotten wollten. Den verborgenen Krieg zwischen diversen freimaurerischen Geheimgesellschaften gab es also schon im 18. Jahrhundert.

Nachdem sich der Orden der Gold- und Rosenkreuzer in Deutschland mit den Illuminaten gekloppt hatte, verschrieb sich die 1865 von Robert Wentworth Little (1840–1878) in London gegründete Societas Rosicruciana in Anglia ganz und gar der Freimaurerei. Mitglied konnten dort von Beginn an nur jene werden, die mindestens den Meistergrad erreicht hatten. Alsbald gründeten sich neue Zweigstellen wie die schottische Societas Rosicruciana in Scotia oder in den USA die Societas Rosicruciana in Civitatibus Foederatis. In den Vereinigten Staaten kam es 1908 unter George Winslow Plummer zu einer Abspaltung, wobei dessen Societas Rosicruciana in America auch Nichtfreimaurer aufnahm.

Hier sind wir nun beim modernen Rosenkreuzertum, welches im Wesentlichen auf dem deutschen Orden der Gold- und Rosenkreuzer basiert. So wurde die Organisation in einem System von 9 Graden übernommen. Der erste Orden (Lehrlinge) umfasst die vier Grade: Zelator, Theoricus, Practicus und Philosophus. Der zweite Orden (Lehrer oder Adepten) besteht aus den drei Graden: Adeptus Minor, Adeptus Major und Adeptus Exemptus. Der dritte Orden (Herrscher oder Magi) umfasst schlussendlich die zwei Grade: Magister und Magus. Die Träger des neunten Grades sind die Inhaber der höchsten Führerschaft und gelten als gottähnlich.

Das Versprechen der Gottwerdung des Menschen stellt eine erstaunliche Parallele zur Theosophie dar und tatsächlich gibt es starke Verbindungen der Rosenkreuzer zu Blavatskys Theosophischer Gesellschaft. Diese sind sowohl personell als auch ideologisch. Unter anderem beschäftigen sich beide Organisationen mit Geisterbeschwörung, Astrologie und Kabbalistik. Es kommt aber noch besser, denn die Rosenkreuzer schlagen nicht nur eine Brücke zwischen Hochgradfreimaurerei und Esoterik, sondern auch zum Satanismus.

Am 12. Februar 1888 gründeten die Rosenkreuzer William Wynn Westcott (1848-1925), William Robert Woodman (1828-1891) und Samuel Liddell „MacGregor“ Mathers (1854-1918) in London den Hermetic Order of the Golden Dawn. Der Orden sah sich in direkter Tradition der Rosenkreuzer und übernahm dessen Gradsystem, fügte allerdings den zehnten Grad des Ipsissimus hinzu. Wie eng die Verbindungen waren zeigte sich 1891. In diesem Jahr übernahm William Wynn Westcott, der obendrein auch noch Theosoph war, als Oberster Magus die Leitung der Societas Rosicruciana in Anglia. Darüber hinaus waren alle drei Gründungsmitglieder Freimaurer.

Das bekannteste Mitglied des Hermetic Order of the Golden Dawn sollte später Aleister Crowley (1875-1947) werden und obgleich sich einige Mitglieder des Londoner Tempels Isis-Urania No. 3 gegen dessen Aufnahme in den inneren Orden sträubten, stand die Führung der Rosenkreuzer doch hinter dem Satanisten. Aus dem Golden Dawn gingen sowohl Crowleys Thelema als auch die Wicca-Bewegung hervor. Nach der Auflösung des Tempels Isis-Urania No. 3 im Jahr 1903 spaltete der ehemalige Mitbegründer Samuel Liddell Mathers seinen eigenen Orden Alpha et Omega ab und parallel dazu gründete Robert William Felkin (1853-1926) den Orden Stella Matutina (dt.: „Morgenstern“).

Eine weitere Nachfolgeorganisation des Golden Dawn entstand 1922 in Los Angeles. Die Builders of the Adytum wurden von Paul Foster Case (1884–1954) gegründet, welcher das Rosenkreuzertum weniger als Organisation verstand, sondern als Bewusstseinszustand. Bereits 1918 war Case Schatzmeister der Thot-Hermes-Lodge of the Rosicrucian Order of Alpha and Omega, einer Loge des Ordens von Samuel Liddell Mathers.

Drehen wir die Zeit aber noch etwas weiter zurück. Im selben Jahr, in dem der Golden Dawn seinen Anfang nahm, gründeten französische Okkultisten den Ordre Martiniste. Aus diesem ging noch im selben Jahr der Ordre Kabbalistique de la Rose-Croix hervor, welcher schon dem Namen nach kabbalistisch ausgerichtet war. Die Gründer waren Joséphin Péladan (1858-1918) und Stanislas de Guaita (1861-1897). Ersterer verabschiedete sich jedoch 1890, da er als katholischer Mystiker dem offen praktizierten Satanismus de Guaitas nichts abgewinnen konnte. Zwei Jahre später gründete Péladan den Ordre de la Rose Croix Catholique et esthétique du Temple et du Graal, welcher eine gegensätzliche Ideologie vertrat.

Stanislas de Guaita übernahm indes die Leitung des Ordre Kabbalistique de la Rose-Croix und brachte den Orden auf den Pfad zur linken Hand. Ihm folgten u.a. der Astrologe und Alchemist Albert Faucheaux (1838–1921) und der Schriftsteller Paul Adam (1862–1920). Der Ordre Kabbalistique de la Rose-Croix ist bis heute aktiv und viele Rosenkreuzerorganisationen leiten ihre Autorität von ihm ab. Welche Rolle dieser satanistische Flügel der Rosenkreuzer beim weit verbreiteten rituellen Kindesmissbrauch spielt, lässt sich nur erahnen.

Logo Ordre Kabbalistique

Ein weiterer satanistischer Orden mit engen Verbindungen zu den Rosenkreuzern entstand mit dem Ordo Templi Orientis, welcher wahrscheinlich am 1. September 1901 gründet wurde. Da die Gründung im Geheimen stattfand, weichen die Daten in dem Punkt teils erheblich voneinander ab. Gesichert ist jedoch, dass die Gründer allesamt Freimaurer waren. Darunter der Wiener Industrielle Carl Kellner (1850-1905), der deutsche Theosoph Franz Hartman und Heinrich Klein. Diese sahen den OTO zunächst als Erweiterung zur blauen Freimaurerei und hofften auf Anerkennung durch die Vereinigte Großloge von England.

Später übernahm der Rosenkreuzer Theodor Reuß (1855-1923) die Führung des OTO, nach dessen Aussagen der Orden zu dieser Zeit die äußere Fassade des Rosenkreuzertums in Europa war. Reuß, der zugleich Freimaurer und Theosoph war, sah im Ordo Templi Orientis zudem die Chance zur Widerbelebung von Adam Weißhaupts Illuminatenorden. Angesichts der ehemaligen Feindschaft zwischen Rosenkreuzern und Illuminaten ist es erstaunlich, dass sich der OTO von da an offiziell als Nachfolger des Illuminatenordens betrachtete.

Theodor Reuß in Freimaurerschürze.

Theodor Reuß in Freimaurerschürze.

Zu den bekanntesten Mitgliedern des Ordo Templi Orientis zählte der Satanist Aleister Crowley. Am 25. Oktober 1921 wurde dieser zwar aus dem OTO ausgeschlossen, doch nachdem Theodor Reuß verstarb, ohne zuvor einen Nachfolger zu benennen, übernahm er 1925 eigenmächtig die Leitung des Ordens. Infolge dessen zerfiel der OTO in mehrere Zweige, von denen Crowleys Sektion die maßgebliche blieb. Ein weiteres bekanntes OTO-Mitglied, der Raketenwissenschaftler Jack Parsons (1914-1952), war einer der wichtigsten Schüler des satanistischen Großmeisters.

Des Weiteren war auch der ehemalige Theosoph Rudolf Steiner (1861-1925) Mitglied des OTO. Gesichert ist ebenfalls, dass Steiner Rosenkreuzer war und an die Wahrhaftigkeit der fiktiven Figur des Christian Rosencreutz glaubte. Er dichtete diesem Charakter sogar noch einiges Absurdes an, was dessen Erfinder Andreae nie in den Sinn gekommen wäre. So soll Rosencreutz laut Steiner von Buddha auf den Mars geschickt worden sein, wo er eine Opfertat analog zu Jesus’ Kreuzigung auf dem Hügel Golgatha vollbracht habe. Steiner nahm auch die Manifeste der Rosenkreuzer für bare Münze und verlegte den Beginn der Rosenkreuzerbewegung ins 13. Jahrhundert.

Er glaubte fest daran, dass die Rosenkreuzer Abgesandte der weißen Loge sowie die geheimen Drahtzieher hinter allen politischen Aktivitäten seien. Zumindest dieser Punkt scheint nicht vollends aus der Luft gegriffen zu sein, denn Rosenkreuzer sowie Freimaurer finden sich in zahlreichen Schlüsselpositionen von Politik, Justiz, Religion und Unterhaltungsindustrie. Rudolf Steiner sorgte nicht zuletzt selbst dafür, das Rosenkreuzertum über seine Anthroposophie in der Gesellschaft zu verankern. Die Anthroposophische Gesellschaft gründete Steiner am 28. Dezember 1912 in Köln, nachdem es in der Theosophischen Gesellschaft zu internen Konflikten gekommen war. Verbindungen zu den Rosenkreuzern haben jedoch nach wie vor beide Vereine.

Rudolf Steiners Rosenkreuz

Rudolf Steiners Rosenkreuz

Auf Steiners anthroposophischem Rosenkreuzertum basiert auch die Rosicrucian Fellowship (Rosenkreuzer-Gemeinschaft), welche 1909 von Carl Louis Fredrik Graßhoff unter dem Pseudonym Max Heindel in den USA gegründet wurde. Zwei Jahre zuvor hatte Graßhoff einige Vorträge sowie Schulungen von Rudolph Steiner besucht und wurde in die Steinersche Freimaurerei eingeweiht. Später zog er sich jedoch den Zorn seines Meisters zu, indem er dessen geheim gehaltene Rosenkreuzerlehren veröffentlichte.

Damit wären eigentlich die wichtigsten Rosenkreuzerorganisationen abgehandelt. Es gibt jedoch noch mehr als ein Dutzend weitere, die oft länderspezifisch oder auf ein bestimmtes Kernthema festgelegt sind. So gründete der Okkultist Paschal Beverly Randolph (1825–1875), welcher als erster Rosenkreuzer der USA gilt, Mitte des 19. Jahrhundert in San Francisco den Triplicate Order of Rosucrucia, Phythianae and Eulis, welcher auf das Thema der Sexualmagie zugeschnitten war. Nach seinem Tod zerfiel der Puff jedoch, was vermuten lässt, dass er allein den sexuellen Gelüsten seines Gründers diente.

1910 formierten sich die US-amerikanischen Rosenkreuzer unter der Führung von Reuben Swinburne Clymer (1878–1966) neu, welcher in Quakertown (Pennsylvania) die Fraternitas Rosae Crucis gründete. Clymer sah sich als rechtmäßiger Nachfolger Randolphs und erhob für sich einen Alleinvertretungsanspruch im Rosenkreuzertum. Um seine Autorität zu unterstreichen, verbreitete er falsche historische Angaben über seine eigene Bruderschaft. Der Bekämpfung anderer Rosenkreuzergruppierungen widmete er ganze Bücher.

Hauptkonkurrent von Clymers Bruderschaft war der 1915 in New York gegründete Antiquus Mysticus Ordo Rosae Crucis (dt.: „Alter mystischer Orden vom Rosenkreuz“). Gründer des AMORC war Harvey Spencer Lewis (1883-1939), welcher bis zu seinem Tode auch dessen Vorsitzender blieb. Lewis war Clymer gar nicht mal so unähnlich, da er zumindest für Nordamerika ebenfalls einen Alleinvertretungsanspruch erhob und ebenfalls Sexualmagie lehrte. Allerdings wurde der AMORC vom OTO anerkannt und unterhielt enge Beziehungen zu Theodor Reuß.

Sowie sich der OTO in Amerika verbreitete, gründete der AMORC seinerseits Ableger in Europa. Die Großloge der deutschsprachigen Länder existiert seit 1952 und hat ihren Sitz seit 1963 in Baden-Baden (Baden-Württemberg). Der erste deutsche Großmeister Martin Erler verließ den Orden aufgrund von Meinungsverschiedenheiten jedoch schon 1954 wieder und gründete seinen eigenen Ordo rosae aurea.

Allmählich beginnt es, unübersichtlich zu werden. Zumindest ähneln sich aber die Logos der verschiedenen Rosenkreuzerorganisationen. In der Regel handelt es sich um ein goldenes Kreuz mit einer Rose. Beim AMORC befindet sich das Kreuz zudem in einer umgedrehten Pyramide. Der oberer Pyramidenbalken sowie der Vertikalbalken des Kreuzes bilden Teile eines ägyptischen Anch.

Logo AMORC

Rosenkreuz

Die größte Rosenkreuzergruppe im spanischen Sprachraum wurde in den 1920ern von Arnold Krumm-Heller (1876-1949) gegründet. Der gebürtige Deutsche war mit 16 nach Mexiko ausgewandert. Er hatte die Lehren von Helena Blavatsky studiert und war ein Schützling von Aleister Crowley. Seine Fraternitas Rosicruciana Antiqua gründete sich dementsprechend neben der Freimaurerei auch auf die Theosophie und Sexualmagie.

Basierend auf der Bruderschaft wurde in den 1950ern in Mexiko die Gnostic Church von Victor Gómez Rodriguez alias Samael Aun Weot (1917–1977) begründet. Nach dem Tod des Kolumbianers Weot zerfiel dessen Gnostic Church in mehrere rivalisierende Gruppen, die sich jedoch allesamt an die Fraternitas Rosicruciana Antiqua anlehnen.

Um die Jahre 1927/28 bildete sich in London die Fraternity of the Inner Light, welche auf Samuel Liddell Mathers Alpha et Omega basiert. Die walisische Theosophin und Rosenkreuzerin Violet Mary Firth alias Dion Fortune (1890-1946) trat 1922 aus Alpha et Omega aus, setzte ihre Ausbildung dann bei Stella Matutina fort und ging schließlich eigene Wege. 1939 nannte sie ihre Bruderschaft in Society of the Inner Light um, welche in dieser Form bis heute existiert. Aus ihr gingen später außerdem die Servants of the Light hervor, die von W.E. Butler gegründet wurden.

Traurige Berühmtheit erlangte indes der 1984 von Joseph Di Mambro (1924-1994) gegründete französische Ordre du Temple Solaire. Di Mambro gehörte 1956 bis 1968 dem AMORC an, orientierte sich jedoch mehr an den Tempelrittern. Dies schlug sich auch im Logo der Sonnentempler nieder. Sein diesbezüglicher Kontakt Jacques Breyer hatte bereits 1952 eine Neugründung des mittelalterlichen Templerordens mit theosophischen Einflüssen unternommen. Von ihm übernahm Di Mambro auch die apokalyptischen Wahnideen, mit denen er später seine Sonnentempler indoktrinierte.

Logo Sonnentempler

Zunächst hatte der ganze Hokuspokus noch relativ harmlose Ausmaße, die dem späteren Ordensgründer allerdings schon früh Anklagen wegen Betrugs einbrachten. Di Mambro floh in die Nähe von Genf, wo er zunächst eine Tempel-Loge und am 12. Juli 1978 die Golden Way Foundation einrichtete. Die waren bereits die Anfänge der späteren Sonnentempler-Sekte.

1983 gelang seinem Mitstreiter Luc Jouret die Übernahme des vom ehemaligen französischen AMORC-Leiter Raymond Bernard mitgegründete Neo-Templerorden Ordre Rénové du Temple. Für Jouret und Di Mambro war dies ein einträgliches Geschäft, denn mit dem Szenario des drohenden Weltuntergangs knöpften sie ihren Anhängern große Geldbeträge für die Errichtung von Überlebenszentren ab.

Um ihren luxuriösen Lebensstil zu sichern, griffen die beiden Gurus tief in die Trickkiste. Insgesamt 442 Mitgliedern hatten sie mit technischen Tricks „Meister-Erscheinungen“ vorgegaukelt. Außerdem hatte Di Mambro die Abholung durch ein UFO kurz vor der Apokalypse in Aussicht gestellt. Selbstverständlich führten derartige Betrügereien abermals zu Geldrückforderungen sowie Austritten. Die Reaktion Joseph Di Mambros bestand darin, sich dem Verfolgungswahn zu ergeben und vollends in eine ablehnende Haltung gegenüber der Welt abzugleiten.

In der Folge ließ er Waffen beschaffen, um Verräter in den eigenen Reihen zu bestrafen. Jenen, die ihm weiter folgten, skandierte er ab Anfang der 1990er eine elitäre Weltverachtung. Sein Ziel war es fortan, den Transit in eine höhere Entwicklungsstufe zu vollziehen. Dieser Irrsinn gipfelte in mehreren Mord- sowie Selbstmordaktionen in den Jahren 1994, 1995 und 1997, bei denen insgesamt 74 Sektenmitglieder in Kanada, Frankreich und der Schweiz ums Leben kamen. Unter den Opfern befanden sich auch Di Mambro und Jouret, welche am 6. Oktober 1994 zusammen mit über 50 ihrer Anhänger tot aufgefunden wurden.

Neben den satanistischen Verstrickungen zeigt das Beispiel der Sonnentempler am deutlichsten, wohin die Rosenkreuzerei führen kann. Den Keim der Selbstzerstörung trägt auch der seit 1998 in Deutschland registrierte Lectorium Rosicrucianum e. V. in sich. Hervorgegangen ist die so genannte „Internationale Schule des Goldenen Rosenkreuzes“ aus der seit 1941 bestehenden Jakob-Böhme-Gesellschaft. Ursprünglich gegründet wurde diese Schule bereits 1945 im niederländischen Haarlem und zu ihren Initiatoren gehörten Jan Leene (1896-1968), Antonin Gadal und Leenes Assistentin Catharose de Petri.

Das Lectorium Rosicrucianum sieht sich als Teil des Gnostischen Rosenkreuzertums in der Tradition der Katharer. Außer der Askese und dem Erlösungsgedanken hat der Verein jedoch nicht allzu viel mit den Katharern gemein. Wie die Sonnentempler betrachten seine Anhänger das Streben nach einer besseren Gesellschaftsordnung als Zeitverschwendung und fordern eine Trennung von der Welt. Bisher haben die rund 12.000 Mitglieder jedoch weder sich selbst von der Welt noch die Welt von sich erlöst.

Logo Lectorium Rosicrucianum

Henk Leene brachte es immerhin fertig, sich vom Lectorium Rosicrucianum zu verabschieden, nachdem es zu Konflikten um den Führungsanspruch sowie Meinungsverschiedenheiten bezüglich der spirituellen Ausrichtung kam. Der Sohn von Jan Leene gründete nach seinem Ausstieg 1969 seine eigene Gemeinschaft R+C, Rosae Crucis. Der wichtigste Unterschied bestand darin, dass bei der Gemeinschaft R+C jeder einen individuellen Weg der Einweihung gehen konnte und nicht dem Gruppenzwang unterlag. Alles in allem also eine weniger extreme und absolute Ausrichtung.

1972 wurde die Gruppe in Esoterische Gemeinschaft Sivas umbenannt. Der Bezug zu den Rosenkreuzern verschwand damit aus dem Namen und zugleich wurde auch die Literatur des Lectorium Rosicrucianum aus der Gruppe verbannt. Henk Leene distanzierte sich auch von anderen Rosenkreuzergruppen und wandte sich dem Hinduismus zu.

Zum Schluss wäre da noch eine der jüngsten Rosenkreuzergruppen, welche sich erst in den 1990ern gebildet haben soll. Angeblich soll der in Österreich beheimatete Antiquus Ordo Rosicrucianis – Alter Orden der Rosenkreuzer zu dieser Zeit von „hohen Eingeweihten“ des Cercle d’Alexandrie gegründet worden sein. Wann genau die Gründung stattgefunden haben soll und wer genau die Gründer waren, ist nicht bekannt. Offenbar soll hier ein moderner Mythos begründet werden, denn der Orden entfaltete erst im März 2006 sichtbare Aktivitäten.

Geleitet wird die Gruppe vom freien Hochzeits- und Bestattungsredner Hamid Mirzaie, welcher sich seit 2011 Elias Rubenstein nennt. Tatsächlich war Mirzaie zuvor schon bei den rosenkreuzerischen Builders of the Adytum tätig, hat also durchaus eine entsprechende Vergangenheit mit Bezügen zum Golden Dawn. Seine Interessen dürften jedoch eher kommerzieller Natur sein, denn für 25 € im Monat bietet er interessierten zwei Lehrbriefe zum Selbststudium an. Diese enthalten Geheimtipps und Übungen zur Verwirklichung von Wünschen und Träumen. Inzwischen gibt es vier weitere Ableger in Österreich, drei in Deutschland und einen in Kroatien.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Rosenkreuzer eine vielschichtige freimaurerische Bewegung sind, deren Hauptziel die Verbreitung von esoterischen Irrlehren ist. Die Verbindungen reichen dabei von den Theosophen über die Anthroposophen bis hin zu Hardcore Satanisten. Obwohl sich zumindest einige Gruppierungen von Crowley und de Guaita losgesagt haben, um sich dem Katholizismus zu verschreiben, blieb eine generelle Distanzierung bis heute aus. Im Gegenteil hat der schadhafte Einfluss der Rosenkreuzer sogar zugenommen und gemeinsam mit den Theosophen dominieren sie die Esoterikszene, zu der mitunter auch namhafte Verschwörungsportale gehören.

Politisch sind die Rosenkreuzer ebenfalls noch sehr aktiv und arbeiten zusammen mit den Freimaurern an einer neuen Weltordnung. Die 1978 in Elbert County (Georgia) errichteten Guidestones, auf welchen die 10 Gebote dieser neuen Weltordnung in 11 Sprachen aufgeführt sind, tragen ganz klar die Handschrift der Rosenkreuzer. Als Auftraggeber ist nämlich nur das Pseudonym „R.C. Christian“ aufgeführt, was eine ziemlich unverhohlene Anspielung auf Christian RosenCreutz ist.

georgia-guidestones-1

Die Shriner-Illuminati-Connection

Im Illuminati Card Game von 1995 gibt es eine Karte mit dem Titel „Fraternal Orders“ (dt. „Brüderliche Orden“), welche einen Shriner zeigt. Interessant ist die Aufschrift, welche frei übersetzt wie folgt lautet:

„Du glaubst, sie seien albern mit ihren Hüten und Motorscootern. Wenn du wüsstest, was ihre Hüte wirklich bedeuten, würdest du nie wieder über sie lachen.“ Passend dazu hat der Fes des Shriners Teufelshörner.

Fraternal Shriners

Illuminati Naschwerk

Ein Weihnachten ohne Schokolade wäre kaum denkbar. Der Klassiker schlechthin sind Schokoladenweihnachtsmänner, gefolgt von Kugeln und Zapfen. Völlig aus dem Rahmen fällt dagegen die Eulenkollektion, welche Lindt 2015 auf den Markt gebracht hat. Die Eule der Minerva hat mit Weihnachten in etwa so viel zu tun wie Adam Weishaupt mit Ostern. Der Zeitpunkt ist ebenfalls ungewöhnlich. Ist dies das letzte Weihnachten vor dem Anbruch der neuen Weltordnung?

Eulen Lindt

Vielleicht wären die Weihnachtseulen nicht so verdächtig, wenn Lindt mit diesem Trend allein wäre. Doch es gibt schon seit einigen Jahren einen regelrechten Eulen-Hype. Während Lindt den Bereich Schokolade abdeckt, liefert Haribo die passenden Eulengummitierchen.

Eulen Haribo

Wer die langen Winterabende mit einem guten Film verbringt, greift gerne mal zur Knabberbox. Doch was ist das? Einige Hersteller der beliebten Knabberboxen haben die Schnecken vor einigen Jahren durch Eulen ausgetauscht.

Eulencracker

Sogar Alnatura ist auf den Illumiantenzug aufgesprungen. Knabbereulen aus artgerechter Haltung.

Eulen Alnatura

Fehlt nur noch das passende Getränk dazu. Wie wäre es mit einem Eulenkaffee?

Eulenkaffee

Mythen und Fakten über Disney

War Walt Disney pädophil? Das ist bisher noch ungeklärt. Fakt ist dagegen, dass er ein Judenfeind, Rassist und Sexist war, der Angestellte und dabei insbesondere Frauen mies behandelte. Das ist eigentlich schon widerwärtig genug, um diesem Mann keine Träne nachzuweinen. Obendrein hatte er noch Verbindungen zu den Freimaurern, welche bis heute maßgeblichen Einfluss auf sämtliche Disney-Produkte haben.

Jim Carrey und die Illuminaten

Am 18. November 2014 trat der bekannte Komödiendarsteller Jim Carrey bei Jimmy Kimmel Live auf, wo die beiden über das kontroverse Thema der Illuminati diskutierten. Dabei sprach Carrey über die Beeinflussung der Medien durch die Regierung und spielte auf die jährlichen Treffen des Bohemian Clubs an, bei denen bizarre Rituale im Wald abgehalten werden. Er kam zu dem Schluss, dass die Zuschauer in Konsumdrohnen verwandelt werden sollen, was ja im Prinzip schon längst geschehen ist.

Obwohl das Thema durchaus ernst zu nehmen ist, gibt Carrey hier den Clown und zieht damit alles ins Lächerliche. Das Publikum denkt dementsprechend auch nicht wirklich über seine Worte nach, sondern lacht stattdessen über seine Geste der allsehenden Zunge. Genau das ist beabsichtigt. Jim Carrey spielt den autorisierten Helden, der einen Teil der Wahrheit sagt, aber als Komödiant nicht ernst genommen wird. Auf diese Weise werden sämtliche Systemkritiker verspottet.

Jim Carrey Pyramide mit Zunge

Jim Carrey hat selbst einen großen Anteil daran, dass die Menschen „Dumm und Dümmehr“ werden. So spricht er zwar über die Illuminaten, aber erwähnt mit keinem Wort die Freimaurer, denen er offensichtlich angehört. Verfolgt man seine Karriere, wird diese stets von Freimaurersymbolen begleitet, die er jedoch maximal in spöttischer Weise kommentiert. In einem sehr frühen Sketch verschandelt er z.B. ein Gemälde, welches eine Pyramide mit allsehendem Auge zeigt. Er bezeichnet das Werk als „evil“/“böse“ und meint, man könne damit die Hölle dekorieren.

Jim Carrey Evil Eye

Seine eigene Sympathie für den Teufel zeigte Carrey am 30. Oktober 2014, indem er sich in Anlehnung an Elvis als „Hellvis“ verkleidete. Okay, das war zu Halloween, dennoch ist die Symbolik eindeutig. Sowohl er als auch seine Truppe traten mit Teufelshörnern in komplett roter Kleidung auf. Es hätte sich ebenso gut um eine TV-Show der Church of Satan handeln können, obgleich Jim Carrey natürlich wie immer einen Witz daraus machte.

Jim Carrey als Hellvis

Dass Carrey auch ernst sein kann, bewies er indes in einem Film, welcher uns zurück zu den Illuminaten führt. Die Rede ist von „Number 23“, der sich zwar nicht direkt um Adam Weishaupts Orden dreht, aber dessen Zahl aufgreift. Diese sieht Carreys Rolle Walter Sparrow überall, wodurch sein Charakter in den Wahnsinn getrieben wird. Einmal mehr werden dadurch Menschen, die sich mit den Illuminaten beschäftigen, für verrückt erklärt.

Nummer 23

Katy Perry möchte (nicht wirklich) den Illuminaten beitreten

In einem Interview mit dem Rolling Stone Magazine vom August 2014 gab Katy Perry bekannt, dass sie gern den Illuminati beitreten würde. Zitat: „Listen, if the Illuminati exist, I would like to be invited! I see all that shit, and I’m like, ‚Come on, let me in! I want to be in the club!’“ / „Hört zu, wenn die Illuminati existieren, würde ich gern eingeladen werden. Ich sehe all den Scheiß und denke: ‚Kommt schon, lasst mich rein! Ich will zum Klub gehören!’“

Selbstverständlich bemerken die wenigsten Verschwörungstheoretiker die Ironie in diesen Worten. Katy Perry reagierte damit nämlich auf die Vorwürfe von Infowars, dass ihr Auftritt bei den Grammy Awards eine Inszenierung der Illuminaten gewesen sei. Das passiert, wenn man Freimaurersymbolik und Okkultismus blindlings den Illuminaten zuschreibt – man erntet Spott!

Auf der anderen Seite nutzen die Freimaurer die Situation gezielt, um alle Kritiker lächerlich zu machen. Denn in einem Punkt haben alle Verschwörungsportale recht: Katys Auftritt war ein okkultes Ritual. Nur outet sie das eben nicht als Hohepriesterin der Illuminaten. Zumindest nicht der betreffende Auftritt. Offenbar ist Infowars das folgende Bild von Katy entgangen, auf dem sie tatsächlich mit dem Symbol der Illuminaten posiert.

Eulenkaty

Angesichts dessen ist es fraglich, ob ihr Wunsch, den Illuminati beizutreten, nur als Joke gemeint war. Über ihre tatsächliche Rolle als Marionette der Hochgradfreimaurerei täuscht sie mit dieser Äußerung auf jeden Fall gekonnt hinweg. Ebenso geht Katy Perry auf die eigentlichen Vorwürfe überhaupt nicht ein. Sie liefert keine alternative Erklärung für die Verwendung okkulter Freimaurersymbole in ihren Musikvideos und Bühnenshows. Stattdessen posiert sie auf dem Cover des betreffenden Rolling Stone Magazins mit freimaurerischer Verschwiegenheitsgeste. Nun, eine solche Geste sagt mehr als tausend Worte.

Rolling Katy

Videoanalyse: Rihanna als Prinzessin der Illuminaten

Im 2010 erschienen Video „S&M“ von Rihanna geht es Vordergründung um Sado Maso. Dies trägt zum einen zur Übersexualisierung ihres meist sehr jungen Publikums bei. Der hier propagierte Sex hat dabei einen gewalttätigen Beigeschmack. Nun sind SM-Praktiken zwar jedermanns Privatsache, doch mit Sicherheit gehört derartiges nicht ins Nachmittagsprogramm für Kinder.

Zum anderen deutet das Video an, welche Sklavendienste Rihanna über sich ergehen lassen muss, um Karriere in der Musikindustrie machen zu können. Anspielungen auf sexuellen Missbrauch finden sich in fast allen ihren Videos, doch die Darstellungen in „S&M“ sind besonders heftig.

1_SM-Club

Russian One Eye

Hinter dem Augenscheinlichen verbergen sich jedoch noch andere Botschaften. So trägt Rihanna in der Hälfte der Szenen ein Kleid aus Zeitungsartikeln und wird von Reportern an die Wand genagelt. Es ist offensichtlich, dass damit die Regenbogenpresse gemeint ist, welche Rihanna bis in ihr Privatleben hinein stalkt und jedes schmutzige Detail der sensationsgeilen Leserschaft zum Fraß vorwirft.

2_Mediale Vergewaltigung

Die Reporter sind jedoch keineswegs frei in ihrer Berichterstattung. Die Knebel in ihren Mündern deuten an, dass ihnen vorgegeben wird, was sie worüber zu schreiben haben. Meist sind das natürlich schwachsinnige Sexthemen, welche die Massen ablenken und verblöden sollen. Die Journalisten sind halt auch nur kleine Rädchen im System, die sich brav drehen und die Fresse halten sollen.

3_Geknebelte Presse

Es gibt noch einen weiteren kleinen Hinweis zum Thema „unabhängige“ Medien. „Cox News“ ist nicht nur eine Verballhornung von „Fox News“. Das Wort „cox“ heißt auf Deutsch so viel wie „steuern“, was natürlich darauf anspielt, dass die Medien gesteuert sind.

Es gibt allerdings noch eine zweite Bedeutung. Phonetisch klingt „Cox“ wie „Cocks“ was gleichermaßen mit „Hähne“ und „Schwänze“ übersetzt werden kann. Verdeutlich wird diese sexuelle Anspielung durch den abgebildeten Hahn, womit ein Zufall ausgeschlossen werden kann.

4_Cox News

Was die gesteuerte Presse so schreibt, bekommt man nur zu sehen, wenn man das Video in Zeitlupe ablaufen lässt. Ein Großteil besteht natürlich aus Sex-Themen.

5_Sexthemen

Dann folgt aber noch ein Wink mit dem Zaunpfahl. Auf einer Notiz ist zu lesen: „Rihanna Princess of the Illuminati SLUT“. Auf Deutsch: „Rihanna Prinzessin der Illuminaten SCHLAMPE“. Daraus lässt sich ableiten, dass sie keineswegs im positiven Sinne eine Prinzessin der Illuminaten ist, die selbst irgendetwas zu sagen hätte. Sie ist viel mehr im System der Illuminaten gefangen und deren Schlampe. Letzteres lässt sich dabei sowohl im sexuellen Sinne als auch im Sinne ihrer Rolle in den Medien verstehen.

6_Illuminati Slut

An einer späteren Stelle ist noch einmal „The red headed Slut can’t sing“/“Die rothaarige Schlampe kann nicht singen“ zu lesen, begleitet von einer weiteren Erwähnung der Illuminati. Rihanna ist hier zwar als Lady in Rot zu sehen, welche ein Massenpublikum verführt, doch die Locke über dem linken Auge verrät, dass ihre Herren in ihr nur ein unreifes Mädchen sehen.

7_Rothaarige Schlampe

In einer weiteren Zeitungscollage ist Rihanna als Sexhäschen (siehe Playboy-Logo) zu sehen…

9_Sexhase

8_Hure

.. und schließlich als gefesselte Sexsklavin, deren Fäden von oben gezogen werden.

10_Bondage

In der Öffentlichkeit kann sie sich hingegen als Herrin präsentieren, welche ihre Fans an der Leine Gassi führt. In dieser Szene gibt es dann auch gleich noch etwas unterschwellige Zigarettenwerbung.

11_Gassi gehen

Das folgende Video zeigt die Szenen noch einmal als Videosequenzen und geht überdies auf die allmähliche Verrohung junger Stars ein.

Die Illuminaten – Fakten und Mythen

von Shinzon

Es gibt wohl kaum ein größeres Mysterium auf diesem Planeten als die Illuminaten. Folgt man den Verschwörungstheorien, sollen sie an der Spitze der Machtpyramide stehen und was immer auf der Welt geschieht, die Illuminaten sollen für alles verantwortlich sein. Doch wer sind diese Illuminaten eigentlich und wie lässt sich der Begriff definieren?

Den meisten Verschwörungstheorien liegt der real existierende bayrische Illuminatenorden zu Grunde, welcher am 1. Mai 1776 in Ingolstadt gegründet wurde. Dieser soll im Laufe der Jahrhunderte die Freimaurerei infiltriert haben und inzwischen die gesamte Welt kontrollieren. Die Wahrheit sieht jedoch ein wenig anders aus und dürfte die meisten Verschwörungstheoretiker zumindest teilweise bitter enttäuschen.

Der Gründer Adam Weishaupt (1748-1830), welcher an der Universität von Ingolstadt praktische Philosophie und Kirchenrecht lehrte, sah sich nämlich der wissenschaftlichen Aufklärung verpflichtet. Den Illuminatenorden gründete er, um seine Schüler vor den Intrigen der Jesuiten zu schützen, denen er als einziger im Lehrkörper der Universität nicht angehörte. Zwar besuchte er selbst in seiner Jugend ein Jesuiten-Gymnasium, mit dem Orden konnte er sich jedoch nie anfreunden.

Adam_weishaupt

Nun war Weishaupt nicht nur ein erbitterter Gegner der Jesuiten, sondern sah zunächst auch in den Rosenkreuzern und Freimaurern ein Übel, welches es zu bekämpfen galt. 1790 berichtete er rückblickend in seiner Schrift „Pythagoras oder Betrachtungen über die geheime Welt- und Regierungskunst“ Folgendes:

„Zwei Umstände aber gaben vollends Ausschlag. Zu eben dieser Zeit [1776] hatte ein Offizier, Namens Ecker, in Burghausen eine Loge errichtet, welche auf Alchemie ging und sich gewaltig zu verbreiten anfing. Ein Mitglied dieser Loge kam nach Ingolstadt, um dort zu werben und die Fähigsten unter den Studierenden auszuheben. Seine Auswahl fiel zum Unglück gerade auf diejenigen, auf welche auch ich mein Auge geworfen hatte. Der Gedanke, so hoffnungsvolle Jünglinge auf diese Art verloren zu haben, sich auch überdies mit der verderblichen Seuche, mit dem Hang zur Goldmacherei und ähnlichen Torheiten angesteckt zu sehen, war für mich quälend und unerträglich.“

Das alles hört sich ganz und gar nicht nach den bösen Illuminaten an, welche die Menschheit zu unterdrücken trachten. Im Gegenteil war Weishaupt ein erklärter Gegner des Absolutismus und strebte nach einer demokratischen Republik. Sein Geheimname „Spartacus“ war dementsprechend an den Anführer des römischen Sklavenaufstandes (73–71 v. Z.) angelehnt.

Mit diesem Hintergrundwissen ist einem Adam Weishaupt plötzlich gar nicht mehr so unsympathisch. Dennoch beging er einige gravierende Fehler mit seinem „Bund der Perfektibilisten“, wie der Illuminatenorden ursprünglich hieß.

Der größte Fehler war, dass er schon früh Freimaurer in seinen Illuminatenorden aufnahm, die er zuvor noch als Übel erachtete. Zwar verschaffte die Aufnahme des Freimaurers Franz Xaver von Zwack (1756-1843) dem Orden 1778 einen ersten Aufschwung, sodass er zwei Jahre später schon 60 Mitglieder umfasste, doch kamen die Illuminaten damit auch vom ursprünglichen Kurs ab.

Weishaupt selbst trat 1777 der Münchner Freimaurerloge „Zur Behutsamkeit“ bei, in welcher er zunächst den Namen „Sanchoniaton“ trug. Er überließ seinem Logenbruder von Zwack die Reorganisierung seines Bundes der Perfektibilisten, wobei die Freimaurerei als Vorbild diente. Weishaupt schlug indes als neuen Namen „Bienenorden“ vor, was eindeutig an der Freimaurersymbolik angelehnt war. Seiner Vorstellung zufolge sollten die Mitglieder unter Leitung einer Bienenkönigin den Nektar der Weisheit einsammeln.

Das Einzige, was seine Untergebenen einsammelten, waren jedoch noch mehr Freimaurer. Darunter auch der Adelige Freiherr Adolph Franz Friedrich Ludwig Knigge (1752-1796), welcher seinerseits zahlreiche Freimaurer in Weishaupts Orden brachte, für den man sich inzwischen auf den Namen „Illuminaten“ geeinigt hatte.

Nun wird ja oft behauptet, dass die Illuminaten die Freimaurerei unterwandert hätten. In Wahrheit sieht es jedoch ganz danach aus, als ob das genaue Gegenteil der Fall war. Einige Freimaurer, wie z.B. Johann Wolfgang von Goethe, wurden sogar gezielt mit dem Auftrag zu den Illuminaten geschickt, diese zu überwachen. Zu diesem Zeitpunkt war der Illuminatenorden allerdings schon nur noch ein freimaurerisches Karrierenetzwerk, welches von einer Gruppe Hochgradfreimaurer genutzt wurde, um die zahlreichen deutschen Logen unter ihre Herrschaft zu bringen.

Man könnte also zusammenfassend sagen, dass eine Gruppe von Hochgradfreimaurern die Illuminaten nur als Werkzeug gegen konkurrierende Kräfte innerhalb der Freimaurerei eingesetzt hat. Dieser interne Machtkampf kam nicht von ungefähr, sondern war das Resultat einer schweren Krise, in welcher sich die deutsche Freimaurerei ab 1776 befand. In diesem Jahr starb mit Karl Gotthelf, Reichsfreiherr von Hund und Altengrotkau (1722-1776) der Gründer der „Strikten Observanz“ (das deutsche Hochgradsystem) und hinterließ damit ein Machtvakuum.

Gotthelf war so etwas wie der Kopf der deutschen Hochgradfreimaurerei und behauptete, mit „geheimen Oberen“ in Kontakt zu stehen, die ihn in das tiefste Geheimnis der Freimaurerei eingeweiht hätten. Nun könnte man spekulieren, ob es sich bei diesen „geheimen Oberen“ um den europäischen Hochadel oder gar um Grey und Reptiloide gehandelt haben könnte. Allen dahingehenden Verschwörungstheorien zum Trotz meldeten sich diese Wesen jedenfalls nicht zu Wort und ließen die deutschen Freimaurer ratlos zurück.

Die beiden Illuminaten Freiherr Knigge und Franz Dietrich von Ditfurth (1738-1813) nutzten die Gunst der Stunde und übernahmen auf dem großen Freimaurerkonvent der Strikten Observanz von 1782 die Meinungsführerschaft. Sie schafften das alte Templersystem ab und drängten die Gold- und Rosenkreuzer ins Abseits. (Kleine Anm. nebenbei: Die ehemalige Grünenpolitikern und Gründerin der Ökologischen Linken Jutta Ditfurth ist eine Nachfahre des Illuminaten Franz Dietrich von Ditfurth.)

Nachdem der Illuminatenorden durch die freimaurerische Übernahme gestärkt war, kam es 1784 zum Streit zwischen Weishaupt und Knigge. Offensichtlich hatte Weishaupt seinen schweren Fehler erkannt. Statt die Freimaurerei zu verändern, kontrollierte diese nun seinen Orden und spähte ihn aus. Er mahnte daher an, dass zu rasch zu viele Mitglieder aufgenommen wurden, ohne diese zu überprüfen.

Knigge fühlte sich daraufhin persönlich angegriffen und drohte Weishaupt damit, dessen Geheimnisse an die verhassten Jesuiten und Rosenkreuzer zu verraten. Letztendlich ließ er ein Schiedsgericht in Weimar einberufen, dem u.a. Johann Wolfgang von Goethe, Johann Gottfried Herder und Herzog Ernst von Sachsen-Gotha angehörten. Dieser Congress urteilte, dass sowohl Weishaupt als auch Knigge ihre Machtpositionen im Orden aufgeben sollten. Da Weishaupt, welcher die Leitung des Ordens an Johann Martin Graf zu Stolberg-Roßla abgab, als dessen Gründer jedoch weiterhin einflussreich blieb, verließ Knigge die Illuminaten am 1. Juli 1784.

Mit Knigge verabschiedete sich der wichtigste Fürsprecher des Absolutismus, welcher den republikanischen Bestrebungen des Ordens entgegen stand. Mit dieser neuen Dominanz wurden die Illuminaten wieder zu einer Gefahr für den herrschenden Adel. Insbesondere der bayrischen Obrigkeit waren die Geheimbünde suspekt, weshalb schon am 22. Juni 1784 alle „Communitäten, Gesellschaften und Verbindungen“ durch den bayerischen Kurfürsten Karl Theodor verboten wurden, die nicht vorab von ihm genehmigt waren.

Am 2. März 1785 folgte schließlich das direkte Verbot der Illuminaten und Freimaurer, welche als landesverräterisch und religionsfeindlich eingestuft wurden. Bei den folgenden Hausdurchsuchungen sowie dem Fund eines toten Kuriers, der bei einem Gewitter von einem Blitz getroffen wurde, konnten zahlreiche Dokumente und Mitgliederlisten der Illuminaten beschlagnahmt werden. Einige Illuminaten wurden in der Folge ihrer Ämter enthoben, doch die Verfolgung verlief insgesamt eher milde und es wurden keinerlei Haftstrafen ausgesprochen. Im April 1785 erklärte Graf Stolberg-Roßla den Orden, dem er selbst einst angehörte, schließlich offiziell für suspendiert.

Dies hätte nun das Ende der Illuminaten sein können, wenn Adam Weishaupt nicht 1787 Asyl beim Herzog Ernst in Gotha erhalten hätte. Der verschaffte ihm zusätzlich eine Stelle als Hofrat und bewahrte die Geschichte des Illuminatenordens in der so genannten Schwedenkiste auf, welche sich bis heute in Gotha befindet und seit 1990 ausgewertet wird. Ein weiteres Zeugnis der Illuminaten ist der Merkurtempel im Gothaer Stadtpark. An diesem findet sich bei genaurer Betrachtung die 666 verschlüsselt wieder – ein mögliches Indiz dafür, dass Weishaupt zumindest in späteren Jahren auch vom Satanismus beeinflusst wurde.

MINOLTA DIGITAL CAMERA

Neben Weishaupt versuchte auch dessen Mitstreiter Johann Joachim Christoph Bode (1731-1793) die Illuminaten durch die Nachfolgeorganisationen der „Minervalkirche“ und dem „Orden der unsichtbaren Freunde“ am Leben zu halten. Die bayrische Obrigkeit roch den Braten offenbar und erließ am 16. August 1787 ein drittes, verschärftes Verbotsedikt, welches die Rekrutierung von Mitgliedern für die Freimaurer und Illuminaten unter Todesstrafe stellte. Unter diesen harten Bedingungen stellte Bode drei Jahre später seine Bemühungen ein.

Was die Freimaurerei angeht, so konnte diese ihren Einfluss dank ihrer Verbreitung in ganz Europa sowie der Mitgliedschaft der wichtigsten Adelshäuser aufrechterhalten. Später konnten die Freimaurer auch in Bayern wieder Fuß fassen. Die Illuminaten gelten hingegen als zerschlagen, wobei sich einige ehemalige Mitglieder wie der bayrische Staatsminister Maximilian von Montgelas (1759-1838) aus Machtkalkül gegen den Geheimbund stellten. Ein Rest von Zweifel bleibt allerdings.

Als letztes großes Werk der Illuminaten gilt die Französische Revolution, welche von 1789-1799 wütete. Historisch belegt ist diese Behauptung jedoch nicht. Fakt ist lediglich, dass die deutschen Freimaurer Verbindungen zu ihren französischen Logenbrüdern unterhielten und auch heute noch unterhalten. Da zahlreiche führende Freimaurer zu dieser Zeit Mitglieder des Illuminatenordens waren, könnte man den Illuminaten zumindest eine Beteiligung an der französischen Revolution zugestehen. Zumal die Abschaffung der Monarchie sowie die Erklärung der Republik zu den wichtigsten Zielen der Illuminaten gehörten.

Die französische Revolution hätte es wohl aber auch ohne Adam Weishaupts Orden gegeben, denn die treibende Kraft dahinter waren die Jakobiner. Diese waren ebenfalls ein Produkt der Freimaurerei und wurden von den Erfahrungen der französischen Soldaten angetrieben, die im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gekämpft hatten und dort mit der Idee einer demokratischen Republik in Kontakt gekommen waren. Es ist daher kaum ein Zufall, dass die französische Tricolore in den Farben der Freimaurer gehalten ist.

Ob Illuminaten oder Jakobiner, letztendlich sind die Freimaurer die verdeckte Hand, die unsere Geschichte lenkt. Das gilt insbesondere auch für die USA, deren Flagge dieselben Farben aufweist, wie die französische Tricolore. Die USA waren seit jeher ein Freimaurerstaat und sämtliche Verschwörungstheorien, die ihre Gründung den bayrischen Illuminaten zuschreiben, sind kompletter Mumpitz.

Einige Verschwörungstheoretiker behaupten sogar, dass Adam Weishaupt nach Amerika geflohen sei, wo er den Namen George Washington angenommen hätte. Das kann nicht stimmen, denn dann hätte Weishaupt an zwei Orten gleichzeitig sein müssen. Im 18. Jahrhundert konnte er auch noch nicht innerhalb von wenigen Stunden über den Atlantik fliegen und die Seereise dauerte Wochen. Es gibt nur eine Verbindung zwischen ihm und Washington: Beide waren Freimaurer. Möglicherweise ist es daher kein Zufall, dass 1776 sowohl die Vereinigten Staaten von Amerika als auch die Illuminaten gegründet wurden, welche in Deutschland eine ähnliche Republik anstrebten.

Doch wie gesagt ist das verbindende Element die Freimaurerei. Auf diese ist auch die Pyramide mit dem allsehenden Auge zurückzuführen, welche sich u.a. auf dem Staatsiegel der USA befindet. Die Behauptung, dass es sich bei der Pyramide um ein Illuminatensymbol handele, ist zumindest in Bezug auf Adam Weishaupt schlichtweg falsch. Die nachweisbaren Verbindungen zwischen den Illuminaten und der Pyramide mit Auge sind allesamt neueren Datums und ein Phänomen der modernen Pop-Okkultur.

dollar_mason

Das Symbol der Illuminaten war indes die Eule der Minerva und nicht einmal die Eule kann ausschließlich den Illuminaten zugeordnet werden. Zum einen wird sie auch von anderen okkulten Geheimgesellschaften wie dem Bohemian Club benutzt, zum anderen wird sie exoterisch als Symbol der Weisheit verwendet, z.B. von Universitäten und Buchhandlungen. Es ist also nicht alles ein Werk der Illuminaten, wie oft behauptet wird.

Illuminateneule

Einzig die Zahl 23 kann zweifelsfrei den Anhängern Adam Weishaupts zugeschrieben werden. Es ist wohl kaum ein Zufall, dass das ehemalige Versammlungsgebäude der Illuminaten heute die Hausnummer 23 hat. Das war nicht immer so, denn als die Theresienstraße noch Am Weinmarkt hieß, hatte das Gebäude die Nummer 298. Offenbar gibt es in Ingolstadt bis heute einflussreiche Freimaurer, die dem Illuminatenorden huldigen.

Oder gibt es den Orden gar noch, wie einige behaupten? Diese Frage lässt sich aufgrund der Beweislage nur schwer beantworten. Es fällt jedoch auf, dass der Name der Illuminaten nicht nur von Verschwörungstheoretikern verwendet wird, sondern extrem oft in der Pop-Okkultur vorkommt. Die Illuminaten tauchen in Filmen, Liedern und PC-Spielen auf. Einige Firmen haben sich sogar nach den Illuminati benannt. Das ist mehr als nur die Ausschlachtung eines alten Mythos, es ist die blanke Ehrerbietung. Der bayrische Orden genießt in Teilen der Freimaurerei bis heute höchste Anerkennung.

Doch steckt eventuell mehr dahinter als die reine Romantisierung eines längst vergangenen Kultes? In betreffenden Filmen und PC-Spielen werden die Illuminaten als nach wie vor mächtige Organisation dargestellt, die das Weltgeschehen kontrolliert. In der Musikindustrie werden Stars direkt mit den Illuminaten in Verbindung gebracht und zwar nicht von Internetbloggern, sondern von der Musikindustrie selbst.

Eine direkte Verbindung gibt es auch zu modernen Geheimgesellschaften wie dem rosenkreuzerischen Ordo Templi Orientis, dessen Mitglieder sich als rechtmäßige Nachfolger der Illuminaten betrachten. Die Meritokratische Partei Großbritanniens beruft sich ebenfalls direkt auf Weishaupts Orden. Die Indizien häufen sich also, dass die Illuminaten tatsächlich noch existieren bzw. in anderen Geheimgesellschaften fortleben und ihr Einfluss keineswegs gegen Null läuft.

Des Weiteren gibt es noch einige okkulte Randgruppen, die sich zwar Illuminaten nennen, aber keinen direkten Bezug zu Weishaupt haben. Darunter die 1978 gegründeten Illuminaten von Thanateros, die sich mit Chaosmagie beschäftigen. Halten wir also fest, dass es verschiedene Illuminaten gibt.

Es gibt sogar Mutmaßungen, dass die wahren Illuminaten schon lange vor Adam Weishaupts Orden existierten. Möglicherweise gab es sie schon vor über 13.000 Jahren im untergegangenen Atlantis. Das ist zwar eine reine Spekulation, aber zumindest muss es schon damals einen Vorläufer der modernen Freimaurerei gegeben haben. Dafür sprechen steinerne Artefakte wie eine dreizehnstufige Pyramide mit Auge, die auf ein Alter von ca. 13.000 Jahren datiert wurden. Die Frage, wie ein solch altes Symbol den Einzug in die Freimaurerei und damit auch auf das Staatssiegel der USA fand, ist absolut berechtigt.

Klaus Dona Pyramide

Doch nannte sich der antike Vorläufer der modernen Freimaurerei tatsächlich Illuminaten? Und war Weishaupts Orden lediglich der Versuch einer Wiederbelebung dieses alten Kultes? Spekulationen, Behauptungen, Irrwege. Wir haben lediglich einige Puzzleteile, die alle okkulten Geheimgesellschaften miteinander verbinden.

Erschwerend kommt hinzu, dass Illuminaten nicht nur die Bezeichnung einer ganzen Reihe von Geheimbünden ist, sondern auch ein Status. Die höchsten Grade der Freimaurerei sehen sich selbst als Erleuchtete und das lateinische Wort dafür lautet Illuminati. Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass mit den Illuminaten, welche die Welt beherrschen, gar kein konkreter Geheimbund gemeint sind, sondern die Elite der Freimaurerei. Das würde Sinn machen, denn wenn man sich die Namensliste der Weltenlenker ansieht, findet man dort fast ausschließlich Logenbrüder.

Der einzige andere Orden, der in Sachen Einfluss und Verbreitung mit den Freimaurern mithalten kann, sind die Jesuiten. Deren Logo ist die Sonne. Sonne = Licht = Erleuchtung. Es ist eigentlich unerheblich, ob die Führungsebene der Jesuiten sich ebenfalls als Illuminati bezeichnet, denn als Erleuchtete betrachten sie sich auf jeden Fall. Dieses Spiel lässt sich mit weiteren Geheimgesellschaften beliebig fortsetzen, deren Eliten sich allesamt als auserwählt und dem Rest der Menschheit überlegen ansehen.

Abschließend lässt sich also feststellen, dass die Illuminaten absolut real sind. Und das sowohl als namentliche Geheimorden wie auch als Status innerhalb selbiger. Der Weltverbesserer Adam Weishaupt hatte dabei anfangs gar nicht mal so verkehrte Ansätze. Der „Bund der Perfektibilisten“ war aufklärerisch, richtete sich gegen den Absolutismus sowie gegen die Jesuiten und Rosenkreuzer. Erst nach Weishaupts Beitritt in eine Freimaurerloge begann der rapide Abstieg und sogar die Umbenennung in Illuminaten geht auf die Übernahme durch die Freimaurer zurück.

Eine herrschaftsfreie Gesellschaft war und ist mit den adeligen Hochgradfreimaurern selbstverständlich nicht mehr zu erreichen. Doch auch Weishaupt selbst wurde zunehmend totalitär. Neumitglieder wurden über die Ziele des Ordens bewusst getäuscht und ihnen wurde ein bedingungsloser Kadavergehorsam abverlangt. Diese Verstöße gegen die eigenen Ideale sollten sich in Form des eigenen Niedergangs rächen.

Die angeblichen Infiltrationspläne Weishaupts, die inzwischen weltweit kursieren, sind dagegen historisch nicht belegbar. Vermutlich gehen die Behauptungen über die Pläne zur Zerstörung des Christentum und der Kontrolle der Politik auf die Bekenntnisschriften von Aussteigern zurück, welche stark ausgeschmückt waren und daher als Quellen wenig wertvoll sind. Einige vermeintliche Ziele wurden gar erst viel später hinzugedichtet, da bestimmte Entwicklungen wie z.B. die modernen Massenmedien damals noch gar nicht absehbar waren.

Die meisten Behauptungen über die bayrischen Illuminaten sind ganz und gar von den aktuellen Entwicklungen der Weltpolitik abgeleitet. Diese realen gesellschaftlichen Tendenzen gehen aber wohl eher auf den Einfluss der modernen Hochgradfreimaurerei sowie der Rosenkreuzer, Theosophen usw. zurück. Obgleich sich diese als Erleuchtete betrachten und sich mitunter auf Adam Weishaupt berufen, sollten Wahrheitsaktivisten nicht immer gleich von Illuminaten reden, wenn Freimaurer gemeint sind. Dies führt nur zu einer Mystifizierung der Geheimgesellschaften und verstärkt den verschwörungstheoretischen Charakter dessen, was eigentlich als Aufklärung gemeint sein sollte. Das ist auch der Grund, warum wir lieber von der „herrschenden Elite“ reden, da diese Bezeichnung sämtliche Geheimbünde einschließt und eine Differenzierung selbiger ermöglicht.